Angepinnt Kostenübernahme von Implantaten und zahnärztliche Leistungen durch die Krankenkassen.

    Kostenübernahme von Implantaten und zahnärztliche Leistungen durch die Krankenkassen.

    Hallo Freunde,

    immer wieder kommt es zu Irritationen welche Kosten die Krankenkasse übernimmt oder übernehmen muss bei Implantaten. Ich habe dieses gerade ohne Probleme hinter mir und habe die Kostenübernahme durch die TK in voller Höhe nach einem Gutachten erhalten.

    Die Begründung wurde von der MKG geschrieben und auch eine Kostenzusammenstellung erstellt. Das war für die Erstellung der Implantate. In Abstimmung mit der MKG hat mein Zahnarzt für die weiteren Arbeiten (zahntechnische Versorgung) einen Heil- und Kostenplan erstellt.

    Es sind in der Stellungnahme des Gutachters bestimmte Bedingungen festgestellt worden, damit ist das nicht für alle gültig. Es ist die Begründung dass keine andere prothetische Versorgung möglich ist.

    Begründung für die KK durch die MKG:

    „Im Vorfeld wurde bisher die Rekonstruktion der Weichgewebe mittels Radialis-Lappen vorgenommen. Eine konventionelle Retentionsmöglichkeit für einen herausnehmbaren Zahnersatz und darüber hinaus ist das Lagergewebe nach dem Verlust der gesamten keratinisierten Schleimhaut für einen zahn- und schleimhautgetragenen Zahnersatz nicht belastbar. Aus diesem Grund liegt hier eine echte medizinische Ausnahmeindikation für implantatgetragenen Zahnersatz im Sinne des Beschlusses des Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen vom 24.07.1998 vor (Richtlinien des gemeinsamen Bundesausschusses gem. §92 Abs. 1, SGB-V).“

    Der Gutachter (andere MKG) hat in seine Bewertung festgestellt:

    „Es liegt ein größerer Kiefer- und Gesichtsdefekt am Mundboden vor. Eine medizinische Gesamtbehandlung liegt gemäß des BSG-Urteils B1 KR 19/12 R vom 07.05.2013 wegen der Tumorerkrankung vor Diese stellt den humanmedizinischen Teil der Gesamtbehandlung dar. Die jetzt zu begutachtende Implantatversorgung stellt den zahnmedizinischen Teil dar.

    Eine konventionelle prothetische Versorgung mit einer Sattelprothese ist nicht möglich. Die geplante Versorgung ist hinsichtlich der Implantatanzahl und der gewählten festsitzenden prothetischen Versorgung ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich.

    Es sind kumulativ alle Vorrausetzungen des o.g. Gesetzes erfüllt. Somit liegt eine Ausnahmeindikation für implantologische Leistungen gemäß § 28 Absatz 2 Satz 9 SGB V Nummer 29 der Richtlinie des Bundesausschusses der Zahnärzte und Krankenkassen vor.“


    Antwort der KK (TK):

    „Wir haben ihren Antrag auf volle Kostenübernahme zugestimmt. Die Behandlungskosten für die vom Gutachter befürworteten Implantate können nicht über die TK Gesundheitskarte abgerechnet werden. Deshalb hat ihr Zahnarzt einen privaten Behandlungsvertrag mit ihnen geschlossen. Sie erhalten also Rechnungen, die sie selbst begleichen. An dem Honorar für zahnärztliche Leistungen beteiligen wir uns maximal bis zu einem Steigerungsfaktor von 3,5.

    Bitte übersenden sie uns die Rechnungen. Wir überweisen ihnen dann den Betrag, der für die gutachterlich empfohlene Versorgung berechnet wurde.

    An künftigen Reparaturen, Neuanfertigungen oder Erweiterungen ihres Zahnersatzes beteiligen wir uns mit den gesetzlichen festgelegten Zuschüssen. Um diese zu ermitteln werden die vorhandenen Implantate dabei natürlichen Zähnen gleichgestellt.“



    Ich habe keine Chemo oder Bestrahlung erhalten. Ich bin nicht privatversichert sondern als Rentner gesetzlich. Es war kein Widerspruch oder sonst irgendwas erforderlich. Die Zustimmung wurde nach dem Gutachten durch die MKG der Krankenkasse gegeben.

    Ich hoffe, einigen geholfen zu haben.

    Boebi
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    Übernahme der Vollnarkose bei Implantaten

    Als Nachtrag:
    Inzwischen wurde auch eine Vollnarkose durch die TK genehmigt. Eine Begründung wurde durch das KK, in dem die vier Implantate gesetzt werden, geschrieben.

    Es hat von der Einreichung bis zur Genehmigung keine Woche gedauert.

    Liebe Grüße
    Boebi
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    Kostenübernahme von herausnehmbaren Zahnersatz auf Implantaten.

    Ein weiterer Zusatz:

    Von der MKG wurde empfohlen, das der Zahnersatz auf den Implantaten herausnehmbar sein sollte, damit bei den TU-Nachsorgen darunter nachgesehen werden kann.

    Dadurch entstehen bei dem Zahnarzt für den Zahnersatz Mehrkosten von ca. 3.000,00€. Für diese Mehrkosten wurde ein neuer Heil- und Kostenplan bei der KK eingereicht. Diese Kosten wurden von der KK ohne weitere Nachfrage ebenfalls voll übernommen. Die Zusage war innerhalb von vier Tagen da.

    LG
    Boebi
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    Ich habe noch einen weiteren Hinweis:

    Bei einer Veränderung des Zahnfleisches kann ein festsitzender Zahnersatz nur schlecht gelöst werden um diesen neu Anzupassen. Im schlimmsten Fall wird er zerstört und muss mit hohen Kosten wieder instandgesetzt werden.

    Sprecht doch mal vorher euren Zahnarzt an, ob es nicht alternative Befestigungen gibt, z.B. leichter zu lösenden Zahnzement. Die bei mir vorgesehene Befestigung des herausnehmbaren Zahnersatzes ist eine sehr teure Angelegenheit.
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