Adenokarzinom T4N3M1

    Adenokarzinom T4N3M1

    Hallo zusammen ich bin Archie und
    meine Frau ist 51 Jahre alt.ED Mai 2015.Ihre Diagnose lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Zwischenzeitlich hat sie schon 5 Zyklen der Erstlinientherapie hinter sich. Und ab dem 3.Zyklus konnte der krebs und die metastasen und ca die Hälfte verkleinert werden. Zur Zeit bekommt sie ihre 3. Erhaltungstherapie am Dienstag.
    Es geht ihr relativ gut ausser ein paar Nebenwirkungen wie schleimhautentzündung, Magenprobleme und in ihren Augen fast das schlimmste.... Sie hat einiges an Gewicht zugelegt.
    Um ehrlich zu sein macht das natürlich garnichts aus. Ist doch eher ein gutes Zeichen.
    Trotz allem habe ich verdammte Angst das sich das schlagartig ändern kann und das auch sehr wahrscheinlich eintreten wird.
    War vor kurzem bei der bayerischen krebshilfe. Brauchte einfach ein Gespräch mit einer therapeuthin.
    Ich habe mich jetzt seit 6 Monaten durch das Internet und verschiedenen infostellen zb.Andere Lungenzentren gewühlt und trotz all dem Wissen weiß ich nicht mehr was ich glauben soll.
    Ist die palliative chemo doch so gut dosiert das ich fast nicht glauben kann das meine geliebte Frau totkrank ist???
    Gibt es vielleicht doch noch ein Wunder???
    Oder sehe ich die Realität unbewusst aus Selbstschutz nicht?
    Geht es hier vielleicht auch jemanden ähnlich?
    LG archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie

    Ich möchte dich hier bei uns begrüßen. Zu der Erkrankung deiner Frau kann ich leider gar nichts sagen, aber es werden sich bestimmt einige zu Wort melden die dir mehr dazu sagen können.

    Deine Angst ist nur verständlich, fühle dich mal umarmt.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Archie,

    ein ganz herzliches Willkommen bei uns von mir als für diesen Bereich zuständiger Moderatorin. Ich hoffe, wir können hilfreich für dich sein. Auf ein gutes Miteinander!

    Archie schrieb:

    Ist die palliative chemo doch so gut dosiert das ich fast nicht glauben kann das meine geliebte Frau totkrank ist???
    Gibt es vielleicht doch noch ein Wunder???
    Oder sehe ich die Realität unbewusst aus Selbstschutz nicht?

    Das Perfide an Lungenkreb​s ist ja gerade, dass es einem damit ziemlich lange recht gut gehen kann - weshalb er oft erst spät entdeckt wird. Auch eine Chemotherapie sorgt nicht notwendigerweise dafür, dass es einem schlecht geht. Welche(s) Mittel bekommt deine Frau?

    Ob du dir die Situation schöner malst als sie ist, kann dir hier niemand beantworten - das könnte wahrscheinlich am ehesten deine Frau selbst.
    Es grüßt die Hexe.
    Ach ja info zur chemo.....5 zyklen pemetrexed 599mg/m2, carboplatin /AUC 5, bevacizumab 15mg/kg
    Und zur Erhaltung bekommt sie pemetrexed und bevacizumab alle 3 Wochen. Vor Weihnachten wird noch eine Kontroll ct gemacht.
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    Auch von mir herzlich willkommen hier. Es ist hier eine tolle Truppe, die sich gerne gegenseitig hilft. Ich bin selber an Eierstockkrebs erkrankt und da ich bei der Erstdiagnose Fernmetastasen am Zwerchfell hatte, werde ich auch "nur" palliativ behandelt. Würde mich nicht im Moment meine Hüftarthrose ausknocken, würde ich viel wandern, Gartenarbeiten machen usw. Palliativ heißt eigentlich nur, dass die Ärzte davon ausgehen, dass sie es nicht heilen können. Aber man kann damit akzeptabel leben. Bei mir ist die Erstdiagnose jetzt auch schon 5 Jahre her. Wie es genau bei euch weiter geht, wird keiner voraussagen können. Genießt einfach das jetzt so gut wie möglich. Damit ärgert ihr den Krebs am meisten.
    Alles Gute für Euch
    Ulrike
    Hallo Archie,

    die Angst ist ein natürlicher und sehr nützlicher Begleiter, der uns auf eine Gefahr hinweist. Wer keine Angst hat, weiß nicht, wogegen er ankämpfen soll und wird dann sehr oft von der Realität überrollt. Angst per se ist nicht gefährlich. Sie wird es erst dann, wenn sie uns beherrscht, sie uns lähmt, sie panisch ist und wir somit keinen klaren Gedanken mehr fassen können. Ein gewisses Maß an Selbstschutz ist ebenfalls vonnöten, um deine Frau zu unterstützen. Er hilft dir, mit deinen Kräften zu haushalten, um im richtigen Moment für deine Frau voll da sein zu können.

    Extreme sind selten hilfreich: einerseits die panische Angst und andererseits der verleugnende Selbstschutz. Mal mehr, mal weniger in der Mitte, genau da ist dein Platz. Mit Kopf, Herz und Bauch.


    Ein herzliches Willkommen, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo @Archie,
    zunächst einmal ziehe ich meinen Hut vor Dir, wie sehr Du Deine Frau unterstützt und Dir Informationen über ihre Erkrankung einholst. Das ist längst nicht selbstverständlich.
    Ich selbst bin auch an Lungenkrebs erkrankt, meine Erstdiagnose stammt aus Dezember 2013. Die Ärzte gaben mir kaum Lebenszeit. Durch die Chemotherapie schrumpfte mein Lungentumor auch glücklicherweise und der Stillstand hält bis heute an. Ich erhalte alle 3 Wochen eine Avastin-Infusion (Antikörper).
    Auch mir geht es bis auf kleine Einschränkungen gut, man sieht mir meine Krankheit nicht an.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich bin gegen Augenwischerei. Du kennst sicherlich die Statistiken zu dieser Erkrankung und Euch wurde seitens der Ärzte sicherlich auch wenig Hoffnung auf Heilung gemacht. Das ist kaum zu verkraften. Es ist gut, dass Du Dir Hilfe zum Reden suchst. Redet Deine Frau über Ihre Krankheit und Befinden mit Dir? Wie geht sie mit ihrer Angst um?
    Ich glaube nicht, dass Du die Realität nicht siehst,vielleicht traust Du Dich nicht zu hoffen, dass es vielleicht doch "gut" wird. Ich trau mich das auch nicht...
    Aber mittlerweile ist das nicht mehr so wichtig für uns. Mir geht es JETZT gut und ich lebe JETZT. Vielleicht wird es irgendwann wirklich gut, aber was ist, wenn ich in der Zwischenzeit an einem Unfall oder anderer Krankheit sterbe? Es kommt, wie es kommen soll. Das anzunehmen ist sehr schwer. Ich bin dankbar für jeden Tag, das ist tief empfundene Dankbarkeit. Für mich ist das heilsam.
    Genießt diese Zeit und lass ein wenig Hoffnung zu, dass es lange Zeit so gut bleibt wie es derzeit ist!
    Alles Gute,
    Sabine
    Nur der ist wirklich stark, der stark sein kann, weil er stark sein muss, obwohl er es nicht ist
    Hallo zusammen,
    ​gestern hatte mein Schatz Ihre 8. Chemo. Es ging ihr Abends einigermaßen gut. Sie nahm zum 1.mal Blutdruck senkende Mittel. Hoffe die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen.
    ​Ein bisschen verwirrt bin ich aber schon das der Herr Dr. Prof. Gestern zu Ihr sagte das ,das noch keine Erhaltungstherapie sei. Nach 5 Zyklen Pemetrex/​Carboplatin und Bevacizuamb, wurde lediglich das Carboplatin weggelassen, da dieses wohl die meisten Probleme machte. Das glaubte ich anders verstanden zu haben. Den Start der eigentlichen Erhaltungsthera würde nach der anstehenden Kontroll-CT am 14.12.2015 entschieden. Wenn die CT gut verlaufen sollte geht's erst im Januar mit der Erhaltung weiter. Ich hoffe und denke, das der sehr erfahrene Prof. seinen Job richtig macht.
    Alles wird gut!
    lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    Da ich auch Bevacizumab (=Produktname :Avastin ) bekommen habe, kann ich dir vielleicht die Aussage des Prof erklären. Avastin alleine ist Erhaltungstherapie. Es wird aber schon mit den Avastin -Gaben während der eigentlichen Chemo begonnen. Der Unterschied, ob Chemo oder Erhaltungstherapie, liegt in den unterschiedlichen Wirkweisen der Medikamente. Chemo greift die Krebszellen direkt an indem es die Zellteilung unterbindet. Erhaltungstherapie macht den Krebszellen das Leben schwer, indem es z. B. Bei Avastin die eigenständige Blutversorgung der Krebszellen unterbindet und sie somit aushungert.
    Wegen des Austrocknens der Nasenschleimhaut und dadurch entstehenden Nasenbluten hat sich Sesamöl bewährt. Das gibt es auch als Nasenspray im Drogeriemarkt.
    Lieben Gruß
    Ulrike
    hallo ulrikes und alle ,
    ​vielen dank für die info!
    ja ihr geht es heute nicht gut und ich habe ihr die naséntropfen besorgt!
    leider ist das zusammen leben nicht immer einfach für einen angehörigen. ich wünschte es wäre einfacher. aber auch ich als angehöriger habe Gefühle und muss weiter leben obwohl ich gerne mein leben für ihre Gesundheit geben würde, ich bin gerade etwas ratlos.
    was mich ärgert ist das sie gerne selber experimentiert mit den Medikamenten und meint das die magentableten ihre Verstopfung verursacht. selbst wenn der doc sagt bitte die Tabletten nehmen macht sie ihr ding und wundert sich wenn es ihr nicht gut geht!??
    ich als liebender und verzweifelter frag mich wie ich damit umgehen soll!
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    Archie schrieb:

    leider ist das zusammen leben nicht immer einfach für einen angehörigen. ich wünschte es wäre einfacher. aber auch ich als angehöriger habe Gefühle und muss weiter leben obwohl ich gerne mein leben für ihre Gesundheit geben würde, ich bin gerade etwas ratlos.


    Lieber @Archie

    Nein es ist nicht einfach das kann ich als ehemalige Angehörige bestätigen.
    Zum Anfang der Diagnose hat mein Vater die Fürsorge übertrieben so das meine Mama auch sagte das es ihr zu viel wird.

    Mit der Zeit hatten die zwei sich eingespielt, wichtig war das sie beide immer sehr ehrlich zueinander waren. Auch wir Angehörigen haben Bedürfnisse und die darfst du auf keinen Fall vernachlässigen.

    Auszeiten sind für beide Seiten sehr wichtig.

    Das deine Frau mit den Medikamenten experimentiert, halte ich für keine gute Idee.

    Ich wünsche dir Kraft um mit der Situation umzugehen, was sehr schwer aber auch machbar ist.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Danke mausi, mag sein das meine fürsorge ...............begründet ist,.................................... ich liebe meine frau........
    aber ich möchte mich auch nicht aufdrängen.........aber ich liebe sie und was sonst bleibt mir übrig?
    bitte sagt mir was ich und wie ich es machen könnte.
    bin im arsch ,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
    mein leben ist ein chaos,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
    der gedanke das sie evt bald nicht mehr da ist macht mich ...................................................krank
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    Ich schreib aus der Sicht der Erkrankten. Es ist auch für uns nicht einfach zu akzeptieren, dass der Körper nicht mehr "funktioniert ". Dazu kommen dann noch die ganzen Medikamente, die auch Einfluss auf die Psyche haben. Eine durch und durch schwierige Situation. Experimente mit Medikamenten sind nicht so gut, aber egal wie sich deine Frau entscheidet, sollte sie es dem Arzt mitteilen, sonst kann er den Verlauf nicht richtig beurteilen.
    Ich bewundere Euch Angehörigen sehr, dass ihr das Ganze aushaltet. Danke
    Ulrike

    P.S. Das sich diese schwere Situation erst einpendeln muss, ist normal. Das war alles nicht vorher sehbar oder planbar.
    hallo ulrikes ,
    es zerreist mir mein herz wenn ich so etwas lese und ich weis leider immer noch nicht wie ich damit umgehen könnte?
    verdammt es ist so schwer.......
    bitte lieber Gott wenn es dich gibt?
    gib mir kraft das alles durchzustehen.
    ..................
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    Da hilft nur reden, reden, reden.
    Reden über eure Ängste, reden über eure Wünsche, reden wie ihr die aktuelle Situation empfindet. Seid ehrlich. Das ist das einzige was hilft. Akzeptier aber auch, dass deine Frau wegen der Medikamente evtl schneller ermüdet bei solchen Unterhaltungen. Bei uns zog sich das auch immer mit Unterbrechungen hin. Teils hatte ich auch Schwierigkeiten der Unterhaltung zu folgen.
    Bekommst du auch psychologische Unterstützung?
    Ulrike
    Hallo Ulrike,
    Über alles reden wäre natürlich die beste Lösung, aber leider kann ich das nicht wirklich. Ich möchte und kann meiner Frau nicht all meine Ängste und Gedanken mitteilen. Leider bin ich viel besser über ihre Krankheit informiert als Sie selbst. Ich hatte mich schon vorsichtig rangetastet aber sie will garnicht soviel wissen. Auch psychologische Hilfe lehnt sie derzeit ab. Sie ist immer noch im Glauben das die Chemo sie heilen wird. Ehrliche Aufklärung gab es nie seitens des Arztes. Und ich schaffe es einfach nicht ihr alles zu erzählen. Das hatte ich auch schon ihrem Arzt und bei der krebshilfe erwähnt. Die meinten ich sollte sie nicht damit belasten. Gerade das macht mich am meisten traurig. Aber vielleicht irre ich mich auch, und sie wird wieder gesund??? Nein, ehrlich glaube ich das nicht. Aber soll ich von mir aus sagen das sie wahrscheinlich bald sterben wird???? Ich kann das nicht!!!
    Es ist so unreal und schwer.....
    Aber ich denke es wird die Zeit kommen wo sie es selber merkt und vielleicht können wir dann reden.
    Ich funktioniere nur noch und versuche das beste daraus zu machen. Ohne meine Antidepresivas würde ich das glaube ich nicht schaffen.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie ,

    als selbst Erkrankte weiß ich, daß der eine Patient alles wissen will und der andere eher verdrängt. Bei mir war es damals genau umgekehrt, ich war bestens informiert und habe meine Ärzte gelöchert und meine Familie dachte immer "alles wird gut". Da ich nicht die Kraft hatte, neben der Therapie noch meine Angehörigen zu trösten, ließ ich sie in dem Glauben. Für mich war es sehr wichtig Bescheid zu wissen und meine Angelegenheiten zu regeln, für den Fall der Fälle (diversen Papierkram habe ich in meinen chemofreien Zeiten erledigt, so z.B. mein Testament gemacht und die Wünsche für meine Beisetzung formuliert).

    Was nun Deine Frau angeht, hast Du ja geschrieben, daß sie gar nicht so viel wissen will. Das macht es für Dich natürlich nicht einfach, Deine Ängste und Befürchtungen zu äußern. Und es fällt sicher sehr schwer, den Gedankengängen Deiner Frau dahingehend zu folgen, daß sie wieder gesund wird. Und das ist die Krux: Man kann jemandem, der verdrängt oder voller Hoffnung ist, nicht einfach sagen, daß er die Krankheit wahrscheinlich nicht überleben wird (falls die Ärzte sich dahingehend geäußert haben). Man kann nicht von Wochen oder Monaten Lebenszeit reden. Und - verzeih bitte meine offenen Worte - damit hat der Angehörige die A-Karte gezogen. Es ist ein Drahtseilakt, die eigenen Gefühle so zu kontrollieren, daß man vor dem Erkrankten nicht verzweifelt, obwohl man einen gewissenen Kenntnisstand durch die Ärzte hat. Und dieses Chaos zermürbt, raubt Kraft und lähmt. Es braucht unglaublich viel Kraft und ein ständiges Überschreiten der eigenen emotionalen Schmerzgrenze, mit so einer Situation umzugehen.

    Es ist schwierig, einen Rat zu geben. Vielleicht fragst Du mal in Eurem Krankenhaus nach der Sozialstation und erkundigst Dich, ob es dort einen Psychologen gibt oder einen Seelsorger, der Dich ein wenig auffangen kann. Gibt es im Freundeskreis/Familienkreis jemanden, mit dem Du offen sprechen kannst? Der notfalls nachts um 1 Uhr auch für Dich da ist? Eine Möglichkeit wäre vielleicht noch, ein Gespräch in einem ortsnahen Hospiz zu führen. Hospizangestellte kennen die ganze Bandbreite von Gefühlen, sind geschult und haben vielleicht hilfreiche Tipps für Dich.

    Falls alle Stricke reißen, dann schreibe Dir hier im Forum Deinen Kummer von der Seele. Auch wenn Dich dann keiner in den Arm nehmen kann, so ist gewiß, daß Du gelesen wirst und im Rahmen der hier gegebenen Möglichkeiten Trost erfährst.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Anhe,
    Vielen Dank für Deine klaren Worte.
    Ich kann eigentlich fast mit keinem über meine Probleme reden. Damit sind die aller meisten überfordert. Wenn es mal garnicht anders geht werde ich wieder zur bayerischen krebshilfe gehen. Dort gibt es eine psychologische Betreuung. Dort war ich schon mal und ehrlich gesagt hat es zwar gut getan aber im Endeffekt muss ich da wohl selber durch.
    Es hilft mir sehr im Netz darüber zu schreiben und evt versuch ich mal in einem Hospiz zu kontaktieren.
    Bei der Arbeit bin ich auch etwas abgelenkt, aber es geht mir leider nicht aus dem Kopf. Immer diese Angst, was wohl heute Abend auf mich zukommt. Ich versuche natürlich auch meinem Leben noch Achtung zu zeigen und treibe Sport.... Ohne würde ich sicher durchdrehen.
    Im Januar wollen wir für eine Woche nach Istanbul.... Etwas Tapetenwechsel.
    Es ging so schnell plötzlich war das Leben auf den Kopf gestellt, unsere Planungen.... Alles und nichts.... Einfach nur große Angst.
    Ich wurde gleich total bombardiert mit Schreckensmeldungen, Statistiken und dem Tod. Jetzt nach sechs Monaten bin ich zum Teil noch verwirrter. Wenn mich jemand fragt wie es ihr geht, habe ich einfach das gefühl es nicht mehr einschätzen zu können.
    Sie sagt zwar es ginge ihr relativ gut, aber ich sehe meine Frau und es schmerzt einfach nur. Ich kann ihr nicht helfen ausser ihr beistehen und leider auch manchmal gute Mine zum bösen Spiel machen.
    Alles wird gut.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hi Archie,

    Deine ganze Gefühlswelt, die Du gerade durchlebst, ist nur all zu verständlich. Dies hat wohl jeder Angehörige durchgemacht und ist leider auch als normal zu benennen, obwohl es alles andere scheint - nur nicht normal.

    Aber bei solchen veränderten gravierenden Situationen und einschneidenden Ereignissen im Leben ist es wirklich normal, das man fühlt wie Du das alles beschrieben hast.

    Auch ich musste durch dieses "Tal" gehen und lernen, eine neue Einstellung zum Leben, dessen Bedeutung, und Veränderungen zu bekommen. Dies war für mich äusserst wichtig, sonst wäre ich am Schmerz über alles nicht nur handlungsunfähig geworden, sondern wäre daran zerbrochen. Also gerade dann, wenn mich meine Frau am notwendigsten gebraucht hätte, wäre ich zu nichts zu gebrauchen gewesen.

    Es gäbe hierzu sehr viel zu sagen bzw. zu schreiben. Aber lese Dich doch einmal in den Angehörigenforen durch, Du wirst dort glaube ich viele Hilfen in solchen Situationen finden, wie es anderen ergangen ist und wie sie gerlernt haben, mit solchen Dingen umzugehen.
    Erst einmal gehört Akzeptanz dazu, wie es nun einmal ist.

    Vielleicht ist Dir einmal ein Satz begegnet, den ich Dir einfach einmal so anbieten möchte, der so manchem ein guter "Krückstock" und auch Lebenshilfe war. Ein sehr guter Freund hier hat ihn sogar in seiner Signatur. Hier für Dich, falls Du ihn noch nicht gelesen hast!

    Herr gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut Dinge zu ändern, wenn ich es kann,
    und die Weisheit, das Eine vom Andern zu Unterscheiden!!!

    Diese Worte haben mich schon begleitet, wenn ich bereits vor der Krankheit meiner Frau Probleme hatte und ich mit dem Rücken zur Wand stand!

    Ansonsten hast Du hier immer ein offenes Ohr - und ganz wichtig, verzweifle nicht und gib niemals auf.

    Und wenn Deine Frau nicht darüber sprechen möchte, akzeptiere es einfach. Nach meinen Erfahrungen sind da auch Familienmitglieder nicht immer die besten Hilfen. Du wirst es herausfinden. Verstanden wurde ich nur immer unter "Gleichgesinnten" ! - Wie hier z.B. !
    Weil man hier weiss, wovon ich spreche und ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen, also auch helfende Worte finden kann!

    Ich wünsche Euch erst einmal alles Gute und verzweifle nicht.
    Achte darauf, das die Angst Dich nicht handlungsunfähig macht - wie schon angeklungen.

    lg Dieter

    Nichts ist unmöglich - und erst recht nicht hoffnungslos!


    Lieber @Archie

    Diagnose Krebs von heut auf morgen ist nichts mehr wie es war.
    Ich kenne das.

    Vielleicht hilft es dir wenn ich dir kurz schildere wie ich damit umgegangen bin?

    Als ich erfahren habe meine Mama hat Krebs (BSDK) im fortgeschrittenem Stadium, nur noch wenige Monate zu leben, habe ich gedacht das wars mein Leben ist vorbei. Die Angst hinderte mich normal weiter zu leben. Ich durchforstete das ganze Netz nach Informationen, Ergebnis noch mehr Angst als zuvor.

    Statistiken die überaltert waren, Krankheitsverläufe die mir den Atem nahmen.

    Nach ca zwei Wochen fing ich an zu akzeptieren das sie sterbenskrank war und es keine Heilung geben würde. Mein Vater hatte seinen Weg auch gefunden, er verdrängte die Krankheit und redete sich ein alles wird gut.

    Wir führten dann als Familie ein wichtiges Gespräch, wir versprachen uns immer ehrlich zueinander zu sein und das wir nur zusammen stark sind.

    Die Zeit die uns dann noch blieb war eine schwere aber auch intensiv schöne. Hört sich zwar blöd an, aber so war es. Meine Mama war bis zum Schluß glücklich.

    Die Idee zu einem Hospiz Kontakt aufzunehmen finde ich gut, denn dort kannst du über deine Angst reden und hier wirst du garantiert auch aufgefangen.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Zusammen,
    heute fast eine Woche nach Ihrer letzten Chemo geht es meiner Frau wieder so einigermaßen. Bin ehrlich immer sehr betrübt sie so leiden zu sehen. 6 tage Verstopfung und Magenprobleme. Zu allem übel hat sie auch noch ein Reflux-Problem und ein 6 cm großen Myom in der Gebärmutter der wohl auch Unterleibsprobleme macht.
    So langsam kommt auch etwas Aufregung vor Ihrem nächsten CT Termin am kommenden Montag auf. Wenn alles gut ist fangt sie nächstes Jahr im Januar mit der Erhaltungstherapie an. Anderenfalls wäre am 22.12. Termin zur entsprechenden bzw nötigen Chemo.
    Frag mich wie lange so eine Erhaltungstherapie in der Regel vertragen wird? Gibt diesbezüglich auch Leitlinien oder ähnliches? Sind den die Nebenwirkungen dieser Therapie mit Avastin wirklich erträglicher, wie Ihr Prof. es geschildert hat?
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    bezüglich der Verträglichkeit von Avastin gegenüber der üblichen Chemotherapie kann ich von mir berichten. Ich bekomme Avastin 3-wöchentlich seit Juli 2014 als Erhaltungstherapie im Rahmen einer Studie. Die Nebenwirkungen, die bei mir mit Carboplatin auftraten, sind unter Avastin mono verschwunden. Ich hatte unfassbare Magenschmerzen unter der Chemotherapie, zum Glück hat mir Pantoprazol geholfen, ich hätte sicherlich die Therapie ansonsten abgebrochen.
    Allein die Schmerzen in den Fußgelenken und Muskeln sind geblieben. Ich denke aber nicht, dass diese vom Avastin kommen, sondern aus den Folgen der Chemo stammen. Ich bin nicht mehr so gut zu Fuß und Treppen steigen ist schmerzhaft. Aber ehrlich - das sind peanuts. Ich lebe und meine Kinder haben ihre Mama noch, das ist, was zählt. Und mir geht es gut, sehr viel besser, als so viel anderen an Krebs Erkrankten.
    Ich wünsche Euch nur gute Ergebnisse beim kommenden CT-Termin! Nimm es ein bisschen positiver, Ihr habt doch schon so viel geschafft... Alles Gute!

    Sabine
    Nur der ist wirklich stark, der stark sein kann, weil er stark sein muss, obwohl er es nicht ist
    Hallo Zusammen,
    Gestern war Ihre Ct Kontrolle mit sehr positivem Ergebnis.
    Nach 5 Zyklen: Pemetrexed; Carboplatin , Bevacizumab und zwei mit Pemetrexed
    und Bevacizumab ist laut letzter Ct Untersuchung der Primärtumor (jetzt
    nur 7,3mm) im linken Oberlappen um fast die Hälfte kleiner geworden. Die
    Lyphknoten noch ca. 12.3mm sind seit dem 3. Zyklus Zustand "stabil
    disease". Weitere Metastasen im rechten Lungenflügel seien auch etwas verkleinert
    und als evt Vernarbungen zu sehen. Allerdings soll auch noch was an der linken Lungenspitze sein, aber auch unverändert. Dieses war uns vorher nicht bekannt gewesen.
    Im Januar soll die Erhaltungstherapie starten.

    Spielt denn die Grösse der Tumore eine Rolle bei den Statistiken.
    Und wie Wahrscheinlich ist ein rezidiv bei kleineren Tumoren?
    Nach all den Infos und der TMN meiner Frau, bin ich sehr verwirrt und frage
    mich ob es evtl durch diese kleinen Tumore einen Vorteil im Verlauf der Krankheit
    geben kann.?!?
    Oder gilt Generell, je mehr T/N/M desto schlechter die Prognose? Egal wie groß der Primäre Tumor ist?
    Ich weiß, ich sollte über diesen Verlauf bis Dato froh sein, was ich auch bin, aber ich mache mir nun mal Sorgen und versuche zu verstehen was da gerade passiert.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    die T/N/M-Klassifikation ​bezieht sich immer auf den Primärtumor, von daher verstehe ich nicht ganz, was du genau meinst. Und was da passiert ist, ist eigentlich ganz einfach: Sowohl Primätumor als auch Metastasen sind kleiner geworden - das ist ein sehr guter Befund, zu dem ich deiner Frau gratuliere.

    Mir scheint, dass du etwas arg auf irgendwelche Statistiken fixiert bist, die du offenbar auch noch nicht einmal richtig einordnen kannst. Mein Rat: Lass das, eine ganz bestimmte Erkrankung einer ganz bestimmten Person lässt sich nicht durch eine Statistik vorhersagen; das ist einfach unmöglich.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo The Witch
    Vielen Dank für die rasche Antwort. Zugegeben kann ich auch noch nicht all die Informationen einordnen. Deshalb versuche ich ja auch hier etwas Licht ins dunkle zu bringen und frage hier im Forum.
    Nach nun gut 8 Monaten im gelähmten Schockzustand und des Versuches alles irgendwie unter eine Hut zu bekommen , möchte ich ja nur verstehen.
    Aber ich werde deinen Rat zu Herzen nehmen und mich etwas zurück nehmen. Zumal ich sowieso kein Einfluss auf die Sache haben werde.
    So schwer es mir fällt.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    ich lese ja still und leise mit kann nur nicht alles kommentieren, da ich von diesem Bereich keine Ahnung habe - ich bin eher im Eierstockstrang "zu Hause".

    Da ich aber einige Paralellen gefunden habe - wie Deinen letzen Kommenter z.B. - hast Du mich sehr an mich selbst erinnert und möchte Dir ein paar Worte schreiben.

    Als meine Frau die Diagnose mit umgehendem OP-Termin bekam, war ICH derjenige, der fast Amok gelaufen ist. Ich habe Internetseiten und die Tante Gugel gequält bis zum Wahnsinn (Meinen Wahnsinn)! - Ich wollte doch bloss wissen was Sache ist, und was mir kein Arzt oder sonst ein "Fachmann" zur Situation in allen Fassetten erklären konnte oder auch wollte. Also hab ich mich selbst bemüht mit allen was ich konnte, wusste und erfahren konnte!

    Ich machs kurz: Das ging ungefähr ein Jahr lang. Und ich hatte gelitten in dieser Zeit, weil das was ich gerne lesen wollte, nirgends stand. Abweichende Statistiken und was weiss ich sonst noch alles. Jeder schrieb etwas anderes - klar doch - weil bei jeder Person, die gleiche Krankheit anders verläuft, sich anders auswirkt! In beide Richtungen - gut, sowie nicht gut!!!

    Mit der Zeit war ich bei meiner ganzen Rennerei aber immer weniger zu gebrauchen gewesen und wohl für meine Frau auch keine wirkliche Hilfe und Stütze mehr - die hätte ich eher selber brauchen können.

    Also so gings nicht! - Ein Patentrezept wie ich damit am besten umgehe, habe ich bis heute nicht gefunden! Ich versuche die momentanen Gegebenheiten möglichst so gut wie möglich zu akzeptieren, was einmal mehr und einmal weniger gut gelingt! Ganz wichtig: Vergiss DICH dabei nicht, denn wenn Du "ausfällst" bist du keine Hilfe mehr!

    Klar will ich wissen wie die Chancen meiner Frau stehen und ob ich mir Sorgen machen muss!

    Nun sind es bald 3 Jahre - mit einem Figo 3c - mit G3 - Lt. Statistik nicht besonders toll. Meiner Frau geht es gut, sie hat heute keine Beschwerden und ist fast wieder "normal" - so nehme ich das jetzt - was morgen wird warten wir bis es soweit ist - was heute kommt wird im Heute "bearbeitet"!

    Das Internet bei Fr. Google hat mir dabei am wenigsten geholfen - eher noch mehr durcheinander gebracht - keine Fragen beantwortet nur noch mehr Fragen aufgetan - tu Dir das nicht an!

    Lieben Gruß
    Dieter

    Nichts ist unmöglich - und erst recht nicht hoffnungslos!


    Hallo Dieter,
    Ja, da kann ich mir nichts vormachen. Und ich habe das auch schon bemerkt und arbeite daran. Auch habe ich verstanden das es keinem hilft und nur hindert das "jetzt" zu leben.
    Ich war schon immer jemand der alles hinterfragt und versuchte eine Logik dahinter zu finden. Aber hierbei gilt wohl keine Logik.
    Es ist halt ne Extremsituation die glaube ich nicht wenige durchleben.
    Da liegt noch jede Menge Arbeit vor mir und ich werde es schaffen. Für meine Frau und mich.
    Vielen Dank das es dieses Forum gibt.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hi Archie,

    das heisst jetzt aber nicht, das Du diese Thematik "gleichgültig" behandeln sollst :D -
    versuche lediglich "das eine vom andern zu unterscheiden" - wo bringt es was, wo nützt es was, wo ist es vergeudete Energie, welche Du woanders besser einsetzen kannst!

    Das ist der schwierige Teil daran, das richtige "Mittelmass" zu finden!!

    Alles gute - übrigens positive Gedanken sind übertragbar :D

    lg Dieter

    Nichts ist unmöglich - und erst recht nicht hoffnungslos!


    Hallo @Archie ,

    meine Vorschreiber haben es auf den Punkt gebracht. Informationen JA, aber differenziert einholen. Google ist da nicht geeignet. Mein Standardspruch bei Krebs lautet: Das einzig berechenbare an einer Krebserkrankung ist, daß sie unberechenbar ist. Immer aktuelle Probleme angehen, mit Deiner Frau und den Ärzten besprechen und immer ein wenig Auszeit für sich selbst herausholen, damit man gestärkt dem Partner zur Seite stehen kann. Eine Gratwanderung, erschwert durch Angst, Panik und einer gewissen Hilflosigkeit, aber durchaus machbar. Du schaffst das ganz sicher, wie so viele Angehörige, die sich in der gleichen Situation befinden.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Lieber @Archie

    Archie schrieb:

    Gestern war Ihre Ct Kontrolle mit sehr positivem Ergebnis.


    Darüber freue dich das ist superrrrrr!

    Deine Angst und Hilflosigkeit ich kann sie nur zu gut verstehen, aber du stehst dir selbst im Weg.

    Statistiken sind Statistiken und man kann daran den Krankheitsverlauf nicht fest machen.
    Zum Beispiel bei BSDK ist lt. Statistik ab Diagnose 3-6 Monate. Ok bei uns waren es nur 4 Monate, aber hier im Forum sind genügend Beispiele wo diese Statistik nicht zu trifft.

    Was ich dir eigentlich sagen will, manchmal ist es besser nicht alles zu wissen. Genieße mit deiner Frau dieses tolle Ct Ergebnis.

    Alles liebe Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo @Anhe und ihr lieben,
    vielen Dank für die Nachfrage.
    Nun, zunächst möchte ich erzählen wie es meiner Frau geht. Nach Ihrer letzten Chemo am 01.12.15 leidet sie überwiegend an ihren Schleimhäuten und Zähnen/Zahnfleisch. Jeder Versuch sie dazu zu bewegen zum Arzt/Zahnarzt zu gehen, scheiterte kläglich. Sie ist eine bekennende "Arztvermeider/hasserin". Evt. Medikamente die helfen könnten nimmt sie wohl erst wenn es richtig brennt! Und ich habe es aufgegeben, es ist einfach zu kräfteraubend. Ich hab mich natürlich im Netz weiter informiert und zB. ein Mundspülung bestellt. Wenigsten nimmt sie diese. Ansonsten meine ich das es Ihr relativ gut geht. Ich tu mir da immer schwer das richtig einzuschätzen, da meine Frau doch sehr gut darin ist, ihr leiden zu verbergen. Nächste Chemo ist am 14.01.16 .Ob es jetzt ne Erhaltungschemo oder ne Kombi wird wissen wir leider nicht genau, weil der Herr Prof. Dr. Schlimok uns schon mal erzählte das es jetzt mit der Erhaltungstherapie los gehen sollte, aber dann doch noch ne 2 er Kombi verabreichte. Noch der Kontroll CT am 14.12. hatte er angerufen und gesagt das im Januar es weiter geht mit der "abgeschwächten Version" (?)

    Meiner einer hat sich nach tiefem Schock so langsam aufgerappelt und gelernt mit der Krankheit als "Co-Betroffener" zu leben und mich nicht von der lähmenden Angst beherrschen zu lassen.
    Für meinen Seelenheil treibe ich viel Sport und tausche mich mit ein paar wenigen Freunden und Bekannten aus. Vor kurzem hatte Renate leider eine von mir offen gelassene Unterhaltung mit meinem Bruder über soziale Netzwerke gelesen. Dort hatte ich ihm geschildert wie es um sie steht und welche Ängste und Sorgen ich für die Zukunft habe. Dieses sehr deutlich und klar wie es mit ihrer Diagnose wohl aussieht .
    Naja ihr könnt euch sicher vorstellen das mein Schatz nicht wirklich erfreut war. Wie ihr sicher aus vorherigen Posts von mir wisst, war mein Frau nie sehr Interessiert an Aufklärung und Info über ihre Krankheit. Ich hatte mir vorgenommen sie nicht mehr damit zu behelligen. Tja ist mir leider nicht ganz gelungen. Aber zwischenzeitlich ist wieder alles gut !-)
    Natürlich verfolge ich noch intensiv hier im Forum / Netzt die Geschehnisse und erwische mich hin und wieder dabei, mir auszumalen wie es wohl bei uns laufen könnte.
    Auch bin ich erschüttert über die letzten Verluste und Krankengeschichten hier im Forum.
    Aber letztendlich habe ich verstanden das es immer anders kommt als man denkt.
    Fakt ist, das es ihr derzeit entsprechend gut geht und wir am Sonntag für ne knappe Woche nach Istanbul fliegen. Wir besuchen dort meinen Couson, der Zahnarzt ist und mir mal ein paar Implantate setzt!-) Vielleicht kann ich da auch gleich meine Patientin dazu überreden mal einen Blick auf Ihre Zähne werfen zu lassen.

    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie ,

    lieben Dank für Deinen doch ausführlichen Bericht über den Ist-Zustand. Leider kenne ich auch einige Menschen, die nicht zum Arzt gehen, selbst wenn sie den Kopf fast unterm Arm tragen. Da ist ganz schwer dagegen anzugehen, deshalb lasse ich es.

    Daß Deine Frau nun über ein soziales Netzwerk über Deine Einschätzung ihrer Erkrankung lesen mußte, ist natürlich nicht so prickelnd. Andererseits brauchst auch Du Anlaufstellen, um zu kommunizieren und Rat, aber auch Trost zu erfahren. Ich kann mir gut vorstellen, daß der Haussegen dann erst mal in Schieflage geraten ist. Es ist schwierig mit einem Partner, der sowohl Aufklärung als auch Ratschläge ignoriert oder sogar die eigene Erkrankung verdrängt. Da kann man auch nix raten.

    Um Instanbul beneide ich Dich ein wenig. Eine pulsierende Stadt, die gleichermaßen modern als auch traditionell ist. Früher bin ich mindestens einmal im Jahr in die Türkei geflogen. Im Augenblick würde ich das nicht mehr tun, da hätte ich zuviel Angst (obwohl ich tendenziell überhaupt nicht ängstlich bin). Die politische Lage rund um den Globus läßt mich zur Zeit kein Flugzeug besteigen.

    Lieber Archie, ich wünsche Euch in Istanbul eine schöne Zeit, Dir eine komplikationslose Implantatsetzung und Deiner Frau Zeit zum durchschnaufen. Falls wir uns nicht mehr lesen: Einen guten Rutsch ins Jahr 2016. Möge dieses nur gutes für Euch bereithalten.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Anhe
    Ja wir haben schon auch ein kleines bisschen Sorge wegen den politischen Unruhen in der Türkei. Aber Istanbul ist groß, sehr groß und zum glück haben wir da Einheimische die wissen wo man sicher besser nicht rumtreiben sollte. Was natürlich nichts garantiert. Wird schon schief gehen!-)

    In der Tat hing der Haussegen nach diesem Tag als sie die Nachricht an mein Bruder las. Aber wie Du schon erwähnt hast brauche ich auch jemanden zum Austausch.Und ich könnte es mir auch nie verzeihen wenn ich sie immer in dem Glauben ließe "Alles wäre Gut". So ähnlich behandelt ihre Familie dieses Thema. Was ich einerseits schon verstehe aber andererseits sollte man die Realität nicht ganz verdrängen. Ich finde sie sollte schon wissen, daß diese Krankheit nicht zu unterschätzten ist.
    Korrigier mich wenn ich falsch liege.

    Trotz allem wünsche ich mir natürlich nichts anderes als ein Wunder und mein Schatz wäre geheilt.

    Dir und allen hier im Forum wünsche ich einen guten Rutsch ins Jahr 2016 !
    Lg Archie

    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen.
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Archie“ ()

    Hallo zusammen,
    Kleines Update.
    Am Dienstag sollte nach einer Chemopause von 6 Wochen, die Erhaltungstherpie losgehen. Aber während unserem kurzurlaub in Istanbul, ließen wir bei meinem Cousin der Zahnarzt ist,ein Röntgen vom Kiefer machen. Leider hat sie eine ausgedehnte Entzündung im Oberkieferund muss nach einer Antibiotikatherpie einige Zähne ziehen lassen.
    Somit wird die Chemotherapie, wieder für min. 1 Woche verschoben.
    Hoffentlich geht alles gut.
    LG
    Archie
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie ,

    erst einmal bin ich froh, daß Ihr unbeschadet wieder zu Hause angekommen seid. Nach den gestrigen Vorfällen habe ich spontan an meine Aussage an Dich gedacht, betreffend Flüge in die Türkei.

    Wie geht es deiner Frau? Hat das Antibiotikum schon angeschlagen und steht schon ein Termin beim Zahnarzt, um die Zahnextraktionen durchführen zu lassen?

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Anhe
    Ja was dort passiert ist, ist einfach nur schrecklich. Noch vor ein paar Tagen waren wir auf den großen Basar ganz in der Nähe.
    Ob das Antibiotikum schon angeschlagen hat kann ich nicht wirklich beurteilen. So richtig gut geht es meiner Patientin noch nicht. Morgen hat sie ihren Termin beim Zahnarzt. Schauen wir mal was der dazu sagt.
    LG
    Archie
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    zu deinem Spagat zwischen ""sie wird definitv sterben" und "alles wird gut" will ich Dir schreiben, dass es meiner Ansicht falsch ist, jemanden mit harten Tatsachen zu konfrontieren, die er gar nicht wissen will. Nun ist das durch das dumme Missgeschick also passiert-das ist und nicht mehr zu ändern.

    Ich selber hatte auch einen Partener, der es nicht so genau wissen wollte, aber ganz hin und wieder hat er mich dann doch vorsichtig gefragt, ob ich meine, dass er das überstehen könne und ob ich glaube, dass Alles wieder gut wird.

    Ich habe ihm dann jeweils von Geschichten erzählt, die ich hier im Forum gelesen hatte von Menschen, die der Statistik ein Schnippchen geschlagen haben. Das ist gar nicht so selten, wie es sich in den Statistiken liest (wobei natürlich auch nur ein kleiner Teil davon in Foren schreibt und die Quote in Foren daher auch nicht repräsentativ ist).

    Ich wollte nicht lügen.. ich wollte also nicht sagen, dass Alles wieder gut wird. Aber was ich ehrlichen Herzens sagen konnte war, dass ich glaube, dass das möglich ist. Dass ich es aber natürlich letztendlich nicht weiß und auch kein Arzt es wissen kann. Aber immerhin: Es ist möglich. Es ist auch möglich, selbst, wenn der Krebs nicht heilbar ist, trotzdem noch 10 gute Jahre zu haben.

    Einerseits wollte ich das selber glauben, andererseits taten diese Informationen meinem Mann gut, denn jeder Mensch braucht Hoffnung und will wissen, ob sich diese ganzen Strapazen lohnen könnten.

    Damit habe ich nicht gelogen, aber ich habe ihm auch nicht jede Hoffnung genommen.

    Und sag selbst: Sind wir Angehörigen Gott, dass wir uns anmaßen können, einen Verlauf sicher vorsagen zu können ? Dürfen wir das ? Ich meine nein. Dazu gibt es dann doch zu viele Gegenbeispiele. und auch deshalb sind gute Ärzte mit ihren Prognosen oftmals sehr vorsichtig.

    Auch Du solltest Dir diese Option für Dich bewahren, dass Deine Frau zumindest noch sehr lange mit dem Krebs leben kann. Möglich ist es tatsächlich. Deshalb schaue nicht immer auf das Ende-auf das wann und wie, sondern betrachte sie als Lebende.

    Schön, dass die Chemo so gut angeschlagen hat. Für alles Weitere Alles Gute !

    Liebe Grüße
    Mayana
    Hallo @Mayana
    Vielen Dank für deine offenen Worte.
    Tatsächlich war ich anfangs so drauf wie du geschildert hast, aber nach dem ich den ersten Schock überwunden hatte und mich nicht mehr von Statistiken und Horrorgeschichten beirren lasse, glaube ich schon einigermaßen im hier und jetzt angelangt zu sein.
    Ja ich habe mehr Hoffnung geschöpft und wir gehen einen Schritt nach dem anderen.
    Natürlich habe ich hin und wieder im Hinterkopf negative Gedanken, weiterhin Ängste.
    Aber größten Teils komme ich gut zurecht.
    Nix wünsche ich mir mehr als das meine Frau noch sehr lange mit dieser Diagnose lebt.
    Nein ich Maße mir nicht an den Verlauf ihrer Krankheit vorhersagen zu können oder zu wollen. Ich denke das der Großteil aller Angehörigen zunächst mit eben solchen Fragen beschäftigt ist und das wesentliche nicht erkennt.
    Ich habe noch viel zu lernen und ich hoffe,ich habe die Kraft,den Mut und die Zeit dazu.
    LG
    Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Zusammen,
    Mal ein kleines update.
    Meinem Schatz wurden letzte Woche zwei Backenzähne auf Grund der vorhergehenden chemos gezogen.
    Gestern nach 7 wöchiger Chemopause hat sie nun doch wieder eine 2 er Kombi bekommen. Bevacizumab und Pemetrexed. In 3 Wochen soll es dann erst mal mit mono weiter gehen. Gestern Abend hatte sie etwas erhöhten Blutdruck. Ihre Pillen dagegen nahm sie auch.
    Auf Ihre Frage an den Professor, ob wir evt im Spätsommer für 3 Monate wegfahren könnten, beantwortete dieser logischer Weise mit ja,wenn es so positiv weiter geht. Er meinte das sie dann vlt auch ganz mit der Chemo aufhören könnte.
    Ehrlich gesagt glaube ich, das er ihren Wunsch für eine Weile auszusteigen erst mal nicht zerschlagen will. Ist ja auch noch eine Weile hin.
    Mittlerweile können wir ganz gut über vieles in Bezug zu ihrer Krankheit reden. Ja zur Zeit läuft es gut und ich hoffe es bleibt lange so! -)
    Sie hat ihr Hobby (nähen, stricken) und kann sich gut Beschäftigungen. Ich nehme mir auch die Zeit meinen Sport als Ausgleich zu machen.
    Und wir haben uns auch schon überlegt wieder einen Hund zuzulegen. Mal sehen.
    Bis bald.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo ihr lieben,
    Tag 6 nach ihrer 9. Chemo. Ihr geht es nicht wirklich gut. Nase läuft, Übelkeit und Gliederschmerzen plagen mein Schatz. Ob ihre Rückenschmerzen von Knochenmetastasen kommen? Oder ist es der extreme Bewegungsmangel. Leider kann ich sie kaum motivieren mal Spazieren zu gehen oder etwas zu unternehmen. Zu einem kurzen Einkauf am Samstag konnte ich sie bewegen. Danach war sie völlig platt.
    Die Chemos schwächen wohl von mal zu mal immer mehr.
    Bis bald.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,
    ich erinnere mich noch gut, dass ich nach der 6 -stündigen Chemo kräftemäßig kaum zu meinem Auto kam. Ich wollte aber allein fahren.
    Es schlaucht schon erheblich.
    Zu den letzten beiden Chemos ( von 10) hab ich mich dann fahren lassen müssen.

    Rückenschmerzen hab ich auch immer mal wieder, wahrscheinlich wegen Bewegungsmangel , altersbedingter Verschleiß, Zust nach Lungen OP.

    Sind denn Knochenmetastasen bei deiner Frau festgestellt worden?

    lg Gina58
    Hallo @Archie ,

    ich kann nachvollziehen, wie es Deiner Frau geht, wie jeder nach diesem Chemomarathon. Die Rückenschmerzen kommen wahrscheinlich von einer Fehlhaltung und zu wenig Bewegung (hatte ich auch). Selbst nach einem knappen Jahr konnte ich nur mühsam Treppen steigen und längere Spaziergänge nur, wenn alle 50m eine Bank stand. Es braucht halt die Zeit, die es braucht.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Gina 58
    Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11​ ,​ dieses wurde auch auf der Skelettszitigrafie gesehen aber nicht zu 100 % als Metastasen bestätigt. Könnten auch Abnutzungserscheinungen sein!?!
    Der Arzt meinte, ja sehr wahrscheinlich sind es Metastasen aber auf Grund der übrigen Diagnose erst mal zu vernachlässigen. (?) Wenn akut, könne man es gut behandeln.
    lg
    Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11

    Archie schrieb:

    Der Arzt meinte, ja sehr wahrscheinlich sind es Metastasen aber auf Grund der übrigen Diagnose erst mal zu vernachlässigen. (?) Wenn akut, könne man es gut behandeln.


    Hallo Archie,

    ich finde diese Aussage für mich nicht schlüssig. Wenn es denn eine Metastase ist, könnten irgendwann auch die Knochen einbrechen. Vielleicht sollte das noch einmal abgeklärt werden, um dann evtl. mit einer gezielten Bestrahlung zu agieren. Ich würde den behandelnden Arzt/Onkologen diesbezüglich noch einmal ansprechen und es dann mit Deiner Frau klären.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo @Anhe
    Ich hatte schon anfangs den Herrn Onkologe auf die schmerzen meiner Frau am Rücken angesprochen. Ich hatte einmal ein Gespräch mit ihm unter vier Augen.
    Bei ihrer ersten und einzigen PET ct wurde schon der dringende Verdacht ausgesprochen.
    Und und bei der Skelettsi., wurde von dem Radiologen ebenfalls Verdacht auf ossäre Metastasen in den Bwk 7-11 beschrieben. Allerdings würde die damalige Bildgebung nicht eindeutig beweisen das es tatsächlich so wäre. Es könnten auch Abnutzungserscheinungen sein. Danach wurde nichts mehr gemacht.
    Wie ich ja schon früher erzählt habe, bin ich da in einer schwierigen Situation. Meine Frau bekommt es einfach nicht hin, mal Tacheles mit ihrem Onkologen zu reden. Und wenn ich ihr anbiete es für sie zu tun..... Den Rest kannst du dir ja denken.
    Sie überlässt alles ihrem Schicksal bzw der Herr Dr Professor wird schon wissen was er macht.
    Sie leidet lieber still vor sich hin und ich muss zusehen.
    Vielleicht irre ich mich ja auch, aber ich finde lieber einmal zuviel gefragt und nachgehakt.
    Naja schon frustrierend, hier den Mittelweg zwischen Sorge und ihrer Selbstbestimmung zu finden ist schwer.
    Lg Archie
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Mahlzeit Zusammen,
    Habe mir gedacht ich mach mal wieder ein kleines update.
    Meiner Frau geht es nicht so gut. Sie klagt über schmerzen in den Fingern,den Füßen, dem Rücken eigentlich tut ihr alles weh. Zudem kommen noch Depressionen....
    Nächste Woche Dienstag ist ihr nächster Termin zur Chemo. Sie hat mir versprochen, diesmal den Herr Dr Professor auf ihre Nebenwirkungen und die derzeitige körperlichen Verfassung anzusprechen. Laut seiner letzten Aussage sollte es langsam Aufwärts gehen.
    Davon kann aber gerade nicht die Rede sein.
    Es ist einfach nur verdammt Besch....en. Ich möchte helfen.... Aber wie??????????????
    Bin ratlos und akzeptiere das sie sich kaum helfen lassen will. Scheinbar kann ich nicht mehr tun als ihr beistehen und abwarten wie oder was passiert.
    Lg Archie
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    also die Schmerzen in den Fingern lassen vermuten, daß sie eine beginnende Polyneuropathie entwickelt. Das sollte sie auf jeden Fall dem Arzt mitteilen, aber auch das Thema Depression. Geht sie immer alleine zur Chemo und kennst die Aussagen der Ärzte nur von ihr?

    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo Anhe,
    Ich war nur Anfangs bei den Diagnosestellungen dabei und bei der ersten Chemo. Und einmal hatte ich ein Vieraugengespräch mit dem Prof. Da ich arbeiten muss kann ich leider nicht mit zu den Chemos.
    Nur bei den Ct Untersuchungen nehme Urlaub.
    Wie schon beschrieben, bin ich in einer schwierigen Situation. Einerseits macht es ihr nichts aus wenn ich mich informiere, andererseits soll ich mich nicht einmischen wie sie mit ihrer Krankheit umgeht und wie oder was sie dem Prof. kund tut.
    Ich weiß aus Erfahrung das sie immer dann wenn "der Gott in weiß" vor ihr steht, sie leider den faden verliert und ihre eigentlichen Bedürfnisse und Leiden nicht zur Sprache bringt.

    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11