Adenokarzinom T4N3M1

    Archie schrieb:

    andererseits soll ich mich nicht einmischen wie sie mit ihrer Krankheit umgeht


    Ganz schwierig Archie, ganz schwierig. Wie wäre es denn, wenn Du zusammen mit Deiner Frau einen Fragenzettel schreibst und sie bittest, die Fragen mit dem "Halbgott in weiß" durchzusprechen? Ich weiß natürlich nicht, ob sie das machen würde. Wenn nicht, bleibt Dir leider nichts anderes übrig, als ihre Meinung zu akzeptieren, auch wenn es schwer fällt. Ich sagte es irgendwo hier schon mal "Des Menschen Wille ist sein Himmelreich" .... und jeder ist halt anders gestrickt. Ich persönlich finde die Einstellung Deiner Frau jetzt nicht so prickelnd, möchte und kann jedoch auch nicht bewerten, warum sie so handelt.

    Kopf hoch!

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo Anhe,
    Das mit dem Zettelchen und den Fragen hatten wir schon mal versucht.Es war das 2. Und letzte Mal als ich beim Prof dabei war. Wir besprachen alles Zuhause. Sie schrieb alles auf und ich versprach ihr mich zurück zu halten. Der Prof begrüßte uns und sagte noch "Ach Der Herr des Hauses ist auch dabei"
    Mhh..... Mir war schon klar wie das wohl gemeint war.
    Ich hatte während des Vieraugengespräches doch detaillierte Antworten erwartet und war ihm wohl zu neugierig.
    Auf jeden Fall, hatte meine Liebe es kaum geschafft einen kleinen Teil der Fragen zu stellen.
    Sie ist halt sehr schüchtern und verunsichert in solchen Situationen. Und lässt sich schnell vom Thema abbringen. So ist sie halt.... Und ich liebe sie über alles und möchte ihr ja nur helfen.
    Nächsten Dienstag gehe ich nochmal mit zur chemo und versuche dem Prof ein paar Anliegen meiner Frau darzustellen.
    Schauen wir mal ob es klappt.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie

    Ich wünsche dir für morgen auch ein gutes Gespräch mit dem onkologen deiner Frau.

    Deiner Frau möglichst wenig NW und das sie die Chemotherapie gut verkraftet.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo @Anhe und @mausi69 ,
    ​vielen dank .
    Ja das hoffe ich auch, zumal es meiner Frau entgegen aller Zusprüche ihres Onkologen nicht sonderlich gut geht. Ab morgen soll sie nur B​evacizumab als Mono bekommen.
    Frage mich ob den das Carboplatin, welches sie zuletzt vor ähmm ich glaube das war letztes Jahr September bekam, jetzt immer noch für diese Nebenwirkungen (Gelenkschmerzen , Finger und Füße) schuld sein kann?? Da es ihr eigentlich paar Wochen nach diesem Carboplatin ganz gut ging.
    Laut meiner Info sollte das ​Bevacizumab und Pemetrexed nicht diese Probleme machen. Mal sehen was der Onkologe morgen sagt.

    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @mausi69
    vielen Dank fürs Daumen drücken. Termin ist erst um 13.00Uhr.
    Werde später natürlich Bericht erstatten.
    Lg
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11

    Archie schrieb:

    jetzt immer noch für diese Nebenwirkungen (Gelenkschmerzen , Finger und Füße) schuld sein kann??


    Hallo Archie,
    Bis die Chemo ganz aus dem Körper raus ist, dauert es durchschnittlich 2 Jahre. Manche Nebenwirkungen bleiben auch lebenslang. Sind bei deiner Frau auch mal Vitamine (besonders B-Vitamine und Vitamin D )und Mineralstoffe getestet worden? Häufig hat man während der Chemo einen erhöhten Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen. Bekommt deine Frau irgendwelche Therapie für die Gelenkprobleme bzw die Taubheit in Händen und Füßen? Da ist häufig auch der Hausarzt ein guter Ansprechpartner.
    Daumen sind gedrückt
    Ulrike
    Hallo zusammen,
    Gestern bin ich leider nicht mehr zum schreiben gekommen.
    Um 13.00 Uhr hatte meine Frau ihren Termin. Als wir ankamen wurde sie gleich empfangen, allerdings nicht von ihrem Onkologen wie üblich, sondern einer Arzthelferin die ihr gleich Blut abnahm und sie für die chemo vorbereitete. Wir baten die Dame um ein Gespräch mit dem Herrn Dr Professor. Ich wartete vor dem Behandlungszimmer um wenn möglich den Herrn Onkologe abzufangen wenn er dann mal zufällig vorbei kommen sollte. Ca. 2Std später erschien er und ging an mir vorbei, obwohl ich ihn grüßte, direkt ins Behandlungszimmer. Ich war doch etwas erstaunt aber blieb erst mal draußen, da dort auch eine andere Patientin war. Meine Frau würde mich schon reinbitten wenn sie an der Reihe war. Kurz darauf rief mich die Arzthelferin dazu. Meine Frau erzählte ihm von ihren Schmerzen, die sie nun schon seit gut drei Wochen hat. Der Herr Prof sah sie nur ungläubig an und streitete einen Zusammenhang mit der erhaltenen Chemotherapie ab. Sie würde ja seit September nur Antikörper bekommen. Das Carboplatin könne es nicht sein. Ich hatte eine Zwischenfrage und sprach in auf die Knochenmetastasen an.....das winkte er hektisch ab und ließ mich erst mal links stehen. Meine Frau fragte noch ob es denn andere Schmerzmittel als ibo gäbe da sie davon Magenprobleme hat. Zunächst verneinte er das, aber als dann die andere Patientin Novalgin vorschlug.,bejahte er dies und verschrieb ihr das.
    Um ehrlich zu sein war ich etwas erstaunt über dieses anfertigen und fragte ich nochmals energisch nach den Blutwerten. Ob den evt die entzundungswerte kontrolliert würden. Da sah er mich von oben herab an, schwieg und ordnete der Arzthelferin eine erneute Blutabnahme an.
    Es war ein entschäuschendes treffen mit dem Herrn und ich versuchte ruhig zu bleiben.
    Nun dem Prof ging es nicht schnell genug. Er machte noch den nächsten Termin mit meiner Frau aus uns sagte noch kurz und bündig "Frau P.. Die Kontroll cts machen wir alle 3 Monate." schwupps weg war er.
    Naja, meine Frau noch etwas benommen von der Chemo fuhren wir nach Hause.

    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

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    Hallo @Archie ,

    puh....das ist sehr unbefriedigend. Ich persönlich würde mich nach einer anderen Klinik/Onkologen umschauen. Natürlich weiß ich nicht, ob das immer so bei Eurem Onko läuft oder ob das die Ausnahme war. Auch die Aussage, daß die Schmerzen nicht vom Carboplatin kommen könnte, halte ich für mehr als fragwürdig, da alle platinhaltigen Chemos durchaus Polyneuropathien auslösen können und gerade hier im Lungenkrebsbereich lies man immer wieder davon. Abgesehen davon, finde ich es grenzwertig, wenn andere Patienten Schmerzmittel benennen können oder wenn Entzündungswerte von einem Angehörigen gefordert werden müssen.

    Wie gesagt, ich würde für mich eine derartige Umgehensweise ablehnen. Aber letztendlich müßt Ihr entscheiden, ob das eine gute Basis ist, um sich vertrauensvoll in die Hände dieses Arztes zu begeben. Das A und O für mich ist eine gute Kommunikations auf Augenhöhe mit meinen Ärzten und die Gewißheit, daß meine Beschwerden und somit auch ich ernst genommen werde.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo Anhe,
    Ich sehe das genauso. Mir war der von Anfang nicht sympathisch, aber um etwas weiter aufzuholen. Der Herr Prof Dr Schl.., langjähriger leitender Oberarzt in der medizinischen Klinik und Onkologie im Zentralklinikum Augsburg war dem Vater meiner Frau bekannt und hat wohl vor vielen Jahren ein geschäftlichen / freundschaftlichen Kontakt.

    Auf Grund dessen war das erst mal Anlaufstelle Nr.2. Diagnose ect war in dem Klinikum wo der sich bereits in Rente befindlichen Professor tätig war.
    Dieser betreibt jetzt in einer Lungenfachpraxis eine Onkologie.
    Ich würde mir nicht anmaßen, dem Prof unerfahren zu sein und nicht zu wissen was er macht.
    Aber in Punkto auf den Patienten eingehen, zuhören oder einem das Gefühl geben er würde sich bemühen, fehlt es extrem. Vielleicht sollte er auch endgültig in Rente gehen?!?
    Ich habe meiner Frau vorgeschlagen evt darüber nachzudenken, in die Uni-Klinik Ulm zu gehen und dort mal den Versuch zu machen.
    Letztendlich ist es die Entscheidung meiner lieben.
    Wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt.
    Wir warten jetzt mal die Blutwerte ab und besprechen dann nochmal in Ruhe.
    Lg Archie
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Archie“ ()

    Hallo @Archie

    Ich bin vollkommen entsetzt über das Verhalten des Professors. Und so wie du in deinem zweiten Posting schilderst ist das dass "normale" Verhalten dieses Herren?!

    Da würde ich gar nicht lange überlegen und mir eine andere Praxis/Klinik suchen. Gerade bei so einer schwerwiegenden Krankheit wie Krebs ist das Zusammenspiel zwischen Arzt und Patient das allerwichtigste.

    Drück euch die Daumen für gute blutwerte und hoffe deine Frau ist für einen Arztwechsel.

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Archie,

    ich denke, das ist so ein Moment, wo man als sorgender Angehöriger sehr gut sinnvoll eingreifen kann. Vielleicht wäre zu diesem Zeitpunkt eine Zweitmeinung angebracht? Einfach mal sehen, was andere Ärzte so denken? Kann ja auch sein, dass sie den Ablauf und die Lage genau so einschätzen wie euer Dr. Prof.? Oder auch nicht? Das, was da gerade abläuft, empfinde ich, gelinde gesagt, auf jeden Fall in keiner Weise befriedigend aus eurer Sicht. Entscheiden könnt ihr danach. Wobei es letztendlich die Entscheidung deiner Frau ist. Das muss im Vordergrund stehen.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo @Helmut und zusammen,
    So sehe ich das auch.
    Nach einem ausführlichen Gespräch hat meine Frau entschieden erst mal noch auf die Blutwerte zu warten.
    Wie schon erwähnt hat ja der Herr Prof bisher scheinbar alles richtig gemacht. Vielleicht hatte der Dr auch nen schlechten Tag?! Natürlich musste meine Frau eingestehen das die letzte Aktion nicht gerade prickelnd war. Auch gab sie zu das er sonst auch nicht gerade der besorgte, den Patienten fragende wäre.
    Und erst als ich ihr beschrieben habe, wie es zb laufen könnte wenn ein Onkologe auf die Patienten etwas mehr eingeht (aus Erzählungen im Netz) war sie schon etwas nachdenklich.
    Ich habe ihr auch gesagt, das mir ihr behandelnde Arzt nicht sympathisch sein muss.
    Letztendlich entscheidet sie. Und sie hat ja auch noch die Möglichkeit zu ihrem Hausarzt zu gehen.
    Sollte sich ihr Zustand nicht bald bessern, werde ich sicher nochmal mit etwas mehr Nachdruck darum bitten einen anderen Onkologen zu konsultieren.
    Bis dahin hoffe ich nur das beste für meinen Schatz.
    Grüße
    Archie
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo liebe Gemeinde,
    Gerade ist Mittagspause und ich dachte ich schreibe mal was so gewesen ist.
    Nun die Blutwerte sind wohl nicht sehr auffällig, zumindest geht meine Frau davon aus. Sonst hätte sich der Herr Prof sicher gemeldet.
    "staun :-o "
    Ich habe mal versucht die Werte im Netz zu interpretieren und in der Tat sind alle Werte ziemlich im normalen Bereich. Plus/ minus mal etwas drüber mal etwas drunter.
    Außer der CEA Wert ist bei 14,4 und das Ferritinin ist relativ erhöht.
    Nun so wie ich das verstanden habe ist CEA wohl auf den Adenokarzinom zu schließen. Ob dieser allerdings mal höher oder niedriger war konnte ich in keiner der bisherigen Blutwerte erfahren.
    Ich versuche mich wirklich so gut es geht rauszuhalten, dafür sind ja schließlich ihre Ärzte da. Und scheinbar mache ich mir zuviel Gedanken.
    Ihre schmerzen hat sie immer noch und zum Arzt gehen ist bei ihr immer noch kein Thema.
    Ich frage mich wie lange sie das noch durchstehen kann.
    Vielleicht spielt mir meine Psyche nur ein Schnippchen und sie ist garnicht Krank?!?
    Bilde ich mir das alles nur ein?
    Ich weiß es nicht! Sie gefällt mir eigentlich garnicht. Wenn wir Abends zusammen sitzen und sie so sehe.....Frage ich mich.... Ob ich das richtig deute oder ich mir nur zuviel sorgen mache?!?
    Andererseits hoffe ich, das sie dann schon was unternehmen wird wenn es nicht mehr geht und die schmerzen sie letztendlich zum agieren zwingt.
    Ihr fragt euch sicher wieso sie so handelt, das Frage ich mich schon seit wir uns kennen.
    Thema Arzt, Gesundheit und körperbewusstsein...... Ein sehr sehr schwieriges Thema.
    Sie steht sich selber im weg. Ihre Sturheit.
    Keine Ahnung wie es weiter geht. Kann nur hoffen das ich nicht völlig resigniere und den Faden verliere zwischen der Wahrheit und dem Schein ( den sie suggeriert).
    Es ist die Verwirrung die mich lähmt, immer wieder frage ich mich was wohl los ist.
    Sorry für meine etwas chaotischen Beschreibungen meiner Gefühlswelt.
    Schönes Wochenende allen.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Lieber Archie,

    Ich bin Betroffene und muss gleich zu Anfang sage, dass ich einen super netten und mitfühlenden Onkologen habe, der sich auch nicht scheut, mich mal kurz in den Arm zu nehmen, wenn es mal wieder eine schlechte Nachricht gibt. Ich brauche auch einen Arzt, der mich und meine Sorgen ernst nimmt und sich wie ein Mensch benimmt.

    Ich habe da auch andere Erfahrungen gemacht, habe für mich aber entschieden, das dulde ich nicht. Ich will in dieser Zeit, man weiß ja nie wie lange das gutgeht, Menschen um mich haben, die mir gut tun. Und das sollen mir auch die mich behandelnden Ärzte neben dem medizinischen auch im menschlichen.

    Ich bin auch in manchen Dingen sehr dünnhäutig geworden und denke auch, dass ich alles Recht der Welt habe, so zu reagieren.


    Mein Mann macht sich wegen allem immer viel mehr Sorgen als ich. Ich seh ihn an und weiß, da rattert es wieder im Kopf. Wir können aber über alles reden, auch über den Tod.
    Ich möchte aber nicht, dass er nur noch aus Angst um mich zusammen gesetzt ist. Ich möchte, dass er die Zeit, die uns noch bleibt, mit mir geniesst. Er kann das auch nicht immer. Aber das muss er lernen, denn immer nur schlechte Gedanken sind für beide nicht gut. Er geht allerdings deswegen auch in Therapie, auf mein Drängen hin. Es hilft ihm. Wäre das nicht auch eine Option für dich?

    Mit vielen guten Wünschen für dich und deine Frau
    Angela
    Hallo @Piepenbring ,

    vielen Dank für Deine Darstellung.


    Piepenbring schrieb:

    Ich bin Betroffene und muss gleich zu Anfang sage, dass ich einen super netten und mitfühlenden Onkologen habe, der sich auch nicht scheut, mich mal kurz in den Arm zu nehmen, wenn es mal wieder eine schlechte Nachricht gibt. Ich brauche auch einen Arzt, der mich und meine Sorgen ernst nimmt und sich wie ein Mensch benimmt.



    Eben das hat meine Frau leider nicht und aus diesem Grund mache ich mir vielleicht auch etwas mehr sorgen.
    Wobei es nicht so ist als würde ich nur noch um sie herum schleichen und alles in Frage stellen und mich wegen Kleinigkeiten verrückt machen oder nur schlechtes denken. Um Gottes Willen nein.

    Aber wenn sie von Schmerzen klagt, zum einen von ihrem Arzt nicht wirklich ernst genommen wird und sie selber ihren Reim dazu macht und denkt das sie sich das dann wohl einbildet, mache ich mir so meine Gedanken.

    Natürlich versuche ich auch das beste daraus zu machen und versuche Ablenkung vom Thema zu schaffen . Leider kann ich nicht so offen mit meiner Frau reden wie Du es scheinbar mit deinem Mann kannst.
    Darüber kann ich nur mit ein paar wenigen reden. zum einen eine Arbeitskollegin deren Mann leider auch an Krebs verstorben ist und wenn es nötig ist gehe ich wieder zur psychoonkologischen Beratung .

    Ich muss wohl akzeptieren das meine Frau ihren eigenen weg gehen möchte. Zugegeben fällt mir das ganz und garnicht leicht, aber was bleibt mir übrig?
    Das ich dann ab und zu gefrustet bin und mich hier etwas auskotze, evt. etwas wirres schreibe ist ja auch erwünscht, denke ich.?!.

    Ich wünsche Dir alles Gute und einen schönen Sonntag noch!

    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo ihr da,
    So, Dienstag war mal wieder Chemotag.
    Wie die Stimmung in den ersten Tagen ist brauche ich nicht zu erwähnen.
    Leider geht es ihr nicht wirklich gut. Jeder versuch ihr in irgendeiner Art zu helfen wird nicht angenommen. Auch die neuen Schmerzmittel will sie,nach dem sie den Beipackzettel gelesen hat nicht nehmen.
    Ich kann es nicht verstehen, aber ich funktioniere und werde diesbezüglich nichts mehr unternehmen. Hatte mich extra schlau gemacht welche Mittel den Magen schonen und ihr evtl Erleichterung verschaffen könnten.
    Es ist einfach nur Besch....
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

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    Hallo @Archie

    So gerne würde ich dir irgendeinen Rat geben, aber das Verhalten deiner Frau, ich kann es nicht verstehen. Für dich muss das ungemein schwer sein!
    Du schreibst sie liest die Beipackzettel und danach steht fest das sie die Tabletten die Linderung bringen könnten nimmt sie nicht? Ein Rätsel, denn die Chemo macht sie doch auch.

    Meine Vermutung war ja schon mal das sie sehr schlechte Erfahrung mit Ärzten gemacht hat, aber das glaube ich hattest du verneint. Nur irgendeine Sperre muss ja da sein, was ihr Handeln erklären würde.

    LG Mausi :ka
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Archie,

    du steckst wirklich in einem großen Dilemma und ich kann verstehen, wie sehr dich das zermürbt.

    Es wäre sehr wichtig, dass deine Frau von einem Onkologen behandelt wird, dem sie vertraut. Das scheint aber wohl nicht der Fall zu sein, da sie die Schmerzmedikation ja ständig hinterfragt.
    Meine Mama war bei einem niedergelassenen Onkologen und dort wirklich sehr gut betreut, sie konnte ihn Tag und Nacht anrufen und wenn er nicht ans Telefon kommen konnte, rief er IMMER zurück.

    Ich könnte mir vorstellen, dass niedergelassene Onkologen im Unterschied zu denen, die im KH arbeiten, darauf angewiesen sind, sich mehr um ihre Patienten verdient zu machen, weil doch die meisten Patienten wohl automatisch dazu neigen, die Weiterbehandlung von einem Onkologen im KH durchführen zu lassen. Zumindest euer Krankenhaus-Onkologe scheint es wohl nicht notwendig zu haben, sich um jeden einzelnen Patienten zu bemühen, da er offensichtlich genug Patienten hat.

    Deine Frau sollte von einem Arzt ihres Vertrauens in verständlicher Weise erklärt bekommen, welche Auswirkungen es haben kann, wenn Schmerzen nicht behandelt werden. Der Schmerz kann sich in diesem Fall verselbständigen, d.h. die Nervenbahnen, die den Schmerzimpuls durch den Körper leiten, werden dadurch ständig gereizt, ähnlich wie ein dauerhafter Trainingseffekt, mit der Folge, dass irgendwann geringste Reize, schon große Schmerzen auslösen können - bei meinem Papa war es beispielsweise schon die Bettdecke, die er von sich abschüttelte, weil sie ihm Schmerzen bereitete.

    Ich hoffe, es findet sich eine Lösung

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hallo zusammen,
    Mal ein kleines update.
    Zwischenzeitlich war meine liebe bei unserem Hausarzt.
    Eine plausible Erklärung zu ihren Gelenkschmerzen konnte er auch nicht geben.
    Frage mich ob es Nachwirkungen der Chemo sind oder evt die bisher eher wenig beachteten Knochenmetastasen in der Wirbelsäule auslösen können.

    Unser Hausarzt ist in jedem Fall mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden und mein Schatz nimmt jetzt die Schmerztropfen regelmäßig.
    Am Dienstag ist wieder Chemotag und es wird ein Termin für die nächste CT gemacht.
    Hoffe das alles gut aussieht. Wird wieder sehr nervenaufreibend dieser Termin.
    Ich selber kämpfe derzeit mit meinen starken Nackenproblemen verbunden mit extremen Tinnitus. Meinen Bandscheibenvorfall sollte ich in nächster Zeit auch mal wieder Beachtung zeigen. Werde mir mal wieder eine Überweisung zur Krankengymnastik holen.

    Wünsche euch allen einen schönen Sonntag.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie

    wurde denn der Verdacht auf Knochenmetastasen mittlerweile durch eine Skelettszintigraphie abgeklärt?
    Laut Leitlinie ist die erste Therapie der Wahl für Knochenmetastasen die Bestrahlung, was zum einen zur Stabilisierung des Knochens beiträgt und zur deutlichen Schmerzlinderung- die schmerzlindernde Wirkung tritt spätestens 14 Tage nach Therapiebeginn auf.
    Ergänzt wird diese Therapie medikamentös durch Bisphosphonate, die den Knochenabbau verhindern.

    Du solltest zur Verbesserung der Lebensqualität deiner Frau diese Therapieoptionen unbedingt mit eurem Arzt absprechen.

    Auch dir und deiner Frau einen schönen Sonntag und alles Gute.

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Lieber Archie,Ich verfolge als stille Mitleserin eure Geschichte. Es ist in solchen Situationen immer schwierig einen Rat zu geben und ich hoffe, du verzeihst mir, dass ich so in deinen Thread hereinschneie.Ich kann nur schildern, wie es bei uns war. Wie auch du habe ich den Kontakt zu einer Psychoonkologin gesucht. Meine Mutter wollte zunächst partout nicht mit ihr reden. Sinngemäß sagte sie damals: "Ich bin krank, aber nicht deppert." Nun muss ich dazu sagen, das psychoonkologische Team ist direkt in der Klinik angesiedelt, in der meine Mama damals war. Ich habe der Psychoonkolgin gesagt, dass meine Mama eigentlich nicht mit ihr reden will, die Psychoonkolgin hat dann von sich aus bei ihr angerufen und gefragt, ob sie sich beim nächsten Klinikaufenthalt einfach einmal vorstellen darf. Das hat meine Mama dann zugelassen, vielleicht auch weil sie ja wusste: Wegschicken kann ich die Tante immer noch, falls ich nicht mit ihr klarkomme.Dem Himmel sei Dank: Sie kamen klar miteinander.Das Kuriose daran: wir waren nie zu dritt zusammen. Ich kenne die Frau von Angesicht zu Angesicht gar nicht. Wenn ich dachte, es brennt, habe ich sie angerufen. Dabei ging es nicht immer um emotionale Dinge, sondern manchmal auch um ganz profane bspw. den Klinikaufenthalt betreffend, beiibb etc. Dasselbe tat meine Mama, auch wenn sie daheim war. Bei ihren Klinikaufenthalten trafen sie sich natürlich persönlich. Die Psychoonkologin half beispielsweise auch, einen Konflikt mit einer Ärztin auszuräumen, die in einer für meine Mama dramatischen Situation selbst überfordert war und nicht angemessen reagiert hat."Normale" Psychologen vermeiden es ja Verwandte "zu behandeln". Ich glaube, dass dürfen sie gar nicht. In unserem Fall war es im Nachhinein besehen sehr gut, dass sie von uns beiden Bescheid wusste, was uns bewegt. Manchmal kann man auch gegenüber Fremden offener sein als gegenüber den Leuten, die man liebt. Und - was uns während der Zeit gar nicht so aufgefallen ist - natürlich hat sie da auch ein bisschen gesteuert, aber in einer so einfühlsamen Weise, dass wir es eigentlich erst viel später gemerkt haben. Ich muss mittlerweile auch schmunzeln, wenn ich daran denke. Ich dachte eigentlich immer, wir sprechen über meine Mama, aber nö, wir sprachen auch sehr viel über mich und meine Rolle als Angehörige. Und sie hat sicherlich auch manchen Konflikt zwischen uns entschärft.Auf jeden Fall: Meine Mama, die ihr Leben immer alleine gemeistert hat, konnte, auch dank der Psychoonkolgin, meine Hilfe leichter annehmen und akzeptieren, dass wir zu zweit stärker sind. Und ich lernte zu akzeptieren, dass sie manches anders entschied, als ich es getan hätte.Ich weiß nicht, ob in der Klinik, in der deine Frau behandelt wird, ein psychoonkologisches Team ist und ob die das von sich aus machen, sich bei Patienten vorstellen. Ich meine gelesen zu haben, dass du außerhalb Kontakt mit einer Psychoonkologin aufgenommen hast. Aber vielleicht wäre das für deine Frau ein gangbarer Weg? Wegschicken kann sie sie ja immer noch. Manchmal ist es leichter von Fremden Hilfe anzunehmen.Verzeih meine langen Ausführungen.Ich wünsche dir und deiner Lieben alles Liebe, Hope
    Hallo @Chris_7819
    Ja die Skelettszintigraphie wurde schon letztes Jahr im Mai gemacht. Der Radiologe sagte wörtlich " Ja ich sehe da auch etwas und wenn im PET CT was zu sehen war müssen wir von Metastasen ausgehen. " im PET wurde der dringende Verdacht ausgesprochen.

    @Hope2013
    Vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich freue mich immer über Anregungen.
    Zur Zeit ist es allerdings so, dass meine Patientin nicht viel davon hält. Ich habe das auch schon in früheren treads erwähnt.
    Schwieriges Thema.
    Dienstag war ja mal wieder Chemotag und es geht ihr so lala, schmerzen in den Gelenken, schwindel und Magenprobleme.
    Was mich angeht, habe ich morgen einen Termin bei einer Heilpraktikerin für Psychiatrie und bin sehr gespannt.
    Mich plagen immer wieder Zukunftängste, Schlafstörungen, Nackenprobleme in Verbindung mit extremen Tinnitus.
    Zuhause ist die Stimmung eigentlich relativ gut. Ich mische mich nicht mehr soviel in ihre Krankheitsbedingen Sachen ein und bin natürlich sofort parat wenn ich helfen darf.
    Am 06.04. Ist die nächste CT Untersuchung.
    Ich hoffe nur das beste für meinen Schatz.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo zusammen,
    Mal wieder ein kleines update.
    Meiner Frau ging es letzte Woche garnicht gut. Sie hatte eine Bindehautentzündung vom aller Feinsten und dazu kam noch ne leichte Erkältung. Beides hat sie zum Glück gut überstanden.
    Seit ein paar Tagen hat sie schluckbeschwerden. Laut Info ihrer Praxis sind die Schilddrüsenwerte vor Ostern hoch gewesen und sie meinten sie solle die Dosis ihrer Schilddrüsentabs um eine halbe erhöhen.
    Meine frau vermutet das die schluckbeschwerden von der Schilddrüse her rühren. Heute war sie zur Blutabnahme.
    Bei mir kommt langsam wieder nervösität auf, da ja morgen grosser ct Check gemacht wird. In letzter Zeit hatte sie wieder vermehrt gehustet , was mich etwas Sorgen lässt.
    Hoffentlich geht alles gut.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo,
    Vielen Dank.
    Das können wir gut gebrauchen.
    Gute Nacht.
    Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Moinmoin,
    Vielen Dank fürs Daumen drücken.
    Ct Untersuchung ist sehr positiv ausgefallen. Stabiler Zustand wie im Vorjahr.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo ihr lieben,
    Am Dienstag hatte meine Patientin wieder ihre Erhaltungsdröhnung. Trotz den Anweisungen auch während den letzten Gaben wurden ihr wieder
    neben den Gegenmittel für Übelkeit ect Cortison verabreicht. Nun das ist schon komisch, der Arzt entschuldigte das mit dem "versehen" es nicht aus dem Hauptprogramm gelöscht zu haben.
    Mein Schatz bemerkte es gleich beim einspritzen.
    Die letzten paar Zyklen hatte es ohne geklappt. Naja ich wundere mich nur wie sowas passieren kann. Aufpassen sollte in Zukunft oberste Priorität sein. Immer fragen was sie denn grad geben wollen. Traurig!!
    Nachdem Sie nach der letzten Chemo angeschlagen war und es ihr nicht so gut ging, konnte sie eine 6 wöchige Pause bis zur nächsten Dröhnung aushandeln obwohl dem Onkologen das sichtlich nicht gerade passte.
    Hoffe natürlich das es dadurch keine Probleme geben wird. Aber auf ein bisschen Lebensqualität hat sie auch ein Anrecht.
    Ich hatte gestern wieder schlimmstes Kopfkino nachdem sie am Abend über ein Druck in Brust und Luftnot klagte. Aber das kommt eher nur selten und sporadisch vor.
    Die Angst hat sich mal wieder bemerkbar gemacht. Hoffe das ich die bald wieder in den Griff bekomme.
    Allen einen schönen Tag.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Lieber Archie,

    diese Angst werden wir wohl nicht los. Wir müssen lernen damit zu leben. Wie geht es denn deiner Frau im Moment?
    Mein Mann musste damals unter der Chemo auch pausieren.

    Liebe Grüße

    BerliNette
    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"
    Hallo @Berlinerin

    Vielen Dank der Nachfrage.
    Können uns zur Zeit nicht beklagen.
    Meinen Schatz geht es relativ gut, außer die üblichen Nebenwirkungen der Erhaltungstherapie. Sie ist guter Dinge und wir machen das beste aus dem im "Jetzt" Leben.
    Motiviert das die Pause bis zur nächsten chemo etwas länger ist lebt sie derzeit auf. Geht auch mal aus dem Haus und besucht Freunde.
    Hoffe das hält noch lange an.
    Lg
    Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo ihr da,
    Es ist ein auf und ab..... gerade allerdings ein "ab".
    Meiner lieben geht es seit kurzem eher bescheiden. Ihr Schleimhäute und das Zahnfleisch machen wieder sorge.
    Ebenso schmerzen wieder Gelenke und stechen in der Brust und Schulterschmerzen . Etwas erhöhtes Fieber von 38,5 Grad. Ihr Backenzahn ist wohl entzündet und sollte es, denke ich nicht mehr lange machen.
    Sie ist moralisch wieder unten der Zustand zermürbt und gefällt mir garnicht. Gerade wenn man denkt es geht aufwärts.
    Es fällt mir schwer sie alleine zu lassen und arbeiten zu gehen.
    Verdammter Krebs, weiche!!!!!!!!!
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Gemeind​e,
    irgendwie fühle ich mich einsam.
    kaum Reaktionen auf meine Posts
    ich weis gerade nicht was ich schreiben könnte .
    bin etwas konfus.
    liegt es an mir und meiner Schreibweise? oder an meiner art?
    KEINE AHNUNG.....
    vielleicht könnte mir das jemand schreiben....
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie ,

    ich kann natürlich nur für mich sprechen: Ich habe Dein Posting gelesen, aber ehrlich gesagt nicht gewusst, was ich Dir hätte raten können. Und dies liegt nicht an DIR oder Deiner Schreibweise oder Deiner Art. Es ist eine gewisse Hilflosigkeit meinerseits, da ich bei den vorherigen Postings den Eindruck hatte, daß man Deiner Frau schlecht raten kann bzw. Du auch nicht immer diesbezüglich zu ihr durchdringst. Wenn ein Backenzahn Probleme macht, sollte er raus. Wenn man schwer krank ist, nutzt es nichts, die Verdrängungstaktik anzuschlagen, weil es letztendlich nichts bringt. Du selbst hast mehrfach geschrieben, daß es "nicht einfach" mit Deiner Frau ist, weil sie gerne selbst experimentiert und wohl auch Gesprächen nicht sehr aufgeschlossen ist. Ich weiß schlicht und ergreifend nicht, was ich Dir da schreiben soll.

    Natürlich geht es Dir mit der Gesamtsituation nicht gut, Du machst Dir Sorgen und stehst hilflos daneben. Aber man kann Dir ja auch nicht den Tipp geben: Pack Deine Frau ein und schleif sie zum Zahnarzt oder zu einem anderen Arzt, wenn sie Schmerzen in der Schulter hat. Ein Stück weit ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich und muß dann auch um Hilfe bitten. Schwierig das Ganze.......

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo Archie,

    mach dir keine Gedanken...es liegt definitiv nicht an deiner Schreibweise und du schreibst auch überhaupt nicht konfus.....sei dir ganz gewiss, dass wir alle gedanklich bei dir sind.
    Aber sicher geht es vielen so wie mir, wir würden dich gerne trösten und aufbauen und es fehlen uns die Worte dazu.

    Ich hoffe deine Frau kommt auch bald aus diesem Tief wieder raus.

    Alles Liebe und alle Kraft der Welt euch beiden

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    hallo archie,

    auch ich habe deinen post gelesen, kann dir aber leider auch nicht mehr geben, als ein virtuelles aufmunterndes schulterklopfen. es ist furchtbar, so machtlos zu sein als angehöriger :-(.

    viele liebe grüße

    die ratte
    Mein Ratrace for Life

    Optimismus ist, bei Gewitter auf dem höchsten Berg
    in einer Kupferrüstung zu stehen und »Scheiß Götter!« zu rufen.

    (Terry Pratchett)
    Lieber @Archie

    Lass dich mal virtuell anständig in den Arm nehmen. Du machst nichts falsch und deine Schreibweise ist super. Manchmal komme ich zum Beispiel nicht dazu in allen Threads zu lesen oder gar zu antworten. Also mach dir keine Gedanken.

    Es ist wirklich ein ständiges auf und ab, das schlimme man fühlt sich dann so hilflos weil man eben nicht viel machen kann.

    Gegen die Entzündung hilft wassereis es lindert etwas die Schmerzen und kühlt.

    Alles Liebe Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Archie,

    ne, du machst gar nichts falsch. Ich lese immer bei dir mit, bin aber oft einfach zu schlapp zu antworten.
    Ich bin ja sowieso eher der Typ der wenigen Worte.

    Ich möchte dich aber mal in den Arm nehmen.

    Dieses auf und ab kenne ich auch zu gut, kaum hat man das Gefühl, es geht wieder etwas bergauf, kommt wieder irgendetwas was einen runterzieht.

    Ich denke, wenn der blöde Zahn raus ist, geht's auch wieder bergauf. Aber dafür muss deine Frau aber bereit sein, zum Zahnarzt zu gehen. Anders geht es nicht.

    Also ich glaube, wenn sie bei allem immer beratungsresistent ist, würde ich da auch sicherlich mal ungehalten werden.

    Ich wünsche dir, dass diese Phase schnell vorbeigeht und es euch wieder besser geht.

    Liebe Grüße
    Angela
    Hallo Archie,
    oft stimmt mich das, was du schreibst, sehr nachdenklich. Man spürt, wie nah du an dem Leiden Deiner Frau dran bist, wie sehr auch du leidest. Hat dir der Termin bei der Heilpraktikerin etwas geholfen? Du schilderst ja auch Deine Nacken- und Rückenprobleme u.a. auch Tinnitus. Es bewegt mich sehr, dass Du so viel aushalten musst.
    Hast Du schon mal daran gedacht, Dich mit anderen betroffenen Angehörigen von Schwerkranken auszutauschen? Vielleicht gibt es in deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe für Angehörige oder einen Art Stammtisch? Ich denke, dass es euch beiden helfen könnte, wenn du etwas für Dich tust und über deine Ängste und Gedanken sprechen kannst. Mit Leuten, die dasselbe erleben und wissen, wovon du sprichst.
    Ich drücke Dir die Daumen und wünsche Deiner Frau alles Gute!

    Liebe Grüße
    Sabine
    Nur der ist wirklich stark, der stark sein kann, weil er stark sein muss, obwohl er es nicht ist
    Hallo,
    vielen dank für die lieben Worte!
    Die letzten Tage war ich ziemlich unten mit meinen Gefühlen. Schwer zu beschreiben, aber ich denke jede(r) Betroffene oder Angehörige weis wovon ich schreibe.
    Es ist so unreal und doch so präsent. Aber das schlimmste an der ganzen Sache ist. Ich kann es nicht einschätzen.
    Mal abgesehen von meinen Gefühlen kann ich nicht zuordnen wie sie gerade darüber denkt.
    Schreibst sich genau so wie es sich anfühlt. Verdammt seltsam eben.
    Auf der einen Seite denke ich das alles gut ist bis dato, aber auf der anderen Seite glaube ich nicht so recht dem was ich da sehe!
    Vielleicht denke ich auch Zuviel und lebe nicht das oder die Zeit die uns noch bleibt.
    Aber wo ist der "Button" der mich wieder zurück holt?
    Morgen geht wieder der Alltag los und ich habe null Motivation.
    schei.......Kr...ssssssssssssss
    Sorry für mein Pessimismus.
    Gruß
    Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11