Adenokarzinom T4N3M1

    Hallo Piepenbring,
    Ja was kann ich da noch hinzufügen?
    nichts!
    schönen sonntag noch und ich wünsche dir persönlich nur das aller beste!
    an dich denkend
    gruss archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie ,

    es geht uns Betroffenen ähnlich. Die Ungewissheit, wie was wird und ob es wird ist das, was am meisten nagt. Einerseits hat man Hoffnung, andererseits grübelt man ständig nach, ob diese berechtigt ist. Viele Betroffene haben z.B. geschrieben, daß sie während und nach der Therapie überlegt haben, dies oder das zu kaufen mit der Überlegung "lohnt sich das noch?". Ging mir genauso. Und bei jedem Zipperlein, bei jedem Knirschen und Ziehen schießt einem sofort wieder der Gedanke durch den Kopf, daß da wieder etwas ist. Als Betroffener ist man mehr oder weniger ständig in Therapie oder zu Kontrolluntersuchungen, der Angehörige steht oft hilflos daneben - noch mehr, wenn er im Arbeitsleben steht und sich zwischen diesen beiden Situationen hin- und hergerissen fühlt.

    Meinen Angehörigen hat es immer geholfen, wenn ich ganz klar artikuliert habe, wie es mit meinen Befindlichkeiten gerade steht, weil sie dann auch nicht durch Kopfkino belastet, sondern mit Fakten konfrontiert wurden.

    Leider gibt es keinen "Button", der Dich wieder in Dein altes Leben zurückholt.

    Schwierig das alles.....

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Lieber @Archie

    Anhe schrieb:

    Meinen Angehörigen hat es immer geholfen, wenn ich ganz klar artikuliert habe, wie es mit meinen Befindlichkeiten gerade steht, weil sie dann auch nicht durch Kopfkino belastet, sondern mit Fakten konfrontiert wurden.


    Anhe hat es ganz toll geschrieben und genauso habe ich es erlebt. Damit konnte ich umgehen und wusste meine Mama macht mir nichts vor.

    Genau das wünsche ich dir auch, das deine Frau ehrlich zu dir ist und sich auch helfen lässt.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo,
    Ich glaube schon das meine Frau ehrlich zu mir ist. Aber wie schon erwähnt glaube ich nicht das sie wirklich im klaren darüber ist wie ernst ihre Situation eigentlich ist.
    Klar wäre es super wenn wir über unsere Ängste offen miteinander reden könnten aber wenn es mal in die Richtung geht, macht sie sofort zu und will nichts mehr darüber hören. Ich lenke dann natürlich sofort ein weil ich sie nicht unter Druck setzen möchte. Es einfach nur verdammt schwer den richtigen Weg zu finden.
    Aber letztendlich wird es weiter gehen und wenn bestimmte Situationen es erfordern zu reagieren, hoffe ich die richtigen Entscheidungen zu treffen.
    Übrigens, heute geht sie selbstständig zum Arzt und lässt sich helfen. Ist doch schon ein kleiner Erfolg.
    Wir werden das schon hinbekommen, schließlich sind wir die letzten 20 Jahre auch durch dick und dünn.
    Ich liebe sie einfach so sehr. Das macht es auch so hart für mich.
    Schönen Tag allerseits.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11

    Archie schrieb:

    Übrigens, heute geht sie selbstständig zum Arzt und lässt sich helfen. Ist doch schon ein kleiner Erfolg.


    Das ist ein großer Erfolg Archie und nimmt Dir sicher auch ein Stück Druck weg. Du kennst Deine Frau am besten und wirst sicher auch den richtigen Weg finden, den wir Dir nicht vorgeben wollen und können. Und falls es mal wieder ganz dicke mit dem seelischen Tief wird, dann sind wir natürlich für Dich da.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Das ist doch schön, dass sie heute selbstständig zum Arzt geht.

    Das du sie so sehr liebst, wird sie wissen und es wird ihr helfen.

    Es gibt fast nichts schöneres als zu wissen, da ist ein anderer Mensch, für den bist du wichtig und er liebt dich.

    Ich wünsche euch Beiden alles nur erdenklich Gute.

    Liebe Grüße
    Angela
    Hallo zusammen,
    Nach den meine Liebste ihre Antibiotika brav genommen hat, wird ihr heute wieder mal ein Beisser gezogen.
    Gestern hatten wir uns darüber unterhalten, was wir den machen könnten wenn ein Zahnersatz von Nöten ist!?
    Soweit ich das weiß ist während den Chemos wohl keine größere Zahnbehandlung bzw zb ein Implantat möglich.
    Hat vielleicht hier jemand Erfahrungen dies bezüglich??
    Die große Frage ist natürlich ob es überhaupt eine längere chemopause geben kann. Angesichts der bekannten Diagnose und Zukunftsaussicht.
    Ich will jetzt nicht pessimistisch wirken, aber die Kasse zahlt doch implants wenn dann nur bei krebspatienten mit Aussicht auf Heilung. Wenn ich das richtig verstanden habe!?
    Das verlängerte Wochenende fahren wir zu ihrer Mutter für 2 Tage.
    Etwas Tapetenwechsel tut uns beiden sicher gut.
    Allen erholsame Tage.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie!

    In einigen Wochen ( ca. Anfang Juli 2016 ) werde ich Implantate bekommen.
    Ende Mai 2016 muss ich wieder wieder zur LK - Nachuntersuchung ( Blutabnahme, Röntgen und Lungenfunktionstest ) .
    Vorsichtshalber habe ich den Zahnarzt gefragt, wie es mit der Implantation verliefe, sollte ich krankheitsbedingt eine Chemo erhalten müssen.
    Es sei zwar nicht günstig, aber durchaus machbar, sofern keine Bisphosphonate eingenommen werden.
    Dies sei laut Zahnarzt dann absolut kontraproduktiv.

    An Eurer Stelle würde ich mich umgehend in der Zahnarztpraxis informieren.
    Denn ohne Zähne sein ist einfach Murks und Frau fühlt sich da nicht gut.

    Und wenn die Lösung erst mal ein Provisorium ist ( Zahnersatz + kleine Gaumenplatte + Klammern ).
    Kannst gern per PN nachfragen, ich hatte über die Jahre schon etliche Provisorien zur Vorbereitung einer "Mercedes - Versorgung" im Kiefer.

    Liebe Grüße, auch an Deine Frau,

    Renate
    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, bis 08/17 NU ok,
    MRT 03/17= keine Filiae

    Hallo Archie,

    ich hoffe, das verlängerte Wochenende hat euch richtig gut getan. Zum Thema Zahnersatz kann ich leider nichts beisteuern. Meine Zahnpflegerin hat mir für meine Mama immer Zahncremes/Tinkturen mitgegeben, die die Schleimhäute nicht ganz so schlimm malträtieren. Denn meine Mama empfand das Zähneputzen mit den stinknormalen Cremes oft als sehr schmerzhaft. Es war nicht so, dass es dann nicht mehr wehtat, aber wohl etwas erträglicher. Falls ihr da nicht eh schon versorgt seid, frage ich mal gerne nach, was das war.

    Dir und deiner Frau alles Gute und einen guten Start in die Woche,

    Liebe Grüße, Hope.

    Archie schrieb:

    Soweit ich das weiß ist während den Chemos wohl keine größere Zahnbehandlung bzw zb ein Implantat möglich.


    Hallo Archie,

    generell wird Patienten davon abgeraten, sich während einer Chemotherapie Implantate setzen zu lassen. Implantate sind "Fremdkörper", die in den Kieferknochen eingesetzt werden. Meist wird die ersten Tage ein Antibiotikum verordnet, daß es zu keinen Entzündungen kommt. Da das Immunsystem sowieso durch die Chemos geschwächt ist, müßte der Körper somit an mehreren Baustellen kämpfen und die Einheilung von einem Implantat ist somit fraglich. Sogar nach Ende der Chemotherapien sollte man einige Monate warten, bis eine Implantatsetzung sinnvoll ist.

    Archie schrieb:

    aber die Kasse zahlt doch implants wenn dann nur bei krebspatienten mit Aussicht auf Heilung.


    Die gesetzliche Krankenkasse zahlt überhaupt keine Implantate, es sei denn, eine entsprechende private Zusatzversicherung ist vorhanden. Ansonsten sind das Privatleistungen. Ausnahme davon sind schwere Fälle von Kiefer- oder Gesichtsdefekten durch Tumore, Tumorbehandlungen oder wenn der Zahnverlust durch einen Unfall hervorgerufen wurde. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen nur den Anteil zu den Implantaten, den sie bei einer "Regelversorgung" (herausnehmbaren Zahnersatz=Prothetik) finanzieren. Und dieser ist so minimal, daß der Hauptanteil privat gezahlt werden muß. Man muß also zwischen 1.500 Euro - 2.500 Euro für eine Implantation bezahlen.

    Ich hoffe, Euch damit ein Stück weitergeholfen zu haben.

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Hallo Archie,
    wenn bei Deiner Frau der Verdacht auf ossäre Metastasen vorliegt, bekommt sie denn schon Therapie dagegen?
    Wenn ja, darf sie überhaupt keine Implantate haben.
    Wenn Du genaueres wissen willst, bin ich gerne bereit Dir zu schreiben.
    Ich wünsch Euch alles Gute.
    Liebe Grüße
    Waltraud
    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)
    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seit dem Stillstand der Metastasen
    Hallo Archie
    Ich schreibe dir als Hinterbliebene
    Leider ist es so das du zur Zeit so lebst als rennst du um euer Leben. Mir ging es mit meinem Mann auch so. Wir hatten immer Hoffnung und ich dachte nicht daran wie viel Zeit uns noch bleibt.. Als es meinem Mann dann schlechter ging habe ich mich krankschreiben lassen. Das war fast 3 oder 4 Monate. Ich wollte ihn auch nicht alleine lassen....und die verbleibenden gemeinsame Zeit hätte mir keiner zurück gegeben. Lass dich Krankschreiben. Da hat jeder Verständnis für.
    Viel Kraft
    liebe Grüße
    Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Wow,
    heute bin ich nicht gut drauf!
    Obwohl das Wochenende schön für mein Schatz war!
    Wir waren bei Familie , das Wetter war super!
    Aber irgendwie war etwas ....in mir .................
    schwer zu beschreiben......
    heute habe ich geheult................................warum auch immer....es musste raus.
    eigentlich könnte ich den ganzen abend heulen..............................................
    mist.
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    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Lieber @Archie

    Weine lass alles raus. Nur nicht solche Gefühle unterdrücken.

    Ich kann dich so so gut verstehen, es wird die angestaute Angst um deine liebste sein.

    Ich schick dir mal eine virtuelle Umarmung mausi <3
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Dann, lieber Archie,
    lass es raus. Das Schleusenöffnen wirkt wie ein Ablassen des Überdrucks. Und das ist wichtig. Denn eine unkontrollierte Explosion wird Dinge lostreten, die Dir und ggf. auch dem Gegenüber, der gerade alles abbekommt, nachher leid tut. Es ist nicht mehr rückgängig zu machen, auch wenn man nachher darüber redet, es bleibt das sogenannte Geschmäckle. Denn sowohl Angehöriger als auch Betroffener können erdrücken oder erdrückt werden (je nachdem wer von beiden gerade gefragt wird). Ihr seid beide in einer Extremsituation und müsst ein Weg finden diese gemeinsam machbar zu machen. Kein einfaches Unterfangen. Und ohne immensen inneren Druck "einfacher" zu handhaben. Und schöne, entspannte, sonnenbeleuchtetete Momente haben auch ihre dunklen Seite (wie alles im Leben), die eine Melancholie, ja sogar eine Depression, nach sich ziehen können. Gerade in der Anfangsphase. Da ist ein Druckablassen sehr wichtig.

    Ich reich dir einfach mal ein Taschentuch rüber :k
    JF
    Danke ! Ihr seid so lieb!
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    heulen macht frei!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    mhhh ...............ja ich heule und es macht frei..............​verdammter schei.......krebs
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    irgendwie fühl ich mich ne Heulsuse....
    egal...................ich liebe mein schatz.
    ...
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Heulsuse hin oder her. Nicht nur der Kranke muss viel aushalten. Auch der Angehörige....
    Mann ...braucht sich der Tränen nicht zu schämen. Ist alles gut so.
    Liebe Grüße
    Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Hallo zusammen
    Ja gestern war ein seltsamer Abend . Wir hatten ein schönes Wochenende und trotz der schönen Tage kam plötzlich eine Depression über mich.
    Denke es hat mich überrannt, dieses Gefühl von Glück und Angst so nah beinander.
    Bisschen komisch zu beschreiben.
    Meiner lieben ging es am späten Abend auch nicht gerade gut.
    Ihr Blutdruck spinnte und plötzlich hatte sie wieder schmerzen, welche sie das ganze Wochenende nicht hatte. Eine innere Unruhe belastet sie dauernd. Etwas Panik kam bei ihr auf. Sie vermutet das es ihre Schilddrüse ist. Oder sind es doch die Nebenwirkungen der Chemo (Avastin)??
    Ich habe mir heute noch Urlaub genommen um bei ihr zu sein.
    Morgen hat sie wieder einen Termin beim ihrem Hausarzt. Die Schilddrüse soll gecheckt werden. Blutwerte wurden erst kürzlich genommen.
    Wir hatten am Wochenende noch das Thema Erhaltungstherapie und die Frage ob es möglich ist diese nur alle 6 Wochen zu nehmen. Ich kann mir nicht vorstellen das dies ihrem Onkologen gefällt.
    In 2 Wochen ist es wieder soweit. Mal sehen was er zu ihrem Wunsch sagt.
    Allen einen schönen Tag noch.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    hallo ,
    möchte wieder mal von meiner zeit als angehöriger einer leider schwerkranken berichten.
    seit gut einer Woche geht es meiner lieben nicht gut . sie klagt über herzrasen, schwindel und jetzt auch über magenprobleme.
    obwohl sie jetzt gut 5 Wochen chemopause hatte scheint das avastin immer noch seine meiner Meinung fragwürdige Wirkung zu zeigen. mein schatz meint zwars das es ihre schildrüse ist oder und die magentabletten sind.
    laut meiner info sind blutdruckprobs Unwohlsein ect die häufigsten Nebenwirkungen von avastin. aber irgendwie will sie das nicht wahrhaben und blendet das total aus.
    irgendwie bin ich wieder sehr ratlos.....
    sie war vor 2 tagen beim Hausarzt und dieser will die schilddrüsentabs wechseln .die vorherigen seien zu stark!? obwohl die Blutwerte in Ordnung wären und die Schilddrüse wurde auch gecheckt mit sono.
    heute hat mein schatz die Nebenwirkungen von den pantoprazol gelesen.
    vlt können sich die jenigen die unsere geschichte kennen, das vorstellen was das bei meinem schatz bedeutet.
    als ich von der arbeit nach hause kam ging es los .....sie würde von den ärzten absichtlich vergiftet und sie will keine Tabs mehr nehmen. es müsse doch alternativen geben. BIO::::::::
    ich hörte ihr gut eine stunde zu, sie konnte sich in meinen armen ausweinen.
    danach fragte ich sie ob sie denn dann zu einem Heilpraktiker , der ne art biokrebstherapie macht gehen will .
    nein , sagte sie , die wollen uns nur das Geld aus der tasche ziehen .
    ich bin ratlos, einerseits will sie keine medikantöse Begleitung zur chemo, andererseit auch keine andere hilfe.
    sorry für meine wirre Darstellung mit allen möglichen Rechtschreibfehlern, aber ich bin ratlos.
    archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    dass du ratlos bist, kann ich mir vorstellen. Ich weiß auch nicht, was ich dir raten könnte. Wenn deine Frau selbst nicht weiß, was sie will, ist das alles sehr schwierig.
    Mehr als immer für sie da zu sein, kannst du leider nicht tun. Das tut mir sehr leid und ich drück die Daumen, dass es bald wieder besser wird.

    Liebe Grüße
    Angela
    Hallo @Piepenbring ,​danke.
    wie geht es dir eigentlich?
    gruss archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    So durchwachsen. Habe zwar das Gefühl, dass die Therapie anschlägt, aber die Fortschritte gehen mir nicht schnell genug. Bin halt mit mir ein ungeduldiger Mensch. Ausserdem ist da ja unterschwellig immer die Angst, dass es wieder schlimmer wird. Aber das kennst du ja auch gut. Sch....Krebs.

    Liebe Grüße
    Angela

    Archie schrieb:

    danach fragte ich sie ob sie denn dann zu einem Heilpraktiker , der ne art biokrebstherapie macht gehen will .
    nein , sagte sie , die wollen uns nur das Geld aus der tasche ziehen .

    ​Sorry, aber da hat deine Frau absolut Recht. Und darüber hinaus sind solche "Behandlungen" (besser: Nichtbehandlungen) lebensgefährlich.
    Es grüßt die Hexe.
    Lieber Archie
    Es ist schade das deine Frau keinen Arzt traut.
    Gibt es denn keinen Vertrauensarzt?
    Sind da vielleicht schon Depressionen im Spiel?
    Wenn du es nicht mal schaffst deine Frau zu überzeugen, das alles getan wird ihr zu helfen....
    Ich drücke dir die Daumen das es besser wird.
    LG. Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden

    The Witch schrieb:

    Archie schrieb:

    danach fragte ich sie ob sie denn dann zu einem Heilpraktiker , der ne art biokrebstherapie macht gehen will .
    nein , sagte sie , die wollen uns nur das Geld aus der tasche ziehen .

    Sorry, aber da hat deine Frau absolut Recht. Und darüber hinaus sind solche "Behandlungen" (besser: Nichtbehandlungen) lebensgefährlich.


    Hallo @The Witch

    um ehrlich zu sein bin ich auch kein Freund von selbsternannten Wunderheilern mit BIO Krebsheilung ect, die einem wohl das Geld aus der Tasche ziehen.
    Aber meine Frau traut keinem Arzt mehr, bzw hat es wohl auch nie getan, wieso auch immer. Ihr Vater war zB auch kein Freund von Ärzten (wer möchte schon gerne zum Arzt!?) und beim Thema Tabletten für bestimmte Leiden wurde immer fest geschimpft. Von wegen Pharmamafia , noch mehr Krank ect.
    Was ich eigentlich sagen wollte, möchte sie einen anderen Weg gehen denn es , glaub ​ich nicht gibt, und aus diesem Grund hatte ich einen Heilpraktiker oder ähnliches der Ihr vlt die Nebenwirkungen der Chemo erleichtert vorgeschlagen und oder ihr vlt besser zuhört. Ihr das Gefühl gibt was positives zu tun.

    Auch habe ich das Thema Psychoonkologie angesprochen. "Was wollen die mir sagen was ich nicht schon wüsste, kam von ihr".
    Auf der einen Seite möchte sie die Chemo durchziehen und auf der anderen eben keine anderen "Medikamente " nehmen.
    "Was bringt mir das wenn der Krebs geheilt ist, und der Rest des Körpers ist durch die "anderen ach so harmlosen " Medikamente kaputt! "
    Wie man glaube ich sehen kann, hat sie immer noch nicht verstanden wie ernst die Lage eigentlich ist . Ich weis nicht was in Ihrem Kopf abgeht, "Heilung des Krebses?!"

    Ihre Mutter und auch die 2 Schwestern sind von solchen Wunderheilern überzeugt und drängen sie immer wieder es wenigsten einmal auszuprobieren.
    Einmal sind wir mit Ihrer Schwester zu so einer Veranstaltung und naja ich konnte mich nur schwer zusammen reißen. Das war für mich ne absolute Lachnummer. DIe "Heilerin" hatte bemerkt das ich nicht gerade begeistert war und sprach mich öffentlich an. "ich spüre deine negative Energie , .......ein paar doofe Fragen später sagte sie zu mir ich hätte ein Problem mit meiner Lunge und das könne sie sehen und in einer privaten Sitzung (1std 250 Euro) heilen da konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und ließ sie wissen, was ich von Ihr halte. "Ich könne gerne nach draußen gehen wenn mir was nicht passe." Das tat ich dann auch!

    Was ich damit sagen will ist, egal was sie für einen Weg gehen will möchte ich sie unterstützen, aber leider steht sie sich am meisten im Weg zu einer halbwegs annehmbaren Behandlung. Und mir wird richtig Angst vor dem was noch kommt.
    Sehr sehr schwierig!!
    Allen ein schönes Wochenende!
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    auch ich bin ratlos, wenn ich deine Schilderungen lese. Natürlich muss man sich auch mit den Nebenwirkungen beschäftigen und manchmal drängen diese so in den Vordergrund, dass es scheint, man sei eigentlich nur damit zu Gange, diese zu lindern, der Krebs Scheint ein Nebenschauplatz zu sein. Aber es scheint eben nur so.
    Meiner Mam gelang es den Krebs eher zu akzeptieren, nachdem sie ihn für sich als chronische Krankheit eingeordnet hatte, mit der sie zu leben hat, wie andere mit einer schweren Diabetes (entschuldige den flapsigen Vergleich).
    Wenn alles gut geht, sehr sehr lange, wenn es weniger gut geht, dementsprechend - doch immer mit der Hoffnung, bei einem langen Leben auf neue Behandlungsmethoden.
    Das hat sie ein wenig darüber hinweggetröstet, nachdem sie festgestellt hatte, dass es eben kaum/keine wirkliche Alternativen gibt, auf jeden Fall keine, die für meine Mutter Sinn gemacht hätten.
    Was sie allerdings noch gerne ausprobiert hätte, wäre eine Behandlung in einer Klinik gewesen, die unbedingt den schulmedizinischen Weg geht, aber zusätzlich auch anthroposophisch behandelt. Wir hatten da mal eine Doku auf 3Sat glaube ich gesehen. Allerdings hatten die gezeigten Patienten keinen. Lungenkrebs, sonder kämpften mit anderen Krebsarten.
    Aber das haben wir einfach nicht gebacken bekommen, außerdem fühlten wir uns bei unserer Klinik meistens in guten Händen. Und das waren wir meistens auch.
    Ich habe in diese Richtung auch überhaupt keine Erfahrung.
    Lieber Archie, ich denke an euch.
    Hallo zusammen,
    Kleines update.
    Letzte Woche war wieder avastin -Tag.
    Nun seit dem sie ihr Schilddrüsenproblem geregelt hat geht es ihr besser.
    Klar hatte sie wieder oder besser gesagt immer noch schmerzen in den Füßen und Fingern. Auch das stechen in der Brust konnte nicht geklärt werden, aber im großen und ganzen geht es.
    Was mir etwas sorge macht, ist das sie wieder eine sechswochige Pause ausgehandelt hat. Das gefiel dem Herrn Professor Onkologen zwars nicht, aber was sie sich in den Kopf setzt....
    Hoffe natürlich nicht, das die blöden krebszellen das als Einladung sehen und wieder zuschlagen. Schließlich hat sie jetzt 2 mal 6 Wochen Pause.
    Wünsche mir nur das beste.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Lieber Archie
    Ich hoffe natürlich das du nicht recht hast mit deiner Vermutung zumal, wenn der Kxxxs nicht weg ist,er sich gut wieder ausbreiten kann. Natürlich sind die Nebenwirkungen deiner Frau auch nicht zu verachten. Sie wird ihre Gründe haben warum sie so handelt. Leider steht man als Angehöriger daneben und kann nichts ausrichten. Ich verstehe wie du dich fühlst. Darum...
    Genieße jeden Tag mit ihr....
    Viel Kraft dabei
    Liebe grüße
    Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Hallo Piepenbring ,
    danke der Nachfrage.
    ​Uns geht es den Umständen entsprechend.
    Für einige Zeit hatte ich fast das Gefühl als wäre mein Schatz garnicht Krank. Waren guter Dinge , ich habe das rauchen aufgehört und war dadurch wahrscheinlich auch abgelenkt.
    Seit ein paar Tagen bemerke ich schon das meiné Liebe wieder mehr leidet. Die üblichen Schmerzen haben sich wieder eingeschlichen.
    Auch bei mir ist wieder etwas Trübsal angekommen. Ein stetiges auf und ab. Da wird wohl so schnell keine Besserung aufkommen.
    Lg
    Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Dieses Auf und Ab ist schrecklich. Wenn man das ändern könnte, würde man es auch gerne tun.

    Das du in der jetzigen Situation es beschafft hast mit dem Rauchen aufzuhören, Hut ab. Ich habe früher (habe 1999 mit dem Rauchen aufgehört) bei psychischem Stress eher wieder mit dem Rauchen angefangen. Und das war damals nicht die Krebserkrankung eines geliebten Menschen. Ich wünsche dir, dass du es weiterhin schaffst.


    Euch Beiden wünsche ich, dass es bald wieder bergauf geht und die Schmerzen wieder weg gehen.

    Liebe Grüße
    Angela
    Hallo zusammen,
    Kleines update.
    Meinem Schatz geht es immer noch den Umständen entsprechend. Es vergeht kein Tag ohne Schmerzen, seien es gelenkschmerzen oder jetzt leider wieder zahnprobleme.
    Auch sticht und zwickt es ständig mal in der Brust oder im Rücken. Auch vermehrt die Schultern.
    Morgen hat sie wieder einen Termin beim Arzt und blutwerte wurden gecheckt.
    Alles wird gut!
    Lg archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo zusammen,
    Hatte in letzter Zeit viel um die Ohren.
    Meiner lieben geht es nach ihrer Erhaltungstherapie vom Dienstag den Umständen entsprechend. Eigentlich hat man sich ein wenig eingespielt. Ein paar Tage kämpft sie mit ihrer Verstopfung und dann ist es ein auf und ab.
    Am 18.07. Ist die nächste CT. Dann wird entschieden ob wir evt ab Oktober mal für 6-8 Wochen ne Auszeit nehmen können.
    Sie möchte unbedingt weg von hier. Ein längerer Urlaub soll es sein. Ich hoffe natürlich das das ct gut ausfällt, aber ehrlich gesagt habe ich auch ein wenig Angst mit ihr dann 6-8 Wochen mit dem Auto Richtung Süden zu fahren. Zumal sie mich doch unter Druck setzt. Sie will weg egal wie. Ich muss dann unbezahlten Urlaub nehmen und die wenigen Urlaubstage die ich noch habe dazu. Noch schlimmer ist das ungewisse, ob sie diese Strapazen überhaupt durchstehen kann. Irgendwie fühle ich mich an die Wand gedrängt.
    Lg archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    sprich mit ihr über deine Bedenken.

    Auch wenn sie krank ist, laß dich nicht an die Wand drücken. Dir muss es dabei auch gut gehen und du musst das vertreten können.

    Sechs bis acht Wochen in Urlaub fahren ist schon eine Hausnummer, vor allem wenn man den benötigten Urlaub gar nicht zur Verfügung hat.

    Ich weiß mal wieder nicht, was ich weiter schreiben soll. Ich kann verstehen, dass du manches Mal verzweifelt bist und das tut mir sehr leid.

    Liebe Grüße und ich drück dich mal
    Angela
    Oje Archie
    Ins Ausland würde ich in dieser Situation nicht fahren. Da hätte ich auch keine Ruheund Angst das irgendetwas passiert. Zur See müsste reichen..
    Ich weiß ja nicht wie es dir Psychisch geht aber laut deinem Schreiben nicht so gut. Ich würde das mal mit dem Hausarzt besprechen ob er dich nicht Krankschreiben kann. Ich glaube ich war 4 Monate. krankgeschrieben.
    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit damit du auch mal wieder klar denken kannst.
    Ich wünsche dir das du eine Lösung findest vielleicht auch mit dem Arzt deiner Frau.
    Alles Gute
    Jessie
    Reinhard die Liebe meines Lebens
    28.07.1958 - 14.07.2014
    Plattenepithelkarzinom im Mundboden
    Hallo @Piepenbring
    Mit ihr darüber zu reden habe ich schon versucht. Sie hat da gleich sehr aggressiv reagiert. Fast schon histerisch. Es sei das einzige was sie am kämpfen hält. Ihr einziger Anker.
    Man muss dazu wissen, daß sie schon immer davon träumt auszuwandern. Allerdings nie wirklich wissend wohin und wie wir dort überleben könnten. Einfach nur weg! Sie kam und kommt jetzt noch weniger hier mit ihrem Leben zurecht und meint es lege an dem Land in dem wir leben. Zu arbeiten hörte sie schon im Jahre 2005 auf. Mobbing im Büro.
    Aber sie will nicht verstehen das es nicht an dem Land liegt sondern an ihr.
    Wie könnte ich es wagen mit einem Menschen auszuwandern der es nicht mal schafft hier klar zu kommen!? Ich bin auch überzeugt das ihre Unzufriedenheit und der ständige Wunsch, schon vor meiner Zeit (beschrieben von ihren Geschwistern) mit Grund ihrer Erkrankung ist.
    Die Situation gestaltet sich immer schwieriger für mich, aber ihren Wunsch einen längeren Urlaub zu machen kann ich ihr nicht wirklich ausschlagen. Ich würde mir da nur ein Leben lang Vorwürfe machen.
    Aber auswandern kommt für mich mit ihr sicher nicht in Frage.
    Da müsste schon ein Wunder geschehen.
    Lg archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Zusammen,
    ich nehme an das mein letzter Gefühlsausbruch viele hier stumm gestimmt haben.
    Ja es sind klare Worte und irgendwie musste ich meinem Unmut auch klare Worte geben.

    Aber ich stecke hier irgendwie als Angehöriger fest. Es gibt hier kaum jemanden der berichtet wie es einem als Co-Betroffenen wirklich geht. Wie sie leiden und zum Teil auch gemein behandelt werden. Es ist nicht immer alles Pustekuchen, Verständnis ja und so weiter!
    Es gibt auch Betroffene die immer gemeiner werden und einem das Leben zur Hölle machen.
    Klar will niemand darüber berichten, aber ich tue es jetzt.
    Ich habe kein Leben mehr! Mir geht es auch beschissen!
    Am liebsten würde ich alles hinschmeissen, aber.........................................!??????
    Die grosse Frage, ???????????????????????
    Welchen Betroffenen interresiert das wirklich? Jeder will Leben!
    Wenn es um das Überleben geht ist scheinbar jeder für sich!?
    Bitte entschuldigt mich, aber ich könnte ko......
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    Ich bin ja Betroffene und kann das Ganze nur aus dieser Sicht schildern.

    Klar, gibt es auch mal Zeiten, in denen ich richtig zornig und böse bin (meistens einen Tag nachdem ich mal wieder eine schlechte Nachricht bekommen habe). Ich bin böse auf den Sch.....Krebs und mein Schicksal. Ich denke, dass hat jeder mal und das ist normal.

    Ich lasse meinen ganzen Frust beim Autofahren ab, nicht mit meinem Fahrstil, sondern ich beschimpfe sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer mit den bösesten Schimpfwörtern, die es gibt. Gut, dass das keiner hört, viele wären total entsetzt, aber mir hilft es und es verletzt niemanden.

    Ich bin vor meiner Erkrankung ein glücklicher Mensch gewesen und bin jetzt auch die meiste Zeit glücklich trotz Krebs, das laß ich mir nicht kaputt machen.

    Du mußt nicht alles ertragen, auch Kranke haben sich an Regel zu halten.

    Hast du ihr das schon mal so deutlich gesagt, wie du es uns schreibst? Wenn du irgendwann nicht mehr kannst, ist ihr doch auch nicht geholfen.

    Alles das bekommt doch auch eure Familien mit, kann da nicht einmal jemand mit ihr reden?

    Und ganz ehrlich, bevor ich daran kaputt gehen würde, wäre ich weg.

    Ich drück dich mal.

    Liebe Grüße
    Angela
    Lieber @Archie

    Nachdem Angela aus der Sicht eines Betroffenen geantwortet hat, kommt nun meine als ehemalige Angehörige.

    Wo wäre deine Frau heute ohne dich? Frag sie das doch bitte mal! Du bist nicht ihr Prellbock! Hier wird es Zeit das man sie ausbremst.

    Wir Angehörige sind die Co Erkrankten und leiden und kämpfen mit.

    Ich habe bei meinen Eltern auch ein Machtwort in Richtung Mama gesprochen. Mein Vater hat sich auf gut deutsch den ar... aufgerissen und meine Mama hat Genörgelt und geschimpft. Ihr war ihr Fehlverhalten gar nicht bewusst und sie hat auch nicht gemerkt wie sehr sie meinen Vater verletzt hat. Es gab ein sehr intensives Gespräch und von da an wurde es ein harmonisches und liebevolles miteinander.

    Sag deiner Frau wie du dich fühlst und sollte sie dich nicht ernst nehmen, dann nehme dir eine Auszeit!

    Ich drück dich mal mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo,
    Schön zu wissen das einem ein Gehör zukommt.
    Aber trotzdem ist es immer schwieriger als Man bzw Frau denkt.
    Mittlerweile bin ich durch mit meinen Gefühlen und ehrlich gesagt wird es immer schwieriger.
    Danke Angelika, du als Betroffene weißt um was es geht. Danke für deine Worte. Irgendwie freue ich mich immer wenn ich was von dir höre.
    Mausi, auch dir danke ich. Aber als Partner ist das alles noch ne ganz andere Nummer und das macht mich fertig.
    Ich versuche immer wieder,.... So vorsichtig wie möglich mir ihr darüber zu reden. Nicht das ich zögere, aber irgendwie komme ich nicht durch. Im ersten Augenblick scheint sie mich zu verstehen, aber dann
    ....
    Wie schon erwähnt.... Es tut mir endlos leid aber.... Was ist mit uns Angehörigen!???
    Sorry es ist ein Teufelskreis.... Und es gibt keine Antwort.
    Lg Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,


    Du gehst mir seit gestern Abend nicht mehr aus dem Kopf. Du schreibst Du versucht vorsichtig zu ihr vorzudringen und dann kommt da nichts von ihr.

    Ich bin schon immer eine Frau der klaren Worte und mag es auch nicht, wenn jemand schlechte Nachrichten verpackt. Ausserdem kann es auch zu Missverständnissen führen.

    Ich denke, dass du ihr mit klaren Worten und eben nicht vorsichtig sagen solltest, wie ihr Verhalten bei dir ankommt und was es mit dir macht.

    Liebe, so groß sie auch sein mag, wird auf die Dauer getötet und kann dann auch nur noch schwerlich wiederbelebt werden.

    Es tut mir für dich sehr, sehr leid. Aus deinen Beiträgen erkenne ich immer die große Liebe zu deiner Frau, aber auch deine große Hilflosigkeit. Da muss sich etwas ändern, sonst gehst du daran kaputt.

    Ich wünsche Dir, dass du Kraft findest ihr in klaren Worten dein Dilemma zu schildern und ihr, dass sie einsieht, dass etwas geändert werden muss.

    Ich drück dich
    Angela