Suchen um Rat bei Nebenwirkungen der Chemo!

    Suchen um Rat bei Nebenwirkungen der Chemo!

    Hallo Zusammen,
    ´​meine Frau klagt derzeit über starke Verstopfung seit letzter Chemo vor 4 Tagen.
    Alle möglichen Mittel wie Zäpfchen, Milchzucker ,Leinsamen ,Joghurt und Ingwer ect ergaben nur mäßigen Erfolg.
    Vielleicht kann uns hier im Forum jemand ein paar Tipps geben??
    Danke im Voraus!
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo Archie,

    was heißt denn bitte "mäßiger Erfolg"? Konnte sie oder konnte sie nicht? Außerdem ist es einigermaßen sinnlos, die gesamte Liste innerhalb von vier Tagen auszuprobieren; die Hausmittelchen helfen nur bei regelmäßiger und mehrmaliger Anwendung. Außerdem ist es bei Leinsamen und Co. außerordentlich wichtig, reichlich dazu zu trinken, sonst verschlimmert sich das Problem noch. (Wie es insgesamt angeraten ist, viel zu trinken.)

    Ansonsten kann es hilfreich sein, Mittel wie Movicol/Macrogol auszuprobieren - aber auch die helfen nicht sofort und müssen regelmäßig genommen werden.
    Es grüßt die Hexe.
    Hallo The Witch,
    ja sie konnte, aber nur ein bisschen und hart.
    Die Leinsamen nimmt sie seit gestern mit Jogurt Früchten (Honigmelone im Mixer) und viel Flüssigkeit. Den Milchzucket hat sie in den Jogurt mit rein.
    Leider hat sie das erst Gestern angefangen ...... Sie tendiert leider dazu erst dann zu reagieren wenn die Probleme auftreten. Aber ich möchte ihr da nicht Zuviel reinreden, denn da hatte ich dann nur ärger wegen meiner zu großen Fürsorge und Einmischung. :(
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Hallo @Archie

    Leinsamen bringt nur etwas wenn viel Flüssigkeit min 3 Liter getrunken werden.

    Deine Frau soll sich so viel es geht bewegen regt die Darmtätigkeit an. Viel Gemüse und ballaststoffreiche Lebensmittel, Vollkornprodukte essen. Auch Nüsse sind gut. Ebenso ist Trockenobst förderlich.

    Nach der nächsten Chemo dran denken, ganz viel trinken.

    Gute Besserung mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Archie,was du beschreibst mit dem einmischen kenne ich sehr gut und bin wie du sicher auch sehr traurig darüber. Um die Angehörigen wird sich leider sehr wenig gekümmert, sie sind oft ganz alleine mit ihren Sorgen und dem Schmerz, dieser Hilflosigkeit und der furchtbaren Angst.ich kann dich sehr gut verstehen. .. zu dem anderen Problem kann ich nur das beitragen was die anderen Mitglieder schreiben. .. trockene Pflaumen wirken wunderbar oder auch Weintrauben. Alles liebe zu euch.
    Liebe Grüße von Kaba

    *Zeiten ändern Dich*
    (Bushido)

    Evtl. Folgeschäden Chemotherapie

    Hallo Zusammen,
    Mich würde interessieren ob andauernde Gelenkschmerzen auf Nachwirkungen der platinhaltigen Chemo zurück zu führen sind?
    Die leichte Taubheit an den Fersen oder Fingerspitzen können ja daher rühren meiner Info nach.
    Hautveränderungen stellen wir auch fest. Besonders am Rücken sind etwa
    Handteller große rote Flecken, eher Oberflächliche Besenreiser direkt links auf Lungenhöhe.
    Auch immer wieder bekommst sie linksseitig aus der Achselhöhle bis zur Brustspitze leichtes bis mäßiges stechen.
    Ihr Onkologe runzelte da nur die Stirn und meinte das es wenn dann nur von Chemo ist.
    Vielleicht hat ja jemand diesbezüglich Erfahrungen?!
    Mitte März sollte die nächste Kontroll ct gemacht werden.
    Gruß Archie
    Wer weint ist nicht schwach, sondern ist viel zu lange stark gewesen​.

    ED Mai 2015.Diagnose meiner Frau lautet: nicht-kleinzelliges Adenokarzinom T4N3M1 des linken Oberlappens links, pulmonale Metastasen beidseitig, Lymphknoten cervikal, mediastinal und biliär, dringender Verdacht auf ossäre Metastasen bwk 7-11
    Die Knochen und Gelenkschmerzen werden mir von Damen aus der Frauenselbsthilfe nach Krebs immer wieder als langjährige NW genannt. Dagegen hilft wohl nur Bewegung, Dehnen, Muskelaufbau. Meine Haut hat sich nach Taxol sehr verändert. Viele Flecken, alle Narben sind dunkelbraun. Ich bin mal gespannt, wie sie auf Sonne reagiert.
    Also scheinbar NW der Chemo.
    LG
    Resi
    Hallo Archie,

    Archie schrieb:

    ob andauernde Gelenkschmerzen auf Nachwirkungen der platinhaltigen Chemo zurück zu führen


    fast jede Therapie greift in die Substanz der Gelenke, Muskeln, Nerven und Faszien ein. Eigentlich auf alles was einen Stoffwechsel sein eigen nennt. Manchmal werden akuten Schmerzen (in der Zeit der Therapie) auch chronisch, die einem bleiben bzw. mit Sport / Bewegung in Schach gehalten werden können. Medikamente sind meist nur Tünche, die Ursache bleibt bestehen.

    Archie schrieb:

    Hautveränderungen stellen wir auch fest. Besonders am Rücken sind etwa
    Handteller große rote Flecken, eher Oberflächliche Besenreiser direkt links auf Lungenhöhe


    Da würde ich einen Dermatologen konsultieren, um fest zustellen was es genau ist, dann kann man ggf. auch dagegen etwas unternehmen.

    Archie schrieb:

    linksseitig aus der Achselhöhle bis zur Brustspitze leichtes bis mäßiges stechen


    Da, wenn ich das richtig verstanden habe, das Operationsgebiet links ist, würde ich darauf tippen, dass die ganze umgebende Muskelgruppen etc pp krampft, sich in Bewegung befindet. So kann ohne weiteres einer der Brustmuskel verkrampft bzw. verkürzt sein, so dass es zu diesem Stechen kommt. Es kann sogar soweit gehen, dass Finger auf einmal nicht mehr geknickt werden können oder der Handrücken / Handinnenfläche juckt bzw. krampft oder der Ellenbogen weh tut oder man meint, dass der ganze Brustkorb sich in sich zusammenzieht. All das kommt von den Brust- und Rückenmuskeln und hier sind sowohl die oberflächigen als auch die tiefliegenden gemeint. Das dumme ist, dass sowohl die Operationen als auch die danach folgende Chemo die Muskeln, Nerven, Faszien auf jeweils unterschiedliche Art und Weise negativ beeinflussen. Es kann dann dazu führen, dass in den bildtechnischen Maßnahmen (CT, MRT, PT/CT) nichts von den Problemen sichtbar wird. Abgesehen von Gelenkverschiebungen aufgrund von Muskelverhärtungen. Hier ist - wie RESI schon schreibt - Dehnübungen, Bewegung, Muskelaufbau und auch Physiotherapie die erste Wahl der Therapie.

    Im Bereich des Hautkrebsteils gibt es einen Thread Informationen rund um Sonnenschutz
    Und da geht es auch um die Sensibilität bei Chemotherapien. Vielleicht findest Du / Ihr da auch das ein oder andere.

    Viele Grüße
    JF