Chemo-Thread - Gemeinsames Durchstehen

    Ja genau und das so oft wie möglich
    Es ist zwar immer abhängig von der Tagesform aber das fördert die Spontanität.
    Für die Angehörigen ist das auch nicht immer so einfach, mein Mann ist mittlerweile dazu übergegangen zu sagen wir hätten schon was anders vor, wenn Bekannte fragen ob wir auch da oder da hin gehen. Unsere
    verbliebenen Freunde wissen wie es läuft und das ist ganz angenehm, da kommt dann die Einladung mit dem
    Zusatz, wenn es dir gut geht und du Lust hast.
    Für alle anderen ist es ein Problem, das ich ja nicht krank aussehe, die Mützen trage ich wohl aus modischen Aspekten, Alkohol habe ich ja immer nur in Maßen getrunken, also ist ja alles gut.... manchmal nervt es einfach.
    Bei mir ist es sogar so, dass ich eigentlich dann zusage, wenn ich glaube, das müsste bei mir gehen. Ich kenne inzwischen den Chemoverlauf ganz gut und er ist nahezu verlässlich. Kurzfristig absagen kann ich jederzeit, wir sind sehr offen mit allen Leuten und die Menschen, mit denen wir unsere Zeit verbringen, die wissen auch von meinem Krebs und der Chemo.

    Ich finde es ja schön, dass ich noch eingeladen werde und nicht etwa alle denken, dass ich krank bin und deshalb auch kein Interesse an nichts mehr habe...

    Zu mir aktuell: war heute zum letzten Blutabnehmen vor Chemo No. 6. Und werde jetzt die AU und die Einweisung ins KH zur KK tragen, zu Fuß, dann habe ich gleich mein Laufpensum für heute runter. Draußen ist es scheußlich, da kann ich getrost durch die Stadt laufen und brauche nicht in den Wald, den Park, an den Fluss...

    Und dann suche ich auf dem Rückweg nach was besonders Leckerem für heute Abend: ab morgen schmeckts wieder nicht mehr. Und dann alles zum letzten Mal... Kann es noch kaum glauben.
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Oh c.onny die letzte das ist echt toll, ich wünsche dir das du auch diese gut überstehst.

    Ich freue mich auch wenn wir noch eingeladen werden ist evtl falsch rüber gekommen, aber mich nervt einfach manchmal die Gedankenlosigkeit mancher Leute. Ich war gerade einkaufen und wurde dann gefragt, warum ich gestern denn nicht wie all die Jahre vorher beim Bürgerfühschoppen die Theke gemacht hätte und die Dame arbeitet bei meinem Frauenarzt.
    Oder warum mein Mann denn dieses Jahr Schützenfest nicht auf den Vogel schießt, und diese Fragesteller wissen was ich habe. Wenn sie nicht wissen was sie sagen sollen, dann sollen sie einfach den Mund halten. Vielleicht bin ich zZ aber auch nur etwas empfindlich.
    ja, da geht man mit einem ganz besonderen Gefühl hin, die allerletzte Chemo............... wow

    Dann lasse es Dir heute besonders gut schmecken. Bei mir gibt es heute 5 Punkte ;) also Thunfischsteak in Sesamkruste. Alles WW like :D
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Thunfischsteak mit Sesamkruste klingt doch mmmmmmmmhhhhh, auch wenn man keine Punkte zählt! Ich gebe zu, ich habe bislang noch gar nicht zugenommen in der Chemo und zähle auch keine Kalorien oder Punkte... Hab unterwegs spontan im Thailänder Halt gemacht und dort einen Glasnudelsalat verspeist und für den Abend ist die Entscheidung jetzt auf Hähnchen mit Honig und alternativ mit Kräuter/Knoblauch gefallen. Dazu gibt es einen Pellkartoffelsalat mit Ei und Dijonsenfsauce...

    @Ute: Ich glaube, beides trifft es wahrscheinlich: die anderen sind vielleicht oft gedankenlos und wir sind auch sensibler als sonst. Beides zusammen verträgt sich dann schlecht. Bei mir muss ich oft andersherum korrigierend eingreifen: ich werde manchmal zu sehr mit Samthandschuhen angefasst und greife dann immer mal ein und zeige, was ich doch noch alles tun kann ^^ ... Und eigentlich finde ich es auch schön, dass man in meiner Gegenwart nicht nur daran denkt, dass ich die mit dem Krebs bin. Sondern dass ich die Freundin, Bekannte, Tochter, Nachbarin etc. bin, die man ja auch vorher schon kannte...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Liebe Conny

    Toi-toi-toi für deine letzte Chemo morgen. :thumbsup: Und feier das dann auch schön. Es scheint noch gar nicht so lange her, da hattest du die erste vor dir und ich konnte dir mit Rat zur Seite stehen. :ka Nun hast du's hinter dir. Geschafft!!! Ich freu mich für dich und fiebere selbst meinem Chemo-Ende entgegen, dass immer noch 5 Wochen weit weg ist. :S Dafür habe ich die OP schon gehabt.

    Sei lieb gedrückt
    Sylvia
    Liebe Sylvia,

    ja, fast bin ich durch nun. Gleich fahre ich los. Das Hochgefühl lässt mich gerade noch ein bisschen im Stich. Ich hoffe, es kommt hervor, wenn die letzte Ladung geflossen ist... Komisch, komisch ?( .

    Werde an deiner Seite bleiben, die nächsten fünf Wochen und noch viele Wochen danach. Du wirst mich also nicht los :D ...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Vermelde: letzte Chemo ist gelaufen :thumbsup: ... Nur noch einmal die bekannte Tortur und dann ist Schluss. Zuletzt konnte ich meinen Wecker danach stellen, jedes Zipperlein kam immer am gleichen Tag (und ging nur leider etwas später wieder...) und außer einem Lippenherpes kam auch keine weitere Überraschung mehr hinzu. Bin aber inzwischen gut eingestellt auf alles und habe für alles meine kleinen Mittelchen, die meisten übrigens nicht in Pillenform. Was bin ich froh, dass es so etwas wie Betroffenenforen gibt. Den wirklich überwiegenden Teil an Ratschlägen habe ich nicht etwa von den Ärzten bekommen.

    Insgesamt werde ich langsam etwas schlapper, das merke ich. Aber hey: 6 x TAC sind eben auch nicht gerade Wellness... :rolleyes: . Jetzt ist aufpäppeln angesagt und da ich nächste Woche kinderlos bin, habe ich beste Möglichkeiten dazu :D .

    Wünsche allen Chemo-Schwestern einen guten Tag!
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Ach C.onny
    da freut man sich über die letze Chemo vergisst aber glatt das die NW trotzdem kommen.
    Also meldest du dich wenn die NW nachlassen und dann freuen wir uns alle mit dir.
    Was macht denn dein Kopf in Bezug auf die OP?

    Ich drück dich und hoffe die NW werden zumindest nicht schlimmer als vorher.

    LG
    Ute
    Lieben Dank an euch. Ich hoffe auch, dass ich die letzte Runde gut wegstecke und es nichts Schlimmeres mehr zu bestehen gibt, als das schon Erlebte... Und ja, ich melde mich natürlich, wenn es ausgestanden ist ;) .

    Unser familiäres Chemo-Ende-Feiern haben wir gerade auf den 06.02. festgelegt, da kommen die Kurzen wieder nach Hause und wir werden zu unserem Lieblingsspanier gehen und es dort so richtig gut gehen lassen. Und ich hoffe, da schmeckt es mir wieder richtig, und auch alles andere ist dann soweit durchgestanden.

    Was mein Kopf in Bezug auf die OP macht? Jetzt, wo alles besprochen ist, bin ich gedanklich eher wieder bei der letzten Chemorunde. Allerdings merke ich die Unruhe, die sich auf die Besprechung der pathologischen Ergebnisse bezieht. Das ist 1 Woche nach der OP und da werde ich ja ganz Entscheidendes hören, über den Erfolg der Therapie, meine Aussichten, das Weitere... Und ich denke, diese Unruhe wird immer größer werden und mich dann kurz vorher nicht mehr loslassen. Aber auch da muss ich durch, es hilft nichts :| ...

    Wie geht es dir heute, liebe Ute?
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    C.onny du bist so süß
    mir geht es eigentlich super gut und habe noch fast eine Woche bis zur nächsten Chemo, ich bin aber trotzdem extrem schlecht gelaunt was mich selber nervt.
    Allerdings habe ich mich gestern endlich selber in den Hintern getreten und viele von den verschobenen Dingen erledigt oder zumindest angefangen.
    Heute ist bei uns Mädchensitzung in der Schützenhalle, die verkneife ich mir aber, da ich keine Lust auf eine Infektion mit was auch immer habe.

    So und jetzt hat es das Badezimmer nötig.
    Allerdings hebt diese Aussicht meine Laune nicht ;)
    Liebe Ute, also schwingst Du den Putzlappen im Bad ?

    Liebe c.onny, herzlichen Glückwunsch zu Deiner letzten TAC. Ich bin ja auch so eine TAC-Schwester :D Ich wünsche Dir bei der OP das beste
    Ergebnis. Mir hatte TAC eine PcR geschenkt, daß wünsche ich Dir von ganzem Herzen.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Danke liebe Ute, danke liebe Claudia :) Und ja, ich wünsche mir sehr dieses beste Ergebnis, und bin aber komisch ängstlich, was dieses Pathologie-Gespräch angeht.

    Bei der Aussicht auf den Bad-Putzlappen verginge mir auch die gute Laune ;) Mir hat die KK ja mit zweimaligem Anlauf eine Haushaltshilfe genehmigt und so kommt nun einmal die Woche eine sehr liebe Frau und kümmert sich hier um das Gröbste, so dass ich "nur" noch den täglichen Wahnsinn beseitigen muss, den so ein 4-Personen-Haushalt sich ausdenkt...

    Schlechte Laune kenne ich auch, auch an unpassenden Stellen. Ich bin gestern morgen vor der letzten Infusion doch ziemlich übellaunig gewesen. Fragt mich, warum ?( ?!

    Möge sich die schlechte Laune bald verziehen und Platz machen dem Genuss der chemofreien Tage!!!
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Ja, Conny, das nähme mich auch wunder.

    Hallo zusammen,
    bei mir ist jetzt Taxol Nr. 8 drin, wie immer ohne spezielle Vorkommnisse und ohne NW, die sich so nennen dürfen. Natürlich ist immer mal etwas Kleines, aktuell das nächste Furunkel in Entstehung. Aber nichts, das meinen Alltag wesentlich beeinflusst.
    Nun noch 4 Mal - der Countdown läuft. Und die Planung des nächsten Schrittes - Bestrahlung - habe ich gestern angeschubst. Die Onkologin soll mich schon mal auf der nächsten Abteilung anmelden, in der Hoffnung, dass ich möglichst früh weitermachen kann. Anscheinend darf man bei Taxol sogar parallel bestrahlen, was zwar nicht unbedingt mein Ziel ist, wozu ich aber auch nicht nein sagen würde. Hauptsache, die 5 oder 6 Wochen (muss die Radiologie bestimmen) sind bis ca. 20. April vorbei und ich reisefähig. Danach geht's nämlich ab in die Tauchferien. :D
    Hallo ihr Lieben,

    kleine Statusmeldung: Stimmung ist heute heiter bis wolkig :huh: . Immerhin, vor zwei Tagen war es doch stark bewölkt... Und in zwei Tagen (Chemotief) ahne ich auch anderes. Von daher, bin soweit zufrieden :) .

    Liebe Sylvia, wollen wir jetzt nochmal übers Überrunden miteinander sprechen...? Wenn du am 20.04. bereits mit deiner Bestrahlung durch bist (ich drücke die Daumen, dass das alles so klappt!!!), dann habe ich noch nicht mal ganz Halbzeit beim Bestrahlen :cursing: ... Du wirst also dann doch zuerst - mit allem guten Recht! - über die Ziellinie laufen. Aber das ist für mich alles okay. Mein Urlaub steht erst im August bevor und alles passt zeitlich.

    Wann gehts denn zum Tauchen? Und magst du nicht vielleicht doch verraten, wohin es geht 8) ?
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Liebe Conny

    Schön, dass neben wolkig doch auch ein wenig heiter dabei ist - zumindest bis zum Chemotief. Und ich hoffe, dass es danach auch wieder in gewohnter Weise stetig aufwärts geht.

    Liest sich fast ein bisschen wie bei meinen Schülern - ich bin zuerst fertig, nein ich, nein ich :D Ist ja kein Wettrennen. Und wenn bei dir die Chemo kürzer war, liegt das ja auch daran, dass du viel auf einmal bekommen hast, ich hingegen jetzt nur Taxol alleine. Hauptsache, es gibt irgendwann mal ein Ende, darauf freuen wir uns ja einfach alle. Und ich bin froh für jede, die von ihrem Ende berichten kann.

    Wann es zum Tauchen geht? Du meinst das nächste Mal oder im Urlaub? Nächstes Mal ins Auge gefasst zum Tauchen ist kommender Sonntag, aber das Wetter müsste eigentlich schon stimmen, und momentan sieht es nicht danach aus. Urlaub gebucht ist für den 23.4. Wir fliegen für 2 Wochen auf Tauchsafari auf die Malediven. :D Letztes Jahr war mein Schatz alleine dort, weil es ein Schnäppchen ausserhalb der Schulferien war. Als ich dann meine Diagnose bekam, waren die Malediven mein Ziel am Horizont, auf das ich mich hinbewegen wollte. Nun ist es in Reichweite, die Bestätigung da :), die erste Anzahlung fällig :( .
    Und um das Mass gleich noch ganz voll zu machen, haben wir auch die Tauchsafari für den Sommer in Ägypten gleich ebenfalls gebucht. Ich war letzten Frühling auf diesem Boot unterwegs und freue mich nun, die Crew dort wiederzusehen und die Reise dieses Mal mit meinem Schatz zu machen.

    Hätte im Sommer nicht gedacht, dass die Zeit der Behandlung so schnell vorbeifliegt. Meine Amaryllis lassen ihre ersten Blätter sehen. Wer mich vom KK her zu Beginn der Chemo schon kennt, kann sich vielleicht erinnern, dass ich im Herbst, beim Giessen plötzlich daran dachte, dass die Chemo vorbei ist, wenn sie das nächste Mal blühen. (Meine Amaryllis blühen eben im frühen Frühling, nicht zu Weihnachten, wie die meisten). Jetzt zeigen die Blätter, dass das Ende nicht mehr fern ist. :thumbsup:

    Liebe Grüsse an alle, haltet weiter tapfer durch, wo auch immer in der Behandlung ihr gerade steckt.
    Sylvia
    Liebe Sylvia,

    was für tolle Pläne, begonnen beim Sonntag, über den April: Malediven, wow wie schön!, und dann auch noch der Sommer. Aber noch mehr berührt mich gerade deine Amaryllis-Geschichte... :ka

    Ja, ich erinnere mich auch an Termine, die ich am Anfang, nach der Diagnose für in einem halben Jahr gemacht habe: und mir gar nicht vorstellen konnte, diesen Zeitpunkt zu erreichen, die Chemo wirklich hinter mir zu haben. Und nun ist es beinahe so weit... Wir sind schon tapfere Mädels und ich finde, wir haben das bis hier gut durchgekämpft. Deshalb: was sollte besser sein, als sich dafür ordentlich zu belohnen :D . Und Malediven sind ja schon eine nette kleine Belohnung... Und es ist so nahe!!!

    Ich beschäftige mich gerade mit Bisphosphonaten und Beckenstanze zur Aufspürung von Schläferzellen. Mein TN-Status lässt ja sonst keine weiteren prohylaktischen Möglichkeiten offen. Bin gedanklich damit sehr beschäftigt und bekomme von Jule66 da eine exzellente Unterstützung. Da wird die nächsten Tage noch viel in meinem Kopf passieren, werde am Wochenende mal mit meinem Manne sprechen und nächste Woche ggf. erste Schritte unternehmen...Da sind die Kinder in den Ferien und ich habe viele Möglichkeiten. Und das nächste Tief dann -so will ich hoffen- hinter mir!

    Dir halte ich die Daumen, dass am Sonntag doch alles klappt und du abtauchen und das genießen kannst!!!
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Liebe Sylvia, welch ein Traum und welch ein Ziel :) Malediven............ wir waren vor 5 Jahren auch dort auf Athuruga Island, eine Barfußinsel und sooooo groß, das wir in 10 Minuten rum waren :D Tauchen können wir nicht, aber wir sind geschnorchelt. Das alleine war auch ein Traum mit den bunten Fischen.
    Ich freu mich für Dich, das Ziel das dann alles vorbei ist.

    LG Claudia
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:
    Ja, ich freue mich riesig. Wir werden zwar nicht auf einer Insel sein, sondern 2 Wochen auf einem Boot. Also noch ein bisschen schneller für eine Umrundung. ;)

    Plötzlich rückt bei mir auch das Chemo-Ende in greifbare Nähe. Auf einmal habe ich noch Finger übrig, wenn ich an einer Hand abzählen möchte, wie lange es noch dauert. :D
    Gestern war Chorprobe und wir stellten fest, dass wir nur noch eine reguläre Probe haben, bis zum nächsten Konzert, dem Abschluss unserer Konzertreihe (weil dazwischen noch die Sportferien fallen). Das Datum für das Konzert ist der Sonntag vor meiner letzten Chemo :D . Wir gehen nach diesem Konzert jeweils gemeinsam mit dem Chor essen, weil es ja der Abschluss unseres Konzertjahres ist. Da werde ich dann die Korken schon mal knallen lassen, auch wenn ich die letzte Chemo dann noch nicht ganz hinter mir habe. :D .

    So viele :D in einem Post, da freut sich jemand wohl.

    c.onny schrieb:

    bekomme von Jule66 da eine exzellente Unterstützung.


    Conny, Jule ist grandios und verfügt über enorm viel Wissen, was die Erkrankung angeht.

    @Drachenkopf

    Du hast auch allen Grund Dir mindestens ein Loch in den Bauch zu freuen. Ich konnte es damals auch nicht abwarten, bis die letzte Chemo gelaufen ist. Zwar war ich wacklig auf den Beinen, aber alleine der Gedanke "Da bist du erst einmal durch" hat mir mental unglaublich viel Auftrieb gegeben. Ich freue mich mit Dir!

    Viele Grüße
    Anhe
    Loslassen kostet weniger Kraft als Festhalten; und dennoch ist es schwerer.
    ©Detlev Fleischhammel
    Guten Morgen Mädel's,
    meine Laune ist was besser geworden.
    Drachenkopf das sind ja echt tolle Pläne und alles in greifbarer Nähe, das gibt betimmt Auftrieb.
    Mein Mann hat mir vor Jahren "ganz uneigennützig" einen Tauchkurs in Ägypten geschenkt, vorher hatte er
    meiner Tochter einen Schhnupperkurs zum Geburtstag geschenkt in meiner Begleitung.
    Ich muss sagen das war total toll und wir haben dann 4 Jahre unseren Urlaube in Ägypten mit tauchen verbracht, dann ging es meinem Vater immer schlechter und wir wollten nur noch soweit fahren, dass wir sofort nach Hause konnten und danach war uns die politische Lage zu heikel.Das war es dann, seitdem war ich nicht mehr tauchen, aber ich kann nachvollziehen das du dich riesig darauf freust.

    Ich habe jetzt noch 3 vor mir und irgendwie kommt es mir zZ wie ein riesiger Berg vor.

    LG
    Ute
    Liebe Ute,

    ich kenne solche Gefühle sehr gut und ich kann dir wahrscheinlich auch nur schwer Mut machen: NUR noch 3, so könnte es sich ja auch anfühlen. Vielleicht tut es das in ein, zwei Tagen ja auch wieder. Und wenn nicht, ist das auch okay. Wir müssen doch jeden Tag so viel in uns mobilisieren. Da darf der Mut auch mal eine Pause machen, finde ich. Bestimmt erholt er sich und wird dich bald wieder überraschen mit seiner Durchhaltekraft :k ...

    Meine Stimmung ist seit Dienstag besser geworden, und hält sich momentan noch tapfer, obwohl ich die ersten Tiefausläufer ;) des Chemotiefs schon spüren kann. Mal sehen, ob meine Moral die nächsten beiden Tage durchhält. Aber notfalls schließe ich die Augen, halte durch, und warte auf Montag oder Dienstag.Was auch sonst?!
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    C.onny du bist so süß,
    da geht es dir selber nicht so gut und dennoch versuchst du anderen Mut zu machen.
    Ich weiß leider nicht was momentan mit mir los ist, normalerweise sag ich ja auch wenn die Dienstag drin ist sind es nur noch 2. Ist aber für mich auch das erste mal im 3-Wochenrhythmus vielleicht liegt es auch daran, oder ich lese zuviel. Zumindest habe ich mich wieder soweit im Griff das ich die nötigen
    Dinge im Haushalt wieder auf die Reihe bekomme, wobei ich die Fenster mal aussen vorlasse noch kann man
    durchgucken, wenn die Sonne scheint sieht man den Schmutz, aber dann schaue ich nicht hin ;)
    Bei solchen Aufgaben vermisse ich meine alte Putzhilfe.
    Ich versuche mir jetzt mal positive Gedanken zu machen, mein Mann ist gerade rein und gleich wieder raus, weil er wohl seine Motorradsitzbank abholen kann und hat dann gefragt was ich davon halte heute Essen zu gehen VIEL dann muss ich nicht kochen. Morgen wird mein Patenkind 30 und hat zum Brunch geladen.....gleich ist 16:00 h und die Bauarbeiter vor dem Haus machen dann hoffentlich Feierabend.

    genug gemeckert

    LG
    Ute

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „koelnerin“ ()

    Hallo, vielleicht kann jemand etwas dazu zu sagen. Wie vielleicht schon bekannt, EC hat bei mir nichts gebracht, wurde nach zweimal abgebrochen. Jetzt bekomme ich PAC und Carboplatin. Hatte Donnerstag die zweite. Ich sollte eigentlich 8 bekommen. Da die NW, Blutwerte und Gefühlsstörungen, jedoch katastrophal sind, kann ich laut Doc froh sein wenn wir 6 schaffen.
    Ohne Chemo ist mir klar, habe ich noch so 6 Monate bis 1 Jahr. Meine Gedanken sind im Moment, ob ich mir diese restlichen 4 noch antun soll oder abbrechen und wenigstens die letzten Monate, nicht sagen geniessen, aber wenigstens leben ohne die NW. Tut mir leid, aber im Moment habe ich eher das Gefühl nicht der Krebs, sondern die Chemo bringt mich um, da das Zeug zwar in Sachen Tumor anzuschlagen scheint, dafür aber mehr und mehr Lymphknoten dazukommen und gerade die im Unterkiefer und Hals ja die Autobahn für metas ins Hirn sein sollen.
    Vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen?
    Hallo Mädel's
    meine 6.Chemo morgen kann laufen, die Blutwerte sind ok, jetzt geht es endich weiter.Dieser 3 wöchige Rhythmus ist für mich ja neu aber ich bin froh das alles wie geplant läuft.

    Hallo Heidi, herzlich willkommen.
    Zu deinen Fragen kann ich nichts sagen da ich 4 EC und 4 DOC bekomme, aber ich denke einige andere können dir bestimmt ihre Erfahrungen schildern, aber im Moment ist es hier sehr ruhig, da einige in tiefen Löchern sitzen.
    Was ich aber sagen kann ist das man mir schon vor Beginn der Chemo mitgeteilt hat, dass es bei einem Nichtanschlagen zu einer Umstellung der Medikamente kommen könnte.

    LG
    Ute

    heidi1973 schrieb:

    Tut mir leid, aber im Moment habe ich eher das Gefühl nicht der Krebs, sondern die Chemo bringt mich um, da das Zeug zwar in Sachen Tumor anzuschlagen scheint, dafür aber mehr und mehr Lymphknoten dazukommen und gerade die im Unterkiefer und Hals ja die Autobahn für metas ins Hirn sein sollen.
    Vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Erfahrungen?

    Mit ähnlichen Erfahrungen kann ich nur insofern dienen, dass bei der ersten Kontrolle nach zwei mal TCHP (Taxotere, carboplatin, Herzeptin und Perjeta) der Tumor geschrumpf war, aber sozusagen der neue Sentinel größer war, als Lymphknoten normal so sind. Das hat aber weder mich noch die untersuchende Ärztin erschüttert.

    Da die ursprünglichen Sentinels auch schon so eine verdächtige Größe hatten, wurde vorher sogar eine Biopsie gemacht. Wären Krebszellen gefunden worden, hätte man die Sentinel-OP vor der neoadjuvanten Chemo nicht machen müssen. Es wurden aber keine gefunden, aber das Ergebnis wurde von allen, mich selbst eingeschlossen, angezweifelt, weil die Dinger wirklich groß und finster aussahen.
    Alle drei entfernten Sentinels waren frei von Krebszellen und regelgerechtes Gewebe. Also mache ich mir jetzt auch keinen Kopf. Lymphknoten können sich vergrößern, wenn viel zu tun ist und in der befallenen Brust muss halt auch kräftig aufgeräumt werden, sogar die Lymphbahnen zeigen sich vergrößert. Vielleicht ist das ja bei Dir ähnlich. Wie äussern sich denn Deine Ärzte dazu?

    Was das Gefühl. dass die Chemo einen kaputt macht betrifft, denke ich, dass das jeder immer mal wieder hat. Schließlich waren die meisten vor der Diagnose doch soweit fit, dass sie nie auf die Idee gekommen wären, sie könnten krank sein. Während der Chemo ist das dann ganz anders. Das muss dann wohl jede mit ihrem einen Kopf ausmachen, um die Motivation zu haben, die Theapie auch durchzustehen. Für die, die das neoadjuant machen und deren Tumoren in der Kontrolle immer kleiner sind und teilweise sogar ganz verschwinden, ist das relativ einfach, aber bei so einem uneindeutigen Fall mit heftigen NW wie Deinem ist schon verständlich, dass Du keine Lust mehr hast. Hast Du Möglichkeiten, die Nebenwirkungen besser in den Griff zu bekommen und damit auch wärend der weiteren Chemo mehr Lebensqualität zu haben?

    Ich habe heute den letzten von sechs Zyklen angefangen. Bei mir war der erste der Schlimmste, alle weiteren waren bislang immer einfacher auszuhalten, auch weil ich schnell herausgefunden habe, was mir gut tut und was nicht. Ich bin nur immer schwächer und müder geworden. So würde ich mir das natürlich auch für Dich wünschen.
    Liebe @Jedrik, sei herzlich Willkommen hier und ich wünsche dir, dass du gut durch deinen letzten Zyklus kommst und dich danach wieder gut einsammelst und das Gefieder putzt ;) !

    Mir ist es in der Chemo im Prinzip wie dir ergangen: der erste Zyklus war für mich sehr schwer, danach wurde es besser, und zum Schluss habe ich die schwindende Kondition bemerkt... Mein letztes Mal war am 26.01. und ich beginne heute für mich die Nach-Chemo-Zeit :) . Die Zelltiefphase ist sicher noch nicht ganz vorbei, aber es rauscht nicht mehr im Kopf 8o , der Magen beruhigt sich langsam und ich fühle mich wieder stabiler. Nun habe ich noch zwei Wochen zum Erholen und dann geht es in den OP...


    Liebe Ute, du sitzt wahrscheinlich gerade und lässt die nächste Runde laufen. Super, dass die Blutwerte mitgespielt haben und du dem Ende damit wieder ein ganzes Stückchen näher kommst. Möge es dir möglichst gut gehen in dieser Runde! Und wenn du ein bisschen moralische Unterstützung im nächsten "Loch" brauchst, dann gib ein Zeichen. Ich habe jetzt freie Kapazitäten :D ...


    Liebe Heidi, hast du jemanden an der Seite, der dich unterstützt in diesen Wochen? Einen Freund, jemanden aus der Familie oder auch eine/n psychoonkologische Berater/in? Es klingt mir so, als ob du etwas Stärkung bitter nötig hättest. Und ich fände es so schön für dich und dein Kind, wenn du deine Kraftressourcen in dir mobilisieren könntest und mit aller Kraft und einem ungebrochenen Willen in die und durch die Chemo gehen könntest. Rede bitte mit deinen Ärzten über deine Probleme mit der Chemo, auch über deine Sorgen (Jedriks Ausführungen finde ich sehr hilfreich!) hinsichtlich der Lymphknoten und des Durchstehens... Ich habe zum Vermeiden oder Vermindern der Nebenwirkungen ein wahrliches Groß-Programm absolviert, ergänzend zur Medikation der Ärzte. Und ob es damit nun zusammenhängt oder nicht: es hat funktioniert. Ich kann dir nach meinen Erfahrungen raten, bei der Chemo-Gabe die Hände und Füße ordentlich zu kühlen, auch an den ersten zwei Tagen nach der Chemo ruhig nochmal zwischendurch, viel draußen an der frischen Luft zu laufen, dunkelrote Säfte zu trinken (Blutwerte), dich gesund und frisch zu ernähren. Welche Nebenwirkungen bei dir noch auftreten, weiß ich nicht. Aber auch gegen Schleimhaut-, Magen- u. Darmprobleme, Hautreizungen etc. gibt es viele gute Möglichkeiten der Vorsorge/Behandlung.

    Die Chemos nicht durchzuziehen, sie gar abzubrechen und auf ein möglichst unbeschwerliches baldiges Ende zu warten, war für mich nie eine Option. Ich habe zwei Kinder, die ich gern noch so lange wie möglich gut begleiten möchte. Und ich bin auch in diesen Wochen und Monaten der Chemo ihre Mama gewesen, die sie in dieser Zeit bestimmt noch aufmerksamer beobachtet haben als sonst schon. Und ich wünsche mir, dass sie in dieser Zeit viel Gutes gelernt haben: wie wichtig der Zusammenhalt in einer Familie ist, wie sehr es sich lohnt, zu kämpfen, wie "schnell" eine Zeit vorbeigehen kann, von der man anfangs glaubt, dass sie endlos ist, wie sehr es hilft, offen miteinander über das zu sprechen, was einen beschäftigt, ängstigt und traurig macht, wie nach einem schlimmen Moment im Leben auch wieder gute Momente folgen...

    Das allein war es wert, diesen Kampf zu kämpfen, selbst wenn er nicht "erfolgreich" gewesen sein sollte. Und auch ich habe einiges über mich gelernt. Das gebe ich nicht mehr her...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    So Nr.6 lief ohne Probleme und ich kann durch ein wenig Nebel den Gipfel sehen, es sind nur noch 2 und wenn alles läuft wie geplant sind es nur noch 6 Wochen. Wenn ich das so schreibe kann ich gar nicht glauben wie schnell das von der Diagnose am 27.10.15 doch ging.
    Ich hatte ja bisher mit den normalen NW relativ wenig Probleme, bzw nehme das was ist als gegeben hin dafür hatte ich ja einige untypische Probleme, aber die habe ich jetzt durch. Ich habe aber nie mit dem Gedanken gespielt die Chemo abzubrechen und mich dem Krebs kampflos zu ergeben. Die Lebensqualität während der Chemo ist zwar etwas eingeschränkt, aber die Chance auf noch viele gesunde und gute Jahre ist das wert. Ich habe bei meinem verstorbenen Mann miterlebt wie schnell es ohne weitere Behandlung zu Ende gehen kann und wie schnell die Lebensqualität nicht mehr da ist.

    Werde dann gleich mal sehen ob das Cortison mich schlafen lässt, heute morgen hat es mich um 4:00 h aus dem Bett getrieben, aber auch das geht vorbei.

    lG
    Ute
    Liebe Ute
    Hoffe, du hast schlafen können?
    Wie schön, dass Nr 6 bei dir gut rein ist und du so langsam das Ziel vor Augen hast. Das geht mir ganz ähnlich. Am Anfang scheint es eine halbe Ewigkeit und plötzlich rückt das Ende in greifbare Nähe. Ich bekomme in 2 Stunden die 9. Taxol, in 3 Wochen also bereits die letzte :) . Da ich auch kaum NW habe, muss ich keine Regenerationszeit dazuzählen, bis ich das Chemo-Ende feiern kann.

    Ich lese gerade, dass dein Mann auch an Krebs gestorben ist? Meiner starb vor 3 Jahren an Lungenkrebs. Hatte nie geraucht und kein Gewicht verloren, deshalb tippte niemand während seines Hustens darauf, mal auf Krebs zu untersuchen. Er wurde für Husten, Asthma und Lungenentzündung behandelt. Danach glaubte er den Ärzten nichts mehr. Auch er hat keine Chemo mehr gemacht. Es ging nach der Diagnose zu schnell. Die pathologische Untersuchung lief noch, als er starb.

    Das Verarbeiten seines Todes hat mich aber selbst so gestärkt, dass ich finde, die Chemo-Zeit durchzustehen ist Peanuts im Verlgeich zur Trauerzeit. Hier weiss man wenigstens, wie lange es dauert.

    Wünsche dir einen guten, NW-losen Tag - und allen anderen natürlich auch.
    Sylvia
    Liebe Sylvia,
    bei uns ist es schon lange her das der Krebs zugeschlagen hat und mein Mann hat 7 Jahre tapfer gekämpf und im März vor 18 Jahren ist er dann erlöst worden. Bei der Diagnose Darmkrebs war unser Sohn 3 Monate und unsere Tochter 3 Jahre alt. Wir hatten gute und schlechte Zeiten sind auch den Kinddrn gegenüber immer ehrlich gewesen und sie haben den Tod ihres Vaters ganz gut verkraftet da er ihnen soweit es ging klar gemacht hat das der Tod für ihn eine Erlösung sein würde und einfach dazu gehört.
    Ich habe es nach vielen intensiven Gesprächen mit ihm auch irgendwann akzeptiert und für mich entschieden, alles andere wäre reiner Egoismus meinerseits. Ich sehe mich noch weinend an seinem Bett sizen und sagen, du kannst mich doch nicht allein lassen. Mein Mann konnte kaum noch sprechen stand schon unter Morphium und hat nur noch auf den Tod gewartet und ich habe nur am mich gedacht, da habe ich mich erstmal geschämt und mich bei ihm entschuldigt. Er hat es wohl noch verstanden,denn er hat meine Hand gedrückt und am nächsten Vormittag ist er ganz ruhig eingeschlafen ist nachdem der Pflegedienst da war. Durch die Kinder mittlerweile 7 und 10 Jahre alt musste ich einfach funktionieren.
    Dann habe ich relativ schnell angefangen die Wohnung neu zu gestalten, das waren zum größten Teil alles
    Ideen meines Mannes. Schlafzimmer raus und das Zimmer ist mit meinem Sohn getauscht, mein Mann hatte gesagt sonst hast du ständig ein Kind bei dir schlafen....
    Nach 4 Jahren habe ich dann meinen jetzigen Mann kennen gelernt, obwohl ich gar keinen Partner mehr wollte ich war mit meinem Leben zufrieden und habe verzweifelt überlegt wie ich aus der Nummer wieder raus komme als ich bemerkt habe das ich mich verliebt habe. Habe ich nicht geschafft und bin damit sehr glücklich und im Dezember sind wir dann schon 10 Jahre verheiratet.
    Auch in diesen kurzen Auszügen ist es ein halber Roman geworden.

    LG
    Ute
    Meine Güte, Ute

    Du hast aber auch schon allerhand durchgemacht. Dein "halber Roman" hat mich sehr berührt. :k Es ist ungemein viel schwierigier, wenn der Krebs zuschlägt, wenn die Kinder klein sind. Da hatten wir viel mehr Glück, mein Jüngster war noch 2 Monate von der Volljährigkeit entfernt und alle meine 4 Kinder hatten zu dieser Zeit beretis selbst einen Partner, resp. eine Partnerin. So war ich entlastet von der Sorge, dass ich mich auch noch um ihr emotionales Wohlbefinden kümmern sollte. Natürlich macht mutti das trotzdem, aber es ist noch ein weiteres Auffangnetz da.
    Auch mussten wir keine jahrelange, zermürbende Leidens- und Kampfzeit hinter uns bringen und hatten trotzdem noch ein wenig Zeit, um uns mit dem Abschied zu befassen. Es kam nicht so unerwartet und plötzlich wie ein Unfall. Allerdings meinten wir noch, es gäbe ein Morgen, als wir uns verabschiedeten. Sogar der Chefarzt war überrascht, dass der Tod dann so plötzlich kam. Eine 2. Lungenembolie trotz blutverdünnender Mittel.
    Ich bin überzeugt, dass mein Mann diesen Zeitpunkt gewählt hatte. Er hatte sich sehr damit auseinandergesetzt, wie er die Türe zum Jenseits finden könne. Hatte auch Gespräche deswegen mit dem Seelsorger. Am Tag vor seinem Tod hatten wir noch ein sehr gutes, tiefes Gespräch. Auch ich habe dort lernen müssen, dass seine Bedürfnisse sich stark von meinen unterscheiden. Mir hätte es genügt, wenn ich ihn wenigstens täglich in der Klinik noch besuchen könnte, seine Nähe spüren, seine Stimme hören, wenn er nicht mehr nachhause kommen könnte.
    Bei diesem Gespräch habe ich aber gemerkt, dass ihm das nicht reicht, den ganzen Tag in der Klinik zu warten, bis zu meinem Besuch. Das wäre für ihn kein lebenswertes Leben. Durch die Metastasen auf den Augen war er zusätzlich sehr eingeschränkt.
    So konnte ich meinen Frieden mit seinem Tod finden, weil ich überzeugt bin, dass es so gekommen ist, wie es am besten für ihn war.

    Auch ich habe einen neuen Partner gefunden, wie du vielleicht aus dem KK schon weisst. Ich hatte das Gefühl, es sei noch viel zu früh, gut 6 Monate nach dem Tod meines Mannes. War absolut nicht auf der Suche nach einem neuen Partner. Aber wenn Amors Pfeil trifft - wozu sich dann wehren. Wir sind es langsam angegangen, aber es gibt so vieles, dass einfach passt und sich richtig anfühlt. Nun bin ich froh, ist er da und unterstützt mich in meiner Krankheit und bei der aktuellen psychischen Krankheit meines Ältesten.

    So, nun muss ich mich aber endlich mal hinter das Schreiben der Zeugnisse klemmen. Sie müssen morgen fertig sein.

    Sei lieb gedrückt
    Sylvia
    Ihr lieben Frauen,

    eure Berichte berühren mich sehr und ich bin sehr dankbar für eure Offenheit und das Vertrauen, das ihr verschenkt. Ich verstehe eure Empfindungen sehr gut und kann mich an einige eurer beschriebenen Gefühle selbst noch gut erinnern. Meine "Geschichte" ist keine Geschichte des Krebses, aber auch ich habe vor - nun schon 18 - Jahren meinen damaligen Partner an den Tod verloren. Es war ein Suizid und ich habe Jahre meines Lebens damit verbracht, das zu verarbeiten und mich wieder zu öffnen, dem Leben, der Liebe. Ich war noch sehr jung, hatte damals keine Kinder und mir war mit einem Schlag nicht nur meine Liebe, sondern auch meine Zukunft verloren gegangen. Und auf die Frage, wozu ich das alles ertragen und weitermachen soll, fand ich lange Zeit für mich keine wirklich gute Antwort.

    Dagegen war und ist der Kampf gegen den Krebs etwas, dem ich mich ohne Zweifel stelle. Ich habe mich mit meiner Krankheit auseinander gesetzt und weiß, worum es geht. Und ich habe zwei wunderbare Kinder und einen wundervollen Mann an meiner Seite. Das Wofür lässt sich in diesem neuen Kampf leicht beantworten und das ist es auch, was mir die Kraft gibt, die es jeden Tag braucht.

    Ich wünsche euch von Herzen, dass euch an der Seite eurer nun schon großen Kinder und eurer "neuen" Männer noch ganz viele erfüllte Jahre bevorstehen mögen, Jahre, in denen der Krebs in den Hintergrund treten wird und ihr das Leben mit allen Sinnen genießen könnt. Macht weiter so, tapfere Frauen ihr!
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Oh Conny,
    wie schrecklich, wir konnten uns vorbereiten,Abschied nehmen und uns immer wieder klar machen das der Tod eine Erlösung war.Ein so plötzlicher und unerwarteter Verlust ist meines Erachtens viel viel schwerer zu verarbeiten.Ich bin froh das du dein Glück und deine Lebenfreude wieder gefunden hast. Ich bin davon überzeugt das wir aus diesen Erfahrungen auch unsere positve Einstellung bei unserem Kampf gegen den Krebs ziehen.
    Drachenkopf, ob und wann ein neuer Partner in unser Leben tritt kann man sich nicht aussuchen, denn er ist wenn es so sein soll einfach da.
    Auch das Thema neuer Partner war bei unseren Gesprächen ein Thema, wie sehr häufig angestoßen von den Kindern.Meine Tochter fragte beim Abendessen ganz unvermittelt, Papa wenn du dann nicht mehr da bist heiratet die Mama dann nochmal? Mir ist fast das Essen aus dem Mund gefallen aber mein Mann hat ganz cool geantwortet. Das könne man jetzt noch nicht sagen , aber die Mama sei doch noch so jung und da wäre es nicht gut wenn sie immer allein bleiben würde. Für ihn sei wichtig das es den Kindern und mir gut geht und wenn eine neuer Mann käme die Kinder sich gut mit verstehen. (das tuen sie)

    LG
    Ute
    Liebe Ute

    Deine Geschichte treibt mir das Wasser in die Augen. Wie wunderschön, diese Antwort von deinem Mann. Das befreit doch alle nachher von einem schlechten Gewissen, dem Papa oder dem Mann über den Tod hinaus treu bleiben zu müssen. Es schafft Platz, einem neuen Partner offen zu begegnen. Bestimmt hat es auch damit zu tun, dass die Kinder sich gut mit deinem neuen Partner verstehen.
    Mein Mann hat mir ganz eindringlich in den letzten Wochen seinen Wunsch mitgeteilt, dass ich nach seinem Tod versuche, wieder glücklich zu werden. Diesen "letzten Wunsch" habe ich durch die ersten schlimmen Monate in mir getragen. Er hat mir Kraft gegeben, aus dem Schneckenhaus zu kriechen und nach dem Glück zu suchen. Wir waren sehr eng verbunden gewesen und ich hatte kaum eigene Sozialkontakte. Musste alles neu suchen und aufbauen. Aber ich habe das sofort angepackt, richtig verbissen, habe neue Freizeitaktivitäten gesucht (oder eigentlich ganz alte wieder aufleben lassen) und so neue Menschen kennen gelernt. Und als ich mich dann neu verliebte, hatte ich seinen Wunsch in mir und kam mir nicht wie eine Verräterin vor.

    So, muss schon wieder los sausen.

    Liebe Grüsse

    Sylvia
    Liebe Ute, ja, ich glaube wie du, dass solch ein Verlust-Erleben einem enorm viel innere Stärke verleiht, die einen durch solch schwierige Phasen des Lebens trägt, auch viele Jahre später. Und ich glaube, jetzt eine feste Orientierung zu haben und einen Partner und Kinder, das gibt viel feste Substanz mit auf den Weg. Und ich glaube manchmal auch, dass die "neuen Männer" auch ganz besondere Männer sind, die sich nach dem Tod eines Partners/des Papas an unsere Seite gestellt haben. Für meinen Mann war es damals nicht leicht auszuhalten, dass ich mich nur langsam wieder vertrauensvoll öffnen und auf ihn und meine Gefühle einlassen konnte. Ein verstorbener Partner ist auch, denke ich, auf gewisse Weise viel gegenwärtiger als einer, von dem man sich "nur" getrennt hat. Und das für beide, für die Frau und für den Mann...

    Die Begebenheit mit deinen Kindern ist ein großer Schatz, für euch alle. Wie gut, dass deine Tochter so direkt gefragt hat.

    LIebe Sylvia, dich meine ich natürlich auch mit meinen Zeilen. Und ich bin mir sicher, dass dein Mann sehr froh ist, dass es dir wieder so gut geht.


    Ich bin über viele Jahre auch dahin gekommen zu wissen, dass mein verstorbener Partner so wie eure Männer für mich gewünscht hat, dass ich zurück ins Leben und ins Glück finde. Auch, wenn uns ein letztes Gespräch nicht vergönnt war.
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider

    c.onny schrieb:

    Liebe @Jedrik, sei herzlich Willkommen hier und ich wünsche dir, dass du gut durch deinen letzten Zyklus kommst und dich danach wieder gut einsammelst und das Gefieder putzt ;) !

    Vielen Dank für das Willkommen, und ja, ich bin jetzt fast durch die blöden Tage des letzten Zyklus und kann nur sagen, dass er sich tatsächlich seriengerecht verhalten hat: Noch mal weniger akute Nebenwirkungen. Ich verstehe zwar nicht ganz, wie das funktioniert hat, aber ich will mich sicher nicht darüber beschweren. So kann ich die Zeit bis zur OP hoffentlich gut nutzen, um einigermaßen erholt anzutreten.
    Ich könnte hier lange Bilanz ziehen, aber das wäre für Euch wahrscheinlich einfach langweilig. Das emotionell Wichtigste, was während der Chemo passiert ist, möchte ich aber doch kurz erwähnen: Mein Körper, von dem ich mich direkt nach der Diagnose verraten fühlte und von dem ich mich distanziert hatte, hat gezeigt, dass er ebenso wie seine Bewohnerin durchaus stark und zuverlässig ist, aber genau wie sie einfach manchmal Hilfe und Rücksicht braucht. Jedenfalls habe ich aktuell nicht mehr das Gefühl, in einer tickenden Zeitbombe zu sitzen, sondern bin zuversichtlich, dass er und ich mit guten Ergebnissen durch den Rest der Therapie kommen.

    Ich habe die Auszüge aus Euren Biographien, die Ihr so offen geschildert habt, gelesen. Es ist fast schon ein wenig einschüchtern, mit welcher Bravour Ihr Eure teilweise sehr schweren Wege gegangen seid und aufgrund der eigenen Erkrankung ja nun auch wieder gehen müsst. Ich drücke Euch die Daumen, dass diese Kraft Euch nicht verlässt und hoffe, Ihr braucht sie nicht mehr so oft.
    Liebe Jedrik,

    das hier könnte ich genau so auch unterschreiben:


    Jedrik schrieb:

    Mein Körper, von dem ich mich direkt nach der Diagnose verraten fühlte und von dem ich mich distanziert hatte, hat gezeigt, dass er ebenso wie seine Bewohnerin durchaus stark und zuverlässig ist, aber genau wie sie einfach manchmal Hilfe und Rücksicht braucht. Jedenfalls habe ich aktuell nicht mehr das Gefühl, in einer tickenden Zeitbombe zu sitzen, sondern bin zuversichtlich, dass er und ich mit guten Ergebnissen durch den Rest der Therapie kommen.


    Hast du sehr gut zusammengefasst :) !

    Wünsche dir, dass du dich nun gut erholen kannst und gut zu Kräften kommst. Wann gehst du zur OP, weißt du das schon? Wirst du im Anschluss auch noch eine Bestrahlung haben?
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Liebe Jederik,
    super der letzte Zyklus ist geschafft,jetzt erhole dich gut. Dann folgt der nächste Schritt und du wirst sehen auch das schaffst du.
    Das mit dem vom eigenen Körper sich verraten zu fühlen, kommt mir sehr bekannt vor.
    Einschüchtern sollen unsere Biographien auf keinen Fall, eher Mut machen und anderen zeigen, man kann ganz viel verkraften ohne daran zu zerbrechen.

    LG
    Ute
    So, nun hat mich auch mein Onkologe sozusagen mit einem guten Zeugnis aus der Chemo entlassen: Herz, Niere, Leber, alles gut. Bleibt noch die fortgesetzte Antikörpertherapie, aber das soll ja harmlos sein.

    Zu meiner Erschütterung meinte er, dass ich gar nichts tun müsse, um wieder fix zu Kräften zu kommen. Die Werte seien doch alle gut und wo sie steigerungsfähig (Blurkörperchen) sind, würde ja die gute mitteleuropäische Diät und etwas Zeit reichen. Und demnächst, nach der OP, könnte ich ja auch wieder mit leichter Bewegung anfangen - wenn der Radiologe nichts dagegen hätte. Sagt man so etwas zu Leuten, die alles am besten gern vorgestern hätten, die keinen Bock auf Bestrahlungen haben, vor der Chemo wirklich richtig fit waren und genau gar keine Lust haben, ihr Leben noch länger fremdbestimmt im Schongang zu verbringen?

    Seid Ihr eigentlich sicher, dass nach der Chemo das Leben wieder anfängt? Ich habe gerade das Gefühl, dass ich jetzt erst richtig gebremst werde und gar nichts mehr selbst in der Hand habe. Vor allem habe ich schon ab und zu das Gefühl, dass die Ärtze gar nicht sehen, wer da vor ihnen sitzt. Mit leichter Bewegung anfangen und so. Was genau ist überhaupt "leichte Bewegung"?

    @c.onny, die Op ist für den 23.2 geplant. Am 22. ist Aufnahme mit einem MRT und allen anderen Vorbereitungen. So langsam werde ich auch schon ein wenig nervös deswegen. Ich habe ja keine Idee, wie das läuft, wie eingeschränkt ich sein werde und überhaupt. Hoffentlich muss ich nicht so lange im Krankenhaus bleiben.

    Ob ich Bestrahlungen brauche entscheidet der Pathologe, denn bei multizentrischem Befall ist leider nicht einmal bei einer Mastektomie sicher, dass alles mit ausreichendem Abstand zu gesundem Gewebe entfernt werden kann.

    Wie schaut es bei Dir aus?

    @koelnerin: Es ist gar keine Frage, ob man das alles schaffen kann. Die Frage ist, ob man mit den Umständen und Resultaten kurz- und langfristig zurecht kommt oder gar glücklich werden kann. Ich gehöre z.B. leider zu den Menschen, die überhaupt nicht gut damit zurecht kommen, tagelang mit fremden Leuten zusammen eingesperrt zu werden, ihre Intimsphäre immer wieder verletzen lassen zu müssen. und dabei noch schwach und hilflos sein zu müssen.
    Liebe Jedrik,

    Bin gerade unterwegs und das mit dem Zitieren ist schwierig?! Trotzdem:

    "Seid Ihr eigentlich sicher, dass nach der Chemo das Leben wieder anfängt? Ich habe gerade das Gefühl, dass ich jetzt erst richtig gebremst werde und gar nichts mehr selbst in der Hand habe... Mit leichter Bewegung anfangen und so. Was genau ist überhaupt "leichte Bewegung"?"

    Ich will schwer hoffen, dass es nun wieder anfängt, auch wenn es irgendwie ja nicht aufgehört hatte vorher! Habe mir viele schöne Dinge vorgenommen und tue die auch jetzt schon. Auch wenn mich gerade die Müdigkeit sehr quält... Mit dem Onkologen habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Mir wurde Vitamin D3 empfohlen, eisenaufbauende Getränke und ggf Präparate und auch Misteltherapie steht auf dem Plan. Da erhalte ich noch eine gesonderte Beratung einer versierten Kollegin derselben Praxis. Und "leichte Bewegung" nach der OP... Ich habe mich während der ganzen Chemo bewegt, auch nicht nur leicht. Inzwischen bringe ich es beim Joggen wieder auf 30 Minuten und freue mich wie verrückt darüber. Mir wurde Bewegung, sogar wirklicher Sport, vom Anbeginn empfohlen... Ich denke, man merkt seine Grenzen, wenn man ein bisschen reinhört in seinen Körper.

    Ich gehe kommenden Mittwoch ins KH und werde Donnerstag operiert. Und ich peile Samstagmorgen für die Entlassung an ;) . Als ich wegen Port und Sentinel im KH war, durften die brustoperierten Frauen auch früh wieder heim... Dann Pause. Dann Bestrahlung. Dann Pause. Dann AHB... Dauert alles noch ewig. Deshalb muss ich versuchen, das Zepter nicht abzugeben in dieser langen Zeit, sondern das Zepter mit in die Strahlenklinik zu nehmen und in der Ankleide abzustellen :D ... Und wo ich sonst noch so hin muss...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Ich gehe fest davon aus, sonst hätte ich meinen After-Chemo-Thread nicht aufgemacht ;) Das Leben geht auf jeden Fall weiter und viel intensiver. Mache an Bewegung so viel wie es Dir gut tut Jedrik.
    Bei mir war das so, daß ich in der Woche der Chemo nichts gemacht habe, in den 2 Wochen darauf 2x die Woche Karate trainiert habe. ich wollte meine Prüfung mir nicht von dem Scheisser versauen lassen.
    Und 3 Wochen nach der letzten habe ich die Prüfung zum 2. DAN Schwarzgurt geschafft.

    c.onny, ich war nach 4 Tagen wieder raus, musste aber dann 7 1/2 Wochen warten mit der Grillerei weil ich während der OP schon 10 Gy auf das Tumorbett bekommen habe. Eine sogenannte IOERT.
    Nach der Bestrahlung 2 Wochen später die AHB.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

    c.onny schrieb:

    Mit dem Onkologen habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Mir wurde Vitamin D3 empfohlen, eisenaufbauende Getränke und ggf Präparate und auch Misteltherapie steht auf dem Plan. Da erhalte ich noch eine gesonderte Beratung einer versierten Kollegin derselben Praxis.

    Auf etwas Derartiges hatte ich auch gehofft. Mir war aber gleich klar, dass ich da auf Granit beiße, also habe ich mir die Diskussion darüber gespart.
    Wenn jemand derartig kathegorisch blockt, muss er doch eigentlich davon ausgehen, dass die Patienten einfach trotzdem machen, was sie wollen?

    Mir wurde Bewegung, sogar wirklicher Sport, vom Anbeginn empfohlen... Ich denke, man merkt seine Grenzen, wenn man ein bisschen reinhört in seinen Körper.


    Ich hätte meinen Frust und die Ironie deutlicher machen sollen. :whistling:

    Ich hatte gefragt ob ich Radfahren darf, sollte aber in jedem Fall den Puls richtig niedrig halten, ohne Berücksichtung meiner Gesamtfitness oder meines Maximalpulses. Damit wäre ich nie von der Stelle gekommen. Irgendwann später habe ich mir allerdings von einem anderen Praxismitglied die Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Onkologische Trainingstherapie der Uni Köln unterschreiben lassen, bin da angefangen und habe dann gemacht, was die mir erlaubt haben. Ich nehme an, dass das nie den Weg in meine Akte gefunden hat, die Frau Doktor hatte es nicht so mit Dokumentation.

    Es muss auch allen entgangen sein, dass ich nur das erste mal mit dem Taxi zur Chemo gefahren bin. Das hat mich dermaßen genervt, dass ich fortan zu allen Chemo- und Blutbildterminen mit dem Rad gefahren bin und weil es den letzten Kilometer gut bergan geht auch nicht im nur Schongang. Ohnehin habe ich durch die Chemo hindurch immer noch rund 250 Kilometer im Monat mit dem Rad fahren können. Es wäre auch mehr gegangen, aber es fehlte oft an der Motivation, weil ich auch etwas verunsichert war, ob das denn alles so gut ist. Aber gut, es war besser als nichts udn eigentlich gibt der Erfolg mir recht. Die Gewichtszunahme hält sich in Grenzen und meine Muskulatur ist nicht völlig atropiert. Nur die aerobe Fitness hat arg gelitten.

    Würde sich ausser mir noch jemand fragen, ob der Onkologe überhaupt weiß, wer ich bin? Ich meine so über die nackten Daten in der Akte hinaus?
    Hätte irgendwer an meiner Stelle bei der Bemerkung über zukünftige leichte Bewegung etwas anderes gemacht als aufzupassen, dass die Gesichtszüge nicht entgleisen und "jaja" zu denken? Ohnehin, er stellt fest, dass ich in exzellenter Verfassung durch die Chemo gekommen bin, fragt aber nicht, was ich dazu beigetragen haben könnte. Ich hätte nicht erwartet, dass das so unwichtig ist.

    Ich gehe kommenden Mittwoch ins KH und werde Donnerstag operiert. Und ich peile Samstagmorgen für die Entlassung an ;) . Als ich wegen Port und Sentinel im KH war, durften die brustoperierten Frauen auch früh wieder heim...

    Klingt gut, ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass das bei mir auch so ähnlich klappt. Ich bin allerdings nicht sehr zuversichtlich, denn die Chemoschwester mit sechs Wochen Vorspung war acht Tage lang im Krankenhaus. ;(

    allgaeu65 schrieb:


    Bei mir war das so, daß ich in der Woche der Chemo nichts gemacht habe, in den 2 Wochen darauf 2x die Woche Karate trainiert habe. ich wollte meine Prüfung mir nicht von dem Scheisser versauen lassen.
    Und 3 Wochen nach der letzten habe ich die Prüfung zum 2. DAN Schwarzgurt geschafft.

    Herzlichen Glückwunsch dazu! :thumbup:

    Nach der Bestrahlung 2 Wochen später die AHB.

    Das scheint mir fix. Ist die Haut dann schon so weit, dass man auch Schwimmen o.ä. kann?

    Jedrik schrieb:

    Unbedenklichkeitsbescheinigung für die Onkologische Trainingstherapie der Uni Köln u


    Hallo Jedrik,

    ich hätte da eine Bitte. Im Forenteil "Umgang mit der Krankheit" gibt es einen Thread OTT = Onkologische Trainingstherapie Hier sind Informationen sowohl aus einem Vortrag als auch Erfahrungen zusammengeflossen und ich fände es klasse, wenn Du als Nutzerin dieser Trainingstherapie (wenn ich das richtig verstanden habe) uns einen kleinen Einblick geben würdest. Wir versuchen immer im allgemeinen Teil Informationen gebündelt für alle zusammen zustellen. Denn wir alle haben ja so unsere Probleme, die sich häufig auf einmal sehr ähneln :)

    Danke
    JF
    Liebe Jedrik,

    ah, ich sehe, du bist zwar nicht mit den aller aufgeschlossensten Onkologen gesegnet, aber dafür mit einer erfreulichen Portion Renitenz :D . So herum ist es auch gut, denn das sichert dich gleich mehreren gleichgültigen, engstirnigen oder ignoranten Ärzten gegenüber ganz gut ab! Es klingt doch wirklich so, als hättest du einen guten Weg durch alles hindurch gefunden, wenn auch die ärztliche Unterstützung gefehlt hat. Und dadurch, dass du es hier aufschreibst, kannst du vielleicht auch bei der einen oder anderen Frau die natürlich gegebene Gegenwehr ein bisschen stärken und sie ermuntern, auch den eigenen Weg zu gehen, wenn die ärztliche Hilfe ausbleibt...


    Jedrik schrieb:

    Klingt gut, ich drücke Dir die Daumen und hoffe, dass das bei mir auch so ähnlich klappt. Ich bin allerdings nicht sehr zuversichtlich, denn die Chemoschwester mit sechs Wochen Vorspung war acht Tage lang im Krankenhaus.


    An dieser Stelle wird meine Renitenz siegen ;) . Sollte es mir nach der OP gut gehen und nichts Unerwartetes eintreten, dann werde ich Samstag, spätestens Sonntag die Klinik verlassen. Bei Sentinel und Port habe ich damals die OP am Mittwoch gehabt und habe Freitag um 9h die Klinik verlassen. Übrigens mit ärztlichem Segen, weil die mich schon am Mittwoch immer im Klinikgarten suchen mussten :rolleyes: und ich eh den ganzen Tag zu Fuß irgendwo in der Klinik, in der Cafeteria oder eben im Garten unterwegs war. Ich hatte damals drei Frauen kennengelernt, die jeweils am 2. Tag NACH der Brust-OP nach Hause durften... Ich mag KH nicht, und will da nur so lange bleiben, wie unbedingt nötig. Vielleicht kann ich dir noch berichten, bevor es für dich los geht ;) ...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    Hallo zusammen

    Auch in diesem Forum mal wieder ein Piepser von mir. Bin gerade zurück aus einem Kurzurlaub bei den Eltern, wo Skifahren auf dem Programm stand. Morgen die zweitletzte Taxol :D - noch 8 Tage, dann habe ich die Chemo hinter mir. Und - endlich! - hat sich heute jemand aus der Radio-Onkologie gemeldet, weil ich ja möglichst schnell weiter machen möchte mit der Bestrahlung, damit dieser Behandlungsteil noch vor meinen Ferien durch ist. Ich war schon ganz beunruhigt, dass es nicht vorwärts geht. Nun weiss ich morgen endlich mehr über den Behandlungsplan.

    Die OP ist bei mir schon passé. Ich bin bei meiner Ablatio an einem Mittwoch eingetreten, wurde am Donnerstag operiert und bin am Montag nachhause,. Ich hatte das Wochenende noch abgewartet, weil sich noch recht viel Wundflüssigkeit sammelte und auch weil die Breast Care Nurse am Sonntag keinen Dienst hatte und ich lieber sie als eine normale Pflegerin wollte mit der Instruktion und den Infos zur Weichprothese. Ich hätte gut auch schon am Sonntag gehen können. Da mich aber zuhause niemand betüdelt, eilte es mir nicht so sehr.

    Ich denke also die Woche, die Jedriks Chemoschwester bleiben musste, ist eher die Ausnahme. Ich drücke euch die Daumen. Ihr werdet sehen, es ist gar nicht so eine grosse Sache und viel weniger schmerzhaft als frau meint.

    Macht's gut
    Sylvia
    Danke, liebe Sylvia :k ! Meine Oberärztin hatte mir angekündigt, dass die Brust-OP simpler wird als die Sentinel- und Port-OP und ich mir keine Gedanken zu machen brauche. Das mache ich nun genau so und gehe recht entspannt ins KH und in die OP. Und gehe gern frühestmöglich nach Hause, weil mein Mann vielleicht nicht der große Betüdler ist, aber er ist ein guter Koch :D . Und im KH darbe ich immer ziemlich... Was mich eher beschäftigt, ist die Frage des OP-Ergebnisses, aber auf das muss ich ja noch eine weitere Woche warten. Da wird dann das Zittern einsetzen...

    Dir wünsche ich für die vorletzte Runde ein gutes Gelingen und dass du wie gehabt unbeeindruckt bleibst und die Hände/Füße keinen weiteren Ärger machen! Und natürlich auch für einen schnellen Bestrahlungsstart. Da du ja keine frischen OP-Narben hast, wirst du bestimmt bald starten dürfen. Ich drücke die Daumen! Auch wenn du ohne mich in den Urlaub willst :whistling: ...
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider