Chemo-Thread - Gemeinsames Durchstehen

    Liebe @Biene super, du hast EC geschafft! Das Taxol ist lange nicht so anstrengend. Ich hatte während meiner Chemo mit Paclitaxel immer 2-3 nicht so gute Tage, zum einen der Tag der Chemo, da war ich anschliessend immer hundemüde (wegen des Antiallergikums das sie einem spritzen). Wenn es ging habe ich die Chemo auf den Nachmittag gelegt, vormittags noch alles anstehende fertig gemacht und dann nach der Chemo aufs Sofa. Tag 1 und 2 danach waren bei mir immer super, an Tag 3 und 4 (manchmal auch nur an einem von beiden Tagen) habe ich meistens in den Seilen gehangen, da war ich nicht so belastbar und hatte oft Muskelschmerzen (die mit normalem Ibuprofen aber weg gingen). Danach war ich wieder fit. Ich hatte auch erst Angst weil die Erholungsphasen zwischen den einzelnen Zyklen so kurz sind, aber am Ende war es völlig in Ordnung. Ich drücke dir die Daumen das es dir ähnlich gut geht!

    Setz dich gegenüber deinem Mann durch. Wie andere schon schrieben, wahrscheinlich steckt Angst dahinter. Wenn du nicht mehr funktionierst muss er sich damit auseinander setzten das du wirklich schwer krank bist... Gerade Männer sind ja oft Weltmeister im Verdrängen...!
    Liebe @Biene,

    erstmal Glückwunsch zum "Bergfest". Das Schlimmste hast Du hinter Dir. Die wöchentlichen Taxol-Chemos sind bei weitem nicht so heftig wie das EC. Am Tag der Chemo war ich durch das Antiallergikum nachmittags immer ziemlich platt und musste mich erstmal hinlegen. Aber nach einem Mittagsschlaf war ich wieder fit.

    Hol Dir auf jeden Fall Hilfe und beantrage die Haushaltshilfe bei der Krankenkasse.

    Was Deinen Mann angeht... das hört sich nicht sehr rosig an. Aber wie @mohnblume79 geschrieben hat, vielleicht ist er mit der ganzen Situation auch einfach überfordert und verdrängt, wie schlecht es Dir geht. Frei nach dem Motto: "weil nicht sein kann, was nicht sein darf". Meine Family hatte eine wahnsinnige Angst um mich, so dass ich während meiner Chemozeit zeitweise das andere Extrem hatte. Mich wollten alle in Watte packen und haben mir gar nichts mehr zugetraut, sondern mich nur noch auf die Patientin reduziert. Ich kann Dich daher gut verstehen, wie anstrengend es für Dich ist, Dich gegen die Nachlässigkeit Deines Mannes durchzusetzen. Können Deine Ärzte Dich da nicht irgendwie unterstützen, in dem sie ihn vielleicht einfach mal zum Gespräch einladen? Vielleicht hilft es ja, wenn jemand "von außen", der Dir nicht nahesteht, ihn mal auf sein Verhalten anspricht...

    Was die Reha angeht, mach sie auf jeden Fall. Die Zeit weg von zu Hause wird Dir gut tun, weil Du Dich ganz auf Dich konzentrieren kannst. Die Zeit gehört ganz alleine Dir! Nach der anstrengenden Therapie war die Zeit in der Reha für mich die Möglichkeit, mit der Erkrankung abzuschließen und nach vorne zu schauen.

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
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    Oscar Wilde -
    Liebe @Biene, @grimmi78, @Sabrina,

    mir fiel dazu noch beim Nachdenken heute über den Tag ein: auch unsere Männer machen das zum ersten Mal und üben und benehmen sich dabei manchmal daneben. Ich habe aber auch Wut und Angst und Verzweiflung alles bei meinem Mann abgeladen und auch abladen dürfen und ihn da wenig geschützt. Das bedeutete für mich aber auch, dass er nicht perfekt sein musste, weil ich es in der Situation auch nicht war.
    Wir haben gemeinsam den harten Weg geübt und jeder von uns beiden hat dabei echte Klopper geschossen.

    Will damit sagen: der Krebs hat weder meinen Mann noch mich automatisch zu Heiligen gemacht, sondern wir sind genauso anfängermäßig durch unsere Ehe gestolpert wie vorher auch, es gab ja auch in unserem Umfeld niemanden, der uns gezeigt hätte, wie man das zusammen bestmöglich hinbekommen kann, schon gar nicht in unserem jungen Alter. Sollte noch einmal eine zweite ernste Erkrankung bei uns durch hageln - bei mir oder meinem Mann - glaube ich, dass wir beide besser wären darin ... geübter im Segeln durch stürmische Gewässer. Da uns die Übung darin fehlte, haben wir eben auch manches Mal Salzwasser geschluckt oder das nasse Segel ins Gesicht bekommen - Absicht war es nie.

    An manchen Tagen hat mir reichen müssen, dass er da war und bei mir sein wollte in meinem Leben und mit dem Krebs. Dass er nicht wegging und dass wir die schlechten Tage gemeinsam aushielten, auch wenn wir uns nicht an jedem Tag eine riesige Hilfe dabei waren.

    Klar sollten wir aber auch als betroffene Frauen laut schreien dürfen, wenn alles über unsere Kraft geht, dazu haben wir das Recht. Und @RESI schrieb ja auch: es gibt Männer, da ist es das einfach nicht wert, wenn man bewußt lieblos behandelt wird. Vermutlich ist die Kunst, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    mohnblume79 schrieb:

    Sollte noch einmal eine zweite ernste Erkrankung bei uns durch hageln - bei mir oder meinem Mann - glaube ich, dass wir beide besser wären darin ... geübter im Segeln durch stürmische Gewässer.


    Liebe @mohnblume79,

    ob man geübter darin ist, durch stürmische Gewässer zu segeln, weiß ich nicht. Bei uns war es jetzt aber so, dass wir beide besser erkennen konnten, was wir in unserer Situation brauchen und unsere Bedürfnisse klarer formulieren können.

    Mein Mann war mir bei der Erstdiagnose und ist auch jetzt in der Rückfallsituation eine große Hilfe. Klar, haben wir uns auch oft angezickt und uns dem anderen gegenüber auch mal im Ton vergriffen, wenn die Nerven blank liegen. Bei uns Mädels kommen zu den ganzen Ängsten durch die Chemo dann auch noch von 0 auf 100 Wechseljahresbeschwerden dazu, bei denen Stimmungsschwankungen nicht selten sind, die unsere Männer so vorher nicht von uns kannten...

    Nur ist es leider ja oft auch so, dass unsere Männer es nicht zugeben, wenn es ihnen mal richtig schlecht geht - und nein, ich meine nicht den Männerschnupfen... Sie wollen immer stark für uns sein und am liebsten den Blaumann anziehen und eine Lösung für das Problem bauen. Nur ist ihnen das beim Krebs verwehrt. Da können sie nur nebendran stehen und sehen, wie wir uns durch die Behandlung quälen und können "nichts" tun. Ich habe meinen Mann deshalb auch immer in den Hintern getreten und vor die Tür gejagt, dass er regelmäßig was mit seinen Kumpels unternimmt, um mal abschalten zu können.

    Dieses Mal hat er, nachdem feststand, dass der Krebs zurück ist und wie es weitergeht, bei unserem Hausarzt nach einer psychotherapeutischen Begleitung gefragt und sie auch umgehend von der KK bewilligt bekommen. Die Therapie tut ihm gut, weil er Denkanstöße von außen bekommt und sich auch mal richtig auskotzen kann... Seit dem ist er wesentlich entspannter. Bei der ED haben uns beiden die Gespräche mit meinen behandelnden Ärzten gereicht, aber jetzt kamen einfach zu viele Baustellen (Bruder kürzlich völlig überraschend verstorben, Krebs zurück, Kinderwunsch nicht realisierbar, Angst nicht mehr viel Zeit miteinander zu haben) auf einmal zusammen. Deshalb haben wir uns unabhängig voneinander therapeutische Unterstützung gesucht.

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -
    Liebe Nicole @grimmi78 - wow das finde ich einen ganz tollen Schritt von Euch und auch von Deinem Mann. Mein Mann ist da glaube ich "typisch"... Er hatte "nix dagegen" dass ich mir therapeutische Hilfe gesucht habe (bei uns kamen auch gleich fünf Großbaustellen, dabei hätte der Krebs echt gereicht). Ihn selbst würden vermutlich 10 Pferde nicht zu einer psychotherapeutischen Begleitung bringen. Dabei finde ich, das hat mich Schwäche nix zu tun, sondern dass man einfach alle Unterstützung holt, die man haben kann und darf.

    Ach ja der Kinderwunsch - lass Dich herzlich drücken, das kann ich obenauf auf den ganzen anderen Berg sehr gut nachempfinden, wir sind ja auch etwa gleichalt. Du hast mal geschrieben, dass Deine Schwester auch betroffen war: wie geht es ihr denn?
    Hallo Mädels,

    ihr seid so lieb ;(
    Hab für nächste Woche Termin beim Sozialdienst vom Krankenhaus gemacht, werde alles mit deinen besprechen auch das die Haushaltshilfe nicht nur oder ausschließlich für die Kids als Hilfe da sein sollte, sondern bitte eine resolute Dame die meinem Gatten die Kronjuwelen an den Boden tackert wenns sein muss.

    Habe innig gehofft, das er sich jetzt bedingt durch die Situation endlich aufrappelt und mal sieht was ansteht, das er endlich BILDLICH kapiert wenn ich nix mach was da so liegen bleibt, aber eben nicht. Alles wird fallen und liegen gelassen wo es hinfällt.

    Ich warte jetzt mal meinen Termin am Montag ab was da so dabei rauskommt wenn die nicht so helfen können mach ich kurzen Prozess, guck nach einer Putzfrau die min. zweimal die Woche kommt und die darf er höchstpersönlich bezahlen. OOOOOJA, das wird wehtun!!!Ich such mir da die richtige aus.
    Freundin meinte ich soll sie anstellen, den Anpfiff von ihr nebenbei gibts Gratis dazu :D :D <- die Idee gefällt mir so dermaßen .....

    Noch was positives: ICH SCHMECKE WIEDER.......Wasser schmeckt seid heute nach Wasser :thumbsup: immer das positive im kleinen sehen <- oooooommm? werde ein wenig Esoterisch! Jemand Interesse an einen Buch?....Die Erleuchtungen einer Biene.....das wird ein Bestseller!! 8o


    Gruß
    sumsumsum
    wo nichts mehr ist, daraus kann nichts mehr werden
    - Biene -

    mohnblume79 schrieb:

    Du hast mal geschrieben, dass Deine Schwester auch betroffen war: wie geht es ihr denn?


    Hallo @Mohnblume,

    meine Schwester hat 2 Jahre und 1 Tag nach mir ihre Diagnose bekommen, obwohl wir alle dachten, dass sie "save" ist, weil sie im Gegensatz zu mir und unserem Bruder den BRCA 2-Defekt nicht hat. Ihr Tumor war im Gegensatz zu meinem TN. Sie hat aber alles gut überstanden und zum Glück eine PCR erreichen können. Damit müsste sie jetzt aus dem Schneider sein, auch wenn bei ihr - verständlicherweise - durch meinen Rückfall viele Ängste wieder da sind...
    Vor ein paar Tagen ist sie aus Scheidegg zurückgekommen und hat aus der Reha wieder viel Input mitbringen können, nachdem sie letztes Jahr im Juni bei unseren Lieblingstherapeuten in Bad Überkingen war.

    mohnblume79 schrieb:

    Mein Mann ist da glaube ich "typisch"...


    Ich glaube, dass unsere Männer Angst davor haben "auf die Couch verfrachtet" zu werden. Das ist ja aber bei der Psychoonkologie zum Glück nicht der Fall. Da geht es ja eher darum, Ängste zu nehmen und das Gedankenkarussell zur Ruhe kommen zu lassen. Aber die Herren der Schöpfung hören nur Psychologe und fahren schon die Stacheln aus... Ich bin echt froh, dass mein Mann den Schritt gegangen ist, denn ich habe nicht die Kraft, ihn mit seinen Ängsten komplett aufzufangen. Dafür habe ich noch zu viel mit mir selbst zu tun...

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -
    @Biene
    bitte eine resolute Dame die meinem Gatten die Kronjuwelen an den Boden tackert wenns sein muss.
    ... muhaha, ich kann nicht mehr :thumbsup:
    Und "Erleuchtungen einer Biene"? Ich frage mich allmählich, was in Deinem Wasser drin war, wenn es plötzlich schmeckt und Du gleich rumsummst. Wenn Du das Buch schreibst, ich bin dabei.
    Warte nur ab, unter Taxol können Putzfrau, beste Freundin UND Du alle gemeinsam Deinen Mann grillen.

    @grimmi78 Oh Mann, das ist nicht einfach - einerseits kann man sich als Schwestern durchtragen und unterstützen, aber irgendwie ist dann doch jede mit ihrer Diagnose allein. Ich habe damals den BRCA Test in erster Linie für meine sieben (!) jüngeren Cousinen gemacht. Ich wollte, dass sie sich vorbereiten können sollten und bessere Vorsorgen bekommen falls... Bei mir wurde nichts gefunden daher hoffe ich mal, dass ich der einzige "halt Pech gehabt" Ausrutscher in der Familie bleibe.

    Bad Überkingen :D , da war ich auch und sooooo gerne. Ich überlege auch gerade, ob nochmal eine Reha vonnöten ist. Im Arbeitswahn vergißt man so vieles und hat so wenig Zeit und da ich noch in den fünf Jahren drin bin, ist es vielleicht einfacher, jetzt nochmal den Antragswust zu wälzen.

    mohnblume79 schrieb:

    Bad Überkingen , da war ich auch und sooooo gerne. Ich überlege auch gerade, ob nochmal eine Reha vonnöten ist. Im Arbeitswahn vergißt man so vieles und hat so wenig Zeit und da ich noch in den fünf Jahren drin bin, ist es vielleicht einfacher, jetzt nochmal den Antragswust zu wälzen.


    Hallo @mohnblume79,

    mach das auf jeden Fall. Ich war 2 Jahre nach der AHB auch nochmal dort, um nach der prophylaktischen Mastektomie Kraft zu tanken und aus dem Arbeitswahnsinn rauszukommen. Der Antrag selbst war bei der DRV innerhalb von 4 Wochen genehmigt. Das ging echt flott. Worauf ich dann lange warten musste, war der Aufnahmetermin in der Klinik. Du musst Dich echt auf mindestens 4 - 5 Monate Warteliste einrichten. Ich habe letztes Jahr am 15.02. von der Marillac als Aufnahmetermin den 19.07. bestätigt bekommen. Nochmal dort hin zu kommen, war mir die Wartezeit aber wert... Meinem Antrag an die DRV hatte ich damals ein Zusatzblatt mit der Ausübung meines Wunsch- und Wahlrechtes beigefügt, in dem ich darauf hingewiesen habe, dass ich zur AHB bereits in der Marillac war und wie sehr mich die Reha nach vorne gebracht hat. Das hat anscheinend überzeugt.

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
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    Oscar Wilde -
    @mohnblume79
    ...äh Wasser...was drin...äh erwischt 8o
    Bin nur nach dem Gespräch mit dem Sozialdienst und Eurem Feedback wieder Guter Hoffnung das es was werden kann.
    Eigentlich hatte ich vor nach der letzten EC mir ein leckeres Glas Lillet Wild Berry zu machen....wäre seid BOAH Dezember der erste Schluck Alkohol (war da absolut enthaltsam),ich dachte so auf das leckere,kalte Glas freust dich doppelt also halt durch...leider ist mir die Tage die Nebenhöhlenentzündung eine Etage runter gerutscht und ich hab fiesen Reizhusten und muss Antibiotika nehmen also nix da mit Gläschen flüssige Freude :thumbdown: .......dafür trink ich dann zwei wenns wieder geht,ätsch.

    Grüße
    Biene
    wo nichts mehr ist, daraus kann nichts mehr werden
    - Biene -
    Hallo Ihr Lieben, ich habe Euch nicht vergessen aber die letzten Runden Carboplatin haben mich gewaltig aus der Bahn geworfen. Mein Blutbild ist so zusammen gerutscht das ich mit Kortison im großen Still versorgt werden musste Spritzen standen auch auf dem Programm.
    Nun am Montag dem 18.6 erhalte ich meine letzte Chemo eine kleine welche auch die 18 ist und dann bin ich fertig und durch.
    Bis dato Ruhe ich mich weiter aus den Schafen kann ich den ganzen Tag.


    Lg Snutje
    @Snutje,

    super, dass Du die Chemo am Montag geschafft hast. Für die letzte Runde wünsche ich Dir, dass sie Dich nicht so aus der Bahn wirft und Du Dich danach schnell wieder erholst.

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
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    Oscar Wilde -
    Hi Mädels,
    zur späten Stunde wollte ich noch eine Frage loswerden......hab mit der Frau von der Sozialstation (im KKH) auch über AHB bzw. Reha gesprochen. Würde mich aber über Eure Ehrliche Meinung dazu freuen.
    Mein Problem ist das die Therapie, sofern nach Zeitplan, bis Ende August geht.
    September wird mein großer Eingeschult da kann und will ich ihn nicht alleine lassen.

    Die Frau da meinte ich muss ja binnen 4 Wochen nach Abschluss der Behandlung zur AHB, ansonsten Reha die wäre an keinen solchen Zeitplan gebunden und ich könnte es schieben das es passt UND es wäre ansich egal weil es ist sowieso das gleiche von Anwendungen usw.

    Sie sagte ich solle es auf die Herbstferien legen, sie ruft da z.B. in Bayern an (da wärs toll meinte sie auch für die Kinder, man kann da super Wandern) wenn die Platz haben reserviert sie und schreibt das in den Antrag rein warum ich da hin MUSS, sollte mich aber zügig entscheiden weil Ferienzeit immer in den "Kinderfreundlichen" Kurgebieten voll ist (aus besagten Grund)
    Mein Mann könnte dann in der Ferienwoche mit den Kids kommen und sich im Hotel einnisten und abends/WE wären wir zusammen und den Kids würde es gut tun.

    Gibts jetzt wirklich keinen Unterschied zwischen AHB und REHA??

    Grüße
    Biene
    wo nichts mehr ist, daraus kann nichts mehr werden
    - Biene -
    Hallo Biene,

    von den Behandlungen her ist es identisch. Was Du allerdings abklären solltest: Ob Du, wenn Du es jetzt als Reha machst, dann in einem Jahr nochmals Anspruch auf eine Reha hast oder sich die Chance darauf verschlechtert, wenn es jetzt keine AHB, sondern eine Reha ist.

    Ich stand im letzten Jahr vor der Situation, dass ich auf Grund meiner ersten Krebserkrankung eine Reha beantragt hatte und bewilligt bekam, für die ich 2016 eine AHB gemacht hatte. Kurz nach der Bewilligung der Reha bekam ich die zweite Krebsdiagnose. Zur Reha fuhr ich erst nach der OP der zweiten Krebserkrankung (bei der keine Chemo- und Strahlentherapie folgten). Vorher hatte ich mich erkundigt, ob mir dann ein Jahr nach der zweiten Krebserkrankung eine erneute Reha zustünde oder ob ich dazu statt der Reha nach der OP eine AHB machen müsste. Da hieß es, das würde in meinem Fall keinen Einfluss auf die Chance einer Reha ein Jahr nach der zweiten Krebserkrankung nehmen.

    Frag mal nach, wie sie es bei Dir einschätzen.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo Biene,

    soweit ich weiß, kann man die AHB bis mindestens 6 Wochen nach Ende der Strahlentherapie antreten. In Ausnahmefällen (z. B. stark strapazierte Haut) m.W. sogar später. Vielleicht erkundigst du dich mal. Mit Kindern gibt es sicher besondere Regeln, evtl. auf Ferien abgestimmt etc.

    Von den Anwendungen sind Reha und AHB genau gleich. Es kann nur sein, dass es bei der Anzahl der Rehas anders gezählt wird, will sagen, dass du insgesamt einmal weniger zur Reha kannst, wenn die AHB nicht als solche, sondern als Reha gezählt wird.
    Liebe Grüße
    Gitta
    Hallo an alle,
    ich bin momentan ziemlich frustiert, da mein Port wegen einer massiven Infektion nach der zweiten Chemo entfernt werden musste und ein neuer nicht vor Ablauf von 4 Wochengelegt werden kann. Zwischen der 2. und 3. Chemo komme ich nun auf eine "Pause" von 7 Wochen.
    Es stimmt mich natürlich nachdenklich, dass sich die Krebszellen zwischenzeitlich wieder vermehren könnten.
    Laut Onkologen sei der Länge Zeitraum natürlich nicht ideal, es mach jedoch trotzdem Sinn mit der Chemo fortzufahren, sobald der Infekt total abgeklungen sei.

    Hat jmd. von euch mit so einer langen Therapiepause (aus welchen Gründen auch immer) Erfahrungen gemacht und was haben eure Aerzte zu so einer langen Unterbrechung gemeint?

    Lorina schrieb:

    Hat jmd. von euch mit so einer langen Therapiepause (aus welchen Gründen auch immer) Erfahrungen gemacht und was haben eure Aerzte zu so einer langen Unterbrechung gemeint


    Das ist in der Tat blöd, tut mir sehr leid.
    Ich selber habe jede Chemo termingerecht bekommen, im 3-Wochen-Abstand.

    Ich bekomme es aber sehr, sehr oft bei anderen mit, dass Chemos vertagt werden müssen, entweder wegen einem Infekt oder weil die Blutwerte nicht so mitspielen.
    Also- das kommt nicht gerade selten vor, obwohl ich es nicht gut finde.

    Ich wollte gerade in Deinem Profil nachschauen, welche Chemos und in welchem Abstand Du sie bekommst.
    Da steht aber nichts- vielleicht kannst Du bei "über mich" das noch einfügen?
    Quasi so: profil.PNG

    Ansonsten möchte ich das nicht schönreden. Sieh selber, was die Experten dazu sagen (direkt am Anfang, 2.Minute) :
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo Jule,

    danke für deine Antwort und "das Interview". Ich habe hier im Spital nur mein nicht sehr leistungsfähiges Handy zur Verfügung und konnte das Video auch nicht öffnen, muss ich daheim ansehen.

    Meine Chemo ist Cyclophosphamid und Docetaxel gemeinsam mit Herceptin im 3 Wochen Abstand.
    Die erste und zweite Chemo waren am am 17.5. und 7.6.
    Die dritte wäre am 28.6. geplant gewesen, die letzte am 19.7.

    Leider verzögert sich alles um ein Monat und der Abstand zwischen zweiter und Dritter Chemo wird insgesamt 7 Wochen sein, denn Dr neue Port kann wahrscheinlich eben erst in 4 Wochen gelegt werden.
    Hallo Lorina,

    kann man den Port nicht an eine andere Stelle legen und damit zeitnah, damit die Chemo-Abstände eingehalten werden können?
    Deine Sorge kann ich verstehen. Bei mir musste auch einmal eine Chemo verschoben werden, allerdings nicht so lange wie bei Dir voraussichtlich und schon da hatte ich ein sehr mulmiges Gefühl.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Hallo Finja,
    der neue Port wird zentral gelegt und nicht mehr am Arm. Leider muss trotzdem abgewartet werden, denn die Ärzte meinten, dass noch Keine in der Blutbahn "unterwegs sind", die sich bei nicht 100prozentiger Ausheilung an den neuen Port anlegen würden und dass man dann mit dem neuen Port das gleiche Problem wieder hätte.

    Nichtsdestotrotz vielen Dank für deine Idee.

    LG, Lorina
    Hallo Jule,

    ich hatte das schon angesprochen, die Ärzte waren nicht sehr begeistert und meinten, dann hätte ich am momentan nicht betroffenen Arm auch eine Venenentzuendung, weil an diesem Arm durch die Entnahme von 2 Sentinellymphknoten auch das Venensystem von der OP im April bereits "beleidigt" wäre.
    Aber ich frag morgen nochmals nach, VL. kann man zumindest das Herceptin verabreichen.

    Danke,
    Lorina
    Liebe Lorina, sei da hartnäckig. Ich habe bei Mitpatientinnen gesehen, dass in Deiner Situation Infusionen durch eine Vene gegeben wurde. Ich weiss nicht, welche Venen dafür in Frage kommen, ob es immer der Arm sein muss. Meiner Tochter würde als Baby mal eine Infusion in den Kopf gegeben. Daher denke Ich, dass es auch andere Möglichkeiten geben muss. Wer kennt sich vier aus???
    Liebe Lorina,

    bei mir wurde der Port nach der ersten Chemogabe auch unbrauchbar da sich eine Trombose gebildet hatte. Er wurde direkt entfernt und in der selben Op gleich auf der anderen Seite ein neuer gesetzt.
    Dadurch konnte die Chemo mit nur zwei Tagen Verzögerung weiter gehen.
    Das ginge bei dir evtl. auch.

    Liebe Grüße
    Gitta
    Hallo Gitta,
    Aerzte wollen den anderen Arm nicht nehmen, da hier Sentinelentnahme war und sie meinten, auch das Venensystem sei dadurch während der OP "beleidigt" worden und es wäre hier dann eben auch Thrombosegefahr.
    Daher wollen sie Port in eine herznahe Vene (cava Superior) legen, aber eben erst nach totaler Abheilung der Infektion/ Thrombose

    LG, Lorina

    Gartenengel11 schrieb:

    Naja wenn geschrieben wird, das die chemo nicht über die Vene gegeben werden soll aus den und den Gründen und mich nicht einer gefragt hat. War es jetzt falsch oder hat die onko Schwester Fehler gemacht. Das macht mich unsicher. Meine Venen sind kaputt


    Liebe @Gartenengel11, es tut mir leid, wenn Deine Venen jetzt kaputt sind. Aber ich tippe mal, dass bestimmt ein Viertel aller Patientinnen gar keinen Port bekommt. Ich kenne etliche, die keinen hatten. Da lief es immer über die Vene.
    Oder die Frauen, die eine Thrombose bekommen- sind ja auch einige. Da wird es auch über die Vene gegeben.

    Im Grunde kann man jede große Vene nehmen, z.B. auch den Fussrücken...oder man legt einen zentralen Venenkatheder am Hals (ZVK) Möglichkeiten gibts genug.
    Wegen einem fehlenden Port die Chemo aussetzen, kann ich nicht nachvollziehen oder gut heißen.

    Bei @Lorina ist es mit dem super kleinen Tumor nicht ganz so dringend, aber ich hätte so ein Aussetzen für mich nicht akzeptiert. Es erholt sich in der Pause ja nicht nur der Körper, sondern auch die Tumorzellen.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Guten Morgen, Jule!

    Danke für deine weitere Idee, ZVK ist auch eine Möglichkeit oder ein PICC - Katheter.
    Ich werde bei Visite heute nochmals fragen, aber da die Infektion sehr ausgedehnt war und immer noch nicht komplett abgeklungen ist, nehme ich an, dass die Ärzte zum jetzigen Zeitpunkt einfach keinen Zugang implantieren wollen, egal welchen, weil mein Organismus noch geschwächt ist.
    Aber VL. kann ich zumindest das Herceptin über eine Vene oder s.c. kriegen.

    Liebe Grüße,
    Lorina
    Hallo zusammen,

    ich bin seit gestern zuhause; nächste Wundkontrolle in der Chirurgie am 2.7.
    Gestern bei der Visite hat es plötzlich geheissen, dass die nächste Chemo ueber eine Vene gegeben werden kann, allerdings wiederum mit der Einschränkung, dass die Wunde bland ist und die Thrombophlebitisknötchen am Unterarm sich aufgelöst hätten (die Chirurgen müssen grünes Licht geben).

    Ich hoffe also, dass die Pause vl. doch nicht so extrem lang wird wie die befürchteten 7 Wochen.

    So , und jetzt geh' ich mal wieder einen Topfenumsclag (= Quarkkompresse) machen.

    LG, Lorina
    @ Lorina, erstmal alle Daumen gedrückt dass du grünes Licht bekommst !
    Bei mir mussten auch ein paar Chemos über die Venen laufen da mein Port immerzu gezickt hat.
    Aber es hat gut geklappt, ich habe manchmal ein Jucken verspürt, dann wurde mit nem Kühlpad leicht an der Stelle gekühlt!
    Ansonsten habe ich keinen späteren Schaden davon getragen!!
    Aber wenn wir es nüchtern betrachten.... das ZZeug muss irgendwie in unseren Körper... eine große Wahl haben wir leider nicht!
    Aber da wir alle Kämpferinnen sind wirst du auch diese Hürde meistern !
    Alles Gute weiterhin
    Lg Sternchen
    Hallo Sternchen 81,

    von mir gibt es gute Nachrichten: ich habe am Mittwoch den neuen Port bekommen (zwar nicht mehr am Ovetarm, sondern aussen oberhalb des Schluesselbeins; ist aber total egal) und es konnte am Donnerstag die dritte Chemo gegeben werden, sodass ich nur eine Woche länger als geplant Pause hatte (Zyklus üblicherweise alle 3 Wochen, dieses Mal wurden es eben 4 Wochen Abstand), aber das passiert ja auch , wenn z. B. die Blutwerte nicht okay sind.
    Wie auch immer, ich bin heilfroh, dass alles im zeitlichen Rahmen bleibt und hoffe, dass die letzte für 26.7. geplante Chemo ohne weitere Zwischenfälle über die Bühne gebracht werden kann.

    Liebe Grüße,
    Lorina
    Hi Lorina!
    Das sind ja super Nachrichten! Ich freu mich für dich!
    Und wie du schon sagst, bei etlichen musste die Chemo schon mal verschoben werden! Bei mir damals auch um 1 Woche zwecks Blutbild!
    Gegen Ende wird es halt immer mühsamer...aber der 26. ist ja jetzt in greifbare Nähe!
    Halte weiter tapfer durch!
    Lg Sternchen
    Hallo Lorina,

    sehr gut, dass die Chemo zeitnah weiter gehen konnte. Ich hoffe mit, dass es jetzt ohne erneute Entzündung weitergeht.

    Liebe Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Guten Morgen Sternchen, guten Morgen Finja!

    Danke, dass ihr euch mit mir freut.
    Ja, die letzte Etappe werde ich auch noch schaffen!
    Dann kommen noch die Bestrahlungen für ein Jahr das Herceptin.

    Aber ich denke, sobald man die Chemo geschafft hat, hat man schon einen beträchtlichen Teil der Wegstrecke hinter sich gebracht.

    Ich wünsch euch einen angenehmen Sonntag!

    Lorina
    Hallo Lorina,
    ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber wenn die Chemo rum ist hast du den größten Berg was die Therapie betrifft geschafft. Ich hatte während der Bestrahlung überhaupt keine Probleme!
    Das im Nachhinein ( Post Chemo)noch das ein oder andere Zipperlein kommt kann man aber auch nicht verallgemeinern

    Lg Sternchen
    Liebe Lorina,

    auch für mich war mit Ende der Chemo der größte Therapiebrocken erledigt. Die Bestrahlung machte mir überhaupt keine Probleme. Hatte während dieser sogar schon mit dem Arbeiten begonnen (hatte einfach Lust darauf).
    Das Jahr Herceptin ging auch ziemlich 'easy' vorbei ohne größere Probleme. Ich empfand es sogar gut, dass ich dadurch nach der Bestrahlung noch so etwas wie Therapiesicherheit empfunden habe. So ganz ohne irgendetwas (Chemo bzw. Bestrahlung) plumpste ich erst mal in so etwas wie in ein Therapieloch (mit den entsprechenden Ängsten, dass mein Körper jetzt auf sich allein gestellt ist und (hoffentlich) wieder lernt, sich selbst zu schützen).
    Da konnte ich mir sagen, dass er durch das Herceptin noch ein Jahr Unterstützung bekommt.

    Liebe Grüße
    Gitta

    Neu

    Hallo Sternchen 81, hallo Gitta!

    Gut von euch beiden zu hören, dass die Bestrahlung nebenwirkungsfrei absolviert werden konnte.

    Ich habe nämlich auch vor, nach dem Ende der Chemo wieder zu arbeiten.

    Gitta, du hast auch Herceptin bekommen:
    ich habe bzgl. Herceptin auch von der NW "Haarausfall" gelesen.
    Wie war das bei dir?

    Ich wäre sehr sehr froh, wenn die Haare nach Chemo Ende wieder beginnen würden zu wachsen ... und nicht erst nach einem Jahr, also mit dem Ende der Herceptin Gabe.

    Liebe Grüße,
    Lorina

    Neu

    Hallo Lorina,

    bei mir hatten die Haare nach der Chemo wieder angefangen zu wachsen. Nach drei Monaten war ich ohne Perücke unterwegs (allerdings noch raspelkurz).
    Ich kenne niemand, bei der durch Herceptin Haarausfall bedingt war.
    Liebe Grüße
    Gitta

    Neu

    Hallo Gitta,

    danke für deine Antwort, dann darf ich ja optimistisch sein.

    Ich "spekuliere" nämlich jetzt schon, wann ich ohne Perücke unterwegs sein kann und bin so ca. auf November gekommen (bei letzter Chemo Ende Juli).

    Ich weiß, es gibt Wichtigeres als die Haare, aber für mich sind die fehlenden ein großes Thema.

    Nichtsdestotrotz alles Gute
    von Lorina

    Neu

    Hallo zusammen,

    ich bin schon wieder lästig, aber spontan ist mir folgende Frage eingefallen:

    Ist zwischen Chemotherapie - Ende und dem Beginn der Bestrahlung eine Pause üblich oder gehen die Therapien nahtlos ineinander über?

    Vielen Dank,
    Lorina

    Neu

    Danke, Mohnblume für deine Antwort.

    Mal sehen, was meine Haare dann so machen, aber bis dahin muss ich mich ohnehin noch in Geduld üben.

    Der nächste naheliegendere Schritt ist die letzte Chemo am 26.7.

    Also versuche ich mich jetzt wieder "ruhig zu halten" und mich darauf zu konzentrieren.

    Aber manches Mal galoppieren die Gedanken eben in Richtung Zukunft davon, wann die Situation wieder normal (er) wird.

    Trotzdem nochmals danke für deine Antwort, ich werde zum letzten Chemotermin sicher nähere Auskunft bzgl. Bestrahlung erhalten.

    Liebe Grüße!