Chemo-Thread - Gemeinsames Durchstehen

    Liebe Gitta, liebe Luzine!

    Danke für eure Informationen.

    Ich habe gerade zu meiner Familie gesagt, dass dieser Austausch sehr wertvoll ist, auch wenn man die jeweiligen Krankheitssituationen nicht "eins zu eins" übernehmen kann.

    Tatsache ist, dass es tröstlich ist, wenn sich Betroffene und ehemals Betroffene, die man nicht persönlich kennt, die Mühe machen, auf Fragen zu antworten.

    LG, Lorina
    Liebe @Lorina - hast Du nur noch einmal Chemo? Es geht nach Chemo immer schrittchenweise bergauf, ich habe es so genossen, als die Normalität wieder mehr zurück kam und auch heute - bei mir ist es jetzt 3.5 Jahre nach der letzten Chemo, kommt immer wieder die Dankbarkeit. Sicher schnupperst Du schon im After Chemo: freu Dich drauf, bald ist es soweit.

    Mir hat das Forum damals auch sehr geholfen, ich kannte kaum jemand im wirklichen Leben, der auch betroffen war und da fühlt man sich mit der Diagnose oft doch einsam, auch wenn man viele gute Freunde und eine liebe Familie hat. Bei mir war damals auch WM und ganz Deutschland feierte und ich... <X , ich fand es ätzend.

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    Hallo Mohnblume 79,

    ja, einmal noch Chemo (26.7.), ab Mitte August möchte ich wieder arbeiten, das gibt mir sicher einen guten "Rahmen", die Zeit wird rascher vergehen und Abwechslung bringt es auch.

    Zur Fussball- WM:ich bin ja aus Österreich und wir haben dort ohnehin von vorn herein nichts verloren (hihi!).

    Aber es stimmt schon, wenn man in der schwierigen Zeit auf jemand sehr gut Gelauntes trifft oder hört, wie Leute zusammen lachen, denkt man schon manches Mal: "Ach, die haben's gut!"

    Ist natürlich Unfug, man weiß nie, ob diese Menschen nicht auch Sorgen haben!!!

    Naja, Chemo - Zeit ist nicht für immer und ja: im "Post Chemo Threads" habe ich schon gestoebert.

    Liebe Grüße,
    Lorina

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    Liebe Lorina,

    auch ich habe mich damals sehr nach einem "normalen" Leben gesehnt und auch nach Arbeit. Aber täusche Dich nicht. Der Körper und auch der
    Kopf sind nicht bei 100%. Ich hatte damals eine Wiedereingliederung über 9 Wochen gemacht. Ich habe am Anfang 3 Stunden gearbeitet und da
    war ich völlig fertig. Habt Ihr so etwas im Ösi-Land ? Wenn ja, mache es.

    Alles Liebe von der Claudi
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

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    Hallo Claudi,

    ja, ich hab eh Respekt vor der Arbeit, wie gut es gehen wird etc.

    Das Problem ist, dass ich die einzige Angestellte bin und mein Chef bereits seit Mitte Mai alleine arbeitet (mit gelegentlicher Unterstützung von Aushilfen).

    Er ist mir bisher sehr entgegen gekommen und ich denke, er wird das auch weiterhin machen ("Wir sehen dann eh, wie es Ihnen geht."), aber ich möchte den angestrebten Arbeitsbeginn unbedingt einhalten.

    Ich arbeite nicht Vollzeit, sondern nur 30 Wochenstunden und hoffe, dass mir das den Arbeitsbeginn auch etwas leichter macht.

    LG, L.

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    Hallo Siena,

    AHB ist die Anschlussheilbehandlung, oder?

    Ich denke, das entspricht in Österreich der Reha (Rehabilitation). Sinnvoll wäre es sicher, diese im Anschluss an die Bestrahlungen zu machen, aber dann bin ich gesamt ein halbes Jahr ausgefallen und ich fürchte, das kann ich mir doch nicht mehr leisten.

    VL. lässt sich die Reha ja in den Oktober legen, dann hätte ich zwischendurch wenigstens ein bisschen gearbeitet.

    Naja, mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt.

    Viele Grüße!

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    Hallo Lorina,

    wir unterscheiden hier zwischen AHB und Reha. Die AHB muss direkt im Anschluß an die Akutbehandlung angetreten werden. Meistens macht
    die Strahlenklinik den Antrag. Man hat nur 6 Wochen Zeit diese anzutreten. Danach muss eine Reha beantragt werden. Wenn man eine AHB gemacht hat,
    kann man in den darauffolgenden 2 Jahren eine Reha (in NRW) machen. Danach nur noch alle 4 Jahre.
    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

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    Hallo Claudi,

    das Beste wird sein, ich erkundige mich bei der Krankenkasse, wie das in Österreich genau abläuft mit Kur - und Reha- Anträgen.

    Schaden wuerde es mir sicher nicht, daher werde ich mich nach den Voraussetzungen erkundigen.
    VL.ist es ja möglich, einige Zeit zu arbeiten, ehe man wegen einer Reha/Kur wieder vom Arbeitsplatz weg ist.

    LG, Lorina

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    Hallo Lorina,
    bei mir war zuerst Chemo dann 3 Wochen Pause dann Op und dann nochmal 4 Wochen Erholung bis zur Bestrahlung!
    Ich habe ja 2 kleine Kids und Haushalt und Kinder ohne Haushaltshilfen oder ähnlichen gewuppt. Mir ging es aber zum Glück nie wirklich schlecht während der Therapie.
    ABER !!!! wenn alles rum ist fämgt man erst richtig an alles zu realisieren. Man hat nur funktioniert. Alles ohne größere Aussetzer hinter sich zu bringen war oberste Primisse. Ich kann jetzt natürlich nur von mir persönlich sprechen! Bei mir ist die Bestrahlung seit Anfang April zu Ende und jetzt folgt ein Wehwehchen dem anderen. Mein Körper kommt jetzt erst zu Ruhe und verarbeitet wahrscheinlich alles im Nachhinein.
    Ich persönlich könnte mir aktuell nicht vorstellen Vollzeit zu arbeiten. UND gerade JETZT müssen wir auf uns und unsere Gesundheit achten.
    DU stehst jetzt an erster Stelle!
    Wenn du fit bist geh arbeiten, wenn du dichaber nicht wohlfühlst dann dann höre auf deinen Körper und mach langsam. Das ist jetzt dein gutes Recht!
    Ganz liebe Grüße Sternchen
    und wie gesagt dass ist meine persönliche Einstellung

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    Guten Morgen, Sternchen!

    Du hast Recht mit deiner Beschreibung, dass man alles möglichst schnell hinter sich bringen will.

    Mir geht es mit der Chemo auch ziemlich gut, die auffälligste NW ist die Müdigkeit, aber die hat sich bisher auch innerhalb einiger Tage wieder gelegt.

    Natürlich ist Arbeiten etwas Anderes als "nur" zuhause zu sein, aber ich will einen "Arbeitsversuch" wagen.

    Ich habe während der Chemotherapie keine besonderen Aufgaben, da ich keine Kinder habe, sodass ich es momentan quasi ziemlich "gemütlich" habe.

    Ich kann mir schon vorstellen, dass es mit Arbeitsbeginn wie von "Null auf Hundert" sein wird, aber aus heutiger Sicht möchte ich es unbedingt versuchen.

    Ganz liebe Grüße,
    Lorina

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    Hallo @Lorina,

    schön, dass es Dir so gut geht. Ich kann Dich gut verstehen, dass Du wieder arbeiten möchtest. Irgendwann schreien der Kopf und der Körper einfach danach.
    Falls Dir das von "Null auf Hundert" zu heftig vorkommt, frag Deinen Arzt doch mal nach einer stufenweisen Wiedereingliederung. Oder gibt es das in Österreich nicht? Ich stecke gerade mittendrin und der langsame Einstieg tut mir echt gut. Mein Plan sah so aus:
    1 Woche 2 Stunden täglich, 1 Woche 3 Stunden täglich, 2 Wochen 4 Stunden täglich und 3 Wochen 6 Stunden täglich.
    Die erste Woche mit den 6 Stunden habe ich jetzt fast rum und es klappt gut. Die Arbeitszeiten könntest Du mit einem sanften Einstieg bestimmt auch gut mit der Bestrahlung verbinden.

    Liebe Grüße
    Nicole
    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

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    Hallo grimmi78,

    gute Idee zu fragen, ob die Möglichkeit eines gleitenden Wiedereinstieges besteht, dein Plan liest sich sehr gut.

    Diese Version ist sicher schonender als ad hoc.

    Mit den Bestrahlungen wird sich das Arbeiten (wie auch immer es sich dann tatsächlich gestaltet) in Einklang bringen lassen, das haben wir vor Chemo Beginn bereits geregelt.

    LG