Frauen mit fortgeschrittener Brustkrebserkrankung

    Freundchen70 schrieb:

    TM hab ich auch abgefragt. Ist jetzt innerhalb von 4wochen von 730 auf 1550 gestiegen. Natürlich auch die Leberwerte


    ​Liebe @Freundchen70,
    nur keine Panik, meine Leberwerte waren anfangs auch utopisch. Warte doch jetzt erstmal ab ob Caelyx bei Dir wirkt und nicht auf die Nebenwirkungen. Die Leber ist ein Organ, dass sich gut regenerieren kann. Aber ich kann Deine Panik so gut verstehen.

    @Marion
    leider kommt es immer wieder vor, dass Ärzte einen so behandeln, was ich unmöglich finde. Es ist gut, dass Du es hier rausgelassen hast und Dich dadurch vielleicht ein kleines bißchen besser fühlst. Bei Metastasen gibt es halt viele Möglichkeiten und nicht wie bei Erstdiagnose eine klare Linie. Man sieht es ja auch hier, wie viele verschiedene Medikamente hier genommen werden. Man muss leider immer selber dran bleiben und sich informieren. Lass Dich nicht abwimmeln, es ist Dein gutes Recht die Informationen über Deine Werte zu bekommen.

    Liebe Grüße

    Tinka
    Hallo zusammen,

    in der gestrigen Tumorkonferenz wurde endlich mein Fall besprochen. Die Ärzte haben beschlossen, dass es bei mir mit wöchentlicher Paclitaxel-Chemo weiter geht.
    Nächsten Donnerstag ist das Aufklärungsgespräch und in der übernächsten Woche geht's los.
    Hoffentlich wird es diesmal nicht wieder ein Reinfall.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße Elke.
    Guten morgen allerseits,
    @elke - das wird sicher kein Reinfall werden, Pacli wird schon seinen Dienst tun!! Mein Rezidiv in den Lymphknoten war nach 12 Gaben weg, Lymphknoten waren wieder frei und unauffällig und auch bei meinen Knochenmetastasen war ein deutliches Ansprechen zu sehen. Du wirst sehen, das wirkt schon!!

    Nach meinem Erlebnis mit dem CT und der Ärztin meinte mein Hausarzt, ich sollte mich da mal beschweren - ich habe es getan - habe über 20 Minuten mit jemanden aus der Geschäftsleitung gesprochen - hat sich alles anghört und sich entschuldigt - jetzt geht es mir wieder richtig gut! Also ruhig mal den Mund aufmachen!
    LG
    Anke
    Liebe @Kavallo (Anke),
    das macht mir Hoffnung, dass bei Dir Pacli gewirkt hat. Hattest Du insgesamt 12 Gaben oder waren es noch mehr?
    Finde ich gut, dass Du Dich beschwert hast, das Verhalten der Ärztin ist unmöglich. Schlecht informiert und dann noch Vermutungen anstellen, die einem in Angst und Schrecken versetzen. Das muss nicht sein!
    Wünsche Dir ein schönes Wochenende.
    Ganz liebe Grüße Elke☺
    Liebe @elke, auch bei mir hat Paclitaxel gut gewirkt, nach 12 Gaben hatten sich meine Lebermetastasen deutlich verkleinert oder waren nicht mehr zu sehen. Die Chemotherapie ist im Vergleich zu manch anderen auch recht gut verträglich, die ersten Gaben haben mir zwar ziemlich zugesetzt, aber dann ging es wirklich aufwärts. Du wirst sehen, auch bei dir wird Paclitaxel wirken. Meine Daumen sind gedrückt!

    LG und euch allen ein schönes Wochenende

    Johanna
    Liebe @Kavallo (Anke), Liebe Johanna,

    vielen, vielen Dank für Eure Nachrichten.
    Ihr könnt Euch bestimmt vorstellen, wieviel Mut und Zuversicht mir das gibt. Und dass bei Dir, Anke, sogar wegen des Erfolgs nach 12 Pacligaben diese eingestellt wurden, ist sehr erfreulich.

    Wünsche Euch noch ein schönes Wochenende.
    Ganz liebe Grüße Elke☺
    Hi Tinka,

    leider er hatte ich letzte Woche extreme Schmerzen. Wahrscheinlich wegen der Knochenmetastasen.
    Montag war ich dann im KH . Jetzt geht's einigermaßen.
    Mir ist dauernd so latent übel. Weiß allerdings nicht, ob das vom Caelyx oder von den Schmerzmitteln kommt. Haare sind noch dran.
    Wann sind die weg?
    Hallo @Freundchen70,

    ​wie schon gesagt, Übelkeit hatte/habe ich keine, aber auch da gibt es doch Medikamente dagegen.
    Und Haarausfall ist nicht. Meine Haare wachsen seit der Umstellung wieder. Diese Woche war ich das erste Mal seit sehr langer Zeit wieder beim Friseur um einen richtigen Schnitt reinzubekommen und der hat tatsächlich schon wieder 1 cm abschneiden können.

    Knochen- und Gelenkschmerzen kenne ich auch, keine Ahnung, welches Medikament oder ob die Metastasen schuldig sind. Daher helfen mir auch nur Schmerzmittel. Die ganzen Therapien gehen halt nicht spurlos vorüber, vor allem, da sie ja nie aufhören.

    Kopf hoch und soweit wie möglich das Leben genießen.

    Liebe Grüße

    Tinka
    Liebe Elke, das ist eine Chemo, ein Anthracyclin, welches in Liposomen eingebettet ist. Dadurch verbleibt es länger im Körper und greift das Herz weniger an. Anthracycline sind z.B. Epirubicin, Adriamycin und Doxorubicin. Sie dürfen nur bis zu einer bestimmten Menge gegeben werden, da sie das Herz schädigen können. Die ummantelten wie Caelyx und auch Myocet sind da besser verträglich.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe @Jule66,

    vielen Dank für Deine Erklärung. Gibt es hier auch eine Maximaldosis wie bei EC? Mir wurde von meinem Onkologen gesagt, dass im ganzen Leben nicht mehr als 1.000 ml EC gegeben werden dürfen, wobei ich nicht weiss, ob es sich bei den 1.000 ml um Eribucilin oder "C" (weiss den Namen nicht mehr) handelt. Bei EC besteht ja auch die Gefahr einer Herzschädigung.

    Liebe Grüße Elke☺
    Liebe @elke,

    EC ist nicht Eribulin plus Cyclophosphamid, sondern Epirubicin plus Cyclo.

    C ist Cyclophosphamid, das kann öfter gegeben werden, es gibt auch niedrig dosierte "Monochemoschemata", wo das alleine gegeben wird.

    Epirubicin kann man tatsächlich nur bis zu einer bestimmten Maximaldosis geben, danach ist Schluss, eben wegen der Herzschädigung.

    Was das "ummantelte" Anthracyclin (Caelyx und Myocet) angeht, das ist weniger toxisch, ich weiss aber nicht, ob es da auch eine Maximaldosis gibt, das solltest Du Deinen Onkologen fragen, der muss das wissen.

    Aber jetzt gibt es erst mal Pacli, ich drücke die Daumen, dass das gut anschlägt.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Auch von meiner Seite sind alle Daumen gedrückt liebe Elke... niemals den Kopf hängen lassen! Das wird!! :thumbsup:


    An die Runde:
    Welches Curcuma+Piperin-Präparat nehmt ihr ein? Bin gerade auf der Suche nach einer günstigeren Alternative... ?(
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    Bei Pacli habe ich Hände und Füsse gekühlt. Kleine Kühlkissen (90ct in der Apotheke) am Abend vorher ins Gefrierfach und diese in dicke Handschuhe gesteckt. Es gab in der Praxis Kühlhandschuhe, die sie auf meine Frage hin aus der Versenkung geholt haben, aber nur einen normalen Kühlschrank. Sie waren also etwas kühl. Darin hatte ich dünne Einmalbaumwollhandschuhe und zwischen dickem Handschuh und Baumwollhandschuh die Kühlpakete (ich hatte gelesen, dass diese bei 18grad gekühlt werden sollten). Dazu habe ich mir Himbeeren und Ananas eingefroren und während der Chemo gelutscht. Ich hatte sie in einem Thermobehälter und habe mit einem langen Löffel danach geangelt und das mit dem dicken "Boxhandschuhen" zur Erheiterung der anderen. Dadurch blieb mein Geschmackssinn. Für die Füsse habe ich etwas grössere Akkus genommen (auch bewegliche Gelkissen) mich mit den Füssen in Baumwollsöckchen drauf gestellt und die Kühlkissen über die Zehen geklappt und jeden Fuss in ein Handruck gewickelt. Auch dafür gibt es vorgefertigtes, in meiner Praxis aber nicht. Ist denen zu umständlich. Eine Mitparientin hat sich selbst eine Kühlhaube gebastelt und so ihre Haare fast alle behalten. Das war mir zu lästig und ich habe Spass an meinen Perücken (Ich hatte 5) gehabt. Ich habe keine Polyneuropathien bekommen. Am rechten Fuss und Unterschenkel gibt es aber schon Taubheit durch eine Lähmung nach einem Bandscheibenvorfall.
    LG
    Resi
    Hallo zusammen,

    ich hatte heute morgen das Aufklärungsgespräch.
    Bei mir sind 10 Zyklen Paclitaxel Weekly vorgesehen, danach ist wieder Verlaufskontrolle. Am Dienstagmorgen um 8.30 Uhr geht es mit der 1. Pacli los.
    Bin mal gespannt, wie ich diese vertrage.
    Vielen Dank fürs Daumendrücken, liebe @Minouche .

    L Grüße Elke☺
    Liebes @Freundchen70,

    ich war mit Pacli bereits um 10.25 Uhr fertig. Das Ganze dauerte insgesamt nur 1 Stunde und 50 Minuten. Übel ist mir bis jetzt nicht, bin aber so was von müde, daß kenne ich von EC nicht. Ich habe seit 11.00 Uhr bis jetzt insgesamt 7 Stunden geschlafen, bin aber immer noch müde. Hoffentlich wird das morgen besser, wenn Fenistil seine Wirkung verpufft hat (angeblich wird es nach 24 Stunden beser).
    Du siehst, wir sind heute Leidensgenossinen.
    Meine kommenden Chemos wurden von Dienstag auf Mittwoch verschoben, da es mit den Blutabnahmen zeitlich ungünstig ist.
    Sollte Pacli wirken, sind weitere 10 geplant und zwar so lange, bis evtl. auftretende Neuropathien zu stark sind und mich sehr einschränken oder wieder ein Progress statt findet.
    Ich hoffe, Du erhältst bald Hilfe bzw. Tipps bezüglich Deiner extremen Müdigkeit.

    Liebe Grüße an alle Elke☺
    Liebe Elke,
    müde war ich nach Pacli auch immer. Der halbe Raum in der Praxis, der Pacli bekam hat schon die Chemogabe verschlafen. Ich habe mich wachgehalten aber kam kaum die Treppe aus der Praxis runter ohne einzuschlafen und im Taxi war ich sehr still...ich habe mich zu Hause hingelegt und geschlafen und war dann essen, weil ich immer so einen fürchterlichen Hunger hatte. Übel war mir nach Pacli nie. Am nächsten Tag ging es mir wieder gut. In der Paclizeit habe uch sogar 10 Tage den Mann meiner Freundin betreut, der Pflegefall ist, damit sie mal Urlaub machen kann. Nur am Tag der Chemo hatte ich vorsichtshalber um Hilfe gebezen. 12 x hatte ich Pacli. Bis auf die Müdigkeit hatte ich keine NW - klar, die Haare waren weg. Augenbrauen und Wimpern auch. Trotzdem ging es mir gut. Bei EC hatte ich alles an NW das ging. Da war Pacli echt Erholung...
    Ich hoffe Du steckst alles gut weg. und vor allem hoffentlich wirkt es gut!!! Alle Liebe
    Resi
    @Freundchen70

    ein Fatique-Syndrom habe ich noch von Pacli übrig behalten. Allerdings bin ich nach der Infusion von Caelyx auch die ersten 2 - 3 Tage sehr müde. Da hilft mir halt schlafen und meine Pläne vorher darauf einstellen. Vielleicht hilft Dir ja auch Bewegung an der frischen Luft ("diesen Sommer wohl eher Außenduschen"), hilft ja vielen.

    Du hast ja erst die erste Infusion hinter Dir, vielleicht ändert sich das im Laufe der Zeit noch, wenn ich mich richtig zurück erinnere ist es nicht mehr so extrem wie am Anfang. Ansonsten evtl. mal die Ärzte auf die Dosierung oder die Infusionsgeschwindigkeit ansprechen. Ich merke es sehr schnell nach der Infusion, wenn sie zu schnell gelaufen ist, dann sind die Nachwirkungen schlimmer. Daher achte ich eigentlich immer darauf, wie schnell das Mittel "eintropft".

    Ich hatte heute auch die Infusion und habe sie extra langsam laufen lassen, da ich ja am Donnerstag zur Reha fahren will (übrigens mit meinem ersten allein gekauften Auto, welches ich am Montag bekommen habe- freu, freu, freu) und da nicht extra beeinträchtigt sein will.

    Wo wohnst Du denn in Hessen, vielleicht in der Nähe von Bad Wildungen? Dann könnten wir uns vielleicht mal treffen und persönlich austauschen. Kannst mir ja wenn Du magst eine PN schicken.

    @elke
    Müdigkeit nach Pacli kenne ich auch noch. Sag dem Arzt unbedingt Bescheid, wenn die Nebenwirkungen für Dich zu stark sind, man kann mit Dosisreduzierungen und/oder Pausen viel machen ohne dass das Gesamtergebnis schlechter werden muss. Die Berechnung der Dosis ist halt auch nur eine Formel und jeder reagiert ja nun mal anders.

    Liebe Grüße

    Tinka
    Liebe @RESI, @Tipi, @Tinka66,

    vielen Dank für Eure Antworten.
    Mit der Müdigkeit ist es schon besser, allerdings habe ich seit heute morgen ein ziemlich rotes Gesicht (hatte ich die ersten 3 Tage bei EC auch), ich denke, das kommt vom Cortison.
    Warte nun erst mal die nächsten paar Tage und die kommende Pacli ab, bevor ich die Ärztin auf eine Dosisreduzierung anspreche. Sollten das alle Nebenwirkungen sein, ist es ja nicht so schlimm.

    Ich wünsche Euch einen schönen Tag.
    LG Elke
    Guten Morgen allerseits,
    @elke die Müdigkeit kommt von den Begleitmedikamenten, das ist völlig normal. Ich habe das zwar nicht so stark gehabt fand es aber auch ganz lästig, ich hatte immer das Gefühl, ich könnte nicht gerade ausgehen, lesen war gar nicht möglich. Ich bekam immer Montags meine Chemo und ab Mittwoch war dann alles wieder gut. Wir haben auch nicht die Dosis reduziert.
    LG
    Anke
    Moin @elke,

    noch ein kleiner Tipp, falls nicht sowieso bei der nächsten Chemo darauf hingewiesen wird: Ich wurde ab der zweiten Portion Pacli in Sichtweite der Schwestern gesetzt, da ab dieser zweiten Runde die allergischen Reaktionen auftreten können. Wie gesegt, eigentlich müssten dich die Schwestern darüber aufklären. Aber besser ich erwähne es nochmal.

    LG Tipi
    Hallo Tipi, hallo zusammen,

    die allergische Reaktion kann schon von der ersten Gabe an auftreten. Ja, in Sichtweite sollte man sitzen und die Schwestern sollten auch wissen, wie sie dann reagieren müssen - beides war bei mir leider nicht der Fall als ich eine allergische Reaktion hatte (Kreislauf sackte völlig zusammen, heftige Atemnot...). Mein Glück war, dass eine Patientin noch länger auf eine Kopie warten musste, sonst wäre ich allein im Raum gewesen und nicht mehr in der Lage, noch den Notruf zu betätigen.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Guten Morgen allerseits, ich habe nun seit Montag die 7. Eribulin-Gabe und 4. Avistin-Gabe hinter mir und ich habe mich bis jetzt tapfer durchgeschlagen.. es ging mir meistens gut. Doch so langsam macht es sich doch bemerkbarer, denn ich bin müder und ein leicht flaues Gefühl in der Bauchgegend macht sich breit.. aber, so mach ich eben mit allem doch noch mal ein, zwei Gänge langsamer.. nächsten Montag kommt die nächste Eribulin-Gabe und dann wieder eine Woche Pause.
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    An das rote Gesicht erinnere ich mich auch. Sieht doof aus, ist aber normalerweise harmlos. Mein Partner muss cortison nehmen und sieht immer etwas jünger und rosig aus. Ich hatte zu Pacli eine positive Einstellung, da es das Gift aus der Rinde der Eibe ist. Ich dachte mir, damit haben die Menschen schon Jahrhunderte - vielleicht Jahrtausende lang gearbeitet. Zuerst wollte ich keine Chemo, aber die "Naturmedizin" hat mich überzeugt - soweit ich weiss ist Pacli bis heute nicht volksynthetisch herstellbar. Manchmal braucht es diese kleinen Krücken sich selbst zu motivieren die Behandlung zu beginnen und durch zu stehen.
    Bei uns lief das Medikament zuerst langsam und unter ständiger Beobachtung der Schwestern. Als ich es scheinbar vertrug (Allergisch reagieten die Menschen glaub ich auf den Trägerstoff Rizinus)
    Wurde der Tropf schneller gestellt bei uns war immer eine Schwester in der Nähe. Alleine war ich nie. Es waren immer andere Patientinnen da. Wenn die Schwestern nicht wissen Dass sie langsam machen sollen oder dabeibleiben müssen sollte man sich nicht scheuen dies einzufordern.
    LG
    Resi
    Hallo,

    ​muss mal wieder Frust los werden.
    Ich bin jetzt seit Donnerstag in der Reha-Klinik. Diese ist an sich sehr schön, Essen ist ok, Personal, soweit ich es bislang kennen gelernt habe auch sehr freundlich. Das, was mich frustriert ist die Therapieplanung. Das am Anfang nicht gleich alles passt ist irgendwie ja nachvollziehbar. Deshalb war ich heute morgen gleich wieder beim Arzt um die notwendigen Änderungen zu besprechen.
    Eine Thema dabei war, dass ich nach der Lymphdrainage bandagiert werden sollte (was mir die Physiotherapeutin am Samstag bei der ersten Behandlung mitgeteilt hat, ich es vom Arzt vorher nicht gesagt bekommen habe). Diese Bandagierung habe ich abgelehnt, da ich einen maßgeschneiderten Armstrumpf mit Handteil habe und mich eine Bandage bei meinen wichtigen Zielen sehr stark einschränken würde, mal abgesehen von der Lebensqualität. Der Arzt meinte nur, dass wäre in der Klinik Konzept und wenn ich das nicht wollte, dann müsste er das dokumentieren. HALLO????? Nur weil die hier einen Schwerpunkt auf Lymphologie haben muss doch nicht jedes Lymphödem bandagiert werden? Zumal meines bei regelmäßiger Behandlung keine Schwierigkeiten macht.

    Nun bekomme ich heute Abend nach dem Abendessen, wenn kein Zuständiger mehr da ist, meinen Therapieplan für morgen und Mittwoch und stelle u.a. fest, dass ich morgen zweimal und Mittwoch einmal Lymphdrainage( jeweils 50 Min),(die ich in dem Abstand nicht brauche), keine Wassergymnastik, die ich jeden Tag machen wollte und auch sonst kein Sportprogramm habe nur Krankengymnastik wegen Lymphödem.

    Mein Ziel für diese Reha habe ich anfangs und auch heute morgen klar formuliert, nämlich Steigerung der psychischen und physischen Fitness, damit ich meine Berufstätigkeit wieder aufnehmen kann. Nun findet sich diesbezüglich fast nichts in meinem Therapieplan. Ich finde das so ätzend und anstrengend, dass ich hier nun wieder für meine Rechte kämpfen muss. Ich bin doch nicht für die Klinik da, sondern die doch für mich.

    So werde ich morgen früh gleich wieder beim Arzt auf der Matte stehen und hoffe, dass sich dann alles in die richtige Richtung entwickelt.

    Enttäuschte Grüße

    Tinka
    Liebe @Tinka66,

    deine Enttäuschung ist ja verständlich. Dass die verordneten Therapien so an dem Ziel vorbeilaufen, was du mit der Reha erreichen möchtest, ist ja wirklich total bescheuert. Hoffentlich kannst du da noch was in die richtige Richtung lenken. Es wäre ja zu schön gewesen, wenn mal was glattläuft, ohne dass man kämpfen muss.

    Fühl dich gedrückt und halte uns auf dem Laufenden.

    Liebe Grüße,
    enib
    Liebe Tinka,

    ich bin selbst schon 4x in Reha gewesen und muss leider sagen, dass das absolut normal ist.

    Du musst Dich für Dich selbst stark machen, sonst macht das leider niemand. Lass nicht locker, so lange, bis Du bekommst, was Du brauchst und vor allem: rege Dich nicht darüber auf, das kostet nur zu viel Energie.

    Ich wünsche Dir trotzdem eine zufriedenstellende Reha,

    Liebe Grüße, Steffi
    Liebe @enib, liebe @Hundertreich,

    ​danke für Euren Zuspruch.
    Gestern hatte ich ein Gespräch mit dem Oberarzt, dem ich geschildert habe, dass jetzt fast eine Woche rum ist und alles so durcheinander und nicht zielführend ist. Daraufhin hat er die Reha gleich um eine Woche verlängert. Nun habe ich jetzt noch drei Wochen um meinen Zielen näher zu kommen. Ich war einfach "in der falschen Schublade" und keiner hat sich so richtig drum gekümmert, dass ich da raus komme. Mein zuständiger Arzt hat auch gewechselt. Nun scheint alles in die richtige Richtung zu gehen. Der Plan für morgen und übermorgen ist völlig ok.

    mit jetzt entspannten Grüßen und der Hoffnung auf noch tolle drei Wochen

    Tinka
    Hallo liebe @Tinka66,

    ich kann deinen Ärger verstehen und rate dir auch dich unbedingt durchzusetzen bzw. sich einzumischen/ eine Anpassung deines Therapieplanes zu verlangen. Schließlich weißt du selbst am Besten was dir gut tut. Eine gute Reha-Klinik wird keine Probleme haben sich dem anzupassen.

    Was die Lymphdrainage angeht geht es mir ganz ähnlich ... ich hatte einen dicken Arm woraufhin ich regelmäßige Lymphdrainage bekam und auch weiterhin bekommen soll.. anfangs wurde ich gewickelt/bandagiert als ich noch keinen angepassten Armstrumpf hatte. Die Bandage sollte ich so lange wie möglich dran lassen bis zur nächsten Lymphdrainage.. als ich meinen Armstrumpf (auch zwei Teile mit Handschuh) war eine Bandagierung nicht mehr nötig denn dann sollte man den Strumpf am Besten ständig tragen.
    Das Ganze hilft mir sehr was die Einlagerungen im Arm angeht!

    Ich wünsch' dir dass es jetzt besser läuft! Fühl' dich gedrückt!

    Nicole
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    Vor Kurzem, als ich mein Blutbild bei meinem Hausarzt abholte, drückte der mir - nachdem er mich nach meinem Wohlbefinden und den Schmerzen fragte - ein Rezept mit Methadon in die Hand.... :| ... ich verlange momentan nicht direkt danach... bin sowieso im Zwiespalt und warte erst mal ab... aber meine Hausärzte sind voll davon überzeugt... ?( .. und sie sind enttäuscht von Heidelberg und deren Vorgehen (zuerst sollte ich in eine Studie und dann auf einmal doch nicht.. etc.)...... ich muss sagen da stand ich mal kurz wie ein Auto in der Praxis ... tja und jetzt habe ich es hier stehen ...
    Stärke wächst nicht aus körperlicher Kraft - vielmehr aus unbeugsamen Willen.

    <3


    Hallo @Minouche ,

    ich gönne wirklich jedem alles und als selbst Erkrankte auch, daß man schmerzfrei ist. Wahrscheinlich gehe ich jetzt allen hier auf den Nerv, aber ich kann nicht anders:

    Methadon gibt es schon seit den 40iger Jahren. Es war schon immer als Schmerzmittel deklariert, allerdings nicht immer als das Mittel der ersten Wahl. Methadon macht extrem abhängig (abhängiger als Heroin) und ein Entzug ist heftiger als ein Heroin-Entzug.

    heroindetoxeurope.com/deu/opia…methadonabh%C3%A4ngigkeit
    drugscouts.de/de/lexikon/methadon
    netdoktor.de/medikamente/methadon

    Nun könnte man argumentieren, daß wir krank und nicht heroinabhängig sind. Was aber keine Relevanz hat, denn Methadon macht süchtig und ist stärker als Heroin, sonst würde es als Drogenersatz überhaupt nicht funktionieren.

    Zur Schmerztherapie:

    Natürlich kann jeder für sich entscheiden, was er macht. Wir hier im KIz weisen immer wieder darauf hin, daß Methadon abhängig macht, der Entzug heftig ist und man es nicht "eben mal nehmen" und beliebig die Einnahme stoppen kann. Dazu sind die unerwünschten Arzneimittel-Interaktionen nicht unerheblich.

    Zum kursierenden Thema "Methadon in der Krebstherapie":

    Der Hype um Methadon ist zur Zeit gewaltig. Bewiesen ist nichts und Wirkweisen wurden lt. Aussagen nur in der Petrischale und an Tierversuchen beobachtet. Hier nochmals die Stellungnahme der Uni Ulm vom Juli diesen Jahres:

    uniklinik-ulm.de/news/article/…rapie-mit-methadon-1.html

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Hallo zusammen,
    ich bin neu hier...sozusagen ein Frischlng....aber ein älterer Jahrgang....und bin wie Ihr eine Betroffene....darf ich als Neue gleich hier bei Euch bleiben oder erst wo anderes schreiben.....
    Bei mir wurde vor einem Jahr Brustkrebs festgestellt...Diagnose ist.....bilateralem,synchomen Mammacarcinom TNM-Stadium li..cT4dcN2...Prognosefaktor li...G3ERO PRO Her-2-neu..Negativ Ki67...40-50%
    TNM-Stadium re..cT1 (nicht palpabel,sonographisch 9 - 10 mm) G2..ER12..PR12..Her-2-neu O..Ki67..11-25%

    Therapie....Gain-2-Studie....05.09 - 04.10.2016 Epirubicin 150mg....18.10 - 22.11 2016 Nab-Paelitaxel III 330mg....06.12 - 14.01 Cyclaphosphamid

    23.03 2017 op Mamma Ablatio beidseits mit axillärer Lymphonodektomie links Level und 2

    Bestrahlung vom 16.05 - 29.06 2017

    Ich hatte mir von Anfang an fest vorgenommen den Untermieter zu vertreiben und alles zu geben was möglich ist....es war nicht immer leicht aber ich hatte es geschafft...so glaubte ich zumindest bis vor 1 Woche....irgendwas stimmt mit meiner Narbe und der Haut nicht...mein Gyn und die Hausärztin meinten alles im normalen Bereich aber ich hatte kein gutes Gefühl und bin zum Onkologen der alles gründlich untersucht hat und meinte da muss sofort was passieren und schickte mich ins Brustzentrum. Die Ärztin die mich auch operiert hat machte eine Stanzbiopsie...das war vor genau einer Woche....Montag ging alles in die Tumorkonferenz und seit heute weiß ich nun das ich es nicht geschafft habe.....Ausgeprägte Lymphangiosis carcinomat Trippel negativ....
    Palliative Chemotherapie mit Xeloda +/- Avastin und Bestrahlung.....ab nächster Woche

    Ich war immer eine starke Frau...habe vor 4 Jahren meine Tochter an Krebs verloren..2 lange Jahre haben wir gemeinsam gekämpft und gehofft bis sie am 30.3.2013 in meinen Armen eingeschlafen ist....ich war stark für meine Kinder und Enkelkinder und nun soll bald alles vorbei sein...2 Jahre höchstens 4 Jahre....das kann doch nicht sein....ich fühle mich nicht krank,habe keine Schmerzen und doch bin ich krank....mein Kopf nimmt das alles noch nicht auf und mein Herz sowieso nicht...im Dezember bekommt meine jüngste Zwillinge...dann habe ich 7 kleine Zwerge....und ich werde kämpfen so gut ich kann.

    Ich hoffe ich darf bei Euch bleiben und ich nehme mir an Euch ein Beispiel.....wie stark ihr seid.

    Lieben Gruß TiLiMe
    Hallo @TiLiMe,

    herzlich willkommen bei den Brustkrebsmädels. Man wünscht sich eigentlich einen besseren Ort zum Kennenlernen. Du hast ja schon einiges Mitmachen müssen. Hier ist Umgang untereinander herzlich und du wirst von den Betroffenen sicher noch viel Unterstützung bekommen.
    Die zuständige Moderatorin ist @Anhe, sie wird dich sicher Willkommen heißen. Unsere @Jule66 ist auf dem Gebiet des Mammacarcinoms sehr bewandert und kann dir vielleicht hilfreiche Tips geben.
    Du hast das Recht dir eine Zweitmeinung zur Behandlung einzuholen.
    Ich hatte vor 9 Jahren Brustkrebs und bislang ist bei mir alles gut, daher wünsche ich dir viel Kraft für den Kampf.

    Alles Gute Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Hallo @TiLiMe ,

    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß einer Registrierung hier nie ein schöner ist.

    Hab Dank für Dein ausführliches Erstposting, welches erahnen lässt, wie es Dir zur Zeit geht. Natürlich darfst Du Dich hier sofort einklinken und Du wirst feststellen, daß hier ganz wunderbare Frauen stützen und gestützt werden. Es wäre nett, wenn Du Deine Diagnose und Therapie (so wie oben beschrieben) noch in Dein Profil einsetzt, damit auf einen Klick die relevanten Daten sichtbar sind und Antwortgeberinnen darauf zugreifen können. Wenn Du auf das Profil von unserer @Jule66 klickst und auf den "Über mich-Button", wirst Du wissen, was ich meine.

    Ich wünsche Dir einen guten, hilfreichen Austausch und hoffe, Du fühlst Dich wohl hier in unserer Gemeinschaft. Auf ein harmonisches Miteinander.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Guten morgen zusammen,
    Geli...Anhe.....danke für die liebe Begrüßung und Aufnahme bei den Brustkrebsmädels.
    Sonne...zumindest vom Wetter her...kann ich nicht mitbringen....es ist Popokalt,trotzdem habe ich schon die große Frühhunderunde mit Freya geschafft. Wenn ich mit dem Hundchen in der Feldmark laufe geht es mir gut....einfach geradeaus laufen nichts sehen und nichts hören...stimmt nicht ganz...in den Bäumen zwitscher die Vögel und zu sehen gibt es auch genug am besten ist es immer dem Himmel entgegen zu laufen denn da kann man sonstwie lange laufen.....man kommt nicht an....zumindest jetzt noch nicht. Wenn ich dann wieder daheim bin ist mein Kopf klar....wie nach einer intensivreinigung.
    Heute habe ich mal keine Arzttermine....beginnt alles nächste Woche...da heißt es dann wieder planen um alles unter zu bekommen.

    Fragen über Fragen hätte ich....wie geht es Euch ...bekommt ihr auch Medikamente...hat von Euch auch jemand Xeloda +/- Avastin bekommen...wie habt ihr es vertragen...und eine wichtige Frage hab ich noch....Cannabis Öl....nimmt das jemand von Euch oder habt ihr es schon mal ausprobiert....dieses Öl geht mir nicht aus dem Kopf...

    Ich wünsche allen einen schönen vielleicht auch sonnigen Freitag.

    Lieben Gruß
    TiLiMe
    Hallo @TiLiMe,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns.

    Da hatte es dich vor einem Jahr schon heftig erwischt mit dem beidseitigem BK.
    Das Du nun nach so kurzer Zeit erneut damit zu tun hast, tut mir sehr leid.

    Sag mal, wie hatte denn die Chemo bei dem triple negativen Tumor links angeschlagen?
    Gab es da einen Resttumor?

    Das Rezidiv erinnert mich an @Minouche, sie hat auch eins recht kurz nach der ersten Behandlung bekommen, auch mit Lymphanginosis carc.

    Xeloda plus Avastin ist eine häufige Kombination, die in einem solchen Falle gerne gegeben wird/ wurde, aber ob sie auch die Beste ist?

    Minouche bekommt z.Zt. sehr erfolgreich Eribulin.

    Auch wäre zu prüfen, ob die Immuntherapie nicht erfolgversprechend bei Dir wäre.
    Es gibt da die Impassion Studie. Schau doch mal hier: bwtz-essen.de/Forschung/Palliative_Studien.php

    Ich will Dir damit aufzeigen, dass es zum einen noch viele Möglichkeiten der Behandlung gibt, aber auch, dass es "modernere " Behandlungsmöglichkeiten gibt.

    Vielleicht solltest Du eine Zweitmeinung an einem der großen Zentren holen, da denke ich an Prof. Schneeweiss in Heidelberg oder Prof. Untch in Berlin, vielleicht auch Frau Dr. Liedtke in Lübeck.
    Alles Spezialisten für triple negativ.

    So, nun wünsche ich Dir einen regen Austausch hier.

    Bezüglich Cannabis habe ich keine Erfahrung, frage mich aber, was es Dir im Moment bringen könnte? Die Tumorzellen wird es aber sicher nicht beeindrucken.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Hallo liebe Jule....Du wurdest mir ja schon sehr ans Herz gelegt mit vielen guten Erfahrungen und darüber bin ich sehr froh.
    Nach der Chemo blieb links ein winzig kleiner Resttumor zurück und wir waren erleichter....leider dauerte es nicht lange bis der Tumor wieder rasant größer wurde.von ...Jan - März als die op war ....also war es nur ein kleiner Erfolg.
    An eine Immuntherapie habe ich auch schon gedacht und werde mich schlau machen genau wie mit der Studie....eine Zweitmeinung holen werde ich auch in Angriff nehmen....Ich bin mit unserer Nadine damals auch in Berlin und Heidelberg gewesen leider war bei ihr alles zu spät....aber vielleicht kann ich noch ein bisschen mehr Zeit gewinnen.

    In der Strahlentherapie würde über Cannabis Öl ständig geredet.....was es mir allerdings bringen soll weiß ich nicht...ich habe ja keine Schmerzen.

    Ich danke Dir schon mal für die schnell Hilfe.....

    Lieben Gruß
    TiLiMe