Frauen mit fortgeschrittener Brustkrebserkrankung

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    Hallo @elke, freut mich, dass du alles so schnell und problemlos geschafft hast und wünsche dir gute Besserung . Ich kann dich sehr gut verstehen, das die Mastektomie der Brust für dich wichtig war.Hatte das auch beim 2. Rezidiv in meinem damaligen BZ beantragt, wurde auch von der Ethik-Kommission genehmigt, leider gab es dann ein „Missverständnis“ und es wurde nur das noch verbliebene Implantat entnommen und das ist absolut kein tolles Ergebnis. Jetzt hab ich z.Zt. einfach keinen „Bock“ mehr auf OP und Narkose, aber schön ist das nicht! Freu mich wenn du ein gutes Ergebnis erzielt hast und die Sicherheit ist ja auch ein großer Aspekt in den Überlegungen die wir notgedrungen anstellen müssen.Alles Gute und schnelle Genesung wünscht dir Margarete

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    Ich habe heute meine 1. Zometa-Infusion (halbjährlich, vorsorglich) bekommen. Gleichzeitig war es seit über 3 Jahren das erste mal, dass der Port wieder angestochen wurde (er lief zum Glück sofort und einwandfrei) und dass ich das Zimmer für die Chemogabe wieder betreten habe. Die Tränen liefen.... ich habe geweint ......... :(
    fall seven times, stand up eight

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    Ihr Lieben,

    habt ihr manchmal auch so Grüße vom Unterbewusstsein? Mir geht das heute total auf den Senkel. Mist selektive Wahrnehmung. Beispiel heute: ich lese die Zeitung und sehe nur: Tod, gestorben, Palliativmedizin, Kindertrauerbewältigung. Alles Artikel, die mein Mann übrigens überhaupt nicht wahrgenommen hat.

    Passiert Euch das auch? Tipps & Tricks gegen die Fallen?
    Liebe Grüße, Belle

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    Liebe @die Belle , ja, auch ich habe das und wenn ich dann z.B. zum einkaufen gehe, hör ich Leute miteinander reden und da schnapp ich dann auf, dass die oder der auch an Krebs erkrankt ist oder verstorben ist, ohne dass ich selbst mitrede. Dann komm ich nach Hause, geh an mein Fotoschränkchen, hol die Alben raus, guck mir die Bilder vom letzten und vielen anderen Urlauben an oder schau mir aus früheren „krankheitsfreien „ Zeiten Videos an und da bemerke ich dann, dass man da schon glücklich war, aber dann erinnert man sich doch auch an die kleinen und großen Katastrophen und wie gut man diese bewältigt hat. Auch seh ich da Bilder von Menschen, die mir sehr nahe waren und dann bin ich froh, dass ich so schöne Zeiten hatte mit Ihnen und bin dann getröstet. Was mir auch hilft ist, wenn ich dann mit „neuen“ Freundinnen oder Freunden rede, die so wie ich damals völlig „unbeschwert“ sind. Wünsche dir sehr, dass du einen Weg findest um damit leben zu können und du dir auch wieder schöne Dinge ins Auge springen.
    Lg Margarete

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    Danke @die Belle , ich weiß auch nicht .... vielleicht ist das schon der beginnende Winter-Blues .... kaum werden die Tage kürzer, werde ich dünnhäutiger. Ich kenne das auch sehr gut, wir haben halt alle feine Antennen entwickelt. Ich glaube, ich bin einfach nicht mehr so oberflächlich -achte vielmehr auf die Feinheiten, und ja.... dann springt einem vieles ins Auge. Mein Mann sagt immer, ich würde vieles zu sehr auf mich beziehen bzw. Persönlich nehmen.... Mmmmhhh ? Keine Ahnung ob’s stimmt. Mir hilft dann meistens frische Luft, laufen stundenlang. Durchatmen und den Kopf frei bekommen. Am liebsten an der See, aber die ist leider für den täglichen Spaziergang zu weit weg. Wenn’s nachts schlimm wird, öffne ich das Fenster ganz weit, und stelle mir vor die Schatten fliegen einfach raus .......
    fall seven times, stand up eight

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    @die Belle
    Oh, mir geht es genau so. Letztens hab ich mich total erschrocken. Ich saß am PC, dreh mich zur Seite und auf dem Tisch liegt das schwarze Klettband vom Ladekabel (da kann man das nach dem Aufrollen etwas mit zusammenhalten). Das Band hatte sich zu einer Schleife gelegt. In Form von diesen Krebs-, Aids-, ich weiss nicht was Schleifchen. Und ich dachte nur "OMG. Ein schwarzes Schleifchen. Böööööses Ohmen".

    Letztens ist auf der Straße ein Mann mit seinem Roller vorbei gefahren. Ein Retro Modell. Auf diesem stand groß auffoliert "Memoriam XY". XY steht für meinen etwas exotischen Spitznamen, den ich schon seit Kindertagen habe und unter dem mich von meinem 10 bis ca. 20 Lebensjahr alle meine Freunde kannten. Ohne Witz, es gibt heut noch alte Freunde, die nicht wissen, ob ich in Wahrheit Kathrin, Katharina oder Katja heiße. Ich hab fast nen Herzkasper bekommen, als ich das gesehen habe.

    Ich glaube unser panisches Krebshirn spielt uns oft einen Streich und negatives bleibt so viel schneller hängen oder wird damit in Verbindung gebracht.
    Aber wenn ich ehrlich bin gibt es auch sooooo viele positive Zeichen.
    Bestrahlungsende/Ende der normalen Therapie am Geburtstag. Rehabeginn am 1. Jahrestag der Diagnose. Ich denke, das ist ähnlich wie mit dem Gefühl, beim Einkaufwn wirklich immer an der falschen Kasse zu stehen :D
    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

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    Liebe @die Belle und natürlich alle anderen, ich weiß nicht, ob es das Unterbewusstsein ist, aber ich habe Tage/Phasen, wo ich nur Negatives sehe, nur negativ denke und nicht so recht weiß, wie ich aus diesem Loch rauskommen soll. Ich bin gerade in so einer Phase, und dass, obwohl (vielleicht auch gerade weil) ich einen schönen Kurzurlaub hinter mir habe. Seit ich zu Hause bin, bin ich schlecht drauf und weiß nichts mit mit anzufangen. Im Hinterkopf ist halt immer die Angst, wie lange ich solche Urlaube noch machen kann...
    Ja, das Krebshirn spielt wirklich verrückt.
    LG Johanna