Afinitor und Exemestan

    Hallo,
    da will ich doch mal diesen Thread etwas beleben.
    Ich nehme die Kombi seit beinahe 2 Jahren. Zwischendurch musste ich mal 2 Monate aussetzen, weil ich einen heftigen Infekt hatte; hab mich dann über 5 und 7,5 wieder an die 10 mg Afinitor angeschlichen.
    Nebenwirkungen schwanken; insgesamt ist es inzwischen ziemlich gut. Anfangs gab es viel Magen-Darm-Probleme, und die gibt es auch jetzt noch, aber sehr viel weniger und ganz gut auszuhalten. Ich habe meine Ernährung etwas umgestellt (keine Milch), seitdem ist es besser.
    Und die Kombi wirkt bei mir. Anderthalb Jahre fielen die Tumormarker (für mich ein sehr nützliches Indiz zur Verlaufskontrolle, da meine Zellen nicht zusammenklumpen und sich so in jedem CT oder MRT verstecken) langsam aber deutlich; nun steigen sie wieder etwas oder wackeln hin und her. Mal sehen, wie lange das noch so weitergeht, aber eine Chemo anfangen, wenn ich keine Symptome habe, fände ich eine sehr schwierige Entscheidung.
    Und? Wie geht's den Anderen?
    Viele Grüße
    Lola
    Ja, @Lola_R da hast du recht. Chemo ohne Symptome macht keinen Sinn. Obwohl ich letztes Jahr auch "nichts" hatte, aber meine TM auf 880 geklettert waren. Also doch Chemotherapie. War ja meine erste. Habe allerdings immer noch mit den Nebenwirkungen zu kämpfen.

    Afinitor nehme ich erst seit Oktober. TM waren im Dezember bei 100 im Januar bei 107. mal sehen wie lange ich es nehmen kann.

    Drüben habe ich gelesen, dass Muggi einen Progress hat. Im Magen tut sich was. Sie ist wohl nicht hier. Schade. Sie nimmt afinitor auch erst 7 Monate..
    Hallo,
    ich bin jetzt auch hier.
    Morgen hab ich ein Gespräch wie es weiter gehen soll. Man hat mich am Telefon schon mit einer intravenösen Chemo vorbereitet. Ich weiß nur nicht, ob ich das nochmal durchmachen will und vor allem, diesmal ist das ja nicht auf bestimmt Zeit sondern bis zum Schluss oder bis es eben nicht mehr wirkt. Die Entscheidung wird mir schwer fallen. Es gibt wohl noch eine weitere orale Chemo und ich tendiere dazu. Es geht ja hier auch um Lebensqualität. Auch bräuchte ich wieder einen Port, der mich echt schwer belastet hat.
    Drückt mir die Daumen, dass es morgen auch gute Neuigkeiten werden wird.
    Hey Muggi,

    toll, dass du jetzt auch hier bist. :thumbsup:

    Der Port hat mir noch nie groß Probleme gemacht. Am Anfang war es komisch, jetzt habe ich mich daran gewöhnt.
    ich drück dir sowas von die Daumen und alles was sonst noch geht.
    ich wünsch dir eine gute Entscheidung und vielleicht doch noch gute Neuigkeiten morgen.

    LG
    Liebe @Muggi,
    hab mir Sorgen gemacht - gut, dass ich mal wieder in diesen Strang geguckt habe, und schön, von Dir zu lesen.
    Mit dem Port hatte ich auch Schwierigkeiten, aber nur beim Rein- und Rausmachen (die haben meine Lunge angepiekst, dann hatte ich eine Thrombose, alles sehr, sehr nervig), aber für die Infusionen fand ich es super. Vielleicht sitzt der neue, wenn Du jetzt nochmal einen bekommen sollst, ja besser als der, den Du hattest.
    Ich denke mir immer, die Chemos, die man dauerhaft kriegt, können ja gar nicht so aggressiv sein wie die, die man nach der Erst-Diagnose hatte. (Hab damals mal einen Arzt gefragt, warum ich das Docetaxel nicht auch im 2-Wochenabstand kriegen könnte, wie das E/C. Die kühle Antwort: Dann würden Sie sterben. Aha, ja, so drastisch hätte ich die Auskunft nicht gebraucht, aber der Arzt war noch recht jung ...). Jedenfalls drücke ich Dir die Daumen, dass sie was finden, was Dir hilft und was Deine Lebensqualität nicht zu sehr einschränkt. Auf jeden Fall klingt doch schon gut, dass es zwei Optionen gibt: Wenn die eine sich als zu belastend herausstellt, hast Du zweite schon in der Hinterhand.
    Herzliche Grüße! Lola
    Hallo Ihr lieben,
    Ich nehme afinitor und aromasin seit April 2016. Ich habe Lungenmetastasen nach 10 Jahren "geheilten" Brustkrebs. Afinitor wirkt bei mir sehr gut, denn sämtliche Lungenkrebsherde sind nicht mehr zu sehen. CT im Juli und CT vorige Woche. Allerdings bekomme ich alle Nebenwirkungen! Zum Glück passiert alles der Reihe nach und dann verschwindet die Nebenwirkung. Zur Zeit habe ich mit Diabetes zu kämpfen. Und müde fühle ich mich immer.
    Hatte heute nach 3 Monaten Afinitor plus Exemestan ein Leber MRT. Das Ergebnis war gut.Alle Metastasen sind kleiner geworden und eine ist komplett verschwunden.
    Sollten meine Kopfschmerzen nun wirklich von Afinitor kommen werde ich diese irgendwie durchstehen.
    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende.
    LG
    Muffin
    Liebe @Muffin, was für ein schönes Ergebnis, ich freue mich mit dir! Und ich hoffe, dass deine Ärzte mit deinen Kopfschmerzen gut umgehen können, damit du die Mittel weiter nehmen kannst. Mögen sie dir ganz lange gute Dienste leisten :)
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    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    @ c.onny
    Ich danke dir.
    Vielleicht ist das Afinitor gar nicht schuld an meinen Kopfschmerzen. Hatte heute kurzfristig einen Termin bei meinen Zahnarzt gemacht. Es wurde ein Röntgenbild von meinen Zähnen und dem Kiefer gemacht. Dabei hat sich raus gestellt das höchstwahrscheinlich mein linkes Kiefergelenk schuld an meinen linkseitigen Kopfschmerzen ist.
    Bekomme bald KG für das Gelenk und zusätzlich wird der Zahnersatz den ich auf der Seite habe geändert.Bis dahin muss ich mir noch etwas mit Ibu bei den Schmerzen helfen. Und morgen spreche ich noch mit meinem Onkologen darüber

    Wünsche dir noch einen schönen Abend.

    LG
    Muffin
    Oh, na das wäre doch ein guter Weg: wenn man deinen Kopfschmerzen durch Krankengymnastik beikommen könnte. Ich drücke die Daumen, dass du an fähige Leute gerätst. Vielleicht hat ja dein Zahnarzt einen guten Tipp.

    Auch dir einen schönen Abend :)
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider
    @Muffin
    Schön, dass du gute Ergebnisse hast.
    Kopfschmerzen hatte ich auch anfangs als ich mit Afinitor und Exemestan begann. Das ist sich aber nach 1 oder 2 Monaten verschwunden.
    Was hast du mit deinem Gelenk?
    Ich hatte grosse Probleme mit meinem Knie, die auch als Nebenwirkungen von Afinitor erklärt wurden. Musste den ganzen Sommer mit Gehhilfe gehen. Jetzt ist es wesentlich besser.
    Alles Gute,
    Katherina
    Hallo Ihr Lieben,

    ich habe vor etwa drei Jahren die Diagnose fortgeschrittener Brustkrebs erhalten. Damals war ich 44 Jahre als. Also hormoneller Brustkrebs HER-2/neu-negativ, Metastasen überall in den Knochen. Seit Mitte 2016 die erste Lebermetastase evtl. inzwischen noch ein paar mehr. Ich schreibe zum ersten Mal in einem Forum, um Euch mitzuteilen, dass ich Afinitor seit Juli 2016 bekomme und das es bei mir ca. 6 Monate gedauert hat, bis das Afinitor seine Wirkung gezeigt hat. Ich habe allerdings auch anfangs mehere Monate nur 5 mg genommen. Der Tumormaker stieg und stieg zu der Zeit und ich stand kurz vor der ersten Chemo. Wir haben dann aber wieder auf 10 mg erhöht und siehe da alles wurde kleiner und mein Tumormaker ist wieder im Normbereich.

    Außerdem möchte ich Euch auch noch erzählen das die Mutter meiner Schwägerin vier Jahre Afinitor + Exemestan + XGeva bekommen hat und nach vier Jahren keine Knochenmetastasen mehr zu finden waren. Sie konnte Afinitor jetzt absetzten. Die Ärzte sagen sie hätten das noch nie erlebt. Ich erzähle Euch nichts von irgendeiner Frau von der ich mal über sechs Ecken gehört habe. Ich kenne diese Frau persönlich sehr gut!!! Da ihre Geschichte mir sehr viel Mut macht fand ich, dass ich sie euch nicht vorenthalten sollte.

    Die Nebenwirkungen von Afinitor sind bekanntlich nicht ohne aber wenn es denn mein Leben verlängert soll es mir recht sein. Mit der Zeit sind diese auch immer wieder weggegangen und es kamen neue Nebenwirkung. Zur Zeit leide ich unter geschwollenen Füßen und da es aber im Moment aber kälter wird, geht auch das langsam wieder zurück.

    Euch allen alles Gute und alles Liebe und vielleicht bis bald.
    Elisa