Angepinnt Presseinfos/ Sammelthread

    Das hier ist zwar leider nur auf Holländisch, aber zumindest @RESI kann es auch lesen (und vielleicht ja noch die ein oder andere). Ich hab es noch nicht gegenrecherchiert, aber es wird von einer Frau berichtet, die als erste Patientin von metastasierten Brustkrebs als geheilt gilt - dank Immuntherapie. Das Ganze wird als Durchbruch in der zukünftigen Therapie gewertet und kann zumindest zuversichtlich stimmen.

    lindanieuws.nl/nieuws/vrouw-bo…-immuntherapie-doorbraak/
    Liebe Grüße, Belle
    Vielleicht findet ja jemand einen Hinweis auf die beschriebenen Studie.
    -
    Durchbruch: Erstmalig ist eine Brustkrebspatientin geheilt worden durch eine Immuntherapie.Eine Amerikanerin die an einer Studie teilnahm wurde unerwartet von Brustkrebs geheilt der schon gestreut hatte. Die Behandlung der Frau durch die Immuntherapie schien überraschenderweise sehr erfolgreich.

    Die Therapie vernichtete alle bösartigen Zellen und 2 Jahre danach ist die Frau immer noch „sauber“.
    Noch drei Jahre zu leben.
    Eigentlich hatte Judy Perkins sich schon damit abgefunden dass sie nicht mehr lange leben würde. Die Frau aus Florida erhielt die Diagnose Brustkrebs und Metastasen im fortgeschrittenen Stadium. Die Chemotherapie schlug nicht an woraufhin die Ärzte ihr noch maximal drei Jahre zu leben gaben.Immuntherapie. Judy wurde für eine Studie ausgewählt die die Wirkung einer Immuntherapie untersuchen sollte. Die Immuntherapie wurde in erster Linie bei Patienten angewandt die als austherapiert galten um ihnen mehr Lebenszeit zu geben. Bei einigen Patienten blieb der Krebs unerwartet lange Zeit weg. Mittlerweile sieht man in der Immuntherapie eine vollwertige Therapie zur Heilung. Allerdings wurde bisher noch niemand durch einen Immuntherapie von Brustkrebs im letzten Stadium geheilt.
    Laboruntersuchungen
    Bei der Studie zur Immuntherapie wurden dem Blut Abwehrzellen des Patienten entnommen. Im Labor „lernen“ diese Zellen Krebszellen zu erkennen und zu vernichten. Diese Zellen werden zu einer großen Anzahl vermehrt und dem Körper wieder zugeführt.
    Durchbruch
    Obwohl die Untersuchung als großer Durchbruch bei der Behandlung von Krebspatienten gilt, warnen die Ärzte auch davor zu glauben, dass diese Form der Therapie jedem helfen wird. Viele Untersuchungen sind erforderlich um heraus zu finden wie effektiv die Behandlung bei verschiedenen Krebsarten ist.
    Wanderungen
    Judy ist natürlich sehr glücklich. Sie, die sich vor ein paar Jahren kaum noch bewegen konnte vor Schmerzen, unternimmt heute Wanderungen – manchmal von 60km Länge – erzählt sie „The Guardian“
    Hier wurden 2 Dinge getan: zum einen wurde die DNA der Metastasen auf Mutationen untersucht. Dies macht z.B. auch der Foundation one Test. In der Regel findet man bei Bk Patientinnen nur wenige Mutationen; ich habe die Test Ergebnisse von 2 Frauen gesehen, die eine hatte 1! Mutation, die andere 6. Verglichen mit der Frau im Bericht sehr wenig. Und das scheint das Problem zu sein.
    Nachtrag (so ist das, wenn man nur auf dem Handy tippseln kann) zum anderen wurden immunzellen entnommen und selektiv vermehrt und wieder in die Patientin zurück injiziert. Auch das gibt's schon. Und es wurde zudem noch pembrolizumab gegeben.
    Um auf deine Frage zu antworten, ja, ich glaube, das ist die Tumor Medizin der Zukunft.

    Dieser Bericht handelt von einem sensationellen Erfolg, der leider so nicht immer gegeben ist. Da müssen schon viele glückliche Faktoren zusammen kommen.
    Aber das lässt hoffen!
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    07. Juni 2018

    SANDPIPER: Taselisib + Fulvestrant verlängert
    PFS bei ER+, HER2-, PIK3CA-mutiertem mBC

    Taselisib, ein wirksamer, selektiver PI3K-Inhibitor, weist erhöhte Aktivität in PIK3CA-mutierten
    Brustkrebs (BC)-Zelllinien auf und zeigt bestätigtes partielles Ansprechen in PIK3CA-mutiertem BC als Monotherapie oder in
    Kombination mit Fulvestrant .
    In der doppelblinden, Placebo-kontrollierten, randomisierten Phase-III-Studie SANDPIPER
    wurde Taselisib + Fulvestrant bei Patienten mit Östrogenrezeptor positivem, HER2-negativem, PIK3CA-mutiertem lokal
    fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs (mBC) untersucht.

    Postmenopausale Patientinnen mit Rezidiv oder Progress unter/nach Therapie mit einem
    Aromatase-Inhibitor wurden 2:1 randomisiert für Taselisib (4 mg oral, qd) + Fulvestrant (500 mg) oder Placebo +Fulvestrant.
    Stratifiziert wurde nach viszeraler Erkrankung, endokriner Sensitivität und geografischer Region. Patientinnen mit
    PIK3CA-mutierten Tumoren, die zentral mittels eines PIK3CA-Mutationstest bestimmt wurden, wurden separat von denen mit
    nicht mutierten Tumoren randomisiert. Primärer Studienendpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patientinnen mit
    PIK3CA-mutierten Tumoren nach Einschätzung des Prüfarztes .
    Sekundäre Endpunkte umfassten die objektive Ansprechrate (ORR),
    Gesamtüberleben (OS), die Rate des klinischen Nutzens (clinical
    benefit rate, CBR), Dauer des objektiven Ansprechens (DoR), PFS nach
    Einschätzung eines unabhängigen, bezüglich der Behandlung
    verblindeten, zentralen Komitees (blinded independent central review, BICR-PFS) und die Sicherheit.

    516 Patientinnen wurden in die ITT-Gruppe mit PIK3CA-Mutation randomisiert, davon 340
    in den Verum-Arm. Taselisib + Fulvestrant verlängerte das mediane INV-PFS signifikant um 2 Monate . Die Verbesserung im PFS wurde durch
    das BICR-PFS bestätigt . Die Daten zum OS sind noch unreif.
    Bei Patientinnen mit messbarer Erkrankung zu Behandlungsbeginn lag die ORR von Tasilisib + Fulvestrant (n=264) mit 28,0% signifikant höher
    als mit Placebo + Fulvestrant (n=134; 11,9%; p=0,002). Die CBR für die Kombination betrug 51,5%, mit Fulvestrant mono nur 37,3%.
    Patientinnen sprachen 8,7 Monate auf Taselisib + Fulvestrant an
    (n=74), die DoR für PBO + Fulvestrant betrug 7,2 Monate (n=16).

    Die häufigsten unerwünschten Wirkungen

    (AEs) ≥ Grad 3 bei Patientinnen im Taselisib + FulvestrantArm, die
    bezüglich der Sicherheit auswertbar waren und ≥ 1 Behandlungsdosis
    erhalten hatten, waren Durchfall (12%), Hyperglykämie (10%), Kolitis
    (3%) und Stomatitis (2%). AEs führten bei Taselisib häufiger zu
    Therapieabbrüchen (17% vs. 2%) und Dosisreduktionen (37% vs. 2%) als
    mit Placebo.

    Taselisib + Fulvestrant verlängerte das
    PFS im Vergleich zu Placebo + Fulvestrant bei Patientinnen mit
    ER-positivem, HER2-negativem, PIK3CA-mutiertem lokal
    fortgeschrittenen oder metastasierten BC. Das Sicherheitsprofil
    stimmte weitgehend mit dem in früheren Studien überein.
    aus: Journal Onko
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Doofe Frage, gibt es Möglichkeiten, diese Mutationen Pd1 oder welche auch immer, zu erkennen?
    Ist es heute noch so, dass Pembrolizumab ohne Voruntersuchung gegeben wird?

    Was glaubt ihr, wie lange dauern die weiteren Studien, Ergebnisse um für uns hilfreich zu sein?

    Liebe Grüsse
    Carina100

    Carina100 schrieb:

    Doofe Frage, gibt es Möglichkeiten, diese Mutationen Pd1 oder welche auch immer, zu erkennen?


    Ja, die gibt es. Das macht die Molekularpathologie, Dr. Wirtz in Köln zum Beispiel. Der Test heiß Checkpointtyper. Wenn Du seine Kontaktdaten brauchst, schreib mich ruhig an.
    Ob Pembroli ohne Untersuchung diesebzüglich gegeben wird, weiss ich nicht. Aber es macht wenig Sinn, wenn <50% Pd1 vorhanden ist.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Danke liebe Jule,
    die Adresse habe ich, über die Vorgehensweise bin ich noch nicht klar.
    Muss ich das Tumorgewebe selbst dort hinschicken, oder holen sie sich das ?
    Ist es privat zu finanzieren?

    Noch ne weitere doofe Frage, wenn diese Mutationen so wichtig sind bei zukünftigen Immuntherapien, warum wird noch nicht in den Behandlungen danach gesucht? Zu teuer, oder?? Aber ein Hinweise darauf wäre nicht schlecht, man o man.
    LG
    Carina100

    Carina100 schrieb:

    Noch ne weitere doofe Frage, wenn diese Mutationen so wichtig sind bei zukünftigen Immuntherapien, warum wird noch nicht in den Behandlungen danach gesucht? Zu teuer, oder?? Aber ein Hinweise darauf wäre nicht schlecht, man o man.


    Erst mal zum Procedere.
    Man nimmt mit Dr. Wirtz Kontakt auf, per Email etwa. Oder auch telefonisch- die sind sehr nett und hilfsbereit dort.
    Klärt mit ihm ab, was sinnvoll ist. Dann hat er die Möglichkeit, das Material in Deiner Pathologie anzufordern.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man es auch selber abholen und verschicken kann- meiner Meinung nach die schnellste und sicherste Methode.

    Ich weiss, dass der Mammatyper mittlerweile von der KK bezahlt wird. Beim Checkpointtyper bin ich mir nicht sicher- wenn es eine Indikation gibt, wird es die Kasse vielleicht zahlen, ansonsten muss man leider selber ran.

    Tja, ich fürchte, Immuntherapie ist noch nicht in den Leitlinien angekommen, genauso wenig wie z.B. der Androgenrezeptor für die triple negativen. Und ja, es ist noch teuer.
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer