Angepinnt Wie finanziert sich das KIZ?

    Wie finanziert sich das KIZ?

    Hallo an alle,
    in der Hoffnung, dass hier mehr Transparenz herrscht als in manch anderem Forum, würde mich mal interessieren aus welchen Quellen sich das KIZ finanziert und welche jährliche Kosten damit gedeckt werden müssen? (Räusper)

    Viele Grüße
    Doris
    Danke Mausi,
    ich zitiere aus "Übersicht des Forums"

    "Das Krebs-Infozentrum finanziert sich ohne Spenden, Fördermitgliedschaften oder Sponsoring, da die Kosten zur Zeit sehr übersichtlich sind. Sollte die Vereinsform in eine e.V. umgewandelt werden, so würde eine beantragte Gemeinnützigkeit die Grundlage für Spenden darstellen. Über diesen Schritt informieren wir selbstverständlich im Vorfeld. Wenn Sie uns dann unterstützen möchten, etwa durch eine Fördermitgliedschaft oder durch Spenden, würden wir uns freuen. Da wir Transparenz für unumgänglich halten, würde dann spätestens alle drei Jahre der Rechenschaftsbericht online gestellt."

    Es würde mich weiter interessieren, ab wann, d.h. bei welcher Anzahl der Teilnehmer oder Mitglieder eine Umwandlung in Vereinsform erfolgen würde? Wieviele sind es derzeit?
    Vielen Dank
    Doris
    Hallo @northdakota - zunächst einmal ein ganz herzliches Willkommen hier bei uns im Krebs-Infozentrum. Wir hoffen, dass du dich bei uns wohl fühlst und auf deine Fragen die für dich passenden Antworten und Infos bekommst.

    ​Um gleich mit deinen ersten Fragen anzufangen: Wir finanzieren das Forum ausschließlich privat und betreiben es vollständig ehrenamtlich. Das stellt absolut kein Problem dar, da sich die monatlichen Kosten auf nicht einmal 10 Euronen belaufen; wir können das durchaus noch vom Taschengeld bezahlen - andere Menschen geben deutlich mehr für Hobbies und Freizeitaktivitäten aus. Die Lexikon-Software habe beispielsweise ich bezahlt, das hat mich 24,90 EUR gekostet, die Forumssoftware mit Kosten von 79,90 EUR hat jemand anders aus dem Team übernommen. Sämtliche Softwarekosten waren einmalig, es fallen keine jährlichen Folgegebühren an. Sollten mal Kosten für eine Updateversion fällig werden, wird sich auch dafür jemand finden. Rechtsanwaltlichen Rat im Vorfeld zum Beispiel bei der Abfassung unserer Nutzungsbedingungen oder bei der Frage, auf was wir achten müssen, um Abmahnungen und ggf. Klagen aus dem Weg zu gehen, haben wir vollständig kostenlos bekommen.

    Das Team ist sich mit der Betreiberseite einig, dass wir das so lange so beibehalten wollen, wie es irgendwie geht, da wir der Meinung sind, dass Menschen, die von Krebs betroffen sind, genug mit der Krankheit zu tun haben und nicht auch noch um Spenden angegangen werden sollten - zumal sehr viele unserer User von kleinen Renten oder Krankengeld leben müssen. Was in zehn Jahren sein wird, dazu können wir natürlich noch nichts sagen (die Glaskugeln sind so trübe heutzutage) - aber Fakt ist, dass wir durchaus noch mehr User vertragen können. Wir haben aktuell 465 Mitglieder und da ist noch eine ganze Menge Luft nach oben. Auch unser Webspace wird so schnell nicht an seine Grenzen stoßen.
    Es grüßt die Hexe.
    Ein Dankeschön an das gesamte Team vom KIZ zu der Offenheit die hier herrscht.

    Ich habe es woanders erlebt, das alles was mit Geldern zu tun hat verschleiert wird und nie offengelegt wurde und auch wofür eine GmbH gegründet wurde. Ich habe leider lange gebraucht um festzustellen dass ich mit meinen Beiträgen zur Fördermitgliedschaft aufs übelste verarscht wurde. Es ist schlimm auf Fragen als einzige Antwort eine Sperre zu erhalten.

    Für das KIZ ist es auch bemerkenswert das hier nicht, wie woanders, auf den Zug der krankenkassenfinanzierten Selbsthilfegruppen aufgesprungen wird. Hier wird plötzlich von einigen das große Geschäft gewittert aus den Töpfen der KK Gelder abzusahnen (Google: Selbsthilfegruppenfinanzierung 2016) und neue Geldquellen aufzumachen.

    Es ist schön hier so ein Miteinander zu erleben und ich habe mit dem anderen abgeschlossen.

    Boebi
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „boebi“ ()

    Das ist aber interessant Boebi! Jetzt fällt bei mir der Groschen, warum plötzlich der Vorschlag auftaucht, dass sich Selbsthilfegruppen gründen sollen und das aber kaschiert als das Bedürfnis der user und aus Datenschutzgründen...Ganz schön clever.
    Ich hätte aber kein Problem damit, wenn sich hier in diesem Forum Ähnliches mit Selbsthilfegruppen organisieren würde, weil ich hier Transparenz erlebe und hätte die Zuversicht, dass die Gelder für das KIz verwendet werden und nicht irgendwohin versickern. Das wäre dann auch eine gute Alternative für diejenigen, die Bedürfnis nach einer Selbsthilfegruppe haben.

    Viele Grüße Doris
    Hallo Doris

    northdakota schrieb:

    warum plötzlich der Vorschlag auftaucht, dass sich Selbsthilfegruppen gründen sollen


    Das ist mir neu und steht und stand hier im kiz noch nie zur Diskussion? Wie kommst du darauf?

    LG mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Ihr Lieben,

    da 2016 die Krankenkassen unglaublich viel Geld in Selbsthilfegruppen investieren, wird dies sicherlich einen entsprechenden Gründungs-Boom auslösen. Wie aber @The Witch ausführte, sind monetäre Interessen im KIz kein Thema.

    In Wikipedia steht zum Thema Selbsthilfegruppe folgendes:

    Selbsthilfegruppen dienen im Wesentlichen dem Informations- und Erfahrungsaustausch von Betroffenen und Angehörigen, der praktischen Lebenshilfe sowie der gegenseitigen emotionalen Unterstützung und Motivation. Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Selbsthilfegruppe


    Das wird auch mit einem Forum abgedeckt. Natürlich können sich im KIz Selbsthilfegruppen etablieren (so wie die Selbsthilfegruppe Zungenkarzinom), allerdings immer unter der Voraussetzung, daß diese nicht kommerziell oder vereinsmäßig agieren.

    Wie was warum andere Organisationen machen, sollte uns nicht tangieren, denn: Mia san mia.


    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Ja, wieder ein Punkt mehr warum ich mich hier gut aufgehoben fühle. Interessanter Hinweis zu der Unterstützung der Selbsthilfegruppen. Trotzdem: falls es mal am Geld fehlen sollte, irgendetwas neu angeschafft werden muss o.ä. gebt Laut. Gerne mit einer persönlichen Nachricht an mich.
    LG
    Resi

    RESI schrieb:

    Trotzdem: falls es mal am Geld fehlen sollte, irgendetwas neu angeschafft werden muss o.ä. gebt Laut.


    Liebe Resi,

    ähnliche Offerten wurden auch schon von anderen Usern an das Team herangetragen. Es ist schön zu lesen, daß unsere Arbeit hier so wertgeschätzt wird, daß uns Unterstützung angeboten wird. Aber die 10 Euronen im Monat kriegen wir locker gewuppt und da wir keinen Verwaltungsapparat bedienen müssen und wollen und die Software - wie erwähnt - ein einmaliger Kostenfaktor war, sind wir gut aufgestellt.

    Dein Posting hat uns dennoch sehr gefreut. Hab Dank dafür!

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero
    Guten Abend,

    Ich möchte den "Machern" des Kiz danken für die Offenheit und Darlegung aller Kosten. Ich wünsche den Moderatoren ein glückliches Händchen bei ihrer Arbeit um diesen losen Konstrukt hier zu erhalten und vielen Dank für die Heidenarbeit die ihr erledigt. Es ist in der heutigen Zeit nicht leicht Menschen zu finden, die im Dienste der Allgemeinheit oder spezieller Gruppen ehrenamtlich und ohne Bezahlung sich zu engagieren.

    Was ich aber jetzt nicht verstehe, ist die thematisierung der Förderung der Selbsthilfe hier in diesem Thema und überhaupt. Die gesetzlichen Krankenkassen fördern Selbsthilfegruppen mit medizinischem Bezug schon lange, das ist nichts neues. Ich leite auch eine Selbsthilfegruppe (Patientengruppe Nierenkrebs Rhein-Neckar) und wir bekommen von Anfang an die Förderung. An Patientendaten sind der Krankenkasse nur Anschrift und Namen des Leiters und eines Berechtigten für das Konto bekannt (vier Augen Prinzip). Mir selbst sind nicht alle Daten unserer Mitglieder bekannt und die Kassen haben sich bis jetzt auch nicht dafür interessiert. Diese Förderung ist auch von bestimmten Vorraussetzungen abhängig. Ich verstehe nicht den negativen Tenor der hier über diese Förderung herrscht. Wir haben z.B.: allein für Raummiete Kosten von ca. 300,-€, dazu kommen in der Hauptsache Fahrtkosten zu Weiterbildungsmaßnahmen. Warum sollte dies nicht durch die Krankenkassen übernommen werden. Am Ende des Jahres muss ja ein Rechenschaftsbericht abgegeben werden, wer soll sich da bereichern?

    Viele Grüße

    Jan
    Hallo Jan,

    vielleicht hast du mich falsch verstanden, deshalb nochmal.

    Es geht mir hier nicht um irgendeine Kritik an den vielen Selbsthilfegruppen die bereits existieren und die sich ohne Hilfe der Krankenkassen nicht gründen konnten und sich auch nur sehr schwer finanzieren können. Diese machen eine lobenswerte und nicht zu unterschätzende Arbeit. Es geht auch nicht um eine Kritik an Selbsthilfegruppen die sich durch die Förderung der Krankenkassen neu gründen können. In diesem Forum sind einige die sich in Selbsthilfegruppen engagiert haben und auch jede Menge Freizeit opfern.

    Es geht mir hier alleine um eine Warnung vor plötzlich auftauchenden „Gutmenschen“ die auf diesen Zug aufspringen, weil durch die Krankenkassen diese Jahr Millionen zusätzlich für Selbsthilfegruppen investiert werden.

    Dazu braucht es keinen Vermittler, sondern da helfen die Krankenkassen vor Ort. Dann kommen die Gelder auch da an wo sie tatsächlich gebraucht werden. Du hast das ja sehr gut erklärt wo die Probleme sind und wie schwer es ist.

    Ich hoffe ich konnte das klarstellen.

    Liebe Grüße
    Boebi
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    Lieber @jan64 ,

    ich glaube auch, daß boebi in keinster Weise die Leistungen von Selbsthilfegruppen in frage stellen wollte, denn diese leisten unglaublich viel Arbeit vor Ort. Ich denke, es waren anerkennende Worte fürs KIz, daß diese Möglichkeit nicht in Erwägung gezogen wurde, obwohl sich die Bedingungen für Fördergelder geändert haben. Ich zitiere:

    Neben wichtigen Face-To-Face-Angeboten müssen auch internetgestützte Angebote entwickeln werden, um Wissenswertes sowie virtuelle Räume für den Austausch von Gleichgesinnten anzubieten. Quelle: aok-bv.de/gesundheit/selbsthilfe/


    Das KIz hätte also durchaus entsprechende Anträge stellen können, aber das Team denkt - angesichts der minimalen finanziellen Aufwendungen - daß wir solche Zuwendungen nicht benötigen, im Gegensatz zu engagierten Selbsthilfegruppen, die mit Herzblut einen hohen organisatorischen Aufwand betreiben, z.B. auf Veranstaltungen präsent sind oder Raummieten für Treffen vor Ort finanzieren müssen.

    Und nun hoffe ich, die Weichen wieder Richtung "Wie finanziert sich das KIz" gestellt zu haben.

    Viele Grüße
    Anhe
    Dum spiro, spero - Cicero