Meine Ma ist gegangen...

    Liebe @Flo_

    Ich weiß wie schwer dir es gefallen ist diese Zeilen zu schreiben, ich weiß es ganz genau. Du machst es aber richtig du setzt dich ganz bewusst noch einmal mit dem Geschehenen auseinander, ich habe es genauso gemacht. Du bist sehr stark und ich bin davon überzeugt das du deinen Weg gehen wirst.

    Darf ich dich fragen wie alt du bist?

    Ganz liebe grüße mausi <3
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Flo,

    beim Lesen deiner Zeilen fühlte ich mich um 8 Jahre zurückversetzt. Es ist gut, dass du diese Erinnerungen niederschreiben kannst und ich weiß, wie weh das tut. Und ich denke wie Mausi: du bist stark.


    Fühl dich gedrückt, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Liebe Flo,
    ich kann so gut mitfühlen. Vor einem Jahr starb mein Vater auf ähnliche Weise, wenn auch nicht an Krebs.
    Wir waren alle dabei und es war einfach schlimm.

    Auch ich glaube, dass das Berichten darüber gut tut. Mal die Gefühle und Gedanken ausdrücken. Das erleichtert bestimmt.

    Nachdem bei mir jetzt ein Rezidiv da ist, habe ich im Handy ein Tagebuch. Notiere meine Gedanken, meine Gefühle und wie es mir geht.
    Es ist mit einem Passwort geschützt. Eventuell gebe ich dieses Passwort, wenn es mal soweit ist, meiner Schwester. Diese kann es dann verwahren, bis meine Kinder etwas darüber hinweg sind, um es ihnen dann zu geben.

    Ja, reden ( schreiben ) erleichtert.
    Danke für Eure Worte.
    Mamas Zustand verschlechterte sich noch drastisch. Ich bin 5 Stunden mit ihr allein, rufe stetig die Schwestern zum Morphiumhochfahren und breche dann auch komplett zusammen. Zwei weitere Stunden danach, hat sie es "geschafft". Denke werde über die Details hier nicht schreiben. Habe einmal die Woche Gespräch, wo ich damit hin kann.

    Anchilla, das tut mir sehr leid. Dieser verdammte Krebs....
    Wünsche Dir und deiner Familie viel Kraft und trotz allem, viele gute Momente miteinander. <3
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.

    Flo_ schrieb:

    Denke werde über die Details hier nicht schreiben.
    Guten Morgen Flo,

    lass dir Zeit damit. Wie du schreibst, kannst du darüber sprechen. Das ist gut. Solltest du später den Mut, die Kraft und das Bedürfnis zum Schreiben haben, kannst du das immer noch tun, wenn du es möchtest. Für deine Gespräche wünsche ich dir viel Kraft.


    Guten Morgen @Anchilla

    wenn man in einem Forum wie dem KIZ unterwegs ist, vergisst man leicht, dass die von dieser mistigen Krankheit Betroffenen oft selbst auf die eine oder andere Art vielleicht bereits Hinterbliebene sind. Ich kann mir vorstellen, dass das ganz besondere Probleme verursacht, die wir als 'normale' Angehörige gar nicht kennen. Mein Mitgefühl für deinen Verlust.

    Deine Idee mit dem Tagebuch finde ich gar nicht schlecht. Sicher hilft es auch dir, deine Gedanken und Sorgen zu sortieren und manchmal auch neuen Mut zu fassen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie mächtig das Schreiben ist und ich habe das schon etlichen Menschen empfohlen. Egal, ob nun öffentlich hier oder in einem geschützten Tagebuch. Ich habe während meines ersten längeren Urlaubs alleine an einem besonderen Ort Tagebuch geführt. Traurige Gedanken, gute Gedanken und auch lustige Geschichten und Ereignisse, diese dann mit eigenen Fotos bestückt, ausgedruckt und binden lassen. Ich habe dieses Büchlein meinen Kindern und wenigen, ganz besonderen Menschen geschenkt. Ob meine Kinder es wirklich und ganz gelesen haben, ich weiß es nicht, denn auch für sie steckt da jede Menge Vergangenheit drin.

    Ich kann dir nur empfehlen, dein Tagebuch nicht nur auf deinem Handy zu schreiben, sondern es auch auf deinem Rechner zu sichern. Es ist zu wertvoll, um verloren zu gehen. Auch für dich selbst. Die beste Möglichkeit, es zu sichern, wäre das Ausdrucken. Dann allerdings schwerer zu verstecken.

    Ich wünsche dir für deinen weiteren Weg viel Kraft und Mut und gib dem Schalentier kräftig eins auf die Mütze.


    Alles Gute, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Danke für Deine lieben Worte, Helmut.
    Und ich werde auch Deinen Rat befolgen und es zusätzlich speichern. Im Nachhinein kann man das gar nicht mehr alles notieren was einem jeweils durch den Kopf ging.
    Im Moment schieb ich ja den Krebs total nach hinten, ins letzte Gehirnstübchen...smile....denn ich warte gerade soooo sehr auf mein 4. Enkelkind, welches hoffentlich kerngesund zur Welt kommt.

    Die Enkelkinder geben mir enorm viel Kraft zu kämpfen. Dabei habe ich das Glück, dass sie ganz nah wohnen und ich sehr viel Kontakt mit ihnen habe.
    Hallo Anchilla,

    ja, die lieben Racker ^^ . Dann drücke ich der werdenden Mama die Daumen und dem kleinen Würmchen natürlich auch.

    Naja, Enkel haben einen Vorteil: man kann sie zurückgeben :D . Ich selbst habe 4 Enkel (1 bis 14 Jahre). Alles Mädchen. Meine Lebenspartnerin bereits 5 (1 bis 7 Jahre). Zwei Mädchen und drei Jungs. Du kannst dir vorstellen, was das einen Auftrieb gibt, sollten mal wirklich alle neun gleichzeitig bei uns wären. Mehr als fünf gleichzeitig waren es noch nicht. Haus und Garten sehen danach aus, als hätte eine Bombe in die Spielzeugkiste eingeschlagen. ^^

    Ich liebe sie alle.


    Liebe Grüße, Helmut

    PS: sorry, Flo, wenn wir uns hier mal über anderes Unterhalten. Ich denke, das geht in Ordnung.
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Anchilla, ich drücke Dir ganz fest die Daumen!
    Und ja, schreiben kann hilfreich sein, eine gute Idee mit dem Tagebuch.
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    __________________________
    Raum der Stille

    Die Krankenschwester kommt in den Raum
    der Stille. Ich weine, dieser übermächtige Trennungsschmerz.

    Ich weiss nichts mehr, da ist nur noch
    dieser alles einnehmbare Schmerz.

    Sie fragt, ob sie mich alleine lassen
    soll.

    Ich höre sie unter all dem was in mir
    tobt, mich zerreisst, mich von dieser Welt wegführt und sage
    irgendwie, dass ich nicht weiss, dass sie es für sich entscheiden
    soll.

    Kann kaum denken, alles überschlägt
    sich. Mama ist Tod.

    Sitze gebeugt, gekrümmt, mit
    zitternden Händen, bebendem Körper und brennenden Tränen auf einem
    Stuhl, von ihr weiter entfernt.

    Alles in mir krampft - vor Schmerz.

    Sie setzt sich. Sie sitzt einfach
    wortlos da und hält meinen Schmerz aus.

    Nach etwas Zeit, als ich wieder
    aufstehen kann, da nimmt sie mich in den Arm.

    Das werde ich ihr nie vergessen.

    03.02.16
    ca. 4.00 Uhr
    ____________________________________________
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    ____________________________


    Der 26.01.16.- mein Geburtstag. Ich
    feiere ja nicht.

    Wache auf und denke an Mama. Seid
    wenigen Tagen fällt es ihr schwer sich an so einiges zu erinnern.
    Sms Schreiben bekommt sie nicht mehr wirklich hin.

    Ich weiss nicht, ob sie Besuch haben
    mag. Wir haben es so ausgemacht, dass wir es miteinander absprechen.

    Niemand meldet sich. Ein seltsames
    Gefühl breitet sich in mir aus. Am frühen Nachmittag halte ich es
    nicht mehr aus und nehme mein Rad und fahre zu ihr in die
    Lungenklinik. Angst durchfährt meinen Körper.

    Mit zitternden Händen öffne ich ihre
    Zimmertür und finde darin zwei andere Frauen wieder. Entschuldige
    mich und eile mit klopfendem Herzen zu den Schwestern.

    "Wo ist meine Mama?"

    Sie weisen mir den Weg, welcher mich
    auf der Palliativstation ins letzte Zimmer führt. Hier gibt es auch
    keine Toilette mehr und der Raum ist kleiner als der vorige.

    Der Kreislauf geht mir runter, ich
    trinke einen halben Liter und gehe dann mit weichen Knien zu ihr. Der
    Schreck- ich dachte, sie wäre gegangen und man hätte es mir noch
    nicht mitgeteilt.

    Dort liegt sie und versucht gerade
    eine Sms zu tippen. (Geburtstags-Sms)
    Wir begrüssen uns und ich muss mich setzen, bin
    kreidebleich und kann kaum sehen.

    Ich möchte nicht, dass sie mich so
    sieht und kämpfe innerlich darum meinen Kreislauf wieder
    hinzubekommen...

    26.01.16
    ____________________________________________________________________
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Bommelsocken

    Heute Nacht, kurz vor dem Einschlafen, da fielen mir einige schöne Momente mit Dir ein.
    Der Tag, an dem Du mir erzählst, dass man Dir am Telefon mitteilte, dass Du nur noch wenige Monate hast.
    Du sitzt mir gegenüber und deine Hände liegen ineinander, nervös und aufgeregt. Das kommt jedoch erst viel später bei mir an. Am Wochenende ging es mir sehr schlecht, weshalb ich nicht vollends alles so wie sonst aufnehmen kann.
    Aber ich höre Dich und kann gar nicht so reagieren wie ich es gern getan hätte. (Ich glaube im Nachhinein, warst Du froh, dass ich nicht "zusammengebrochen" bin)
    Ich weiss ja darum, ich weiss ja schon länger, dass Du aufgrund allein der Hirnmetastasen, nicht mehr viel Zeit hast. Irgendwie teile ich es Dir im Gespräch mit. Wir gehen raus, spazieren.
    Du sagst, dass mich dass doch belastet haben muss.
    Ich weiss grad nicht mehr genau, was ich drauf erwidere.
    Du bist ganz locker, weich in deinem Auftreten. In der Klinik dort, wegen der Depression und der Angstzustände, geht es Dir wirklich viel besser.
    Jedenfalls, gehen wir spazieren und Du hast die von deiner neu gewonnenen Freundin gestrickten Socken an. Sie sind bunt und echt aussergewöhnlich. Mit Schnüren und Bommeln.
    In deiner beschwingten Art erzählst Du mir von der OP, als sie von Bert, wie Du den Lungenkrebs nanntest, eine Gewebeprobe entnommen haben. Ich konnte nicht bei sein. War argh erkältet und habs mich wegen der hohen Ansteckungsgefahr, wegen deines schwachen Immunssystems nicht getraut zu kommen.
    Jedenfalls! Erzählst Du mir, dass du mit diesen Socken auf dem OP-Tisch gelegen hast. Wir amüsieren uns beide. Ein schöner Moment- trotz all dem Schrecken.
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Guten Morgen Helmut,
    dass Gefühl dieses Moments flattert in meinem Bauch. Halte es fest.
    Schön, dass ihr Anteil nehmt.
    Sonnigen Tag gewünscht
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo Flo,

    was mit gerade jetzt auffällt: es muss doch auch für deine Mutter ein großes und gutes Gefühl gewesen sein, gerade in dieser Situation eine neue Freundin zu finden? Meiner Frau ging es genau so. Die Beiden haben sich oft und sehr viel unterhalten. Auch per Telefon. Meiner Frau hat das sehr gut getan. Sie war meistens total entspannt danach und gut gelaunt.

    Wie war das bei deiner Mutter?


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo Helmut, nachdem Mama die Diagnose Hirnmetastasen bekam und es in der Klinik tagelang auf und ab ging, ein fester Therapieplan erstellt worden war, fuhren wir beide zu ihr nach Hause und probierten es dort aus.
    Am zweiten Tag, brach sie zusammen und entschied sich in ein Krankenhaus zu gehen, welches für psychisch Erkrankte ist. Sie hatte schwere Angstzustände, Depressionen und Selbstmordgedanken.
    Jedenfalls kam sie dort mit Menschen in Kontakt, die ihr gut taten. Als sie dann dauerhaft ins Helios Klinikum musste, weil ihr Zustand es nicht mehr anders erlaubte, "lösten" sich diese Freundschaften. Ich denke, es war auch Unsicherheit im Umgang mit der Erkrankung. Mama hat sich ja ziemlich schnell verändert.
    Einiges war ihr dann auch zuviel.
    Für die von mir beschriebene Zeit aber, hat ihr dies schon sehr geholfen.

    Auf der Beerdigung, kamen zwei Frauen, die meinten, mich des öfteren gesehen zu haben.
    Sie haben einen sehr lieben Brief geschrieben, in jenem sie Mama beschrieben. Und Steine haben sie verschenkt, besondere kleine Steine.
    Ja, bin echt dankbar, dass sich dieses Krankenhaus dafür bereit erklärt hat, Mama trotz der Krebserkrankung aufzunehmen und ihr das Zimmer während der Chemozeit (immer eine Woche dann zum Helioskrankenhaus wechseln mussten) freihielten.

    Schönen Abend Dir,
    Flo
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Ernie und Bert,
    entstanden in der Angst/ Kunsttherapie (Gunilla Göttlicher) auf der Palliativstation.
    Auf der Rückseite steht:

    Die lustigen unlustigen Gesellen. 07.1.2016

    (Ernie, die größere Hirnmetastase, Bert, der Lungenkrebs und die Marienkäferchen, die Metastasen.)
    "Die können auch nichts dafür, dass sie da sind.", sagtest Du einmal zu mir.
    Dateien
    • Bild 059.jpg

      (187,16 kB, 7 mal heruntergeladen, zuletzt: )
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Hallo Helmut, ich hoffe es geht Dir gut. (?)
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Traumwelten

    Wir stehen im Wasser.
    Einem weiten See.
    Meine Mutter und ich.
    Ich halte sie im Arm.
    Und plötzlich bemerke ich, dass ihr Kopf, ihr Kopf zum Teil unter Wasser ist.
    Sie kann nicht atmen...
    Höher halten, ich muss sie schnell höher halten...

    _______________________________________

    Worte werden ausgetauscht.
    Mit wem zeichnet sich nicht ab.
    Mama soll besucht werden.
    Sie liegt in der Lungenklinik.
    Gedanken- Gefühle, dass ich es nicht mehr dorthin schaffe.
    Dass sie doch verbrannt worden ist.
    Und dann, aus dem Gespräch heraus, beginne ich laut zu rufen.
    "Dieser Scheiß Krebs!"
    Immer und immer wieder.
    Ich weine
    Ich liege irgendwo im Nichts.
    Und plötzlich erscheint das Gesicht meiner Ma über mir.
    Sie hat ihre Haare wieder, sie sieht aus wie früher,
    Nur ein ganz klein wenig aufgedunsen.
    Meine Hände betasten ihr Gesicht.
    "Mama...Mama da bist Du ja..." und wir nehmen einander in den Arm.
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Hallo Flo,

    ja, es geht mir gut. Ich dachte nur, das Bild täuscht. Es sieht aus, als ob ein Kind es gestaltet hätte mit lustigen Figuren und süßen Käfern. Ich denke, da ist etwas ganz anderes zu sehen: das, was deine Mutter fühlte. Es zeigt ihre Realität. Es weckt Assoziationen.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Ah okay, dann ist ja gut.
    Ja, sie hat von Anfang an versucht mit dem Thema umzugehen.
    Ernie und Bert und die Marienkäfer, relativieren, entschärfen die Schwere der Tumore etwas. Machen sie etwas kleiner.
    Machen diese auf eine Weise anschaulich, das Thema für sich bearbeitbar. Bei der Angst/Kunsttherapie, wäre es ja kontraproduktiv, hätten die Tumore eine sehr schreckliche Figur bekommen. (Angstschürend)
    Das sie geköpft sind, zeigt, dass sie Hoffnung hatte.

    Liebe Grüße
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Beitrag von „Flo_“ ()

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    Huhu zusammen,
    wie geht es Euch?
    Bei mir steht ab heute für jeden Morgen ein Waldcrosslauf auf dem Plan. *gg*
    Damit kann man viel negative Energie ablassen und umwandeln.
    Mit reichlich Kaffee vorher, klappt dann auch das losgehen :D
    Sind jetzt (mein altes Hundchen- staune, wie er noch so mitmacht), 2 Stunden durch den Wald getingelt. Puh.
    Mal sehen, vielleicht auch wieder mit Aikido anfange. Mal sehen, mal sehen, mal sehen.
    Jetzt setz ich mich noch ne Stunde in die Bibliothek und dann gehts ein wenig arbeiten.

    Habt nen guten Tag,
    Flo
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Mit meiner Schwester hat Mama am Telefon über das Hospiz geredet. Das erfuhr ich letztens von ihr. Sie sagte: "Es muss ihr das Herz gebrochen haben..."
    Meine Schwester war nicht so dicht dran, sie hat zwei Kinder und hat es nicht so oft zu Besuch geschafft. Für sie war es schwer zu realisieren... Vielleicht hatte Mama daher zu ihr etwas Abstand, was ihr das reden mit ihr darüber erleichterte?
    Vielleicht hatte es sich aber auch nur so ergeben. Sie war ja bereits in einem sehr schwerem Zustand.
    Als ich Mama auf der Palliativstation besuchen kam, da lagen neu aus der Kunsttherapie gemachte Collagen.
    Mama sagt, sie weiss nicht, was sie ihr neuerdings geben, aber sie muss sich kurz schlafen legen.
    Ich sah mir derweil die Bilder an und darunter lag die Hospizmappe. Ich ging zum Onkologen und er erzählte mir den neuesten Stand.
    Irgendwie ergibt sich durch manche Szenen das Bild, dass Mama mich schützen wollte, weil sie wusste, wie sehr mich das im Inneren mitnimmt. Vielleicht auch ein Zufall.
    Als es mit den Hirnmetastasen rauskam, hat sie erst überlegt, ob sie mir es sagt. Es war nur ein Gedanke, natürlich hat sie sich für das Richtige entschieden. Man kann es ja nicht verheimlichen.
    Auch an meinem Geburtstag, da gab sie mir Geld mit den entschuldigenden Worten, dass es dieses Jahr leider nunmal so ist.
    Sie sprach so, als gäbe es ein nächstes Jahr.... Ein paar Tage später ist sie ja gegangen.
    Sie wusste das sie stirbt... sie hatte ja auch Geld zurückgelassen auf dem Konto, für ihre Beerdigung....
    Auch als die Lebermetastasen ziemlich dem Ende gegen entdeckt wurden, da kam während unseres Telefonats eine Schwester rein und sprach von den Therapiemöglichkeiten.
    Mama sagte danach zu mir, mit einer Stimme, als gäbe es noch Hoffnung: "Da haben sie noch was, was man gegen machen kann."
    Vielleicht konnte sie aber auch meinen Schmerz schwer aushalten...
    In meiner Wahrnehmung war es so, als sei es ihr nicht so bewusst gewesen, als klammere sie sich an die Hoffnung, die ich ihr nicht nehmen wollte.
    Vielleicht war es auch so... vielleicht auch mehreres zusammen.
    (kann mich gerade schwer ausdrücken)
    Meine Mama... ich wusste doch so lang darum und habe mich vorbereitet ...

    Weiss auch nicht, dieses bewusstwerden darum, es tut so weh... ich vermisse sie...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Flo_“ ()

    Hallo Flo,

    vielleicht ... vielleicht nicht ... vielleicht doch ...

    Ich weiß. diese Gedanken kommen ohne zu fragen. Doch lass dich nicht verrückt machen von ihnen. Auf viele wirst du eine Antwort finden, auf einige nicht. Es braucht seine Zeit und so manches ist auch ohne Antwort lebbar.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo Flo,

    ich habe, auch wenn ich nicht immer geschrieben habe, immer mitgelesen. Es fällt mir nicht leicht, dazu etwas zu sagen, denn ich sehe in Deinen Worten meine Tochter. Sie ist Dir wohl sehr ähnlich. Ich habe immer das Gefühl dass sie (und auch mein Sohn) mehr unter der Diagnose leiden wie ich.

    Ich sage meinen Kindern auch, was los ist. Dass da jetzt Metastasen sind. Aber ich sagte nicht, dass der Arzt von noch 1 Jahr sprach. Ich sagte, dass der Arzt wohl meint, dass ich keinen runden Geburtstag mehr feiern werde.....und bis dahin ist ja noch bisschen Zeit

    Meine Kinder, die ja längst erwachsen sind, leiden zu sehen, ist für mich ganz furchtbar.

    Selbst die größeren Enkel (7+9) fragen was ich habe. Natürlich wird das den Kindern nicht in der wirklichen Form gesagt.
    Der Kleine (3) ist schwerbehindert. Er brauch echt auch noch die Hilfe der Oma. Er sah mir zu wie ich mich umzog, sah die riesige Narbe und wollte mir unbedingt ein Kussi auf die Narbe geben, damit ich ganz schnell wieder gesund bin und das Aua weg geht.

    Ja, ich selber leide wohl weniger als meine Familie
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    Beitrag von „Flo_“ ()

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    Beitrag von „Flo_“ ()

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    Danke für Eure Worte. Anchilla, deine Worte berühren mich sehr... wünsche Dir noch ganz viel Zeit und Freude und antworte hier nur, wenn es Dir auch gut tut.

    Habe gestern in meinem Blumentopf ein totes Vögelchen gefunden.
    Seid gestern ist irgendwie bewusst geworden, das Mama Tod ist, auf so einer anderen Ebene.
    Vieles kam mit einmal hoch, immer und immer wieder. Dieser ganze Weg...
    Mir gehts irgendwie sehr schlecht, komme kaum hoch, schwer Luft und depressiv...
    Wie hat man das nur "geschafft"? Und jetzt soll alles normal weiterlaufen...
    Das Tabuisieren in der Außenwelt schafft mich irgendwie... fühle mich allein... (zum Glück gibts das Forum)
    Manchmal habe ich mir einfach den Raum genommen und kurz drüber gesprochen, dass ich zB. auf dem Friedhof war.
    Da ist wie eine sehr große Wunde in mir... bin so verletzlich, was das Thema angeht...

    Wird schon wieder ...


    Gestern las ich Mamas letzte Weihnachtskarte an mich. Da steht drin, dass sie immer bei mir sein wird. Dass sie die Zeit mit mir verbringen will. Auf der rechten Seite steht ein Spruch, den ich erst gestern glaube verstanden zu haben.
    Als Mama so krank wurde, da habe ich das letzte Abiturjahr an der Abendschule aufgegeben, um für sie da sein zu können. Das Fachabi habe ich mitgenommen.
    Auf der rechten Seite steht, dass Begeisterung daher so schätzbar ist, weil es der Seele die Kraft einflößt, ihre schönsten Anstrengungen zu machen und fortzusetzen.
    Damals durch eine Situation dachte ich, irgendwie verquer, sie könne damit meinen, dass ich mit ihr Mithoffen solle.
    Gestern beim lesen, kam dann dass Gefühl, sie könnte meinen, dass ich weitermachen soll... dass ich weitermachen soll, auch wenn sie gegangen ist....

    (Ich möchte dass sie wiederkommt...)
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo Flo,

    ich denke, sie hat dich mit der Begeisterung gemeint. Hör auf dein Gefühl.

    Das "Wird schon wieder" und das "Ich möchte, dass sie wiederkommt" empfinde ich als einen Widerspruch. Mit viel Zeit lässt sich der jedoch lösen. Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Du hast sie. Und pfeife auf dein Umfeld und die Ignoranz. Du bist stark.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Liebe Flo,
    du könntest ja nun mal meine tochter sein. und ich mache mir gedanken, wenn ich dich lese.
    das deine mama gegangen ist, ist sehr traurig und du solltest dir auch die zeit nehmen um zu trauern. das darf auch dein umfeld wissen, denn sie werden dich sicher in einigen punkten dann besser verstehen.

    ABER

    der schmerz muss stiller und ruhiger werden. du musst zu DEINEM leben zurück finden. man sieht ja, wie schnell es gehen kann. und wenn du deine mama so geliebt hast, weißt du im grunde genommen auch, was deine mama gewollt hätte.

    ich denke sie hätte sich schon auch gefreut, dass du um sie tief trauerst, aber sie hätte auch gewollt, dass du recht schnell wieder DEIN leben lebst, wieder in die zukunft schaust, dein leben in griff hast und glücklich wirst. ganz sicher wäre deiner mama dein glück am wichtigsten.

    vergessen wirst du deine mama nie, und das weiß sie auch. aber grabe dich nicht ein, gehe raus ins leben und lebe

    lg
    Liebe Anchilla

    Du schreibst

    Anchilla schrieb:

    der schmerz muss stiller und ruhiger werden. du musst zu DEINEM leben zurück finden. man sieht ja, wie schnell es gehen kann. und wenn du deine mama so geliebt hast, weißt du im grunde genommen auch, was deine mama gewollt hätte.


    Muß dir da widersprechen, es ist alles noch sehr frisch bei Flo und ich denke das sie erst jetzt realisiert, das die Mama nicht mehr da ist. Sehe ich das richtig Flo?

    Ich habe Monate gebraucht um in mein Leben zurück zu finden, fühlte mich wie teilamputhiert.

    Jeder brauch unterschiedlich Zeit zum trauern, der eine mehr der andere weniger.

    Ich finde Flo macht das klasse.

    Liebe grüße mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Hallo Anchilla, hallo Mausi. Ihr seid lieb.
    Habe deinen Beitrag auch aus der Sicht einer Mutter gelesen Anchilla. Weil Du sagtest, dass ich deiner Tochter sehr ähnlich bin. Habs nicht böse aufgenommen. Es soll Dich nicht belasten, was ich schreibe. Es ist alles ein Prozess.

    Liebe Mausi, Du hast recht, es kommt erst jetzt richtig an.
    Bin seid 3 Tagen am Dauerweinen. Es ist grad so real, nicht mehr auf der Ebene, sie ist ja noch irgendwo...ihr gehts gut...
    Habe heute so oft hautnah ihren Sterbeprozess wiedererlebt... viele Flashbacks...sehe aus wie ein Geist... hatte den Krisendienst angerufen, aber als jemand am Telefon dran war, konnt ich nich reden.
    Was alles passiert ist....unfassbar... wie ein Alptraum...
    Meine Mama wird nie wieder kommen.... :((((
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Habe mich jetzt bei einer Trauergruppe angemeldet, die sich ganz gut anhörte.
    Denn das glaub ich, schaff ich nicht allein...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo flo, na hast mich erkannt?? Ich hoffe es ist okay wenn ich dir hier antworte?? Bzw schreibe??? Flo früher gab es das Trauerjahr und hier auf dem Dorf halten es viele Menschen noch so und spüren erst wenn sie einmal das Jahr -danach- erlebt haben , das die neuen Erfahrungen, eigene Erinnerungen und Momente hinzukommen, das sie dann mit der Trauer einen Schritt weiter Richtung Zukunft gehen können... Verstehst du?? Jetzt kennst du jeden Augenblick im vergangenen Jahr mit Mama und hast keine Chance für dich eine ganz neue Erinnerung hinzu zugeben, die kommen nach dem Trauerjahr ganz bestimmt... Es ist wie eine Spirale , du kletterst rauf und fällst durch irgendwas ein ganzes Stück runter , aber hälst dich fest denn der Weg der Spirale führt stets wieder hinauf ..... Du bist mutiger , als du glaubst, stärker, als du denkst !!! Ich find es prima das du dich dort angemeldet hast, mein Schwager ging auch in eine trauergruppe und erst dort , genau wie das Forum hier, fand er Menschen zum Reden und weinen und lachen,
    Hallo Sanne, danke Dir für dein Schreiben, ich nehme es mir zu Herzen.
    Auf Arbeit, weil mein Inneres außen sichtbar war, bin ich heute auf liebe Menschen
    gestossen. Das hat mir auch schon sehr geholfen. Kämpfen, ja, nicht
    aufgeben.

    Liebe Sanne, ich denke morgen an Dich und drück Dir ganz ganz fest die Daumen!!! <3
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Oh flo ich drück dich mal feste und wenn du heut ganz liebe Menschen auf der Arbeit getroffen hast dann sollte es genau so sein!! Bin überzeugt das man stets dann die Menschen kennenlernt oder trifft wann man genau die gerade braucht... Vielleicht quer ausgedrückt aber ich glaub du weist wie es gemeint ist!! Und danke fürs an mich denken, hoffe es belastet dich jetzt nicht sooo dolle , sonst bitte sagen bzw Jürgen sagt reden geht hier nicht sofern schreiben okay!!!

    Flo_ schrieb:

    Du hast recht, es kommt erst jetzt richtig an.
    Bin seid 3 Tagen am Dauerweinen. Es ist grad so real, nicht mehr auf der Ebene, sie ist ja noch irgendwo...ihr gehts gut..


    Liebe Flo, deine Post's habe ich von Anfang an gelesen und die ersten ließen darauf schließen das du arg verdrängt hast zum Anfang, was völlig normal ist. Mir gings ähnlich. Habe mich regelrecht erschrocken wenn mir einfiel, Mama ist tot.


    Das du es mit einer Trauergruppe versuchen willst finde ich gut.

    Das vermissen wird immer bleiben, aber die schmerzlichen Erinnerungen werden verblassen.

    Alles Liebe Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Nach Tagen eines dunklen Tiefs ists heut ein klein wenig heller.
    Am Samstag schläft meine Nichte (5 Jahre) bei mir. Sie ist sehr aufgeweckt, so dass es dann auch mal sehr energiegeladen/ wild zugehen kann.
    Ja und dann kam mir plötzlich die Idee kleine Geschichten für die beiden Kleinen zu kreieren,
    wieder mit dem Schreiben anzufangen und da meine Konzentration für das größere "Projekt" derzeit nicht ausreicht, tuns vielleicht auch Kindergeschichten.
    Schritt für Schritt...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo Helmut, das werde ich!
    Da sie unheimlich viel Fantasie hat, kam mir die Idee mit ihr gemeinsam ein Büchlein zu schreiben/ zu gestalten.
    Wir werden viel draußen und am See sein. Das wird sie freuen.

    Liebe Grüße,
    Flo
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Danke Helmut, den hatten wir.

    Habe eine Trauergruppe für mich gefunden.
    Im Moment kann ich kaum drüber reden. Und wenn ich es tue, dann ist es wie abgespalten. Als gehörts nicht zu mir. Komme nicht ran.
    Mamas Name steht nun auf dem Grabstein, kam gestern die Nachricht, die ich immer schnell wieder verdrängen muss.
    Nicht weiter werten, ist dann erstmal einfach so...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.