Meine Ma ist gegangen...

    Flo_ schrieb:

    Als gehörts nicht zu mir.

    Hallo Flo,

    das kenne ich. Es scheint so unwirklich, dass man es nicht realisieren kann. Vielleicht auch eine Schutzreaktion, weil das Geschehene sonst nicht zu ertragen wäre? Ich sehe das so und finde es normal. Alles, was passiert ist, kommt dann Stück für Stück in's Bewusstsein. In dem Maße, wie man es verkraften kann. Das ist gut so.


    Liebe Grüße, Helmut
    Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
    Hallo Helmut, da hast Du Recht mit dem Schutz. Die eine Woche wo es so stark bewusst wurde und die ständigen Flashbacks von Mamas Sterbeprozess, waren zuviel.

    Mit der Kleinen war ich auf dem Kinderbauernhof und am See. Nach zwei Tagen rundum Action und keinen Mittagsschlaf, waren wir beide vollkommen k.o.. Aber schön. Kinder sind was tolles.

    Schönes Wochenende allen
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
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    Beitrag von „Flo_“ ()

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    Liebe @Flo_

    Ich drück dich. Ich weiß wieviel Kraft dich es gekostet hat, das Geschehene aufzuschreiben.

    Du bist ein Schritt weiter.

    Ein ganz besonders lieben Gruß zu dir. Mausi
    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014

    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.

    - Jean Paul -
    Danke Mausi. Vielleicht ist es doch besser, es wieder zu löschen?
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Mama: Als ich das erste Mal an deinem Grab stand, überfluteten mich all die Bilder und Gefühle und Tränen. Ich habe Dir erzählt, was ich gerne alles besser gemacht hätte.
    Ich zitterte, es war so schmerzlich an deiner Grabstelle zu stehen, all die aufkommenden Bilder.

    Und dann plötzlich, (egal ob mein Inneres es mir vielleicht vorgegaukelt hat, zum Schutz), inmitten meiner entschuldigenden Worte (was ich gerne alles besser gemacht hätte) und all dem Schmerz, sagst Du mir, dass doch alles ok ist - und dann ist da dieses vollkommen unbeschreibliche (an Größe) Gefühl von Frieden. Es ist plötzlich ganz still, angenehm still. Ein unbeschreiblicher Frieden. Ich bin verdutzt und kann es nicht lange wahrnehmen, weil es, wenn auch schön, befremdlich ist. Ein wenig wie, als stünde dieses Gefühl in der Intensität nicht in meinem Inneren geschrieben.
    Ich unterbreche ihn. Meine Tränen und Erklärungen brechen wieder aus. Wieder ist es, als sprichst Du zu mir. Nicht durch Worte, durch Gefühle. Du sagst mir, wie Du es hier getan hättest, dass ich doch aufhören soll. Du gehst nicht mehr drauf ein. Bist ein wenig verärgert....
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Flo , hallo du, eine Mama verzeiht alles und liebt unendlich!! Du hast nix falsch gemacht und brauchst vor deiner Mama nix verbessern oder ändern, die Mama hat /te den siebten Sinn den Mamas so haben und die wissen genau was hinter den Worten oder zwischen den Zeilen steckt ... Und die sind ja liebe pur, einfach nur Liebhaben, fest versprochen... Und glaub mir als Mama bitte das es richtig gut ist wenn du auch mit deiner Mama ehrlich uneins warst denn das zeigt wie viel Vertrauen ihr hattet zueinander... Oh hoffentlich verstehst du mich jetzt ???? Ich find es gut wenn man sich die Meinung ehrlich sagen kann auch wenns einem " stinkt" was der andere sagt, bei meiner Mutter und mir war das sooo schwierig da die sofort beleidigt war und stur nicht mehr redete , na toll also musste ich mich anpassen um eher zu spüren ob und das die mich lieb hatte... Mit meiner Tochter Trag ich so einige " Kämpfe" aus und hoffe das die sich gestärkt fühlt als eigenständiger junger Mensch, verstehst du das als auch Tochter... Die du immer bleibst okay!!! Liebe Grüße an dich, sanne!!!
    Hallo Sanne, danke für deine Worte. Ich hätte gerne so manches während Mamas Krankheitsphase noch besser gemacht. Einmal die Woche habe ich Gespräch mit einer Frau, in jenem ich versuche einiges aufzuarbeiten. Ich weiss daher schonmal, dass meine Schuldgefühle unbegründet sind, meine Ansprüche seien viel zu hoch geschraubt. Daran arbeite ich und bin auch schon einiges weiter.

    Hallo Helmut, danke auch für deine Rückmeldung. Gut zu hören, dass auch andere es so erleben. Ja, diese Erinnerung halte ich fest. Sie war positiv und sehr einprägsam.

    Ganz liebe Grüße zu Euch
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Es gibt noch zwei ähnliche Erfahrungen. Ich weiss nicht wieviel Zeit nach ihrem Tod vergangen war. 2 Monate? Ich bin unterwegs, in dieses riesige Gebäude, in jenem ich jemanden Treffen soll, der mir einen Spiegel günstig verkaufen will. Dieses alte, heruntergekommene Gebäude, welches, wie sich im Nachhinein herausstellte, vielen freien Künstlern als Treffpunkt dient. Ein wenig unheimlich zu Anfang und die Frage, was ich hier mache, ob es so gut ist, taucht immer mal wieder auf. Unendlich viele Gänge, in denen ich mich verlaufe. Der gesuchte Mensch ist nicht auffindbar. Zwei Menschen treffe ich, die mir bei der Suche behilflich sind. Als wir schon fast aufgeben, treffen wir auf den jungen Mann mit dem Spiegel. Der Verkauf findet statt und ich laufe mit dem Spiegel in der Hand zur Tram und zur S-Bahn. Dort setze ich mich auf die Bank und dann ist es aufeinmal so, als wenn Mama direkt neben mir sitzt. Ich kann sie ganz stark spüren. Ziemlich plastisch spüren. Vielleicht war es Einbildung, dem Vermissen entsprungen, denn es war ja zwischen uns die letzte Zeit sehr dicht.
    Aber egal, warum es so war, es war schön...

    Nach der Nacht, in der Mama verstarb, fuhr ich kurz zu meiner Schwester.
    Wir sind alle aufgelöst. Die beiden kleinen Kinder meiner Schwester wachen auf und kommen ins Wohnzimmer und da fragt und sagt Emmi (5 Jahre, sehr enge Bindung zu ihrer Oma), ob Oma gestorben sei, sie war die Nacht bei ihr im Traum und habe mit ihr gekuschelt...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Hallo , sie bleibt ja immer als Mama im Herzen, das weißt du ja und dein Gefühl zu ihr zeigt vertrauen und liebe.. Und sie zeigt , für mich, was wir nicht begreifen können , das übersinnliche , eben nicht greifbare und doch spürbare.... Ich hatte solch Erlebnisse nach dem tod meiner Schwägerin, hätte schwören können das sie am Abend nach ihrem Tod an meinem Bett stand und mir Tschüss sagen wollte... Sie sagte das hätte sie ja noch nicht getan... Danach nochmal und bis jetzt nicht wieder... Aber ich fand es schön mich wie auch immer verabschieden zu können auch wenn sie ja da nicht mehr wirklich und real war... Oh ich hoffe ihr versteht die Gedankengänge... Bewahre deine tief im Herzen!!!
    Huhu, einen schönen Tag für alle.
    Flo
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Huhu zusammen. Habt nen guten Tag. Heute gehts zum See, mit einer Freundin und meinem Hund. Das Leben spüren, den Augenblick genießen. Viele Grüße, Flo
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Danke Helmut, es war ein wirklich schöner Tag gestern.

    Im Moment sucht es in mir nach meinem weiteren Weg.
    Ich arbeite in einem kleinen Betrieb. Es macht Spaß dort, aber ist nur eine Übergangslösung. Habe mit mir gerungen, ob ich das letzte Abiturjahr noch machen soll. einmal bestände die Chance ja noch. Mit der Fachhochschulreife kann ich nicht das studieren, was mich wirklich interessiert. Nach langem ringen, hab ich beim Abendgymnasium angerufen. Der Ab geht ran. Sie sind in den Ferien (vergessen habe). Heisst, dass eine Anmeldung viel zu spät wäre. Lege den Hörer auf und muss aufeinmal weinen. Erst wegen dem Abi und dann plötzlich stehe ich im Krankenhaus...bei Mama. Hirnmetastasen sind entdeckt. Ich stehe da und rieche die Gerüche vom Krankenhaus und fühle diese schwere Angst. Flashback. Es ist fast die Zeit, in der dies geschah. Draussen (Herbstnähe) hat sich die Luft auch schon verändert.... Letztes Jahr, stieg ich auch erneut ins Abiprogramm mit ein... bis dann 2 Tage vorher (Hirnetastasen) und 2 Tage nach dem Einstieg (größere Metastase in der Lunge, die erst viel später als Bronchialkrebs erkannt wurde), die erneute Diagnose Krebs kam...

    Fahre jetzt zur Arbeit und versuch mich abzulenken...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Die Diagnose Hirnmetastasen steht.
    Es ist erst von einer die Rede.
    Ich fahre Dich wieder besuchen. Du liegst in deinem Bett, auf jenem eine kleine Schachtel, die mir bereits vertraut ist, liegt.
    Eine neue Perücke. Chemotherapien stehen also wieder an.
    "Hier unten", zeigst Du auf deinen Hinterkopf und es kommt heraus, dass es doch mehrere sind.
    Es ist wie ein Schock. Die Chemotherapien wegen des Brustkrebs 2014 hast Du nicht gut vertragen. Mit Schrecken denke ich daran zurück. Nein, nein, das darf alles nicht sein.
    "Diesmal nur eine ganz einfache.", sagst Du und zeigst mir die diesmal etwas kürzere Perücke.
    "Diesmal nur eine ganz einfache.", schlagen die Worte in mich ein und verursachen einen Schmerz, den ich nicht aufhalten kann. Ich sehe diese kleine Perücke, die wie stellvertretend plötzlich für dein Inneres steht. Deine Worte dazu, als hättest Du dich schon ein wenig aufgegeben. Mir kommen die Tränen und ich bin dabei aus dem Zimmer zu gehen, um eine Psychoonkologin aufzusuchen. Ich muss reden. Endlich mal darüber reden. Da nimmst Du meinen Arm und ziehst mich mit den Worten: "Komm mal her meine Kleene." auf dein Bett, zu Dich hinunter, in deinen Arm.
    Ich liege in deinem Arm. Innere Barrieren brechen auf. So eine Nähe zueinander kennen wir eigentlich nicht. All die aufgezogenen entstandenen Wände, stürzen mit einmal ein.
    Dein Arm hält mich und meine Hände deinen Arm ganz fest.

    So liegen wir fortan, immer mal wieder, so dicht spürend beieinander...

    September 2015
    Dateien
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Seid Mamas Krankheit, hat sich einiges noch weiter schärfer abgezeichnet. Gehts Euch auch so?
    Das Thema beschäftigt mich immer mal wieder.

    Was wirklich wichtig ist im Leben:

    Atmen, Schmecken, Fühlen, Sehen, Riechen, Einfachheit, Lächeln- innen und außen, sich Zeit zu nehmen, im Hier und Jetzt zu sein, Weinen, Schreiben, Sprechen, Beieinandersein, allein sein, Lieben, achtsam wahrzunehmen, Stille und lebendig angenehmer Lärm, klare Kommunikation untereinander, Regen und Feuerprasseln, Träumen und Träume verwirklichen, dem anderen und sich was gutes zu tun…das Glück im Kleinen zu sehen, zu finden.... (ect.)
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo flo,oh ja und leider erst oft durch einen Schicksalsschlag wird uns bewusst das wir -endlich-sind und wie schön doch jeder Moment so ist…Mir ist es mal passiert das ich lachend durch den Regen lief und mich jemand ansprach warum ich denn bei dem Wetter so fröhlich noch sein könne???Weil ich lebe und den Regen spüren darf…ob fers verstanden hat??Mensch manchmal möchte ich Menschen rütteln wenn sie sich ärgern wegen der roten Ampel ,dem Regen oder sonst was lapidarem und sagen ,geniesst es,Zeit geschenkt an der roten Ampel,hört dem Lied im Radio zu,schaut in den Himmel,es gibt so viel zu entdecken und alles hetzt nur noch,schade….aber das ist jetzt,sieh es mal so,ein Geschenk im Nachhinein von deiner Mama,die Wertschätzung des Augenblicks…..drück dich mal feste…sanne

    Flo_ schrieb:

    Ich arbeite in einem kleinen Betrieb. Es macht Spaß dort, aber ist nur eine Übergangslösung. Habe mit mir gerungen, ob ich das letzte Abiturjahr noch machen soll. einmal bestände die Chance ja noch. Mit der Fachhochschulreife kann ich nicht das studieren, was mich wirklich interessiert. Nach langem ringen, hab ich beim Abendgymnasium angerufen. Der Ab geht ran. Sie sind in den Ferien (vergessen habe). Heisst, dass eine Anmeldung viel zu spät wäre. Lege den Hörer auf und muss aufeinmal weinen. Erst wegen dem Abi und dann plötzlich stehe ich im Krankenhaus...bei Mama. Hirnmetastasen sind entdeckt. Ich stehe da und rieche die Gerüche vom Krankenhaus und fühle diese schwere Angst. Flashback. Es ist fast die Zeit, in der dies geschah. Draussen (Herbstnähe) hat sich die Luft auch schon verändert.... Letztes Jahr, stieg ich auch erneut ins Abiprogramm mit ein... bis dann 2 Tage vorher (Hirnetastasen) und 2 Tage nach dem Einstieg (größere Metastase in der Lunge, die erst viel später als Bronchialkrebs erkannt wurde), die erneute Diagnose Krebs kam...


    Liebe Flo,

    sorry, dass ich mal wieder mit meinem Beitrag viel zu spät komme, habe erst jetzt dein Posting bzgl. deines erneuten Anlaufs bzgl. Abitur gelesen.

    Ich würde an deiner Stelle einmal bei einem regulären Gymnasium anfragen, ob du in die 12. bzw. 13. Klasse einsteigen kannst. Ich weiß nicht, aus welchem Bundesland du kommst, bzw. ob bei euch auch das Abitur bereits nach 12 Jahren abgelegt wird, in diesem Fall würde ich mich eher mit einem beruflichen Gymnasium bzw. einer Gesamtschule (gibt es zumindest bei uns im Saarland) in Verbindung setzen, wo das Abitur immer noch, wie früher, nach 13 Jahren abgelegt wird. Der Besuch eines Abendgymnasiums ist dagegen nur notwendig, wenn du nebenbei noch arbeitest, du wirst aber doch vermutlich Bafög bekommen.
    Suche dir im Internet die Schulen aus, die in Frage kommen, und frage per Mail an, ob du im neuen Schuljahr in die 13. Klasse eintreten kannst, erkläre deine Situation....ich denke, man wird da großes Verständnis für dich haben. Die Schulleitung inkl. Sekretärin wird spätestens eine Woche vor Ende der Ferien wieder in der Schule sein....und wird dir dann auch antworten können.

    Und für den Fall, dass du ein zulassungsbegrenztes Fach studieren möchtest, wirst du als Halbwaise bei der Studienzulassungsstelle "Hochschulstart" auch einen Bonus bekommen, ich weiß allerdings nicht, wie hoch er ist, früher war er 0,3 Punkte.

    Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Erfolg, drücke fest die Daumen

    Alles Gute
    Christel

    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)
    Hallo Christel, danke für die liebe Information. (Mit dem Antworten ist doch hier kein Zwang ;) ) Am Abendgymnasium hatte ich das Abi angefangen, da ich ja bereits eine Ausbildung und Berufserfahrung habe. Dann geht es über den zweiten Bildungsweg. Habe mir eine neue Schule rausgesucht, und diese angeschrieben. Mal sehen was sie sagen.

    Huhu Sanne, zu deinem ersten Post: Ja! Durch meinen eigenen Schicksalsschlag habe ich gelernt vieles im Leben sehr zu genießen. Ich liebe den Regen auch. Die Luft ist dann immer so schön.

    Heute gabs viele schöne Stunden mit einer lieben Bekannten. Die Gespräche mit ihr sind immer sehr inspirierend und spannend. Danach dann mit meinem Hund in den Wald und die Abendsonne genossen.

    Wünsche Euch auch viele solcher schönen Momente!!!
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.

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    Hallo @Flo_,

    ich wünsche dir, dass es dir gelingt, das Erlebte zu verarbeiten und den Hunger nach Leben zu stillen.
    In eurem Alter die Mutter zu verlieren und aus den eigenen Plänen herausgerissen zu werden ist sehr hart.
    Wie ich dich lese, machst du im Moment alles richtig. Wichtig ist, dass du jemand zum Zuhören hast und den Wünschen nach Leben nach gehst.

    Das Leben ist wahrlich kein Ponyhof und du bist auch nicht die einzige. Alles Gute
    Geli
    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)
    Danke Riding Geli! Einmal die Woche habe ich Gespräch. Das hilft mir oft sehr. Das drüber Schreiben und das Forum hier, hat mir ebenso schon sehr geholfen.
    Alles Gute auch für Dich!

    Ein kleiner Hoffnungsschimmer hat sich aufgetan. Ich suche schön länger eine neue Bleibe, weil es hier sehr hellhörig und laut zugeht und man schlecht Ruhe findet.
    Vorgestern kam ein unverbindliches Wohnungsangebot, bei dem ich mich im September nochmal zu melden soll und heute, kam durch Gespräche das Angebot für nen Garten.
    Guck ich mir morgen gleich an. Ist schon länger ein Traum von mir, ein bisschen Grundstück zu haben, auf dass ich mir einen Holzbauwagen stellen kann. Das wär ja was, wenn es klappt...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Nur mal rausschreiben...

    So euphorisch die letzten Tage liefen, so schwermütig sind sie jetzt. 3-4 Wochen ist das Erlebte wie abgeschnitten. Ich kanns sehen, aber keine wirkliche Verbindung da. Dann kommen ein paar Tage, bei denen es dann dichter rückt, es wieder zu mir gehört.
    Als gäbe es zwei Zeitskalen.
    Die erste ist die Reale (fällt nichts besseres ein), welche den Zugang innehat.
    Die zweite ist die, bei der ich dem ganzen enthoben bin (Mama geht es gut und so).
    Kommt dann der Zugang, die schweren Tage, falle ich auf die erste Zeitskala und es ist als wäre nach Mamas Tod erst ein wenig Zeit vergangen. Hat so einen Rhythmus.

    “Wie knüpft man an an ein
    früheres Leben? Wie macht man weiter, wenn man tief im Herzen zu
    verstehen beginnt, dass man nicht mehr zurück kann? Manche Dinge kann
    auch die Zeit nicht heilen, manchen Schmerz, der zu tief sitzt und einen
    fest umklammert.”
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Rausschreiben...

    Mit der Bahn fahren eine Freundin und ich heute an der Storkower Straße entlang.
    Immer wieder taucht diese Erinnerung dann auf.
    Die Diagnose Hirn- und Lungenmetastasen (spätere Diagnose Lungenkrebs) ist ganz frisch, aber ich weiss darum, dass deine Behandlung nur noch palliativ sein wird. Du weisst es nicht.
    Den Tag über waren wir im Krankenhaus, haben gebangt und Nerven gelassen. Danach wirst Du mit dem Krankenwagen abgeholt. Sie fahren Dich ins Josi, wegen der schweren Depression und den Suizidgedanken. Dort gehts Dir besser. Mich nehmen sie kulanterweise noch mit, bis zur Storkower Straße. Vorher aber bringen wir Dich ins Josi. Du steigst aus, bist genau wie ich, sehr fertig. Im Gespräch mit dem Krankenfahrer, sagst Du zu ihm, dass Du es im Kopf sitzen hast, woraufhin er ganz locker und überzeugend sagt, dass dies wieder weggeht. Er hats gut gemeint, aber es tat sehr weh. Palliative Behandlung.... Du hast noch keine Ahnung, was das bedeutet....
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Rausschreiben....


    Fahre ins Krankenhaus, du bist zuhause.
    Der Arztbrief muss von der Station noch abgeholt werden, sowie bei der nahe gelegenen
    Gynäkologin, deine ganzen Tabletten.
    Eine Zeit ist mit der Oberschwester ausgemacht, doch als ich ankomme, entschuldigt sie
    sich, der Arztbrief sei noch nicht fertig.
    Ich setze mich in den Flur und warte und warte und bin gar nicht richtig da.
    Kann mich kaum bewegen. Versuche ein wenig zu lesen.
    Die Tage zuvor ging es von Station zu Station und hat alles gewaltsam in einem
    umgegraben.
    Die Oberschwester kommt, reicht mir den Arztbrief und sagt, wenn ich Fragen habe, soll
    ich ruhig fragen. Sogleich entgleitet mir die schwierige Frage, ob
    meine Ma noch etwas Zeit hat.

    Sie sieht mich an und sagt, dass es sehr schwierig sei.

    Wie durch Wolken, durch Nebel, wabern diese Worte bleischwer.
    Mit der Gynäkologin ist es abgesprochen, sie weiss dass ich komme, ihre Worte.
    Ich mache mich auf den Weg zu ihr und warte dort nochmal eine ganze Weile.

    Am Tag zuvor, Mama, da hast Du mir erzählt, dass als der Brustkrebs entdeckt wurde, die
    Ärztin meine, dass deine Gynäkologin den Knoten hätte sehen
    müssen. Er wäre nicht erst seid gestern da.
    Der Brustkrebs, der Hormonbedingt entstanden ist und die Gynäkologin, die dir daraufhin
    einfach eine neue Pille verschreiben wollte.

    In mir arbeitet es. Ich weiss gar nicht wie ich der Frau gegenübertreten soll. Bin
    wütend und überfordert mit all diesen Gefühlen.

    Irgendwann dann ruft sie mich auf und sagt mir, dass sie die Tabletten nicht verschreiben
    könne.
    Ich stehe aufrecht da und sage ihr mit Nachdruck, dass sie die Tabletten verschreiben
    muss, da der Hausarzt noch von gar nichts weiss und es doch mit der
    Oberschwester abgesprochen sei.
    Nach kurzem diskutieren gibt sie nach und erklärt, dass sie dieses und jenes
    Rezept das nächste Mal aber nicht mehr ausstellen kann.
    Dann sagt sie unter anderem, dass es ja sehr schwer für mich sein müsse, da ich ja eine
    Ecke weiter weg wohne. Durch all meine mich überfordernden Gefühle,
    sage ich ihr etwas unfreundlich, dass dies ja das nun das geringste
    Problem sei….
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Rausschreiben....

    Der Brustkrebs ist besiegt. Die letzte Bestrahlung liegt ein paar Monate zurück.
    Du machst Therapie, bist im Josi stationär und kämpfst Dich zurück ins Leben.
    Irgendwann dann kommt von Dir die Sms, dass Du mich gern in der neuen Wohnung
    besuchen kommen möchtest. Was ich davon halte.
    Schon viel eher hättest Du mich besucht, wäre es Dir nicht so schlecht ergangen.

    Ich freue mich total und als Du dann die Treppen hinaufsteigst und ich deine neu
    gewachsenen Haare sehe, ist die Freude umso größer. Immer wieder
    muss ich sie bewundern.
    Wir reden, gehen spazieren und essen. Es ist ein schöner Tag.
    Nur hin und wieder, machst Du so ruckartige Bewegungen, mit den Armen. Als ich nachfrage,
    spielst Du es herunter. Es sei die Psyche. Ich denke, vielleicht auch eine Nebenwirkung der Tabletten.
    ….In Wirklichkeit aber waren es, wie wir einige Zeit später erfahren müssen, die
    ersten Anzeichen der Hirnmetastasen….
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Vor einem Jahr begann es. Die Diagnose Hirnmetastasen kam.
    In mir ist so eine stille Trauer, stiller Groll, stille Bedrücktheit.
    Denke gerade viel an meine Ma und die Zeit und die Zeit nach ihrem Tod. Wie schwer es war aufrecht zu stehen. Wie man gekämpft hat.
    Habe mit dem Gitarre spielen wieder angefangen, jemand kennengelernt, der (die) einen Proberaum hat und schreibe manchmal bis in die Nacht an der Geschichte, die ich mal angefangen habe. Ging 2 Wochen exzessiv und hat mir sehr geholfen. Dann ein wenig ausgebrannt, etwas Ruhe nachgeholt und diese stille, bedrückende Traurigkeit nun.
    Mein altes Hundchen ist etwas eingeknickt, macht mir Sorgen. Hoffe er bleibt noch ein bisschen.
    Genug gejammert...

    Hoffe Euch gehts den Umständen entsprechend gut.
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Flo_“ ()

    Hallo flo, genau den Umständen entsprechend , das hast du so wahr ausgedrückt und ja gut geht's mir trotz des Wissens in gurbzweinwochwn wieder in dies mrt zu müssen , dann denk ich wer sagt mir eigentlich das ich " muss" ?? Mein doc? Mein Gewissen! Ach egal , ich will ja hier weiter bei euch sein und ja drum eben " den Umständen" entsprechend , jeder hier hat ja seinen Rucksack zutragen, mal mehr mal weniger schwer und drum ..... Wünsch ich dir und deinem " alten" Hund einen ruhigen und gemächlichen Wochenbeginn in dem warmen Wetter grad..... Lg sanne
    Hallo Sanne, für deine MRT Untersuchung, alles GUTE und viel KRAFT Dir wünsche!
    Für Dich und deine Schwiema!
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
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    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Guten Morgen flo, wie geht es dir heute morgen ?? Denke du bist gerne in der Natur und es ist so schönes herbstwetter, ein Geschenk auch für dich , stimmts?! Danke für deine Wünsche, die Flüssigkeit ist immer noch da u eher mehr geworden. Nun soll da sie im knöchernen Gewebe Sitz ein ct gemachtbwerden... Also noch kein " Alltag" da die Angst da ist wenn es mehr wird und auf den ja angrenzenden Tumor drückt.... Okay abwarten..... Lg an dich
    Hallo Sanne, das hört sich ja nicht so gut an. Können die Ärzte was tun, um die Flüssigkeit zu entfernen oder weniger werden zu lassen? Ich wünsche es Dir!
    Mir gehts soweit. Mal so, mal so.
    Meine Oma hat eine Erkrankung des Lungengerüsts und im November ist Kontrolluntersuchung, obs gewachsen ist.
    Dann hatte sie letztens eine Mammographie und kriegt es nicht richtig aus dem Kopf, dass sie Krebs haben könnte.
    Joa, ansonsten genieß ich die sonnigen Herbsttage, die Regenluft, habe viele Aktivitäten und treffe meine guten Freunde. Neben der Wohnungssuche, arbeite ich nun auch in einem Flüchlingsheim- Kinderbetreuung (sprechen erstaunlicherweise so gut wie alle deutsch). Helfen zu können gibt einem selber auch sehr viel.
    Viele liebe Grüße an Dich!
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Ja guten Morgen, hab mich so gefreut von dir zu hören bzw zu lesen. Ja was getan wird erfahr ich spätestens übermorgen, morgen ct u dann HNO und ich hoffe .... Ja wir ob Betroffene oder angehörige n bekommen wohl bei keinem Arztbesuch je unsere versteckten Ängste in den Griff... Da kommen die hochgekraxelt ob man will oder nicht... Bei mir so das ich dann noch weniger schlafen kann, bin heut auch seit fünf Uhr auf und beneide rund herum die Menschen die sich jetzt rumdrehen u schlafen können... Aber auch ich liebe den Herbst u das Wetter grad, also komm lass uns rausgehen Blätter durcheinander wirbeln, und ich melde mich fest versprochen!!
    Hey Sanne, drücke Dir ganz feste die Daumen für die Therapie. Hoffe sie schlägt an.
    Einen ruhigen Abend uns.
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Meine liebe Mama,

    ich schick Dir eine Sonnenblume hoch, wo auch immer Du jetzt bist.
    Alles, alles liebe zu deinem Geburtstag..... <3

    In Gedanken und mit meinen Gefühlen bin ich oft im letzten Jahr, als wir deinen Geburtstag im Krankenhaus "feiern" mussten.
    Wie wir damit auch überfordert waren.
    Ich verstehs immer noch nicht.
    Du fehlst ganz doll...
    :( <3
    Dateien
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo Sanne, danke, bist lieb!
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Meine Ma wird nie mehr wiederkommen... (Bewusstsein)
    Ich werd ihr nie wieder irgendwas sagen können...
    Ich vermisse Sie.
    In Gedanken bin ich oft im letzten Jahr... und im Vorletzten...
    Es sind Gerüche, das Wetter-die Zeit, Worte, die dorthin versetzen.
    Fahre mit ihr im Krankentransport jeden Abend zur Nachbestrahlung. (Brustkrebs, 2014/15) und sitze dann mit ihr im Hauptfoyer, wartend auf den Krankentransport, der uns zurück nach Hause fährt.
    Das ritualisierte Eis, dass ich mir dann oft aus der Cafeteria geholt habe.
    Oder das Frozen Eis, welches Mama sich bei der Kassiererin mit der Aussage: "Ich hätte gern ein Fronzen Yoghurt - Eis", bestellte und die Frau nicht wusste was sie meinte. Ein für uns lustiger Versprecher.
    Die "verrückte" Krankentransportfahrerin, die einen Fahrstil drauf hatte, bei dem einem mulmig werden konnte und die Geschichten von ihr, die uns schmunzeln lies. Einmal hat sie in der Hektik jemanden den sie abholen sollte stehen lassen. Sie fuhr ran ans Krankenhaus und fuhr dann gedankenverloren wieder los.
    Dann sitze ich wieder oft neben ihrem Krankenbett (2015/16).
    Letzte Woche bin ich auf Arbeit umgekippt, Schwäche, Schwindel, Atemnot. (Magen/Darm/Allergie bedingter starker Elektrolytmangel)
    Geht schon ein paar Tage. In diesen Momenten war/bin ich in ihr, habe ihren Kampf in den letzten Wochen wiedererlebt, sehe die Bilder ständig. Diese ständige Luftnot...
    Wir haben nie über die Patientenverfügung gesprochen.
    Ich habe mir gewünscht, dass sie es tun würde. Sie lag einmal auf ihrem Tisch unter Zeitschriften. Ich nahm sie in die Hand und ganz kurz kam das Thema Tod/ Sterben auf.
    Ich habe ihr dazu etwas gesagt, in der Hoffnung ihr die Angst davor zu nehmen.
    Über die Patientenverfügung sprach sie aber nicht. Vielleicht konnte sie es auch nicht.
    Vielleicht tat es ihr zu weh oder war auch zu schwer für sie aushaltbar. Also, uns Kinder dazu, unsere Gefühle dazu auszuhalten. Wieso habe ich nicht gefragt?
    Habe oft erfühlt, wie es richtig sein könnte mich nun zu verhalten. Es war so wie es war. Dennoch geht der Kopf unbewusst so manche Situationen durch... und ich möchte ihr dann noch so vieles sagen, so vieles tun...
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Liebe Flo,

    wenn ich Dich lese denke ich immer, so könnte auch meine Tochter mal von mir schreiben.

    Egal was Du getan oder gesagt hast, egal was Du nicht gesagt oder nicht getan hast...wichtig ist doch, dass Deine Mama
    spürte, dass Du sie sehr liebst. Und das hat sie ganz sicher !!!

    Ja, sie ist nicht mehr hier, nicht mehr hier bei Dir auf Erden. Aber sie wird immer ein Auge auf Dich haben, Dir immer nahe sein.

    LG Anchilla
    Hallo Anchilla, danke. Wie gehts Dir so?
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo flo, ich möchte mich anschilla gern anschließen... Diese liebe die aus deinen Worten spricht ist unendlich und geht über irdisches Leben hinaus... Deine Mama hatte dich an ihrer Seite und du wirst die immer in deinem Herzen tragen ... Und ja klar hättest dunsie lieber im hier und jetzt aber das Leben ist leider endlich nur die Liebe und die Erinnerungen an denen du uns ja auch teilhaben lässt, die lassen deine Mama im Herzen immer weiterleben.... Möcht dich wenns recht ist mal grad fest in den Arm nehmen.....
    Sanne <3
    Wie geht es Dir? Wie geht es deinem Kopf?
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Hallo und danke das du da auch noch nachfragst!!! Im Dezember muss ich zur Kontrolle na ich finde nach dem vielen Antibiotika und schleimlösend geht's es mir " leichter " im Kopf... Ist ja nicht der Tumor , ist ja daneben im Mastoid , dem knöchernen Gewebe wo es sich festgesetzt hat... Was machst du denn am Wochenende?? Hast du etwas beordertes vor oder ???
    Ah okay. Das hört sich ja erstmal gut an oder? Dann bringt die Kontrolluntersuchung hoffentlich ein "leichteres Ergebnis".
    Dieses We werd ich mich ausruhen. Meine Verabredung hat sich einen Magen- Darm Virus eingefangen. Und da es hier dauerregnet, geht mein Hund mit mir auch nicht lange spazieren. Also, nichts besonderes ;)
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.
    Danke Flo,
    es geht mir soweit ganz gut. Klar, ich habe Nebenwirkungen die nicht angenehm sind. Vor allem hab ich manchmal das Gefühl zu spüren, dass die Leber "arbeitet". Das ist nicht gerade beruhigend.
    Aber gestern hatte mein Mann Geburtstag und ich habe auch bald. Das Geschenk war dann von allen zusammen für uns beide zusammen: 1 ganzes Wochenende mit Kindern und Enkelkindern. Einschließlich einem Spaßbad (die wissen, dass ich das gern mit den Enkeln mache) und mit Besuch von einem Weihnachtsmarkt. Zu einem Termin, wenn ICH denke, dass es mir dafür gut genug geht.
    Ich hab mich gefreut wie Bolle !!

    Das ganze ist viel zu teuer und kostet meine Kindern sehr viel Geld. Will ich gar nicht. Aber ich konnte wieder mal nix sagen, weil mir vor Freude die Tränen kamen. Freude, aber auch der Gedanke, dass wir das dieses Jahr machen müssen, weil wir alle nicht wissen, ob es ein nächstes Weihnachten gibt.

    Ich werde es genießen.

    LG Anchilla
    Liebe Anchilla, das ist ja eine schöne Idee von deiner Familie. Ich wünsche Dir, dass sich dafür schnell ein Tag für Dich finden lässt, dass Du stabiler wirst und bleibst.
    Wie lange ist die Chemo bei Dir angesetzt? Mama hatte auch sehr starke Nebenwirkungen.
    Du bist sehr stark. Habe großen Respekt vor Menschen, die diesen Weg gehen müssen.
    Ich hoffe ganz stark für Dich und deine Familie, dass die Chemo dem Krebs einhalt gebietet!
    Mama: 08.11.63 - 03.02.16
    ( 2014 Brustkrebs, 2015 Bronchialkrebs mit Metastasen in Kopf, Leber, Knochen)
    Ich werde das nie verstehen...

    Heraustreten aus der Form- mit dem Wind, der Sonne, dem Wasser verschmelzen. In all jenem die Freiheit finden.