Zeitschiene Tamoxifen

    Zeitschiene Tamoxifen

    Ihr Lieben,

    in Kürze geht es bei mir mit dem Tamoxifen los und ja, ich habe durchaus Bammel was die Liste der potenziellen Nebenwirkungen betrifft - und hoffe natürlich wie bei allem weiterhin das Beste.

    Weiß eine, wonach es sich eigentlich entscheidet, wie lange die Tabletten eingenommen werden?

    Ich dachte, zehn Jahre (so wie ich sie nehmen soll) sei jetzt der neue Standard, ich lese aber immer noch bei vielen neu Betroffenen fünf Jahre.

    Wonach entscheidet sich das? Und hat hier schon eine die Tabletten länger als fünf Jahre genommen? Zehn Jahre ist gerade eine sehr lange Vorstellung...
    Liebe Grüße, Belle
    Ich bin zwar nicht davon betroffen, aber grob kann man sagen, dass z.B. Hochrisiokopatienten (hoher Ki67, Viele LK befallen, großer Tumor) die AHT länger einnehmen sollten.
    Und natürlich geschieht die längere Einnahme zu Deinem persönlichen Schutz.
    Aber...fang erst mal an, vielleicht hast Du gar nicht so schlimme NW.

    Im Grunde ist es mit der AHT (Tam) so: sind noch Tumorzellen im Körper (was ja keiner weiß), dann werden die durch Tam am Wachsen gehindert, und zwar solange, wie Du Tam nimmst...oder bis sie abnippeln 8o (wann das ist, weiß auch keiner)
    Liebe Grüße, Jule

    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    Liebe Belle,
    ich habe kaum NW, kann gar nicht zuordnen, ob die NW dem Rheuma geschuldet sind oder der Schilddrüse oder was auch immer. Das was mir auffällt sind ein paar mehr Hitzewallungen, aber es hält sich in Grenzen. Mit dem Zwiebelkleidungsprinzip gut zu lösen. Beim sport schwitze ich halt mehr, aber ich hatte früher schon Schwitzanfälle und einen roten Kopf. Also: es muss nicht viel passieren! Ich werde, wenns Sinn macht und ich nicht zu viel kaputtmache, das Zeug 10 Jahre nehmen.
    Fange erst mal an, wenn alles gut ist, kannst Du ja so lange weiter machen, wie es gut geht.
    Meine Angst vor Tam hat sich verflüchtigt und ich hatte mächtig Respekt!
    LG
    Resi
    Liebe Resi,
    du hast sicher recht und ich wünsch dir, dass weiterhin alles so erträglich bleibt!

    ich setze auch schwer darauf, dass sich die Sorgen und Ängste verflüchtigen. Vor allem die potenzielle Gewichtszunahme bereitet mir Kopfzerbrechen. Die Chemo hat ja schon schön für sieben Extrakilos gesorgt. Auch, wenn das vielleicht oberflächlich ist, zur Tonne wollte ich jetzt eigentlich nicht mutieren :/
    Liebe Grüße, Belle
    Liebe Belle,
    ich nehme sogar ab. Ich hatte schon vor der Therapie 22 KG zugenommen. Durch Medikamente und die zunehmende Unterfunktion.
    Die Fastenzeit habe ich zum Anlass genommen und nur einmal am Tag gegessen, dann alles wo ich Lust zu hatte, auch mal ein Stück Schokolade zum Nachtisch o.ä. Ich habe ansonsten aber auch Kohlehydrate verzichtet und mich an Gemüsegerichte gehalten. Es gab auch mal Tage, wo ich normal gegessen habe, weil ich eingeladen war o.ä. Dadurch und durch Sport habe ich ein großteil der Kilos wieder runter. Angefangen habe ich in der AHB, da kann man sich sein Essen ja zusammenstellen wie man möchte. Ich war geschockt, dass ich nicht viel abnehme, aber das war wohl erstmal dem Muskelaufbau geschuldet. Muskeln sind schwerer als Fett. An meiner Kleidung konnte ich feststellen, dass der Bauch verschwand.
    ich weiß nicht genau, wieviel KG runter sind, ich habe keine Waage, aber 10 werden es sein.
    Die Schilddrüse ist richtig eingestellt, damit bin ich wieder agiler, habe meine alte Energie wieder und verliere Kilos. Mittlerweile ist auch wieder mal ein Stück Torte drin, ohne dass ich zunehme.
    Also auch das muss nicht sein, wie du siehst!
    Einfach ausprobieren!
    LG
    Resi
    Super, Resi! Weiterhin purzelnde Kilos wünsche ich dir :D Man liest ansonsten doch eher, dass durch den Stoffwechselumbau es in die andere Richtung geht...

    wir essen schon seit Jahren Kohlehydrate reduziert und nahezu vegetarisch/vegan, dennoch hab ich in der Chemo jetzt so zugenommen. Vieles wird noch Wasser sein. Und die Bewegung ist noch nicht ausreichend, aber daran will ich dann auch in der AHB was tun. Kondition ist definitiv ausbaufähig. Und ich hab auch außer Spazieren/Walken und etwas Yogaübungen nichts gefunden, was mir Spaß macht. Ihr tanzt ja - und ich hab früher lange getanzt Ballett, Jazz, Modern Dance. Seitdem wir im Nirwana wohnen, gibt es hier im Umkreis von 40 km nichts dergleichen. Und das ist mir dann doch zu weit zum Fahren. Mit Fitnessstudios kann man mich auch jagen...seufz.
    Liebe Grüße, Belle
    Wie wärs mit Tanzvideos o.ä.? ich habe so was abbonniert um zu üben. eine Freundin macht das regelmäßig mit ihrer Tochter und die beiden haben viel Spass dabei. Sie hatte einiges aus der Stadtbiliothek geliehen. Ich habe mir vorgenommen, dort auch mal zu schauen und was zu Ballett zu suchen, weil ich die Begriffe alle nicht mehr beherrsche. Gestern war ich wieder beim Training an der Stange. Ich kann mir viel bei den anderen abschauen, möchte aber lieber wieder selbst die Vokabeln kennen. Perfektionistin halt...
    LG
    Resi
    So, ich hab jetzt die Tabletten hier stehen.

    Die erste werde ich wohl auf morgen verschieben. Heute nach dem Herceptin ist mein Magen irgendwie komisch, da muss ich die nicht auch noch nehmen. Meine Onkologin sagte, es sei egal, zu welcher Uhrzeit ich die nehme - im Netz les ich immer wieder was von Abendstunden. Wann nehmt ihr die?
    Liebe Grüße, Belle
    Hitzewallungen sowie Knochen- und Gelenkschmerzen. Anfangs wachte ich morgens mit völlig steifen Händen auf. Ein Teil davon könnte aber von der Chemo und Rückenproblemen stammen.
    Übel war mir nicht.
    Im Moment habe ich das Tam in Verdacht, für meinen Reizhusten verantwortlich zu sein. Das werde ich beim nächsten Arztbesuch abklären lassen. Die Lunge wird es nicht sein, der Husten sitzt mehr im Hals.
    LG,
    wildflower
    Liebe Belle,
    ich nehme die Medikamente Tam abends. Morgens muss ich andere nehmen und es könnte sein, dass diese mit ganz wenig von dem gleichen Enzym verstoffwechselt werden. Ich habe das abgeklärt, es mindert die Wirkung von Tam nicht, aber mir ist es lieber, wenn ich das eine morgens und das andere abends nehme. Ich bilde mir ein, dass ich beide Medikamente dann besser verarbeiten kann.
    Die NW sind für mich erträglich. Hitzewallungen gibt es zwar mehr als vorher, aber das ist mit Zwiebellook zu lösen. Bewegung und Sport hilft mir. Ic habe mich auch zur ersten Tablette überwinden müssen. Das war am 9.12.15. Allerdings hat die Onkologin, bei der ich am Donnerstag zur Beratung zu Komplementärmedizin war gemeint, dass für mich Tam eigentlich nicht gut wäre, da ich durch einen Gendefekt ein hohes Schlaganfallrisiko habe. Wieso hat das bisher niemand bemerkt? Das stand schon in den Unterlagen vor de Tumorkonferenz, dort lautete die Empfehlung 10 Jahre Tam, die dann auf 5 Jahre korrigiert wurde. Da schaue ich dann mal...
    Ich könnte sie alle gerade mal wieder "klatschen". Immer wieder andere Verunsicherungen und dann am Ende: entscheiden müssen sie selbst.
    In der Reha meinte die Ärztin: wenn es keine NW gibt gibt es keine Wirkung. Das hat mich auch erstmal verunsichert. Dann hat mich meine Frauenärztin beruhigt. Sie meinte dazu möchte sie sich gar nicht äußern, denn ein Medikament wäre normalerweise so angelegt, dass es nicht zu viele NW erzeugt.
    Bin ich Architektin oder Arzt? Ich habe mich jetzt gewöhnt und will nicht schon wieder wechseln...
    Einfach ärgerlich.
    Dir eine guten Start mit Tam. Es hat für mich den Schrecken schnell verloren.
    LG
    Resi
    Huhu,

    auch ich muss Tam nehmen - mittlerweile schon seit einem Jahr. Da es mir während/von der Chemo so schlecht ging, hatte ich richtige Panik vor der Tam Einnahme und den .. puh, sehr vielen Nebenwirkungen. Ich habe sie auch abends eingenommen und das so beibehalten. Das muss man aber ausprobieren.

    Ich komme sehr gut damit klar, das Tam ist mein ständiger Begleiter und vor allem Freund. Klar habe ich Hitzewallungen ohne Ende - das war aber auch eine Zeitlang mal besser - jetzt ist es komischerweise wieder schlechter geworden. Knochen und Gelenkschmerzen habe ich keine, was evtl. am Sport liegen kann. Das Gewicht ist einfach super nervig, ich esse wirklich kaum etwas ( also kleine Portionen ) und auch komplett ohne Kohlenhydrate. Trotzdem nehme ich sooo schwer ab. Schilddrüse ist ok, sagte mit mein Hausarzt, das läge ganz bestimmt an Tam, sagte er mir. Ich soll einfach so weitermachen. Es ist so schwer sich zu motivieren, wenn der Erfolg sich so selten zeigt.

    Haltet durch :)
    Liebe @RESI, liebe @Davinci,

    ich wünsch euch, dass es weiterhin relativ gut läuft! Die Aussage der Ärztin, Resi, halte ich übrigens für Blödsinn. Medikamente sollen im Normalfall keine unerwünschten Nebenwirkungen auslösen, müssen aber gelistet werden für den Fall der Fälle.

    Davinci, wegen des Gewichts mache ich mir auch Sorgen, aber das müsste auch nicht sein, sagt meine Onkologin. Hast du dich mal mit den Ernährungstipis speziell für die Wechseljahre beschäftigt? Der Stoffwechsel funktioniert dann ja anders und das kann man gut bedienen.

    Ich werde heute Abend anfangen, heute ist der Magen wieder okay und ich wollte die Einnahme nicht an dieses flaue Gefühl koppeln.
    Liebe Grüße, Belle

    die Belle schrieb:

    heute ist der Magen wieder okay und ich wollte die Einnahme nicht an dieses flaue Gefühl koppeln.


    Das ist bestimmt ein guter Gedanke! Ich wünsche dir, dass das Zeugs ordentlich wirkt und dich ansonsten unbehelligt lässt. Geh mit soviel positivem Willen an das Ganze heran wie an deine Chemo, dann wird das. Es ist doch gut, dass es das gibt und es dir helfen kann... Dein Mut reicht dafür jetzt auch noch. Bist doch eine Tapfere ... :)
    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny

    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider

    c.onny schrieb:

    Dein Mut reicht dafür jetzt auch noch. Bist doch eine Tapfere ... :)


    Nein, tapfer bin ich nicht, nur pragmatisch. Von daher hab ich gestern Abend auch die erste Tamoxifen eingeworfen :D

    Nur, weder Erblinden, noch andere Krebsarten stehen jetzt auf meiner Prioritätenliste, so dass ich hoffe, dass NW wegbleiben.

    Also, wie meine Onkologin so schön sagte: "Das ist wie Pubertät". Ich bewege mich dann mal auf den hormonellen Ausnahmezustand zu 8)
    Liebe Grüße, Belle
    Hallo Belle,

    wie bekommt dir Tamoxifen nun?

    Ich hoffe, dass ich es möglichst sehr viele Jahre nehmen und es mir gut helfen kann. Es soll ein sehr wirksamer Schutz sein und laut eines Onkologen die Überlebenschance um bis zu 50% verbessern können. Es soll nicht nur helfen, möglichst ein Rezidiv oder Metastasen zu vermeiden, sondern sich auch positiv auswirken hinsichtlich der Prävention einer Neuerkrankung.

    Ich nehme es morgens, für den Fall, dass ich es doch einmal vergesse, dass ich es dann noch nehmen kann im Laufe des Vormittags. Aber ich bin seit vielen Jahren Tabletteneinnahme gewöhnt, da passiert das eigentlich nicht, ist nur eine zusätzliche Sicherheit. Außer trockenen Schleimhäuten habe ich bisher keine Nebenwirkungen.

    Viele Grüße
    Finja
    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)
    Liebe @Finja,

    das hört sich gut an! Ich drück dir die Daumen, dass es bei den kaum vorhandenen Nebenwirkungen bleibt.

    Ich hab ja erst eine knappe Woche Einnahme hinter mir und bin wieder etwas schlafloser. Vielleicht kommt das vom Tam? Was allerdings wirklich damit zusammenhängen könnte und was mir seit gestern ziemlich Beschwerden macht, ist mein Magen. Ich hab den ganzen Tag lang Magenschmerzen plus Übelkeitsgefühl. Sehr unschön. Ich beobachte das jetzt noch ein paar Tage. Wenn sich das nicht ändert, dann werde ich bei meiner Onkologin mal vorsprechen.

    Kennt das noch jemand mit den Magenschmerzen? Falls ja, wie bekommt man die in den Griff?
    Liebe Grüße, Belle

    (Aus)Wirkungen Tamoxifen

    Ich nehme jetzt zwei Wochen die Tabletten. Nach einigen Tagen Magenaufruhr ist nun seit einer Woche Ruhe und ich merke (noch?) nichts. Hitzewallungen sind in etwa wie unter der Chemo leicht geblieben.

    Was mir jetzt aber auffällt, sind Hautveränderungen. Habt ihr das auch? Ich bekomme Pickel *help* Das liegt wahrscheinlich am Hormonentzug, oder? Kennt das eine? Habt ihr die Pflegeprodukte speziell angepasst?
    Liebe Grüße, Belle
    Liebe Belle, ich kenne Hautveränderungen unter Tamoxifen, aber die haben sich auch wieder eingependelt. Ich habe generell meine Haut nach Chemo nicht mehr wiedererkannt und plötzlich unbekannte Probleme (rauhe rote Stellen usw) entwickelt.
    Ein Segen war der Tipp einer Freundin bzgl der Produkte der Firma ph-cosmetics. Die Aufbaucreme war die Wucht. Habe die vier Wochen benutzt, danach waren alle Hautprobleme weg. Jetzt benutze ich sie nur noch in Notfällen (z.B. der Sonnenbrand dieses Wochenende ... hüstel) oder wenn sich kleinere Problemchen zeigen. Sonst benutze ich nur noch die Tagescreme von da, die ist leichter.