Kontrastmittel und Tracer bei bildgebenden Verfahren

  • Ein paar Worte zu Kontrastmitteln und Tracern:


    Kontrastmittel werden nur bei CT und MRT (und evtl. Ultraschall) verwendet. Kontrastmittel selber sind nicht radioaktiv, sondern verändern nur je nach Gewebe die Signalstärke der entsprechenden Untersuchung. Bei der CT wird häufig eine Jod-Verbindung eingesetzt, bei der MRT häufig Gadolinium-, Barium- oder Eisenoxid-Verbindungen (hier aber bei bestimmten Untersuchungen einfach auch nur normales Wasser). Da Jod jedoch die Schilddrüse überreagieren lässt und zudem diese Mittel allesamt über die Nieren wieder ausgeschieden werden, müssen Schilddrüse (im Falle CT) bzw. Nieren in Ordnung sein. Im Anschluss an diese Untersuchungen sollte man außerdem extrem viel trinken, um die Ausscheidung zu beschleunigen.


    Bei der PET und der Szintigrafie werden dagegen keine Kontrastmittel eingesetzt, sondern von sich aus radioaktive Substanzen, die man Tracer nennt. Diese wiederum werden an eine Substanz gebunden, die der Körper in den Stoffwechsel einbaut; die Gesamtsubstanz nennt man dann "Radiopharmakon". Im Falle der Skelett-Szintigrafie ist das i. A. Technetium, das an ein Bisphosphonat gebunden wird und das der Knochen so zunächst außen anlagert, dann aber auch in die Knochensubstanz einbaut. Bei der PET handelt es sich meist um radioaktives Fluor, das an Zucker gebunden wird - weswegen die PET bei Diabetes-Patienten kritisch oder unbrauchbar werden kann.


    (Bei der PET/CT handelt es sich um eine Kombination aus beiden Verfahren - da sollte, um Strahlen- und Kontrastmittel-/Tracer-Belastung zu reduzieren, die CT möglichst eine LowDoseCT sein, die ohne Kontrastmittel auskommt. Das kann aber nicht jede Praxis/jedes Krankenhaus leisten, da es dafür spezielle Geräte braucht.)

  • I'm Fälle eines CT mit Kontrastmittel bei der Diagnose von Lungenkrebs.

    Wie sicher ist die Diagnose ob ein LK vom Krebs Zellen befallen ist, wenn der LK ringförmig mit Kontrastmittel angereichert ist?

    Auch unter Berücksichtigung, dass eine Erkältung mit evt Bronchitis vorlag zum Zeitpunkt des CT und vorangegangene Schilddrüsen OP

  • Also wäre eine Biopsie oder bronchoskopie zwingend notwendig um eine Diagnose zu erstellen.


    Ich frage mich, was wenn es in manchen Fällen gar nicht notwendig wäre eine Bestrahlung oder chemo durchzuführen weil der vermeintliche LK gar nicht bösartig war.

    Nicht immer wird neben PET/CT eine andere Untersuchung durchgeführt um ein- oder auszuschließen.