Mutter - V.a. inflammatorisches Mammakarzinom

  • Hallo liebes Forum,


    vor zwei Wochen erhielt ich einen abendlichen Anruf einer Pflegerin meiner im Heim lebenden - dementen - Mutter (81). Sie war völlig hysterisch und sagte, dass die rechte Brust meiner Mutter stark gerötet und auffällig sei und ob ich hierzu etwas wüsste. Natürlich nicht. Der Hausarzt kam und versuchte es mit einer Antibiotikatherapie, da er eine Brustentzündung ausschließen wollte. Daraufhin hat sich nichts an der Brust getan. Im Gegenteil. Der optische Zustand ist weiterhin: gerötet um die Mamille und nach außen, Mamille eingezogen und verformt.. Brust im Gesamten sieht verformt aus (als ob sie eine runde Silikonform drin hätte). Alles ist knotig und sehr hart. Hin und wieder klagt meine Mama über ein Stechen in der Brust. Nun haben wir erst in zwei Wochen einen Termin beim Gynäkologen und obwohl meine Mutter stark dement ist, belastet sie diese Sache sehr und sie redet nur noch davon. Mich natürlich auch.. ich möchte gerne baldmöglichst Gewissheit haben, um was es sich genau handelt, der Arzt vermutet ein inflammatorisches Mammakarzinom, obwohl er "nur" Internist ist. Weiterhin hat meine Mutter in der letzten Zeit enorm an Bauchumfang zugelegt. Es passen keine Hosen mehr, obwohl das Gewicht an sich wohl gleichgeblieben ist. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und der sonstigen gesundheitlichen Beschwerden (Herzinsuffizienz) kommt sicherlich keine belastende Behandlung in Frage - weder OP noch Chemo. Durch die Demenz ist auch jeder Eingriff in den Alltag eine enorme Belastung - somit würde ich meiner Mutter gerne alles weitere (nach Diagnose) ersparen und ihr noch eine gute Zeit wünschen, so lange es geht.


    Meine Frage nun an euch: ist die Diagnose aufgrund meiner Beschreibung wahrscheinlich?


    Wenn es so wäre, wie würde der weitere Verlauf/Lebenserwartung aussehen?


    Herzlichen Dank
    Elli

  • Hallo liebe @Elli73,


    erst einmal herzlich Willkommen hier bei uns.


    Der Anlaß ist weniger schön.


    Wichtig wäre jetzt eine zügige Diagnose.
    Warum hat sie erst so spät einen Termin beim Gyn?
    Vielleicht könnt ihr einen früheren in einem Brustzentrum bekommen?


    Selbst wenn keine großen Therapien erfolgen, sollte man nun schnell eine Diagnose bekommen, zumal Deine Mutter Schmerzen hat.


    Wie mögliche Therapien aussehen, kann man erst nach einer Diagnose sagen.
    Vielleicht ist es doch nur eine hartnäckige Entzündung, die einfach ein anderes Antibiotikum braucht.
    Im Brustzentrum hat man i.d.R. viel Erfahrung damit, die können das am besten beurteilen.


    Ich wünsche Deiner Mutter alles Gute.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    24911457bo.jpg

  • Nun ja, der Termin ist schon nach persönlicher Vorsprache des Hausarzte "so früh"! Bei uns in der Gegend wartet man normalerweise gute 6 - 8 Wochen auf einen Facharzttermin.. Das nun wäre eine sehr gute Frauenärztin, die wohl auch umfassende diagnostische Möglichkeiten hat.. Ich bleibe gespannt und versuche nicht so viel daran zu denken bis zu dem Termin...