Wie hoch ist euer GdB nach 5 Jahren (ohne Wiedererkrankung)

  • Hallo,


    ich hab die Woche Post vom Versorgungsamt bekommen und werde demnächst von meinen 90 GdB auf 40 GdB heruntergestuft. Auf der einen Seite super, da nicht wiedererkrankt, auf der anderen Seite hat sich das Amt bei meiner Ersteinstufung nicht grade mit Ruhm bekleckert...
    Ein Jahr nach Erkrankung hab ich gemerkt, dass viele Frauen trotz "besserer" Diagnose einen höheren GdB hatte und hab eine Neueinstufung mit rückwirkender Anerkennung erstritten. Das haben die so lange versucht abzuwimmeln "unsere Ärztin kennt sich da aus" bis ich mit nochmaligen Arztbriefen etc etc von 60 auf 90 hochgestuft wurde und durch die Verzögerung jetzt sogar meinen Ausweis 6 Jahre haben "durfte". Der Sonderurlaub gefiel mir natürlich immer gut, das war "Mutters private Woche", Urlaub nur für mich :)
    Ich weiss halt nicht, ob ich nochmal Einspruch einlegen sollte oder nicht und wollte mal fragen, wie es bei euch so war. Es gibt ja einige hier, die auch schon seit mehr als 5 Jahren nicht mehr erkrankt sind (und allen anderen wünsche ich das von Herzen auch)


    Vielen Dank und mit lieben Grüßen,
    Birgit

    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.

  • Hallo Birgit,


    meine Schwerbehinderung wurde nach der Heilsbewährung auf den Grad 20 runter gestuft, da ich mit dem Ausweis gerade noch Rente beantragen konnte, habe ich nicht weiter gestritten. Eine Freundin hatte ebenfalls eine beidseitige Masektomie ohne Aufbau und hat Widerspruch eingelegt und wurde dann auf den Grad gesetzt.
    Es gibt die Möglichkeit sich beim VdK oder SoVD beraten zu lassen, diMonatsgebühr beträgt nur wenige Euro. Es ist bei dir erstmal eine Anhörung, du kannst über Mamazone dir den 1. Hilfebrief zu Hilfe nehmen und damit deine Begründung schreiben. Wenn du wirklich zurück gestuft wirst behält du erstmal deine Schwerbehinderung. Da du ja keinen Aufbau hast, solltest du den Grad 50 behalten können.


    Liebe Grüße
    Geli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Liebe @bifi65,


    ich hatte vor der OP einen GdB von 60 bekommen.
    Eigentlich hätte mir nach der OP ein höherer zugestanden, da sich mein Stadium von 2 auf 3 erhöhte, hatte nach der Op dann 4 befallene LK, also Stadium 3.
    Mir hätte demnach ein GdB von mindestens 80 zugestanden.
    Hatte diesen beantragt, dem wurde aber nicht statt gegeben.
    Warum weiss ich nicht- ich war zu dem damaligen Zeitpunkt des Kämpfens müde, hatte es auf sich beruhen lassen.


    Nach 5 Jahren sollte ich komplett auf Null gestellt werden- da hatte ich widersprochen, denn neben dem BK mit Folgebeeinträchtigungen habe ich noch andere "Nickeligkeiten".
    Also, den VDK beigetreten und beantragt.
    Ok, er wurde dann auf 20 gesetzt, Widerspruch etc. Er wurde dann "gnädig" auf 30 gesetzt. Das war aber dann auch das Ende der Fahnenstange.


    Schlussendlich muß ich sagen, der VDK hier vor Ort taugte nix bis wenig und es ist erheblich leichter, eine Erwerbsminderungsrente zu bekommen, als einen höheren GdB.
    Das sind meine Erfahrungen.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    24911457bo.jpg

  • Schlussendlich muß ich sagen, der VDK hier vor Ort taugte nix bis wenig


    Liebe Jule,


    danke für diesen Passus. Dachte ich doch bisher, dass ich die Einzigste bin, die "Pech" mit "denen" hatte. Ich konnte im letzten Moment gerade noch verhindern, dass mir selbst der vom Versorgungsamt angebotene Grad genommen wurde. Die Aussage der Sachbearbeiterin war, dass das Versorgungsamt grundsätzlich immer zu Gunsten der Betroffenen entscheiden würde, etwas anderes kenne sie gar nicht. Die Frage, warum dann so viele Verfahren gegen dieses Amt bestehen würde, konnte sie mir aber nicht beantworten.


    Wen es interessiert: Unter rehadat - Feststellungsverfahren - Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft /GdB finden sich einige Gerichtsurteile, die Fälle von klagenden Brustkrebsdamen beinhalten.


    viele Grüße
    JF

  • Hallo zusammen,


    bei mir wurde der GdB (Mundbodenkarzinom) nach 5 Jahren von 100 auf 10 runtergesetzt.


    Der VdK fand das eigentlich in Ordnung. Nach meinem drängen haben sie es geschafft ihn auf 20 zu bekommen. Ich selber bekam ihn wenigstens auf 50.


    Dann kam leider der Rollstuhl dazu und dann waren es wieder 100 mit allen Kennzeichen.


    Ich habe immer geraten den VdK zu Fragen. Kann ich nicht mehr machen. Der ist enttäuschend.


    LG
    Boebi

    Meine Beiträge unterliegen dem Copyright und dürfen ohne meine Zustimmung weder weiterverwendet oder anderweitig veröffentlicht werden.

  • Hallo zusammen,
    bei ED bekam ich 60 %. Auf Grund meiner Stellungsnahme und Widerspruches wurde er nach 5 Jahren auf 30 % gekürzt. Habe jedoch das Dokument, dass es mir ermöglicht diese beim Einkommensteuerbescheid geltend zu machen.

  • Hallo @Pessimist,


    erst mal herzlich willkommen hier, ich kenne dich auch noch von früher!


    Jetzt bin ich aber neugierig- welches Dokument benötigt man denn dafür und woher bekommt man das?
    Die GdB 30 scheinen ja das höchste der Gefühle zu sein, die man bekommt...

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    24911457bo.jpg

  • Hallo Jule,
    vielen Dank fürs Willkommen heißen.


    Das Dokument das ich meinte, wurde mir vom Landratsamt Karlsruhe ausgestellt. Es bescheinigt mir folgendes:


    Aufgrund der bestehenden Behinderung ist eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit im Sinne von § 33 b Abs. 2 b Einkommensteuergesetz (EStG)
    festgestellt.


    Das ganze gilt unbefristet.


    Viele Grüße

  • Hallo,


    vielen Dank schon mal für eure aufschlußreichen Antworten, da kann ich ja fast froh sein, 40 GdB zu bekommen... Nun ja, ich werde erst einmal Akteneinsicht beantragen, dann haben die schon mal was zu tun :)


    Liebe Grüße von Birgit

    IBK seit Nov. 2011, bis jetzt rezidivfrei.
    Die Kunst ist, sich von der Angst vor der Zukunft nicht die Gegenwart kaputt machen zu lassen.

  • Hallo @Jule66


    bei mir hieß es in der Bescheinigung des Versorgungsamtes:


    Nach Paragraf 65 der Einkommensteuer-Durchführungsverordnung zur Vorlage beim Finanzamt.


    Die Behinderung hat zu einer dauerhaften Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt.


    Das war bei einem GdB von 30 so.
    Hat sich leider durch den Rollstuhl erledigt. Ich wäre lieber mit dem GdB von 30 zufrieden gewesen. Jetzt habe ich:
    GdB 100 - G/aG/B


    LG
    Boebi


    Zusatz:
    § 65
    Nachweis der Behinderung
    2. bei einer Behinderung, deren Grad auf weniger als 50, aber mindestens 25 festgestellt ist,


    a) durch eine Bescheinigung der nach § 69 Absatz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch zuständigen Behörde auf Grund eines Feststellungsbescheids nach § 69 Absatz 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch, die eine Äußerung darüber enthält, ob die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat oder auf einer typischen Berufskrankheit beruht,


    Da ein Schwerbehindertenausweis erst ab einem GdB von 50 ausgestellt wird, ist diese Bescheinigung der Nachweis für das Finanzamt für die Freibeträge bis 50.


    Das sind die Freibeträge in der Steuererklärung:
    von 25 und 30= 310 Euro,
    von 35 und 40= 430 Euro,


    Hierfür ist eben die Bescheinigung notwendig!

    Meine Beiträge unterliegen dem Copyright und dürfen ohne meine Zustimmung weder weiterverwendet oder anderweitig veröffentlicht werden.