Linderung Nebenwirkungen bei Antihormontherapie, bzw. bei Aromatasehemmern

  • Hallo an alle,


    ich habe vor 11 Monaten die Diagnose Brustkrebs erhalten (2x T1 + Tis, Grading 3, bei BRCA2 Gen-Mutation). Nach mehreren Operationen habe ich mich gegen eine Chemo-Therapie entschieden. Da meine Krebsart jedoch stark hormonempfänglich ist, habe ich vor einem halben Jahr die Anti-Hormontherapie, genauer gesagt in meinem Fall noch vor den Wechseljahren, aber nach Entfernung der Eierstöcke, die Behandlung mit Aromatasehemmern begonnen.


    Dabei sind alle angekündigten Nebenwirkungen bei mir eingetreten, wenn ich auch gehofft hatte, vielleicht doch von dem einen oder anderen Übel verschont zu bleiben: Starker Haarausfall, starke Hitzewallungen und fast unerträgliche Gelenkschmerzen. Einzig die Knochendichte ist bei mir – noch – ganz gut, da ich einen super Ausgangswert hatte.


    Mein Mann hat schon nach der Erstdiagnose viel recherchiert, später auch bzgl. der möglichen Therapien und Nebenwirkungen. Dabei ist er auf die Magnetfeldresonanztherapie gestoßen, welche in den USA wohl eine übliche Therapie bei Osteoporose (Knochenschwund) und Gelenkschmerzen ist. Ich konnte mir so ein Teil leihen und benutze es seit 3 Monaten regelmäßig. An irgendeinen Strohhalm muss man sich je klammern, dachte ich. Jetzt aber: Meine Gelenkschmerzen sind fast weg und zu alledem habe ich das Gefühl, dass mein Wohlbefinden sich um einiges verbessert hat. Zum Beispiel schlafe ich nachts, trotz ständiger Hitzewallungen, besser.


    Ich möchte mir das Gerät jetzt anschaffen. Da es jedoch recht teuer ist und von der KK nicht bezahlt wird, würde ich gerne wissen, ob jemand von euch damit schon Erfahrungen gesammelt hat und wenn ja, welche?


    Nicht dass ich mir das alles nur einbilde. Wie gesagt, ich glaube mir tut es gut.


    Würde mich über ein Feedback freuen :thumbsup:


    Liebe Grüße, Tonya

  • Hallo @tonya ,


    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß einer Registrierung hier nie ein sehr schöner ist. Zu dem von Dir angesprochenen Thema kann ich nichts beisteuern, denke aber, daß von unseren sehr informierten Brustkrebs-Frauen ein Feedback zu erwarten ist. Ich hoffe, daß Du Dich in unserer Gemeinschaft wohl fühlst und einen für Dich hilfreichen Austausch findest.


    Auf ein gutes Miteinander.


    Viele Grüße
    Anhe

  • Auf besonderen Wunsch – nachdem ich mich entgegen meiner Ankündigung hier länger nicht mehr gemeldet habe – gebe ich nun gerne einen aktuellen Bericht über meine eigenen Erfahrungen mit der Magnetfeldresonanztherapie ab.


    Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich mich hier gemeldet um ein paar Meinungen und ein paar Erfahrungen zu diesem Thema einzusammeln. Leider, und das hat mich sehr überrascht, gab es relativ wenig Rückmeldung. Ich hoffe, das ist keine negative Tendenz, sich mit der Brustkrebserkrankung und den Nebenwirkungen von Therapien nicht aktiv auseinander zu setzen und sich daher seinem Schicksal zu ergeben.


    Nun, vor einem Jahr war ich noch Hilfe suchend, mittlerweile habe ich mich sehr intensiv mit der Magnetfeldresonanztherapie auseinandergesetzt und ich kann – ohne zu übertreiben – sagen: Für mich ist es ein Erfolg auf ganzer Linie. Die Magnetfeldresonanztherapie gehört jetzt fest zu meinem Leben und wurde strikt in meinen Tagesablauf integriert.


    Mein System arbeitet im natürlichen, biologischen Frequenzbereich zwischen 3 und 25 Hertz und dabei bevorzugt im Schwingungsmuster des Erdmagnetfeldes 7,83 Hz – 11,79 Hz. Die Intensität ist einstellbar von 10 – 400 Microtesla (µT) und es stehen zwei Impulsmuster zur Verfügung (Sägezahnimpuls und Rechteckimpuls).


    Meine Knochen-, Gelenk- und Gliederschmerzen sind mittlerweile (nach einem Jahr Magnetfeldresonanztherapie) absolut erträglich und die Knochendichte hat sich seit Beginn der Therapie nur geringfügig verschlechtert. Von der angekündigten und befürchteten Osteoporose also überhaupt keine Spur. Ich muss dazu aber sagen, dass meine Knochendichte laut der Messung vor Beginn der Therapie auch überdurchschnittlich hoch war.


    Meist morgens habe ich noch leichte Schmerzen an den Fesseln und Handgelenken. Somit gehören die ersten 20 Minuten des Tages nur mir, wenn ich mir ein entspanntes Warm-Up auf der Therapie-Matte gönne. Ferner nutze ich die Matte immer abends nach dem Sport (jetzt auch ein fester Bestandteil meines Lebens), 5x in der Woche, Laufband und/oder ein Trainingsprogramm von einer Personaltrainerin. An den Wochenenden immer auch noch um die Mittagszeit. Ich fühle mich inzwischen (meistens) wieder super! Wie ich damals schon geschrieben habe, mein allgemeines Wohlbefinden nach Start der Aromatasehemmer-Therapie im Juni 2017 hat sich extrem verbessert und die Hitzewallungsschübe empfinde ich als nicht mehr so stark.


    Außerdem achte ich auch auf meine Ernährung (ich esse alles, aber grundsätzlich wenig Kohlehydrate, Fette und Zucker, regelmäßig Ingwer, Chia-Samen, Avocados, Granatapfel, viel Meeresfrüchte.


    Ich habe damit ein für mich praktikables und akzeptables Krebs-Survival-Paket geschnürt. Das wichtigste aber ist, die Krankheit annehmen und stets eine
    positive Grundeinstellung zum Leben wahren.


    Liebe Grüße


    tonya

  • Vor ziemlich genau einem Jahr hatte ich mich hier gemeldetum ein paar Meinungen und ein paar Erfahrungen zu diesem Thema einzusammeln.Leider, und das hat mich sehr überrascht, gab es relativ wenig Rückmeldung. Ichhoffe, das ist keine negative Tendenz, sich mit der Brustkrebserkrankung undden Nebenwirkungen von Therapien nicht aktiv auseinander zu setzen und sich daherseinem Schicksal zu ergeben.

    Hallo tonya , ich glaube nicht, dass mangelnde Resonanz zum Thema "Magnetfeldresonanztherapie" eine negative Tendenz bezüglich der Auseinandersetzung mit einer BK- Therapie aufzeigt.!


    Ich sehe eher das G3 und frage mich, warum Du Dich gegen eine Chemo entschieden hast. Damit würde ich mich eher auseinandersetzen.

    Nebenwirkungen gehören leider zu den Therapien gegen BK . Es ist schön, dass Du für Dich Wege gefunden hast, diese abzumildern- ich selbst versuche es eher mit Sport und Nahrungsergänzungsmitteln.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Hallo tonya ,

    Mit dieser Therapie kenne ich mich nicht aus, ich habe erhebliche Hitzewallungen weil ich zu Tamoxifen wg. grosse Eierstockszysten noch Zoladex dazu bekomme , ich hatte die ersten 4 Monate ordentliche Steissbeinschmerzen. Durch Sport und Krankengymnastik sind diese völlig verschwunden. Bei mit reicht die Knochendichte leider nicht bei der dopplelnten Blockade aus sodass ich eine Biphosphonat Therapie weg. Osteoporose ( familiär bedingt) benötige , mit der Zusatzwirkung: gewisse Vorbeugung gegen Knochenmetastasen, gegen die Hitzewallungen mache ich Akupunktur, Selen und Vitamin D und K2 nehme ich auch . Ansonsten keine Beschwerden. Ich arbeite in einer gynäkologischen Praxis alle unsere Patientinnen mit G3 hatten Chemo. Wenn Du mit deiner Entscheidung im Reinen bist ist das ok......,

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