Babs1983: Mama - Du fehlst immer und überall.

  • Hallo Zusammen,
    gestern um 17:55Uhr ist meine Mama in meinem Beisein friedlich eingeschlafen, sie war die letzte Woche zu Hause. Ich bin froh und dankbar das wir ihr diesen Wunsch erfüllen konnten.
    Irgendwann werde ich von ihren letzten Tagen berichten. Aber nicht heute und auch nicht morgen, irgendwann....
    Noch ist es nicht wirklich angekommen.


    Ein wundervoller Mensch hat uns verlassen, eine Kämpferin!!


    <3 Mutti ich liebe Dich <3

  • Babs,
    es tut mir sooo leid. Aber es ist auch schön, dass sie friedlich einschlafen durfte und wissend, dass Du bei ihr warst.
    Ja, es dauert bestimmt einige Zeit, bis es realisiert ist. Erst mal ist ja viel zu erledigen und da kommt man sicherlich nicht viel zum nachdenken.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und auch die Zeit für die Trauer.


    Alles Liebe für Dich


    LG Anchilla

  • Hallo Babs.
    Ich weiß immer nicht was man sagen soll angesichts dieses Verlustes.
    Aber ich möchte dir sagen das ich sehr betroffen bin.


    Ich bete für euch.
    Ruediger

    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.


    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

  • Hallo Zusammen, vielen Dank für eure Worte.
    Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wieviel mir diese bedeuten <3
    Morgen gehen wir den letzten Weg mit Mama. Ich hoffe ich werde das alles einigermaßen gut überstehen.
    bald nehme ich mir dann die Zeit über Mamas letzten Tage zu berichten.
    Bis dahin.....
    Babs

  • Liebe Babs,
    für morgen wünsche ich Dir viel Kraft und ganz viele liebe Menschen um Euch die Trost spenden.
    Gedenkt deiner Mama in Liebe, sie ist in Deinem Herzen immer bei Dir <3


    alles Liebe von
    Jana

    Meine Mutter <3
    BSDK ED 7/2014
    OP nach Whipple 9/14, adjuvante CHT mit Gemcitabine
    Rezidiv 8/15
    palliative CHT mit Folfirinox
    verstorben am 3.11.2015


    Unvergessen

  • Freitag 03.03.2017 Frau Dr. ruft mich an, um mir mitzuteilen das Mama Anfang der Woche nach Hause kommt.
    Mama wünscht es sich so sehr – und wenn nicht jetzt wann dann meint Frau Dr.!!
    „Sie und ihre Familie schaffen das Frau W.- das weiß ich“
    Nimmt mir das meine Angst?! Nein, leider nicht. Ich gönne es Mama von ganzem Herzen, aber bin ich stark genug das durch zu stehen?! Wir werden es sehen.
    Ich habe Angst vor dem was kommt, vor möglichen Komplikationen, dass wir Mama nicht helfen können.
    Ich streite deswegen sogar mit meiner Schwester, sie meint ich mache mir zu viele Gedanken und ich sollte es erst mal auf mich zukommen lassen.Vielleicht hat sie Recht.


    Wir haben ja auch noch das Wochenende um einiges zu planen.
    Dienstag 07.03.2017 Mama wird mit dem Krankentransport nach Hause gebracht. Alles verläuft planmäßig, keine Zwischenfälle.
    Es ist viel Trubel, der Palliativarzt schaut vorbei um sich ein Bild von Mama zu machen und sich einen Überblick ihrer Schmerzmedikation zu verschaffen.


    Das KKH wollte auf Nummer sicher gehen und hat Mama für zu Hause ganz schöne Dröhnungen mitgegeben und verordnet (3x 40mg Morphin + 1x bei Bedarf) zusätzlich zu ihrem Schmerzpflaster!!!
    Wir haben die Schmerzmedikation ziemlich schnell runter fahren können, weil Mama es auch so wollte.
    In der Woche zu Hause sind die extremen Wassereinlagerungen sogar fast weg gewesen, das war für Mama natürlich eine unheimliche Erleichterung.
    Im Großen und Ganzen verlief es zu Hause recht reibungslos. Nur alleine lassen konnten wir sie nicht mehr.
    Die 2. Nacht ist sie sogar durch die Wohnung gewandert und meine Tante konnte sie im letzten Moment noch auffangen.
    Ein anderes mal hing sie kopfüber aus dem Bett. Das waren schon Schreckmomente!!


    Am Sonntag den 12.03.2017 war Mama nicht ansprechbar, sie hat den ganzen Tag geschlafen. Wir haben uns dann gegen die Portnahrung entschieden. Ich habe meinem Chef mitgeteilt, dass ich die Woche nicht arbeiten komme, weil meine Mama im Sterben liegt.


    Ich habe wirklich gedacht das war es jetzt mit Mama.Montagmorgen sitzt sie im Bett als wäre nichts gewesen! Gut zufrieden und am Kaffee trinken.
    Meine Schwester hat Mama gefragt ob sie merkt das sie bald sterben wird.
    Mama sagte sie weiß es nicht, aber sie hat so ein Herzrasen….
    An dem Tag hat sie alle nochmal flott gemacht, die 3 kleinen Enkel sollten nochmal vorbei kommen, sie hatte Fotos entwickeln lassen und wollte jedes persönlich beschriften –
    das hat Sie leider nicht mehr geschafft, weil die Wörter weg waren, sie fielen ihr einfach nicht mehr ein.
    Abends hat sie darauf bestanden das die Portnahrung angeklemmt wird, was der Pflegedienst dann auch gemacht hat.
    Wir haben es aber sehr langsam laufen lassen um den Körper nicht zu belasten.
    Ich habe die Nacht über Mama gewacht- ich habe mich nicht getraut zu schlafen. Als sie Abends eingeschlafen ist war sie gut zufrieden.
    Den nächsten Tag hat sie wieder nur geschlafen. Tagsüber musste ich ein paar Dinge erledigen.
    Meine Schwester hat mich um 17:30 bei Mama abgesetzt. Ich bin zusammen mit Hilda vom Pflegedienst nach oben.
    2 Schwestern von Mama waren tagsüber bei ihr.Hilda und ich wollten Mama ein wenig umlagern, damit sie keine Druckstellen bekommt.
    Aber Hilda hielt mit mal inne, irgendwas an ihrer Körperhaltung hat mich stutzig gemacht.


    Mama hat um 17:55 Uhr noch einmal tief Luft geholt und dann war es vorbei, sie hat aufgehört zu atmen…..
    Ich stand direkt neben ihr.
    Ich bin so froh und dankbar das sie so friedlich und ohne Schmerzen von uns gegangen ist.


    Ich habe meine Schwester informiert das Mama gegangen ist. Sie kam sofort zur Wohnung und wir haben zusammen mit Hilda Mama gewaschen und umgezogen.
    Wir haben uns entschieden Mama über Nacht in der Wohnung zu behalten, damit wir uns in aller Ruhe von ihr verabschieden konnten.


    18,5 Monate Kampf schlagartig vorbei… Und was bleibt ist eine Leere.


    Ich bin dankbar…
    - Dankbar so eine tolle Mama zu haben
    - Dankbar das ich sie begleiten durfte
    - Dankbar das sie die letzte Woche zu Hause verbringen durfte, denn das war ihr größter Wunsch
    - Dankbar das wir als Familie so toll zusammen gehalten haben


    Ich bin traurig…
    - Traurig das ich meine Mama so früh gehen lassen musste
    - Traurig das wir diesen Sch…Krebs nicht besiegen konnten
    - Traurig das Mama jetzt so viele Sachen nicht mehr miterlebt



    Sie fehlt mir sehr! Aber ich weiß ein kleines Stück lebt in jedem von uns weiter…




    <3Mama ich liebe und vermisse Dich so sehr!! <3

  • Danke für eure Geschichte, liebe Babs1983 .
    Ich sitze gerade in der Arbeit und habe versucht, bei deinen letzten Zeilen nicht zu weinen... Es ist mir nicht gelungen.


    Schön, dass deine Mama letztlich so friedlich einschlafen durfte. Bei uns war es ähnlich, ich habe die ersten Minuten gar nicht realisiert, dass sie tatsächlich nicht mehr atmet, weil es, obwohl wir alle wussten, wohin der Weg führt, in diesem Moment ganz plötzlich war...
    Wir hätten es fast nicht bemerkt, waren auch zufällig alle bei ihr im letzten Moment...



    Man hadert schon sehr mit dem Schicksal,
    wenn man seine Mama so früh an diese entsetzliche Krankheit verlieren muss...



    Ganz liebe Grüße,
    Kate

  • Alles Gute auf der letzten Reise.
    Ich bin Traurig.
    Herzliches Beileid zu euch.


    Rüdiger

    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.


    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

  • Liebe Babs,


    Danke für deine Geschichte!


    Es war sicher tröstend, dass deine Mama nach ihrem langen Kampf die letzten Tage zu Hause verbringen konnte und schließlich friedlich und ohne Schmerzen von euch gegangen ist.


    Ich wünsche dir und dem Rest der Familie alles gute und hoffe ihr lernt, mit diesem schmerzlichen Verlust zu leben.


    Alles Liebe!
    Ninjetta

  • Liebe Babs,
    danke für Eure Geschichte. Vieles kommt mir bekannt vor, und so traurig das alles ist: Unsere Mütter durften zu Hause gehen und wir konnten sie begleiten. Das ist wunderbar und kann uns auch niemand mehr nehmen. Sie leben in unseren Herzen weiter.
    Liebe Grüße
    Bella

  • Liebe Babs,
    Kloß im Hals, Tränen in den Augen... Wo sind Sie unsere besten Mamas der Welt? Wir brauchen Sie doch - egal wie alt wir sind... Warum müssen gute Menschen die Welt so früh verlassen? Das frage ich mich immer wieder, gerade wenn ich solche traurigen Zeilen lese. Und doch haben wir die Kraft weiterzumachen, zu leben, zu genießen... Warum? Weil wir so tolle Mamas hatten!
    Liebe Grüße kibabe ❤️

  • [quote='kibabe','http://krebs-infozentrum.de/index.php/Thread/752-BSDK-bei-meiner-Mama/?postID=71596#post71596']Warum müssen gute Menschen die Welt so früh verlassen?[/quote


    Meine Oma sagte immer, die besonders Lieben Menschen müssten häufig früh sterben, weil der Liebe Gott sie so gerne um sich hat. Das ist zwar kein wirklicher Trost aber eine freundliche Vorstellung


    Liebe Grüße Bella

  • liebe Babs,
    habe soeben Deinen Post gelesen, tut mir so leid , dass Deine Mama Dich verlassen hat.
    Ich bin traurig
    Mein Mitgefühl an die Familie
    Marie999

  • Heute vor einem Jahr.....


    ...durfte Mama nach Hause. Ihre letzte Woche daheim in ihrem geliebten zu Hause.


    Ich bin seit einiger Zeit sehr angespannt, gehe wegen jeder Kleinigkeit an die Decke. Der erste Todestag rückt immer näher....


    Ich habe Angst.

  • Liebe Babs!


    Du hast alles Recht der Welt, gerade in dieser Zeit, wo ihr erster Todestag kurz bevor steht, angespannt, traurig, wütend oder was auch immer zu sein.
    Ich denke deine Familie wird das verstehen und sicher auch dein weiteres Umfeld.


    Ich kann deine Angst vor diesem Tag verstehen und drücke dich ganz fest. Vielleicht unternehmt ihr als Familie etwas schönes zusammen, einfach um nicht zu sehr ins grübeln zu kommen....


    Alles Liebe!
    Ninjetta

  • Liebe Babs,
    auch wenn wir uns bislang nie direkt geschrieben haben: ich kann das so gut verstehen. Meine Büro-Kollegin, die ihre Mama verloren hat, sagte mir, dass es nach einem Jahr ein klein wenig besser wird. Dann hat man das erste Weihnachten, das erste Ostern, den ersten Geburtstag usw. alles einmal durch. Mir steht das Meiste davon ja auch noch bevor - und ich habe auch Angst. Angst, dass ich dauernd alle Bilder und Ereignisse vor Augen habe. Und noch mehr Angst, dass ich vielleicht mit der Zeit irgendwas vergesse...


    Sorry, jetzt habe ich Dich mit meinen Ängsten zugequatscht. Ich kann Dich nur so unendlich gut verstehen.Eine dicke Umarmung und viel Kraft.


    Liebe Grüße, Kathi

  • Hallo,
    das ist selbstverständlich und wird bestimmt jeder verstehen. Bei uns war bzw ist es ja zum Glück noch nicht der Fall, aber mir macht zB das was (vielleicht) noch kommt unheimlich Angst.
    Es ist also mehr als verständlich.
    Ganz viel Kraft
    Grüße

  • Hallo Babs,


    manche Tage tun auch nach Jahren noch weh. Meine Mutter ist 1994 gestorben.
    Viele Erinnerungen kommen jährlich wieder zurück. Meine Mutter war eine begnadete Kuchenbäckerin.
    Erst im letzten Jahr habe ich mich getraut meine erste Buttercreme zu machen. Ihre Erdbeerkuchen und Weihnachtsplätzchen waren immer perfekt aus. Heute bin ich dann nur dankbar für ihre Liebe uns gegenüber, auch wenn mein Verhältnis zu ihr nicht einfach war.


    Dir alles Gute
    Geli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Liebe Babs1983

    manchmal erscheint einem alles so, als wäre es erst gestern gewesen. Vor Allem, wenn diese "besonderen" Tage sich nähern. Ich denke gerade dann immer wieder, dass die Tür aufgeht und die beiden schneien mit einem "Hallo, wir sind wieder da!" herein. Ich versuche, nicht in ein tiefes Loch zu fallen, sondern zu denken, dass das Leben weitergeht. Dinge zu tun, an denen wir gemeinsam Freude hatten. Es geht, aber es ist schwer. Und dann denkt man, Mensch, ist das schon zwei Jahre her?

    Sie leben in unseren Herzen weiter und sind dadurch immer bei uns.

    Alles Liebe

    Bella

  • Ach Bella69 , wie Recht Du doch hast. Das Leben geht weiter, ob man will oder nicht.

    Die meiste Zeit klappt das auch ganz gut. Aber es gibt Momente da möchte ich am liebsten alles hinwerfen und mich verkriechen. Das macht es nur nicht besser. Und ich weiß Mutti hätte das auch nicht gewollt.

    Ich hoffe nur der Schmerz lässt irgendwann nach....