Meine Mama hat Brustkrebs

  • Liebe Forumsmitglieder, ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen, da ich Dr. Google zu Rate gezogen habe. Ich finde hier sehr viele Informationen, lieben Dank an alle aktiven! Bei meiner Mutter ist Brustkrebs festgestellt worden (‘der aggressive, bei dem man nie wieder gesund wird’ nach Aussage des Arztes). Wir wissen bis jetzt, dass es G3 ist, 2,5 cm und keine Rezeptoren für fHormone besitzt. Lymphknoten laut Ultraschall ok. Ob er schon gestreut hat, wissen wir noch nicht. Warum ich schreibe? Wie stellen wir sicher, dass sie nun die bestmögliche Behandlung erhält. Ist das naechst gelegene Krankenhaus (momentan praeferierte option) ein gangbarer weg oder doch ein Brust Zentrum besser (mein Favorit). Wohin wendet man sich, wenn man eine zweite Meinung einholen will? Ich bin der Typ, der sich maximal informieren will, meine Mutter hat Vertrauen zu ihrem Frauenarzt . Die OP soll vor der Chemo stattfinden. Ist das noch so? Ich dachte man macht zuerst chemo und dann OP. Ach menno und sorry für meine laienhaften fragen. Traurige Grüße

  • Hallo @Hope18, herzlich Willkommen im Krebs-Infozentrum.


    Also die Aussage dieses Arztes vergisst Du am besten mal ganz schnell, das ist nämlich Blödsinn. Die Heilungsraten bei BK betragen >85%- und sie steigen weiterhin.
    Selbst beim aggressiven triple negativen BK - also dem Rezeptorlosen- ist es gar nicht so aussichtslos, wie der Arzt euch weiss machen möchte.
    Ich selbst hatte 2009 den triple negativen BK und ich gelte nach über 9 Jahren als geheilt- dabei hatte ich 4 Lymphknoten befallen.
    Dieser Krebs spricht nämlich gut auf die Chemotherapie an.


    Definitiv würde ich ein Brustzentrum bevorzugen, das ist fast schon Pflicht. Eine Zweitmeinung kann ebenfalls nicht schaden, aber erst mal in ein Brustzentrum gehen.


    Um Gottes Willen zuerst die Chemo machen, dann die OP.


    Das ist mittlerweile Standard bei triple negativ.


    Nun lass den Kopf nicht hängen- auch für diesen BK-Typ gibts jede Menge Möglichkeiten.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Aus welcher Gegend Deutschlands kommt ihr denn?

    Liebe Grüße, Jule


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  • Liebe Jule 66,


    vielen Dank für deine Nachricht. Wie schön, dass du es geschafft hast und als geheilt gilst. Gratuliere! Das macht Mut


    Bei uns hat die Aussage natürlich schon eingeschlagen, dass es keine Heilung gibt. Der Arzt meinte noch, dass es 30 Brustkrebsarten gibt und meine Mama hat eine der schlimmsten. Ob der Krebs nach 2 oder 20 Jahren wieder kommt, kann man nicht sagen. Wobei ich 20 Jahre grandios fände. Die Wahrscheinlichkeit, dass meine Mama bis dahin an irgendeiner anderen Krankheit stirbt ist dann wahrscheinlich sogar größer.

  • Gibt es noch schlimmere Formen als Triple Negativ? Ist die Biopsie so genau? Wir wollen die Hoffnung noch nicht so schnell aufgeben. Meine Mama will kämpfen! Erst mal den Brustkrebs jetzt und dann weiter sehen was kommt. Wir hoffen ganz fest, dass noch keine Metastasen da sind (oder sind die automatisch da, wenn der Tumor durchblutet ist?).
    Plan ist, dass wir die Unterlagen abzuholen und im Brustkrebs Zentrum vorstellig werden. Deggendorf oder Regensburg sind Optionen. Hier muss ich mich informieren was besser ist.

  • Schlimmer als triple negativ? Da fällt mir keiner ein- triple negativ ist der aggressivste unter den Brustkrebsen. Aber auch der ist kein Todesurteil, ich und viele andere sind der lebende Beweis dafür.


    Ich habe mir gerade mal das BZ in Regensburg angeschaut- das macht einen guten Eindruck und ist zertifiziert.
    Gerade mit einem "schlimmen BK" würde ich ins bestmögliche Brustzentrum gehen. München ist auch nicht weit entfernt, oder?


    Versuche doch mal ein paar mehr Infos zu bekommen, dann können wir Deine Fragen besser beantworten.

    Liebe Grüße, Jule


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  • Wir holen am Montag den Befund, meine Mama kann keine Details wiederholen. Hm, München ist über zwei Stunden Fahrtzeit entfernt. Ich weiß ja nicht, wie oft man Chemo bekommt. Worst Case wöchentlich? Das wäre dann natürlich schon anstrengend. Regensburg 1,5 Stunden. Deggendorf 1 Stunde.

  • Im Grunde kann man in München die Zweitmeinung einholen und sich dann woanders die Chemos geben lassen. Jede onkologische Praxis kann die Chemo verabreichen.
    Wichtig ist ein sehr gutes Konzept.
    Und v.a. die Chemo vor der OP!
    Vielleicht kannst Du am Montag mal den Befund hier einstellen- dann gucke ich mir das gerne an.

    Liebe Grüße, Jule


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  • Ich muss mich jetzt kurz einklinken.Ich würde im Brustzentrum Regensburg betreut ,weil ich aus dem Landkreis Regensburg komm.Mein Frauenarzt hat mich überwiesen. Ich war mit der Betreuung sehr zufrieden. Da sind sie schon auf dem neuesten Stand.Der Professor Dr. Ortmann ist sehr gut .

  • Hallo Hope,
    ich komme auch aus Niederbayern und bin mir nicht sicher, ob Deggendorf die beste Wahl ist...ich würde zu Regensburg tendieren, wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt. Ich war auch triple negativ, also Rezeptorlos, und mir geht es gut!
    Alles Gute für deine Mutter!

  • Liebe Hope,
    tut mir leid mit deiner Mum. Dass euch die Diagnose samt völlig dämlicher Aussage des Docs verunsichert hat, kann ich mir gut vorstellen.
    Ich weiss nicht, was manche Ärzte geritten hat, sich zu solchen dummen Kommentaren hinreissen zu lassen. Sowas macht mich aggressiver, als mein triple negativer BK jemals werden könnte, glaub mal.
    TN ist, in Ermangelung medikamentöser Alternativen neben Chemo, schwieriger zu behandeln, als andere BK-Formen. Aber schwieriger ist nicht "Oh mein Gott, niemand überlebt das". Vergesst das am besten direkt wieder. Sucht euch ein nettes, einfühlsames und fachlich kompetentes Brustzentrum, dass deine Mum auf ihrem Weg unterstützen wird und davon überzeugt ist, dass sie das schaffen kann. Ob sie es tun wird, wird leider nur die Zeit zeigen. Dazu gehört viel gute Medizin und noch viel mehr Glück in Bezug auf persönliche Genetik & Chemoansprechen. Aber du siehst, es geht. Unsere Mädels hier zeigen das . Und nur daran sollte man sich orientieren. In der Hoffnung, dass du (für deine Mutti) und ich und viele viele andere hier in einigen Jahren noch immer putzmunter, frei von Krebs und unbeschwert hier schreiben werden.

    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

  • Hallo zusammen, morgen hat meine Mutter einen Termin im Brustzentrum. Ich bin erleichtert, auch wenn es erst mal Deggendorf ist. Hm, Regensburg hätte mir besser gefallen, aber gut, wir können ja immer noch weiter sehen. Danke für eure lieben Worte!

  • Hallo Hope,


    magst Du mal erzählen, wie es im Brustzentrum Deggendorf gelaufen ist? Wie soll das weitere Vorgehen sein?
    Ich hoffe sehr, dass Deine Mutter zuerst eine Chemotherapie macht und dann erst die OP. Bei triple negativem Brustkrebs ist das sehr wichtig, denn nur so kann man sehen, wie gut die Chemotherapie wirkt und ggf. die Chemotherapie umstellen oder noch ein weiteres Chemomittel dranhängen. Die Chemotherapie ist bei triple negativem Brustkrebs DAS Mittel, das systemisch wirkt, also nicht nur auf den Tumor selbst, sondern auch auf möglicherweise noch vorhandene Zellen, aus denen sonst Metastasen entstehen könnten.


    Wie gut das Brustzentrum ist, das entscheidet (leider) mit über die Prognose. Zum Brustzentrum Regensburg gibt es hier ja sehr gute Rückmeldungen. Wollt Ihr da ggf. eine Zweitmeinung einholen oder Deine Mutter zur OP dorthin gehen?


    Wie soll es jetzt weitergehen mit dem Staging wie CT, Knochenszintigramm, MRT oder Röntgen der Lungen?


    Viele Grüße
    Finja

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

  • Hallo Finja,


    Staging findet naechste Woche statt, wir sind natürlich sehr nervös.
    Aber immerhin, der Plan ist nun Chemo vor OP, das war dort sehr klar. Wir holen aber eine Zweitmeinung in Erlangen ein. Das ist mir sehr wichtig. Minimum Ziel ist das Vorgehen in Deggendorf absichern zu lassen ( für mich) meine Hoffnung dass Mama von Erlangen ueberzeugt wird und vielleicht in eine Studie aufgenommen wird. Auch wenn es nicht um die Ecke ist. Ich frage mich, wie findet man heraus, ob ein BZ gut ist? So als Laie...


    nachdenkliche Grüße

  • Hallo Hope,


    wichtig ist, dass ein Brustzentrum zertifiziert ist. Das wäre für mich Grundvorausetzung, aber noch nicht alles. Meine erste Behandlung hatte ich auch in einem Brustzentrum, das zertifiziert war, war dort aber nicht zufrieden. Später war ich dann in einem anderen Brustzentrum. Es hilft nur fragen, fragen, fragen: Betroffene, die schon behandelt werden / wurden in den Brustzentren, bei Krebsberatungsstellen, hier im Forum..., das sind so die Wege, die ich gegangen bin, um an Infos zu kommen. Und selbst viel lesen, zu Kongressen fahren oder Videos zu Kongressen schauen.


    Dass die Chemo nun vor der OP kommen soll ist gut. Anders sollte es bei triple negativem Brustkrebs auf keinen Fall laufen.


    Für das Staging drücke ich Deiner Mutter die Daumen. Es ist jedes Mal für mich weiterhin Horror, wenn das gemacht wird, aus Angst, sie könnten etwas finden. Ich wünsche Deiner Mutter, dass alles gut ist.


    Liebe Grüße
    Finja

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

  • Hallo Hope,


    das klingt doch nach einem guten Plan.


    Ich schließe mich @Finja an, ein gutes BZ ist zertifiziert, bietet Studien und regelmäßige Tumorkonferenzen, sowie verschiedene OP- Möglichkeiten (also Aufbau-Möglichkeiten)
    Aber, soweit ist es noch nicht, Erlangen ist eine sehr gute Adresse für eine Zweitmeinung.


    Für das Stagng sind alle Daumen gedrückt.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Hallo zusammen,


    ein kleines Update von mir: Staging war komplett unauffällig, bis dato keine metastasen. Puh, da waren wir alle mega erleichtert. Die erste Chemo ist geschafft (EC), die nächste folgt in drei Wochen.

  • Es wird als nächstes untersucht, ob der BK genetisch bedingt ist. Falls ja hat meine Mama die Möglichkeit an einer Studie teilzunehmen.


    Einen schönen Abend allen!

  • Darf ich mich da auch mal einklincken ??


    Meine Schwester hatte auch TN letztes Jahr. Sie hat an einer Studie teilgenommen, 8x Chemo aller 14 Tage, dann OP und 38 Bestrahlungen. Und es war von genetisch bedingt keine Rede.
    sie war im Brustzentrum in Stralsund.
    Die NW waren wirklich enorm bei ihr und sie war so tapfer.
    Jetzt ist der Krebs weg !!! GsD. Und sie geht wieder arbeiten.


    Alles Gute Euch....


    Liebe Grüße


    Michaela

    <3 Ein Engel sein nur für einen Tag und Dich wiedersehen <3

  • Hallo Hope,


    das freut mich, dass keine Metastasen gefunden wurden!
    Wie hat Deine Mutter die erste Chemo vertragen? Es gtibt hier im Forum auch einen Thread, in dem sich alle austauschen können, die gerade eine Chemo machen. Mag sie da vielleicht mitschreiben? Der Thread ist hier zu finden: Chemo-Thread - Gemeinsames Durchstehen
    Und vielleicht ist begleitend noch das Buch "Krebszellen mögen keine Himbeeren" für Deine Mutter interessant? Da geht es um Ernährung bei Krebs und viele gute Tipps. Viele hier aus dem Forum haben es gelesen, ich auch.


    Liebe Grüße
    Finja

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut ist die Entscheidung, dass etwas wichtiger ist als die Angst. (Ambrose Red Moon)

  • Hi Finja,


    vielen Dank der Nachfrage, es geht ihr soweit ganz gut, sie war zwei Tage sehr benommen, danach noch sehr schlapp, aber jetzt wieder gut. Sie hat jetzt noch zwei Wochen Pause bis zur nächsten Chemo.
    danke für den Buch-Tipp!


    Ich habe ihr das Forum vorgeschlagen, sie ist allerdings nicht so der Schreiberling. Allerdings ist sie im Kontakt mit einer Selbsthilfe Gruppe.

  • eine Frage habe ich noch: wie seht ihr denn den Einsatz von Methadon? Ich bin skeptisch, weil ich keine Belege finde. Als Gegenargument kommt, dass die Pharmaindustrie ja nichts von so einem billigen Medikament hat. Also meine Mama hat das jetzt nicht vor, aber es wird immer wieder an sie herangetragen (nicht von Ärzten, aber Familie, Freunde,...). Bin ich naiv, wenn ich denke, wenn wirklich was dahinter ist, wuerde man dem ganzen schon nachgehen?

  • Hallo Hope,


    ich persönlich denke, dass um Methadon von Laien viel Wirbel gemacht wird. Hier gibt es auch Threads zu dem Thema.


    Es gibt immer selbsternannt Experten, die wissen, was man zu tun hat und wie krebs zu behandeln ist. Ich habe immer einen Bogen drum gemacht.


    Hirntumor: Methadon verstärkt nicht die Wirksamkeit der Chemotherapie


    http://krebs-infozentrum.de/index.php/Thread/1398-Aktueller-Bericht-zu-Methadon-im-Deutschen-Ärzteblatt-Ausgabe-33-34-2017/?postID=77388&highlight=Methadon#post77388


    Alles Gute für deine Mama

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Hey, ein kurzer Zwischenbericht: nach drei Dosen Chemo ist der Knoten nicht mehr tastbar. Auch für den Arzt nicht Ich freu mich so! Bald steht das nächste CT an, ich hoffe dass sich dann auch bestätigt, dass die Chemo wirkt.
    ansonsten hat uns der Alltag wieder und es fühlt sich alles wieder einigermaßen normal an. Und der Krebs gehört gerade irgendwie dazu.

  • Auch die Angst ist momentan nicht so schlimm. Chemo. Dann OP. Dann weiter sehen.


    Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und lauter gute Nachrichten.


    liebe Grüße
    hope

  • Liebe Hope,


    Dir auch ein schönes Wochenende. Ich freue mich sehr, dass der Knoten nicht mehr tastbar ist und wünsche euch dass es weiterhin aufwärts geht!


    Alles Liebe und immer Deinem Namen Ehre machen - also die Hoffnung nicht aufgeben :thumbup:

    <3Alles was du erlebst ist nicht umsonst, denn alles führt dich dahin woher du kommst...<3

  • Hallo zusammen, ich hatte ja geschrieben, dass der Tumor nicht mehr tastbar ist (laut mehreren Aerzten), allerdings kam heute im Ultraschall raus, dass er “erst” um 0,8 mm auf 2 cm geschrumpft ist. Meine Mama hat 4 Zyklen EC hinter sich. Hm, jetzt sind wir schon etwas enttäuscht und hatten auf mehr gehofft. Wie war es denn bei euch? Wann war der Tumor nicht mehr zu sehen? Und ist die Prognose umso besser, je schneller der Tumor verschwindet? Oder reicht eine Komplemmemmission, egal wann?

    Nachdenkliche Grüße

    Hope

  • Leider habe ich davon keine Ahnung und weiß nicht ob das so richtig ist nach 4 Zyklen.


    Aber dass er, wenn auch gefühlt im Verhältnis nicht so viel, auf dem Weg ist kleiner zu werden ist auf jeden Fall besser, als hätte sich gar nichts getan.


    Ich hoffe, dass Dir jemand Deine Frage zufriedenstellend beantworten kann und drücke auch euch weiterhin die Daumen.


    Herzlichst, Angie

    <3Alles was du erlebst ist nicht umsonst, denn alles führt dich dahin woher du kommst...<3

  • Guten Morgen Hope !

    Ich habe / hatte quasi ähnliche Tumordaten wie deine Mama! TN , 2,8 cm, keine LK

    Chemo ist fast ein Jahr her.

    Bei mir war damals nach der 2.oder 3. EC nichts mehr vom Tumor zu sehen.

    Ich hätte allerdings einen sehr hohen KiWert von 90% !

    ABER das hat jetzt bei euch überhaupt nix zu heißen!!!!

    Es gibt Tumore die sind im US nicht mehr zu sehen und nach der Operation findet der Pathologe noch einen aktiven Rest von 10mm ( alles ein Beispiel!!!) und es gibt Tumore da wird bis zum Schluss im US was erkannt was sich letztendlich als Narbengewebe, Zellschrott o.ä. ohne aktive Zellen ( das wäre denn pcr ) herausstellt.

    Das ist leider die Kehrseite der Medaille bei einer noeadjuvanten Chemo.

    Wichtig ist dass es deiner Mama gut geht, sie aktiv bleibt während der Chemo, immer positiv eingestellt bleiben! Das macht schon eine Menge aus !

    Es sind vermutlich jetzt noch 12x Taxol geplant oder? Ich hatte damals von Anfang an Platin mit dabei ( kein Gendefekt!). Das wäre evtl. noch zu beachten falls euer Onko das nicht eh schon mit eingeplant hat!

    Deine Mama hat noch 3 Monate Chemo vor sich! Da tut sich bei dem Mistkerl noch ordentlich was !!!!

    Bitte nicht verrückt machen lassen... das letzte Wort hat immer der Pathologe... egal was man im US evtl. sieht !!!!!

    Ganz liebe Grüße Sternchen

  • @ Hope kleiner Nachtrag noch von mir 😊

    Wenn der Tumor schon nicht mehr tastbar ist ... super !

    Der Körper braucht auch eine gewisse Zeit um das „tote Gewebe“ abzutragen!!

    Evtl. ist beim nächsten US schon nix mehr zu erkennen!

  • Liebe Heike, liebes Sternchen,


    Lieben Dank für ‘s Murmachen. Die erste Enttäuschung ist vorbei, jetzt geht’s weiter mit 12 mal Taxol + Platin. Es wäre schön gewesen, wenn der Erfolg ersichtlicher gewesen wäre, da meine Mutter ziemlichen Bammel vor der woechentlichen Chemo hat. So als Motivationsschub. Aber nun halt so.

    Im Grunde ist meine Mama immer noch sehr positiv, allerdings werden die Blutwerte schlechter und sie fühlt sich sehr platt.


    Und wir hoffen auf den nächsten Ultraschall!


    Sternchen 81 : Hast du während der Chemo auch vorbeugend etwas gegen Knochen metastasen bekommen (Zometa oder so?). Ich habe Angst etwas zu verpassen.

    Und es tut mir sehr leid, dass du das alles auch durchmachen musstest. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass dein Krebs nie wieder kommt.


    Liebe Grüße

    Hope

  • Hallo Hope, Danke fürs feste Daumen drücken, das wünsche ich uns allen ❤️


    Wegen der 12x Taxol + Platin Chemo... erstmal super dass deine Mama das Platin mit dazu bekommt!!!

    Ich kann jetzt nur aus meiner Erfahrung sprechen, aber die wöchentliche Gabe war überhaupt nicht schlimm! Wäre ich nicht jede Woche in die Tagesklinik gefahren hätte man meinen können ich wäre gesund!!!

    Ich hatte quasi null Nebenwirkungen!

    Wobei 😝 die Schleimhäute waren trocken ( manchmal minimal Nasenbluten) und einmal musste tatsächlich die Chemo eine Woche pausieren wg der Blutwerte) wobei ich davon nix bemerkt habe )

    Also kein Vergleich zu EC !!!

    Ich habe während der Taxol Zeit ganz viele Ausflüge gemacht! Auch mal übers Wochenende, ging super und ich konnte viel Energie tanken.

    Ich hoffe deiner Mama geht es auch so gut ✊🏻

    Diese allseits befürchtet Neuropathie hatte ich erst gaaaaanz zum Schluss und es war nicht schlimm. Ist jetz auch wieder vorbei.

    Zometa bekomme ich seit Ende der Bestrahlung bzw. 3 Monate nach Bestrahlung hab ich damit angefangen ( man nimmt halt mit was geht )

    Ganz viel Durchhaltevermögen an deine Mutter ! es ist alles zu schaffen!

    Und falls der worst case eintreten sollte und keine pcr erreicht werden sollte gibt es heutzutage noch einiges im Nachgang.... aber darüber bitte erst Gedanken machen wenn es dazu kommen sollte!

    Step by step sagte mein Onko damals immer!

    Übrigens erhöht das Platin wohl die pcr Rate!

    Also deine Mama ist therapeutisch in besten Händen!

    Lg Sternchen

  • 😂 nochmal ein kleiner Nachtrag.... ich habe während der wöchentlichen Chemo immer diese Filgrastim Spritzen bekommen... somit waren die Blutwerte immer ( bis auf das eine Mal) in Ordnung!

  • Hallo zusammen,


    Ein kleines Update von mir und ein paar Fragen ...


    Morgen ist die letzte Chemo für meine Mama. Sie ist insgesamt gut durch diese Zeit gekommen (4x EC / 12 Pacli mit Platin). Blutwerte waren immer top, nur einmal musste sie wegen einer Erkältung aussetzen. In zwei Wochen wird sie operiert, danach 30 Bestrahlungen. So weit so gut.


    Leider gibt es Probleme im BZ und ihr onkologe ist für sie nicht mehr greifbar.


    Daher meine Fragen:


    1. macht Zometa bei Triple Negativ Sinn? Wer verschreibt das? Oder muss man das selber zahlen?


    2. meine Mama soll sich nun um einen Arzt kümmern, bei dem sie die Nachdorge macht. Ich bin immer davon ausgegangen, dass das im BZ gemacht wir?


    3. die Nachsorge soll alle 6 Monate stattfinden? Ich dachte bei so einer aggressiven krebsart alle drei?


    4. Nachsorge = Brust Ultraschall und Mammographie. Aber ist nicht genau so wichtig Leber, Lunge und Gehirn zu checken.?


    Ob Komplett Remission vorliegt wissen wir noch nicht.


    Ich bedanke mich jetzt schon ganz herzlich bei allen die antworten. Wir sind gerade etwas verloren und ich möchte nichts versäumen.


    Ganz liebe Grüße

    Hope

  • 1: ja, macht es. Deine Mutter ist gewiss postmenopausal und da macht es Sinn, egal ob TN oder hormonpositiv. (Ich hatte Bisphos prae- oder perimenopausal)

    2: Ein BZ schafft nicht auch noch die Nachsorge. Ich selber hatte keinen Onkologen, bei mir hatte der Hausarzt und Gyn die Nachsorge gemacht. Meiner Meinung nach reicht das bei TN, vorausgesetzt man hat gute, empathische und engagierte Ärzte.

    3: Das eine sind die Leitlinien, das andere kann man selber organisieren. Mein Hausarzt machte mir alle 3 Monate Oberbauchsono und Tumormarker. Gyn reicht meiner Meinung nach alle 6 Monate.

    4: siehe 3. Wobei Lunge röntgen eben aufgrund der Strahlenbelastung eher seltener geschehen sollte und das Gehirn... hat bei mir noch nie einer kontrolliert.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe Jule,


    wow, vielen lieben Dank für deine schnelle Antwort! Ich panike gerade 😱 ich dachte man bleibt im Brustzentrum. Wobei das ja jetzt eh hinfällig ist.


    Hast du mit Bisphos gleich nach den Bestahlungen begonnen?

    Sorry, bin ein medizinischer Laie: Oberbauch = Brust, Lunge, Leber, Bauchfell?

    Was macht dann noch der Gyn?


    Das fühlt sich alles so wenig an. Am liebsten wäre mir ein Komplett Staging, auch wenn ich vom Kopf her weiß, dass das übertrieben ist.


    Ich habe irgendwo gelesen, dass Triple Negativ gerne ins Gehirn und Leber streut, daher mein Gedanke.


    Bezüglich Tumormarker: diese waren bei der Diagnose meines Wissens nicht erhöht. Denkst du es macht. trotzdem Sinn sie dann zu messen?


    Viele Grüße

  • Mein Onkologe hat mir gesagt, dass ich darauf achten soll , ob ich anhaltende Knochenschmerzen oder einen vierwöchigen Husten habe, dann müsste man reagieren. Ich habe einen TN ohne Metastasen. Ich hoffe, dass der Bluttest bald zugelassen wird. Ich habe einen basaloiden Subtyp, der nicht so häufig zum Rezidiv neigt.

  • Hallo Geli,


    Was meinst du denn mit Bluttest?


    Heißt in sich reinhorchen und gegebenenfalls reagieren.


    Oh Mann, irgendwie befürchte ich dass das alles nicht einfach so vorbei ist, wenn die Behandlung beendet ist. Also kopfmaesig meine ich...

  • mit den Bisphosphonaten hatte ich schon nach der OP angefangen, da ich erst 43 war, wollte ich so postmenopausal wie möglich sein. Und die Chemo versetzt einen erst mal in diesen Zustand. Mit oberbauch sono meinte ich einen Ultraschall der Leber, viel mehr wird ein Hausarzt nicht leisten können. Mein Hausarzt war internist. Ich war anfangs in einer großen Tumor marker Studie, als die eingestellt wurde, übernahm das mein Hausarzt. Dadurch fühlte ich mich sicherer. Bei Erstdiagnose ist er selten erhöht, zumal wenn keine Metastasen vorhanden sind. Geli , den basaloiden, auch basal like genannt, haben etwa 90% aller Tn. Mein Tumor gehörte zu den wenigen non basalen. Meiner Meinung nach neigt gerade der basale zu Rezidiven. :/ aber Tn ist ohnehin speziell.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Das Brustzentrum Heidelberg hat veröffentlicht, dass sie einen Bluttest entwickelt haben, mit dem sich sicher Brustkrebs in frühem Stadium diagnostizieren lässt. Im Oktober soll er zur Verfügung stehen. Es wurde gleichzeitig mitgeteilt, dass man im Vorfeld keine Studien veröffentlicht hat um sich den Forschungserfolg nicht von anderen forschern streitig machen zu lassen.

    Eine Onkologin aus Jena meckerte, dass keine Studien veröffentlicht wurden und man sich doch mühsam auf Leitlinien verständigt habe und Patienten verunsichert würden. Aber siehe oben. Krebszellen fand man schon vorher im Blut, konnte aber nicht sagen, wo der Tumor saß. Jetzt kann man wohl die Botenstoffe der Krebszellen identifizieren. Ich hatte noch keine Zeit mit meinem Sohn zu sprechen. Der Bluttest soll bald auch für andere Krebsarten zur Verfügung stehen. Damit könnte uns die Biopsie erspart bleiben.

    Und man müsste nur in regelmäßigen Abständen das Blut überprüfen lassen. Es könnten Tumore entdeckt werden, bevor sie groß genug für bildgebenede Verfahren sind.

  • Hallo an alle,


    Meine Mama wurde letzte Woche operiert und wir haben auch schon das Pathologie Ergebnis: PCR 😀 !!!! Wir sind natürlich sehr erleichtert und happy. Ich habe das gar nicht zu hoffen gewagt, denn bis zum Schluss war der Tumor im Ultraschall noch zu sehen, wenn auch viel kleiner - und eben ohne Krebszellen wie sich herausstellte.


    Ich habe auch keine Frage oder so. Wollte nur Bescheid geben, insbesondere für Frauen und Angehörige mit ähnlicher Diagnose. Uns wurde am Anfang so wenig Mut gemacht und jetzt hat meine Mama das best mögliche Ergebnis erreicht. Die Prognose jetzt macht auf jeden Fall Mut!


    Ganz liebe Grüße

    Hope