seit 11 Tagen die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs 69 Jahre alt

  • Hallo liebe Mitbetroffene und Angehörige,


    Ich bin vor gut 2 Wochen in mein städtisches KH wegen Bauchschmerzen und da ich wusste, dass ich Gallensteine habe, dachte ich natürlich, die sind der Grund.


    Nach 1 Woche hatte ich die Diagnose BSDK, lokal fortgeschritten, lt. Gewebeprobe G 1 vermutlich aus einer Vorstufe IPMN hervorgegangen es konnte kein invasives Wachstum nachgewiesen werden, keine nachweisbaren Metastasen, lokale Lymphknoten leicht vergrößert, eigentlich operabel, aber mit 4 cm am Kopf der BSD gelegen und sehr dicht an der Darmaorta.


    Da mein Lebensgefährte bei Hannover wohnt, machten wir einen Termin an der MHH und holten eine Zweitmeinung (schriftlich) in Münster ein.

    Der persönliche Termin an der MHH war letzten Dienstag und zwei Tage später die Tumorkonferenz und die Meinung ist, OP zu riskant, wenn doch, dann Gefahr bei zu großer Nähe zur Darmaorta wird nur auf und wieder zu gemacht. Damit wäre eine spätere OP nicht möglich.


    Der Vorschlag ist nun, übrigens auch von Münster, eine Chemo vorzuschalten mit der Hoffnung anschl. operieren zu können. Jetzt wollte ich mal fragen, wer damit Erfahrungen gesammelt hat und welche Chemo er bekommen hat. Ich glaube, das läuft alles im Rahmen von Studien.


    Mir geht es psychisch sehr schlecht, da ich sowieso seit meiner Jugend mit Depressionen und Panik Attacken belastet bin. Außerdem habe ich meinen Mann vor 2,5 Jahren verloren und ihn vorher 1,5 Jahre durch seine Krebserkrankung (Knochenmarkkrebs) begleitet einschl. Sterbebegleitung . Gerade als mein Leben wieder begann schön zu werden, ich einen neuen, lieben Lebensgefährten habe, trifft mich diese Hammer Diagnose. Ich kann es einfach nicht fassen, stehe vollkommen neben mir. Ich war bis zur Diagnose topfit, schlank, sportlich, habe nie geraucht oder getrunken und immer gesund gelebt. Alle meine Beschwerden vor Diagnose wurden von meiner Ärztin auf meine Psyche und das Sterben meines Mannes geschoben.


    Vielleicht kann es mir etwas helfen, wenn mir Betroffene ihre Erfahrungen schildern, mir ein wenig Mut zurückgeben, bei all dem vielen Negativen. Die Chemo soll wahrscheinlich nächste Woche beginnen und ich weiß in meinem momentanen Zustand gar nicht, woher ich die Kraft dafür nehmen soll. Auf der anderen Seite gibt es einige Menschen, die mich sehr lieb haben und denen ich versprochen habe, den Kampf aufzunehmen, sehe mich momentan aber vollkommen überfordert.


    Ich danke euch allen sehr fürs Zuhören und nehmt mir mein Selbstmitleid nicht übel, das mich ja nicht weiterbringt. In der Theorie weiß ich das alles.


    Herzliche Grüße von Bärbel

  • Hallo Bärbel ,


    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung hier mit Ängsten und Nöten verbunden ist. Jeder hier kann nachvollziehen, wie sich "so eine Diagnose anfühlt" und ich bin mir ganz sicher, daß Du noch viele Antworten bekommst, sowohl von Betroffenen als auch Angehörigen.


    Mir bleibt nur, Dir einen hilfreichen und vielleicht auch tröstlichen Austausch zu wünschen.


    Viele Grüße

    Anhe

  • Liebe Bärbel


    Ich möchte dich hier auch willkommen heißen. Natürlich hätte ich dir gewünscht, das du dich hier nie registrieren hättest müssen.


    Ich bin Hinterbliebene Angehörige und habe wirklich überlegt ob ich dir schreibe.


    Gut ist das du keine Metastasen hast, schlecht das der Tumor am Kopf der BSD sitzt. Wie du ja sicherlich durch die Ärzte weißt liegen viele wichtige Organe und Aterien in der Nähe des Pankreaskopfes dadurch ist ja auch die Op bei dir so gefährlich.


    Das Vorgehen der Ärzte ist richtig, durch Chemotherapie versuchen den Tumor zum schrumpfen zu bringen und dann eventuell operieren zu können.


    Ich drücke die Daumen das die Chemotherapie anschlägt. Weißt du welche du bekommen sollst?


    Liebe Grüße Mausi

    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014


    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.


    - Jean Paul -

  • Vielen Dank für die nette Begrüßung.

    Ich hatte hier schon mal als Angehörige geschrieben, als mein Mann, der ja leider verstorben ist, am Multiplen Myelom erkrankt war.

    Aber von dieser seltenen Krankheit gab es hier einfach zu wenige.


    Lg Bärbel

  • Hallo Bärbel ,


    mit welchem Nickname hattest Du hier geschrieben? War der Name Koppi? Und warum hast Du Dich neu registriert? Es würde bedeuten, daß Du hier nun zweimal registriert bist........


    Anhe

  • Liebe Bärbel,

    auch von mir ein herzliches Willkommen. Mir geht es ähnlich wie Mausi69, ich habe auch überlegt, ob ich als Hinterbliebene schreiben soll. Aber wir haben alle Erfahrungen gemacht, die Dir vielleicht helfen können. Ich denke aus dem Bauch heraus auch, dass es ein guter Plan ist, zunächst Chemo und dann die OP zu wagen. Durch Chemo wird der Tumor am Wachstum gehindert oder verkleinert sich sogar, so dass er besser abgegrenzt ist. Ich drücke die Daumen, dass die Chemo tut was sie soll.

    Alles Gute

    Bella

  • liebe Bärbel, auch ich begrüße dich ganz lieb in unserem Forum. Ich schließe mich Mausi 's Meinung an. Ich wünsche dir viel Kraft für die Zukunft. Hier findest du auf viele Fragen antworten. Hier hört jeder zu, und versucht zu unterstützen. LG gilla

  • Hallo Bärbel!


    Bin auch "nur" Angehörige, trotzdem wollte ich es mir nicht nehmen lassen Dich willkommen zu heißen und dir alles Gute für die anstehende Behandlung zu wünschen!


    Der Plan deines Arztes klingt gut. Natürlich ist die Lage des Tumor nicht optimal, aber da du keine Metastasen hast, sollte man diese Chance nutzen und versuchen ihn zu verkleinern.


    Tut mir sehr leid, was du alles in den letzten Jahren insbesondere durch die Erkrankung deines Mannes durchmachen musstest.

    Vielleicht gibt dir dein neuer Partner die Kraft und den Willen, den Kampf nun selbst aufzunehmen.


    Ich drücke dir dafür auf jeden Fall alles gute!

    Liebe Grüße!

    Ninjetta

  • Hallo Anhe,


    meinen Nicknamen wusste ich leider nicht mehr, das müsste im Jahr 2015 gewesen. Da ich mich im Moment bei meinem neuen Partner aufhalte und dadurch auch eine andere Mailadresse habe, dachte ich, dass ich mich am besten neu anmelde.


    Ich möchte mich bei allen für die nette Begrüßung bedanken. Vielleicht schreibt noch jemand, der einen ähnlichen Befund hatte.


    Lg Bärbel

  • Hallo Bärbel, auch von mir ein herzliches Willkommen bei uns hier.

    Auch ich bin leider Hinterbliebene aber ich schließe mich meinen Vorrednern an.

    Hier bekommst du immer auf eine sehr liebe Art deine Fragen beantwortet.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Glück 🍀

    Liebe Grüße Michaela

    <3 Ein Engel sein nur für einen Tag und Dich wiedersehen <3

  • Liebe Bärbel,


    ich möchte Dich auch ganz herzlich Willkommen heißen in dieser schrecklichen Situation. Ich kann nur erahnen was Du fühlst. Schock, Fassungslosigkeit, Wut, Angst...


    Ich bin Tochter eines Erkrankten. Die Diagnose kam im Mai. Er wurde direkt 12 Tage später operiert. In Heidelberg. Meines Erachtens nach eine renommierte Adresse für diese Erkrankung.

    Die Wochen/Monate danach waren nicht schön und wir waren darauf in keinster Weise vorbereitet. ABER.... es geht aufwärts. Mein Papa ist derzeit frei von Metastasen, er ist stabil, wenn auch mit künstlicher Ernährung (nachts). Dennoch... er kann am sozialen Leben teilhaben, an Familienfeier , seinen Enkeln. Das hätten wir vor ein paar Monaten nicht erwartet.


    Lies mal die Geschichte von Trebrons Frau bei den Angehörigen. Das macht doch Mut. Oder möchtest Du evtl noch eine Drittmeinung? Lass mich gerne wissen, wenn du bzgl. Heidelberg Fragen hast.


    Ich sende Dir viel Kraft und Zuversicht

  • Hallo Bärbel sei gegrüsst.


    G1 ist schon mal eine weniger agressive Form. Schau also nicht auf die hässlichen veralteten Prognosen.


    Man hat mittlerweile auch Erfahrungswerte, das eine neoadjuvante Chemo und anschließende op erfolgversprechender ist als umgekehrt .

    Folfirinox oder auch gemza u Abraxane sind vielversprechende Chemotherapien im bsdk Bereich.


    Mein Vater haben sie leider 2x vergebens geöffnet . Jetzt denkt man, warum nicht noch länger gewartet u dann ggf nochmal op. Aber man vertraut den Ärzten.

    Bei ihm , genau wie bei dir in die Darm

    Aorta infiltriert .


    Informier dich bitte über Protonen Bestrahlung am Pankreas.

    Marburg oder München sind die Adressen.

    Es gibt auch noch für Möglichkeit einer HIFU ( Bonn).

    Oder bei definitiv inoperabel und die IRE OP in Stralsund o Heidelberg .


    Bei diesen Optionen dürfen allerdings keine Metastasen vorhanden sein.


    Alles erdenklich gute für dich...


    Elaine

  • Hallo Elaine,


    ich habe eure Geschichte teilweise gelesen, da ist ja bei euch einiges nicht optimal gelaufen.


    Bei mir ist die Darmaorta zwar nicht infiltriert, aber der Tumor liegt zu dicht dran, dadurch ist OP zu riskant. Es könnte evtl. doch klappen, das sieht man aber erst am offenen Bauch. Wenn doch nicht, wäre es ähnlich wie bei deinem Papa, sie würden nur die Galle entfernen und wieder zumachen. Ich glaube, das könnte meine Psyche überhaupt nicht vertragen.

    Deshalb fand ich den Vorschlag doch recht gut die Chemo vorzuschalten, weil ja damit auch evtl. zur Zeit nicht sichtbare, winzige Metastasen mit abgetötet würden. Laut CT sind zwar keine vorhanden, aber man sieht sie ja erst ab einer bestimmten Größe.


    Welche Chemo ich bekomme, weiß ich noch nicht, der Vorsprechtermin soll diese Woche sein und dann nächste Woche Beginn. Ich hab eine Sch....angst. Ich kenne ja Chemos durch die Krebsbegleitung bei meinem Mann, obwohl er die ersten zumindestens gut weggesteckt hat.

    Dir und deinem Papa wünsche ich von Herzen alles Gute, noch eine lange gemeinsame und vor allem lebenswerte Zeit. Dein Papa kann stolz sein, so eine Tochter zu haben. Ich habe einen Sohn, der sich auch rührend kümmert, aber er lebt in Norwegen und das sind 2000 km, aber so ist das nun mal, Kinder sind eine Leihgabe auf Zeit und haben ihr Leben.


    Wir können gerne auch über private Mail in Kontakt bleiben.

    Wie geht es deinem Papa jetzt?


    LG Bärbel

  • Hallo Bärbel,

    auch ich begrüße dich recht herzlich hier im Forum. Es tut mir Leid, dass du mit dieser Krankheit konfrontiert wurdest..

    Auch ich bin Angehörige, mein Papa war daran erkrankt.

    Ich wünsche dir viel Kraft und auch Glück, ich denke das braucht man.

    Sieh trotz allem das Positive. Keine sichtbaren Metastasen, "gutes" Grading etc.

    Zu Chemos, Bestrahlung (Protonenbestrahlung) etc wurde schon viel gesagt..

    Von daher liebe Grüße

  • Liebe Bärbel,


    Infiltrationen in eine Vene oder Ader sind kein Zeichen von fortgeschrittenem Tumor, sondern der Tumor sitzt lediglich an einer blöden Stelle. Bei den allermeisten Kliniken ist das jedoch ein absolutes Irresektabilitätskriterium, da sind viele Kliniken der Meinung, man könne es nicht operieren, weil eine solche OP technisch anspruchsvoll ist. Doch erfahrene Kliniken, ich denke da vor allem an Heidelberg, Hamburg, Bochum, Tübingen und Katharinenhospital Stuttgart, können solche Op’s durchführen.

    Falls das dann nicht der Fall sein soll, muss man nicht verzweifeln, denn nicht resektable Tumore können in vielen Fällen durch Vorschaltung einer Chemo, wie bei dir vorgeschlagen, operierbar gemacht werden, so dass nach der OP der Patient eine absolut realistische Überlebenschanche hat. Es macht aber keinen Sinn, jeden Tumor grundsätzlich zunächst mit einer Chemo zu behandeln und danach zu operieren, sondern es sollten zunächst immer alle Möglichkeiten der Operation ausgeschöpft werden, daher würde ich mir als allererstes auf jeden Fall eine Zweitmeinung besorgen.


    Du musst dir auch klar sein, dass die Gesamtprognose ganz entscheidend davon abhängt, wo die OP durchgeführt wird und welches Team sich darum kümmert, kann dir daher wirklich nur renommierte Kliniken empfehlen.


    Übrigens ist am 15. November Weltpankreastag mit vielen Fachvorträgen in diversen Kliniken, am besten mal erkundigen, ob in deiner Nähe auch ein entsprechende Infoveranstaltung angeboten wird


    Ich drücke dir die Daumen für ein R0- Resektion mit vollständiger Genesung


    Alles erdenklich Gute

    Christel


    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)

  • Hallo

    Erst einmal willkommen hier im Forum.

    Bei meiner Lieben war auch eine oder sogar 2 Arterien mit betroffen.

    Sie wurde im Krankenhaus hier in Hamburg Barmbek bei Dr Oldhafer operiert.

    Also alles möglich, lass dich nicht entmutigen.

    Alles erdenklich Gute zu dir.

    Lieben Gruß Rüdiger

    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.


    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

  • Hallo Chris,


    ich hatte mir eine schriftliche Zweitmeinung in Münster eingeholt, die mir haargenau das gleiche geschrieben haben.


    Sonst kann es sein, sie öffnen den Bauchraum und wenn doch zu dicht, dann machen sie nur auf und wieder zu (nur mit Gallenentfernung) und ich glaube, das könnte ich psychisch gar nicht verkraften. Deshalb sehe ich eine vorgelagerte Chemo als Chance, auch wenn ich eigentlich ein Gegner von Chemo bin (auf Grund der Krebserkrankung meines Manne, den die Chemo nur kränker gemacht hat).


    Wenn mein Tumor sich gering verkleinert oder konstant bleibt und Hannover dann immer noch sagt, nicht operabel, dann gehe ich an eine der von dir genannten Stellen. Ich weiß, dass eine RO OP meine einzige Chance für eine längere Überlebenszeit ist.

    Ich glaube viele Chirurgen scheuen diesen schwierigen Eingriff aus Angst, der Patient könnte bei Ihnen auf dem OP-Tisch sterben (nur meine persönliche Meinung).


    Ich wünsch dir alles Gute und danke für deinen Beitrag.


    Lg Bärbel

  • Hallo ihr Lieben alle hier im Forum,


    ich hatte nun gehofft, dass die Chemo schnell losgehen kann. Meine ganzen Unterlagen waren vor gut 1 Woche von der Chirurgie MHH zur Onkologie gegangen und ich sollte nach 1 Woche in der Onkologie anrufen.


    Das habe ich gestern getan und eine nicht freundliche Frau sagte mir, dass nicht ich sie, sondern sie mich anrufen, wenn der Termin steht. Auf meine Nachfrage, wie lange das denn dauern kann, erhielt ich leider nur die Antwort, ich weiß es nicht.

    Klar könnte ich die Chemo auch in einer Ambulanz machen lassen, aber ich wollte auf jeden Fall die erste stationär machen, wie es auch von der MHH praktiziert wird. Wenn ich es in einer Ambulanz mache und es gibt Komplikationen muss ich mir selbst ein KH suchen und das möchte ich nicht gern. Ob ich einen schnelleren Termin ambulant bekommen würde, weiß ich ja sowieso nicht.


    Geht dadurch nicht wertvolle Zeit verloren?

    Das hat mich gestern zusätzlich psychisch nach unten gezogen.

    Wie schnell ist denn bei euch nach Diagnosestellung die Chemo los gegangen?


    Lieber Rudi,

    ich habe mir seit gestern alle deine Beiträge durchgelesen. Ich bewundere euch beide so sehr und würde mir wünschen, ein wenig von eurer positiven Einstellung zu haben. Ich bin momentan nur ein "geballter Patzen Angst", dazu wütend und traurig zugleich, viel am Weinen, dass das kontraproduktiv ist, weiß ich zwar, aber komme nicht dagegen an. Ich halte beide Daumen, dass ihr noch viel, schöne und lebenswerte Zeit miteinander verbringen könnt, ich wünsch es euch von ganzem Herzen.


    Vielen Dank allen fürs Zuhören.


    LG Bärbel

  • Liebe Bärbel


    Meine Mama bekam am 5.2 die Diagnose und die Erste Chemotherapie am 11.3


    Tut mir sehr leid das die Dame am Telefon so unfreundlich war, das braucht in so einer schweren Situation kein Mensch.


    Liebe Grüße Mausi

    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014


    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.


    - Jean Paul -

  • Hallo Bärbel

    Ich bin momentan nur ein "geballter Patzen Angst", dazu wütend und traurig zugleich, viel am Weinen, dass das kontraproduktiv ist, weiß ich zwar, aber komme nicht dagegen an.

    Ja da stehen wir zusammen mit unserer Angst da und ja auch hier fließen sehr oft die Tränen.

    Gefühle sind nun mal da da kann man nicht viel machen und sollte es auch nicht.

    Das man leider immer wieder an solche "unangenehm" Menschen gerät die , obwohl sie täglich damit zu tun haben, es nicht nachvollziehen können wie es einem mit der Diagnose geht ist schlimm und passiert uns auch noch immer mal wieder.


    Habt ihr nur den einen Onkologen dort bei euch im Umkreis?

    Hast du schon die Möglichkeit einer Zweitmeinung in Erwägung gezogen?


    Ich wünsche dir alles erdenklich gute und ja man kann das schaffen es ist wie jeder Weg er beginnt mit dem ersten Schritt.


    Lieben Gruß Rüdiger

    Gott gebe uns Gelassenheit, hinzunehmen was nicht zu ändern ist, Mut zu ändern was man ändern kann und Weisheit zwischen beiden zu unterscheiden.


    Wir werden Kämpfen!
    Denn wer nicht mal versucht zu Kämpfen, hat schon verloren. Herr gebe uns Kraft und lasse uns verstehen.
    Psychosomatisch? Nein BSDK!

  • Hallo Rüdiger

    Danke für deine Nachricht.

    Ich bin zur Zeit bei meinem Lebensgefährten in der Nähe von Hannover. Hier in der Nähe gibt es außer der MHH noch 3 andere Möglichkeiten. Aber die MHH in in Bezug auf meine Krankheit einen sehr guten Ruf. Ich selbst Stämme übrigens aus Sachsen und habe durch ein Hinterbliebenen Forum meinen jetzigen Partner kennengelernt.

    Musste meinen Mann nach 46 Jahren Ehe vor 2,5 Jahren durch seine Krebs Erkrankung begleiten, das hat knapp 2 Jahre gedauert. In meiner Heimat ist keiner, der mich unterstützen könnte, mein einziger Sohn mit kompletter Familie lebt in Norwegen. Ich selbst habe seit meiner Jugend phasenweise mit Depressionen und Panik Attacken zu kämpfen, die während der Begleitung meines Mannes ganz schlimm würden. Hab's nur mit ganz viel Psychopharmaka geschafft. War von den ganzen Mittelchen mit viel Kraft gerade wieder weg, da kam.meine Diagnose.

    Eine zweite Meinung hatte ich mir in Münster eingeholt, die ist genauso, erst evtl. Verkleinerung durch Chemo, dann vielleicht OP. Tumor sitzt zu dicht an.der Darm Aorta. Könnte evtl gerade so gehen, aber Chancen sind nicht groß.

    Euch noch ein schönes Wochenende und lg

    von Bärbel

  • Also das ist ja wirklich eine Frechheit!

    Bei uns bekam Papa die Diagnose von HA. Drei ganze Wochen sagte er uns aber nichts. Als wir vom Urlaub kamen erfuhren wir es einen Tag später beim HA, am gleichen Tag ins KH, also Dienstag Nachmittag, Mittwoch Vormittag CT, Blut etc DO Vormittag Operation für Port und zwei oder drei Stunden später begann die Chemo. Also waren es inkl der Untersuchungen und der Op exakt zwei Tage.

    Wobei sie normalerweise nicht so schnell nach Op Chemo geben, aber Papa hatte einen super Allgemeinzustand trotz Narkose etc.

    Ich würde nicht locker lassen, es geht um DEIN Leben und nicht um das der Dame am Telefon.

    Kann dein Partner nicht "vermitteln"?

    Grüße

  • Hallo Bärbel,


    wie wäre es einfach auf die Webseite des Pankreaszentrums der MHH zu gehen und direkt einen der leitenden Ärzte direkt anzumailen. Und darauf hinzuweisen, dass Du von der Anmeldung abgefertigt wurdest und so die ärztliche Anordnung nicht von Dir umgesetzt werden kann? Hilft meist. Denn viele Abteilungen haben einen sogenannten "Hausdrachen", den die Ärzte meist selber so bezeichnen


    toi, toi, toi

    viele Grüße

    JF

  • hallo Bärbel, tut mir leid, dass du so viele schwere Schicksalsschläge verkraften musstest.

    Ich lebe übrigens auch in Hannover und hatte vor genau 20 Jahren eine pancreas-ca-OP, jedoch wurde ich in Ulm von Prof. Beger operiert, der damals DER Spezialist für Pancreas war. Er hat mir ja auch das Leben gerettet. Bevor ich den Termin durch private Beziehungen so schnell in Ulm bekam, hatte ich einen Termin bei Prof. Klempnauer in Hannover (er ist Nachfolger von Prof. Pichelmaier). K. ist ein weltbekannter exellenter Bauchchirurg -ganz wichtig ist auch, daß er menschlich super eingestellt ist. Ich war einmal zur Nachsorge (Verdacht auf Vernarbungen im Bauchraum ) bei ihm als Patientin -super genau und super freundlich und er hat mich sogar am Untersuchungstag abends um 20.00 Uhr noch angerufen, um mir das Ergebnis mitzuteilen mit dem Hinweis, er versuche immer, sich in die Gedankenwelt seiner Patienten hinein zu versetzen.

    Also alles nur positiv, versuch an ihn heranzukommen, notfalls geh einfach in die MHH und sag einfach seinem Vorzimmer'drachen' du seist Privatzahler und hättest im Zusammenhang mit einer Pancreaserkrankung eine wichtige Frage zu klären! Und dann bleibst du einfach sitzen, bis er Zeit für Dich hat. Sollte er zufällig im OP sein, gehst du einfach in die Cafeteria, Beharrlichkeit führt oft zum Ziel. Wenn ich an deiner Steller wäre, würde ich es so machen -du schaffst das denn du hast nur ein Leben!

    Ich fühle mit Dir, denn ich habe im Februar nach 60 Ehejahren meinen geliebten Mann verloren, den ich selbst 3 Jahre zu Hause gepflegt habe.

    Viele Grüße

    dinosaurier

  • Hallo Ihr Lieben,


    vielen Dank für eure Tipps.


    Ich werde heute eine Mail an das Beschwerde Management der MHH senden, in der Hoffnung, dass mein Termin dann schneller geht.


    Liebe dinosaurier,


    bei deinem Namen fällt mir ein, meine fast 22-jährige Enkeltochter war als Kind ein Riesenfan der "Dinos". Ich habe jede Menge Bücher, Sticker u. ä. gekauft und dann hatten wir mal einen Urlaub gemacht in dem hier in der Nähe liegenden "Dinopark" (weiß nicht mehr genau, wo das war. Im kommenden Monat macht mich dieses damals so kleine Mädchen zur Uroma, sie wohnte erst ganz in meiner Nähe (Zwickau), ist aber jetzt mit ihrem Freund zum Papa nach Norwegen umgesiedelt.


    Für den Tipp mit Prof. Klempnauer bedanke ich mich herzlich. Ich werde, wenn nach Chemoende ein neues CT gemacht wird, mir bei ihm einen Privattermin geben lassen und von ihm einschätzen lassen, ob OP möglich ist.


    Lg Bärbel

  • Super Idee, ich denke auch, dass die Vorgesetzten über ein solches Fehlverhalten informiert werden sollten.

    Mir wurde während der Erkrankung meines Vaters auch einmal durch einen Assistenzarzt in unfreundlicher Weise am Telefon begegnet, ich habe es später dem Chefarzt erzählt und er hatte sich tierisch über das Verhalten seines Assistenzarztes aufgeregt und mir gesagt, dass dieses Verhalten insbesondere in einem solch schweren Krankheitsfalle völlig deplatziert sei und Konsequenzen für den Assistenzarzt haben werde.


    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)