Vater an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt

  • Hallo ihr Lieben, ich wollte mir hier mal die Meinungen zur unseren Geschichte anhören.

    Mein Vater ist 54 Jahre alt und hat laut Onkologe einen Pankreas-CA.

    Unsere Geschichte ist ein wenig merkwürdig. Mein Vater klagte über Rückenschmerzen und das seit 4 Monaten schon. Er ging zum Hausarzt und der Hausarzt wollte nicht groß was unternehmen. Eines Tages hatte er so starke Rückenschmerzen, dass er dann in das Krankenhaus gegangen ist. Man konnte nichts festellen und wollte ihn entlassen. Obwohl er keine Oberbauchschmerzen hatte , hat er trotzdem so getan wie als hätte er welche da sonst die Ärzte keine weitere Kontrolle für Notwendig gehalten haben. Als die Ärztin Oberbauch gehört hatte wusste sie wahrscheinlich dass es was mit dem Pankreas zu tun haben könnte. Es folge eine Blutbildkontrolle und siehe da ein viel zu stark erhöhter Lipase - Wert . Eine Entzündung konnte direkt ausgeschlossen werden. Anschließende MRT und CT Bilder haben die Diagnose bestätigt- dringender Verdacht auf ein Pankreas-Ca. Die Diagnosesicherung war notwendig daraufhin hat man beschlossen dass man eine Punktion machen müsste. Drei mal haben sie meinen Vater Puktiert und drei mal ohne Erfolg. Ständig nur Nekrosen und entzündetes Gewebe mit Fibrin und Granulationsgewebe. Daraufhin hat man gemeint dass sie jetzt die Punktion am offenen Pankreas machen müssten. Also ein Riesen Schnitt und die Punktion die jetzt aber angeblich positiv ist . Der Pathobericht ganz komisch da nur als Bewertung Adeno-CA des Pankreases mit vermehrter Stromadesmoplastion . Komplette immunhistochemie oder insgesamt die Zellbeschreibung fehlt. Jetzt sagen die Ärtze dass eine OP momentan nicht in Frage kommt, da sie angeblich einen Fleck auf der Lunge gesehen haben der aber nur solitär also einzeln vorliegt und auch keinen großen Durchmesser hat was sehr untypisch für eine Metastaste ist, denn die Metastase würde beim Pankreas-CA eher in die Leber wie die Lunge streuen und einzeln eigentlich auch selten. Könnte auch eine Tuberkulose sein lt. Onkologe. Zurzeit bekommt er die Chemotherapie nach der Alpaca-Studie das heißt Abraxane mit Gemcitabin kombiniert und nach 3 Zyklen erneutes CT mit MRT. Ich bin mir mit der Diagnosesetzung nicht sicher weil dieser Pathobericht ganz komisch ist und der Tumormarker nur ganz wenig erhöht ist und er vom Allgemeinzustand von der Symptomatik nicht in das Klinische Bild passt. Wie war denn das bei euch? Außerdem seit dem mein Vater die Chemotherapie bekommt hat er überhaupt keine schmerzen mehr was sehr positiv zu deuten ist . Es gibt ja die verschiedensten Krankheiten !!

    Was würdet ihr sagen?

  • Hallo Ela62 ,


    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung kein sehr schöner ist. Hier im KIz gibt es sehr viele UserInnen, die entweder selbst oder durch Angehörige Erfahrungen im Bereich BSDK sammeln mussten, so daß Dir Deine Fragen sicher beantwortet werden können. Wir wünschen Dir einen hilfreichen, vielleicht auch tröstlichen Austausch.


    Auf ein gutes Miteinander.


    Viele Grüße

    Anhe

  • Hallo und herzlich Willkommen auch von mir. Ihr habt ja schon einiges hinter Euch...

    Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt dass BSDK viele Gesichter hat. Trotzdem finde ich es eigenartig, dass es trotz Gewebeentnahme keine genaue Tumoklassifikation gibt . Ich vermute daher, dass Ihr nicht bin einem Pankreaszentrum seid. Nicht nur deshalb würde ich mich um eine Zweitmeinung von dort bemühen, man hat dort einfach mehr Erfahrungen mit dieser Erkrankung. Heidelberg ist eine gute Adresse, ebenso Stralsund und Berlin.

    Soviel in aller Kürze...

    Alles Gute für Euch

    Bella

  • Hallo Ela,


    Das dein Vater schon mal in einer Studie ist, ist sehr gut.

    Wo seit ihr in Behandlung?


    Mein Vater hat die Diagnose seit nun fast 17 Monaten und hatte noch nie wirklich Schmerzen u auch sonst alles ist auch nicht typisch gewesen außer der gewichtsverlust .


    Leider wurde mein Vater 2 mal vergebens operiert .


    Ich kenne jemand der hatte bsdk u Lungenmetas und nach 6 Monaten gemza u Abraxane war der Tumor operabel u Lunge frei. Sie ist jetzt Tumor frei .


    Wurde die histologie ein wenig genauer beschrieben? Zb. Hoch bis mittelgradig differenziertes Adenokarzinom oder wenig differenziert ?


    Lg ElaiNe

  • Herzlich Willkommen,

    ihr habt auch schon einiges hin und her erlebt..

    So wie es sich anhört kann ich mich Bella nur anschließen, ihr seit auch in keinem Zentrum, oder?

    Mein Papa war bei Diagnose genauso alt wie deiner X/

    Und er hat die Chemo wie dein Vater jetzt auch als Zweitlinientherapie erhalten und doch sehr gut vertragen. mein Vater war aber in keiner Studie und hat Gemzar + Abraxane ganz normal bekommen ohne Wechsel wie es in der Studie erfolgt..

    Es kann vorkommen, dass nur Lungenmetas vorhanden sind ohne Leber sauber ist.. Ist aber eher selten, obwohl ich gelesen habe, dass es wohl sogar "besser" sein soll für die Prognose, wenn Leber frei ist und nur Lunge was hat.. Vll findest du dazu was im Netz. Ich weiß leider die Seite nicht mehr. Alles Gute

  • Hoch bis mäßig differenziertes Adeno-Ca mit vermehrter Stromadesmoplastie. Solitäre Lungenmetastase also nur eine einzige deshalb vermuten die Ärzte dass es eventuell auch eine Tuberkulose an der Lunge sein könnte . Er hat seit dem er die Chemo hat keine Schmerzen mehr davor hatte er sehr starke Schmerzen . Er fühlt sich selber sehr fit und abgenommen hat er auch nicht . Das ist wie eine Fehldiagnose er hat auch Apetit auf alles . Alles ein bisschen komisch wie als hätten sie den pathobericht falsch ausgewertet

  • War bei uns genauso.. Mein Vater hat vorher kein Gewicht abgenommen, hat gearbeitet wie ein wahnsinniger (wie sonst auch) und hatte trotz bekannter Diagnose fast einen Monat keine Chemo, weil ihm nichts fehlte. Zufallsbefund. Erst als auch wir es erfuhren fing er Chemo an.. Und als die Schmerzen kamen.. Er hatte zu diesem Zeitpunkt bereits multiple Lebermetas und vereinzelt Knochenmetas. Durch Chemo nahm er ca 10 kg zu und Schmerzen verschwanden ebenso obwohl die erste Chemo nicht wirkte. Gewichtszunahme und Schmerzlinderung brachte am Anfang nur das Kortison, weil es abschwellend wirkte.. Zuerst dachte man es wäre die Wirkung der Chemo, leider nicht.

    Wie schon gesagt wurde, es gibt viele verschiedene Gesichter. Am besten liest du dich etwas ein, dann kannst du dir am besten eine Meinung verschaffen.

    Ich meinte auch nicht, dass es zwingend Lungenmeta sein muss. Das schriebe ich, FALLS es eine wäre.. Grüße

  • Es ist alles schwierig . Mein Vatet sagt dass er diese Krankheit überstehen wird . Ich glaube meinem Vater ich vertraue ihm . Es ist nur komisch dass die Ärzte nicht genau wissen was das an der Lunge jetzt nun ist . Demnach richtet sich ja auch die Chemo . Ist es nämlich keine metastase so kann er eventuell wenn der Tumor durch die Chemo kleiner wird operiert werden und geheilt werden . Der ca 19-9 ist nach dem ersten Zyklus ein wenig gestiegen ist das normal ?

  • Hallo Ela,


    Herzlich willkommen hier.

    Leider kann ich zu deinem Beitrag nichts sinnvolles da lassen, wollte dir aber sagen, dass ich deinem Vater alle Daumen drücken.. Und euch alles Glück dieser Welt wünsche, irgendwie durch diese Zeit zu kommen.

    Ich bin mir sicher du wirst hier tatkräftig Unterstützung finden.


    Lg sarah