Herzprobleme nach Chemo-/Strahlentherapie (Spätfolgen)

  • Hallo,

    meine Brustkrebserkrankung liegt schon lange zurück - 2005. Eigentlich hatte ich so langsam damit abgeschlossen und meine Angst vor Metastasen wurde immer weniger.

    Doch Ende letzten Jahres kam ich mit Atemproblemen und ständigen Husten ins Krankenhaus. Ich hatte Monate vorher einen Herzinfakt, den kein Arzt diagnostizierte und nur noch eine Herzleistung von 25%. Etwa 30% Prozent meines Herzmuskel arbeitet nicht mehr und die Herzklappe hat einen Schaden. Vermutlich hat die Chemo und die Bestrahlung (war links) laut meinem Kardiologen mein Herz angegriffen und es hat nie jemand bemerkt.

    Gibt es andere Erkrankte mit ähnlichen Problemen?

    Viele Grüße

    Franziska

  • Herzlich Willkommen Franziska67 ,


    ich glaube, wir kennen uns?!


    Auch wenn der Grund für Deine Vorstellung hier kein schöner ist- herzlich Willkommen.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch bei uns.


    Herzinfarkt, schlechte Herzleistung? Das klingt gar nicht gut:(

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe Franziska67


    auch von mir ein herzlich willkommen hier bei uns im Krebs-Infozentrum.

    Da denkt man, dass man dem Krebs ein Schnippchen geschlagen hat, atmet langsam durch und dann dies. Und ja, es gibt hier eine Userin, die ebenfalls eine Herzproblematik davon getragen hat. Unser RidingGeli hatte im April diesen Jahres einen Herzstillstand und ihr haben die Ärzte auch gesagt, dass dies eine Spätfolge der Chemo ist. Vielleicht kann Jule66 einen Thread benennen, der für einen Austausch geeignet ist.


    Auf ein gutes Miteinander

    viele Grüße

    JF

  • Meine Herzklappe ist höchstwahrscheinlich durch die Strahlentherapie geschädigt. Beim Herzmuskel spricht auch vieles für die Strahlentherapie, denn es die Region, die zu den Rippen hinliegt, geschädigt. Das passt alles am ehesten zu einem Stahlenschaden, da ich links bestrahlt würde. Es Ist somit vielleicht für die Frauen mit linksseitigem BK interessant

  • Hallo Franziska67 ,


    Meine ED war im Sommer 2008, es folgten OP, Chemotherapie und Bestrahlung, AHT mit Letrozol bis April 2018, die sollte eigentlicher es bis Januar 2019 gehen. Durch meinen Hochdruck war ich immer beim Kardiologen und man hatte nichts gravierendes festgestellt. Ich war immer viel mit dem Rad unterwegs.

    Im April war ich mit einer Freundin unterwegs, als ich kollabierte und eine Herzstillstand hatte, hervorgerufen durch Herzrhythmusstörungen. Die Reanimation hat meine Freundin und ein Arzt begonnen, bevor der Notarzt kam.

    Es folgten drei Wochen ITS, davon 2 Wochen im künstlichen Koma, Einsetzn eines Herzschrittmachers mit Defi, Reha. Heute geht es mir wieder gut und ich bin wieder belastbarer. Meine Herzleistung war bei 35%. Jetzt ist die Herzleistung wieder besser. Die Internisten hatten als mögliche Erklärung nur die Therapie von 2008 in Betracht gezogen.

    Jetzt habe ich ein Dauerabo bei diversen Fachärzten. Aber ich lebe und das nicht schlecht.


    Dir alles Gute

    Geli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Guten Morgen,


    interessantes Thema. Ich hatte ebenfalls links die Bestrahlung. ED war 2012. Sollte man da vom Kardiologen mal drüber schauen lassen? Oder ist dieser Prozess schleichend?

    Vielen Dank u d eine gute neue Woche, Martina

  • Hallo an alle,

    ich komme von der Lungenkrebsfraktion. Bei meiner Ersttherapie letztes Jahr wurden unter anderem die Lymphknoten entlang der Speiseröhre bestrahlt. In der Folgezeit hatte ich immer wieder aus der Ruhe

    Herzrasen mit einem Puls bis zu 190 über mehrere Minuten. Das war sehr beängstigend. Ich bekam einen Betablocker verschrieben. Mir wurde auch gesagt, dass das eine Folge der Bestrahlung bzw. der Chemo sein könnte.

    Gottseidank bin ich jetzt symptomlos, so dass ich keinen Betablocker mehr nehme. Aber deine Beschwerden haben mir bewusst gemacht, dass man das Herz vielleicht doch ab und zu kontrollieren sollte.

    Allen eine gute Besserung und eine geruhsame Advents- und Weihnachtszeit

    Johnny

  • Hallo Franziska,

    eine Freundin aus unserer damalig Chemomädlstruppe hat mich auf diesen threat aufmerksam gemacht. Ich war 2014 erkrankt und hatte Chemo + Bestrahlung links. Mein Herz spinnt ebenfalls seit einiger Zeit. Rhytmusstörungen bei der geringsten Belastung, Atemnot, Herzrasen, körperliche Belastbarkeit obermies und es pumpt nicht wie es soll. Es wurden bereits EKG, Stress-EKG, Belastungs-EKG und vor 2 Wochen auch MRT gemacht. Der MRT Befund kam am Freitag. Es konnten keine Schäden, die auf die Therapie zurückzuführen gewesen wären, gefunden werden. Tja! Wir werden weiter sehen! Definitiv liegt etwas im argen.

  • Hallo, da bring ich mich auch mal ein. Hatte 2016 nach 2 Lokalrezidiven Bestrahlungen der linken Thoraxwand und Lymphabflusswegen (BK 2010 ED) und seit dem Zeitpunkt wurden die Herzrhythmusstörungen , die ich vorher durch Diabetes und dadurch bedingt auch Durchblutungsstörungen hatte, immer schlimmer. Bin ständig in kardiologischer Behandlung und Kontrolle, es wurden auch schon EPU‘s gemacht, die letzte im Herbst diesen Jahres, die doch einen gewissen Erfolg zeigte. Danach im Okt.Nov. 2018 Bestrahlung des 12.BWK und schon nach der 2.Bestrahlung waren die Herzrhythmusstörungen wieder voll da, sogar noch schlimmer. Habe sowohl den Strahlendocs , dem Onkologen und der Kardiologin das mitgeteilt und sie waren einhellig der Meinung, das könne nicht von den Strahlen kommen. Da frag ich mich doch, von was denn sonst? Das alles ist äußerst belastend und ich bin überzeugt, dass es von den Strahlen kommt. Die Kardiologin sieht zwar die Störungen, sonst sei aber alles ok. Was kann man da noch unternehmen? Lg Margarete

  • Hallo, ja es kommt häufig vor.

    Zwischen Ersterkrankung 2007 und jetzt2017 habe ich im kardiologischen Bereich eines Krankenhaus gearbeitet und tatsächlich gibt es viele Menschen die vor Jahren Chemotherapie bzw. Strahlentherapie bekommen haben.

    Und jetzt Herzleistungsprobleme haben, aber möglicherweise hätten sie es auch grundsätzlich bekommen.

    Aber wie wir ja wissen jede Therapie macht Nebenwirkungen bzw. Folgeerscheinungen.

    Wir haben den Krebs soweit im Griff da schaffen wir den Rest auch.

  • Ich reihe mich mal kurz mit ein: Bestrahlung inke Brust im April/Mai 2016. Zuvor (vor Krebserkrankung) eine nicht-pathologische Herzklappeninsuffizienz Grad 1. Bin seit der Diagnose/Chemo in regelmäßiger kardiologischer Kontrolle. In der ersten Zeit alle 3 Monate EKG/Langzeit-EKG/Belastungs-EKG plus Ultraschall. Nach ca. 1,5 Jahren alle 6 Monate beide Überprüfungen, inzwischen nur noch alle 12 Monate, das aber bis auf weiteres, auf Initiative der Kardiologen.


    Bislang alles bestens, Herz belastbar und ohne Auffälligkeiten. Ich mache regelmäßig Sport und achte auf regelmäßige kardiologische Belastungen.


    Bei mir könnte man im Fall der Fälle auch nur mutmaßen, ob es nun die Chemo (EC) gewesen ist oder die Strahlen...

    ______________________
    Lieben Gruß
    c.onny


    Der Weg wächst im Gehen unter deinen Füßen...
    Reinhold Schneider

  • Hallo zusammen,


    Da wir wohl viele mit diesem Problem sind, glaube ich schon, dass es einen Zusammenhang gibt.


    Vor meiner Chemo (ETC) wurde das Herz untersucht. Alles tiptop,ich war ja auch erst 39. dann könnte die dosisdichte Chemo beginnen. Ein paar Monate später (unter Paclitaxel oder Cyclophospahmid, keiner weiß es genau) bekam ich plötzlich einen Perikaderguss am Herzen. Nur festgestellt, weil ICH (!!!) auf einer Kontrolle zwischendurch beim Kardiologen bestanden habe. Die Onkologen waren immer ganz entspannt. Zum Schluss war es eine Myo-Perikaditis. Herzmuskel-und Herzbeutelentzündung mit Wasser am Herzen. Wurde medikamentös behandelt und Punktiert. Da es keine andere Erklräung dafür gab, ist der Kardiologe sich sicher, dass es von der Chemo kam.


    Nach der Bestrahlung (natürlich links, mit Lymphknoten am Schlüsslbein) blieben dann noch Herzrhythmusstörungen. Auch bei diesen ist sich der Kardiologe sicher, dass sie von der Bestrahlung kommen. Ich gehe regelmäßig zur Kontrolle (ca halbjährlich), treibe Sport und nehme keine Medikamente dagegen. Bisher klappt das ganz gut, die Extra-Schläge stören mich nicht, und sind (nach mehreren Untersuchungen beim Kardiologen wohl nicht lebensbedrohlich. Ich hoffe, er hat Recht !


    Die Strahlen-Docs haben wohl immer abgestritten, dass die Herzrhythmusstörung von der Bestrahlung ausgelöst wurden. Das könne nicht sein, das Herz wäre gar nicht im Bestrahlungsfeld gewesen, und „Streustrahlung“ gäbe es angeblich nicht.... hmmmm .....jaja .... wer weiß das schon sicher .... Ich nenne es „Kollateralschäden“ ....

  • Puh, wenn ich das alles hier lese bin ich froh meinem Onkologen die Überweisung zum Kardiologen abgeschwatzt zu haben! Mir hat das keine Ruhe gegeben das nach einer herzschädigenden Chemo nicht kontrolliert wird ob das Herz etwas abbekommen hat! Vor einem Monat hatte ich den Termin, der Kardiologe hat EKG, Belastungs-EKG und Herzecho gemacht und zum Glück keine Auffälligkeiten gefunden.

  • Ich wurde auch fast 4 Jahre lang kardiologisch untersucht und hatte diversen Zirkus. Ich wurde rechts bestrahlt, würde daher einen Strahlenschaden für unwahrscheinlich halten. Allerdings hatte ich - wie Sternchen76 - dann einen Perikarderguss nach Chemo (EC). Die Assistenzärztin in der Klinik jagte mir einen Höllenschreck ein, weil sie sagte "sowas gibt es nur unter fortgeschrittenem Brustkrebs" - dafür könnte ich sie heute noch vors Schienbein treten. Der Gyn überwies mich an einen niedergelassenen Kardiologen. Der Perikarderguss verschwand nach Ende der Chemo wieder, wurde als Chemonebenwirkung klassifiziert.


    Herceptin habe ich weiterhin für ein volles Jahr bekommen und wurde dabei auch regelmäßig untersucht, da die Herzleistung gleich blieb, schien es sich nicht negativ ausgewirkt zu haben.


    Etwa 2 Jahre später folgten Extrasystolen und zwar bis zu 3.000 x am Tag spürbar und messbar per EKG, ich bin fast ausgeflippt in der Phase, das war unerträglich, ich wachte ständig nachts davon auf. Bei den nachfolgenden regelmäßigen Checks wurde dann noch eine Verlängerung der QT Zeit festgestellt.
    Diese zwei Extra-Features sind nach Absetzen von Tamoxifen restlos verschwunden. Das lässt mich irgendwie glauben, dass es dadurch verursacht wurde, auch wenn das keine wirklich offiziell geführte Nebenwirkung ist.


    Will hoffen dass es das erst einmal war mit dem Thema, habe dabei aber gut selbst erfahren dürfen, dass es vielfältige Gründe in den Therapien für Herzprobleme gibt - die Bestrahlung war es bei mir wohl eher nicht.

  • .... Allerdings hatte ich - wie Sternchen76 - dann einen Perikarderguss nach Chemo (EC). Die Assistenzärztin in der Klinik jagte mir einen Höllenschreck ein, weil sie sagte "sowas gibt es nur unter fortgeschrittenem Brustkrebs" - dafür könnte ich sie heute noch vors Schienbein treten.


    ... sind nach Absetzen von Tamoxifen restlos verschwunden.

    liebe mohnblume79 , bin froh zu lesen, dass ich nicht die Einizge mit Perikarderguss war/bin. Denn mir wurde auch gehörig Angst gemacht .... Zitat damals : „.... da müssen wir jetzt mal schauen, ob sich Krebszellen im Wasser befinden .... das wäre natürlich schlecht .... „ Es folgte dann eine Punktion des Wassers auf der Intensivstation bei lokaler Betäubung. Braucht kein Mensch sag ich euch. Der Notarzt stand mit dem Defibrilator daneben. Natürlich „... nur vorsichtshalber, falls was passiert ... „


    ... deine Therorie mit dem Tam lässt mich hoffen, vielleicht sind meine Extrasystolen ja auch weniger geworden, seit ich es nicht mehr nehme. Meine nächste Kontrolle ist erst im neuen Jahr. Das wäre natürlich toll. Aktuell merke ich nämlich fast nichts....

  • Puh, wenn ich das alles hier lese bin ich froh meinem Onkologen die Überweisung zum Kardiologen abgeschwatzt zu haben! Mir hat das keine Ruhe gegeben das nach einer herzschädigenden Chemo nicht kontrolliert wird ob das Herz etwas abbekommen hat!

    so ging es mir auch, mein Gefühl sagte mir schon damals während der Chemo, dass doch da mal ein Spezialist nachschauen muss .... und GsD habe ich drauf bestanden.

    Toll, dass du nun die Bestätigung hast, dass alles ok ist !

  • War heute früh auch mal wieder bei meiner Kardiologin, weil die HRS einfach nicht zu beherrschen sind. jeder 2.Schlag, das ist echt ätzend. Heute nun meinte sie, nachdem ich mein hier erworbenes „wissen“ in die Waagschale geworfen habe, sie habe sich bei einem ihr befreundeten Onkologen kundig gemacht und ja, es könne sehr sehr wohl von der Bestrahlung kommen. Klar hatte ich die Herzprobleme schon vor meiner Krebserkrankung, aber nie so stak und intensiv. Die AHT und orale Chemo täten dann ein Übriges. DIE Quintessenz des Ganzen ist aber, man kann da gar nicht viel machen, Betablocker bekomm ich schon seit Jahren und den hat man jetzt höher dosiert.

    Auch engmaschige Kontrollen wurden angeboten und das wars dann.

    Lg Margarete

  • Hallo an alle!

    Ich hatte keine Bestrahlung, aber auch im September Beschwerden bezüglich Atmen. Vorher noch Bergtour gemacht. Ich hatte subkutane Mastektomie rechts und keine Bestrahlung. Es ist eindeutig toxische Ursache der Chemotherapie. Da die Diagnose an derselben Uniklinik gestellt wurde, wo ich 2008 Erstdiagnose hatte, können sie sich schlecht rausreden. Ich habe nur weniger als 29% linke Lungenleistung und mir wurde sofort nach den ersten Untersuchungen gesagt, sehr schlechte Prognose. Ansonsten wurde mir das so nebenbei während der weißen Wolke gesagt. keine Tabletten erklärt. Es wäre gewechselt worden. Ich mußte immer sagen, ich hatte nie Herztabletten. Am 15.9. wurde ich nach drei Tagen entlassen, mein Hausarzt hat mir gleich gesagt: nun diese Tabletten bis zum Lebensende und kein Schwimmen und Radfahren mehr. Die sogenannte konventionelle Tablettentherapie wurde fortgesetzt über einen Monat. Als ich dann nölte im Hinblick auf Stand der Wissenschaft, sprang mein HA auf und auf einmal ging er Auf einmal gab es Entresto statt Ramipril. Inzwischen habe ich die Enddosierung erreicht. Leider muß ich am 19.12. zu erneuter transthorakaler Echokardiografie, dann erst Befundbesprechung und ICD- Evaluierung. Diesen Einbau will ich auf alle Fälle ablehnen. Habe mich nun versucht, in diverse Leilinien und Studien einzulesen und die Prognose ist wirklich Scheibenhonig. Zweitmeinung war auch nicht dolle.

    Ich bin immer noch durcheinander, weil ich wirklich gemerkt habe, man soll dumm gehalten werden. Die Zweitmeinung war wirklich offen und ehrlich, aber eben auch bestätigend, daß es viel ums Geld geht.

    LG Judith

  • Hallo, ich möchte mich dazu gerne melden, wenn auch etwas verspätet.....

    Ich hatte TAC Chemo 2003, die leider kardiotoxisch ist und Anfang 2004 28 Betrahlungen links mit 1,8 Gy. Keine Boost Bestrahlungen. Ich war vor 2 Jahren beim Kardiologen zur Kontrolle, das Herz ist total in Ordnung, hatte vor 4 Jahren mal ein CT Thorax, da hat man gesehen, dass es an der Lunge einen kleinen fibrosierten Saum gibt, ganz klar Folge der Bestrahlung. Ich habe allerdings im Alltag keine Probleme und eine Lungenleistung von 100%. Ich hatte aber (ein Glück) bereits 2004 die Bestrahlung mit Atemtechnik, d.h. tief einatmen, dann erst wurde die Bestrahlung ausgelöst. Lunge und Herz schieben sich dabei zur Seite und liegen weniger im Bestrahlungsfeld. Vielleicht ist diese Betsrahlungstechnik auch ein Grund, warum der eine mehr und der ander weniger Probleme hat.

    Liebe Grüße

  • ... Bestrahlung mit Atemtechnik, d.h. tief einatmen, dann erst wurde die Bestrahlung ausgelöst. Lunge und Herz schieben sich dabei zur Seite und liegen weniger im Bestrahlungsfeld. Vielleicht ist diese Betsrahlungstechnik auch ein Grund, warum der eine mehr und der ander weniger Probleme hat.

    hätte ich das mal vor 3 Jahren gewusst 😏 dann hätte ich drauf bestanden. Denn mein Kardiologe (und ich auch) sind der Meinung dass die Herzrhythmusstörungen von der Bestrahlung und/oder Chemo ausgelöst wurden. Echt ärgerlich, falls eine Atemtechnik das hätte verhindern können ....

  • Ganz genau Sternchen76 , das ist wirklich sehr informativ gewesen von Monkele76 . Bei meiner letzten Bestrahlung vom 12.BWK jetzt im Nov.2018 hatte ich ja massiv Probleme und da hat mir auch keiner was gesagt von wegen der Atemtechnik, wäre sicherlich hilfreich gewesen, jetzt muss ich mit den Folgen danach kämpfen, schade. Auf meine Anfrage, ob sich die Rhythmusstörungen durch die Bestrahlung verschlimmern könnten, hieß es nur; die Bestrahlung habe keinen Einfluss darauf. Im Nachhinein sagte mir aber jetzt die Cardiologin, dass es sehr wohl sein könne. Sind die Strahlenexperten nicht gut informiert oder wie kann man sich sowas erklären?

    Lg Margarete

  • Hallo, das mit der Atemtechnik gilt insbesondre für Brustkrebs auf der linken Seite! Die Radiologen verteidigen Ihre Geräte, mir haben Sie auch gesagt, der weisse Hautkrebs, den ich 10 Jahre nach Bestrahlung auf einmal mitten auf der Brust hatte, habe nichts mit der Bestrahlung zu tun. Da ich selten in der Sonne bin, liegt es also auf der Hand. Man wird keine ehrlichen Antworten bekommen, Sie wollen keine "Problempatienten"....

  • Hallo @Merlin 1707Pepe,


    wenn du wissen möchtest, ob deine Bestrahlung Einfluss auf dein Herz hatte, kannst du dir in der Radiologie die Bilder der Bestrahlung anfordern. Da werden ja meistens mehrere Kontrollbilder gemacht, ob die Lage richtig ist usw....Da kann der Kardiologe bestimmt erkennen, oder das Herz im Strahlenfeld liegt, dann weisst du Bescheid.

    Liebe Grüße

  • Danke dir Monkele76 , hab meinen früheren Chef (Radiologe) darauf angesetzt, das Bestrahlungsinstitut in dem ich bestrahlt wurde, ist nicht an mein Krankenhaus in dem ich gearbeitet und jetzt auch behandelt werde, angeschlossen. Will mal schauen, was sich da ergibt. Auf der anderen Seite ist ja jetzt das Kind schon in den Brunnen gefallen, aber, es ist sicher in Bezug auf evtl.weitere Bestrahlungen für mich wichtig.

    Danke nochmal für deine Informationen.

    Schönes WE und Grüße Margarete

  • Hallo an alle,

    die Bestrahlung mit der Atemtechnik ist sicher eine feine Sache, so sie denn funktioniert.

    Ich wurde in Heidelberg bestrahlt (ich war im NCT Patientin), mit dem Argument, dass eben diese Atemtechnik schonender ist und nicht überall angeboten wird. Jeden Tag 70 km Anfahrt. Schlussendlich hat sich dann aber beim Planungs-CT herausgestellt, dass - egal wie tief ich Luft hole- die Lage von Herz und Lunge sich nicht zum Vorteil verändert. Funktioniert also nicht immer und in meinem Fall hätte ich auch bei mir um die Ecke bestrahlt werden können. Aber da war das Planungs-CT schon gemacht ...

    Schöne Grüße und ein schönes Wochenende!



  • Wie gesagt, dass gilt hauptsächlich für Brustkrebs links. Ich glaube für die rechte Seite bringt das relativ wenig bis gar nichts, da sich, zumindest bei mir, Lunge und Herz eher nach rechts geschoben haben, damit aber für mich aus dem Strahlenfeld raus. Ich mit meiner Betsrahlung in Tangentialfeldern hatte auf jeden Fall einen Vorteil. Man sollte dennoch bei den Radiologen ganz genau nachfragen und sich das Planungs ct genau erklären lassen. Besser 5x nachgefragt als nachher dumm in die Röhre zu schauen....

    Liebe Grüße

  • Hier ein Ausschnitt eines Strahleninstituts:


    https://www.strahlentherapie-weilheim.de/impressum.html



    Einmal editiert, zuletzt von Anhe () aus folgendem Grund: Sorry, aber das Strahleninstitut hat explizit auf das Copyright hingewiesen und deshalb habe ich Link gesetzt: Alle Rechte vorbehalten. Text, Bilder, Grafiken, Sound, Animationen und Videos sowie deren Anordnung unterliegen dem Schutz des Urheberrechts und anderer Schutzgesetze. Der Inhalt dieser Websites darf nicht zu kommerziellen Zwecken kopiert, verbreitet, verändert oder Dritten zugänglich gemacht werden.

  • Monkele76 , für mich ist das alles völlig nachvollziehbar. Auch bei meiner Tätigkeit als Röntgenassistentin wurde immer und immer wieder betont, wie wichtig die Atmung bei speziellen Aufnahmen ist und deswegen Danke für deine Recherchen und Erfahrungen.

    Ganz liebe Grüße Margarete

  • Monkele76 ,


    danke für den Hinweis. Ich habe morgen mein Planungs-CT für die Bestrahlung von meinem Thoraxwandrezidiv. In der Aufklärung letzte Woche hat mich der Strahlendoc schon darauf hingewiesen, dass das Herz im Bestrahlungsfeld liegen könnte und es durch die Bestrahlung zu Herzrhythmusstörungen kommen kann, wenn die empfindlichen Strukturen nicht geschont werden können. Als Spätfolgen hat er mich dann noch darauf hingewiesen, dass Schädigungen des Herzmuskels, des Herzbeutels und der Herzkranzgefäße auftreten können. Gerade, weil es bei mir die 2. Bestrahlung des Bereichs ist, müssen sie da aufpassen.


    Ich weiß, dass meine Strahlenklinik die atemgestützte Bestrahlung anbietet und da werde ich morgen dann mal gezielt nachhaken, ob ich auf dem Gerät bestrahlt werde, um das Risiko zu minimieren.


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Liebe grimmi78,


    ich hoffe sehr, dass die Atemtechnik für dein Bestrahlungsfeld in Frage kommt! Gerade das Herz sollte man natürlich nicht überstrapazieren, viell. können sie ja auch einen etwas anderen Bestrahlungswinkel einstellen. Sie können ja jeden mm genau einstellen....

    Viel Erfolg!!

  • Hallo Monkele76 ,


    die atemgestützte Bestrahlung bekomme ich nicht. Nach den "alten" Bestrahlungsunterlagen aus 2015 geht es auch ohne. Beim Planungs-CT haben mir die Mädels erklärt, dass sie dieses Mal nicht aus einer, sondern aus 2 Richtungen gleichzeitig bestrahlen. Damit kämen sie noch punktgenauer hin und mein Herz wäre safe. Am Dienstag geht es los. Beim 1. Mal sind zusätzlich noch ein Doc und ein Physiker dabei und dann bekomme ich auch gesagt, wie viele Bestrahlungen es effektiv werden. :/ Im Moment weiß ich ja nur, dass es zwischen 30 und 40 Gy sein sollen.


    Mal sehen, wie ich die ganze Prozedur vertrage. Die Kombi Chemo und Bestrahlung hatte ich ja noch nicht...


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Liebe Nicole, grimmi78 , ich drück dir alle Daumen für deine Bestrahlung. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass Bestrahlung und jetzt im Nov. Ibrance schon härter war als damals ohne Therapie. Aber, du hast bis jetzt ja alles immer sehr gut kompensieren können und das wünsche ich dir diesmal auch.

    Lg Margarete

  • Hallo grimmi78,


    ich wünsche dir alles Gute für deine Bestrahlung!! Es gibt übrigens einen Heilpilz, er heisst Cordyceps, der die Strahlenfolgen abmildert. Es ist etwas abseits der Schulmedizin, wollte dir nur sagen, dass es das gibt. Das kennen aber viele Radiologen nicht....

    Liebe Grüße, Katja

  • Danke Ihr Lieben.


    Monkele76 , von dem Heilpilz habe ich noch nichts gehört. Bislang habe ich aber jede Bestrahlung gut vertragen. Deshalb gehe ich davon aus, dass es dieses Mal auch wieder gut geht :) Und 15 - 20 Sitzungen... da wird die Haut auch gut mitmachen. Letzten Januar bei 14 x toasten des SWK 1 hatte ich da gar keine Beschwerden, ich durfte aber auch cremen, was ich für das Lokalrezidiv morgen aber noch abklären muss. Drückt mir die Daumen, dass ich die Creme (Extroderm von DadoSens), die ich im Januar benutzt habe, wieder nehmen darf :thumbup:


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Monkele76

    Es ist wirklich traurig, wie wenig die Ärzte wissen im Bezug auf unterstützende Maßnahmen, wie z. B. Vitalpilze, Wissen haben. Ich nehme auch momentan 2 Sorten Pilze plus Schleimhautschutz, um mich auf meine hoffentlich bald beginnende Therapie vorzubereiten. Auch prophylaktischer Leberschutz mit Mariendistel ist eine tolle Sache. Einfach das Immunsystem schützen, Schleimhäute optimieren, Darmgesundheit ganz vorne. Aber fragt man einen Arzt....dann kommt: Nee, lieber nicht. Aber nur, weil die teilweise nichts wissen. Die vermuten negative Auswirkungen auf die Therapie, machen sich aber überwiegend auch nicht schlau. In meinem Brustzentrum in Lübeck läuft es auch so. In einem Hamburger Brustzentrum gibt es dagegen eine eigene TCM Abteilung. So unterschiedlich kann das sein. Ich werde jedenfalls meine Pilze und meinen Darmschleimhautschutz und spezielle Probiotika weiter nehmen. Mein Körper, meine Entscheidung!

  • Hallo grimmi78,


    schön, dass du die Bestrahlungen so gut verträgst!! Dadosens Creme kenne ich, die ist echt super, ich durfte leider esrst nach Bestrahlung cremen, damals sollte ich pudern:rolleyes: aber gut, das war 2004, da hat sich bis heute einiges geändert.....

    Alles Gute für deine Betrahlungen und liebe Grüße :)

  • Hallo @Hardi,


    ja, ich kenne deine unterstützenden Maßnahmen. Meine Mutter hat eine Zeit lang Mariendistel genommen und die Leberwerte gut in den Griff bekommen. Die "noermalen" Ärzte wissen in der Regel nichts darüber, da es nicht zur Schulmedizin gehört. Ich selbst bin bei einem Komplementärmediziner, der sich da super auskennt (in meinem Profil). Das übernimmt aber leider keine Kasse. In Essen z.B. gibt es die Kliniken Essen Mitte, die haben dort auch direkt die Tagesklinik Naturheilkunde angeschlossen. Das machen aber leider nur wenige Zentren. Ansonsten gibt es aber auch einige gute Komplementärmediziner, die darüber Bescheid wissen.

    Liebe Grüße :)

  • Hallo zusammen,


    die erste Bestrahlung habe ich hinter mir. Es hat alles super geklappt und ging ruck zuck 8)

    Meine Ärztin hat mir wieder die Freigabe für das Cremen gegeben. Da ich eine sehr helle Haut habe, treten dadurch hoffentlich weniger Hautirritationen auf. Ich soll nur aufpassen, dass die Markierungen sich nicht verabschieden, aber das bekomme ich schon hin. Duschen darf ich auch, ich soll nur nach Möglichkeit kein Duschgel in die Bestrahlungsregion schmieren. Aber das ist ja das geringste Problem.


    Morgen geht es weiter... insgesamt 20 Sitzungen sind es. Die Ärzte haben sich für die Höchstdosis entschieden...


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Danke, Margarete Merlin 1707Pepe  :*


    Ich zähle auch rückwärts, dann geht es schneller ;) Genial war heute, dass die Oberärztin, die mich schon 2015 und Anfang letzten Jahres betreut hat, mich gleich erkannt und mich mit Namen begrüßt hat. Es tut einfach gut, dass es dort so menschelt und man nicht nur eine Nummer im System ist. Das nimmt der Behandlung ein Stück weit den Schrecken...


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Es gibt übrigens einen Heilpilz, er heisst Cordyceps, der die Strahlenfolgen abmildert

    Ich habe mich über den Heilpilz mal ein bisschen schlau gemacht. Ich werde davon die Finger lassen, denn laut den medizinischen Informationen soll er die Produktion von Geschlechtshormonen positiv beeinflussen. Und da mein Tumor wunderbar östrogenabhängig ist, gehe ich da kein Risiko ein...


    Ein bisschen Entlastung wäre zwar ganz nett, denn die Kombi Xeloda und Bestrahlung macht mich doch ordentlich müde und auf Hektik reagiere ich gerade ganz schlecht. Deshalb werde ich in den sauren Apfel beißen und mich für die Dauer der Bestrahlung wahrscheinlich doch krank schreiben lassen müssen :( das wollte ich zwar eigentlich nicht, aber mein Körper bremst mich gerade fein aus...


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Hallo liebe Nicole, grimmi78 , das halte ich für vernünftig wenn du zuhause bleibst während der Bestrahlung. Ich selbst arbeite ja nicht mehr und konnte im Nov.bei den erneuten Bestrahlungen zuhause sein und selbst da war es sehr anstrengend.

    Es ist ja schon eine Strecke geschafft, weiterhin die Daumen hoch:!:

    Lg Margarete