PET - Kostenübernahme beantragen?

  • Soweit du eine Verordnung/Überweisung durch deinen behandelnden Arzt bekommst, wird die Klinik die angeforderte Untersuchung auch durchführen bzw. die KK die Kosten dafür übernehmen.

    Sollte etwas unklar sein oder der Überweisungsschein falsch ausgefüllt (kann auch mal vorkommen bei den vielen Schlüsselnummern) wird man dich in der Klinik vorher darauf hinweisen und ggf. eine geänderte Überweisung nachfordern oder wenn es schnell gehen muss, kann diese auch mal per Fax vom Arzt besorgt werden.

    Für einen Facharzt benötigst du im Gegensatz zu früher eigentlich keine Überweisung mehr, da ist es schwieriger überhaupt einen Termin zu bekommen. Kliniken, speziell Unikliniken können, außer bei Notfällen, ohne eine Überweisung leider nicht abrechnen. Da ist weiterhin der vorherige Besuch bei deinem Hausarzt/Facharzt für die Überweisung nötig.

  • Bei Privatversicherten kannst du es gar nicht sagen, dort hängt alles vom individuellen Vertrag ab. Ebenso kompliziert wird es bei Beamten als Beihilfeempfänger+priv. KK.


    Bei gesetzl. Versicherten, egal welche KK, ist es zwar kompliziert, dafür aber sehr genau geregelt, was, wann, wie, gezahlt werden darf und muss.


    Da gibt es kaum Spielräume für die Sachbearbeiter, weder in die eine noch in die andere Richtung. Da fehlt es manchmal eher an der Sachkenntnis der eigenen Vorschriften. Mein Rat: nie etwas telefonisch, grundsätzlich alles schriftlich per Mail oder Fax.

    Im Großen und Ganzen aber, machen die Sachbearbeiter der KKs im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen guten Job. Und "wie es in den Wald hinein ruft so kommt es heraus" hilft manchmal auch.

  • Wie erwirke ich generell eine Kostenübernahme durch die KK.


    Wir haben eine Überweisung ans kh für ein PET CT. Müssen wir bei der KK jetzt bereits beantragen oder erst später?

    Um diese Frage(n) mal ganz klipp und klar zu beantworten: Deine Mutter macht einen Termin, geht zur Untersuchung, gibt die Überweisung ab - und mehr muss da nicht getan werden.

  • alles schriftlich per Mail

    Solche wichtigen Dinge bitte nicht per Mail erledigen. Zur Zeit ist ein Verfahren anhängig, das klären muss, ob ein Einspruch, Widerspruch etc pp per Mail anerkannt werden muss. Selbst das eigentliche Schreiben als E-Mailanhang reicht im schlimmsten Falle nicht aus.


    viele Grüße

    JF

  • J.F.

    ich habe hier nicht von E-Mail Verfahren gesprochen/geschrieben, sondern vom Schriftweg.

    Wobei es bei der TK z.B einen Kommunikation auch online mit Bestätigung des geschrieben Textes gibt, natürlich nicht von Dateianhängen.

    Eine E-Mail ist mit/ohne Empfangsbestätigung aber immer noch mehr wert als ein Telefongespräch. Für einen normalen Schriftverkehr ohne Fristen/Einsprüche reicht auch eine E-Mail durchaus.

    Wenn das Telefon sich nicht vermeiden lässt, unbedingt eine schriftliche Telefonnotiz mit Gesprächspartner, Datum, Uhrzeit machen. Da dort nur das im Computer/System landet was der KK-Mitarbeiter auch eintippt.

    Widersprüche im Speziellen entweder per Fax (prima da Empfangbestätigung, kein Porto) oder Post (=Mail) am besten mit Empfangsbestätigung (per Einschreiben) schicken. Ist es hiermit klarer?

  • Hallo Jörg,


    für mich ist und bleibt Mail die Kurzform für E-Mail ;) und hat - für mich gesehen- keinen Zusammenhang mit einem Brief, der dann auf dem Postweg zu gestellt wird. Und da vor dem Sozialgericht ein Verfahren anhängig ist, ob eine Mail ausreicht, scheint es wohl nicht nur mir so zu gehen. Denn auch viele Ämter und Krankenkassen lassen Internetschriftverkehr nur bis zu einem bestimmten Punkt zu.


    Nur weil die deutsche Sprache immer mehr zersetzt wird durch ausländische Begriffe und somit immer mehr verwässert, kann es dann zu solchen Unstimmmigkeiten kommen. Aber es ist ja nun geklärt :)


    viele Grüße

    JF

  • Danke euch allen. Ich möchte für uns die Frage aus dem Grund geklärt haben, weil das Krankenhaus, wo sie bestrahlt wurde kein PET CT gemacht hat weil dies kostet, so deren Aussage. Wir würden nicht mal gefragt ob wir es gern gemacht haben wollen, es würde einfach nicht gemacht. Stattdessen gab es ein CT.

    PET CT wäre dann in einem anderen kh gewesen, 1 Std entfernt, dennoch, warum fragt man den Patienten nicht?!


    Und eben dieser Satz wegen der Kosten und auch weil die Privatpraxis wo wir ein gesprach (zweitmeinung) letztens holten meinte, wir sollen bei der KK die Kostenübernahme abklären für das PET CT.

  • Ich bin Kassenpatient und ich musste überhaupt nichts machen. Bin mit meiner Überweisung zum Radiologen und das war´s.

    LG

    Johnny

    Soll heißen, daß ein Arzt vorher die Notwenigkeit einer PET-CT erforderlich hält und eine Überweisung ausstellt.

    Eine Abklärung mit der KK war nicht notwendig.

    Es kann sein, daß der Patientenwunsch nicht ausreicht, außer man zahlt privat.

    LG Johnny

  • Ich habe diese Beiträge hier abgetrennt und einen neuen Strang aufgemacht, da der andere im Informationsbereich steht und dort eben nicht weitschweifig diskutiert werden soll (siehe Forenbeschreibung).

  • Es gibt in Deutschland Festlegungen des gemeinsamen Bundesausschusses, wann ein PET CT bezahlt werden muss, außerdem haben die Krankenkassen schon einen Ermessensspielraum, wenn es darum geht, Einzelfallentscheidungen zu treffen. Die Kriterien für die Qualitätssicherung beim PET-CT muss eine Praxis erfüllen, ehe sie für die GKV Leistungen erbringen kann.


    Siehe auch dieser Artikel: www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/672/

    oder auch hier: http://www.petct-zentrum-hambu…ETCT_Indikationsliste.pdf


    Grummelprinzessin

  • Hallo Ms.Verzweifelt ,


    eine PET wird grundsätzlich nur bezahlt, wenn sich daraus Konsequenzen für die Therapie ergeben würden. So wird sie bei Lungenkrebs nur eingesetzt, um eine Operation auszuschließen - da bei Vorliegen von Fernmetastasen meist gar nicht erst operiert würde. Da deine Mutter aber operiert wurde, wäre eine PET unsinnig.


    Darüber hinaus entscheidet natürlich nicht der Patient (und schon gar nicht die Angehörigen) über die Notwendigkeit von medizinischen Maßnahmen. Du kannst dir schließlich auch nicht einen Arm eingipsen lassen, weil du das jetzt gerade mal angebracht findest.


    Und dann: Du behauptet einerseits, ihr hättet bereits eine Überweisung. Dann braucht ihr keinerlei Abklärung hinsichtlich Krankenkasse. Nun kommst du allerdings damit, ihr solltet das vorher mit der Krankenkasse abklären - dann habt ihr aber keine Überweisung eines Arztes mit Kassenzulassung. (Ich fürchte, ihr seid gerade dabei, diesem ominösen "Arzt am Berliner Tor" auf den Leim zu gehen.)

  • Deshalb meine Frage, damit wir hier nicht im Dunkeln fischen


  • Das CT wurde obligatorisch gemacht. In bei den Fällen. Es war kein Wunsch von uns. Es diente zur Diagnose.

  • Bitte zügle dich und fahr mich nicht so an. Ich behaupte gar nichts.

    Ich beschreibe nur, was geschehen und nicht geschehen ist.


    Wenn mich ein befreundeter Arzt fragt ob ein PET CT für die Diagnose gemacht wird und ich sage nein, nur CT und er daraufhin entsetzt ist und mir erklärt dass in der Regel ein PET gemacht wird da dies mehr darstellt und aufzeigt. Dann glaube ich ihm das.

    Wenn ein weiterer Arzt das gleiche sagt, dann bin ich erst recht der Meinung, dass es unzureichend ist, wenn nur ein CT gemacht wird. Und auf unsere Frage hin warum kein PET gab es nur "ist teuer".

    Ein Bekannter wurde in der gleichen Klinik bestrahlt, bei ihm wurde zuvor ein PET gemacht, ohne Diskussion.


    Warum hat es was mit der Operationsfahigkeit zu tun ob PET oder nicht?


    Noch mal... Ich möchte hier nicht angegriffen werden, das finde ich respektlos. In so einer Lage, in solch einem Gemütszustand wie wir hier alle sind, muss sowas nicht noch sein 😔

  • Liebe Ms.Verzweifelt ,

    ich verstehe, dass du gerade ein dünnes Nervenkostüm hast. Du willst das Beste für deine

    Mutter. The Witch wollte dir alles nur einmal erklären. Ich empfinde nicht, dass sie dich angefahren hat. Wenn deine Mutter eine Überweisung von einem Kassenarzt für ein PET CT hat, ist alles in Ordnung und ihr braucht diese nur im Krankenhaus abgeben und damit ist alles erledigt.

    Alles Gute!

    Johnny

  • Hallo ihr Lieben,

    bitte nicht streiten.

    Ich war vor ca. 5 Jahren zur Untersuchung in der Uni Klinik nachdem mein Radiologe am Mediastinum was festgestellt hat. Das konnte man aber nur über Ct und nich über Ultraschall sehen. Der Professor konnte diese Diagnose nicht glauben und hat ein PET/CT angeordnet. Hat eine Woche gedauert, bis ich einen Termin hatte.

    Hatte keine ÜW und sonst auch nichts. Die PET/CT wurde gemacht und ich habe nie was von der KK gehört. War auch nicht stationär.

    Soviel zu meinen Erfahrungen.

    Liebe Grüße

    Renate

  • Liebe Ms.Verzweifelt ,

    ich verstehe, dass du gerade ein dünnes Nervenkostüm hast. Du willst das Beste für deine

    Mutter. The Witch wollte dir alles nur einmal erklären. Ich empfinde nicht, dass sie dich angefahren hat. Wenn deine Mutter eine Überweisung von einem Kassenarzt für ein PET CT hat, ist alles in Ordnung und ihr braucht diese nur im Krankenhaus abgeben und damit ist alles erledigt.

    Alles Gute!

    Johnny

    OK. Danke.


    Wenn ich es falsch aufgefasst habe, dann entschuldige ich mich Witch.

  • Hallo zusammen,

    da ich schon 4 PET/CTs hatte, beschreibe ich mal, wie es gelaufen ist. Normalerweise hätte mein Arzt die Untersuchung von der Krankenkasse genehmigen lassen müssen und dann erst hätte ich einen Termin bekommen. Ein Anruf bei der Kasse ergab, dass die Genehmigung nicht unbedingt erteilt worden wäre, da ich keinen Lungenkrebs habe. Allerdings hat meine Kasse Direktverträge mit einigen großen Praxen in Deutschland, in denen die dortigen Ärzte über die Notwendigkeit entscheiden. In Hamburg hatte ich dann nach einer Woche einen Termin, während das normale Prozedere wohl eher 4 Wochen gedauert hätte.

    Vielleicht fragt ihr einfach mal bei der Kasse nach, die sollten es wissen...


    Übrigens ist ein PET/CT auch mit Vorsicht zu genießen, es ist ungenauer und auch Entzündungen leuchten. Es dient eher dazu, abzuschätzen, wo im Körper sich etwas Krebsiges verstecken könnte.


    Liebe Grüße

    Luise

  • Hallo :)

    wir haben im anderen Thread mal versucht, unsere Recherche zusammenzutragen bezüglich Kosten der Bildgebenden Diagnosen .... ( MRT - Kontrastmittel )

    Damals (2015) lag ein PET CT etwa bei 1400 €

    Ein MRT kostete vor 5 Jahren, als ich versucht hab mich zu informieren, ca. 800 € aufwärts,

    CT-Aufnahmen, was ja 3D-Röntgen ist, gab es schon für ca. 180 € -
    am günstigsten ist normales Röntgen mit meist kaum 50 € pro Aufnahme,

    einzelne Zähne günstiger ;) ....


    Da kommt man schon auf Ideen, weswegen die Krankenkasse nicht sofort immer nickt.


    Nicht jedes Bildgebende Verfahren stellt alle Arten von Gewebe optimal dar.


    Alles Gute für Euch, Ms.Verzweifelt

    Viele Grüße

    Bruni

  • Bruni hat es eigentlich mit ihrem letzten Satz schon auf den Punkt gebracht:

    Nicht jedes Bildgebende Verfahren stellt alle Arten von Gewebe optimal dar.

    Der behandelnde Arzt entscheidet, was für eine Diagnose er zusätzlich noch benötigt. Manchmal reicht auch ein einfaches Ultraschall.


    Die Kosten dafür sind erst einmal zweitrangig. Dazu kommt, dass die Klinikärzte im Gegensatz zu einen Hausarzt keine Problem mit dem Budget haben, in einer Uniklinik schon gar nicht. Da zählt zuerst die Diagnose/der Patient. So zumindest meine Erfahrung.


    Früher gab es MRT Geräte nur in Unikliniken, heute findet man sie in jeder besseren Kreisklinik. Entsprechend dürfte auch die Preisentwicklung sein, bzw. die Einkäufer der KK werden schon entsprechend verhandeln.


    Gruß Jörg

  • Wenn ich es falsch aufgefasst habe, dann entschuldige ich mich Witch.

    Du hast es falsch aufgefasst - Entschuldigung angenommen.


    Ich versuche hier immer - wie einige Andere auch - den wissenschaftlichen und den daraus resultierenden rechtlichen Standard zu erläutern.


    Eine PET (egal ob mit CT oder MRT oder standalone) kann niemals sicher einen Krebsherd nachweisen - Luise und Brynhildr haben bereits darauf hingewiesen -, da sie viel zu unspezifisch ist und alles Mögliche aufleuchten lässt. Deshalb wird man sie nur einsetzen, wenn sich direkte Therapieoptionen ergeben würden.


    Ich verlinke mal die "Richtlinie Methoden vertragsärztliche Versorgung (früher BUB-Richtlinie) - Stand von 14.12.2018":

    https://www.g-ba.de/downloads/…8-09-20-iK-2018-12-14.pdf


    An diese Richtlinie sind alle gesetzlichen Kassen und Ärzte mit Kassenzulassung gebunden, wenn eine Leistung von den Kassen bezahlt werden soll. Die Indikationen zur PET sind ab Seite 32 zu finden. Unbedingt zu beachten sind die Hinweise zur Qualitätssicherung unter § 2, Abs. 4 und unter § 3.

  • Auch ich kann positive und negative Ergebnisse durch PET CT beitragen.

    Brustkrebs mit 34 Jahren genervt von Untersuchungen Szinti LeberMRT und Thorax CT usw während Nachsorge deshalb zweimal PET CT , grosse Aufregung nach Brust silikon <operation, alles hat aufgeleuchtet von Operation.


    Jetzt seit 2017 nach 10 Jahren Knochenmetastasen zur Therapieentscheidung in Ulm PET CT erhalten.

    Also Abrechnung in verschieden Kliniken auch über Krankenkasse möglich, z.B. Großhadern in München.

    Aber auch schon mit Wiederspruch bei Krankenkasse mit Sachbearbeiterin erhalten. Sachlage von Mehrfachuntersuchungen wie CT und MRT usw. erklärt. Kostenübernahme durch Barmer.