AHB - Muss oder kann?

  • Hallo liebe Mitstreiterinnen,


    könnt Ihr mir sagen, welche Anwendungen/Therapien Ihr in der AHB gemacht habt? Ich möchte viele Dinge nicht machen und überlege daher, gar nicht erst einen Antrag zu stellen.

    Ich habe die Chemo jetzt durch und werde im Februar operiert (subkutane Mastektomie beidseitig).

    Triple-negatives MammaCa, BRCA1-Mutation


    Liebe Grüße

  • Hallo Keiner da ,


    Ich mache zur Zeit AHB und kann es nur empfehlen.

    Gerade wenn du auf beiden Seiten eine Mastektomie mit Wiederaufbau machst wird es einige Zeit dauern bis du wieder voll beweglich bist und da können dir die Maßnahmen während der AHB gut helfen. Denke, die Maßnahmen unterscheiden sich ein bisschen, je nachdem wo du bist. Hier (Bad Trissl) gibt es ein sehr breit gefächertes Bewegungsangebot, Massagen, verschiedene Entspannungsangebote, Kunsttherapie, Ernährungsberatung und und und. Es gibt jederzeit die Möglichkeit einzelne Maßnahmen hinzu zunehmen oder wegzulassen.

    Gerade für junge Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, gibt es eine spezielle Rehaklinik in Bad Überkingen.

  • Keiner da

    Ich schliesse mich Sunshine66 an es gibt Bewegunstherapie, Entspannunstherapie usw., ich habe keine Reha gemacht hatte BET und Nachresektion und Bestahlumg, ich fühlte mich danach relativ fit und wollte nicht so unbedingt in der Reha einer Patientin von uns begegnen. Wir waren stattdessen im Urlaub , mir hat das sehr gut getan, aber an sich ist die Reha eine sehr gute Sache VG DIE ANDERE SEITE

  • Hallo, vielen Dank. Ich habe halt Angst, dass man da zu Therapien "gezwungen" wird. Ich bin da etwas speziell, glaube ich. Ich möchte nichts machen mit Laufen/Walken, keine Kunst/Musiktherapie, nichts mit Kochen, keine Gruppengespräche. Ist es möglich, einfach nur Physio ambulant zu machen? Meist wird da ja ohnehin viel weniger gemacht, als ich im Haushalt usw. mache. Zumindest war das bislang immer so, wenn ich mal Physio wegen Verletzungen hatte.

  • Hallo,


    ich hatte meine subkutane Mastektomie mit Sofortaufbau (allerdings nur auf einer Seite) vor einem Jahr. Wollte erst auch keine AHB machen, aber ich bin echt froh das ich am Ende doch gefahren bin (eigentlich nur weil ich zu Hause eh noch nichts machen konnte und ich meinem Mann nicht noch mehr Arbeit machen wollte...). Die AHB hat mir ganz viel in Sachen Beweglichkeit gebracht. Schonhaltung Ade, erst letzte Woche war meine Physiotherapeutin ziemlich erstaunt wie gut die Beweglichkeit in der Schulter bei mir ist. Alleine hätte ich mich nie an so viel Bewegung so kurz nach der OP getraut!

    Im Nachhinein kann ich eigentlich nur jeder empfehlen die AHB zu machen. Wenn du ein Angebot nicht machen willst dann sag es dort. Keiner kann dich zwingen! Ich persönlich fand die onkologische Gesprächsgruppe total gruselig, konnte aber auch ohne Probleme aussteigen. Meistens muss man sich aber offiziell abmelden, einfach nicht hingehen wird nicht gerne gesehen.


    Nachtrag: ich habe gerade gelesen das du dich um dein Pferd kümmern musst. Trotzdem (oder gerade deshalb) würde ich dir zur AHB raten, ich denke nach den 3 Wochen bist du deutlich fitter als wenn du zu Hause bleibst!

  • Keiner da


    Moin! Vielleicht kannst du die Reha auch ambulant in einer Tagesklinik vor Ort machen. ich werde das so in jedem Fall versuchen, denn ich habe auch ein Pferd, was (für Fremde!) kein Kuschelpferd ist..... Bin lieber nicht 3 oder 4 Wochen weg.

  • Hardi


    Vielen Dank. Ich mache mich mal schlau. Leider ist mein Pferd nicht so ohne. Menschen, die ich mag, lasse ich da nicht drauf. Vor allem jetzt im Winter. Vom Boden aus ist er aber brav. Beritt ist leider furchtbar teuer. Ich muss mir das Geld dafür leihen. Ich befürchte, ich werde noch zwei Jahre nach Abschluss der Behandlung die entstandenen Schulden abstottern. Das nervt echt tierisch. Als hätte man nicht schon genug Probleme.

    Hast Du auch Chemo gemacht und dabei weiter Dein Pferd versorgt? Bist Du gut klargekommen? Bei mir ging das alles erstaunlich gut. Bin die Nebenwirkungen quasi weggeritten. Viele sagen ja nach Chemo sei die OP das kleinere Übel. Ich sehe das genau andersrum.

    LG

  • Liebe Keiner da ,


    ich bin bissle eine Ausnahme ... bei der ED überall Knochenmetastasen, deshalb keine OP, keine Chemo, keine Bestrahlungen - und keine Reha oder so.


    Ein Freund von uns hat "nur" Rücken und war in ambulanter Reha. Da bekommt "man" halt viele nützliche Informationen, wie z.B. Schwerbehindertenausweis beantragen. (Fand ich am Anfang gruselig, aber stimmt schon, ich muss ständig zuzahlen und dann ist es nicht unfair, wenn ich ins Museum günstiger rein komme. Oder eine Fahrkarte dazu kaufen kann und nicht jede Woche die S-Bahn ins Krankenhaus extra bezahlen muss.)


    Ich habe versucht, was in der Reha gemacht wird, selbst zu machen. In meinem Fall Krankengymnastik an Geräten - Fitness-Studio, war mir als völliger Laie zu ... naja ... mir war's lieber, derjenige weiß, was er tut bei meinen Knochen. Hat mir sehr, sehr viel gebracht - habe gelernt mich wieder "normal" zu bewegen. Nach der Diagnose war ich in einer Art "Schock-Starre" - auch wegen den Rippenbrüchen durch die alles aufkam. Auch nach der Port-OP (im Oktober wurde "was" in der Leber gefunden und eigentlich hätte ich sofort mit Chemo anfangen sollen).


    Mit Krebs darf Dir der Arzt auch eine für ihn budgetneutrale Ernährungsberatung "aufschreiben". Und Info's bekommst Du hier im Forum.


    Ist halt alles ein wenig schwieriger. Viele schrieben auch, dass ihnen die Ärzte in der Reha vieles erklärt und Mut gemacht haben. Ich renne jeder Info hinterher.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Keiner da

    Leider bin ich noch immer in der Diagnosephase. Übermorgen Knochenbiopsie, um festzustellen, welcher Tumor mir die Knochenmetastasen verpasst hat.

    Reiten ist vorerst verboten, wie es nach den Bisphosphonaten ausschaut, wird man dann sehen. Da ich schon häufiger den Hallenboden abgeschmeckt habe, reite ich nur noch mit Level 3 Weste. Mein Pferd wird das Bocken aus nichtigen Anlässen nie unterlassen. Der ist jetzt 20 Jahre alt und wird nicht ruhiger im Kopf. Ansonsten ist der vom Boden aus ein absoluter Menschenfreund. Kaum zu glauben. Der steht sogar beim Schmied frei, ohne angebunden zu werden.

    Mein Pferd steht in einem sauteuren Stall (350Euro/Monat) ist dafür aber voll versorgt. Aber ihn reiten zu lassen kostet auch nochmal Geld. Habe gerade den Antrag auf Krankengeld rausgeschickt. Mal schauen, was das dann wird....

  • PrimKnochenMets

    Oha, Dir bleibt aber auch nichts erspart. Vielen Dank für die Tipps. Fitnessstudio ist so gar nicht meins. Mein Training war bislang immer Wassereimer schleppen, Pferdebox misten und reiten.

    Ich würde schon alleine deshalb lieber ambulant was machen, weil ich so ungern von zu Hause weg bin. Mein letzter KH-Aufenthalt war die Hölle. 4 Tage nichts gegessen und fast nix getrunken und max. 2 Stunden pro Nacht geschlafen. Ich bin halt ein ausgeprägter Einzelgänger und ständig Menschen um mich überfordert mich schnell.


    Hardi

    Ich drücke Dir die Daumen für übermorgen. Dieses Warten auf Ergebnisse ist das schlimmste. Neben dem Reitverbot. Ich habe leider auch häufiger Bodenkontakt. Ich reite deshalb immer mit so einer Airbagweste. Nicht billig, aber schützt super und ist viel bequemer. Mein Pferd ist kein A***, aber recht temperamentvoll, dabei ein Schisshase und mit knapp 1,80 m manchmal wie ein Katapult. Ich stehe in einem Stall mit fast Vollversorgung. Futter, Paddock ist mit drin. Misten muss ich selbst. Dafür werde ich ab Februar jemanden bezahlen. Krankengeld bekomme ich schon, bin ja seit Ende Juni krankgeschrieben. Das deckt meine Fixkosten, also Miete, Auto, Pferd, Versicherungen. Ansonsten mache ich jeden Monat Miese. Ich leihe mir das Geld und muss es dann später zurückzahlen, wenn ich wieder arbeiten kann. Deshalb ist das Thema Beritt auch so schwierig. Nichtreiter können das kaum nachvollziehen. Ich muss mir des öfteren sagen lassen, ich hätte doch andere Probleme als das Pferd. Aber nein, das ist tatsächlich mein größtes Problem.

  • Hallo Ihr Lieben,

    ich fahre in 3 Wochen wieder zur Reha, ich genieße die Zeit, viel Bewegung, Gespräche (drehen sich aber nicht nur um den Krebs), viel Spaß, eine Auszeit vom Altag und der Dauertherapie.

    PrimKnochenMets brauchst doch nur eine beantragen, mit ist jetzt meine 3. nach Rezidiv mit den Knochenmetastasen bewilligt worden. Auch meiner Ehe tut die Auszeit sehr gut, der Partner kommt auch zur Ruhe.

    Ich denke jeder muss gucken was für ihn gut ist.

    LG

    Anke

  • Keiner da


    Da ich ja sicher nicht mehr lange lebe, muss ich sehen, wer mein Pferd übernimmt. Gerade wenn das Pferd so ein kleiner" Autist" ist. Er kam 5 jährig zu mir, war schwer traumatisierte durch fortgesetzte Misshandlungen. Ich bin die 5.!!! Besitzerin. Er ist ja jetzt 20 J. alt, da ist es schwer ihn unterzubringen. Aber ich spreche gerade mit meiner Freundin, sie ist seit 12 Jahren 1x die Woche da um ihn zu longieren. Wir versuchen da was zu basteln. Werde ihr privat soviel Geld wie möglich geben und seine Eigentümer-Urkunde plus Equidenpass abgeben (Alimente...) und sie wird ihn wohl weiter leben lassen. So eine Scheixxxxe. Der arme Kerl kennt seit 15 Jahren nur beste Haltung und gewaltfreies Arbeiten, der kann nicht mehr in fremde Hände. Das packt der nicht!

    Ich kann es halt nicht ändern, meine Prognose ist denkbar bescheiden. Nur mein Pferd kann sich leider nicht selbst helfen, er ist meine größte Sorge. Für meinen Mann und die Hunde, wird das Leben weiter gehen. Da brauche ich mir keine Sorgen machen.

  • Liebe Kavallo ,


    meine Mädels sind 8+11 ... ich will hier nicht weg. War schlimm genug die Diagnose-Woche im Krankenhaus ... Mama, der Nikolaus hat zwar tolle Sachen gebracht, aber die waren alle nur in einer Tüte und gar nicht so schön hin gestellt, wie sonst immer ...


    Liebe Hardi ,


    ich war am Anfang SEHR pessimistisch, weil mir eine Bekannte, die Ärztin ist, jede Hoffnung genommen hat. Ich habe am Anfang auch nur Anti-Hormon-Therapie bekommen und dachte, was soll dieses Placebo. Aber es ist tatsächlich Therapie und tatsächlich wirksam. Will sagen: Kopf hoch - vielleicht geht das alles noch länger, als Du momentan befürchtest. Du kannst Dich gerne per PN melden ... ich bin auch "bissle" Autist und versuche wenig(er) öffentlich zu schreiben.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Kavallo

    Vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe im Moment, also nach der letzten Chemo nicht das Bedürfnis nach Erholung, sondern mehr das Gefühl, mir fällt die Decke auf den Kopf. Ist nach der OP vielleicht anders?! Auf jeden Fall gruselt es mir am meisten vor den Mitpatienten. Ich bin ein ausgeprägter Einzelgänger und mache Dinge am liebsten alleine. Ich gehe z.B. nie in die Kantine. Da müsste ich aber zu festen Zeiten mit anderen Menschen essen. Ich bin Single und haben einen völlig freien Tagesablauf und habe große Schwierigkeiten, mich an feste Zeiten und Abläufe anzupassen. Das stresst mich. Ich bin zwar kommunikativ und kann gut reden, aber ich bin, glaube ich, ziemlich wählerisch, was Freundschaften angeht. Gruppentherapien oder -sport möchte ich nur, wenn dabei nicht gesprochen. Z.B. Walking in der Gruppe ist für mich Höchststrafe. Deshalb auch meine Frage, was genau gemacht wird an Therapien.

  • Ich bin halt ein ausgeprägter Einzelgänger und ständig Menschen um mich überfordert mich schnell.

    Ich war 2 x in Bad Überkingen. 2015 zur AHB und 2017 zur Nachsorgereha und möchte die Aufenthalte nicht missen. Da die Klinik nur knapp etwas mehr als 40 Betten hat, wärst Du dort bestimmt gut aufgehoben, weil Du Dich nicht mit Patientenmassen umgeben musst. Es ist alles familiär und überschaubar und der Fokus liegt auf jungen Patientinnen.


    Mich hat das Sportprogramm beide Male extrem nach vorne gebracht. Ich war jedes Mal baff, was in so kurzer Zeit alles im Bereich Kraft und Beweglichkeit erreicht werden kann. Dazu ist auch das Thema Narbenpflege ein Punkt, auf den dort großen Wert gelegt wird. Klar gibt es dort auch 1x die Woche die psychoonkologische Gruppe, aber die Teilnahme daran ist freiwillig.


    Du hast auch immer die Möglichkeit, Dich zurückzuziehen. Und die Umgebung an der Schwäbischen Alb ist auch echt schön. Wenn Du mehr Infos zur Klinik haben möchtest, melde Dich gerne per PN. Ich habe noch die Fotos von meinen Therapieplänen. Da kann ich Dir gerne mal einen oder auch mehrere schicken.


    Viele Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • grimmi78

    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Die Klinik klingt wirklich gut, aber das ist so furchtbar weit weg. Ich komme aus Hannover. Ich hatte mich schon etwas schlau gemacht und favorisiere derzeit Bad Oexen. Das ist keine 100 km von zu Hause weg. Dann könnte ich zwischendurch zu meinem Pferd fahren.

  • Hallo Keiner da , zu Bad Oexen müsste Dir Käthe mehr sagen können. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, war sie im Sommer dort zur AHB.


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Hallo Keiner da ,


    in der AHB ist es mehr oder weniger zwangsläufig notwendig, eine gewisse Zeitordnung zu halten. Dazu gehören auch die Essenszeiten. In aller Regel sind sie allerdings so weit gefasst, dass es durchaus nicht zwingend ist, dann zu essen, wenn alle am Tisch da sind. Man muss ja nicht unbedingt als Erster am Tisch sitzen. Die anderen sind dann oft schon weg.


    Wobei, ich würde das nicht bereits am ersten Tag versuchen. Es könnte ja sein, dass sich vielleicht doch interessante Kontakte ergeben. Wer weiß?


    Deine Bedenken sollten jedoch grundsätzlich kein Grund sein, eine AHB abzulehnen. Ich habe bereits mehrere hinter mir und kann sagen, es hat mir immer sehr geholfen. Ob nun Kontakte oder nicht. Eine weitgehende Bereitschaft zur Mitarbeit in den Therapien sollte schon vorhanden sein und wird auch gefordert. Wünsche darf man durchaus äußern und werden, wenn möglich, auch erfüllt. Wobei ich in dem Zusammenhang allerdings sagen kann, dass es in aller Regel ein Irrtum ist, 'zu Hause in der Küche', die gleichen gesundheitlichen Erfolge zu erzielen wie in einer gut abgestimmtem AHB.


    Oft gibt es auch die Möglichkeit einer ambulanten AHB. Dort hast du deine Anwendungen und bist ansonsten zu Hause. Erkundige dich mal bei deiner Krankenkasse. Vielleicht weiß auch Fr. Kugel Bescheid? Wäre sicher eine interessante Alternative gerade für dich.



    Liebe Grüße, Helmut

  • Hallo Keiner da ,

    Bad Oexen kenne ich, ich war dort vor 2 Jahren für 4 Wochen.


    Eine tolle Rehaklinik mit vielen Angeboten. Ich konnte mitbestimmen, welche Aktivitäten und Anwendungen ich wollte. Wenig war in der Gruppe, nur Ergotherapie und Sport. An den Geräten trainiert man allein, und es gab viele Einzeltherapien.

    Ich hatte jeden Tag Zeit gefunden, durch den wunderschönen Park zu laufen. Allerdings ist es nicht gestattet, zwischendurch nach Hause zu fahren, so wurde mir gesagt. Das hat wohl versicherungsrechtliche Gründe. Und die Mahlzeiten werden im großen Speisesaal eingenommen.

    Es gibt viele Ecken, in denen man seine Ruhe hat, ich war dort auch eher für mich. Mit 6 bis 8 Terminen am Tag war ich abends auch platt. Gut war, dass ich mich auf mich besinnen konnte, sich nicht um das Tägliche kümmern zu müssen, hat mir gut getan.


    Eine 2. Reha mache ich bewusst nicht, weil ich meine begrenzte Zeit lieber zu Hause verbringen möchte. Dafür bin ich in einem Fitnessstudio, das onkologische Trainingstherapie (OTT) anbietet und ich habe es nach meinen schweren OPs immer geschafft, wieder fit zu werden.


    Liebe Grüße

    Luise

  • Vielen Dank Helmut und Luise . Man darf nicht zwischendurch die Klinik verlassen? Wo man dann hinfährt, kann denen ja dann egal sein. Sofern das nicht geht, mache ich definitiv keine AHB. Ich lasse mich doch nicht einsperren! Das kann ich mir nicht so richtig vorstellen. :/ Wir sind doch alle erwachsene Menschen.

  • Hallo Keiner da ,


    Da man in seiner freien Zeit jederzeit Ausflüge machen kann, ist es durchaus möglich die Klinik zu verlassen. Denke, es geht in erster Linie ums Übernachten und natürlich, dass du zu den Anwendungen da bist. Ich bin auch am Sonntag morgen nach Hause gefahren und war Abends dann wieder da. Das ist kein Problem.

    Ich wünsche Dir, dass du eine für dich gute AHB findest.

  • Hallo Keiner da ,


    unser Bekannter hatte eine Wirbelsäulen-OP und anschließend eine ambulante Reha!? Er wurde morgens mit dem Taxi abgeholt und am Nachmittag wieder heim gebracht. Er hatte ein volles Sport-Programm, aber bekam auch rechtliche Informationen (Schwerbehindertenausweis) und "Theorie" (Rückenschule). Ob es das bei Brustkrebs auch gibt, weiß ich nicht. Könnte mir aber vorstellen, dass die Option Dir lieber wäre. Ich glaube die Rentenkasse hat ihn dazu beraten. Soll ich nachfragen?


    Grüße Carmen

  • Klar, eingesperrt ist man natürlich nicht. Allerdings sind die Tage so ausgefüllt, dass das Wegfahren tagsüber nur am Wochenende möglich ist. Ausflüge habe ich auch gemacht. Aber vielleicht ist eine ambulante Reha wirklich passender für dich.

  • Hallo Keiner da , mische mich auch mal in den Austausch hier ein. Selbst habe ich schon viele Rehas und AHB‘s gemacht und bei mir war es bei allen Einrichtungen so, dass man sich abmelden musste , auch wegen der Versicherung, wenn unterwegs etwas passieren sollte, die sichern sich da ab. Selbst als ich aufgrund des Todes meines Neffen zu dessen Beerdigung fahren wollte wurden mir Steine in den Weg gelegt, das war allerdings eine Strecke von knapp 400 km hin und 400 km zurück und letztendlich wurde mir das nicht genehmigt.

    LG Margarete

  • Merlin 1707Pepe

    Wenn ich privat unterwegs bin, bin ich doch wie im normalen Leben auch normal abgesichert, also im Zweifel über z.B. eine private Unfallversicherung. Das ist doch normales Lebensrisiko. :/

    Einen nicht gehen zu lassen, erfüllt doch den Tatbestand der Freiheitsberaubung. 8| Dass ich bei privaten Aktivitäten nicht über die Klinik versichert bin, ist mir klar. Meine normale Krankenkasse muss doch trotzdem zahlen.


    Mal eine andere Frage: Was passiert, wenn ich die AHB abbreche, weil ich es nicht aushalte? Muss ich dann die bereits in Anspruch genommenen Leistungen bezahlen?


    LG

  • Huhu, ich mische mich auch mal ganz kurz ein. Ich war zur Reha in Scheidegg und parallel dazu war mein Mann eine Woche in unserer

    Wohnung in Oberstdorf. Ich konnte mich an einem Wochenende (Freitag nach den Anwendungen bis Sonntag zum Abendessen) beurlauben lassen.

    Er hat mich dann abgeholt und auch wieder gebracht.


    Wochentags geht das wahrscheinlich nicht. Man hat auch viele Anwendungen. Mir hat die AHB und auch die Reha's sehr viel gebracht. Ich bin sowieso gerne im Allgäu 8ound diese Klinik macht sehr viel Sport und hat ein Schwimmbad und eine Sauna.

    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

  • Keiner da , das war bei dem Fall wo es um meinen Neffen ging genauso, ich bin trotzdem nach Hause gefahren und die Rehaeinrichtung hat mir daraufhin gesagt, dass ich die Reha von mir aus abgebrochen hätte und ich die 11 Tage, die ich da schon dort war, müsste ich selbst bezahlen. Habe mich dann mit der Rentenversicherungsanstalt in Verbindung gesetzt und die haben , als sie den Grund für mein Vorgehen überprüft hatten, sehr gut reagiert und haben die bis dahin angefallenen Kosten übernommen und mir sogar eine weitere Reha zeitnah in einer anderen Einrichtung angeboten. Die Sachbearbeiterin war über das rüde und unsensible Vorgehen sehr erstaunt. Also, wenn du weg musst am WE würde ich das einfach mit den Ärzten besprechen, vielleicht ist ja ein Pferdeliebhaber dabei.

  • Hallo Keiner da !


    Ich war 2013 ( AHB ) in der pneumologischen und 2014 ( Reha ) in der onkologischen Abteilung in der Dengg - Klinik in Ahlbeck.

    Sobald meine Therapien und Anwendungen vorbei waren, bin ich auf Usedom herumgefahren, habe alle Seebäder aufgesucht.

    Ich musste lediglich abends um 22.30 Uhr wieder in der Klinik sein.

    An den therapiefreien Sonntagen gab es Freizeitangebote in Form von Tagesausflügen mit dem Bus.

    ( Wie es mit einer Beurlaubung am WE ist, weiss ich nicht, liesse sich aber sicher klären )

    Abgesehen von den Anwendungen, die mir sehr gut bekommen sind, habe ich mich sehr frei gefühlt.

    Auch die Schliesszeit war kein Problem, da der Tag früh beginnt und die Bäderbahn auch nicht nachts fährt.

    Im Esssaal gab es Nischen mit Vierertischen und mit zugewiesenen Plätzen.

    Aber wegen der langen Speisezeiten morgens und abends war der Tisch selten komplett besetzt.

    Ausser mittags, das gab es um 12.00 Uhr und da waren fast alle anwesend.

    Wie beschrieben habe ich mich dort nicht eingesperrt gefühlt.

    Für die Übernachtung meines Mannes ( er brachte mich von Berlin nach Usedom und zurück )

    konnte ich jeweils günstig ein Zusatzbett für je 1 Nacht ordern.

    Ansonsten hatte ich bei der Wahl der Klinik drauf geachtet, dass es diese an der See liegt.

    Und am allerwichtigsten war mir, dass es in der Klinik fast ausschliesslich Einzelzimmer gibt.

    Mehrfachzimmer sind nur Kranken mit Angehörigen vorbehalten.


    Vielleicht findest Du was für Dich passendes...weiter Fragen beantworte ich gern...


    Mit liebem Gruss, Renate

    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, NU`s bis 08/2018 unauffällig

  • ich war nach 2 Widersprüchen in meiner Wunschklinik zur AHB. Im Winter. Ich hatte Sorge um meine Tiere auf dem Hof und den Hof selbst (Es gab auch wirklich einen Sturm, der ein paar Platten vom Scheunendach geweht hat). Aber ich habe dann sogar noch verlängert! Ich habe das einfach mal aushalten wollen und konnte mich auf Freunde verlassen, die gerne halfen. Einer Freundin habe ich als Dank einen jungen Kater - eine norwegische Waldkatze - geschenkt, weil ihr Kätzchen verschwunden war.

    Ich war danach noch in einer REHA. Im Sommer. Ich kann es Dir wärmstens empfehlen! Loslassen tut gut! Doppelzimmer gibt es kaum noch und dann nur für Begleitung. In der AHB habe ich tolle Menschen getroffen und wir waren viel unterwegs. Da war ich aber ein Jahr fast nur allein zu Hause gewesen und brauchte Menschen. Jeder entscheidet das für sich. Eine junge Frau an unserem Tisch blieb lieber für sich. Welche Anwendungen Du machst entscheidest Du! Du kannst alles wählen und wieder abwählen.

    In der REHA im Sommer habe ich mir ein Rad geliehen und war viel unterwegs. Am WE war ich bei Freunden. In der REHA hatte ich nicht so viel Lust auf andere. Abends habe ich in meinem Zimmer gemalt und geschrieben. Ich hatte mein Malzeug mit. Ich bin auch zu Konzerten gegangen - es gibt immer was zu tun. In dieser Klinik war keine Rede von Abbruch, wenn man am WE nicht da war. Es lagen Freitags Listen aus, in die man sich eintragen konnte, wenn man am Essen nicht teilnahm. Eine Genehmigung für das Fernbleiben bekam man nur bei dringenden Anliegen. Ansonsten hiess es: wir können Sie nicht festhalten, wir sind kein Gefängnis. Natürlich mögen die Kliniken das nicht gerne. Die Krankenkassen zahlen durchgängig. Es könnte Ärger geben. Schau doch mal hier bei den Klinikberichten.

    Meine erste REHA nach einer Bandscheiben OP habe ich übrigens ambulant nur 20km von mir entfernt gemacht. Ich konnte mir den Aufenthalt in einer Klinik damals gar nicht vorstellen! Am Tag meiner OP hat meine Tochter der Führerschein gemacht. Sie ging im Ort zur Schule und war froh jeden Tag mit dem Auto zur Schule fahren zu können. Dabei hat sie mich in der Klinik abgesetzt und abgeholt.

    Meine Lieblingsklinik war in Bayern eine Klinik in der es auch Pferde gibt. Aber das wäre fast 1000 km entfernt gewesen.

    Ich hoffe Du entschliesst Dich zu einer AHB. Ich kann nur bestätigen, dass das sehr gut tut.

  • RESI

    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich denke, ich werde das Ganze in der Klinik mal besprechen und dann erstmal einen Antrag stellen. Das Thema Auszeit bzw. Loslassen ist für mich im Moment dabei aber nicht so relevant. Ich hab die Chemo ziemlich gut weggesteckt und langweile mich in erster Linie. Vielleicht sieht das nach der OP anders aus.

  • Keiner da

    Erfahrungsgemäß kann ich dir sagen, dass du vor Rehaantritt einfach mal das Gespräch suchen solltest. Die Leute in BÖ waren sehr freundlich und hilfsbereit bei allen Problemen und Sorgen. Geneinsam werdet ihr eine Lösung finden, denke ich :)

    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

  • Hallo liebe Mitstreiterinnen,


    es gibt neue Infos. Die OP habe ich hinter mir. Puh! Ich habe auch nach Rücksprache n der Klinik einen Antrag gestellt. Der ist auch bereits genehmigt, allerdings nicht in meiner Wunschklinik. Die zugewiesene Klinik halte ich für nicht für mich geeignet und habe deshalb Widerspruch eingelegt. Außerdem habe ich noch Schwierigkeiten mit der Wundheilung und der Arzt würde die AHB deshalb gerne nach hinten schieben. So darf ich nämich fast nichts machen. Die Klinik ht hierzu direkt an die DRV geschrieben. Ich will also gleich zwei Änderungen. Ich hoffe, das klappt alles. Wie ist Eure Erfahrung? Habe ich eine Chance, noch in meine Wunschklinik zu kommen? Was kann ich tun, wenn meinem Wunsch nicht entsprochen werden kann? Was pssiert, wenn ich mich dann weigere, die Reha anzutreten? Das ganze macht mich gerade ziemlich fertig. Das ist echt der worst case für mich, der hier gerade eingetreten ist. Ich bin im Moment mit dem ganzen Papierkram ohnehin irgendwie überfordert.


    Viele Grüße

  • Liebe Keiner da, man hat ein Wahlrecht, daß wissen die wenigsten. Wenn Du feststellst das die Klinik nichts für Dich ist, dann ist der Widerspruch genau richtig. Ich habe damals auf der Seite der ARGE Krebs mir die Kliniken angesehen mit denen ein Vertrag bestand und habe mir dann meine Wunschklinik Scheidegg im Antrag als meine Wunschklinik direkt angegeben. Und genehmigt worden.


    Hast Du im Antrag keine Wunschklinik angegeben ?

    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

  • allgaeu65 Doch, ich hatte als Wunschklinik Bad Oexen angegeben.Ich bin aus Hannover, ist also in der Nähe. Zugewiesen wurde mir aber eine Klinik, die zwar eine gynäkolische Abteilung hat, aber keinen Schwerpunkt auf onkologischer Reha hat, sondern sich schwerpunktmäßig im Berch Osteologie und Rheumatologie befindet. Das finde ich nicht so passend. Ich habe das in der Begründung meines Widerspruchs jetzt auch so angegeben. Mal sehen, was dabei rumkommt.

  • Keiner da , schieb im Notfall noch eine Begründung Deiner Ärzte nach, dass es sich bei Dir um eine onkologische Reha handelt und dass aus ärztlicher Sicht Bad Oexen die Klinik ist, die für Dich am besten geeignet ist. Das hat damals bei meinem Mann (war eine Tinnitus-Geschichte und seine Ärztin hat ihn in Bad Arolsen gesehen) auch geholfen.


    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du noch in Deine Wunschklinik kommst. Oft klappt es ja im 2. Anlauf. Es kommt manchmal einfach darauf an, an welchen Sachbearbeiter bzw. an welche Rentenversicherung (Bund oder Land) man gerät.


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • ich musste 2 Widersprüche schreiben und habe von meiner Ärztin eine Stellungnahme bekommen. Du machst doch eine AHB? Die muss in der Onkologie sein. Es ist nervig, weil man sowieso schlapp ist sich dann noch mit so etwas abplagen zu müssen. Ich fand es total anstrengend zumal mir der Sozialdienst überhaupt nicht geholfen hat. Sie hat sogar grobe Fehler gemacht und war schlichtweg zu faul, weil sie bei mir die Beantragung anders machen musste als bei anderen. Ich habe es trotzdem geschafft. Ich kann Dir von Hannover aus noch Bad Gandersheim empfehlen. Dort in der Paracelsusklinik hat es mir gut gefallen.

  • Danke RESI Ja, es geht um die AHB.

    Ich habe heute mit der Sachbearbeiterin der DRV gesprochen. Sie war ziemlich zickig und genervt von mir. So was nervt mich wiederum total. Ich bin ohnehin sehr dünnhäutig im Moment und hatte vorher schon ein nicht so erfreuliches Gespräch mit meiner Onkologin. Da brauche ich nicht auch noch eine zickige Mitarbeiterin am Telefon. Aber nach einigem Hin und Her hat sie gesagt, dass se versucht, da nochmal was zu ändern. Da der Termin in der Bewilligung ja ohnehin zu früh ist, werde ich die Reha so nicht antreten können.

    Der Sozialdienst im KH ist mir übrigens auch keine große Hilfe. Die haben auch nicht so recht Lust, sich zu kümmern. Zumindest erweckt es den Eindruck. Am Telefon fühle ich mich immer so ein bisschen abgewimmelt.

    Aber mit Widerspruch, ärztlicher Stellungnahme und Telefonat habe ich jetzt erstmal alles gemacht, was ich tun kann. Jetzt heißt es halt, Nerven behalten und Rückmeldung abwarten.

  • unverschämt - oder? Was bilden die sich ein und worauf werden die gedrillt? Das denkt sich so ein Sachbearbeiter nicht selbst aus oder? Ironie an: vielleicht gibt es ja Prämien für Ablehnungen Ironie aus...Ich wurde vom Sachbearbeiter beschimpft und unter Druck gesetzt. "Sie wollen doch nicht etwa behaupten dass ich keine gute Klinik für Sie ausgesucht habe?" Höre ich heute noch. Da fiel es mir schwer ruhig zu bleiben. Aber es nützt nichts. Man muss hartnäckig bleiben.

  • RESI Danke. Ich warte jetzt ab. Eine Bestrahlung ist nicht vorgesehen, da nicht brusterhaltend operiert wurde. Ich habe eine beidseitige SSM machen lassen. Die Histologie ist inzwischen auch da. Die Chemo hat gut angeschlagen, der Regressinsgrad nach Sinn ist 4. Das entnommene Gewebe und die Lymphknote waren tumorfrei. Eine Bestrahlung ist daher nicht nötig.

    Was jetzt etwas verwirrend ist, sind die unterschiedlichen pathologischen Befunde der Biopsie von Juni. Das ist an zwei Labore gegangen. Eins sagt triple-negativ, eins hat Hormonrezeptoren gefunden. Jetzt empfiehlt meine Onkologin noch eine AHT oder noch besser die ENtfernung der Eierstöcke. Da bin ich gerade sehr verunsichert. Ich werde jetzt erstmal ein Gespräch in der Humangenetik in der MHH haben und dann weiter sehen.