Meine Mama und der Brustkrebs

  • Hallo Ihr,

    Ich bin hier gelandet, weil das Dr. Googeln mich verrückt macht und mir bis jetzt am meisten die Erfahrungsberichte in diesem Forum geholfen haben.

    Meine Mama weiß seid paar Wochen, dass sie Brustkrebs hat. Die gute Nachricht ist, dass er sehr klein ist und sehr früh erkannt wurde. Laut der Oberärztin sollte der keine großen Probleme machen... was auch immer das bei Krebs heißt...:/

    Besonders schlimm ist grad, dass bei den Untersuchungen zwei Punkte auf der Leber gefunden wurden. Der Ultraschall doc war sich sofort sicher dass das Metastasen sind. Die anderen behandelnden Ärzte sind sich wohl nicht sicher (nach ct und ultraschall), weil sie nicht glauben, dass der Brustkrebs in dem Stadium schon metastasiert. Jetzt soll eine Biopsie gemacht werden, um sicher zu sein, was es ist. Meine Mama schwankt zwischen Wut und Trauer und wir werden durch das Warten alle komplett verrückt.

    Gibt es überhaupt irgendwas anderes als Metastasen, was diese Flecken sein könnten? Ist nicht auch ne Biopsie der Leber super gefährlich? Und wenn es wirklich Lebermetastasen sind, meinten die Ärzte, dass es nicht mehr heilbar wäre...=O;(

    Die nächsten Schritte sind wohl erst nächste und übernächste Woche und wir warten weiter. Besonders schlimm finde ich das Verhalten und die Sprüche mancher Ärzte.. da fallen Wörter wie naja das ist halt Schicksal, oder der eine haut seine ultraschalldiagnose ohne Rücksprache raus und setzt meine Mama dann mit dem Wissen Metastasen alleine in den Warteraum.. Ich könnte heulen wenn meine Mama mir sowas erzählt... Ich wohn leider weiter weg, weshalb ich nicht immer hinfahren kann, das beschäftigt mich auch ?(


    Ich weiß gar nicht was ich jetzt genau von euch wissen will... Erfahrungen? Aufmunterung? Bin grad selber mit allem überfordert..


    Danke euch :)

  • Hallo Muckn ,


    beim Ultraschall gibt es die Möglichkeit mit Kontrastmittel zu arbeiten. Im CT ... der deutsche Krebsinformationsdienst, der kostenlos fachlich fundierte Auskünfte gibt, meinte, ohne Biopsie sind eigentlich alles erstmal nur Bilder.


    Das genaueste bildgebende Verfahren ist das Leber MRT. (Bei mir ist im Ultraschall nichts zu sehen, im CT ein Fleck und im MRT zwei metastasensuspekte Leberliäsionen, ein Hämangiom und eine Zyste - also insgesamt 4 Stellen.) "Arzt" hat bei mir im Leber MRT erst ohne, dann mit Kontrastmittel und dann noch eine halbe Stunde hinterher nachgeschaut. Damit lassen sich verschiedene Leberliäsionen besser voneinander unterscheiden - und ja, es gibt verschiedene Ursachen für "Flecken" in der Leber.


    Der Beweis ist aber nur die Biopsie - und dann kennt "arzt" auch die genauen Eigenschaften des "etwas". Meine Stelle in der Leber ist nicht biopsierbar ... aber wenn sie es wäre, würde ich das machen lassen. Einfach auch wegen den Eigenschaften und der richtigen Therapie.


    Nicht heilbar und tödlich sind zwei Paar Stiefel!!! Diabetes und Bluthochdruck sind auch nicht heilbar, erklärte mir der wunderbare Zweitmeinungsarzt. (Ja, meine Ärzte kommen auch teilweise aus dem menschlichen Gruselkabinett. Überlege einfach mal, wer hierzulande Medizin studieren darf. Der, der auf jeder Party alle unterhalten kann?) Unheilbar heißt erstmal nur, dass ein Erkrankter ein Leben lang Medikamente nehmen muss.


    Die Therapie unterscheidet sich grundlegend. Darum ist es WICHTIG jetzt genau hinzusehen. Ist es "nur" lokaler Krebs heißt das OP - mit ggf. Lymphödemen, Chemo, Bestrahlungen - halt ggf. das volle Programm. Hat er gestreut liegt der Hauptaugenmerk auf Erhaltung der Lebensqualität. "Frau" wird nicht verstümmelt (O-Ton Strahlentherapeut), Chemo wird sich aufgespart - ich bekam am Anfang nur Tamoxifen (Anti-Hormon-Therapie) und jetzt Ibrance dazu, bestrahlt wird nur, falls ich Knochenschmerzen bekomme.


    Ja, die Warterei ist furchtbar. Nein das wird nicht besser ... "patient" ist französisch und heißt Geduld.


    Ich drück' Deiner Mutter die Daumen. Kopf hoch. Wird alles nicht so heiß gegessen, wie gekocht. (Wusste ich aber am Anfang auch nicht.)


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Liebe Muckn,


    ich hatte und habe immer noch 2 gutartige Neubildungen in der Leber, sogenannte FNH's. Diese wurden auch erst mal sehr genau im US und CT beäugt und ausgeschlossen das es Biester sind. Mein Onko sagte, daß 70% der Frauen solche FNH's haben und diese es nicht merken. Hervorgerufen wird dies durch Hormone in der Pille.

    Meine 2 Knubbels werden immer kritisch beobachtet und vermessen und verhalten sich brav. Ich drücke Deiner Mamma, daß es genauso bei ihr ist.

    Euch viel Kraft. Ihr schafft das schon


    Liebe Grüße Claudia

    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

  • Liebe Muckn ,


    ich habe seit meiner Erstdiagnose 2014 mehrere kleine Leberläsionen im Segment VII und VIII, die harmlosen Ursprungs sind, denn sie haben sich seit dem 1. CT nicht verändert. Es muss also nicht sein, dass Deine Mama Lebermetastasen hat. Auch, wenn Euch die Warterei schier wahnsinnig macht, wartet das Ergebnis der nächsten Untersuchungen ab. Ich weiß, dass es schwer ist, Ruhe zu bewahren und sich nicht verrückt machen zu lassen. Das fällt mir auch heute, über 4,5 Jahre nach der Erstdiagnose noch schwer.


    Lasst Euch auch bitte von der Bemerkung, dass der Krebs - sollten es doch Lebermetastasen sein - nicht mehr heilbar ist, erschrecken. Das heißt nicht, dass Deine Mama in Kürze nicht mehr bei Dir sein wird, sondern "nur", dass die Erkrankung chronisch ist. Ich bin auch eine von denen, die bei der Erstdiagnose schon Metastasen hatte. Trotzdem waren die Ärzte guter Dinge, dass wir das wieder hinkriegen. Und so war es auch. Ich war nach Abschluss der Erstbehandlung 2,5 Jahre krebsfrei. Und hier im Forum gibt es die eine oder andere, bei der sich die Lebermetastasen unter der Therapie komplett zurückgebildet haben.


    Bei einem der Mädels, mit denen ich 2015 in Reha war, wurden Anfang letzten Jahres auch Lebermetastasen festgestellt, die unter der Therapie mit Kisqali und Letrozol wieder verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht sind. Es besteht also durchaus Hoffnung für Deine Mama.


    Wichtig ist jetzt, dass die Ärzte ganz genau hinschauen, mit was Ihr es zu tun habt und dann die optimale Therapie festlegen. Das kann ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen, aber mit Schnellschüssen ist Euch im Moment nicht geholfen.


    Ich wünsche Euch für die nächsten Wochen ein gutes Durchhaltevermögen.


    Wenn Du Fragen hast, immer her damit...


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Hallo Muckn ,


    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß einer Registrierung in einem Krebsforum immer mit Sorgen und Ängsten verbunden sind. Jule66 und ich wünschen Dir einen hilfreichen Austausch in unserer Gemeinschaft.


    Auf ein gutes Miteinander.


    Viele Grüße

    Anhe

  • Herzlich Willkommen Muckn im Krebs-Infozentrum.


    Fachlich wurde schon alles von meinen Vorschreiberinnen geschrieben, dem ist nichts hinzuzufügen.


    Gerade am Anfang einer Diagnose herrscht viel Wirrwarr- bis sich alles auseinanderklamüsert.


    Klein, früh gefunden, das klingt erst mal sehr gut. Und die Dinger in der Leber können gutartig sein.


    Wartet jetzt mal ab, wie die Therapie lauten soll und dann geht sie bald schon los. Dann geht es euch auch besser, dann wird aktiv etwas gegen den Tumor getan.


    Ih wünsche Dir einen guten Austausch bei uns und wenn Du an die Tumorformel kommen solltest, dann können wir Dir mehr darüber sagen.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe Muckn ,


    Bei meiner Mama ist die Diagnose nun knapp ein halbes Jahr her. Die ersten Wochen waren für uns der absolute Horror. Bei meinen Eltern herrschte absolute Panik, angefeuert durch Aussagen des Frauenarzt, dass man bei dieser Krebsart (Triple Negativ) sowieso nie wieder gesund wird. All die Untersuchungen und immer die Angst, dass Metastasen gefunden werden. Hölle. Aber dann, nachdem die finale Diagnose stand und die Therapie festgelegt wurde, kehrte wieder Ruhe ein. Es gab einen klaren Plan und meine Mama ging in den Kampfmodus. Natürlich ist Mamas Krankheit staendig Thema und allgegenwärtig. Aber mit den ersten Therapieerfolgen (Knoten ist nicht mehr tastbar und im Ultraschall deutlich kleiner) schwand auch die akute Angst.

  • Was würden wir anders machen? Uns mehr Zeit nehmen und eine Zweitmeinung einholen bevor die Therapie gestartet wird. Meine Mama wollte am liebsten gestern mit der Therapie begonnen haben, jetzt würden wir sagen auf die eine Woche mehr kommt es auch nicht an.

    Ich drücke euch fest die Daumen, dass es sich um keine Metastasen handelt. Falls doch, gibt es bestimmt Optionen.

    Alles Gute!🍀

  • Hallo euch allen,


    Ich war heute total froh von so vielen von euch so aufbauende Nachrichten bekommen zu haben. Mir hilft das enorm.. meine Mama sträubt sich grad total gegen jede Form von Beratung, Hilfe, Forum etc. Kann sie aber auch irgendwie verstehen!


    Ich schreib morgen mal länger.. Danke nochmal :)

  • Hallo,

    Meine Mama hat jetzt doch morgen schon den Termin für die Biopsie bekommen. So verkürzt sich immerhin die Wartezeit..


    Wir überlegen natürlich die ganze Zeit warum sich der erste (sehr junge) Arzt bei den Metastasen gleich so sicher war und die Oberärzte aber nicht.. gedanklich dreht man sich da dauernd im Kreis.


    Jule66 ich hab mal nach der Tumorformel gesucht und glaube dass es das hier ist: B5b G2 NST. Grading ist eben 2. Außerdem ist er wohl durch Hormone entstanden..

    Mit der Formel konnten wir bis jetzt aber nicht so viel anfangen.. :/

  • Hallo Muckn ,


    vielleicht hat der junge Arzt in seinem Leben noch zu wenig gesehen? Viele denken immer gleich an das naheliegendste - da hat jemand Krebs - also sind das Metastasen. Könnte sein, muss aber nicht. Du hast ja gelesen, es gibt noch viele andere harmlose Ursachen. Ich drück' Euch die Daumen dafür!!!


    Grüße Carmen

  • B5b G2 NST. Grading ist eben 2. Außerdem ist er wohl durch Hormone entstanden..

    Mit der Formel konnten wir bis jetzt aber nicht so viel anfangen.

    Nun, das sieht ja nicht so schlecht aus. V.a. die Hormonabhänggkeit ist gut. Eine komplette Tumorformel sieht in etwa so aus: T1c N0 M0 G2 Er12/12 PR 12/12- ist jetzt nur ein Beispiel.

    Alles Gute für die Biopsie morgen.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • eine so ausführliche Formel hab ich jetzt noch nirgends gelesen. Hier steht noch was von CD - O - DA M-8500/3

    Ich muss mal meine Mama Fragen, ob sie da nochmehr bekommen hat :/


    Wir hoffen jetzt auch sehr, dass das einfach ein (Zu schneller) Schnellschuss war..


    Liebe Grüße :)

  • Hallo mir hat damals 2007 das Buch von Frau Goldmann- Posch geholfen

    "Überlebensbuch Brustkrebs". Habe es damals vom Frauenarzt bekommen.

    Mittlerweile bekommen dieses Buch Bekannte die neu erkrankt sind anstatt eines Blumenstraus.

    Die blauen Ratgeber erklären auch fürs erste sehr gut.

    Außerdem informiert auch die Selbsthilfe "Mamazone Augsburg" mit kleinen Videos ,ausführlichen Therapievideos nur für Mitglieder

    Auch Brustkrebs Deutschland e.V. informiert im Netz mit kleinen Videofilmen

    zwischendurch ein Video ist glaub ich einfacher zum aufnehmen.

  • Liebe @Muckn,


    es freut mich für euch, dass deine Mutter so schnell den Termin zu Biopsie erhalten hat.

    Ich wünsche ihr einen problemlosen Eingriff und drücke euch die Daumen Bildergebnis für smileys gedrückte daumen für ein harmloses Ergebnis.


    Liebe Grüße, Johanna.

        

  • War bei euch denn gleich klar, dass die Punkte bei euch die Läsionen und keine Metastasen sind?

    Liebe Muckn ,


    ich bin beim ersten CT zum Glück an eine mega erfahrene Radiologin geraten, die auch die Mammografie gemacht hat. Von ihr wurde die komplette erste Durchuntersuchung (Mammo, CT, Second-Look-Ultraschall und Knochenszinti) gemacht. Ich habe extra nochmal im Befund nachgesehen und da steht von Anfang an, winzige zystische Leberläsionen. Bis heute haben sie sich nicht verändert.


    Für die Biopsie morgen drücke ich Euch ganz fest die Daumen, dass es ein herrlich langweiliges, gutes Ergebnis gibt.


    Liebe Grüße

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • liebe Muckn,


    es wurde Ultraschall gemacht und dann zur Sicherheit ein CT mit Kontrastmittel. keine Anreicherung und so war man sich sicher,

    das es wie im US zu sehen nur gutartige Neubildungen sind. Sie werden jedes Mal geschallt und sind seid 6 Jahren auch weiter

    unauffällig.


    Alles Gute für Deine Mama.

    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

  • Danke fürs Daumen drücken!

    Biopsie ist geschafft, jetzt müssen wir wieder warten...

    Man sieht die Flecken auf dem Ultraschall wohl recht deutlich.. keine Ahnung warum man nicht weiß/sagt, was es ist.. hab langsam wieder n schlechtes Gefühl damit. :(

  • Hallo Ihr,


    Sie hat heute endlich die Ergebnisse bekommen. Es sind Metastasen in der Leber. Wir verstehen gar nicht wie das sein kann...


    Jetzt wird ein Pet/Ct gemacht, weil sie genau wissen wollen, wie groß die metatstasen sind und wie viele und ob man die noch operativ entfernen kann. Dann prüfen sie,ob es was genetisches ist, um auch zu wissen warum das so aggressiv war und wohl auch damit ich schauen kann, ob es mich auch treffen könnte...


    Sie wollen aktuell wohl auch bestrahlen (Chemo) wobei das wohl auch von den nächsten Ergebnissen abhängt. Ich meinte hier gelesen zu haben, dass man Lebermetastasen eigentlich nicht bestrahlen kann..


    Grad erscheint uns alles furchtbar düster und ausweglos.. :(

  • Hallo Muckn ,


    das glaube ich, dass das ein Schock für Euch ist. (War es für mich im Oktober auch.) Aber es ist noch nicht aller Tage Abend. Hier leben einige mit Lebermetastasen. Wie ist denn die Tumorformel? Vor allem der Ki-67 ist interessant und wie stark der Tumor hormonabhängig ist.

    Jule66 - unsere Moderatorin - kennt sich gut aus.


    Der genetische Test erfolgt über eine Blutprobe. (Habe ich auch wegen meiner beiden Mädels machen dürfen.)


    Drück' Euch weiterhin die Daumen!!!


    Carmen

  • Hallo Carmen,

    die komplette Tumorformel haben wir glaub ich immer noch nicht, weil immer noch Untersuchungen ausstehen.

    Der Brustkrebs war anscheinend hormonabhängig, dann sollten es die Metastasen wahrscheinlich auch sein... irgendwie geben die Ärzte immer so wenig Informationen raus.. oder meine Mama fragt zu wenig nach... keine Ahnung..


    Kann man denn Lebermetastasen wieder loswerden und vielleicht doch wieder ganz gesund werden? Wie sind die Chancen, dass das Ganze jetzt nicht immer schlimmer wird? Irgendwie hoffen wir immer und dann kommt immer der nächste Schlag..

  • Ihr solltet euch mehr Informationen über Brustkrebs suchen.

    Information im Netz: Mamazone Augsburg; 0821/2684191-0; gutes Buch um Grundkenntnisse über Brustkrebs und Behandlung zu bekommen: "Überlebensbuch Brustkrebs" von Uschi Goldmann-Bosch

    Videos imNetz : z.B Brustkrebs Deutschland e. V.

    Die Behandlung erfolgt bestimmt in einem Brustzentrum und es ist wichtig überlegt zu handeln.

    Wichtig ist es auch alle Befunde in Kopie zu sammeln,

  • Danke für die Tipps. Mamazone hab ich auch schon gesehen und viel gelesen. Meine Mama informiert sich zwar mittlerweile mehr... mag aber immer noch oft nichts mehr wissen und blockt bei vielen Informationen und Angeboten ab...


    Ich werd jetzt mal schauen dass sie an diese Tumorformel kommt.

    Die Befunde hat bis jetzt immer der Hausarzt bekommen, kann man sich von dem Kopien geben lassen?

  • Liebe Muckn,


    ich bekomme immer alle Befunde von den Ärzten mit. Auch damals bei der Chemo, den OP-Bericht einfach alles. Aber ob Du die von Deiner

    Mama bekommst wage ich zu bezweifeln. Deine Mama kann höchstens diese beim Arzt anfordern.


    LG Claudi

    das Leben ist wunderbar :thumbsup: und das lassen wir uns nicht kaputt machen :thumbup:

  • Liebe(r) Muckn ,


    ja. lasst Euch die Berichte vom Hausarzt in Kopie geben. Bei https://washabich.de/ kann "man" sie übersetzen lassen.


    Ihr braucht nicht alle Untersuchungen komplett abwarten - einen gemeinsamen Bericht gibt es wahrscheinlich eh nicht. Außerdem wird dort dann auch viel gekürzt. Besser sind die Einzelberichte. Und da vor allem die beiden Biopsie-Berichte. Dort steht die Tumorformel. Da steht nicht "alles", sondern eben nur der Ki-67 und die Hormonrezeptoren. Der Rest ist nicht sooo wichtig.


    Ganz, ganz, ganz gesund wird "frau" mit Metastasen nicht mehr. Aber das wirst Du bei Bluthochdruck und Diabetes auch nicht mehr. Unter günstigen Umständen lässt sich der Prozess aufhalten / auf Zeit sogar ein wenig umkehren, so, dass "frau" ohne Medikamente nicht mehr auskommt, aber mit Medikamenten noch gut leben kann. Letztlich stirbt jeder irgendwann an irgendwas - neulich kam im Fernsehen ein Bericht einer Frau, die 107 Jahre alt ist. Auch sie wird irgendwann sterben.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Hallo Muckn ,

    bin von Carmen auf Dich aufmerksam gemacht worden. Herzlich willkommen!

    Auch bei mir waren bei der Erstdiagnose schon Lebermetastasen vorhanden. Ich kann Euren Schock nachvollziehen. Aber: Es gibt auch bei Lebermetastasen Therapiemöglichkeiten. ich z.Bsp.bin operiert worden und habe eine Chemo gemacht. Es gibt aber auch noch andere Optionen, je nach Lage und Größe der Metastasen. Seit einem halben Jahr bin ich therapiefrei, weil momentan keine Metastasen zu sehen sind. Also nicht verzweifeln!! Wichtig ist jetzt, dass Deine Mutter von erfahrenen Ärzten betreut wird, die eine Therapie für sie austüfteln. Was sehr hilfreich sein kann ist psychologische Unterstützung. Wird Deine Mutter in einem BZ behandelt?

    Liebe Grüße, Norma

  • Meiner Mama geht es grad körperlich gut, aber sie macht sich psychisch fix und fertig. Sie erklärt uns schon, wo alles ist und wo sie wichtige Unterlagen hat.. und so weiter. Sie meint immer, dass sie jetzt noch gesund ist, aber dass sie spätestens bei der Chemo dann krank ist und kaputt geht. Jetzt haben wir uns am Wochenende gesehen und schon ist sie wieder deprimiert, dass das jetzt wohl das letzte Mal war, wo sie gesund ist...


    Ich weiß gar nicht, wie ich ihr grad helfen kann...

  • Liebe Norma,


    vielen lieben Dank für deine Nachricht. Ich hoffe sehr, dass das bei meiner Mama auch zutrifft. Meine Mama ist in nem zertifizierten BZ und bis jetzt lief alles recht vorbildlich und sehr genau ab. Ich hoffe dass der gute Eindruck bleibt!


    Nächste Woche Mittwoch wissen wir dann mehr...also ob es operabel ist und so weiter...


    Liebe Grüße

  • Hey Ihr,


    Ich würde meiner Mama gerne eine Seite oder hier eine Forumseite empfehlen, wo sie etwas über die Behandlungen, Chemos und so erfährt. Sie ist der Meinung, dass sie sich die Therapie nur kränker und kaputter macht und im Prinzip daran stirbt... sie hat vor allem wahnsinnig Angst davor..

    Ich denke, dass das Quatsch ist, weil sie vor allem diese Hollywood Krankheitsverläufe im Kopf hat.

    Ich hab hier den Chemothread gesehen, meint ihr das würde ihr helfen?

  • Hallo Muckn,,


    ich wünsche deiner Mutter eine gute Entscheidung. Ich hatte im Sommer 2008 meine Chemotherapie, mir haben manche "Bekannte" abgeraten, davon würde man krank und stirbt dann. Wie du siehst, geht es mir;);).

    Auch wenn ich letztes Jahr einen Herzstillstand hatte und jetzt einen Herzschrittmacher habe, geht es mir gut und ich kann jeden Tag genießen. Wenn deine Mutter nicht hinter der Therapie steht, wird es schwer sie zu überzeugen. Chemotherapie ist keine Hustensaft.

    Alles Gute

    Geli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Meine Mama hat jetzt die Befunde bekommen:


    Tumormarker CA 15-3

    Tumorstadium CT2 cN+ cMx G2

    ER: 95% URS

    Rezeptor: PR 75-80 URS

    Her2 2+ CISH negativ

    KI 67 16%


    Bin grad in der Arbeit und muss nachher mal schauen was das alles bedeutet...

    Aber ein niedriger KI 67 war doch schon mal gut..

  • Liebe(r) Muckn ,


    ich tippe mal, dass Deine Mutter Ibrance + Letrozol bekommen wird. Das stehen zwar viele Nebenwirkungen im Beipackzettel, aber bis auf die Verminderung der weißen Blutkörperchen, die aber nicht spürbar ist - also nur ein Laborwert - habe ich keine. Dafür gibt es einen eigenen Strang.


    Außer sie hat starke Beschwerden, die rasch gelindert werden müssen - Chemo wirkt schneller - aber auch die wird "humaner" dosiert, als bei "nur" Brustkrebs.


    Vielleicht kann Dir Jule66 ein bisschen mehr erklären. Sie ist unsere Moderatorin und kennt sich sehr gut mit allem aus.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Vielleicht kann Dir Jule66 ein bisschen mehr erklären. Sie ist unsere Moderatorin und kennt sich sehr gut mit allem aus.

    Danke PrimKnochenMets , aber solange nicht alle Untersuchungen abgeschlossen sind, kann man da nichts Verbindliches sagen.

    Jetzt wird ein Pet/Ct gemacht, weil sie genau wissen wollen, wie groß die metatstasen sind und wie viele und ob man die noch operativ entfernen kann.

    Davon wird es abhängen, was gemacht wird.


    Sind es nur 1-5 sichtbare, gut operable Metastasen, und sonst keine weiteren im Körper, werden sie vermutlich operiert werden (so sollte es zumindest sein)

    Da käme eine neue Kieler Studie ins Spiel, sie heisst Oligoma https://www.uksh.de/190211_pi_…_strahlentherapie_ki.html


    Werden weitere Metastasen gefunden, oder mehrere in der Leber, inoperabel, dann sieht das Behandlungsschema schon wieder ganz anders aus.


    Im Moment kann man nur sagen, es ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Luminal A Tumor, mit sehr vielen Hormonrezeptoren und geringer Aggressivität.


    Alles Weitere muss abgewartet werden.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe PrimKnochenMets und Jule66 ,


    Vielen Dank für eure Einschätzung, das hilft schon gewaltig. In dem Ibrance Thread hab ich schon vorher bisschen rumgelesen, werde wenn es soweit kommt mich da mal einlesen.


    Ich werde die Ergebnisse mal bei der einen Seite einschicken und schauen was zurück kommt. Hab's aber schon mal bei mamazone eingegeben..


    Eigentlich sind im Moment alle Untersuchungen durch und momentan sind es nur die Lebermetastasen, hoffentlich bleibt es wenigstens dabei..


    Luminal a ist ja eigentlich ein "harmloserer" Tumor, noch dazu nicht aggressiv.. mir ist es da echt ein Rästel wie es zu den Metastasen kommen konnte :/


    Muss man sich für solche Studien anmelden oder kommen da auch die Ärzte auf einen zu.. Ich hör meine Mama schon sagen, dass sie nie und nimmer Versuchskaninchen spielen wird :D


    Tumormarker war übrigens auf 109, das fehlt oben...


    Die Lebermetastasen haben in etwa eine ähnliche Formel nur der KI67 ist niedriger (5-10%) und der rezeptorstatus ist er 90% und pr 50%..


    Meine Mama weiß übrigens mittlerweile, dass ich hier bei euch im Forum bin und hat bis jetzt nichts dagegen. Ich lese ihr ab und zu aufmunternde Beiträge von euch vor. Selber möchte sie aber nicht schreiben...


    Lg eure Muckn

  • Luminal a ist ja eigentlich ein "harmloserer" Tumor, noch dazu nicht aggressiv.. mir ist es da echt ein Rästel wie es zu den Metastasen kommen konnte :/

    Selbst die "harmloseren, freundlicheren" Tumore schicken ab einer Größe von wenigen mm bereits Tochterzellen los. Entweder ist es einfach Pech, dass diese sich andocken und wachsen konnten oder der Tumor ist schon ziemlich lange da, vielleicht schon 5-10 Jahre und hatte damit genügend Zeit, sein Unwesen zu treiben.

    Die aggressiveren Tumore wachsen in der Regel schneller, mitunter viel schneller, so dass sie auch schneller gefunden werden, bevor sich Metastasen manifestieren können.

    Muss man sich für solche Studien anmelden oder kommen da auch die Ärzte auf einen zu.. Ich hör meine Mama schon sagen, dass sie nie und nimmer Versuchskaninchen spielen wird :D

    Wenn es bei den wenigen, ausschließlich Lebermetastasen bleibt, würde ich grundsätzlich die Option OP ansprechen, vielleicht mit Hinweis auf diese Studie (ausdrucken, mitnehmen, zeigen). Ich glaube nicht, dass jedes Brustzentrum bereits von dieser Studie weiss.

    Man muss sich sehr viel selbst kümmern, wenn man die beste Behandlung möchte.

    Zum Thema "Versuchskaninchen": in der Regel profitieren die Patienten sehr von Studien, da man immer die Standardtherapie bekommt, plus (evtl.) das Studienmedikament. Es gilt der Spruch: Studienpatienten leben länger.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Die letzte Mammographie hatte sie vor 2,5 Jahren und da war alles gut.

    Wahrscheinlich war es einfach Pech..


    Ich hab das mit den Studien auch gelesen und glaub dir da sofort Jule66 ... Ich behalte des mal im Hinterkopf :)

  • Meine Mama war heute bei ner Allgemeinmedizinerin/ Heilpraktikerin,


    hauptsächlich um sich über eine unterstützende Therapie zu informieren.. diese hat aber gleich gegen die antihormontherapie argumentiert. Ich war nicht dabei, weil ich mir das nicht anhören Könnte, jetzt macht mir meine Mama Vorwürfe.


    Sie ist jetzt schon gegen die meisten schulmedizinischen Therapien, weil sie solche Panik vor den Nebenwirkungen hat..

    Ich hab Angst, dass sie tatsächlich alles außer der OP ablehnt..

    Psychologische Unterstützung lehnt sie komplett ab, mit anderen Betroffenen möchte sie sich auch nicht austauschen... was bleibt dann noch um sich zu informieren? Die Hotlines? Ich bin ratlos..

  • Sie ist jetzt schon gegen die meisten schulmedizinischen Therapien, weil sie solche Panik vor den Nebenwirkungen hat..

    Ich hab Angst, dass sie tatsächlich alles außer der OP ablehnt..

    Mit Lebermetastasen wird es sehr eng ohne die Schulmedizin! Ich hoffe, sie weiss das.

    Es gibt aber tatsächlich Patientinnen, die entscheiden sich bewusst gegen jede weitere Therapie und nehmen einen baldigen Tod in Kauf.

    Vielleicht möchte Deine Mutter diesen Weg gehen?

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Eigentlich möchte sie leben, aber sie hat solche Panik vor Chemo und den Medikamenten, weil sie meint, dass sie das umbringen wird, dass sie überlegt das alles abzulehnen. Mir ist bewusst, dass das ihre einzige Chance ist zu leben.. aber ihr geht es vor allem um das wie wird sie leben..

    Ich geh diese Woche zu der nächsten Besprechung mit den Ärzten mit und hoffe, dass es jetzt endlich mal einen Therapievorschlag gibt.. Grad sind alle mit den Nerven am Ende :(

  • ...

    Mit Lebermetastasen wird es sehr eng ohne die Schulmedizin! Ich hoffe, sie weiss das.

    Es gibt aber tatsächlich Patientinnen, die entscheiden sich bewusst gegen jede weitere Therapie und nehmen einen baldigen Tod in Kauf...

    Jule66

    Bleibt einem nicht auch noch der Weg Therapien abzubrechen, wenn man merkt dass sie nicht anschlagen und es einem damit schlecht geht..


    Dann hören doch Nebenwirkungen bestimmt schnell auf?

    Vielleicht wäre das etwas, was meine Mama "motivieren" könnte.

  • Bleibt einem nicht auch noch der Weg Therapien abzubrechen, wenn man merkt dass sie nicht anschlagen und es einem damit schlecht geht..

    Abbrechen kann man immer. Wenn sie erst mal angefangen hat- je nachdem was sie bekommen soll- merkt sie bestimmt schnell, dass das alles nicht sooo schlimm ist. Auf jeden Fall niemals so schlimm, wie an dem Schxxx zu versterben.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Okay, dann versuch ich mal über die Schiene an sie ranzukommen. Danke Jule66


    Ich bin so sauer auf diese Heilpraktikerin und darauf dass ich nicht mit bin... anscheinend meinte sie, dass in Zukunft diese biologischen Methoden das Nonplusultra sein werden und dass die Schulmedizin das nur nicht zugeben will.. dabei ist diese Person tatsächlich studierte Allgemeinmedizinerin <X

    Nächstes Mal komm ich doch mit und nimm nen Aluhut für die Dame mit :cursing::cursing::cursing:

    Aber immerhin hat sie meiner Mama einen Wundercocktail an Vitamin d, k, moringa, melatonin und keine Ahnung was noch "mitgegeben".

  • Liebe(r) Muckn ,


    ich weiß nicht, ob das Werbung ist - ich hab' das Buch "Wunder wirken Wunder" von Hirschhausen gelesen. Das könnte ich Deiner Mama empfehlen. Im Prinzip steht da, dass "man" für alle Krankheiten auch zum Heilpraktiker gehen kann - mit EINER Ausnahme - Krebs.


    Ich weiß ja nicht, was ihr empfohlen werden wird ... ich bekomme Letrozol + Ibrance und mir geht es inzwischen wieder richtig gut - viel, viel besser, als mit Krebs ohne Medikamente. Ich habe keine spürbaren Nebenwirkungen - was aber mehr zählt: Die Beschwerden sind weg.

    (Operiert bin ich nicht.)


    Ich denke probiert werden muss alles - gilt auch für die Kids beim Essen. Wenn es gar nicht "schmeckt", sie es nicht lebenswert empfindet, kann sie immer noch abbrechen - mit allen Konsequenzen.


    Grüße Carmen

  • Ich hab schon hier und auf der Seite vom Krebsinformationsdienst gesehen, dass die Vitamine auf jeden Fall gut sind und helfen können. Allerdings hat die Frau ihr die Dosierung etc. ohne vorhergehenden Bluttest verschrieben.. lediglich diesen Muskeltest hat sie gemacht, den halt ich für Unsinn.


    Heute ist die nächste Untersuchungsbesprechung.. ich hoffe sehr dass wir mal gute Nachrichten kriegen und dass endlich mal ne Therapie vorgeschlagen wird. Mal sehen wie es weiter geht.

  • Liebe Muckn ,


    auch ich war bei einer Komplementärtherapeutin. Diese fragte mich als Gesprächsintro, warum ich zu ihr gekommen bin. Habe ihr meinen gesamten Diagnosebericht vorgelegt. Sie fragte mich direkt, ob ich glauben würde, sie könnte meinen Krebs heilen. Nachdem ich mit "NEIN" geantwortet hatte, erklärte sie mir den Grund. Es kämen viele Hilfesuchende, die um der Schulmedizin zu entkommen, bei ihr die Krebsheilung erhoffen. Das lehnt sie als Weg allerdings völlig ab. Sie unterstützt die Menschen, körperlich gut gewappnet durch die Akuttherapie der Schulmedizin zu kommen. Ihrer (und meiner) Meinung nach, die einzige scharfe Waffe bei Krebs. Allerdings gibt es wirklich sehr gute Möglichkeiten den Körper auf Chemo un Co. vorzubereiten. Nach einem sehr umfangreichen Blutbild, war ein Überblick über meinen Gesamtzustand möglich. Das ist ja eine Igelleistung, die auch beim Hausarzt aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Hat mich schlappe 175 Euro gekostet. Aua! Es stellte sich heraus, dass ich eigentlich in Topform bin trotz Krebs mit Knochenmetastasen. Allerdings ließen die Werte für Vitamin D, Selen und B12 sehr zu wünschen übrig. Nur diese fehlenden Sachen wurden mir empfohlen. Vitamin B12 wurde gespritzt, weil es einfach schlecht über den vielleicht vorgeschädigten Darm aufgenommen wird. Vitamin D nehme ich jetzt täglich Hochdosis und Selen in moderater Dosis. Da ist ein Zuviel nicht ungefährlich. Für den Darm wurde mir das Colibiogen von Laves und Probiotika sowie mindestens 40 g. reine Ballaststoffe (am Tag), als "Begleitmedikamente" zur Chemo empfohlen. Hilft sehr gut! Mein Reizdarm hat sich schon vorab komplett beruhigt. So konnte ich mich vor Therapiebeginn schon etwas wappnen. Zusätzlich nehme ich zwei verschiedene Heilpilze, aber momentan nur in der Ibrance-Pausenwoche. Ich möchte keine negative Beeinflussung meiner Therapie.

    Ich bin der Meinung, man kann ZUR Schulmedizin sehr viel tun, aber nur in Absprache mit den Ärzten. Es holt einen auch aus der passiven Opferrolle heraus. Auch Sport wirkt wie ein Krebsmedikament, es gibt da eindeutige Studien aus 2009!!. (kann ich dir gerne per PN schicken) Aber selten wird das von Ärzten in der Akuttherapie empfohlen, warum weiß der Geier...


    So, jetzt habe ich dich komplett zugetextet, sorry! Aber ich weiß, wie du dich fühlst, als mein Vater an Prostatakrebs erkrankte, ging es mir leider auch so. Man steht so hilflos am Rande... Aber ich finde es ganz toll, wie du am Ball bleibst, dich informierst und unterstützt. Es gibt so viele bescheuerte Behandlungsmythen, die Vorurteile hatte ich auch am Anfang. Bleib hartnäckig!:k


    Liebe Grüße

    Sabine

  • Hallo Ihr Lieben,


    Ich möchte mich erst mal bedanken für euren Rat, Zuspruch und eure professionelle Hilfe. Mir hilft das sehr mich über diese besch... Krankheit zu informieren und langsam ist das alles auch kein fachchinesisch mehr und ich versteh bisschen mehr von dem Ganzen.


    Die letzte Arztbesprechung hat "wenig" gebracht. Der Arzt meinte, dass der Fall sehr kompliziert sei.

    Es sind mehrere Lymphknoten befallen und vier Herde in der Leber (zwei große - operabel und zwei kleine - wohl nicht gut zugänglich). Momentan fehlt noch der FISH der Lebermetas. Deshalb konnte er uns noch keine endgültige Therapie sagen. Am besten wäre, wenn der Wert negativ ist, dann schlagen bestimmte Antikörpertherapien (?) an. Er hat jetzt nicht gesagt, was wäre wenn der FISH positiv wäre..


    Er hat nicht gesagt dass Hopfen und Malz verloren wäre, aber es ging schon um Begriffe wie möglichst hohe Lebensqualität erhalten, keine unnötigen Belastungen durch OPs, erst mal müssen die Lebermetas in den Griff bekommen werden, das Leben genießen, ruhig auch in den Urlaub fahren etc. Auf Prognosen hat er sich nicht eingelassen...

    Es klingt grad alles nicht so ermutigend und ich mach mir doch sehr große Sorgen..

  • Zitat

    auch ich war bei einer Komplementärtherapeutin. Diese fragte mich als Gesprächsintro, warum ich zu ihr gekommen bin. Habe ihr meinen gesamten Diagnosebericht vorgelegt. Sie fragte mich direkt, ob ich glauben würde, sie könnte meinen Krebs heilen. Nachdem ich mit "NEIN" geantwortet hatte, erklärte sie mir den Grund. Es kämen viele Hilfesuchende, die um der Schulmedizin zu entkommen, bei ihr die Krebsheilung erhoffen. Das lehnt sie als Weg allerdings völlig ab. Sie unterstützt die Menschen, körperlich gut gewappnet durch die Akuttherapie der Schulmedizin zu kommen.

    Liebe Sabine, danke für deine Einschätzung zu den heiltherapeutischen Ansätzen. Die Klinik, wo sich meine Mama behandeln lässt, arbeitet wohl auch mit ner Heilpraktikerin zusammen als Komplementärmedizin. Auch der behandelnde Arzt hat davon gesprochen, dass wenn diese Therapie auf die Schulmedizin abgestimmt wird, das auf jeden Fall hilfreich ist.


    Lg eure Muckn