Rezidiv nach 6 Jahren

  • Hallo!


    Meine Frau hatte 2012 Brustkrebs und wurde brusterhaltend operiert. Sie wurde bestrahlt. Sie bekam 7 Infusionen Zometa halbjährlich und Letrozol. Nach 3,5 Jahren brach meine Frau die Antihormontherapie ab. Nach 5 Jahren wurde ihr gesagt, dass sie nun gesund sei. Nach 6 Jahren mehrere Rezidive. In der Mammographie war alles in Ordnung, beim Ultraschall war ein Verdacht. Erst beim MRT waren mehrere Rezidive feststellbar.


    Im September war die Mastektomie. Nun wäre Tamoxifen an der Reihe gewesen. Wir haben uns nach Rücksprache mit der Chirurgin dagegen entschieden. Die Chirurgin meinte, der Körper produziert Millionen Krebszellen, das Immunsystem vernichtet sie wieder. Wir versuchen nun das Immunsystem stark zu halten: Vitamin D3, Zink, Selen, Kurkuma, Magnesium, Indol-3-Carbinol, Fischöl,...


    Meine Frau hat derzeit keine Metastasen. Vielleicht hat Zometa geholfen. Der Vitami D3 Spiegel ist schon seit Jahren zwischen 60 und 70 ng. Zink, Selen usw. nimmt meine Frau auch schon seit Jahren. Nach der Mastektomie hat meine Frau eine Vollblutanalyse machen lassen und wir haben vor allem Vitamin D3, Selen und Zink weiter erhöht.


    Vielleicht bleibt meine Frau ohne Antihormontherapie gesund? Vielleicht würde Tamoxifen, zumindest für die Dauer der Einnahme, Metastasen verhindern? Sicher wären die Nebenwirkungen der Antihormontherapie.


    Vielleicht hätte meine Frau 5 Jahre Letrozol nehmen sollen und danach noch 5 Jahre Tamoxifen.


    Derzeit geht es meiner Frau gut. Sie wünscht sich einen Wiederaufbau der Brust.


    Manfred

  • Hallo Manfred ,


    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß für eine Registrierung hier kein sehr schöner ist.


    Leider hat Deine Frau nun ein Rezidiv und so kommen wieder Ängste und Sorgen auf. Ich bin mir aber ganz sicher, daß Du hier von den kompetenten Userinnen Antworten auf Deine Fragen bekommst. Wir wünschen Dir einen hilfreichen Austausch.


    Viele Grüße

    Anhe

  • Guten Morgen Manfred,

    hier im Forum wird dir / euch sicherlich gut geholfen ... ❤️ lich willkommen!

    Das wichtigste ist jetzt eine sehr gute und kompetente Beratung in einem zertifizierten Brustzentrum !!

    Natürlich muss jeder Patient für sich selbst entscheiden ob und welche Medikamente er bzw sie einnehmen möchte!

    Inzwischen kann man sein Gewebe bis ins kleinste Detail untersuchen lassen und somit auch individuell therapieren! Auch kann man testen lassen ob Z.B. eine Chemotherapie oder auch zB Tamoxifen sinnvoll ist.

    Hier im Forum gibt es einige Userinnen welche sich damit sehr gut auskennen und viel Recherche betrieben haben 👍🏻

    Sicherlich wird sich noch die ein oder andere hier melden!

    Lg Sternchen

  • Hallo Manfred , herzlich Willkommen im Krebs-Infozentrum.


    Es tut mir sehr leid, dass Deine Frau Rezidive bekam,

    aber warum setzte sie denn die AHT ab?


    Nach 3,5 Jahren brach meine Frau die Antihormontherapie ab.

    Die Antihormontherapie wird immer! für mindestens 5 Jahre gegeben.


    Vielleicht bleibt meine Frau ohne Antihormontherapie gesund?

    Vielleicht, vielleicht aber auch nicht, das kann Dir keiner beantworten. Vitamin D3, Zink und Selen sind gut und richtig, das hilft aber nicht für die hormonelle Situation. Wenn der Körper


    der Körper produziert Millionen Krebszellen, das Immunsystem vernichtet sie wieder

    das schaffen würde, gäbe es keine Tumore und schon gar keine Metastasen. Das ist wirklich Blödsinn, denn die ein- oder andere Tumorzelle schafft es dennoch, sonst hätte niemand Metastasen.


    Die Tumorzellen Deiner Frau besitzen Rezeptoren für Österogen, diese produziert der Körper. Die Östrogene füttern die Tumorzellen sozusagen, sie lassen die Tumore wachsen. Damit das nicht passiert, gibt es die Antihormontherapie.

    Rücksprache mit der Chirurgin dagegen entschieden.

    Eine Chirurgin soll operieren, aber ich bezweifel, dass sie onkologisch so fit ist, dass sie einen solchen Ratschlag geben dürfte.


    Nun, das muss jeder für sich selbst entscheiden, aber die Nebenwirkungen der AHT können nicht so schlimm sein wie Rezidive oder Metastasen. Vielleicht denkt ihr noch mal darüber nach.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Hallo Manfred ,


    habe eine ähnliche Geschichte wie deine Frau.

    2002 Erstdiagnose, ausgedehntes DCIS mit mehreren invasiven Herden, Mastektomie.

    8 Jahre danach Rezidiv. OP, Bestrahlung, Antihormontherapie mit Tamoxifen. Habe das auch nach 3,5 Jahren abgesetzt.

    Ende letzten Jahres, also wieder 8 Jahre später, wurde dann festgestellt, dass Lymphknoten befallen und Knochenmetastasen da sind.

    Keiner wird mir sagen können ob es anders gewesen wäre, wenn ich Tamoxifen länger genommen hätte. Aber es ist Tatsache, dass mit Antihormontherapie weniger Frauen ein Rezidiv bzw. Metastasen bekommen.

    Vielleicht holt ihr euch bei einem anderen Brustkrebs Zentrum eine Zweitmeinung ein??

    Liebe Grüße Annette

  • Hallo Jule,


    ich habe 2012 deine Beiträge im Krebs-Kompass über Zometa gelesen. Ohne deine Beiträge hätte ich nichts über Zometa gewusst und wahrscheinlich hätte meine Frau auch kein Zometa bekommen.


    2012 waren auch 2 von 3 entfernten Lymphknoten befallen, deshalb wäre die Empfehlung 4 x Chemo gewesen. Meine Frau wollte keinesfalls eine Chemotherapie. 2018 waren keine Lymphknoten befallen. Diesmal hat meine Frau eine vorherige Biopsie abgelehnt. Das MRT war eindeutig und dass es nun ein TN wäre, das war sehr unwahrscheinlich.


    Die Zahnärztin ist über Zometa nicht begeistert. Vor einigen Tagen wurde meiner Frau ein Wurzelrest unter antibiotischer Abschirmung entfernt. Die Zahnärztin meinte, dass Zometa lebenslang in den Knochen bleibt und bei Zahnbehandlungen Probleme machen wird. Wie ist deine Meinung dazu?


    Zur AHT: Die ersten Monate waren problemlos. Dann begannen die Probleme mit den Fingergelenken, mit den Augen, Vergesslichkeit, sie fühlte sich ständig benebelt, wie in Watte gepackt, die Beine, die Schultern, der Rücken schmerzten, immer wieder Schwäche und Kreislaufprobleme. Meine Frau wurde depressiv und extrem (grundlos) eifersüchtig.


    Derzeit geht es meiner Frau ganz gut, nur die Fingergelenke machen noch Probleme.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Diesmal hat meine Frau eine vorherige Biopsie abgelehnt.

    Eine Histologie gibt es dennoch, aus dem OP Gewebe. Wie lautet diese denn?


    Ganz ehrlich, Deine Frau trifft viele Entscheidungen, deren Tragweite sie vielleicht falsch einschätzt?

    Meiner Meinung hat sie bei vielen "Weichenstellungen" falsch entschieden.


    Chemo abgelehnt, AHT abgelehnt, Biopsie abgelehnt.

    Nun, das ist jetzt so, dass es wahrscheinlich falsch war, sieht man an den Rezidiven (aber vielleicht hätte sie die auch mit Chemo, AHT bekommen, wer weiss?) Ich staune immer wieder über den "Mut", solche Empfehlungen in den Wind zu schlagen, das hätte ich mich niemals getraut. (Als triple negative hätte ich alles darum gegeben, eine AHT machen zu dürfen)


    Als erstes würde ich mir die aktuelle Histologie besorgen. Ist der Tumor immer noch hormonabhängig, unbedingt eine Antihormontherapie machen.


    Bisphosphonate würde ich weiter machen, wer weiss, ohne diese hätte sie vielleicht Fernmetastasen gehabt?

    Zometa hat eine gewisse Halbwertszeit, das heisst, nach einer gewissen Dauer ist dieses wieder abgebaut. Von "lebenslang" weiss ich nichts.

    Die Zahnärztin ist über Zometa nicht begeistert.

    Nun, hätte Deine Frau Osteoporose, müsste sie Bisphos nehmen, ob es der Zahnärztin nun passt oder nicht. Darüber hat sie nicht zu entscheiden. Sie sollte sich eher informieren, was es zu beachten gibt. Das ist meine Meinung dazu.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Auch ich würde gern was dazu sagen Manfred . Bei mir ED 2010 mit besten Aussichten, kein LK-Befall, kleiner Tumor und ich ließ mir trotzdem beide Mammaes operieren und mit Silikon auffüllen. Mein Radiologe sagte mir damals, jetzt AHT vorsichtshalber für 10 Jahre und alles ist erledigt. Habe 3 Versuche mit verschiedenen AHT‘s gemacht und alle überhaupt nicht vertragen. Habe dann abgebrochen und 4 Jahre später ging es los mit 2 Rezidiven, Pleura- Knochen- und seit neuestem Lebermetastasen. Musste ab einem gewissen Zeitpunkt AHT nehmen und vertrage sie fast noch schlechter als vor 9 Jahren.

    Dazu kommt, dass meine Situation jetzt äußerst kritisch ist. Will damit sagen, wenn ich die AHT durchgehalten hätte und NW inkauf genommen hätte, wäre ich dieses Jahr durch (100%ig kann man das natürlich nicht sagen) und ich müsste jetzt nicht so viel bewältigen, was den NW der AHT in kleinster Weise auch nur annähernd gleichkommt.

    Das ist nur meine persönliche Geschichte und keineswegs allgemeingültig. Deiner Frau alles Gute und eine glückliche Hand bei ihren Entscheidungen.

    Lg Margarete

  • Hallo Manfred,

    alleine was die Chirurgin und Zahnärztin gesagt haben , da stellen sich meine Haare auf!!! Aus diesem Grund ist ein zertifiziertes BZ das o und o!!! Ich bekomme auch Zometa, mein Zahnarzt hat mich aufgeklärt....falls doch mal eine Op am Kiefer nötig sein sollte wird er mich zu einem Kieferchirurgen überweisen welcher sich damit auskennt! Was würden den die ganzen Ostheopathie Patienten tun!!! Und ein Tumor kann sich IMMER in seiner Histologie verändern !!!

    Muss nicht zwingend sein, aber das Risiko würde ich persönlich nicht eingehen!

    Du befindest dich in einer schwierigen Situation! Willst das Beste für deine Frau!

    Vlt. möchte Sie sich auch persönlich hier anmelden... dann könnte sie ja all ihre Bedenken und Fragen äußern!

    Ich wünsche mir für euch den richtigen Weg!! Alles gute für deine Frau! Und man muss natürlich auch die Entscheidungen deiner Frau akzeptieren! In der Hoffnung dass eine kompetente Aufklärung erfolgt ist!

    Lg Sternchen

  • Hallo Manfred,

    Ich nehme auch Tamoxifen und Zoladex und Biphosphonate, darunter

    habe ich erhebliche Hitzewallungen, sodass ich keine keine Nacht mehr durchschlafe und mich nachts umziehen muss weil nassgeschwitzt, meine Knochen schmerzen auch mehr besonders da wo sie mal gebrochen waren , da ich in einer Gynäkologischen Praxis tätig bin, sehe ich was passieren kann wenn Patientinnen ihre Antihormontherapie abbrechen , deshalb nehme ich die verminderte Lebensqualität in Kauf um gesund zu bleiben , wenn doch wieder was kommen sollte kann ich dann mit gutem Gewissen sagen ich habe alles getan VG die andere Seite

  • Hallo Manfred,

    ich klinke mich mal kurz hier ein, weil ich zufällig über den Thread gestoßen bin. Sorry, meine Meinung dazu ist: Wenn die Zahnärztin damit nicht klarkommt, würde ich den Zahnarzt wechseln. Ich hab zwar mein Zahnmedizinstudium nicht beendet, aber soviel weiß ich noch, dass eine Behandlung zwar schwieriger ist, aber keinesfalls unmöglich. Vielleicht gibt es sogar Zahnärzte in Eurer Nähe, die sich auf Behandlungen von Krebspatienten spezialisiert haben. Einfach mal umhören.

    Alles Gute für Euch

    Bella

  • Hallo Sunshine66 ,


    es tut mir sehr leid, dass du jetzt Knochenmetastasen hast. Es liest sich ähnlich wie bei meiner Frau, auch sie hatte ein ausgedehntes DCIS, eine Nachresektion und trotzdem nur knapp ein R0.


    Ich nehme aber an, dass jetzt die AHT gut wirkt, was aber sicher nur ein schwacher Trost ist.


    Die Chirurgin, die zuvor jahrelang Leiterin eines Brustzentrums war, meinte das Gesamtüberleben wäre gleich. Also zuvor AHT, dann Metas, oder Metas und dann AHT.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Hallo Manfred ,


    ich bin so ein "Vogel". Beginn der AHT erst mit Metastasen. Bei mir wurden nämlich zuerst Knochenmetastasen und dann erst Brustkrebs gefunden. Leider blieb es nicht dabei. Ein dreiviertel Jahr später bekam ich Lebermetastasen dazu. Die sind im Gegensatz zu Knochenmetastasen lebensbegrenzend!!!

    (Meine Mädels sind seit ein paar Tagen 9 + 12 Jahre alt ... .)


    Mein sehr erfahrener (älterer) Strahlentherapeut meinte, dass er als Kind seine Tante besuchen musste. Damals gab es noch keine Therapie gegen Brustkrebs. Sie war bettlägrig von den Knochenmetastasen vom Brustkrebs. Es stimmt schon, dass nicht nachweisbar ist, dass irgendeine Therapie das Leben verlängert - wie auch? "Arzt" müsste dazu den Patienten klonen können! Jedenfalls er sagte: "Heutzutage halten wir die Patienten viel länger auf den Beinen, als früher!!!"


    Das Gesamtüberleben hat sich vermutlich nicht entscheidend verändert ... aber die Lebensqualität während dieser Zeit, weil die Metastasen in Schach gehalten werden. Und zum Teil eben, solange sie noch keine Beschwerden machen - und vielleicht auch noch nicht mal bildgebend sichtbar sind. Darum wachsen bei vielen erst dann die Metastasen zur darstellbaren Größe heran, wenn sie die AHT nach 5 oder 10 Jahren beenden.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Hallo PrimKnochenMets ,Hallo Carmen,


    dein Beitrag hat mich richtig betroffen gemacht. Es tut mir sehr leid, dass du Lebermetastasen hast.


    Das was du in deinem letzten Absatz schreibst, ist auch unsere Meinung, bzw. sagte auch die Chirurgin.


    Die Ärztin meinte auch, dass viele Frauen nach der OP keine weitere Behandlung machen müssten. Weil man aber nicht weiß, welche Frauen das sind, bekommen alle Frauen eine Chemotherapie oder/und eine Antihormontherapie.


    Es gibt sicher Frauen, die nach 10 Jahren AHT fast kaputt sind und auch ohne AHT gesund geblieben wären. Mir kommt eine AHT ähnlich wie eine Versicherung vor. Sie kostet Nebenwirkungen und man braucht sie vielleicht nicht. Aber trotzdem ist man froh eine Versicherung zu haben.


    Gibt es hier im Forum eigentlich Frauen, die keine AHT oder Chemo gemacht haben und trotzdem seit Jahren gesund sind?


    LIebe Grüße

    Manfred

  • Lieber Manfred ,


    ich glaube eher, dass die AHT nur als nebenwirkungsbringendes, unnützes gesehen wird, weil "frau" endlich aus dem Alptraum aufwachen möchte.


    Und dass dann nach 5 oder 10 Jahren gesagt wird, dass die AHT nichts gebracht habe, weil "frau" ja trotzdem Metastasen bekommen hat. Ich denke, sie waren nur von Anfang an schon zu groß, so dass die AHT sie nicht vollständig vernichten konnte.


    Ich erlebe AHT als echte Therapie, die mir die bleierne Müdigkeit und die Schmerzen durch den Krebs genommen hat. Die mir Lebensqualität zurück gebracht hat. Die sehr viele Krebszellen vernichtet hat. Die leider nicht mehr alle vernichten kann, weil sie sich überall eingenistest haben und zu große Kolonien gebildet haben - so groß, dass sie sogar in der Bildgebung nachgewiesen werden können.


    Im Ultraschall sieht "arzt" bei mir nichts in der Leber. Im CT war ein Fleck zu sehen. Im Leber MRT sind es zwei bzw. vier Flecken. Und würde die gesamte Leber feingeweblich untersucht werden (was nur im Rahmen einer Autopsie möglich wäre), würde "arzt" weitere Herde finden.


    Die Frage ist auch: Wie definierst Du gesund? Die Heilungrate bei Brustkrebs ist deshalb so hoch, weil "frau" nach 5 Jahren als geheilt gilt. Du findest hier im Forum viele, bei denen erst nach mehr als 5 Jahren Metastasen gefunden wurden. Und viele, die dann lange beim Orthopäden oder sonstwo waren und bei denen erst sehr spät erkannt wurde, dass die Beschwerden von Metastasen kommen. Und dann sind die Chance mit Metastasen weiter zu leben nicht so dolle. (Ich hatte großes Glück, dass bei mir der Krebs nicht erst mit Querschnitt oder drohendem Leberversagen erkannt wurde.)


    So, wie ich lese hat Deine Frau die Chance noch mit einem blauen Auge davon zu kommen - und ist dabei sie leichtfertig zu verspielen. Entschuldigung für meine Offenheit. Ich würde alles dafür geben, meine Kinder aufwachsen sehen zu dürfen.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Gibt es hier im Forum eigentlich Frauen, die keine AHT oder Chemo gemacht haben und trotzdem seit Jahren gesund sind?

    Hallo Manfred , ich weiss von keiner Frau hier.


    Auch darüberhinaus, ich bin ja sehr "umtriebig", und das schon recht lange, sieht es diesbezüglich schlecht aus. In einer der Rehas hatte ich mal eine junge Frau kennengelernt, die sämtliche Therapien außer OP abgelehnt hatte, auch sie bekam ein Rezidiv, welches sehr viel aggressiver war als der vorherige Tumor.

    Insgesamt ist meine Meinung dazu: es geht in der Regel nicht gut. Deine Frau hat großes Glück gehabt, dass sie "nur" ein Rezidiv in der Brust hatte und keine Fernmetastasen (da könnte man durchaus die Bisphos verantwortlich machen). Bisphosphonate können aber nur schlafende Tumorzellen vernichten, nicht diejenigen, die im Blut zirkulierend sich in einem Organ oder Knochen festsetzen konnten und dort wachsen. Das kann man nicht verhindern, aber die Folgen mildern, und zwar mit der Antihormontherapie. Diese kann eventuelle Minimetastasen klein halten, über Jahre hinweg.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Weißt Du Manfred , Metastasen ... Brust-OP? Wird nicht mehr gemacht - ändert nichts an der Lebenserwartung. Chemo? Heben wir noch auf. Bestrahlungen? Wissen Sie was - das machen wir bei Ihnen symptombezogen. Hier meine Karte, wenn Sie irgendwo starke, anhaltende Schmerzen bekommen, rufen Sie mich an. Ich nehme sie kurzfristig rein.


    Wir können nichts mehr für Sie tun ...

    Deine Frau überlegt sich einen Brustaufbau ... ich mir ... Entschuldigung, dass mir das Verständnis fehlt. Ja, jeder ist seines Schicksals Schmid.


    Grüße Carmen

  • Manfred ,

    Wie schon von mir geschrieben, ich mache alles um gesund zu bleiben, da Brustkrebs der best erforschte Krebs ist, vertraut ich den Senologen trotz verminderter Lebensqualität, kann mir vielleicht einer nebenbei einen Tip geben was ich gegen diese verda..... Hitzewallungrn tun kann ausser Velnafaxim , Remifemnin nicht geholfen, wenn doch wieder was kommen sollte , dies aber mein Endokrinologe eher durch die Biphosphonate noch weniger sieht, kann ich getrost sagen ich habe alles getan und kann in den Spiegel schauen , wir haben ZB eine ältere Dame bei uns in der Praxis letztes Jahr im Sommer hormonabhängiger Brustkrebs keine Bestrahlung und keine AHT , jetzt Lymphknotenmetasen . So schnell ging's y VG die andere Seite

  • Lieber Manfred ,


    sicher merkst Du, dass Dein Thread hier auf Betroffenheit stößt. Du begegnest hier vielen Frauen, die ALLES, wirklich ALLES dafür geben würden, die Chance zu haben, die Deine Frau noch hat: eine wirksame Therapie offen stehen zu haben, die Metastasen noch verhindern kann.


    Wie ist denn mittlerweile die Tumorformel? Wie hoch hormonabhängig war der jetzige Befund? Wird zum jetzigen Zeitpunkt (nochmals) eine Chemo empfohlen oder diesmal nur AHT?

    Dem was Du schreibst, kann ich natürlich nicht entnehmen, wieviel Anteil Du selbst als Angehöriger an der Entscheidung Deiner Frau hast, ich nehme an, wenn Du völlig unbesorgt wärest, hättest Du Dich hier nicht angemeldet.

    Ich bin niemand, der Nebenwirkungen einer AHT gering schätzt (aufgrund eigener Erfahrung), aber wenn ich es richtig lese, dann hat Deine Frau ja Letrozol bekommen beim letzten Mal und Tamoxifen noch nicht ausprobiert? Tamoxifen hat andere Nebenwirkungen als Letrozol. Und es hat einen riesigen Vorteil: es sind Tabletten und man kann sie beginnen. Man kann sie unterbrechen. Man kann sie - wenn es gar nicht auszuhalten ist - absetzen. Da kann jeder seine eine eigene Entscheidung treffen. Frauen, die nach den Wechseljahren sind (Wie alt seid Ihr denn?) haben unter Umständen andere Nebenwirkungen als junge Frauen, die dadurch in die Wechseljahre geschossen werden.

    Für mich war eine feste Entscheidung, dass ich Tamoxifen in jedem Fall 2 Jahre nehmen würde. Und dann stellte ich fest, dass es sooooo unerträglich gar nicht war und das dritte Jahr im Flug verging und die Nebenwirkungen nicht dominierten. Nicht mit der Aussicht gegen ein langes gesundes Leben zu tauschen.


    Ich glaube dass es eine trügerische Falle ist, weil Krebs ein lautloser Feind ist, der sich anschleicht. Die AHT mag in unserem Leben das ein oder andere anrichten. Aber der wirkliche Feind nimmt uns das Leben und verursacht oft unerträgliches Leid, aber erst zeitversetzt. Wären es Herztabletten, die wir nicht nehmen würden und sofort würde etwas im Körper ausser Kontrolle geraten oder Schilddrüsentabletten deren "Feedback" wir sofort spüren würden: ich glaube es fiele leichter, an einer AHT dran zu bleiben.


    Niemals würde ich meine Entscheidung auf die Aussage einer Chirurgin setzen. Seriös wäre, die Tumorbefunde in einem Brustzentrum von einem interdisziplinären Team auswerten zu lassen und dann die Therapie gemäß Leitlinie zu kennen und nach Möglichkeit zu befolgen.


    So wie es sich für mich liest, seid Ihr bereits einmal der Vollkatastrophe entkommen: trotz Entscheidung gegen Chemo und Abbruch der AHT: hier ist eine neue Chance. Mein Oberarzt sagte mir damals "Für gewöhnlich haben wir nur einen einzigen Schuß, um wieder ganz zu genesen, deshalb geben wir ALLES was wir haben."
    Mir persönlich hätte dieser Rückfall jetzt einen höllischen Schrecken eingejagt, so dass ich die zweite Chance in jedem Fall ergreifen wollen würde.


    Alles Gute Euch und ich finde es toll, dass Du Dich als Ehemann einliest und mitschreibst.

  • Hallo Jule66 ,


    ich schätze deine Meinung und dein Wissen sehr. Ich bin überzeugt, dass du ohne Chemo nicht mehr hier wärst. Es war sicher auch wichtig, dass du selbst aktiv geworden bist und "deinen" Weg gefunden hast. Ich glaube, dass es das Gesamtpaket war, das dir geholfen hat. Nur die Chemo wäre vielleicht zu wenig gewesen.


    Ich habe gelesen, dass du einen Nierenstein hattest. Hast du schon einmal deinen Calciumspiegel überprüfen lassen? Nimmst du genug Magnesium?


    Wahrscheinlich war bei meiner Frau die brusterhaltende OP 2012 zu knapp. Es war eine Nachresektion notwendig, trotzdem war es nur ganz knapp ein R0. Auch ein ausgedehntes DCIS war vorhanden.


    Übrigens war es diesmal wieder stark hormonabhängig, G2, 3 Rezidive, 1,5 cm, 0,9 cm, 0,9 cm, Teilungsrate 20%


    Ich respektiere den Wunsch meiner Frau. Sie möchte derzeit keine AHT machen. Es ist aber nicht so, dass wir nichts machen:


    Mein Frau nimmt Enzyme. Die wirken u.a. blutverdünnend, entzündungshemmend, modulieren das Immunsystem, möglicherweise machen sie sogar die Krebszellen für das Immunsystem angreifbar. Es gibt auch Hinweise, dass Enzyme möglicherweise Metastasen verhindern.


    Indol-3-Carbinol ist bei hormonabhängigen Brustkrebs sehr interessant.


    Vitamin D3, 5.600 IE täglich, damit kommt meine Frau auf 70 ng, Es scheint einen Zusammenhang zwischen Vitamin D3 und Magnesium geben.


    540 mg Magnesium, derzeit kein Calcium


    400 µg Selenase, 300 µg waren zu wenig.


    30 mg Zinkpicolinat, bei anderen Zinkformen war der Blutwert zu niedrig.


    Auch Vitamin E, Beta-Carotin, Vitamin C sind wichtig.


    Kurkuma und Fischöl sind bei Brustkrebs auch interessant.


    Ein Vitamin-B Komplex ist auch dabei.


    Ubiquinol nimmt meine Frau auch.


    Sogar die Passionsblume ist bei hormonabhängigen Brustkrebs gut.


    Im Laufe der Jahre habe ich verschiedene Hersteller kontaktiert. Manche waren sehr entgegenkommend und haben mich gut beraten. Es ist im Laufe der Zeit ein genauer Plan entstanden. Ich habe sicher noch nicht alles angeführt, was meine Frau täglich nimmt.


    Außerdem hat meine Frau ihr Körpergewicht durch Ernährungsumstellung (wieder) auf 53 Kilo reduziert.


    2012 wollte ich, dass meine Frau die Chemo macht, danach die Bestrahlung (hat sie gemacht), dann Letrozol (3,5 Jahre durchgehalten). Jetzt wäre die Empfehlung nur Tamoxifen gewesen. Aber wenn meine Frau ihren Weg gehen will, dann unterstütze ich sie dabei.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • ich schätze deine Meinung und dein Wissen sehr. Ich bin überzeugt, dass du ohne Chemo nicht mehr hier wärst. Es war sicher auch wichtig, dass du selbst aktiv geworden bist und "deinen" Weg gefunden hast. Ich glaube, dass es das Gesamtpaket war, das dir geholfen hat. Nur die Chemo wäre vielleicht zu wenig gewesen.

    Richtig und genau deswegen fällt es mir sehr schwer, zu verstehen, dass nicht jeder das Möglichste versucht, um dieser Krankheit zu entkommen.


    Teilungsrate 20%

    Das ist sogar eine Teilungsrate, bei der zu Chemo geraten wird, mein Ki67 war 25%, nicht viel höher als der Deiner Frau.


    Natürlich sind Mittel wie Selen, Magnesium, Vitamin D3 etc. alle gut und richtig. Das machen viele BK- Patientinnen zusätzlich. Das reicht meiner Meinung nach aber nicht. Denn nichts davon kann wohl die hormonelle Situation davon ausreichend unterdrücken.

    Wie alt ist Deine Frau denn? Ist sie prae- oder postmenopausal?


    Mir fällt dazu ein Vergleich ein. Mein Mann hatte vor Jahren einen leichten Herzinfarkt. Er wurde medikamentös eingestellt, also Betablocker, Aspirin protect, Blutdrucksenker usw. Dann stellten wir zufällig fest, dass sein Lipoprotein A viel zu hoch ist, so hoch, dass er seitdem wöchentlich zur Lipidapherese (Blutwäsche, ähnlich einer Dialyse) muss.

    Ein Bekannter aus dem gleichen Ort hier bekam ebenfalls einen Herzinfarkt, auch bei ihm wurde ein viel zu hohes Lipoprotein A festgestellt, noch höher als bei meinem Mann.

    Er jedoch geht nicht etwa zur Lipidapherese, sondern läßt sich mit "Medikamenten" vom Heilpraktiker behandeln.

    Ich bin gespannt, wie das ausgehen wird. Es gibt bisher keine Alternative zur Apherese.


    Es ist ja schön, dass Du den Wunsch Deiner Frau respektierst, nur muss Dir klar sein, dass das unter Umständen nicht gut ausgehen kann.

    Vielleicht glaubt ihr, einen "sehr freundlichen" Tumor vor euch zu haben? G2 und ein Ki67 von 20% ist definitiv kein "sehr freundlicher" Tumor, er hat mit dem Befall der LK 2012 schon gezeigt, wozu er in der Lage ist. Er tendiert eher in Richtung G3 als in Richtung G1. Das zeigt mir der doch recht hohe Ki67 an.


    Ich wünsche euch alles Gute.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Lieber Manfred,


    nein, ich denke nicht, dass die Brust-OP 2012 zu knapp war. Der Krebs hatte damals schon das Potential, sich in den Lymphknoten zu verteilen.


    Wenn Du uns allen hier nicht glaubst, lies einfach die Biographie von Steve Jobs (Apple). Er hat auch versucht den Krebs über die Aktivierung des Immunsystems zu bekämpfen und konventionelle Behandlungen abgelehnt. Ein halbes Jahr später konnte ihm kein Arzt der Welt für kein Geld der Welt mehr helfen.


    Du schreibst, dass Ihr im Laufe der Jahre den perfekten Plan ausgearbeitet habt gegen den Krebs. Wieso dann das Rezidiv?


    Ihr habt eine 2. Chance bekommen, was sehr, sehr selten passiert. Und ihr verspielt sie. Einfach so. Aus einer Laune heraus. Ohne es versucht zu haben.


    Grüße Carmen

  • Lieber Manfred,


    vielleicht noch eine Frage und zwei Info's:


    In einem Vortrag sagte einer, dass "arzt" inzwischen Knochenmetastasen durch Bisphosponate oft erfolgreich unterdrücken kann. Es dann aber später direkt mit Organmetastasen los gehen würde. (Ich weiß allerdings nicht, wie richtig diese Aussage ist.)


    Wie wurde untersucht, ob Deine Frau momentan keine sichtbaren Metastasen hat?

    Im Ultraschall und CT sind Lebermetastasen - so sagten zumindest meine Ärzte - erst ab ca. 1 cm zu erkennen. Im Leber MRT früher und vermutlich ist im PET-CT auch schon früher was zu sehen. Wie hoch sind die Tumormarker? (Wobei die oft als nicht aussagekräftig gesehen werden.)


    Bei mir wurde mit nur Tamoxifen angefangen und nicht, wie eigentlich inzwischen empfohlen mit Letrozol, GnRH und Ibrance. Die Ärzte hofften, es reicht eine Weile und begründeten das mit geringeren Nebenwirkungen von Tamoxifen im Vergleich zu Letrozol. (Hat leider nicht geklappt - die Krebszellen hatten schon zu sehr gestreut.) Die Therapie mit Letrozol wird häufiger abgebrochen, als die mit Tamoxifen. Ich würde es daher zumindest ausprobieren, so wie mohnblume79 schrieb. Absetzen kann Deine Frau es immer noch. Hat sie erst Beschwerden durch Organmetastasen bleibt sonst nur noch Chemo, um ein kleines bisschen Lebenszeit zu schinden.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Hallo!


    Jule66 : Zu deiner Frage: Meine Frau ist 58 Jahre alt, ich bin 61 Jahre alt.


    Liebe Carmen,


    Für Steve Jobs hätte es keine Heilung gegeben. Nicht durch die Schulmedizin und auch durch keine alternative Behandlung.


    ich glaube nicht, dass wir einen perfekten Plan ausgearbeitet haben, das wäre zu schön. Wir haben eine Vollblutanalyse machen lassen und ergänzen entsprechend, bzw. versuchen vor allem den Blutwert von Vitamin D3 und Selen nicht einfach im Normalbereich, sondern hoch zu halten.


    Bezüglich Knochenmetastasen und Zometa bzw. Organmetastasen glaube ich, dass es so sein könnte. Ich habe auch schon davon gelesen.


    Bei meiner Frau wird jährlich ein Lungenröntgen und ein Ultraschall vom Bauchraum gemacht. Eine Knochenszintigraphie hatte sie auch schon mehrmals.


    Die Tumormarker werden ebenfalls nur jährlich bestimmt und waren immer im Normalbereich, bzw. änderten sich kaum. Nur vor dem Rezidiv waren die Tumormarker etwas höher, aber noch immer im Normalbereich.


    Bezüglich der Antihormontherapie habe ich eine Bitte: Ich möchte bitte keine Diskussion mehr darüber führen. Ich glaube nicht, dass ich meine Frau umstimmen kann. Meine Frau ist derzeit gesund. Wenn nicht, dann ist doch schon längst der Grundstein für die Metastasen gelegt und die AHT ändert auch nichts mehr daran. Da hätte meine Frau schon die 5 Jahre Letrozol durchhalten müssen und dann am besten noch 5 Jahre Tamoxifen dazu. Dazu noch eine Chemo 2012 und sicherheitshalber eine beidseitige Mastektomie 2012. Kann man sich dann sicher fühlen? Doch eher nicht, aber man kann nachträglich sagen, dass man alles getan hat.


    Bei Krebs glaube ich immer, dass man sein Leben ändern sollte. Aber meistens ist alles irgendwie festgefahren. Kinder, Haus, Beruf. Ich bin noch berufstätig, sollte aber mit meiner Frau einen langen Urlaub machen. Unser Sohn ist schon verheiratet. Unsere Tochter studiert noch.


    Ich möchte ich hier im Forum bezüglich der AHT niemand verunsichern und bitte auch deshalb um das Ende der Diskussion darüber.


    Ich bin sehr froh, dass ich dieses sehr aktive Forum gefunden habe.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Lieber Manfred


    Wir sind alle erwachsene Menschen und eigenverantwortlich. Meine Meinung ist, dass jeder das tun sollte was er für richtig hält, auch dann wenn es sich später als falsch erweisen sollte. Ich habe mich für die Antihormontherapie inkl. Biphosphonate entschieden weil ich dies für richtig halte. VG die andere Seite

  • Lieber Manfred ,


    ich wollte nur den Irrtum aufklären, dass AHT ein nice-to-have, wie z.B. Himbeeren ist. Bei mir hat Tamoxifen die Lymphknotenmetastasen so weit rückgebildet, dass sie normal aussehen. Es ist eine echte Therapie, die das weitere Wachstum von sehr kleinen Metastasen verhindert. (So, wie Letrozol bei Deiner Frau in der Brust.)


    Meine Lebermetastasen sind im Ultraschall nicht zu sehen. Beim Lungenröntgen sind die Knochenmetastasen auch nicht aufgefallen. Aber das kennt ihr ja - die Rezidive Deiner Frau waren auch erst beim ganz genauen hinsehen im MRT zu erkennen. Mir wären die Untersuchungen zu grob und zu weitmaschig.


    Meine einzigen Symptome waren rückblickend Nachtschweiß und Müdigkeit.


    Grüße Carmen

  • Liebe PrimKnochenMets ,


    meine Frau hatte im September 2018 die Mastektomie. Im Sommer davor hatte meine Frau fast jede Nacht starken Nachtschweiß, Schmerzen in den Beinen, Kreislaufprobleme, Husten. Von Oktober bis Dezember sind diese Beschwerden wieder vergangen.


    Meine Frau hatte in der anderen Brust verdächtigen Mikrokalk. Das MRT hat der Ärztin nicht wirklich gefallen. Das ist dann mit einer Biopsie im September abgeklärt worden. Meine Frau meinte nach der Biopsie, dass sich die Ärztin sehr bemüht hatte, sie wollte unbedingt etwas finden. Wir lassen im März wieder ein MRT und einen Ultraschall der Brust machen. Im Sommer dann wieder eine Mammographie.


    Da bleiben wir jedenfalls bei halbjährlichen Untersuchungen, abwechselnd MRT und Mammographie. Wenn in der anderen Brust doch einmal etwas sein sollte, dann werde ich meiner Frau zu einer Mastektomie raten.


    Ich habe heute im Forum gestöbert und einige deiner Beiträge gelesen. Ich verstehe nun deine Einstellung bezüglich meiner Beiträge über die AHT und meinen "Plan" sehr gut.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • In diesem Forum hat es meinem Wissen nach schon einmal eine Diskussion zu diesem Thema gegeben. Letztendlich ist es aber so, dass hier alle von Brustkrebs Betroffenen, meines Wissens nach eine konventionelle Behandlung durchlaufen sind. Viele in einem zertifizierten Brustzentrum gem. den gültigen Leitlinien. Das ist kein einfacher Weg und es gibt auch immer wieder Rückschläge. Das musste ich selber auch erfahren. Und gerade deshalb will ich mir nicht ausmalen, wo ich heute wäre, wenn es nicht diese Medikamente geben würde, die mich/uns in die Lage versetzt noch lange mit dieser schrecklichen Krankheit zu leben. Mit Nahrungsergänzungsmitteln kann man Krebs nicht heilen. Ich kenne keine Studie die das belegen kann.


    Ich wünsche alles weiterhin alles Gute,


    Annelie

  • Lieber Manfred ,


    ich bin ein wenig Autist - ich verstehe nicht, was Du von mir verstanden hast. Entschuldige bitte, wenn ich zu klare Worte finde: Bei Deiner Frau wird die nächste Krebs-Manifestation NICHT in der Brust zu finden sein, sondern, da die Knochen durch die Bisphosphonat-Therapie übersprungen werden, in den Organen. Ich wollte wissen, WIE ihr dort nachgesehen habt. Ultraschall und Thorax-Röntgen, dass ist, wie wenn Du versuchst aus Adler-Flug-Höhe eine Maus in einem Feld zu sehen. Es kann nicht gelingen. Du brauchst entweder eine Wärmebildkamera (PET-CT) oder Adleraugen (MRT).


    In meinem Brustzentrum ist es üblich 1/4-jährlich ein CT zu machen. (Bei vielen anderen auch.) Trotz laufender Therapie, sogar mit Zellteilungshemmer (Ibrance) wurde, obwohl vorher nichts zu sehen war, eine 1 cm große Leberliäsion gefunden, die im Ultraschall noch nicht zu sehen war! Und mein Krebs ist vom Typ "Hauskätzchen" (langsam wachsend), was der Deiner Frau nicht ist. Biologisches Wachstum erfolgt exponentiell (Verdopplung) - ein Teich der nach 100 Tagen halb bedeckt ist mit Blaualgen, ist am NÄCHSTEN Tag voll! Wenn ich mir vorstelle, wie schnell ohne Therapie der Krebs bei Deiner Frau z.B. in der Leber wachsen würde ... also wenn ihr da nur jährlich nachsehen lasst ... dann ist alles zu spät. Lies Dir den Beitrag von Rainbow bei den Angehörigen durch ... ihre Mutter Mutter bekam eine Therapie ... trotzdem ging es ratzfatz.


    Falls Du Dir irgendwelche Illusionen machen solltest, dass es reicht die Therapie zu beginnen, wenn Organmetastasen erkannt wurden, dann lies Dir mal das durch, was mir jemand zum Trost geschickt hat (ich meine den Teil mit der Prognose):

    https://www.gemeinschaftskrank…kologie/regionaltherapie/


    Habt Ihr schon auf Gen-Mutationen (BRACA) testen lassen? (Ist nur eine Blutabnahme.)


    Entschuldigung, wenn Dir mein Beitrag Angst machen sollte. Mir ist es nur ein Bedürfnis, dass Du wenigstens verstanden hast auf welchen Baum Du kletterst und wie dünn seine Äste sind. Wenn Du dann immer noch überzeugt bist, dann ist es eben so, wie es ist. Aber bitte erst verstehen. (Ich hatte auch so einen Vogel, der meinte jeden Tag entstehen Millionen von Krebszellen. Ist durchaus richtig. Nur das Immunsystem hat diese Sorte nicht erkannt und lässt sie ungehindert wachsen. Und beim Erkennen lernen hilft leider nicht Vitamin C. Das ist das Problem. Es wird an Immuntherapien geforscht und vielleicht bekommen wir in 100 Jahren bei Krebs eine kleine Spritze und sind dann geheilt. Aber das dauert noch! Falls es je möglich sein wird.)


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Ich habe lange nachgedacht.

    Grundsätzlich habe ich eins in den 10 Jahren meiner Erkrankung gelernt: ich missioniere nicht mehr.

    Und dennoch, Manfred schreibt ja nicht grundlos hier, er möchte ja etwas hören, sich austauschen.


    Nun möchte ich an der Stelle mal eine winzige Lanze für ihn bzw. seine Frau brechen, aber nur in einem kleinen Punkt:


    seine Frau ist 58 Jahre alt, demnach wohl peri- oder postmenopausal. Von daher ´"droht" von den Eierstöcken kaum noch Gefahr (wenn sie postmeno ist)

    Zugleich ist sie sehr schlank mit 53 kg, also gehe ich mal davon aus, dass wenig Fettgewebe vorhanden ist, welches Östrogene produzieren kann.

    Wenn dem so ist, dürfte sie einen sehr geringen Östrogenspiegel haben.


    Ich frage mich, ob jemand mit starkem Übergewicht und Aromatasehemmer wirklich besser da steht?!?

    Kann der Aromatasehemmer wirklich alles Östrogen verhindern, wenn überproportional Fettgewebe vorhanden ist? Die Antwort lautet: nein.

    Dies haben Messungen im Blut ergeben.

    Es gibt eben auch hier nicht nur schwarz-weiss.


    (Dass ich persönlich natürlich die AHT gemacht hätte, dass ich sogar aus "Neid" meine abendliche Aspirin protect Tablette als solche betrachtet und eingenommen habe, möchte ich hier noch erwähnen)


    In einem Punkt gebe ich PrimKnochenMets teilweise Recht:

    Bei Deiner Frau wird die nächste Krebs-Manifestation NICHT in der Brust zu finden sein, sondern, da die Knochen durch die Bisphosphonat-Therapie übersprungen werden, in den Organen.

    Ich glaube auch, dass ihr zu sehr die Brust als Übeltäter im Auge habt. Die Brust ist aber nicht das Problem, es sind Fernmetastasen, die entstehen können. Von daher waren für mich immer Untersuchungen wie z.B. Oberbauchsono, Knochenszinti etc. viel wichtiger und aufschlussreicher als ein Brustultraschall etwa.

    Auch glaube ich, dass ihr vielleicht von einem freundlichen Luminal A Tumor ausgeht. Mit einem Ki67 von 20% ist das kein Luminal A Tumor, diese zeichnen sich durch einen niedrigen Ki67 von bis zu 14 aus. Alles darüber ist hoch! Und eben eher ein Luminal B Tumor. Und der wird mit Chemotherapie behandelt. Ein Endopredikt- oder Oncotype DX Test kann da wertvolle Auskunft geben.


    Dass die "Knochen übersprungen" werden, sehe ich anders. Wenn im Knochenmark die Schläferzellen sitzen, werden sie von den Bisphos vernichtet. So soll es auch sein. Dass dennoch Lebermetastasen auftauchen, ist wohl eher der Tatsache geschuldet, dass diese in Miniform schon vorher da waren. Die schlaf. Tumorzellen im Knochenmark werden ja nicht vor die Entscheidung gestellt, ob sie absterben oder doch lieber in die Leber gehen möchten. Und denken können sie auch nicht. Es gibt insgesamt weniger Metastasen, weil die knochen eher verschont werden. Und vom Knochenmark keine aufgewachten mehr auf Wanderschaft gehen können, denn sie werden ja von den Bisphos eliminiert. Aber, wer von den hormonpositiven nimmt schon prophylaktisch Bisphosphonate? Ist ja doch eher eine Angelegenheit für triple negative, die nach jedem Strohhalm greifen. Ich denke, es dauert nicht mehr lange, dann werden Bisphos prophylaktisch in die Leitlinien aufgenommen.


    Eine Testung auf BRCA halte ich für nicht erheblich, mit 58 Jahren wird der Test auch nicht "mal eben" zu bekommen sein. Sie ist weder TN ( BRCA2 ergibt hauptsächl. hormonpositive Tumore, nur bei mir leider nicht) noch war das jetzt eine Neuerkrankung- es war ein Rezidiv vorherigen BK, der nicht "ordentlich" therapiert wurde.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Lieber Manfred ,


    ich würde eine Vergleichs-Basis für die Schublade haben wollen: MRT (nicht Brust, sondern Lunge, Leber) oder PET-CT. Und dann würde ich analog zu einer Studie, die es mal gab. Sehr oft (ich meine es war alle 6 Wochen?) Tumormarker bestimmen lassen. Und sollten sie ansteigen - und zwar auch innerhalb der Norm - würde ich nochmal genauer bildgebend nachsehen lassen (wieder MRT oder PET-CT). Schlicht damit noch eine Therapie begonnen werden kann.


    Mit "übersprungen" meinte ich nicht, dass sie von den Knochen in die Leber wandern, sondern dass schon Krebszellen in den Organen vorhanden sind und diese als nächstes "hoch" wachsen, ohne dass vorher noch Knochenmetastasen zu sehen sind, weil die durch die Bisphosphonate verhindert wurden. (Die Oma einer Freundin meiner Tochter macht auch keine AHT - sie lässt ihr Blut regelmäßig auf fluktuierende Tumorzellen untersuchen - war sehr überzeugt davon.)


    Grüße Carmen

  • Liebe PrimKnochenMets ,


    danke für deine klaren Worte. Ich habe schon seit 2012 Angst um meine Frau. Das 1. Mal als uns gesagt wurde, dass 2 Lymphknoten befallen sind. Es waren zwar nur Mikrometastasen, die bei der OP im Schnellschnitt nicht zu sehen waren, aber es war ein Schock.


    In den letzten Jahren immer wieder, bei jedem längeren Husten, bei Schmerzen in der Schulter. Zuletzt im Sommer 2018 bei den nächtlichen Schweißausbrüchen.


    Nach der Mastektomie war ich erleichtert, keine befallenen Lymphknoten.


    Ich überlege auch schon, ob meine Frau spätestens im Sommer, eine genauere Untersuchung machen sollte. 3 Jahre und 3 Monate nach Ende der AHT wäre ein sinnvoller Zeitpunkt. Wenn die andere Brust in Ordnung sein sollte und auch in den Knochen, der Leber und der Lunge nichts gefunden werden sollte, dann würden wir uns schon sicherer fühlen. Obwohl ich denke, dass man sich erst nach 20 Jahren relativ sicher sein kann.


    Beim CT mache ich mir immer Gedanken über die Strahlung. Meine Schwiegermutter ist an Brustkrebs gestorben. Deshalb ging meine Frau mit 39 Jahren zur ersten Mammographie. Dann jährlich und wenn ein Verdacht war, auch öfter. So lange, bis sie endlich Brustkrebs hatte. Weder der Brustkrebs 2012 noch der Brustkrebs 2018 war in der Mammographie zu sehen.


    Unsere Tochter ist jetzt auch 39 Jahre alt. Ich habe ihr gesagt, dass es meiner Meinung nach zu früh für eine Mammographie ist. Jedes Jahr Ultraschall, bei Verdacht ein MRT und zu Beginn der Wechseljahre eine Mammographie wäre meine Meinung.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Lieber Manfred , deine Tochter könnte den Gentest machen lassen. Auch wenn er negativ ist, hat sie nach eurer Familiengeschichte ein ca. 25% Risiko zu erkranken. In den USA wird Mammographie schon ab 40 Jahren empfohlen, wieso bei uns nur ab 50 verstehe ich bis heute nicht.

    Ich kenne eine Frauen, die nach 23 Jahren Knochenmetas bekam.

    Alles Gute

  • Lieber Manfred ,


    darum würde ich ja ein MRT (Thorax + Abdomen = Lunge + Leber) - zur Not eben selbst gezahlt - machen lassen. Das hat keine Strahlenbelastung. Und das wichtigste: "arzt" hat was zum Vergleichen!!! Weil irgendwas besonderes ist da immer zu sehen - auch wenn es "nix" ist. "arzt" kann das nur über Wachstum beurteilen und das geht erst mit 2 Bildern mit Abstand, die verglichen werden können.


    Wenn Deine Schwiegermutter und Deine Frau Brustkrebs hatten, dann könnte das schon eine Gen-Mutation sein. ( Jule66 kennt sich da aus.) Ich würde an der Stelle Deiner Tochter einen Gentest machen lassen, um das auszuschließen. Ist wirklich nur eine Blutabnahme.


    Und Brust-Ultraschall. Dass es den Igel gibt, wusste ich nicht! Mein Frauenarzt macht das nicht und bei der Frauenärztin, bei der ich vorher war werden die Frauen erst ab 45 angesprochen. Meine Bekannte ist woanders - dort machen es die Frauen ab 30.


    Die andere Seite kann Dir vielleicht sagen, wie häufig was bei Deiner Tochter sinnvoll wäre. (Der Genetiker gibt auch so einen Ratschlag-Bogen mit. Ich habe den Test machen lassen. Nicht um herauszufinden, wie wahrscheinlich es ist nochmal Brustkrebs zu bekommen - das ist bei mir egal. Aber ich habe zwei Mädels und da wollte ich wissen, ob ich ihnen was vererbt haben könnte. (Nein, glücklicherweise nicht.))


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Hallo Jule66 ,


    danke für deine winzige Lanze und den kleinen Punkt!


    Ich glaube, dass ich meiner Frau 2012 auch Aspirin protect empfohlen habe und das sie es einige Zeit genommen hat. Dann sind wir wegen der Gelenkschmerzen auf Enzyme (Wobenzym plus bzw. Karazym) umgestiegen. Ich habe damals gehofft, dass sich durch eine leichte Blutverdünnung nicht so leicht Metastasen bilden. Ich hoffe es noch heute.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Lieber Manfred ,


    das mit der Schwiegermutter erklärt natürlich, warum Deine Frau am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde. Wann war das? Wie alt war sie? Und Deine Frau? Ich kann Dich soweit beruhigen, dass die letzten paar Jahre einige tolle Medikamente auf den Markt gekommen sind, wenn rechtzeitig genug eingegriffen wird. Ich bekomme Ibrance (+ Letrozol + GnRH) - und habe weder Beschwerden, noch spürbare Nebenwirkungen. Nur die weißen Blutkörperchen gehen in den Keller. Und klar, die Angst, wie lange es wirkt ist auch da. (Und "frau" ist dauernd bei irgendwelchen Untersuchungen.)


    Ich will sagen, so wie es Deine Frau bei Ihrer Mutter erlebt hat, läuft das seit 2 Jahren nicht mehr ab.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • bin jetzt leider unterwegs und kann nur eingeschränkt antworten. Aspirin protect hat eine andere Aufgabe als Tumor prophylaxe, weniger die Blut verdünnung als die Vermeidung von Entzündungen. Diese gehen wohl einer Tumor Entstehung voraus.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    24911457bo.jpg

  • 20190215_155841.jpgLieber@Manfred ,

    GEN Festung in der Regel bei diesen Konstellationen hintenann die Wahrscheinlichkeit zu erkranken , wie alt war deine Schwiegermutter bei der Erkrankung, im Brustzentrum wird man euch sagen können ob die Testung notwendig ist, ja mit 39 und dichtem Drüsenkörper ist die Mammographie schwierig auszuwerten, alternativ wäre eine 3 D Mammogrphie eine gute Sache, leider selbst zu zahlen, ich würde aber zu 6 Monatigen Ulltraschall raten, halten wir so bei uns in der Praxis in solch Fällen. Wie Jule schon schrieb geht auch mein Endokrinologe davon aus dass Biphosphonate in ca. 1 bis 3 Jahren zur Prophylaxe dazu gehören, auch bei Hormonabhängigen wie meiner einer, ich bekomme diese weil die Knochendichte in der Hüfte nicht ausreicht. Grüsse die andere Seite

  • Zitat

    Ultraschall und Thorax-Röntgen, dass ist, wie wenn Du versuchst aus Adler-Flug-Höhe eine Maus in einem Feld zu sehen. Es kann nicht gelingen. Du brauchst entweder eine Wärmebildkamera (PET-CT) oder Adleraugen (MRT).


    In meinem Brustzentrum ist es üblich 1/4-jährlich ein CT zu machen. (Bei vielen anderen auch.)

    PrimKnochenMets

    Jetzt machst du sogar mir ein wenig Angst und Bange. In meinem Brustzentrum gab es ausschließlich Thoraxröntgen und Oberbauchsono zum Staging. Auch die Nachfrage bei OnkoGyn und in zwei weiteren Brustzentren, wo ich vorstellig geworden bin, hat ergeben, dass das so gängige Praxis wäre. Denn da ich alle 6 Monate ein Mamma-MRT bekomme, auf denen man auch große Teile meiner Lunge mit abbildet, wären weitere MRTs und CTs erst dann möglich und notwendig, wenn Probleme bestehen oder die anderen Bilder auffällig waren.

    Du hast also einen kleinen wunden Punkt bei mir getroffen mit deiner Aussage und ich jab mal wieder Bammel, dass nicht ordentlich genug nachgesehen wird.



    Manfred

    Ich möchte gar nicht erst versuchen, dich/euch hinsichtlich der möglichen Behandlungen umzustimmen. Aber auch ich kann dir nur sagen:

    Ich würde vieles dafür geben um die Optionen zu haben, die deine Frau hat.



    Die Mutter deiner Frau hatte Brustkrebs. Deine Frau hat Brustkrebs. Und deine Tochter soll mit 39 keine Mammographie machen, weil sie dafür noch zu jung ist und Strahlung ja schädlich sein kann. Und deine bereits an Krebs erkrankte Frau soll nicht ins CT, weil die Strahlung schädlich sein könnte.

    Insbesondere letzteres erschließt sich mir kein Stück. Der Krebs ist schon längst da. Zum zweiten Mal. Und anstatt sich bei der akuten Erkrankung um ordentliche Diagnostik und eine passende Therapie zu kümmern werden moderne medizinische Mittel außen vorgelassen, weil diese eventuell schädlich oder krebserregend sein könnten?! Diese Logik übersteigt leider etwas meinen Horizont.

    Zudem klingt es bei dir so, als hätte deine Frau durch die Mammographie selbst Krebs bekommen. Schließlich ist sie laut deiner Worte zur Mammo gegangen, "bis sie endlich Brustkrebs hatte".

    Das klingt mir jetzt ehrlich gesagt etwas zu sehr nach Verschwörungstheorie, tut mir leid. Die passende Überschrift in der Klatschpresse würde hier lauten "Zu Tode geröntgt - Mammographieren bis der Brustkrebs kommt".



    Ich hab mit 26 Jahren Brustkrebs bekommen. Ohne jegliche familiäre Vorbelastung. Ohne jemals eine Mammographie gemacht zu haben oder ein CT von innen gesehen zu haben.

    Deine Tochter ist 39 und mehrfach familiär vorbelastet. An deiner Stelle würde ich dringend schauen, dass du deine Tochter in ein Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs schleppst. Dass geguckt wird, ob in der Familie genetische Grundlagen für mögliche Krebserkrankungen bestehen. Und dann würde ich schauen, dass sie die beste und modernste Vorsorge bekommt, die es momentan zu haben gibt.



    Ich weiss nicht warum, aber aus irgendeinem Grund wird in deiner Familie so getan, als wäre Krebs ja quasi kein großes Ding und die Ursachen und Mittel dagegen jeweils einfachster Natur.

    Ein wenig gute Laune hier, weniger Bauchspeck da, 2mg Selen, 3 Kapseln Kalzium und 5 Einheiten Vitamin D und zack - das löst sich alles von selbst.

    Tut es nicht. Ansonsten hätten hier einige wirklich deutlich weniger Probleme, Sorgen und Ängste.

    Und: schreibst du nicht selbst, dass deine Herzdame schon seit Jahren derartige Präparate nimmt? War ja dann leider nicht ganz erfolgreich. Soll jetzt natürlich nicht bedeuten, dass das alles völlig nutzlos ist. Aber scheinbar als Therapie auch nicht ausreichend.



    Weisst du, man kann nur dem helfen, der sich helfen lassen möchte. Ihr scheint bei vielen Dingen leider sehr beratungsresistent und von euren Entscheidungen sehr überzeugt. Ob Chemo, AHT, CT, usw geholfen hätten oder nicht - wir werden es nie erfahren.

    Nichts zu tun hat jedenfalls auch nichts gebracht. Vielleicht wird es ja doch Zeit, dass ihr euren gewählten Weg auf mögliche Fehler und Schwachstellen überprüft.



    Alles Gute.

    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

  • Liebe Käthe ,


    ich denke, es kommt auf Tumorbiologie und die damit verbundenen Behandlungsmöglichkeiten an. Der Zweitmeinungsarzt meinte er würde mir erst Chemo geben, wenn ich Beschwerden habe und bis dahin mit erweiterter AHT das Tumorwachstum bremsen. Du bist TN - da gibt es diese Möglichkeit leider nicht. Manfred's Frau ist HR+ und macht keine AHT. Hier macht es Sinn Organmetastasen so früh wie möglich zu entdecken, um deren Wachstum ohne gleich Chemo zu bremsen. Zumal jetzt nach 3 Jahren ohne AHT die Krebszellen in der Brust groß genug zum Entdecken mit MRT waren. Da sollte dann schon genauer - also auch mit MRT - hingeschaut werden, ob woanders auch was ist.


    Ich wollte Dir keine Angst machen. Deine Situation ist anders.


    Grüße Carmen

  • Ich war jetzt mit 42 auch das erste mal bei der Mammographie. Meine Mutter hatte Btsutkrebs mit über 60 Jahren.

    Es liegt kein bekannter Gendefekt vor.

    Die Strahlenbelastung einer Mammograhie mit einem modernen Gerät liegt in der Größenordnung eines Langstreckenflugs.

    Die Radiologin war der Meinung, dass jede Frau mit 40 einmal zur Mammographie sollte als Basismammograhpie. In Österreich und auch in USA wird es so gehandhabt. Ab 40 Jahren eine Mammographie.

    Bei familiärer Vorbelastung sieht sie es als unerlässlich an.

    In meiner radiologischen Praxis wurde dann noch ein genauer Ultraschall gemacht und abgetastet.

    Ich fühle mich jetzt sicherer, auch wenn ich weiß, dass es Tumore gibt, die nur im MRT zu sehen sind.

    Ich an Stelle deiner Tochter würde unbedingt eine Mammographie machen lassen und mich auch erkundigen, ob ein Gentest sinnvoll ist.

    Lg, Fiona

  • Ach, das weiss ich doch, liebe PrimKnochenMets  ;)

    Ich bin einfach eine riesen Schissbuchse. Wenn ich die ganzen Untersuchungen hätte, würd ich jedes Mal 1000 Tode sterben davor. Ich war vom normalen Brust-MRT heute schon so fertig vom Angsthaben, dass ich heute Mittag erstmal ein Schläfchen machen musste.

    Ist also eventuell besser, nicht noch mehr derartiger Termine alle paar Monate zu haben.

    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

  • Hallo?


    Vor der Mastektomie im September waren wir bei einem Herrn Professor wegen einer zweiten Meinung. Er sagte, wenn 2012 Lymphknoten entfernt wurden, dann wäre dieser Metasierungsweg jetzt verschlossen.


    Was meint ihr zu dieser Aussage des Herrn Professors?


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Er sagte, wenn 2012 Lymphknoten entfernt wurden, dann wäre dieser Metasierungsweg jetzt verschlossen.

    Ich muss sagen, das ist leider absoluter Blödsinn.


    1: man kann unmöglich alle Lymphknoten herausnehmen.

    2: man kann nicht die Lymphbahnen herausnehmen

    3: Lymphknoten gibts nicht nur in der Axilla, sondern auch am Schlüsselbein, in der Brust, Thoraxwand, überall eben, vom Brusttumor aus gesehen, in jede Richtung.


    Auch ist die "Denke"falsch. Die Aufgabe der Lmyphknoten ist gerade genau das: Körperfremdes aufzuhalten und zu vernichten. Fehlende Lymphknoten sind demnach eher "gefährlich"- niemand hält den Schxxx mehr auf.

    Außerdem gibts da überall Lymphbahnen, die nur zu gerne den Transporteur spielen.


    Ich habe selten etwas so ... gehört.;)

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
    24911457bo.jpg

  • Manfred

    Ich kann mich Jule66 nur anschliessen . Beispiel aus unserer Praxis . Patientin 3/17 Mamma Ca, da älter keine Bestrahlung weil kleiner Tumor , Antihormontherapie nicht vertragen jetzt Lymphknotrnmetase obwohl 2017 Lymphknoten entfernt wurden. Es gibt im Körper extrem viele Lymphbahnen und die Andockstellen die Lymphknoten, wenn man ein Carzinom nicht ausreichend behandelt sucht es sich einen dieser vielen Wege um Unfug zu treiben . Sicher metastasiert auch ein gut behandeltes Carzinom aber die Rate ist deutlich weniger . Grüsse die andere Seite

  • Lieber Manfred ,


    schriebst Du nicht, dass 2012 nur 3 Lymphknoten entfernt wurden, aber - wider Erwarten - 2 davon befallen waren!? Also bei der Rate wäre ich nicht sicher, dass damals nicht mehr Lymphknoten befallen waren und nur nicht entfernt wurden. Irgendwo stand mal, dass es Jahre dauert, bis aus einer Krebszelle etwas so großes wird, dass es bildgebend dargestellt werden kann. Was, wenn das Rezidiv nur die Spitze des Eisberges war? Also die Krebszellen in der Brust, einfach nur schneller groß genug wurden, als die, die seit damals im Rest vom Körper schlummern?


    Zugegeben ich bin keine Medizinerin, aber jetzt davon ausgehen, dass alles gut ist und alle anderen alle Therapien für die Katz auf sich nehmen und zudem noch den Kopf in den Sand stecken und denken, dass "arzt" noch erfolgreich eingreifen kann, wenn die Metastasen so groß geworden sind, dass sie im Ultraschall gesehen werden können / Beschwerden bereiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rechnung aufgeht.


    Liebe Grüße

    Carmen