Rezidiv nach 6 Jahren

  • Hallo PrimKnochenMets ,


    die Lebensgefährtin meines Schwagers ist im Winter 2009 gestürzt. Beim Röntgen der Schulter wurde Brustkrebs und Lungenmetastasen diagnostiziert. Sie hatte keine Beschwerden. Der Brustkrebs wurde operiert, danach bekam sie eine Chemotherapie. 3 Monate später war sie tot.


    Mein Bruder hatte im Herbst 2004 Metastasen im Gehirn und in der Lunge. Der Primärtumor wurde nicht gefunden. Laut Histologie aus der Lunge war es ein Melanom. Er ist am 24.12.2004 gestorben.


    Meine Schwiegermutter hatte Brustkrebs, auch sie ist vermutlich am Brustkrebs bzw. an den Metastasen gestorben.


    Mein Schwiegervater hatte Prostatakrebs. Er wollte sich nicht operieren lassen und setzte auf die Antihormontherapie. Er hat damit relativ lange gelebt. Auch er dürfte an den Metastasen gestorben sein. Er verlor in seinen letzten Monaten stark an Gewicht, auch eine Magensonde hat den Gewichtsverlust nicht aufgehalten.


    Meine inzwischen verstorbene Mutter hat meiner Frau 2012 von der brusterhaltenden Operation und der Bestrahlung abgeraten. Sie erzählte von einer Freundin aus ihrer Zeit als junge Frau. Ihre Freundin hatte Brustkrebs, die Brust wurde entfernt. Keine weitere Therapie. Die junge Frau blieb gesund und wurde alt.


    Meine Frau macht derzeit einen gesunden Eindruck. Natürlich fürchte ich mich sehr, dass es nicht gut ausgehen könnte. Wir werden im Sommer Knochen, Leber und Lunge untersuchen lassen. Ich glaube, dass wir das 7 Jahre nach der Erstdiagnose, 3 Jahre nach Ende der AHT bzw. 1 Jahr nach dem Rezidiv machen sollten.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Meine inzwischen verstorbene Mutter hat meiner Frau 2012 von der brusterhaltenden Operation und der Bestrahlung abgeraten. Sie erzählte von einer Freundin aus ihrer Zeit als junge Frau. Ihre Freundin hatte Brustkrebs, die Brust wurde entfernt. Keine weitere Therapie. Die junge Frau blieb gesund und wurde alt.

    Ich frage mich die ganze Zeit, worauf Du hinaus willst.


    Dem von mir zitierten Beitrag entnehme ich, dass Du die Absegnung von "keine weitere Therapie" von uns haben möchtest.


    Was wissen wir von der jungen Frau? Es gibt BK Typen, die sind sowas von freundlich, die metastasieren noch nicht einmal. Z.B. der tubuläre, der muzinöse , der medulläre usw. Es gibt tatsächlich sehr ungefährliche BK Typen- das als Maßstab zu nehmen, zumal Du weisst, dass Deine Frau nicht einen solch freundlichen BK hat- halte ich für gefährlich.


    Tatsächlich sieht die Statistik für den nahezu unbehandelten BK sehr viel schlechter aus als wenn eine adäquate Behandlung statt gefunden hat.

    die Lebensgefährtin meines Schwagers ist im Winter 2009 gestürzt. Beim Röntgen der Schulter wurde Brustkrebs und Lungenmetastasen diagnostiziert. Sie hatte keine Beschwerden. Der Brustkrebs wurde operiert, danach bekam sie eine Chemotherapie. 3 Monate später war sie tot.

    Auch das finde ich sehr unpassend. Nicht nur, dass es Angst macht und ganz bestimmt PrimKnochenMets , auch hier gibt es keinerlei Hintergrundinformationen.

    So wie Du das darstellst, scheint sie aufgrund der Chemo verstorben zu sein. Aber wer weiss denn, wie fortgeschritten der Krebs schon war?


    Ich bin schon seit bald 10 Jahren dabei, da war zu keinem Zeitpunkt jemand aufgrund der Chemo verstorben. !

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Hallo Jule66


    ich wollte euch nur über die Krebsfälle in meiner Familie erzählen, ohne jeden Hintergedanken. Ich will auch keine Absegnung für "keine weitere Therapie". Dazu habe ich kein Recht, das steht mir nicht zu!


    Aber zur Vervollständigung:


    Das mit der Freundin meiner Mutter wird gegen 1950 gewesen sein, da gab es wahrscheinlich als Therapie nur die Operation.


    Die Lebensgefährtin meines Schwagers war 65 Jahre alt und stark übergewichtig. Die Therapie erfolgte in einem kleinen Krankenhaus. Ich glaube, dass die Frau auch Herzprobleme hatte. Damals hatte ich noch keine Ahnung von Brustkrebs, heute glaube ich, dass sie in ein Brustzentrum gehört hätte und dass sie, zumindest anfangs, nur eine Antihormontherapie bekommen hätte sollen.


    PrimKnochenMets , falls ich dir Angst gemacht habe, möchte ich mich hiermit bei dir entschuldigen. Es tut mir leid, das wollte ich nicht!


    Ich werde mich in nächster Zeit zurückhalten. Ich würde euch aber gerne, falls es euch interessiert, nach der MR-Mammographie und im Sommer nach den Untersuchungen über den weiteren Verlauf informieren.


    Liebe Grüße

    Manfed

  • Keine Sorge Manfred ,


    Angst machst Du mir mit der Geschichte keine. Ich spüre ja am eigenen Leib, was die AHT bewirken kann. Tamoxifen hat bei mir die Lymphknotenmetastasen und den Haupt-Tumor in der Brust schnell kleiner werden lassen.


    An Deiner Stelle würde mir das allerdings zu Denken geben ... von wegen "arzt" kann immer noch mit der Therapie beginnen, wenn die Metastasen groß genug sind, um sie bildgebend zu erkennen. Bei der Lebensgefährtin Deines Schwagers war der Krebs zu weit fortgeschritten - da kam sogar die Chemo zu spät - die letzte und schärfste Waffe der Ärzte.


    Ich bin froh, dass bei mir das alles noch rechtzeitig genug entdeckt wurde, um noch(!) ohne Chemo - mir beschwerdefreie Zeit mit meinen Lieben zu ermöglichen.


    Wir "schwätzen" auf Dich ein, wie auf ein krankes Kalb, damit Deine Frau auch diese Chance bekommt. Wenn sie nichts macht und zudem zu selten und zu oberflächlich nachsehen lässt ...


    Wie gesagt: Ich denke Brust prüfen, wird nichts bringen - dreimal bekommt sie die Chance nicht. Ich glaube auch nicht, dass die nächste Manifestation in den Knochen sein wird. Ich tippe auf Lunge ...


    Halte uns bitte auf dem Laufenden.


    Grüße Carmen

  • Lieber Manfred ,


    die Therapie-Art wird nach Indikation entschieden:


    Sind Metastasen lebensbedrohlich und muss eine schnelle Wirkung erzielt werden, wird eine Chemo-Therapie gegeben - und keine AHT mehr.


    Die Lebensgefährtin Deines Schwagers hätte auch in einem zertifizierten Brustzentrum keine AHT mehr bekommen. Die Chemo war der letzte Versuch noch ein wenig Zeit zu schinden, weil die erste Chemo - in der Regel - gut anschlägt.


    Werden bei Deiner Frau größere Organ-Metastasen gefunden - und aufgrund der Untersuchungsmethoden und Zeiträume dazwischen werden es gleich große Metastasen sein - wird ihr nur Chemo bleiben - AHT schlägt zu langsam an - es heißt dann: Friß' Vogel oder stirb.


    Wie schnell das gehen kann, hast Du bei Deiner "Schwägerin" erfahren oder kannst Du tiefer bei Rainbow nachlesen. Wie gesagt, ich denke, die "Stufe" Knochenmetastasen wird bei Deiner Frau weg fallen.


    Bei mir wurde im CT eine Lebermetastase gesehen 11 mm. Im Leber-MRT 2: 11x9 und 3x3 mm. Und im Leber Ultraschall keine einzige, obwohl der Arzt wusste, wo er suchen muss!!! Und das Ganze innerhalb von 3 Monaten Untersuchungsabstand vom letzten CT. Zudem noch unter laufender bremsender AHT. Und ich bin kein Einzelfall. So viel zu Untersuchungszeiträumen und Empfindlichkeit unterschiedlicher Untersuchungsmethoden. Ihr spielt mit dem Feuer!!! Klar, manche Feuerschlucker haben "Glück" - aber die meisten verbrennen sich die Finger.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • ich wollte euch nur über die Krebsfälle in meiner Familie erzählen,

    Hallo Manfred ,


    bislang habe ich hier nur still mitgelesen und werde mich auch jetzt jeglichen Kommentars zur Wahl der Behandlung enthalten. Das ist Eure Sache und da werde ich mich nicht zu äußern, auch, wenn ich meine ganz eigene Meinung dazu habe...


    Worauf ich allerdings kurz eingehen möchte, sind die Krebsfälle in Eurer Familie im Zusammenhang mit Eurer Tochter.


    Ich selbst bin 2014 an BK erkrankt. Damals ist niemand davon ausgegangen, dass es ein erblich bedingter BK sein könnte, weil nur eine Cousine meines Vaters mit Mitte 30 an BK erkrankt und mit Anfang 40 daran verstorben ist. Allerdings gab es auf der väterlichen Seite einige andere Krebserkrankungen (Lunge, Prostata, Gebärmutter), die erst einmal nicht mit dem BK in Zusammenhang gebracht wurden. Sicherheitshalber wurde der Gentest aber (leider erst nach Abschluss der Akutbehandlung) doch noch gemacht - und tada - ich bin BRCA 2 positiv.


    Deshalb würde ich Deiner Tochter dringend raten, sich genetisch beraten und testen zu lassen, damit sie die beste Vorsorge bzw. ggf. die Möglichkeit prophylaktisch ihr Erkrankungsrisiko zu senden, bekommt. Hätte ich vor meiner Erkrankung gewusst, dass ich den BRCA 2 Defekt habe, ich hätte alles dafür getan, dieses Tal der Tränen der Erkrankung und der gefolgten beiden Progresse, zu umschiffen.


    Alles Gute für Euch

    Nicole

    Am Ende wird alles gut. <3 Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende. ^^
    -
    Oscar Wilde -

  • Hallo!


    Vorige Woche hatte meine Frau ein MRT (MR-Mammographie. Narbenstrang, Brustwand und die andere Brust. Keine Anreicherungen, alles in Ordnung.


    Vor einem halben Jahr hatte meine Frau eine einseitige Mastektomie und eine Biopsie der anderen Brust wegen Anreicherungen im MRT.


    Diesmal BIRADS 2 und wegen sehr dichtem Brustgewebe (ACR 4) wird in Zukunft immer ein MRT anstatt einer Mammographie gemacht werden.


    Im Sommer folgen weitere Untersuchungen.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Hallo!


    Meine Frau hatte seit einiger Zeit Schmerzen im Oberschenkel. Das haben wir Ende April mit Ultraschall und einem Röntgen abklären lassen. Alles in Ordnung! Nun haben wir auch die Tumormarker CEA, CA 125 und CA 15-3 bestimmen lassen.


    Vergleich 09/2018 (Rezidiv) zu 05/2019:


    CEA ist von 1,5 auf 1,4 gesunken.

    CA 125 ist von 10,0 auf 8,2 gesunken.

    CA 15-3 ist von 26,5 auf 17,1 gesunken.


    Da haben wir uns gefreut!


    Aber:


    Bei der Gelegenheit habe ich mir auch Blut abnehmen lassen. Mein PSA-Wert ist stark erhöht!


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Hallo Manfred,

    Das freut mich für Euch. Das mit dem Psa Wert ist natürlich nicht so schön, kann aber auch nur eine Entzündung sein. Dafür drück ich die Daumen.

    Liebe Grüße Bella

  • Manfred

    Wie stark ist dein PSA erhöht? Oder besser gesagt, welcher Wert wurde ermittelt?

    Es freut mich sehr, die Werte deiner Frau scheinen ganz gut zu sein....:thumbsup:

    LG Sabine

  • Bella69 ,

    Danke dafür, dass Du mir die Daumen gedrückt hast. Es dürfte geholfen haben.


    Hardi ,

    Der Urologe hat mich untersucht und hat gesagt, dass ich wahrscheinlich gesund bin. In 3 Wochen wird noch ein MRT gemacht. Der Urologe meinte, dass ich möglicherweise eine Entzündung gehabt haben könnte.


    Es wäre auch für meine Frau nicht gut gewesen, wenn ich ernsthaft erkrankt wäre. Ich glaube, dass negativer Stress für das Immunsystem schlecht ist.


    Übrigens halte ich die Tumormarker bei meiner Frau für aussagekräftig, obwohl manche Ärzte davon abraten. 2012 bei der Ersterkrankung war der CA 15-3 bei 26, dann ist er bei der AHT auf 13 - 14 gesunken. 2018 beim Rezidiv war der CA 15-3 wieder bei 26 und ist nun nach der OP ohne AHT auf 17 gesunken. Ich werde meiner Frau vorschlagen, dass sie in Zukunft alle 3 - 4 Monate die Tumormarker bestimmen lässt.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • hallo Manfred,

    das klingt gut. dann hoffe ich, dass das MRT dasselbe findet, nämlich nichts.

    so wie du schreibst scheint der TM bei deiner Frau aussagekräftig zu sein. ich würde ihn auch mit im Auge behalten.

    Alles gute weiterhin

    Bella

  • Hallo!


    Bei meiner Frau sind wieder die Tumormarker bestimmt worden.


    Der Verlauf:


    09/2018 - 05/2019 - 08/2019


    CEA: 1,5 - 1,4 - 2,0


    CA125: 10,0 - 8,2 - 8,9


    CA 15-3: 26,5 - 17,1 - 20,1


    Die Mastektomie war im September 2018. Dann sind die Tumormarker gefallen und nun wieder gestiegen.


    Ich bitte um Eure Meinung dazu.


    Liebe Grüße

    Manfred

  • Ich bitte um Eure Meinung dazu.

    Hallo Manfred ,


    Im Grunde sind das ja nur 2 Werte seit der Mastektomie und das ist nicht aussagekräftig.

    Besser wäre es, wenn man einen Verdacht hat, den TM alle 6 Wochen abzunehmen.

    Ich würde also in 6 Wochen noch mal schauen und gucken, ob er weiter steigt oder so bleibt oder gar sinkt.

    Auf jeden Fall sind die Sprünge minimal.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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