Alternativmedizin auf dem wissenschaftlichen Prüfstand

  • In einem heute in der Saarbrücker Zeitung erschienenen Artikel spricht Prof. Dr. Sven Gottschling, Chefarzt am Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie der Universitätsklinik Homburg über sein neues Buch „Wer heilt, hat recht“ . Er stellt in diesem Buch die Alternativmedizin zur Krebstherapie auf den wissenschaftlichen Prüfstand.

    Da ich den Artikel sehr interessant fand, habe ich ihn zum Nachlesen unter einem Link hinzugefügt, Hochladen hat nicht geklappt, da Datei zu groß ist.

    https://www.dropbox.com/s/sdw1…33e/sbm-20190227.pdf?dl=0.


    Folgende Aussagen von Prof. Gottschling habe ich herausgegriffen:

    Cannabis: Cannabis kann die Chemo nicht ersetzen, denn es tötet keine Krebszellen, sondern hat nur einen Schmerz lindernden Effekt.

    Misteltherapie: Studien belegen eine Lebensqualitätsverbesserung und besagen, dass sogar Überlebensvorteile erzielt werden können durch eine begleitende Misteltherapie. Es ist sogar teilweise schon eine Kassenleistung.

    Antikrebsdiäten: Zitat: „Der größte Blödsinn sind Antikrebsdiäten. Wir quälen damit Menschen völlig unnötig. Wir versauen ihnen die Lebensqualität noch mehr als wir müssten.“

    Homöopathische Medikamente und Alternativtherapien durch Heilpraktiker lehnt er strikt ab, da unwissenschaftlich.

    Liebe Grüße

    Christel


    mein Ehemann: Pca

    ED 1.02.19 pT3a pN0 (0/16) MX L0 V0 Pn1 R0 Gleason 7b (4+3)

    meine über alles geliebten Eltern für immer im Herzen
    Papa +15.10.12 (Pca)
    Mama + 9.02.14 (BSDK / Schlaganfall)

  • Hallo Chris,


    finde es gut dass du das hier eingestellt hast. Ich bin der Sache gegenüber auch sehr kritisch eingestellt. Die Aussage: "Homöopathische Medikamente und Alternativtherapien durch Heilpraktiker lehnt er strikt ab, da unwissenschaftlich."

    finde ich aber nicht so gut, weil Therapie begleitend finde ich Homöopathie nicht schlecht und wende sie auch bei anderen Erkrankungen an.


    Gruß Wangi

  • Die Aussage: "Homöopathische Medikamente und Alternativtherapien durch Heilpraktiker lehnt er strikt ab, da unwissenschaftlich."


    Ich glaube, der Fokus bei dieser Aussage liegt auf Heilpraktiker....

  • Hätte ich auch so gesehen wenn nicht "Da unwissenschaftlich" dahinter steht, das kann sich doch dann nur auf die Medikamente und Therapien beziehen.

    Kann ja nicht sein wenn es die selben Medis und Therapien über Ärzte geben würde wäre das wissenschaftlich oder?

  • Wer heilt hat recht????

    Egal ob schwere Krankheiten wie Krebs oder kleinere Befindlichkeiten wie Erkältungen oder z.B. rückenschmerzen, jeder versucht doch alle verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten zu nutzen. Hilft bei einer Erkältung Medikamente, Ruhe oder vielleicht doch der Lindenblütentee und die Selbstheilungskräfte. Meine Großmutter sagte eine Grippe braucht mit arznei eine Woche und ohne Tabletten sieben Tage.


    Wir Krebspatienten brauchen natürlich die Schulmedizin und sind dankbar in einem Land zu leben, in dem es soviele Therapiemöglichkeiten gibt.

    Sogenannte Wunderheiler, die uns viel Geld aus der Tasche ziehen wollen und engültige Heilung versprechen sind natürlich eigentlich kriminell.

    Ergänzende Therapie die die Lebensqualität verbessert ist doch für alle von Vorteil.

  • Hätte ich auch so gesehen wenn nicht "Da unwissenschaftlich" dahinter steht

    Mit "unwissenschaftlich " meint er, dass nachgewiesenermaßen in den homöopathischen Medikamenten kein Wirkstoff vorhanden ist, es sich also um Zuckerkügelchen handelt, die niemandem schaden, aufgrund ihres Placeboeffektes (er nennt es " hohe Wirkerwartung) aber durchaus zu positiven Ergebnissen führen.

    Liebe Grüße

    Christel


    mein Ehemann: Pca

    ED 1.02.19 pT3a pN0 (0/16) MX L0 V0 Pn1 R0 Gleason 7b (4+3)

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  • Dann hätte er den Zusatz "Durch Heilpraktiker" weg lassen sollen. Bei uns gibts auch Ärzte die so etwas anwenden. Und Hömopathie sind ja nicht nur die Kügelchen oder Bachblüten, sondern auch Mittel aus der Natur. Wie gesagt, als Mittel gegen Krebs sehe ich das auch sehr sehr kritisch, als begleitende Therapie finde ich das nicht schlecht


    Der Artikel passt da ganz gut

    https://www.apotheken-umschau.de/Homoeopathie

  • Und Hömopathie sind ja nicht nur die Kügelchen oder Bachblüten, sondern auch Mittel aus der Natur.

    Da gebe ich dir recht, es gibt ja durchaus eine Reihe natürlicher Extrakte, deren Wirksamkeit durch wissenschaftliche Studien belegt wurde, wie z.B. das Sulforaphan bei BSDK oder Granatapfelextrakt bei Prostatakrebs oder auch Curcuma usw.....aber wie du richtig bemerkst : immer als begleitende Therapie.

    Liebe Grüße

    Christel


    mein Ehemann: Pca

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    Mama + 9.02.14 (BSDK / Schlaganfall)

  • ...er wendet ja auch selbst begleitende alternative Heilmethoden an- steht ja schon in der Einleitung...

    Aber begleitend, nicht ausschließlich, und das ist glaube ich der Punkt und ich wage zu behaupten dass wir uns alle einig sind :)