Zungengrundkrebs und lungentumor

  • Halli hallo,


    Mein name ist nici,

    Es geht um meinen vater 69 vor einem jahr haben wir die diagnose lungenkrebs und zungengrundkrebs bekommen mein vater war immer schon haut und knochen und hat gesagt er lehnt jede behandlung ab. Wir waren in der strahlenklinik etc wo alles festgestellt wurde... Der hausarzt sagte das es wo möglich ist das er nicht mehr lange ist da es weit fortgeschritten ist und die heilungschancen bei ihm zu gering wären bzw er womöglich nicht mehr zurück kommt, das hat mein vater abgelehnt und gesagt das er das nicht möchte und zu hause bleiben möchte... 1 jahr später geht es ihm ziemlich schlexht er blutet stark aus dem mund kann schlecht reden, essen tut er auch so gut wie nix mehr trinken kann er noch aber nur wenn man ihn drauf hinweist. Ich weis nicht wie ich ihm helfen kann er quält sich nur noch und ich muss zugucken. Er kann nix mehr selbstständig und wir sind rund um die uhr bei ihm... Wie lange muss ich damit rechnen das er sich nich quält ;( vllt. Hat jemand selber erfahrung damit.

    Mfg

  • Hallo Nici,


    trauriger Grund zum Anmelden. Trotzdem erst einmal herzlich willkommen bei uns.


    Die Fragen kann Dir keiner beantworten. Selbst Ärzte werden sich da bedeckt halten, da jeder Krebs und jeder Patient individuell ist. Aber wenn, dann nur sie, denn sie sehen und kennen den Patienten. Wir nicht.


    Pflegegrad ist beantragt? Ambulanter Pflegedienst ist ebenfalls an Bord? Genauso wie der Hausarzt? Eventuell ein Palliativteam? Hat er entsprechende Schmerzmittel?


    Hilfe von Dritten, also auch von Dir, kann nur ankommen, wenn sie auch gewollt wird. Dein Vater hat eine Entscheidung getroffen, deren Auswirkungen nun angekommen sind. Hart, ich weiß, aber jede Entscheidung von uns zieht Wirkung, Nebenwirkung und Wechselwirkungen nach sich. Sowohl positive als auch negative. Ändern kann man da nicht viel, mildern schon. Das wäre dann die Hilfe, die Du anbieten kannst, neben dem einfach da sein. Und dahingehend zielen meine Fragen. Eventuell wäre mit dem Hausarzt oder Onkologen (der wohl aber eher nicht an Bord ist?) abzuklären, ob ein Hospizplatz eine Möglichkeit wäre, wenn Dein Vater damit einverstanden ist.


    Ich kann Dir, Deiner Familie und Deinem Vater nur alles Gute wünschen

    viele Grüße

    JF

  • Hallo Nici88 ,


    herzlich willkommen im Krebs-Infozentrum, auch wenn der Anlaß Deiner Registrierung hier mit vielen Sorgen, Nöten und Ängsten verbunden ist. Leider oder Gott sei Dank kann niemand von uns sagen, wie lange ein Leidensweg ist. Aber nach Deinen Schilderungen geht es Deinem Vater mehr als schlecht. Vermutlich kommen die Blutungen vom Zungengrundkarzinom, ich könnte mir vorstellen, daß Nahrungsaufnahme für ihn sehr schmerzhaft ist.


    Wird Dein Vater von einem Palliativteam betreut? Das könnte eine Möglichkeit sein, seine Situation ein wenig zu mildern und Euch auch ein wenig entlasten, denn als Angehörige(r) hinterfragt man ja auch immer, ob man alles richtig macht. Da es die Entscheidung Deines Vaters ist, sich nicht stationär versorgen zu lassen (und diese Entscheidung muß man respektieren), wäre eine mobile Palliativ-Versorgung vielleicht geeignet, ihm auch seine Schmerzen zu nehmen.


    Es tut mir sehr leid für Deinen Vater und natürlich auch für Euch.


    Viele Grüße

    Anhe

  • Danke für die aufnahme und schnelle Antwort. Nein wir werden nicht betreut das problem daran ist das er niemanden außer die familie an sich ran lässt grade waschen windeln wechseln etc... Der arzt kommt in regelmäßigen Abständen vorbei und guckt nach ihm.

  • Ja pflegestufe wurde jetzt auf 5 hochgestuft ambulante pfelge haben wir in der familie... Und hospiz und palliativ lehnt er ab... Ja er möchte in ruhe zu hause gehen aber er quält sich mehr anstatt in ruhe zu gehen aber wollen ihn sein wunsch erfüllen... Danke für die aufnahme

  • Liebe Nici88


    Ich versuche mir vorzustellen wie euer Leben gerade abläuft und es ist mir kaum möglich....

    Ich werde von einem ambulanten Palliativteam betreut und bin unendlich froh über diese Hilfe.

    Als Vorschlag möchte ich dir Hospizvereine mit Hospizbegleitern nennen, diese unterstützen oft auch Angehörige beim Umgang mit der Situation, vielleicht wäre das für dich eine Hilfe? Es gibt auch sog. "Letzte-Hilfe-Kurse", du findest diese im Internet.


    Liebe Nici, ich schicke dir meine Wärme und mein Mitgefühl und wünsche dir hilfreiche Menschen, die eure Familie unterstützen.


    Sei umarmt (wenn du magst)

    Von Ilse