Verlängerung

  • Hallo zusammen, nachdem ich mich hier: Krankengeschichten kurzgefasst am 30.04.19 bereits vorgestellt hatte, drängt es mich, nun den aktuellen Stand anzumerken.


    Denn die Aussage: "...ergibt sich in den beiden ersten postoperativen Tumornachsorgen erfreulicherweise kein Anhalt für ein Tumorrezidiv." ist zügig revidiert worden.

    Zunächst: V.a. supraclaviculäres Lymphknotenrezidiv, jedoch bei der darauf folgenden bronchoskopischen Histologiegewinnung aus LK 2R ohne Nachweis von Magnilität. Die Probe hat halt nichts hergegeben, auf eine Wiederholung der Gewebegewinnung konnte man dann auch nach Ansicht des folgenden Schädel-MRT verzichten. Trotzdem, irgend etwas ist da ja verdickt. Die Lymphe wurde halt von der Oberärztin, meiner Dialogpartnerin am 30.04.2019 übersehen, nicht aber von dem fitten Radiologen, der die dicke Lymphe weiter oben geortet hat.


    Ist aber auch nicht entscheidend, denn; Nachweis einer Hirnmetastase = kontrastmittelaufnehmende Raumforderung rechts frontal mit Durchmesser von 18 Millimetern. Ich merke noch nichts, das könnte aber auf die Motorik der linken Körperseite gehen.


    Abdomensonographie gut, Thorax ansonsten gut, Skelettszintigramm (eingeschränkt) gut; die eine Rippe im OP-Gebiet sieht bisschen komisch aus, kann aber auch vom langen Auseinanderbiegen während der OP herkommen. Alle Untersuchungen hat man anschließend nach dem Thorax-CT und der einen dicken Lymphe durchgeführt.


    DER PLAN (die Ärzte machen Pläne, Frau Leicht macht engagiert ebenfalls Pläne, Gott lacht):


    a) stereotaktische Bestrahlung in einem Gamma-Knife-Zentrum; wird zeitnah organisiert, ich habe aber noch keine damit zusammenhängenden Termine.

    b) "Eine Chemo- und Immuntherapie mit Carboplatin, Pemetrexed und Pembrolizumab wird unsererseits auf Grund des jungen Patientenalters ((ich werde 59 Jahre alt)) und des guten Allgemeinzustandes empfohlen." Geplant: 06.06.19 Tagesklinik zur 1. Infusion.


    Zusammenfassung: "Tumorkonferenzbeschluss vom 21.05.19: Systemtherapie Carbo/Pem/Pembro Triple als 1st line bei Std. IV und stereotaktische Bestrahlung der singulären cerebralen Metastase".


    Auf geht es in eine 2. Runde.

    Nach einigen entsetzlichen Tagen der abgrundtiefen Verzweiflung und der Hoffnungslosigkeit bejahe ich diese Chance und begebe mich freiwillig und erneut zur Fahnenstange.


    Danke für Lesen.


    Leicht.

    3 Mal editiert, zuletzt von Leicht () aus folgendem Grund: 12.04.2018: Initiale Tumorformel TTF!-1 positives Adenocarcinom T4N3M1a(mammär). 05.-08. 2018: komb. Radio/Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbinr 29.10. 2018: Unterlappenresektion links mit mediastinaler Lymphknotendissektion. 06.2019: triple Systemtheorie Carboplatin/Alimta/Keytruda sowie Cyber- Knife bezügl. der singulären cerebralen Metastase.

  • Update


    Hallo zusammen,


    a) zum Einen bleibt es bei der stereotaktischen Bestrahlung der singulären cerebralen Metastase. Dafür fahre ich morgen, 5.6.19 nach Krefeld ins Gamma Knife Zentrum bzw. Helios Klinikum. Meine Krankenkasse zahlt das nicht als ambulante Leistung und ehe ich in Widerspruch gehe und warte und warte etc. habe ich mir eine Einweisung für einen stationären Aufenthalt besorgt.


    b) neu ist, dass es zwischenzeitlich ein Gespräch am 28.05.19 mit dem Oberarzt gab, zeitlich also nach der oben erwähnten Tumorkonferenz. Ich bin am zertifizierten Lungenkrebszentrum in Düsseldorf-Kaiserswerth der Diakonie bzw. des Florence-Nightingale-Krankenhauses angedockt.


    Man hat sich von der Idee der Triple-Therapie verabschiedet und möchte mich als Mono-Therapie mit Atezulizumab behandeln.

    Los geht es nächsten Donnerstag, 13.06.19 mit der ersten Gabe ambulant / Tagesklinik.


    Ich könne auch eine Zweitmeinung einholen, hmh, kann ich ja noch, aber erst einmal mache ich das so, wie vorgeschlagen.


    Es geht mir gut.

    Neun Monate nach der Chemotherapie von 2018 sind meine Werte gut, ich habe schön Sport gemacht,

    esse deluxe regional und saisonal ;- )

    und schlafe prima.


    Ich arbeite weiterhin Vollzeit und bleibe in Bewegung. Bislang, also seit April 2018 war ich einen Monat im Bezug von Krankengeld, vorgezogen in Rente mit meinem Schwerbehindertenstatus von GdB 100 (wobei ich mich überhaupt nicht so fühle...) könnte ich mit dem üblichen Abschlag zum 01.12.2021 mit 61;4 Jahren. Das ist sehr weit weg.



    Ich plane jetzt nur für 2019.

    Das schaffe ich.


    Viele Grüße an Euch,

    Leicht



    Ach so, P.S.: Ich habe keine Mutation.

    https://www.oncotrends.de/sign…schrittenem-nsclc-426626/

    siehe Zitat Prof. Stefan Krüger. "Patienten profitieren langfristig – unabhängig vom PD-L1-Status".

  • Liebe Leicht ,

    zuerst auch noch von mir ein herzliches Willkommen. Ich habe deine Krankengeschichte gelesen und du hast ja schon einiges bewältigt.

    Für morgen wünsche ich dir viel Erfolg bei der stereotaktischen Behandlung deiner Hirnmetastase.🍀🍀👍

    Es freut mich, dass es dir den Umständen entsprechend gut geht. Du bist aber, glaube ich,

    eine der wenigen, die Vollzeit arbeitet. Ich hoffe, dass du die Immuntherapie gut vertragen wirst und du möglichst wenig Nebenwirkungen mitnimmst. Aber das Wichtigste ist, dass sie wirkt.:thumbsup::thumbsup:

    Ich bin ganz sicher, dass du über 2019 hinaus planen darfst.

    Alles Gute dir und deiner Kleinen😉

    Johnny

  • Lieber Johnny,


    vielen Dank für Deinen Beitrag vom 4. Juni. In Deinem Windschatten und in dem von DGNW fahre ich mental seit letztem Jahr ein bisschen mit, ohne dass ihr es merktet ; -)


    Die stereotaktische Bestrahlung vom 06.06.2019: Super, tolle Technik, Wahnsinn, was es so alles gibt. Bin beeindruckt. Die Metastase war zwischenzeitlich noch etwas gewachsen, auf 2 cm. Dann: 45 Minuten mit warmer blauer Kuscheldecke zugedeckt, leichte sphärische Meditationsmusik im Hintergrund und - zerschossen war das Ding. Der Durchmesser des "Strahlenmessers", so wurde mir erklärt, ist so, dass Metastasen bis 16 Millimeter im Ganzen zerstört werden können in ca. 30 Minuten; bei mir musste der Strahl halt noch drumherum geführt werden, damit auch die Ränder ganz sauber getroffen werden und so kommt man dann auf die 45 Minuten. Ich hätte auch nach Hause fahren können, es ging mir gut - aber wie oben erwähnt wegen der Krankenkasse war ich dann 3 Übernachtungen zu Gast in der Helios Klinik in Krefeld (50 Meter zum Hintereingang des Gamma Knife Zentrums...)


    Die Monotherapie mit Atezolizumab war erstmalig am 13.06.2019. Am 17.06. ging es mir so schlecht, dass ich freiwillig erstmalig in meinem Leben in die Ambulanz gefahren bin. Es gibt einen Wert: "CRP quantitativ", des sollte unter 5 sein, der war an diesem Tag bei 160. Ich bin stationär geblieben. Es konnte zwar keine bakterielle Entzündung festgestellt werden, dennoch bin ich sicherheitshalber mit einem Antibiotikum behandelt worden. Der Wert hat sich am Entlassungstag, dem 21.06. auf 18 reduziert. Die Leukozyten von anfänglich 12.650 auf 7.710. Das Gute am Krankenhausaufenthalt war, dass neuerliches Thorax-Röntgen und Untersuchung abdominal von allem, was da so ist, per Ultraschall nur sauberes Gewebe und alles momentan in Ordnung ergeben hat. Am 29.06. hatte ich dann so infernalische Schmerzen im Schulter- und oberen Rückenbereich (eine alte Blessur, die keine Rolle mehr spielen dürfte), dass ich über die 116 117 einen Notarzt angefordert habe. Am nächsten Tag Hausarzt, der mir für alle Fälle ein Opioid verschrieben hatte, glücklicherweise, denn am nächsten Abend wieder exorbitante Schmerzen, diesmal rund um den Port, rund um die 2 x 3 cm verdickte Lymphe rechts am Hals ("supraclavikulär") und hoch bis zum Ohr - die stundenlangen Schmerzen -nicht ganz so heftig wie Geburtswehen, dafür aber ohne Unterlass- standen in keiner Relation zu dem zugrunde liegenden Geschehen. Morgen, Mittwoch, werde ich mich als fit in der Onkologie melden, damit ich am 04.07.19 dann wieder in die onkologische Tagesklinik kann zur 2. Infusion. Da werde ich die Schmerzen natürlich thematisieren.


    Zum Thema Dexamethason: Hatte ich nach Entdeckung der Hirnmetastase bis zur 1. Infusion mit dem Immuntherapeutikum genommen: 3 x 2 mg täglich, beginnend mit dem 17 Mai! Nun steht das der Immuntherapie im Weg, denn da sollten ja die Nebennieren wieder eigenes Kortison produzieren, so habe ich es zumindest verstanden. Also habe ich den ersten Schub Atezolizumab bekommen, während ich noch die 3 x 2 mg Dexamethason nahm. Der Ausschleichplan sah dann vor: Ab dem 13.06.19 vier Tage lang nur noch 2 x 2 mg, danach weitere vier Tage lang 1 x 2 mg und Aus. Das nenne ich mal zügiges Ausschleichen.


    Zum Thema Port: Nachdem ich 2018 im Rahmen der Chemotherapie zwei sehr unangenehme Venenentzündungen hatte, bat ich um einen Port; leider hat sich der Einbau immer wieder verschoben, da aufgrund schlechter Werte die Chemotherapie insgesamt 3 x verschoben worden ist. So konnte lange kein geeigneter Termin mit der Chirurgie ausgemacht werden. Einmal saß ich schon beim Aufklärungsgespräch, da sagte der Chirurg, dass der Abstand zur letzten Chemotherapie viel zu kurz sei, um jetzt die Implantation schon durchzuführen. So kam es, dass ein Termin erst nach der letzten Chemotherapie stattfinden konnte und ich einen Arzt fragte, welchen Sinn das denn dann noch habe. Er antwortete mir, was ich damals überhaupt nicht hören wollte, dass ich den Port dann immerhin schon einmal hätte, würde 2019 eine neuerliche Chemotherapie vonnöten sein. Nun gut. So habe ich den Port von Ende August 2018 an gehabt, bin damit seit Neujahr schwimmen (Brustschwimmen) gegangen und seit März 2019 auch wieder zum Krafttraining an Geräten und er hat auch schon ein ganz kleines bisschen gemuckert am Anfang z.B. beim Latziehen in den Nacken oder Latziehen zur Brust. Spülen lassen habe ich ihn überhaupt nicht, warum sinnlos auf- und zumachen, dachte ich. Die Premiere am 13.06. ist auch völlig problemlos verlaufen und ich bin froh, dass ich ihn habe und nun zur Immuntherapie einsetzen kann.


    Ich melde mich wieder, wenn es etwas Berichtenswertes gibt.

    Allen alles Gute, viele Grüße,

    Leicht

  • Hallo liebe Leicht ,

    das ist ja toll, dass du die stereotaktische Bestrahlung so gut vertragen hast.

    Aber die Therapie mit Atezolizumab scheint dich ja ordentlich gebeutelt zu haben.😡

    und dann noch die Schmerzen seit letzter Woche!! Da kann ich dir nur wünschen, dass die Ursache gefunden wird und keine Schmerzmittel mehr nötig sein werden. Für morgen drücke ich dir die Daumen und hoffe, dass die letzten Nebenwirkungen vielleicht doch nicht vom Atezolizumab kamen.👍👍

    Für andere ist es gut, dass du schreibst, was man doch alles auch mit einem Port machen kann. 🏊‍♀️🏋️‍♀️🧘‍♀️😉😉

    Alles Gute und eine gute nebenwirkungsarme Zeit wünscht dir

    Johnny

  • Hallo liebe Leicht ,

    nachdem du dich heute mit einem langen Bericht gemeldet hast, darf ich fragen, wie es dir in der Zwischenzeit geht?? (Letzte Woche war doch die Nachkontrolle)

    LG Johnny

  • Hallo lieber @ Johnny,

    hallo ät all ;-)


    Nee, Nachkontrolle war noch nicht geplant. Aber Dank für die Nachfrage. Aktueller Stand: Morgen, 15.08.19 ist das 4. Mal ambulante Infusion mit dem Atezolizumab und im Anschluss daran ein neues MRT. Für den 29.08.19 ist ein neues CT Thorax geplant.


    Mir geht es nach wie vor gut, keine Nebenwirkungen - bis auf einen dritten "Schmerzanfall", also dieses komische Geschehen, dass eine im Grunde relativ kleine Blessur zu einem enorm gesteigerten Schmerzempfinden führt. Diesmal hatte ich im Rahmen eines Vereinsfestes gemeinsam mit einem starken Mann ein sich doch als sehr schwer herausstellendes Theken-Teil getragen und mir eine leichte Zerrung im unteren Rückenmuskel dabei zugezogen. Einen Tag später verursachte diese leichte Zerrung dann plötzlich Höllenschmerzen, in wirklich unfassbarer Intensität, die ich glücklicherweise in Eigenregie mit zwei weiteren Pillen des verschriebenen Opioids aushaltbar abschwächen konnte. Auf dem Beipackzettel steht, dass die Pillen und Alkohol sich in der Wirkung gegenseitig verstärken. Das habe ich als Aufforderung verstanden, schnell noch 2 Gläser Sekt zu kippen und 45 Minuten später habe ich erst einmal für 2 Stunden tief und fest geschlafen... jaja, ich weiß, tut man nicht, so was...

    Aber ansonsten keine einzige -itis oder sonst etwas zu verzeichnen; alles paletti. Einer der jungen Ärzte hatte allerdings mal zu mir gesagt, je mehr Nebenwirkungen, besonders z.B. auch Neurodermitis, desto besser. Aber die Oberärztin, die ich darauf ansprach, kennt keine Korrelation zwischen Schwere der Nebenwirkungen einerseits und Wirksamkeit des Immuntherapie-Mittels andererseits.


    Letztens war ich auch ein zweites Mal bei einer Krebsberatungsstelle. Zum einen hat man mir empfohlen, mit den Krankheitstagen (AUB) durchaus sparsam umzugehen und lieber doch erst einmal zur Arbeit zu gehen und mich dann mittags abzumelden, wenn es zu anstrengend ist, da das dann ja nicht zu den 19,5 Monaten Krankengeld in den drei Jahren zähle. Die Krankenkassen würden sowieso alles, was einem so zustößt, als Folge der Grunderkrankung zählen, um eines Tages möglichst schnell in die Erwerbsminderungsrente drängen zu können. Zum Beispiel ein Armbruch durch Sturz: Wäre ohne die Beeinträchtigungen durch die Chemotherapie nie passiert, deshalb Folge der Grunderkrankung...

    Ich wusste bislang auch gar nicht, dass die 6 Wochen der Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber ebenfalls zu dieser Höchstdauer dazu zählen. Bislang habe ich seit Diagnose (Stichtag 12.04.2018) nur 96 Tage AUB benötigt, davon 35 nach der OP (wo ja auch dann 30 Tage für den gesamten November inkl. Samstagen und Sonntagen gezählt wurden...).


    Zum anderen bin ich wegen des Einholens einer Zweitmeinung ermutigt worden; speziell Männer täten das auch gern, die würden halt weniger Yoga und Achtsamkeits-Gedöns machen, dafür aber sehr engagiert für sich bzw. für ihren Körper wie für einen teuren Oldtimer den besten Mechaniker-Meister *lol* (sprich: Arzt) suchen. Jetzt habe ich erst einmal einen Termin am CIO Köln, was ihr hier im Forum ja auch ein paar Mal lobend erwähntet, gemacht für den 19.09.2019 (dann müsste ja ein Vorschlag je nach Wirkung der aktuellen Therapie vorliegen mit MRT und CT-Thorax) und denke, ich frage in meiner Klinik nach, ob die die Überweisung machen möchten, sonst der Hausarzt.


    Zwischenzeitlich war ich sehr besorgt, dass die Entscheidung für die Monotherapie vielleicht doch eine sehr riskante ist, zumindest im Vergleich zu der Triple-Therapie mit 2 Chemo-Komponenten. Früheren Veröffentlichungen zufolge wäre niemand auf die Idee gekommen, bei mir mit PD-L1 komplett negativ es mit der Immuntherapie zu versuchen. Ich habe dann mal Gebrauch gemacht von der 0800 - 420 30 40 des DKFZ, bin wie versprochen innerhalb einer Stunde zurückgerufen worden und eine Ärztin ist das mit mir durchgegangen und hat immer wieder einmal die Leitlinie bemüht und meinte dann sogar, dass es ganz super wäre, dass die Klinik bei mir das Atezolizumab einsetzen würde; andere Kliniken bestünden zumindest auf 1 % Mutation.

    Fazit: Sie fand alles prima und das hat mich dann doch auch erleichtert, gefreut und zunächst einmal beruhigt.


    Was den Port angeht, so habe ich übrigens vorletztes Mal von einer Schwester ein "EMLA-Pflaster" geschenkt bekommen, https://beipackzetteln.de/emla-pflaster - das ist nett, das klebe ich mir ein Stündchen (Minimum: 30 Minuten) vor dem Anstechen auf den Port und spüre - gar nix. Und natürlich frage ich nun jedes Mal nach, dass ich ein Pflaster für den nächsten Termin mitbekomme.


    Also, es bleibt spannend. Anfang September fahre ich eine Woche an den Gardasee - egal wie es bis dahin diagnostisch aussieht - ich will dann in jedem Fall mental (vorübergehend...) ausbrechen aus dem K-Kram...


    Viele Grüße,

    Leicht

    Einmal editiert, zuletzt von Leicht () aus folgendem Grund: 12.04.2018: Initiale Tumorformel TTF-1 positives Adenocarcinom T4N3M1a (mammär). 05.-08. 2018: komb. Radio/Chemotherapie mit Cisplatin und Vinorelbin 29.10. 2018: Unterlappenresektion links mit mediastinaler Lymphknotendissektion. 06.2019: Gamma-Knife bezügl. der Zertrümmerung einer singulären cerebralen Metastase sowie Beginn Immuntherapie mit Atezolizumab (Handelsname Tecentriq).

  • Ich hoffe, du hast deine Infusion gut vertragen. Aber du nimmst diese fiese Krankheit richtig: nämlich mit viel Galgenhumor.👍

    Ich vermute, das war ein Kopf MRT. Hoffentlich hat sich die Metastase verkrümelt. Jetzt gönn dir erst einmal einen entspannenden Urlaub am Gardasee mit leckerem Essen. Ich bin übrigens auch so einer, der den besten Mechaniker- Meister/ Arzt für seinen Body sucht.😁😁 Ob ich den allerdings finde???

    Für das CT Ende des Monats drücke ich dir die Daumen✊✊✊✊

    Liebe Grüße

    Johnny

  • Hallo Johnny ,

    hallo ät all,


    15.08.19 Neues MRT (vom Schädel, richtig ;- ).

    29.08.19 Neues CT Thorax.


    Ergebnis:

    1.) Nach Entfernung der singulären (2 cm) Hirnmetastase am 06.06.19 sind am 15.08.19 keine neuen Hirnmetastasen zu sehen.

    2.) Supraclaviculäres Lymphknotenrezidiv: Ist seit 30.04.2019 um 4 mm gewachsen. Die Oberärztin meinte jedoch heute, dass die Infusion mit Atezolizumab ja auch erst am 13.06.2019 begonnen habe (stimmt), so dass dieser Progress seitdem nicht zwingend andeuten würde, dass die Therapie nicht anschlagen würde.


    Insofern wird die alle drei Wochen durchgeführte Therapie mit Atezolizumab zunächt weitergeführt.

    Ich bin damit nach wie vor sehr einverstanden. Sie begründete auch noch ihre Entscheidung gegen die Triple-Therapie mit 2 Chemo-Komponenten, indem sie betonte, dass ich ja 2018 bereits eine Platin haltige Chemotherapie absolviert hätte und sie dies als mögliche Variante auch noch sähe, aber besonders wegen der Rückenmarksschädigungen hinaus schieben wolle.


    Den Termin zur Zweitmeinung am Clio Köln werde ich zunächst absagen; den behalte ich mir lieber in Reserve - und momentan verstehe ich die Vorgehensweise und bin ganz d´accord.


    holzformer : Vielen Dank für Deinen Hinweis und Link auf inspire.com. Ich mag den "spirit", den die überwiegend U.S.-Amerikaner dort leben und zeigen. "Klauen" möchte ich mir von eimem dort Schreibenden die Aussage, die ja fast schon ein "Motto" ist:

    "I `m living each day as if I have a future". Ist zufällig genau das, was ich seit April 2018 tue, soweit ich kann. Der Satz ist echt doppeldeutig und vielschichtig. Finde ich. ;- )


    Andererseits steht auf der site auch ganz deutlich (nachdem die Wirkungsweise von Atezolizumab generell beschrieben wird): :

    "However, because some cancers without PD-L1 mutations also respond to it, the atezolizumab mechanism of action in these cases is not fully known. Und ich bin ja völlig ohne PD-L1 Mutationen.


    Wahrscheinlich ein Euphemismus und es müsste heißen: is fully unknown - egal, ich muss halt abwarten und bin für heute happy.


    Hehe, habe mich gerade oben vertippt und geschrieben: "I `m living each dax as if I habe a future" Sollte jemand aus dem trader-Bereich hier sein - der hat bestimmt ein Amusement.


    Übrigens - ich bin der Solidargemeinschaft der Versicherten (die sich ja auch nicht wehren können...) und dem Gesundheitssystem unseres Landes echt dankbar. Ich zahle zu jeder der Infusionen alle drei Wochen 10 Euro. Die Rechnung bekomme ich von einer Abrechnungs-AG, die auf der Rückseite das Rezept ablichtet, mit dem meine Klinik die 250 ml Atezoli-Dingens bestellt und da steht auch der Preis: 4.575,02 €. Eine Frau auf inspire.com schrieb, dass sie für ihren Mann nun 15 k bezahlt hätten für die Immuntherapie und dass es nichts genutz hätte.


    Ich muss sagen: Das motiviert mich zu meinen (ur-) eigenen Zielen auch irgendwie zusätzlich, mich diesem Investment so etwas wie würdig zu erweisen, in dem ich meinerseits weiterhin und wie auch schon ohne dieses Wissen - alles mache, um mich möglichst gut aufzustellen und weiterhin "in Form" zu bleiben.


    Also; Diagnose Stadium IVa im April 2018 und zum 01. September 2019 geht es mir (nach wie vor) gut; keine Nebenwirkungen, kein Leiden, nur 3 x hanebüchene Schmerzen . Allerdings: Jede Menge Äktschen. Watt `n Wahnsinn...


    Euch Allen alles Gute,

    bis bald,


    Leicht

  • Hallo liebe Leicht ,

    das ist doch suuuper!! MRT und CT mit guten Befunden und dann noch keine Nebenwirkungen. 👍👍👍👍Jetzt kann der Urlaub am Gardasee mit viel Action genossen werden.🏊‍♀️🚴‍♀️🏄‍♀️ Viel Spaß dabei!

    Auch ich bin dem Solidarsystem dankbar und meckere nicht mehr über meine hohen

    Beiträge, denn die sind ein Klacks gegen die Kosten, die ich verursache. Vielen Dank!

    Liebe Grüße von Johnny, dem es dank Alecensa auch gut geht

  • @ Johnny: :thumbsup:


    Übrigens: "Es war einmal in Hollywood" - hat mich super abgelenkt beim Warten auf die Auswertungen -

    Bin aber auch ein ausgespriochener Quentin-Tarrantino-Fan ... :saint:


    L.

  • Leicht ,

    ich habe auch sämtliche Quentin Tarrantinofilme gesehen. Die Musik ist meistens super.

    Wir wollten auch reingehen, aber alle die drin waren, fanden ihn langweilig. Du bist die erste, die ihn gut fand.

    Johnny

  • "Du bist die erste, die ihn gut fand"

    Echt?

    "Langweilig"?

    Echt?


    Öh, nee ;- )


    Ich schwöre Dir: Du wirst die Szene mit Bruce Lee phantastisch finden! Und niemand außer Tarrantino kann es dermaßen unglaublch fulminant schaffen, den Inhalt einer 1960er Hundefutter-Dose in den entsprechenden Napf schlotzen zu lassen.

    Ein cineastisches Highlight ! Mein Vorschlag: : Die 8 Euro für die Kinokarte riskieren und sich eine eigene zweite Meinung *g* bilden.

    Außerdem, ich gebe es zu, hat es wie immer bei diesem Regisseur kathartische Effekte auf mich, die mir jetzt noch mehr gut tun als in meinem früheren braven, bürgerlichen, normalen, rundum gesunden, ääh ohne MRT und CT und X-Ray und OP und PET-CT fast schon langweilig zu nennendem Leben...

    Walter White ist auch Selbstzahler gewesen - das nur mal am Rande ;- )


    Gibt es hier eigentlich Strafpunkte für off-topic?


    Ich gehe jetzt mal gardamäßig vorbereitend packen...


    Bis die Tage, L.