Lebermetastasen - Symptome - Überwachung?

  • Hallo Zusammen,


    vielleicht gehört das Thema auch woandershin ( J.F. ?).


    Neulich wurde hier geklärt, dass Lebermetastasen allermeistens keine Schmerzen verursachen (nur spät Kapselschmerz). Leberwerte müssen auch nicht auffällig sein. Tumormarker ... sind unzuverlässig. Also bleibt nur die Bildgebung!? Ultraschall frühestens ab 1 cm. CT ähnlich. Leber MRT etwas genauer. (PET-CT wahrscheinlich auch - aber das bekommt "frau" so einfach nicht.)


    Ich bin ein wenig hibbelig ... nächstes CT ist Ende Juli ... Anfang August Sommerferien ... ja, Reisen ist nicht das wichtigste, aber für Kinder doch traumatisierend, wenn "man" quasi auf gepackten Koffern sitzt und der Urlaub dann für den Chemo-Start ganz kurzfristig abgeblasen werden muss. (Vielleicht kann ein Chemo-Start auch verschoben werden?)


    Meine eigentliche Frage: Ich liebe medizinische Diagnose-"Krimis" ... in einem stand, dass Lebermetastasen Uhrglasfingernägel bilden. War mir im Oktober auch aufgefallen, dass sich der Fingernagel vorne nach unten gekrümmt hat und es sich so anfühlte, als steckt was drunter - als wird es eng. Jetzt wollte ich Euch einfach mal fragen, ob Euch das auch auffällt: Veränderungen der Fingernägel. Oder ob es sonst bei Euch irgendwelche Anzeichen gab. (Als ich bei ED von Nachtschweiß sprach hieß es - ganz klares Zeichen von metastisierten Krebs. Seitdem habe ich Angst was zu übersehen.)


    Vielen Dank!!!

    Carmen

  • Hallo,

    bei mir wurden im April 2019 12 Jahre nach ED im Rahmen einer Routineoberbauchsono Lebermetastasen festgestellt.

    D.h.eine konnte man in der Sono sehen,zwei weitere kleine dann nur im MRT mit Kontrastmittel.

    Im PET zeigte sich auch nur die eine,die schon bei der Sono gefunden wurde.

    Gemerkt habe ich davon gar nichts,keine Schmerzen,keine auffälligen Leberwerte,keine Veränderungen an den Fingernägeln.

    Hätte ich nicht die Sono gehabt,wüsste ich es heute noch nicht...und würde sagen,ich bin gesund;(

    Viele Grüße

    Rose123

  • Hallo Carmen,

    meine Lebermetastasen stammten zwar vom Darmkrebs, aber ich denke, das ist egal.

    2 CTs und ein spezielles Leber-MRT wurden zunächst fehlgedeutet, die Metastasen wurden für Hämangiome gehalten. Als der Tumormarker dann sehr hoch war, ordnete mein Onkologe ein PET/CT an, das dann 5 Metastasen in der Leber zeigte. Im Ultraschall waren sie auch zu sehen, den Radiologen habe ich danach gewechselt.

    Meine Fingernägel waren unauffällig, Schmerzen hatte ich keine, allerdings leicht erhöhte Temperatur und Nachtsschweiß. Nur kann ich das nicht sicher den Lebermetastasen zuordnen, da ich kurz vorher die große Darm-OP hatte.

    Ich habe dann einen der besten Leberchirurgen gefunden, der sie operiert und eine mit RFA verbrannt hat.

    Zum PET/CT: meine Krankenkasse hat Direktverträge mit 4 großen Praxen in Deutschland. Es können die dortigen Ärzte über die Notwendigkeit der Untersuchung entscheiden und nicht der medizinische Dienst. Der hätte mir wahrscheinlich die Untersuchung verweigert (sagte mir der nette Mann von der Krankenkasse), so hatte ich einen Termin innerhalb von 5 Tagen. Dafür fuhren wir auch gern die 200 km.

    Alles Gute für dich

    Luise

  • Ultraschall frühestens ab 1 cm. CT ähnlich. Leber MRT etwas genauer. (PET-CT wahrscheinlich auch - aber das bekommt "frau" so einfach nicht.)

    Hallo Carmen,


    woher hast Du diese Auskunft? Bei mir konnte man die Läsionen in der Leber schon bei 3 mm bei der Sonographie "sehen". Auch im Abdomen-MRT, ja sogar beim CT ohne Kontrastmittel in Kombination mit dem PET waren die Dinger zu sehen. Es gibt bildtechnische Geräte, die bereits ab 0,5 mm Treffer aufweisen.

    Außerdem kommt es auch auf die Erfahrung des befundenen Radiologen bzw. der behandelnden Ärzte an, wenn es um die Auswertung und auch Einstufung der Funde geht.


    viele Grüße

    JF

  • Liebe Rose123 - nach so langer Zeit. So ein Mist. Was bekommst Du dagegen?


    Vielen Dank, liebe Luise bei Darmkrebs wird das inzwischen oft erfolgreich (kurativ) gemacht ... mir wurde dringend davon abgeraten.


    Liebe J.F. , Sonoinfo vom Hausarzt. Im CT wurde eine 11 mm große metastasensuspekte Liäsion gesehen. Im Oberbauchsono, sah der Hausarzt nichts und meinte eben, das wäre auch die Darstellungsgrenze für Lebermetastasen. (Zysten sieht er kleinere.) Im LeberMRT wurden 4 verschiedene Liäsionen gefunden - davon 2 metastasensuspekt mit 11*9 und 3*3 mm. So, wie ich verstanden habe, ist die Schichtdicke im CT 5 mm - da käme es darauf an, wie die Kugel getroffen wurde.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Mhm, ich kenn mich in dem Gebiet zwar nicht aus, habe aber dazu einfach mal eine Vermutung:


    1. Kommt es bei allen Untersuchungen wahrscheinlich auf die eingesetzten Gerätschaften an. Jede Marke, jeder Hersteller und Geräte-Typ hat da sicherlich (leicht) unterschiedliche Darstellungsergebnisse bzw. Qualitäten bei der Bildgebung.


    2. Wir Menschen sind nicht baugleich. Die Methode, die bei Person A am besten ist, muss bei Person B noch lange keine guten Bilder liefern.


    Bei meiner ED haben sowohl Sono als auch Mammographie, die bei zehntausenden von Frauen zu Vorsorgezwecken verwendet wird, kläglich versagt. Im Sono gab es den 5cm Tumor einfach nicht. In der Mammo war er kaum zu erkennen.


    Wieso sollte das bei der Nachsorge/Metastasenkontrolle anders sein? Menschen sind unterschiedlich dick oder dünn. Manche haben festes Bindegewebe, andere nicht. Wassereinlagerungen, Entzündungsprozesse, etc. tun ihr übriges. Mal ganz zu schweigen davon, dass irgendwelche Zysten, Blutschwämmchen, gutartige Tumore usw auch noch zusätzlich die Ergebnisdeutung erschweren können.


    3. Wie schon hier erwähnt, haben auch die Ärzte einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, was am Ende im Befundbericht steht. Nicht selten sitzt das Problem nämlich vor dem Bildschirm. Auch Doktoren sind nunmal Menschen, die sich leider irren können.



    Besonders, wenn man sich im Bereich weniger Millimeter befindet, stell ich mir das alles gar nicht so einfach vor. Für Mensch und Maschine.

    Für uns Patienten leider eine schlimme Sache. Denn Falschinterpretationen, unklare Befunde und Fehldiagnosen sind am Ende unschöne Dinge, mit denen wir ganz alleine klarkommen müssen und deren konsequenzen letztendlich nur wir tragen.

    You haven't seen the best of me,
    I'm still working on my masterpiece <3

  • Ich habe dann einen der besten Leberchirurgen gefunden, der sie operiert und eine mit RFA verbrannt hat.

    Darf ich fragen, wer das war? Prof.Vogl vielleicht?

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe Rose123 ,


    ich wollte dich noch herzlich Willkommen bei uns heissen.


    Nach 12 Jahren Metastasen zu bekommen, ist wirklich hart. Das tut mir sehr leid.

    Welche Therapie bekommst Du denn?

    Du bist BRCA2 positiv, wie ich gesehen habe. Bekommst Du schon Olaparib?


    Wir haben hier Frauen mit fortgeschrittener Brustkrebserkrankung einen Strang für fortgeschrittenen Bk- hast Du sicherlich schon gesehen.


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch bei uns.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe Jule66 ,

    nein, es war Prof. Oldhafer in Hamburg.

    In Regensburg wurde mir gesagt, dass sie schwierige Fälle dorthin schicken und soweit ich weiß, wurde auch RudiHHs Frau von ihm operiert. Neben seiner fachlichen Kompetenz ein äußerst netter sympathischer Mensch mit Humor. Entsprechend angenehm auch sein ganzes Team.

    Liebe Grüße

    Luise

  • Hallo pätzi , also es gibt CT Geräte der neuesten Generation sog. DS-CT‘s , z.B. an der Uni Tübingen, die mit neuester Software ausgestattet sind, die wirklich eine Schichtdicke von 1.0 und weniger mm, also auch 0.5 mm berechnen können. DS heißt

    Dual Energy und ist ausgestattet mit zwei Röhren-Dedektoreinheiten, die brillante Bilder hervorbringt. Diese Geräte gibt es ganz sicher auch in anderen zertifizierten radiologischen Zentren, vielleicht solltest du deinen Radiologen mal danach fragen.

    Bei mir war das so, dass ich in Tübingen zur Kontrolle der schon bekannten Lebermetastasen sogar ohne Kontrastmittel auskam. Luise ist da sicher ein Ausnahmefall als man die Lebermetastasen nicht gesehen hat oder der befundende Radiologe hat sein Auge 👁 auf was anderes geworfen:P Mir ist das auch schon so passiert, dass ein Radiologe Knochenmetas übersehen hat und ich die Bilder dann von meinem früheren Chef nochmals anschauen ließ, weil mir da was komisch vorkam und sich mein Verdacht bestätigt hat. Bei der Leber ist das natürlich etwas komplizierter, denn Hämangiome werden schon mal als Metas gesehen und umgekehrt. Deswegen gibt es da gewisse Verfahren, indem man in vorgeschriebenen Zeitabständen und genau dosierter KM-Gabe nochmals sog.Spätaufnahmen macht und je nach dem sich die Läsionen verhalten, kann man sie einordnen als Hämangiome oder Metastasen. 100%ige Sicherheit gibt aber natürlich

    eine Biopsie. Meine Kenntnisse über diese Dinge sind evtl. auch schon etwas antiquiert, denn ich bin nun schon ein paar Jährchen aus dem Beruf raus, interessiere mich aber immer noch sehr dafür.

    Lg Margarete

  • Hallo

    Jule66

    Ich bekomme bis jetzt noch gar keine Behandlung!

    Anfangs wurde mir Ibrance plus Faslodex vorgeschlagen.Ich habe in das Medikament leider wenig Vertrauen,da ich bei einer mir nahestehenden Erkrankten erleben musste,dass das Medikament zu extremen Nebenwirkungen geführt hat.

    Ich hatte dann die Frage gestellt,ob man die Metastasen nicht auch operieren könnte.

    Ja,das könne man,hieß es.

    Inzwischen habe ich mir verschiedene weitere Meinungen eingeholt und nun ist es so,dass ich letztendlich mehrere Empfehlungen habe: AHT,Chemo oder Op.

    Nun darf/ muss ich mich entscheiden.

    Es scheint wohl so zu sein,dass Lebermetastasen bei BK nicht häufig operiert werden,bei Darmkrebs sieht es anders aus.Wo ist denn da der Unterschied?

    Bezüglich der OP hatte ich in der Charité eine Zweitmeinung eingeholt,sie sehen dies als allererste Behandlungsoption.


    Leider ist es so,dass ich bis jetzt keinen Onkologen habe,bei der Ersterkrankung erfolgte die Chemo teilstationär im KH und die Nachsorge durch die Gynäkologin.

    Olaparib wurde mal am Rande erwähnt,ich weiss,dass es vor kurzem für BK zugelassen wurde.

    Lg Rose123

  • bei BK nicht häufig operiert werden,bei Darmkrebs sieht es anders aus.Wo ist denn da der Unterschied?

    Operiert wird, wenn z.B. nur diese Lebermetastasen vorhanden sind, sonst keine und im Idealfall bis zu 5 Stück.

    Finden sich in mehreren Organen oder Knochen welche, geht man davon aus, dass diese schon "überall" sind.


    Mittlerweile unterscheidet man "limitiert metastasiert" und "metastasiert". Für die erste Gruppe wird eine deutlich bessere Prognose angenommen.

    In Kiel läuft eine Studie dazu: https://www.uksh.de/190211_pi_…_strahlentherapie_ki.html


    Darüberhinaus gibts einige gute Leberchirurgen in Deutschland, in Bonn, Frankfurt und wie ich heute erfahren habe auch in Hamburg.


    Gibt es denn eine Histologie der Metastasen? Das wäre der 1. Schritt!

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Liebe Rose123 ,


    ich bekomme Ibrance + Letrozol + GnRH-Analoga und habe keine spürbaren Nebenwirkungen. Die weißen Blutkörperchen gehen in den Keller - ist aber ein reiner Laborwert. Abemaciclib - der dritte CDK4/6-Hemmer soll bei Lebermetastasen besser wirken. Ob das stimmt??? In einem Kongress-Interview sagte Prof. Untch, dass Patientinnen bei denen die AHT lange gewirkt hat, am meisten von CDK4/6-Hemmern profitieren.


    Operiert wird eine einzelne Lebermetastase bei Darmkrebs in der Hoffnung kurativ zu handeln. "Arzt" geht davon aus im CT nur die Spitze des Eisberges zu sehen - also dass noch viele Mikrometasen vorhanden sind. Und da in der Heilphase keine systemische Therapie erfolgen kann ... wurde mir halt so verkauft. Außerdem bräuchte es für eine Chemo eine funktionierende Leber ... anderer meinten, die "Brustkrebs"-Ärzte wären einfach nicht fortschrittlich genug. Wem glauben???


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Hallo,

    ich habe insgesamt 3 Metastasen in der Leber,sichtbar im MRT( zum Teil nur durch besondere Messungen).

    Ansonsten haben alle Untersuchungen keine weiteren Metas gefunden.

    Das ist nun auch das Argument der Chirurgen.

    Allerdings würde der OP zeitnah eine Chemo folgen,um ev.vorhandene Mikrometastasen zu bekämpfen.

    Das Gegenargument der Gynäkologen ist,dass neben den sichtbaren Metastasen bestimmt schon viele Mikrometastasen in der Leber sind,die dann nach der OP einen Wachstumsschub hätten.

    Also,ich bin wirklich unentschlossen,zumal die Metastasen über die Leber verteilt sind und bei der OP der linke Leberlappen entfernt werden würde.Für den Chirurgen sicherlich nichts besonderes,für mich aber eine große Sache.

    Ich hatte ja seit Abschluss der Erstbehandlung laufend AHT,die Metastasen sind unter Aromatasehemmer gewachsen.

    Eine Biopsie wurde gemacht:

    Östrogen 8/12

    Progesteron 3/12

    Her2- neu: 1+

    ki 67: 15%.

    Das wirklich gemeine ist,dass die größte Metastase( so ca. 1,7×1,8 cm) nahe am Pfortaderast liegt.

    Ich habe einfach Sorge,dass eine Therapie mit Ibrance das Wachstum nicht stoppen kann und dann eine OP irgendwann nicht mehr möglich ist.

    Lg

    Rose123

  • Das wirklich gemeine ist,dass die größte Metastase( so ca. 1,7×1,8 cm) nahe am Pfortaderast liegt

    Und genau deshalb würde ich einen Spezialisten drauf gucken lassen, ob man die nicht besser entfernt. Lass Dich doch einfach mal beraten. Auch im Falle einer sogenannten Oligometastasierung (limitiert metastasiert) weiss man nicht, ob nicht überall minikleine Dinger sind.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Jule66

    Ich hatte mich dazu in der Charité beraten lassen,hatte dort bei einem Leberchirurgen einen Termin.Er sprach sich klar für die OP aus.

    Aber es kommt eben darauf an,wo man sich die Meinung einholt: der Chirurg operiert eben in erster Linie,der Gynäkologe rät zur AHT.

    Jeder hat in seinem Bereich nachvollziehbare Argumente.

    Bei der OP bestünde aber die winzige Hoffnung,dass ich kurativ behandelt werde und das ist schon verlockend.

    Gruß

    Rose123

  • Bei der OP bestünde aber die winzige Hoffnung,dass ich kurativ behandelt werde und das ist schon verlockend

    Dann ist das ganz klar der Plan!

    Es gibt aber sehr wohl Leitlinien, die im Falle einer Oligometastasierung einer OP immer den Vorzug geben!

    Ich kenne sooo viele Fälle (alle triple negativ), da hat die OP bzw. Ablation, TACE usw. dejenigen das Leben gerettet.

    Bei einigen- auch triple negativ- kamen die Metastasen nie wieder, eine davon ist hier im Forum, Christine86 .

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Liebe Rose123 ,


    warum entweder oder? Du kannst ja den Chirurgen sein Glück versuchen lassen und dann trotzdem weiteres mit erweiterter AHT (plus Ibrance) verhindern versuchen. Klar, weißt Du dann nicht, ob Du die Medis wirklich brauchst, aber das wäre ja egal - Hauptsache leben.


    Jule66 ... ich bin am Überlegen, ob es nicht einen Unterschied macht, ob "frau" TN mit hohem Ki-67 oder HR+ mit niedrigem Ki-67 ist.
    Wächst ein Tumor schnell, ist er schnell zu erkennen und hat sich noch nicht so sehr ausgebreitet. Die Chance, dass dann wirklich nur eine Metastase in der Leber ist, ist, denke ich größer und daher eine kurative OP wahrscheinlicher. Ich habe ja von einer kompletten Metastisierung in den Knochen überhaupt nichts gemerkt, obwohl die Radiologie-Assistentinnen sagten, dass ich fürchterliche Schmerzen haben müsse. Und auch, als im Oktober der Fleck in der Leber gesehen wurde, wurde dann im LeberMRT noch ein kleiner zweiter gesehen, was auch für noch mehr kleinere sprechen kann. Eine hier im Forum hatte doch auch eine Leber-OP und dann noch eine Nachresektion, wo dann in der Histologie der OP überall Mikrometastasen gefunden wurden.


    Mir wurde von allen Ärzten - nein bei einem Chirurgen war ich nicht - von einer OP abgeraten, eben weil alle Knochen befallen sind und davon ausgegangen wird, dass der Krebs überall ist. Ich bekomme jedes Mal versichert: "Sie werden am Krebs sterben!!!" - obwohl ich mich super fühle. Mein Gynäkologe meinte, ich solle zuversichtlich in die Zukunft schauen - Knochenmetastasen würden fürchterliche Schmerzen verursachen, aber ich würde an Organmetastasen sterben - mir würde es bis kurz vor Schluss gut gehen - und wenn der Tumor nicht chemosensitiv, würde es schnell gehen - 2 Monate ... alle 3 Monate wird im CT nachgesehen ... Blutwerte müssen nichts anzeigen ... Tumormarker sind unzuverlässig ... Verläufe individuell ...

    (Im Abraxane Beipackzettel stand: Anschlagwahrscheinlichkeit 50%. Und überall steht, dass Chemo bei niedrigem Ki-67 und HR+ schlecht wirkt. Ein Prognosefaktor ist, wie gut/lange die Chemo nach ED anschlug - aber ich bekam ja keine Chemo.)


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Und überall steht, dass Chemo bei niedrigem Ki-67 und HR+ schlecht wirkt

    Verallgemeinern kann man das nicht. Mein Ki67 war "nur" 25%- ich hatte trotzdem eine PCR (wenigstens in der Brust)



    ich bin am Überlegen, ob es nicht einen Unterschied macht, ob "frau" TN mit hohem Ki-67 oder HR+ mit niedrigem Ki-67 ist

    Du hast natürlich Recht, aber...wenn von limitierter Metastasierung gesprochen wird, man gar eine Studie dafür eröffnet hat, dann werden sich da sicherlich nicht die Minimenge an metas. TN tummeln. Von daher scheint es nicht wirklich ausschlaggebend zu sein, ob vielleicht noch irgendwo kleine Nester sind. Dafür ist die anschließende Chemo zuständig, die durchaus auch bei einem Ki von 15% wirken kann.


    Schlußendlich geht es doch um Zeit: stell Dir vor, man hat nur in der Leber sichtbare Metas, vielleicht 4 Stück. Diese werden operativ entfernt, hinterher gibts ne Chemo drauf.

    Jeder Tumor ist heterogen, man kann also davon ausgehen, dass jeder Tumor auch ein paar "scharfe" Zellen hat, triple negative z.B. Diese werden sehr wohl von der Chemo erwischt, zurück bleiben die langsam wachsenden. Die versorgt man dann mit AHT bzw. Ibrance.


    In der reinen Theorie hat man dann einen großen Zeitgewinn, denn die Lebermetas waren das Hauptproblem.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Guten Morgen ,

    ich habe gestern ein Gespräch mit dem Onkologen gehabt,bei dem ich dann die Chemo machen würde.

    Dieser hat abgeraten,zuerst die OP und dann die Chemo durchzuführen.

    Er begründete das damit,dass man nach solch einer OP aus seiner Sicht frühestens nach 6 Wochen chemotauglich ist und befürchtet,dass in dieser Zeit kleinste Metastasen im Restlebergewebe einen Wachstumsschub erfahren könnten.Ausserdem hätte man keine sichtbare Metastase mehr,bei der man das Ansprechen einer Chemo sehen könnte.

    Beim Anschauen des MRT war er sich nicht sicher,ob da auch nicht eine 4.kleine Metastase zu sehen ist....

    Er würde erst Chemo,dann OP machen,ggf.dann nochmal Chemo.

    Wobei sich mir dann die Frage stellt,wie schnell nach einer Chemo kann man an der Leber rumoperieren?

    Er würde eine Platinchemo ( wegen BRCA 2) mit Capecitabin ( Xeloda) geben.

    Nun bin ich völlig verunsichert.

    Ist es denn üblich,überhaupt eine Platinchemo in dem Stadium zu geben?

    Jule66 du kennst dich doch gut aus,was meinst du?

    Viele Grüße

    Rose123

  • Liebe Rose123 ,

    zu dem zeitlichen Abstand zwischen Chemo und OP kann ich dir helfen: mindestens 4 Wochen, lieber länger, so wurde mir das zumindest vor 2 OPs nach Chemo gesagt.

    Liebe Grüße

    Luise

  • Jule66 du kennst dich doch gut aus,was meinst du?

    Ich würde gar nicht so auf "OP" pochen, es gibt noch andere Verfahren, die einen zügigen Beginn der Chemo erlauben.


    Da wäre Prof.Vogl in Frankfurt, er sucht das jeweils beste Verfahren für die Patientin aus- das kann Ablation sein, oder Tace, oder...

    Daneben gibt es Dr. Kovac in Bonn- er hatte letzte Woche einer sehr jungen Bekannten (triple negativ) die (lebensbedrohlichen) Lebermetastasen per TACE "weggemacht".


    Der Eingriff war Montags, Freitags bekam sie schon wieder ihre IMmuntherapie plus Chemo. Nach dem Eingriff ging es ihr zunächst gar nicht gut, heute sagt sie, es geht ihr sehr sehr gut und sie fliegt mal eben mit ein paar Mädels nach Ibiza. Ihre behandelnden Ärzte in Heidelberg hatten ihr zuvor empfohlen, sich ein Hospiz auszuwählen...


    Du siehst, neben "OP" gibt es auch schonendere Verfahren, die mind. genauso wirksam sein können.

    Beim Anschauen des MRT war er sich nicht sicher,ob da auch nicht eine 4.kleine Metastase zu sehen ist....

    Da glaube ich eben, dass ein "Leberspezialist" das sehr viel genauer sieht.


    Zur Chemo: Carboplatin ist tatsächlich etwas ungewöhnlich- aber warum nicht. Es kann tatsächlich, gerade bei BRCA, sehr gut aufräumen. Aber warum nicht eine Kombi mit Olaparib? Das würde mir bei BRCA am ehsten einfallen.


    Xeloda plus Carboplatin habe ich als Kombi noch nicht gehört. Xeloda gibt man gerne alleine oder mit Avastin, auch, um eine "schonende" Langzeittherapie zu geben.

    Wenn es Carboplatin sein soll, könnte man nab-pacli dazu geben, das klingt vielleicht etwas sinnvoller.



    Aber ich würde mal nach Chemo plus Olaparib fragen- genau dafür haben wir ja das Olaparib endlich zur Verfügung.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Hallo,

    der Onkologe hatte das Xeloda damit begründet,dass es gut in der Leber wirkt und durch die tägliche Gabe bei einem Ki von 15% alle Zellen erwischt werden.

    Inzwischen fühle ich mich langsam unter Druck,endlich eine Behandlung anzufangen.

    Ich weiß seit Mitte April von den Metastasen und kriege langsam Angst,dass bis jetzt unbehandelt alles weiter wächst.

    Ausser OP wurde hier in der Charite nichts geprüft,lediglich zur RFA äusserte man sich,dass es nicht geht, da die große Metastase zu dicht an einem Gefäß liegt.Die ist ja auch durch die zentrale Lage für mich das Hauptproblem.

    Prof.Vogl in Frankfurt sagt mir etwas,aber habe ich jetzt noch die Zeit,dort auch noch eine Meinung einzuholen?

    Oder fange ich erst einmal mit einer Chemo an und informiere mich dann ohne Zeitdruck weiter?

    Inzwischen bin ich ganz konfus.

    Viele Grüße

    Rose123

  • Du siehst, neben "OP" gibt es auch schonendere Verfahren, die mind. genauso wirksam sein können.

    Liebe Jule66 ,


    wie gesagt, kenne ich mich mit Brustkrebs nicht aus und weiß nicht, wie die Lebermetastasen sich eventuell von anderen unterscheiden.

    Da nicht nur ich selbst Lebermetastasen hatte, sondern eine gute Freundin an Leberkrebs litt, habe ich mich mit den Verfahren sehr auseinander gesetzt.

    Deshalb kann ich dir nicht zustimmen. Das einzige Verfahren, das einen kurativen Ansatz hat, ist die OP. Alle anderen haben nicht die gleiche Sicherheit. RFA und ähnliche Verfahren, die quasi den Tumor an Ort und Stelle durch Wärme, Strom, Laser u.ä. vernichten, können mit Glück die gleiche Sicherheit haben, wenn alles erwischt wird.

    Sirt und Tace bzw. Chemoembolisation sind nicht zwangsläufig wirksam, da es sich nur um lokale Bestrahlung bzw. Chemotherapie handelt. Es sind palliative Verfahren, die angewendet werden, wenn eine OP nicht möglich ist.

    Bei meiner Freundin haben beide nicht gewirkt.

    Wie gesagt weiß ich nicht, was für Brustkrebs gilt, aber das wissen Leberchirurgen mit Sicherheit. Vielleicht wendest du dich, Rose123 , mal an die Leberspezialisten in Hamburg Barmbek unter Prof. Oldhafer, die haben meiner Freundin von einer OP abgeraten und ihr die anderen Verfahren empfohlen.

    Übrigens habe ich vor meiner LeberOP auch noch 4 Chemos gemacht, um mich in Ruhe umsehen zu können. Außerdem haben sich die Metastasen dadurch verkleinert, so dass weniger von der Leber weggeschnitten werden musste.


    Liebe Grüße

    Luise

  • Ich bin Angehörige, aber meine Mutter hat auch Lebermetastasen, ich hoffe es ist in Ordnung wenn ich hier mitschreibe?


    Ihr wurde auch von einer OP abgeraten, trotz Oligometastasierung. Aber es liegt ein sehr niedriger KI vor und es sind schon vier Metastasen verschiedener Größen erkennbar. Dadurch gehen die Ärzte davon aus, dass da noch mehr ist.

    Ich hatte beim letzten Arztbesuch gefragt, ob man operieren könnte, wenn die Biester durch AHT oder andere systemische Therapien kleiner werden. Das wurde verneint und das versteh ich nicht so ganz. Wenn es doch weniger würde oder zumindest die mikrometastasen verschwinden würden. Müsste man doch die großen entfernen können. Bei Profis wie den Vogel, hat sie sich noch nicht vorgestellt? Kommt man überhaupt so ohne weiteres zu ihm als normalversicherte :D

  • Bei BK geht es bei Vorliegen von Lebermetastasen seltenst um Heilung. Es geht zumeist um Zeitgewinn, man hangelt sich quasi von Therapie zu Therapie.

    Ob das jetzt bei allen Krebsarten so ist, weiss ich nicht.

    Bei Hodenkrebs gibts auch mit Metastasen Heilung, so ist das bei BK leider nicht.


    Ich selber habe das riesige Glück, keine Metastasen zu haben, kann also nur gelesene und gehörte und beobachtete Situationen aufzeigen.


    Und da kommt eben Prof. Vogl ins Spiel, von dem ich großartige Dinge gehört habe. Ganz aktuell auch von Dr. Kovacs.


    Manche Lebermetastasen kann man nicht operieren, da zu nah an einer Arterie oder Vene gelegen. Oder an der Kapsel.

    Und da findet ein Leberspezialist eben auch noch andere Möglichkeiten, die Dinger dennoch zu entfernen.


    Besagte junge Frau mit TN, große Lebermetastasen- eine davon nah an der Kapsel, also nicht operierbar- wurde von dieser lebensbedrohlichen Metastase durch Prof. Vogl befreit. Ohne den Eingriff wäre sie nicht mehr am Leben, das musste auch HD bestätigen. Ganz aktuell war sie bei Dr. Kovac, es wurde TACE gemacht, jetzt geht es ihr wieder gut. Ja, bis zum nächsten Mal. Heilung ist leider nicht möglich, aber ein Zeitgewinn.

    Ich kenne eine andere Frau persönlich, ursprünglich auch TN, die geht seit 10 Jahren zu Prof.Vogl.


    Zusammenfassend möchte ich sagen, dass die Leber-OP eine große Sache ist, mit der sehr wahrscheinlich keine Heilung erzielt werden kann. Wenn man aber durch "leichtere" Eingriffe ebenso diesen Zeitgewinn erreichen kann, und sogar eine schnellere Genesung und somit die Chemo schneller bekommen kann, warum sollte man das dann nicht erwägen bzw. vorziehen?

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Neulich wurde hier geklärt, dass Lebermetastasen allermeistens keine Schmerzen verursachen (nur spät Kapselschmerz). Leberwerte müssen auch nicht auffällig sein. Tumormarker ... sind unzuverlässig. Also bleibt nur die Bildgebung!? Ultraschall frühestens ab 1 cm. CT ähnlich. Leber MRT etwas genauer. (PET-CT wahrscheinlich auch - aber das bekommt "frau" so einfach nicht.)

    Bei meiner besten Freundin wurden vor knapp drei Monaten Lebermetastasen festgestellt.


    Aufgefallen ist es bei ihr durch einen leicht erhöhten GGT, dann war in der Sono eine "Verdichtung" (so drückte der Arzt sich aus) zu sehen und der Tumormarker, der anschließend noch abgenommen wurde, war -vom Referenzwert ausgehend- ebenfalls erhöht. Dann wurde noch ein CT gemacht, wo sich der Verdacht letztendlich bestätigte


    Schmerzen hatte sie keine und m.W. auch keinen Nachtschweiß...

  • Liebe Luise ,


    im letzten CT-Bericht stand: "aktuell keine Lebermetastasen abgrenzbar", obwohl ich weiterhin nur erweiterte AHT (Letrozol + Ibrance) bekam. Die Ärzte waren sich mit CT und Leber-MRT mit Spät-Phase im Oktober einig, dass die unmittelbar subkapsuläre metastasensuspekte Leberliäsion eine Lebermetastase ist.


    Warum die jetzt unsichbar war, verstehe ich nicht. Operieren kann "arzt" unsichbares nicht, oder? Ich fürchte irgendwelche Katastrophen, weil nur(?) alle 3 Monate CT gemacht wird. (Ich hab' keine Ahnung, wie schnell so was wächst.)

    Direkt nach dem nächsten CT sind 3 Wochen Sommerurlaub an der Ostsee geplant. Bestimmt wäre auch dort Chemo möglich, wenn ich das rechtzeitig planen könnte. (Meine Mädels sind 9 + 12, darum würde ich den (letzten?) gemeinsamen Urlaub ungern absagen.


    Liebe Jule66 ,


    hm - ich dachte bisher, dass die Lebermetastasen Leberzellen verdrängen, so dass irgendwann nicht mehr genug Lebergewebe übrig ist und "frau" deshalb stirbt. Du hast aber von einer subkapsulären Lebermetastase geschrieben, die deshalb(?) lebensbedrohlich war!?


    Wie ist das mit Lebermetas: Wann sind sie lebensbedrohlich? Merkt "frau" davon was? Und wie schnell geht das?


    Liebe Grüße

    Carmen

  • so dass irgendwann nicht mehr genug Lebergewebe übrig ist und "frau" deshalb stirbt. Du hast aber von einer subkapsulären Lebermetastase geschrieben, die deshalb(?) lebensbedrohlich war!?

    Die Leber ist fast das einzige Organ, welches sich nicht nur regenerieren kann, sondern auch quasi "nachwachsen". Man kann ein gutes Teil abschneiden, es wächst sozusagen nach.

    Bei einer Metastase nah an der Kapsel droht ein Kapselriss, der mit heftigen Blutungen einhergehen kann.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Vielen Dank, Katrin,


    aber das merkt irgendwer rechtzeitig, oder? Der Fleck im Oktober war direkt unter der Oberfläche am höchsten Punkt der Leber direkt unter der Lunge, weswegen keine Biopsie möglich war.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Liebe PrimKnochenMets ,

    die Chirurgen in Hamburg haben mir gesagt, dass sie die Metastasen nicht nur nach Sicht finden, sondern auch fühlen. Meine waren durch die 4 Chemos ziemlich geschrumpft, trotzdem haben sie die erwischt. Und was mir bisher alle Chirurgen gesagt haben, dass die Bildgebung häufig nicht der tatsächlichen Situation im Bauch entspricht. Das war ohne Wertung gemeint, ist ja auch klar, die Schnittbilder können nicht alles erfassen, bzw. auch falsch gedeutet werden.

    Deine Unsicherheit kann ich gut verstehen, gerade nach den Erfahrungen mit Radiologen, die ich selbst gemacht habe. Gerade jetzt ist eine im Januar noch 3 cm große Metastase im Bauch, die mir den Harnleiter abdrückte, nicht mehr darstellbar, während die Lungenmetastasen nur um 20% geschrumpft sind. Da bin ich skeptisch und lasse die Schiene erstmal drin. Auch in meiner Leber ist es merkwürdig. Natürlich habe ich dort Narben von der OP, aber es ist jetzt das 3. CT, in dem metastasensuspekte Läsionen größenkonstant sind. Merkwürdig, weil zwischen 1. und 2. CT hatte ich keine Behandlung, und zwischen 2. u d 3. CT hatte ich Chemotherapie, die in der Leber meist am besten wirkt. Für mich sind das keine Metastasen, basta.

    Von meiner Freundin mit Leberkrebs weiß ich, dass, wie schon Jule66 schrieb, die Dehnung der Leberkapsel sehr üble Beschwerden macht, und bei ihr ist die Kapsel bis zum Schluss nicht gerissen, trotz riesiger Tumore.

    Wenn du alle 3 Monate ein CT hast, (ich hab es seltener, trotz Lungenmetastasen, Bauchfellmetastasen und ehemaligen Lebermetastasen) dann kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass ein so schnelles Wachstum ohne Beschwerden stattfinden kann. So wie ich das im Umfeld gesehen habe, gibt es ein rasantes Metastasenwachstum meist erst dann, wenn der Körper dem nichts mehr entgegenzusetzen hat. Und du hast ja auch eine wirksame Behandlung.


    Also gib deinem Urlaub eine Chance, und es wird wahrscheinlich nicht der letzte sein. Das denke ich übrigens auch häufig, auch als ich mich so über das frische Grün im Frühjahr gefreut habe, war immer die Frage im Hinterkopf, ob es wohl das letzte ist. Das war in den letzten Jahren auch so und ich habe jetzt schon das 4. Frühjahr seit der Diagnose erlebt.


    Liebe Grüße

    Luise