Mutter hat Brustkrebs mit Metastasen in Leber,Knochen und Gehirn

  • Hallo,

    bin ganz neu hier und weiß nicht, ob ich hier richtig bin. Meine Mutter hat Brustkrebs mit Metastasen in Leber,Knochen und Gehirn.

    Bin auf der Suche nach Austausch, offenen Ohren, Tipps, wie ich ihr helfen kann bzw. mir selbst, um damit klar zu kommen.

    Falls ich hier falsch bin, könnte mich jemand an die richtige Stelle verlinken?

    Danke

  • Herzlich Willkommen liebe Luna83 bei uns im Krebs-Infozentrum.


    Zunächst einmal, es tut mir leid, dass Deine Mutter BK mit Metastasen hat.

    Wir haben ein Unterforum für Angehörige, ich verschiebe Deinen Post mal dorthinein.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Gerne. Was möchtest Du denn wissen? Vielleicht kann ich Dir helfen?


    Weisst Du etwas über die Tumorbiologie ?

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Im Befund steht, dass sie ein neuroendokrines Karzinom, G3 Ki 67 100%, her2neu negativ hat.

    Sie hat die Diagnose seit September 2018. Kurz darauf wurde eine sechsmonatige Chemo gemacht und dann Bestrahlung der Brust. Sie bekam Knochenspritzen und beim letzten MRT vor 2 Wochen wurden die Metas im Hirn entdeckt. Ihr Kopf wurde die letzte Woche mehrfach bestrahlt und ihr ging es dreckig. Nach der Bestrahlung soll nun eine erneute Chemo folgen.

    Ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht, was ich wissen möchte. Zur Zeit belastet mich einfach, dass man nicht weiß, wie es weitergeht und ich nur noch ein Schatten meiner Selbst bin.

  • Weisst Du, ob es ein triple negatives Karzinom ist? Also auch keine Hormonrezeptoren hat?


    Ich bin jetzt keine Angehörige, sondern Betroffene, von daher kann ich mich eher schwer in die Rolle des Angehörigen hineinversetzen.


    Wichtig erscheint mir in der Situation, dass Du genau hinhörst, was Deine Mutter möchte: an Therapie, an Beistand, an Beratung.

    Meiner Meinung nach steht sie jetzt im Vordergrund. Die Diagnose bzw. Prognose scheint mir nicht sehr günstig zu sein.

    Aber ich weiss zu wenig über den Tumor, als dass ich da genaueres sagen könnte.

    Sicherlich meldet sich noch eine Angehörige .

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Das weiß ich leider nicht.

    Ja, die Prognose ist ungünstig. So stand es im Befund. Sie will leben, dass weiß ich. Und sie würde alles tun, um noch ein paar Jahre erleben zu können. Sie sagt immer: „ Ich hoffe, dass ich noch viele Weihnachtsbäume schmücken darf“ ;(...

    Ich danke dir sehr und hoffe, dass sich noch jemand meldet.

  • Hey Luna, mir ging es am Anfang genauso. Meine Mama hat Brustkrebs mit Lebermetastasen. Ich hab wie schon privat geschrieben sehr viel dazu gelesen, um die Krankheit zu verstehen. Das hat mir sehr geholfen, aber das ist bestimmt individuell verschieden.

    Versuch für deine Mama irgendwie da zu sein, dafür brauchst du auch etwas Kraft. Ich hab mir zwischendurch auch mal eine "Auszeit gegönnt als ich im Urlaub war. Da konnte ich wieder Kraft tanken und war dann psychisch wieder stabiler. Ich hatte auch etwas Bedenken dass das egoistisch oder gemein sein kann, aber es war total wichtig

  • Mein Freund und ich haben im August eine Woche Rhodos gebucht. Eigentlich haben wir uns sehr darauf gefreut, bis die Nachricht der Gehirnmetastasen kam. Ich weiß nicht, ob wir fliegen sollen... obwohl mir etwas Abstand bestimmt gut tun würde. Ich habe aber Angst, dass in dieser Zeit irgendwas passiert und ich nicht bei ihr bin.

  • Ich kann dich verstehen, bin seit 2007 selbst an Brustkrebs erkrankt (war damals 33 Jahre mit Kleinkind). 2017 kamen Knochenmetastasen.

    Unser Sohn ist mittlerweile 16 Jahre alt.

    Meine Mutter ist seit 2018 an Lymphdrüsenkrebs erkrankt.

    Eigentlich sollte ich an mich und meine Familie denken.

    Aber jetzt kommt die Sorge um meine Mutter dazu.

    waren letztes Jahr und heuer nicht im Urlaub, obwohl wir es eigentlich brauchen. Aber immer hat jemand irgendwelche Termine.

    Ich glaube nicht das in einer Woche etwas besonders wichtiges passiert.

    Krampfanfall kann bei Hirnmetastasen immer sein, vielleicht hast du Geschwister?

  • Das tut mir leid zu hören. Wünsche dir viel Kraft für dich und deine Mutter!

    Habe leider keine Geschwister.

    Kann man die Krampfanfälle mit Medikamenten unterdrücken? Gibt es was besonderes zu beachten?

  • Hallo Luna83 ,

    es tut mir sehr leid, dass Deine Mutter Brustkrebs und Metastasen hat. Meine Frau hat Brustkrebs, aber keine Metastasen.


    Bezüglich Krampfanfälle bei Hirnmetastasen: Mein Bruder hatte Hirnmetastasen und Lungenmetastasen von einem Melanom. Er bekam Cortison, das die Krampfanfälle verhindert hat. Er bekam zusätzlich eine Bestrahlung des ganzen Kopfes.


    Ich befürchte, dass die Prognose bei Deiner Mutter eher ungünstig ist. Du solltest viel Zeit mit ihr verbringen.


    Liebe Grüße und alles Gute Dir und Deiner Mutter!

    Manfred

  • liebe Luna,

    Auch meine Mutter hatte Brustkebs, sie hat die Behandlung gerade hinter sich und ist aktuell krebsfrei... gesund hoffentlich. Mir hat es geholfen mich am Anfang bestmöglich zu informieren und ich habe ganz viel gelesen. Ich war damals kurz nach der Diagnose im Urlaub. Wir hatten gebucht und die Kids hatten sich schon mega gefreut. Naja, was soll ich sagen... es war nicht der beste Urlaub aus dem ich super erholt zurück gekommen bin, aber er hat trotzdem gut getan. Ich habe viel gelesen und gegoogelt, nachgedacht und bin durchaus etwas zur Ruhe gekommen. Daheim hätte ich nicht viel mehr ausrichten können. Für mich und meine Mama hat es gepasst. Aber... wir waren natürlich am Anfang der Behandlung und ich hatte keine Angst, dass etwas akut Bedrohliches passiert. Deswegen kann ich deine Bedenken total nachvollziehen. Ich kenne mich nicht so gut mit Reiserücktrittsversicherungen aus, wäre das eine Option? Oder eine Location von der ihr leichter zurück kommt?

    Ich wünsche deiner Mutter das Allerbeste und dass sie noch viele Weihnachtsbäume schmückt.

    Liebe Grüße

    Hope

  • Hallo Luna83 ,

    Zitat

    Ehrlich gesagt, weiß ich selbst nicht, was ich wissen möchte. Zur Zeit belastet mich einfach, dass man nicht weiß, wie es weitergeht und ich nur noch ein Schatten meiner Selbst bin.

    Natürlich möchte Deine Mama leben - das ist zutiefst menschlich.

    Diese Lebensphase mit einem geliebten Menschen ist eine Grenzerfahrung für alle. Jeder Tag mit dem Menschen wird wichtiger und wichtiger. Leider ist diese Phase nicht planbar. Es geht darum, jedem Tag zu begegnen und zu nehmen wie er ist. Mehr nicht. Diese Phase des Lebens hat es in sich, weil viele seelische Prozesse angestoßen werden, die anstrengend sind. Schau gut auf Dich!

    Ich habe gemerkt, dass mir Erfahrung fehlte, mit dieser Lebensphase umzugehen. Mich hat die Zusammenarbeit erst mit den Ärzten und später dem Hospiz sehr entlastet, weil ich sah, dass alles gemacht wurde, um meiner Freundin zu helfen und ich mich ganz auf viel schöne Zeit mit ihr konzentrieren konnte.