Tumormarker CA15-3 CEA - Mythen und Fakten

  • Hallo Zusammen,


    Tumormarker - Terrormarker. Zeigen die Aktivität des Tumorgeschehens an!? Bei manchen nicht! Bei manchen sehr gut!? Manche Ärzte bestimmen sie. Wann, wie oft?

    (Meine Ärztin hält gar nichts von ihnen ... nicht therapierelevant ... sie tun was sie wollen!?)


    Ich hab' den Krebsinfodienst gelöchert ... aufgrund von Tumormarkern soll die Therapie nicht verändert werden ... Progress braucht Bildgebung. Eine Skala? Gibt es nicht. Ist alles individuell.


    Ich hab' das Internet durchsucht ... CA15-3 ist ein Glycoprotein ... aber wann entsteht es? In umgebenden Zellen? In Tumorzellen? Immer? Nur bei der Teilung?


    Welche Schwankungen habt ihr mit / ohne Progress erlebt? Wurde Euch gesagt, wie sie sich bei welcher Therapie verhalten sollten? AHT, CDK4/6-Inhibitor, Chemo? Gibt es Unterschiede?


    Kurz gefragt: Was wisst Ihr über Tumormarker? Oder was glaubt ihr zu wissen?


    Ich würde gerne eine Diskussion darüber starten, um ein wenig mehr Licht in die Terrormarker zu bringen.


    Vielen Dank!!!

    Carmen

  • Mein Verständnis ist, dass bei BK der CA15-3 ein Indiz für einen Tumor bzw. Rezidiv oder Metastasen sein kann. Er ist individuell sehr verschieden, geht von sagt gar nichts aus bis sagt alles aus. Bei mir bei Ersterkrankung und Rezidiv war sowohl der CA15-3 als auch der CEA sehr sehr niedrig, selbst jetzt bei den Metas CA15-3 am Anfang gerade mal bei 31. Jetzt bei 20.

    Also ein Rückgang um 50%! Passt bei mir auch zum CT.

    Liebe Carmen PrimKnochenMets , ich hätte auch gern eine Formel oder eine Gleichung, mit der ich berechnen/ersehen kann wie sich der Tumor/die Metas verhalten. Da aber jeder Mensch und jeder Tumor anders ist, dürfte sowas kaum möglich sein. Deshalb ist es auch für mich nicht wichtig zu wissen wie und wann sie entstehen.

    Ich versuche, mich nicht durch „Kleinigkeiten“ (CEA ist gestiegen) verrückt zu machen, genieße die Zeit in der es mir gut geht und würde wohl wenn Tumormarker und bildgebende Verfahren so gar nicht zusammenpassen einem 2. Radiologen die Bilder zur Beurteilung geben.

  • Liebe Carmen,


    ein interessantes Thema, über das ich mir auch schon oft und immer wieder Gedanken mache.


    Mein BZ findet die Tumormarker im Brustkrebsbereich zu unzuverlässig und rät dringend von der Bestimmung ab. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich das gut finde oder ob mir da eine Möglichkeit der Diagnostik fehlt. Mittlerweile bin ich zu der Meinung gekommen, dass ich es gut finde und dass es meinem Kopf sehr gut tut, sie nicht zu wissen. Denn ich lese natürlich auch immer wieder von Fällen bei Euch, bei denen die Marker steigen, die Ärzte aber ohnehin nichts machen, bevor es nicht in der Bildgebung zu sehen ist. Und da fehlt mir dann einfach der Nutzen. Ich weiss, dass ich mit dieser Situation (Marker steigen, aber es wird noch nichts unternommen) extrem schlecht umgehen könnte.


    MIr ist natürlich klar, dass es Fälle gibt, in denen man weitere Bildgebung durchboxt und dann bestimmt auch einen Vorteil davon hat. ABer ich glaube, ich wähle in dem Fall lieber das "Nicht-wissen" und es geht mir besser dabei.


    LG Friederike

  • Liebe PrimKnochenMets

    Ich war grade bei meiner Onkologin, sie sagte bei mir wäre der gar nicht bestimmt worden im Brustzentrum.

    Er ist nicht mehr in den Leitlinien, da im BK Bereich wohl oft Krebs auch ohne Erhöhung auftritt und umgekehrt.

    Sie persönlich nimmt ihn noch gerne als Verlaufskontrolle.

  • Vielen, vielen Dank Sunshine66 , FriederikeH , AnnaElsa - genauso eine Statement-Sammlung habe ich mir erhofft.


    Ich hatte ein ähnliches "Problem" im zahnärztlichen Bereich: Ein Zahnarzt sprach sich im Netz für Behandlung ausschließlich mit Kofferdam aus - alles andere wäre Pfuscherei. An den Unis wird dieses Verfahren gelehrt - mein Zahnarzt macht das aber nicht. Da habe ich dann auch alle Bekannten gefragt, um zu erfahren, wie das andere machen und was die Mehrheit der Zahnärzte tut - und warum.


    Ich ... Tumormarker sind einfach und risikolos zu bestimmen (zumindest, wenn sowieso Blut genommen wird) ... und mir war das letzten Oktober zu plötzlich ... ich brauche für Veränderungen mehr Zeit ... also wenigstens einmal drüber schlafen ... darum hoffte ich, dass die Tumormarker eine Art Vorwarnsystem sind. Also so was, wie der Wetterbericht vor dem Sturm.


    Wäre schön, wenn noch mehr schreiben würden, wie ihr Brustzentrum / ihr Onkologe das Thema Tumormarker sieht. Einfach um ein Bild der Praxis zu bekommen.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Ok, dann schliesse ich mich mal an. Bei mir waren die Tumormarker bei Erstdiagnose ( Tumore in beiden Brüsten plus multiple Lungenmetastasen) kaum erhöht. CEA gar nicht, CA 15-3 bei 46.

    Auch als die Lungenmetas bildgebend schon nicht mehr zu sehen waren, blieb diese leichte Erhöhung des CA15-3. Seit die Eierstöcke raus sind, in denen ja eine Mikrometastase gefunden wurde, sind alle Werte im Normbereich. Und ich habe ja die Tumore in den Brüsten trotzdem weiter.

    Mein Brustzentrum in München macht die Werte regelmässig- aller 3 bis 6 Monate.

    Es geht ihnen insgesamt auch um den Verlauf.

    Viele Grüsse, Andrea

  • Wenn ich auch etwas dazu sagen darf...


    bei 2 Frauen, die ich persönlich und auch gut kannte, stiegen die TM kontinuierlich an und aufgrund dessen wurden bildgebende Verfahren angewandt, die dann zu einem Ergebnis führten.

    Beide Frauen kann man im alten Forum nachlesen, das ist zum einen Didla, und zum anderen Deena3.

    Wenn man jetzt berücksichtigt, dass man kleinere Metastasen besser operieren bzw. behandeln kann als größere, ist vdas für mich ein Votum für die TM.


    Sie können aussagekräftig sein, müssen es aber nicht.

    Klüger wäre es, diejenigen herauszufinden, bei denen der TM anzeigt.


    In eigener Sache- ich war unmittelbar nach Beendigung meiner Therapien in der großen Münchner Tumormarkerstudie und mich persönlich haben die TM immer wieder beruhigt.

    Sie waren u.a. meine Krücken, an denen ich mich die ersten 3 sehr gefährlichen Jahre mit TN entlang hangelte.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu:

    Mein Onkologe hält die Tumormarker schon für wichtig, hat sie aber auch mal als „kleine Terroristen“ bezeichnet - aus naheliegenden Gründen. Sie können verunsichern und sind nicht bei jedem aussagekräftig. Maßgeblich für eine Diagnose oder Therapie sind sie nicht. Dazu braucht man bildgebende Verfahren. Sie können aber einen Hinweis auf den Erfolg einer Therapie geben, weshalb sie ja gerade beim metastasierten Brustkrebs auch häufig bestimmt werden.

    Bei mir sind sie definitiv aussagekräftig, weshalb mich ein Anstieg schon nervös macht.


    LG Johanna

  • Bei mir ist nur der Tumormarker CA 15-3 aussagekräftig, dass aber sehr zuverlässig. Bei erfolgreicher Therapie ist er bisher immer gesunken, wenn er wieder anfängt kontinuierlich zu steigen weiß ich, dass ich mich um einen Termin für ein MRT kümmern muss, welches dann auch immer den Progress bzw. auch umgekehrt den Rückgang gezeigt hat. Von daher wird bei mir der Tumormarker CA 15-3 regelmäßig (alle 4 Wochen) bestimmt.

    Für mich (und meine Onkologin in meinem Fall) ist er deshalb auch wichtig und interessant, da ich daran doch relativ schnell die Wirksamkeit einer Therapie erkennen kann.


    Meiner Meinung nach sollte das möglichst am Anfang einer Behandlung geklärt werden, ob die Tumormarker aussagekräftig sind oder nicht, soll doch ja alles so individuell sein, warum dann da nicht?


    Liebe Grüße


    Tinka

  • Vielen Dank für die Idee hier Erfahrungen und Wissen zusammenzutragen PrimKnochenMets . Dieses Thema beschäftigt mich auch schon lange.

    Bei ED war der TM CA 15-3 gar nicht erhöht und somit nicht aussagekräftig.

    Erst seit der Enternung einer Meta am Eierstock und der Therapie mit Ibrance steigt er langsam an. Bisher war in bildgebende Verfahren nichts zu finden, aktuell warte ich wieder auf die Ergebnisse des aktuellen CT.

    Ich weiss, dass ich mit dieser Situation (Marker steigen, aber es wird noch nichts unternommen) extrem schlecht umgehen könnte.

    ja, FriederikeH ich kann tatsächlich auch extrem schlecht damit umgehen und es belastet mich sehr.

    Allerdings traue ich mich auch nicht, sie nicht mehr bestimmen zu lassen. Denn ich hoffe ebenfalls auf eine Art „Frühwarnsystem“ und habe Angst, etwas zu verpassen oder nicht zu merken .....


    Also kontrolliert mein BZ alle 3 Monate, ist allerdings auch mit dem moderaten Anstieg entspannter als ich. Ob Ibrance Einfluss auf die Entwicklung des TM nimmt, kann mir niemand sagen. Allerdings gibt es ja auch das Phänomen, dass der Tumormarker während/oder nach Chemo und bei Therapieumstellung kurzzeitig ansteigt. Dies ist (wenn ich mich recht erinnere) in diversen Studien als Flare-Phänomen beschrieben.


    Liebe Grüsse

  • Vielen, vielen Dank, Andrea1968 , Jule66 (beruhigende Werte hätte ich auch gern ;) ), Johanna2805 , Tinka66 , Sternchen76 .


    Die bisherigen Kommentare zeigen, dass Tumormarker sehr individuell sind ... aber durchaus nicht grundsätzlich völlig irrelevant, wie meine Ärzte mir glauben machen wollen. Und ja, bei mir waren sie bisher auch sehr wegweisend (hab' sie deshalb extra ins Profil mit aufgenommen).


    Meine Bitte an alle Leser: Schreibt für uns alle auch Eure Erfahrungen zu dem Thema - egal ob mit oder ohne Metastasen. Eine Bekannte meinte, ihre Bekannte hätte nach Brustkrebs einen Anstieg gehabt, wäre erfolglos auf den Kopf gestellt worden und anschließend wären die Tumormarker wieder gesunken!?


    Vielen Dank!!!

    Carmen

  • Hallo zusammen,

    Dann gebe ich auch mal meine Erfahrungen zum besten. Bei mir waren die Tumormarker nach der OP und auch noch während der Chemo erhöht, danach sind sie auf die Hälfte gesunken. Nach vielen Diskussionen mit meiner GYN und dem Bericht über Dr.Stieber und ihre kleine Studie darüber habe ich es geschafft, die Marker alle 3 Monate bestimmen zu lassen. Sie schwanken, aber eben in beide Richtungen. Außerhalb der "Normwerte" war der CA15-3 nur nach der Op und während der Chemo, mein CEA ist fast immer >3. Die Normwerte werden immer angeführt, aber ich glaube es hat jeder so seinen persönlichen Normwert, den muss man halt zu Beginn in Erfahrung bringen, das ist der persönliche Ausgangswert. Solange die Ausreißer in beide Richtungen laufen, ist es ok denke ich. Ich habe absichtlich mal am gleichen Tag sowohl beim Hausarzt als auch bei der GYN Blut abgegeben für die Marker, total unterschiedliche Werte! Ich habe dann das gleiche nochmal gemacht, wieder total unterschiedlich! CEA 4,9 zu 2,8, CA15-3 15,5 zu 12,5, CA125 21 zu 16,7. Offensichtlich große Unterschiede je nach Labor. Ich denke der Verlauf und die Richtung über lange Zeit ist das entscheidende. Aber es ist auch klar, für meine G YN hätte ein Daueranstieg keine therapeutischen Konsequenzen, die sind da irgendwie hilflos. Deswegen wollen sie ja wahrscheinlich auch keine regelmäßigen Kontrollen, da daraus ja keine Therapie folgt. Jedenfalls nicht, bis Metastasen offensichtlich aufgetreten sind. Das ewige Argument: die Frauen wissen es nur eher , leben aber nicht länger dadurch ..... auch ein Onkologe, den ich dazu mal befragt habe, misst nur bei Metastasierung für die Therapiekontrolle.

    Gruß

    Tschetan

  • Das ewige Argument: die Frauen wissen es nur eher , leben aber nicht länger dadurch .....

    Ich glaube sehr wohl, dass man mit frühzeitigem Auffinden von Metastasen den Verlauf positiver gestalten kann, in jeder Hinsicht. Ganz zu Anfang wird man dann vielleicht als Oligometastasiert betrachtet und bekommt auch die nötigen entsprechenden Therapien. Auch ist es für die Psyche sicherlich angenehmer, 2 Minimetas in der Leber diagnostiziert zu bekommen- die man ja wunderbar entfernen kann- als direkt etliche, mehrere Zentimeter große, wo der Onkologe sofort die Chemokeule herausholen muss.


    Viiiiielleicht lebt man nicht länger, aber ich behaupte mal, besser.


    Darüberhinaus sagt man Oligometastasierten ein verbessertes Überleben nach.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Meine Tumormarker wurden erstmalig nach der Metastasierung bestimmt, zunächst nur der 15-3, gelegentlich der 125, zuletzt immer auch der CEA. Sie passten immer zum Krankheitsverlauf, im positiven wie im negativen Sinne.

    Karin

  • Vielen, vielen Dank Tschetan , mein Gyn meinte auch für ihn sei die Abrechnung der Tumormarker einfacher, als für das Brustzentrum!? Und dass sie bei verschiedenen Laboren schwanken, hat der Krebsinfodienst bestätigt. Vielen Dank!!! Interessant, dass sie schwanken.


    Vielen Dank, liebe Karin G. - ich drücke Dir ganz fest die Daumen!!! (Ich schreib' nur nicht so viel.)


    Vielen Dank Jule66 ... ich weiß nicht ... mein Strahlentherapeut meinte, wenn meine Metastasen 5 Jahre früher entdeckt worden wären, hätte ich mir nur 5 Jahre länger Sorgen gemacht. Und Medis wirken ja auch nur eine begrenzte Zeit - vielleicht hätte ich schon mehr "durch" ... die Psyche wird auch ordentlich durch das Wissen belastet ... und Lebermetas wunderbar entfernen ... dennoch vielen Dank!!!


    Es soll hier ja eine Sammlung entstehen, so dass jeder sich sein eigenes Bild dazu machen kann.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • warum meinst du denn das man mit kleineren Metas nicht länger lebt? Wenn doch schon mehrere große da sind, schreitet der Krebs doch schneller voran!

  • HalloPätzi,

    an wen war denn die Frage gerichtet, an Jule 66 oder an mich? Hab ich nicht verstanden, die Frage eigentlich auch nicht 🤔

    Gruß Tschetan

  • Hallo pätzi ,


    ich glaube, damit ist gemeint, das man nicht länger lebt, nur weil man mehr Wissen (über Krebs oder seine Tumormarker) hat. (Die Größe wurde nicht erwähnt).

    Zweifelhafte Aussage mMn, denn mehr Wissen kann durchaus zu einem längeren Überleben führen, wenn man von einer Therapie weiß, die der Arzt noch nicht kennt/weiß beispielsweise.


    LG Tipi

  • Hallo all,


    meine Tumormarker werden mittlerweile regelmäßig alle 3 Monate bestimmt. Bei Erstdignose nicht. Bei mir ist der Marker auch relevant. Und weil er bei mir gestiegen (65,3 am 13.6.19, die Werte vorher kenne ich leider nicht) war, plus Hüftschmerzen und Gedächtnisproblemen und Wortfindungsstörungen , wurden überhaupt erst die großen Untersuchungen gemacht.

    Zur Nachsorge bekomme ich normalerweise nur Ultraschall Bauchorgane, Labor und Röntgen Lunge. Diese lief im Juni ohne Befund. Erst per MRT Kopf und CT Thorax wurden die neuen Metastasen gefunden.


    LG Tipi

  • Liebe Carmen @PrimKnochenMets,


    mein OnkGyn ist kein Verfechter der Tumormarker und deshalb glaube ich, dass er bei meiner ED 2007 diese nicht bestimmen lies.

    Somit habe ich leider keinen Basiswert. 100 % weis ich das jedoch nicht, deshalb werde ich da jetzt mal nachforschen.


    Die TM wurden erstmals zu Beginn der Metastasierung bestimmt und jetzt auf meinen Wunsch vierteljährlich zur Verlaufskontrolle.

    Ich glaube, dass sie bei mir aussagekräftig sind, da zu Beginn CA 15-3 148 / CEA 12 - nach 3 Zyklen Paclitaxel mit Avastin niedriger - dann Abbruch Chemo wegen OP und 3 Monate keine onkologische Behandlung wieder Anstieg der TM - ab 10/18 Fulvestrant, seid dem sinkend.


    Ich glaube sehr wohl, dass man mit frühzeitigem Auffinden von Metastasen den Verlauf positiver gestalten kann, in jeder Hinsicht. Ganz zu Anfang wird man dann vielleicht als Oligometastasiert betrachtet und bekommt auch die nötigen entsprechenden Therapien. ............


    Darüberhinaus sagt man Oligometastasierten ein verbessertes Überleben nach.

    Da bin ich absolut der Ansicht von Jule.


    LG Johanna

  • Viiiiielleicht lebt man nicht länger, aber ich behaupte mal, besser. Das schrieb Jule66 .


    Kann das mit dem IPad nicht zitieren, dann zitiert „er“ immer den ganzen Text. Also nochmal: Jule schrieb, dass man mit kleineren Metas nicht unbedingt länger lebt. Das verstehe ich nicht. Wenn sie doch schon größer und der Krebs fortgeschrittener ist, lebt man doch definitiv nicht so lange! Das verstehe ich nicht.

  • Jule schrieb, dass man mit kleineren Metas nicht unbedingt länger lebt. Das verstehe ich nicht. Wenn sie doch schon größer und der Krebs fortgeschrittener ist, lebt man doch definitiv nicht so lange! Das verstehe ich nicht.

    Das "Viiiiiieleicht" sollte zeigen, dass das nicht zwingend meine Meinung ist, sondern behauptet wird. Ich habe daran Zweifel.


    Folgendes steckt hinter dieser Aussage der Onkologen (ich muss mir das jetzt selber herleiten): die Tumorbiologie bestimmt von Anfang an, wie lange nach Erstdiagnose wir noch leben dürfen. Denn diese bestimmt, ob der Tumor chemosensibel genug ist (PCR), um gänzlich aus dem Körper zu verschwinden. Ferner bestimmt sie, ob ein Tumor gut auf die spez. Therapien wie AHT und Antikörper (bei Her2 pos.) anspricht. Ist dem so, kommen keine Metastasen. Zusätzlich bestimmt die Tumorbiologie, wohin er metastasiert- eher in die knochen oder direkt in die Organe (bei TN z.B. )

    Wenn man das so betrachtet- und da ist schon etwas dran- kann man immer nur reagieren, nämlich auf das, was passiert.

    Das zumindest ist die konservative Denke- auch, dass da, wo vielleicht 2 Lebermetastasen sind, noch viele kleine sein müssen, die man bildtechnisch noch nicht darstellen kann. Oft ist dem so, aber nicht immer.


    Es gibt tatsächlich Oligometastasen- wenn man die entfernt, ist danach Ruhe. Wie schon geschrieben, ich "kenne" mind. 2 Frauen (TN) damit.

    Und genau diese Patienten mit Oligometastasen gilt es herauszufischen. Wenn man nämlich nur lang genug waret, sind die Oligometastasen dann irgendwann auch keine mehr.

    Die Oligoma Studie kümmert sich genau darum.


    Wenn man den konservativen Ansatz verfolgt, nämlich dass immer viel mehr Metastasen vorhanden sind, als man gerade darstellen kann, dann macht es in der Tat vielleicht Sinn, unwissend abzuwarten, bis auch die kleinen Metas groß genug sind, um dann die Chemokeule herauszuholen.


    Aber der konservative Ansatz ist ja nicht in Stein gemeisselt, den kann man ja auch modernisieren.

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
    Albert Schweitzer
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  • Liebe pätzi ,


    als ich meine Ärzte fragte, ob ich mit überall Knochenmetas nicht ... kurz: Sie meinten, es wäre egal, wie viele Knochenmetas ich habe. Ob das stimmt(e) oder nur "taktisches Verbergen" war, weiß ich natürlich nicht. Ein Statistiker erzählte mal, dass "frau" nur scheinbar bei früherer Behandlung länger überlebt ... nur die Zeit, wo sie weiß, dass sie Metastasen hat, länger ist. Mein Strahlentherapeut meinte, dass die Frauen heute nicht länger leben würden, als früher, aber länger auf den Füßen bleiben würden ... früher wären die Frauen eben im Bett gelegen. Jule66 hatte mal Überlebenszeitzahlen von vor 20 Jahren, als es noch keine Therapie gab ...


    Ich glaube es liegt daran, dass die Zellen in den Metastasen verschieden sind. Größere Metastasen machen Probleme, aber es hat viele "bravere" Krebszellen. Die Therapie vernichtet diese, weswegen die Probleme klein bleiben. Zurück bleiben die wenigen aggressiven Zellen. Darum bleiben die Frauen länger fit - aber zuletzt geht es dann umso schneller!? Keine Ahnung ...


    Eigentlich geht es ja um Tumormarker ... ich verstehe nicht, wann sie entstehen ... also nur bei der Teilung? Oder???

    Mein CA15-3 ist nun auf 303 gestiegen ... das ist sehr hoch, oder?


    Liebe Grüße

    Carmen

  • Liebe Katrin,

    die Tumorbiologie bestimmt von Anfang an, wie lange nach Erstdiagnose wir noch leben dürfen.

    Stimmt auch nur, wenn der Tumor vor Metastisierung entdeckt wird ... bei mir weiß keiner, ob der Tumor chemosensitiv ist oder nicht. Mein Frauenarzt meinte, wenn nicht, bin ich in 2 Monaten weg vom Fenster. (Ansprechrate laut Beipackzettel 50%!) AHT ... nun im Oktober wurde definiert hormonrefraktär, trotz Biopsie ER 12/12 ... mit Knochenmetas gelte ich nicht als oligometastisiert ... auch nicht in der Leber, weswegen mir von lokaler Therapie dringend abgeraten wurde. Ob das richtig war / ist weiß ich nicht.


    Liebe Grüße

    Carmen

  • mit Knochenmetas gelte ich nicht als oligometastisiert ... auch nicht in der Leber, weswegen mir von lokaler Therapie dringend abgeraten wurde. Ob das richtig war / ist weiß ich nicht.


    Liebe Grüße

    Carmen

    Ich denke, man muss Knochenmetastasen vielleicht langsam etwas "herausnehmen". Durch z. B. xgeva, sind diese sehr, sehr lange und sehr gut zu therapieren. Organmetastasen sind da doch eine andere Liga. Ich würde nicht zögern, diese gesondert entfernen zu lassen, gerade in der Leber. Kiel forscht sehr stark an diesem Thema. Ich habe gerade in der letzten Zeit von vielen Ärzten gelesen, die bei Metastasen ein Umdenken einfordern.

  • Leider hat das CT bei mir zwei Verdächtige Stellen in der Leber gezeigt.

    Damit passt nun leider der steigende Tumormarker zu den bildgebende Verfahren und zum Krankheitsverlauf 😔

    Ich bin froh, dass ich so hartnäckig an der Bestimmung der TM festgehalten habe, sonst hätte man vermutlich noch lange nichts entdeckt. Weder habe ich Beschwerden noch erhöhte Leberwerte etc. Habe im anderen Strang schon geschrieben, welche Maßnahmen nun geplant sind. Liebe Grüsse

  • Leider hat das CT bei mir zwei Verdächtige Stellen in der Leber gezeigt

    =O- ein Hoch auf die TM. Wird das jetzt als Oligometastasen angesehen?

    Liebe Grüße, Jule


    "Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
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  • Wird das jetzt als Oligometastasen angesehen?

    ich habe es so verstanden, dass es jetzt darauf ankommt, was das MRT morgen ergibt.

    Wenn dort keine weiteren (vielen ?) Herde auftauchen, dann gibt es wohl mehrere Möglichkeiten der lokalen Therapie.


    Für die konkrete Frage nach Oligometastasierung war ich eben zu durcheinander 😕