Gebärmutterhalskrebs

  • Hallo zusammen,


    Ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.


    Bin 40 Jahre alt und habe im August meine Diagnose erhalten. Meine Krebsanstriche waren zuvor immer unauffällig, daher kam der Schock um so mehr.


    Die große OP ist mittlerweile 3 Wochen her und ich kämpfe mit den Nachwirkungen. Laut der Tumorkonferenz benötige ich keine Chemo oder Strahlentherapie, da alles im gesunden entfernt wurde. Kein weiteres Gewebe und keine Lymphknoten sind befallen gewesen. Das Stadium war pt1b1


    Leider kann ich es nicht verarbeiten, auch wenn die Ärzte gesagt haben dass alles gut wird. Meine Mutter ist damals an Krebs verstorben und nun hab ich Angst genau so zu sterben.


    Bin so verzweifelt...

  • Hallo Anne79 ,


    herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlass kein schöner ist und man sich gerne an anderer Stelle getroffen hätte. Die Diagnose zieht einem den Boden unter den Füßen weg und das Leben wird auf den Kopf gestellt.

    Zum Gebärmutterhalskrebs kann ich nichts sagen, nur wünschen, dass mit der OP und engmaschiger Nachsorge alles ruhig bleibt.

    Du darfst die heutigen Therapien nicht mit denen vor 20 oder 30 Jahren vergleichen, die Medizin hat viele Fortschritte gemacht.

    Hast du schon mal überlegt, dir Hilfe beim Psychoonkologen zu suchen? Willst du eine AHB machen?

    Ich war im Sommer 2008 an Brustkrebs erkrankt und hatte OP,Chemo, Bestrahlung und AHT. Eine Freundin, der Mutter auch daran 1984 verstarb, sagte würde sie machen. Als ich die Therapie mehr oder weniger überständen hatte, war sie auch erkrankt. Sie hatt dann das selbe Programm wie ich durchgezogen. Heute geht es uns beiden und vielen anderen wieder gut. Eine Freundin hatte auch vor circa 20 Jahren Gebärmutterhalskrebs und ist heute gesund.

    Lass dir Zeit.

    Liebe Grüße

    Geli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Liebe Anne79

    Was für eine OP wurde gemacht? Hast Du die Gebärmutter behalten? Ich kann Dir Mut machen. Meine Nichte war um die 30 als sie die Diagnose erhielt. Sie wurde in einem komplizierten Verfahren operiert um die Gebärmutter zu belassen. Allerdings hat man vorsichtshalber die Lymphknoten im Bauchraum entfernt. Nach einiger Zeit hat sie ihren Beruf als Flugbegleiterin wieder ausüben können. Es ist alles gut geworden. Ich finde sie sehr tapfer. Sie ist schon viele Jahre Gesund.

    Ich wünsche Dir, dass Du aufatmen kannst. Hole Dir Hilfe bei einer Psychoonkologin. Das steht Dir zu.

    LG Resi

  • Vielen Dank für die lieben Worte😊


    RESI Ich habe bei der Wertheimer OP alles bis auf die Eierstöcke entnommen bekommen, mir wäre es lieber die hätten auch diese noch mit entfernt.


    Bei einer Phsychoonkologin und einer normalen bin ich schon... Mir wurde auch gesagt, dass von der Diagnose bis zur Behandlung es alles ziemlich schnell ging und ich keine Zeit hatte es irgendwie zu begreifen.


    Hatte nur das Wort Krebs gehört und dachte ich muss sterben. Es sah dann auch alles auf dem CT negativer aus, als es dann in Wirklichkeit gewesen ist..


    RidingGeli

    Das lässt mich doch hoffen, das ich es auch bewältige. Leider hab ich heute wieder zuviel gelesen wegen Rückfall, den Statistiken etc..


    Eine AHB bekomme ich leider nicht im Anschluss. Leider kam der Sozialdienst kurz ein zwei Tage nach meiner schweren OP und ich hab nicht wirklich was verstanden. Daher kann ich nur die Nachsorge Reha beantragen.

  • meine Nichte durfte in eine REHA oder AHB - ich weiss nicht mehr genau. Es ist aber kein grosser Unterschied. Ich habe beides gemacht. AHB und anderthalb Jahre später REHA. Das das schnell ging kann ich mir vorstellen. Ich hatte auch nicht sehr viel Zeit zu überlegen. Habe mich auf meine Ärztin verlassen. Bis jetzt ist es gut. Die Nachsorge bleibt aufregend. Frag doch nochmal den Sozialdienst, was die für Dich beantragt haben. Eine Reha solltest Du machen. Möchtest Du schnell oder brauchst Du noch etwas Zeit? Mit der REHA bist Du zeitlich flexibler. Die AHB muss direkt im Anschluss an die Behandlung erfolgen. Ich war zur AHB Thüringen zur Reha in Bad Gandersheim. Beides war klasse!

  • Hallo Anne79 ,


    auch von Moderatorenseite möchten wir Dich herzlich im Krebs-Infozentrum begrüßen. Eine Krebsdiagnose ist immer ein einschneidendes Erlebnis, was den eigenen Kosmos auf den Kopf stellt. Die Ängste, die sich dann einstellen, kennen wir alle nur zu gut. Aber ich bin mir sicher, daß Du hier den Austausch findest, den es braucht, um das besser verarbeiten zu können.


    Auf ein gutes Miteinander.


    Viele Grüße

    Anhe

  • Vielen Dank Anhe


    leider ist hier ein großer Austausch ja nicht gegeben :( Was ich persönlich sehr schade finde. Gibt es denn hier keine Frauen, welche ebenfalls an Gebärmutterhalskrebs erkrankt sind?


    Lg

  • Hallo @Anhe79,


    herzlich willkommen hier im Forum. Der Anlass ist kein schöner, hier im Forum bin ich noch keiner Leidensgenossin mit Gebärmutterhalskrebs begegnet, auch im Bereich des Eierstockkrebses ist es zur Zeit eher ruhig.

    Vielleicht gibt es, wenn du bei FB bist, dort eine Gruppe.

    Alles Gute für dich.


    Liebe Grüße

    Geli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • leider ist hier ein großer Austausch ja nicht gegeben

    Ja, leider ist es so. In Facebook-Zeiten wird es für Foren schwerer, da viele dort schreiben. Persönlich finde ich das schade, da so viele Informationen öffentlich nicht zugänglich sind. Wir hoffen ja immer, daß User den Weg hierher finden, wenn in den entsprechenden Krebs-Untergruppen gepostet wird.


    Viele Grüße

    Anhe