Lungenkrebs vs. Speiseröhrenkrebs

  • Der Krebs ist wie unser neues Haustier. Er hat sich in unser Leben geschoben und bestimmt es!
    Er ist groß, schwarz und macht angst. Ich möchte hier unseren täglichen Kampf mit ihm beschreiben:


    Wie alles begann: Wir waren seit einer Woche von einem Kurzurlaub wieder zu Hause. Im Urlaub hatte mein Mann starke Rückenschmerzen, er hustete wie immer seit einem Jahr! Er war beim Arzt und bekam Massagen verschrieben – die Ärztin im Urlaubsort hat ihn nicht einmal untersucht.
    Die Fußball-WM stand bevor und mein Mann war müde, schwach und konnte nichts mehr essen. Auf mein Drängen hin, dass er doch bitte zum Arzt gehen sollte meine er nur, dass sein Chef ihn dann vorhalten würde, dass er sich wegen Fußball krankschreiben lassen würde – wir sind gar keine Fußballfans. Aber er hatte immer so große Angst seinen Job zu verlieren. Damals dachten wir noch, das sei das Schlimmste was uns passieren könnte. :rolleyes:
    Es war Sonntag und ich konnte ihn überreden mit mir in die Notaufnahme des Krankenhauses zu gehen. Inzwischen hatte er starke Schmerzen in der Brust. Nach stundenlanger Warterei und einigen Röntgenuntersuchungen war klar, da ist etwas in der Lunge was da nicht hingehört. Er musste im Krankenhaus bleiben und es wurden eine Woche lang Untersuchungen gemacht, er wurde punktiert und nachdem 2,6 Liter Flüssigkeit seinen Brustkorb verlassen hatte ging es ihm besser. Er dachte an eine verschleppte Lungenentzündung – ich dachte an das Schlimmste. Nach einer Woche war klar, es ist Krebs – der Primärtumor war aber nicht auszumachen. Metastasen wurden gefunden. Nach einer weiteren Woche stand fest, es ist ein Adenokarzinom links – Stadium IV.


    Für uns brach eine Welt in Scherben!


    Es erfolgte eine Überweisung in die Ev. Lungenklinik Berlin und nach weiteren Untersuchungen wurde im Juli die erste Chemotherapie mit Cisplatin und Alimta durchgeführt. Leider hat mein Mann mit etlichen Nebenwirkungen der Chemo zu kämpfen. Als erstes bekam er gleich eine Thrombose, hat und hatte massive Wassereinlagerungen und hatte auch schon einen leichten Herzinfarkt. Am 23.09. wurde eine Pleurodese durchgeführt.


    Mittlerweile hatte er seine 5. Chemo und es ist noch immer keine eindeutige Auswertung der Befunde erfolgt. Die Ärzte in dieser Klinik bekommt man einfach nicht zu fassen, falls doch waren sie nicht auf das Gespräch vorbereitet (obwohl es terminlich vereinbart war :cursing: .


    Aus diesem Grund haben wir uns vor kurzem zusätzlich eine Onkologische Praxis gesucht, da die Betreuung durch die Hausärztin sehr sehr schlecht läuft.


    Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal schreibe, aber inzwischen ist der Krebs fast Alltag geworden. Es bleibt uns ja nichts anderes übrig als ihn irgendwie anzunehmen und versuchen ihn auszuhalten. Das gelingt uns mal besser und mal schlechter.


    Soviel zu uns - ich hoffe auf regen Austausch mit anderen Betroffenen oder Erkrankten.


    Liebe Grüße aus Berlin


    BerliNette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Liebe Berlinette,


    deine/eure schlechte Meinung über die Ärzte bzw Besprechung in der evang. Lungenklinik kann ich so nicht bestätigen, sondern eher das Gegenteil ist bei mir der Fall. Ich erlebe es immer so, das Ärzte und Schwestern immer für mich da sind und bin froh, das ich dort gelandet bin.


    Ich wünsche Dir und Deinem Mann alles Liebe und viel Stärke, das alles durchzustehen

  • Liebe Susanne,


    Danke für deine Antwort. Es freut mich zu lesen, dass du in Buch so gut betreut wirst. Es gibt in der Klinik auch nette Schwestern und Ärzte. Wir haben jedoch die Erfahrung machen müssen, dass es immer auf die Station ankommt. Leider hat mein Mann schon einige durch und die nicht so netten Begebenheiten waren immer auf ein und derselben Station.


    Ich wünsche dir alles Gute und große Erfolge beim täglichen Kampf, du hast ja schon so viel durch.


    Liebe Grüße Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Liebe Anette,


    ich habe "drüben" immer bei dir still mitgelesen, hier möchte ich dir jetzt auch gerne schreiben.


    Meine Mama hat ihre Chemo in einer onkologischen Praxis bekommen (nicht im Krankenhaus)...ich glaube, dass man in dem eher familiären Betrieb einer Praxis onkologisch besser betreut wird als im KH, wo alles anonymer ist. Der Onkologe meiner Mama war immer greifbar, er hat mir seine Handynummer überlassen und mich ermuntert auch am Wochenende und in der Nacht anzurufen, wenn irgend etwas sein sollte.


    Ich drücke ganz ganz fest die Daumen, dass die nächsten Untersuchungsergebnisse Anlass zur Freude geben.


    Übrigens, dein Kinderfoto ist total niedlich...so süß mit dem Kopftuch, wie eine Puppe.


    LG Christel


    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)

  • Liebe Anette,


    da haben Dein Mann und Du ja ein leider ähnliches Schicksal wie meine Mama und ich.


    Und jetzt eben, nachdem ich Deine Geschichte gelesen hatte, danke dafür, habe ich sofort nochmal
    bei ihrem HA angerufen und mich abgesichert wegen Mama´s Fuß. Zum 2. mal Thrombose gelesen heute.
    Und Dein Mann hatte auch noch einen Herzinfarkt.


    Es tut mir sehr leid, daß Dein Mann so unter den NW zu leiden hat.
    Ich finde das ganz schlimm. Und leide auch mit, so wie Du.
    Und auch ich komme ganz schlecht an die Onkologie im KH ran.
    Mir wurde heute Rückruf versprochen. Nix wars. :(
    Auch ich bin dabei, mir zu überlegen, noch einen Praxis Onkologen dazu zu ziehen.
    HA klappt bei uns auch nur mäßig. Der hat sich ihren Fuß nicht mal angesehen.
    Und ER hat sie ein halbes Jahr fehlbehandelt.
    Was man nicht alles hinnehmen und verkraften muss mit dieser Krankheit.
    Und mit manchen Ärzten.


    Was Berlin betrifft, dachte ich, das sei das Non Plus Ultra.
    In der Charité liest sich das alles fantastisch, was die tun bei LK.


    Muss das KH oder der HA nicht die Befunde an Deinen Mann herausgeben?
    Ich habe bisher alles bekommen und mich durchgefragt.
    Ist denn schon zwischen den Chemo Zyklen ein CT gemacht worden?
    Oder nach der letzten?


    Ich wünsche Deinem Mann und Dir bessere und gute Zeiten!
    Alles Liebe! Und viel Kraft.

  • nach jeder stationären Entlassung gibt es den Entlassungsbrief 1x für den behandelnden Hausarzt und eine Kopie für einen selbst. Und in denen steht auch der Anfangsbefund und die jeweils neu hinzugekommenen Befunde. Es findet jeden Morgen die Visite statt, wo man auch Fragen stellen kann und auch ausführlich beantwortet bekommt, sofern man es möchte.
    Nach 15.00 Uhr besteht dann immer noch die Möglichkeit im Ärztezimmer ein Gesprächstermin beim Diensthabenden Arzt zu bekommen.
    Mein Mann und ich hatten die letzten 2 Jahre meiner Behandlung dort, keinerlei Schwierigkeiten wegen Termine, Auskünfte, Gespräche oder sonstiges. Ich bin übrigens alle 3 Wochen dort.

  • Guten Morgen,


    vielen Dank für eure Antworten und die guten Wünsche. Ich hoffe es geht euch gut!


    @Babs63 - Susanne hat es schon richtig beschrieben. Nach jeder Behandlung in der Klinik gibt es einen Arztbrief. Die Hausärztin hat ihn sich nicht einmal angesehen, daher haben wir uns anderweitig umgehsehen. Einen kompeteten und dann noch einfühlsamen Arzt zu finden ist wie ein 6er im Lotto. Ich wünsche euch bei der Suche viel Erfolg.


    @Susanne - vielleicht sehen wir uns mal in Buch, wer weiß! ;-)


    @Chris_7819 - mein Mann ist froh, dass er die Chemo momentan noch stationär erhält. Die ersten 4 Chemos waren ja von recht langer Dauer - jeweils 7 h. Das wäre ihm in einer onkologischen Praxis zu unruhig hat er gesagt. Aber für kürzere Therapien wäre das durchaus eine Alternative. Wir haben auch die Handynummer der niedergelassenen Onkologin, das ist sehr beruhigend.


    Hattet/habt ihr psychoonkologische Betreuung in Anspruch genommen oder überhaupt psychologischen Rat gesucht? Ich glaube, dass sich so ganz langsam bei meinem Schatz eine leichte Depression einstellt. Seine düsteren Gedanken kreisen 24 h am Tag nur um die Krankheit. Ich glaube nicht, dass ich ihn aus diesem Loch herausziehen kann, zumal bei mir auch mal was zu richten wäre ;-).


    Ich wünsche euch einen sorgenfreien Tag


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Ihr Lieben,


    mal wieder ein kurzes update von uns. Meinem Mann geht es körperlich nicht schlecht. Sicher kommt ihm zugute, dass zwischen den Chemos jetzt fast 4 Wochen Pause ist. Nächste Woche geht es wieder los. Allerdings spielt die Psyche im Moment nicht recht mit. Kein Wunder, es ist alles trist und grau und die Zukunft sieht nicht rosig aus. Zudem machen wir uns massive Sorgen um seine Mutter. Bei ihr wurde ein riesiger Tumor in der Gebährmutter gefunden. Sie sollte operiert werden, aber es war schon zu spät. Der Tumor war zu groß und hatte schon andere Organe angegriffen. Jetzt hat sie eine Narbe vom Brustbein bis zum Schambein, die ihr große Schmerzen bereitet. Vermutlich wird ihr zur Chemotherapie geraten. Sie ist schon 84 Jahre und außerdem herzkrank. :(


    Für alle die hier lesen, beste Wünsche und liebe Grüße von der


    BerliNette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Liebe nette!


    Ob du es glaubst oder nicht habe eben erst deinen thread gefunden!
    Meine Mama hatte zusätzlich zu ihrem pankreaskopfkarzinom auch ein adenokarzinom! Auch wir sind mit Mama in eine onkologische Praxis gewesen wo die chemo durchgeführt wurde!


    Die Psyche ist das aller aller wichtigste, meine Mama ist zu einer Heilpraktikerin gegangen und es hat ihr sehr geholfen! Sie hat selbst immer gesagt von meinem Kopf bekommt der Krebs nichts ab!


    Hinzu kommt jetzt bei euch noch die sorge um seine Mama alles ein bisschen viel!


    Ich wünsche euch nur das Beste!


    LG und einen Drücker mausi

    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014


    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.


    - Jean Paul -

  • Meine Mama hatte zusätzlich zu ihrem pankreaskopfkarzinom auch ein adenokarzinom!


    Pankreaskarzinome sind zu über 90% der Fälle Adenokarzinome, bei Lungenkrebs sind das deutlich weniger (je nach Quelle zwischen 10 und 30 Prozent). Der Begriff besagt - vereinfacht gesagt - nichts anderes, als dass der Krebs von Drüsenzellen ausgeht. In welchem Organ er auftritt, ist bei dieser Bezeichnung völlig irrelevant.

  • Danke liebe Hexe, wir haben damals immer gedacht das sind zwei unterschiedliche Tumore.

    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014


    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.


    - Jean Paul -

  • Liebe cecil!


    Wir hatten leider keinen guten onkologen hier die komplette Diagnose der Mama:


    Lokal fortschrittenes hepatisches metastasiertes pankreaskopfkarzinom, explorative laparatomie, Leber Metastasen rechts Leberlappen Seg. IV Adenokarzinom


    Wenn wir nachfragten bekamen wir immer zur Antwort ihre Mutter weiß das sie daran stirbt!


    Lg mausi

    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014


    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.


    - Jean Paul -

  • Hallo Ihr Lieben,


    vor ein paar Tagen hat mein Mann seine 6. Chemotherapie bekommen. Jetzt ist erst einmal Behandlungspause bis Januar. Am 17.12. ist das staging vorgesehen. Aber ich vermute, dass die Auswertung erst im neuen Jahr erfolgt. Man hat uns letzte Woche schon mitgeteilt, dass 3 kleine Hirnmetastasen bestrahlt werden müssen. Das macht mir mächtig Angst.


    Im Moment geht es meinem mann relativ gut. Die NW der Chemotherapie halten sich nach Carboplatin wohl in Grenzen. Cisplatin hat er gar nicht gut vertragen. Nach wie vor spritze ich ihm 2 x täglich Clexane. Dazu meine Frage, hat jemand Erfahrungen mit anderen Blutverdünnern? Die Hausärztin ist der Meinung, dass Clexane das Beste sei und weigert sich auf Tabletten umzustellen. Ich weiß allerdings schon gar nicht mehr wohin ich die Spritzen noch setzen soll. Oberschenkel kommt leider nicht in Frage.


    Liebe Grüße und einen sorgenfreien Tag für alle


    BerliNette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Hallo BerliNette,


    Clexane (ein sogenanntes "niedermolekulares Heparin") und die von dir angesprochenen "Tabletten" (meistens Cumarine) wirken höchst unterschiedlich, deshalb sind sie nicht ohne weiteres auszutauschen. Die Cumarine (z. B. Marcumar oder Warfarin) sind darüber hinaus nicht einfach in der Anwendung. Sie müssen in der Wirkung eng kontrolliert werden und ziehen i. A. auch Vorschriften hinsichtlich der Ernährung nach sich. Dann gibt es noch "neue" Gerinnungshemmer, die aber bislang nicht unumstritten sind und bei denen es ernsthafte Zwischenfälle gegeben haben soll.


    Ich habe nach einer Lungenembolie im Verlauf der Chemotherapie ein Jahr lang Marcumar nehmen müssen. Mein Körper hat die Gerinnung nie wirklich in den Griff bekommen, die Dosis müsste nahezu wöchentlich angepasst werden - trotz weitgehend Vitamin-K-freier Diät, die ich streng durchgezogen habe.


    Hier eine einigermaßen gut verständliche Erklärung der Unterschiede: Pharma-Info: Gerinnungshemmende Medikamente

  • Hallo Berlinette,


    ich hatte nach meiner ersten Chemo eine Lungenembolie.
    Meine Onkologen und meine HÄ verschrieben mir damals bis zum einen Monat nach Ende der Chemo Fraxiparin, das ich nur einmal täglich spritzen musste, (insgesamt 5 Monate).
    Danach nahm ich noch 7 Monate Marcumar, die Einstellung war sehr schwierig bis unmöglich, trotzdem ich mich an die Vorschriften gehalten habe. Soweit ich weiß, ist eine aktive Krebserkrankung wegen der Blutungsgefahr auch eine Gegenindikation für Marcumar. Vielleicht kann dir der Krebsinformationsdienst weiter helfen. Mein Bauch schillerte in vielen Farben, er sah erst nach einem halben Jahr wieder halbwegs normal aus.
    LG RidingGeli

    Vergangenheit ist Geschichte,
    Zukunft ist Geheimnis,
    aber jeder Augenblick ein Geschenk. (Ina Deter)

  • Ihr Lieben,


    vielen Dank für eure Antworten. So lange es möglich ist, werden wir wohl bei Clexane bleiben.


    Einen sorgenfreien Tag @all


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Hallo BerliNette,


    ich lese Eure Geschichte schon lange mit und wollte mich einfach mal melden.
    Du machst das sehr gut, wie Du Deinen Mann unterstützt.
    Ich bin in der gleichen Situation und es gibt Tage da weiss man einfach nicht was man machen oder wie man helfen soll.
    Wir haben die Chemo stationär im KH machen lassen. Donnerstag rein und Freitag (spät. mittags, mein Mann kann da richtig Druck machen) wieder raus.
    Er fühlte sich dort gut aufgehoben und die Ärzte nahmen sich auch Zeit zu Gesprächen. Natürlich erst nachdem mein Mann Ihnen erklärte das lt. Ihrer Aussage sein Leben wahrscheinlich begrenzt ist (Zitat: "90 werden Sie wohl nicht werden" - mein Mann ist 37) und er keine Lust hat die Zeit dort zu verbummeln.
    Zur Zeit wird er in einer onkologischen Praxis betreut, 14-tägig Blutabnahme und bekommt dort seine Medikamente.
    Jetzt sind wir auf der Suche nach einem Lungenfacharzt, da das meiner Meinung nach sehr wichtig ist.
    Ich hoffe es ist in Ordnung für Dich das ich einfach mal so geschrieben habe. (Ist ja immer komisch wenn man irgendwo "neu" ist)
    LG


    doka25

  • Liebe doka25,


    ich freue mich, dich hier begrüßen zu dürfen :). Wir sitzen hier alle in einem Boot und es hilft mir sehr hier Anregungen, Tipps oder einfach nur Verständnis zu finden. Wir begleiten unseren Partner in seiner schweren Krankheit, das ist meiner Meinung nach ein wenig anders, als wenn man in großer Sorge um ein Elternteil ist. Wisst ihr denn schon wie die weitere Therapie aussehen wird?


    Meinem Mann geht es im Moment ganz gut, klar er ist kurzatmig, aber er läuft schon wieder die 42 Stufen bis zu unserer Wohnung ohne Pause. Die kleinen Dinge sind es, an denen wir uns jetzt aufrichten müssen. ;) Dein Mann ist ja noch sehr jung und hoffentlich kräftig genug dem Biest ordentlich den Kampf anzusagen! Wir werden unser Bestes geben, die Jungs dabei zu unterstützen.


    Schön, dass du hier bist!


    L.G. BerliNette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Hallo BerliNette,


    zur Zeit nimmt mein Mann Xalkori, da er ja die ALK-Mutation hat.
    Ihm geht es sehr gut, so wie ich das beurteilen kann.
    Wenn nicht die Tabletten auf dem Tisch liegen würden, könnte man denken er ist gar nicht krank. Äußerlich sieht man Ihm die Krankheit definitiv nicht an.


    Wir alt ist Dein Mann eigentlich ?


    Alles Liebe wünscht


    doka25

  • Hallo nette!


    War lange nicht bei dir! Es freut mich das es deinem Mann gut geht!
    Wie geht's Schwiegermutter? Hat die chemo schon begonnen?


    Doka mein Mann hat kein Krebs aber ist herzkrank und man sieht es ihm auch nicht an!


    Ich wünsche euch Kraft für diesen schweren Kampf!!!!


    Lg mausi

    Meine Mama
    ED BSDK 05.02.2014
    28.07.1949 - 22.06.2014


    Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.


    - Jean Paul -

  • Hallo mausi,


    ja Du hast schon rechts das man die Krankheit nicht unbedingt jedem ansehen muss.
    Aber wenn man, wie vorher, nichts mit dem Thema zu tun hatte, stellt man sich "kranke" Menschen anders vor.
    Am Anfang lauscht man auch jedem Atemgeräusch und heute bin ich froh wenn er nachts schnarcht, d.h. er schläft und es geht ihm gut.


    LG
    doka

  • Hallo Mausi, Hallo Doka,


    Mausi, meine Schwiegermutter hat heute das Gespräch mit dem Onkologen. Vermutlich wird noch vor Weihnachten mit einer schwachen Chemo begonnen. Es geht ihr wieder ein winziges Stückchen besser. Sie ist wieder zuhause in ihrem eigenen Haushalt und nicht mehr bei meiner Schwägerin. Sie will sich so lange es möglich ist, ihre Selbständigkeit erhalten. Sie hat in dort alle Unterstützung - eine große Familie, die rund um die Uhr für sie da sind. Leider sind wir hier Einzelkämpfer *seufz*.


    Liebe Doka, auch hier noch einmal meine Antwort. Mein Mann ist 56 und die Krankheit hat ihn mitten aus dem Leben gerissen. Er war sehr sportlich und hat 6 Wochen vor der ED noch erfolgreich an einem Radrennen teilgenommen. Vor jetzt auf gleich ging dann gar nichts mehr. Also genießt die Zeit wo noch alles möglich ist. Für das CT morgen alles alles Gute!


    L.G. BerliNette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Hallo BerliNette,


    ich möchte es nicht versäumen Euch für Mittwoch alle Daumen zu drücken.
    Ihr habt das Staging, Susanne ja auch und wir erfahren wahrscheinlich die Ergebnisse.
    Also, der Tag muss gut werden, denn alle guten Dinge sind drei.


    LG
    doka

  • Dankeschön liebe doka :)
    Es muss einfach ein erfolgreicher Tag werden! Ich glaube nicht, dass wir in diesem Jahr noch eine Auswertung der Ergebnisse haben. Freuen wir uns eben im neuen Jahr über gute Nachrichten!
    Mein Mann plagt sich noch immer mit einer dicken Backe herum. Der Zahnarzt konnte am Wochenende ja nicht ziehen weil er die Blutverdünner bekommt. Also werden die jetzt abgesetzt und morgen Nachmittag wird der Übeltäter gezogen. Hoffentlich geht das ohne Komplikationen vonstatten, bin schon leicht panisch! Am Mittwoch gehts dann mit einem Zahn weniger, aber hoffentlich ohne Schmerzen ins Krankenhaus.


    Alles Liebe und eine sorgenfreie Woche für @all


    BerliNette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Liebe Anette,
    ich gehe ja bei Problemen mit den Zähnen grundsätzlich zum Kieferchirurgen.
    Da ich ja Knochenmetas habe
    und X_Geva Spritzen bekomme, geht mein Zahnarzt nicht dabei. Er hat zwar auch eine Ausbildung als Oralchirurg,
    aber eben wegen der Krebstherapie sagt er, ich wäre besser bei größeren Sachen beim Kieferchirurgen aufgehoben.
    Bei der Klinik, wo ich behandelt werde, gibt es auch ein Ärztehaus. Dort sind auch Kieferchirurgen. Die haben auch Belegbetten in der Klinik, aber auch einen ambulanten OP. Die kennen sich mit Krebspatienten aus.
    Mein Zahnarzt, macht nur mein Gebiss, Kronen, Reinigung usw. Und hat meinen Kiefer unter Kontrolle, falls sich wieder mal etwas verändern sollte.
    Ist jetzt etwas spät, aber vielleicht für Eventualitäten mal im Hinterkopf behalten?
    Liebe Grüße
    Waltraud

    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)Stimmband Carzinom geheilt


    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seitdem Stillstand der Metastasen
    seit September 2017 Therapiepause

  • Liebe Waltraud,


    vielen Dank für deinen Tipp, vermutlich ist das der richtige Weg. Die schlimmen Schmerzen kamen ja am Wochenende und wir haben einfach einen Notdienst aufgesucht. Künftig werden wir wohl besonnener handeln. Alles Gute für dich.


    Bitte alle mal Daumen drücken, dass es heute beim Zahnziehen und anschließend keine Komplikationen gibt.


    Liebe Grüße


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Anette, ich drücke die Daumen, daß die Extraktion problemlos ist und anschließend der Heilverlauf gut ist. Der Verlust eines Zahnes ist immer unschön, aber ständige Entzündungen oder Schmerzen zermürben nachhaltig. Ich kann auch ein Lied davon singen. Also alles Gute für Deinen Mann heute.


    Viele Grüße
    Anhe

  • Danke der Nachfrage. Der Zahn ist noch drin! Es wurde noch einmal geröntgt und nun wird doch erst die Zahnfleischtasche behandelt. Mein Mann konnte sich noch nicht von seinem Zahn trennen ;-) Wir hoffen sehr, dass es die richtige Entscheidung war. Ein Backenhörnchen ist er schon nicht mehr, die Wange ist deutlich abgeschwollen.


    Danke für die guten Wünsche - morgen kann es damit weitergehen, da ist Staging.


    Doka, habt ihr schon ein Ergebnis?


    L.G.


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Backenhörnchen!!
    Wie süß! Haha. :D
    Schön, dass die Entzündung wieder besser ist.
    Alles Liebe für Euch!

  • Ihr Lieben,


    wir haben die Feiertage ganz ruhig und friedlich verbracht. Meinem Mann ging es ganz gut, er hat sogar Schmerzmittel abgesetzt. Im nächsten Jahr hängt wie das Schwert des Damokles die Bestrahlung über uns. Er hat drei Hirnmetastasen und der Radiologe besteht auf eine Bestrahlung des gesamten Schädels. Narürlich hat mich Peggys Erfahrung zutiefst beunruhigt. Die Metastasen hat er schon lange, sie sind recht klein und in den letzten Monaten eher noch kleiner geworden.


    Ich wünsche euch alles erdenklich Gute, kommt gut ins neue Jahr und für das neue Jahr wünsche ich uns, dass sich alle - oder sehr viele - Wünsche erfüllen ♠

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Hallo Anette,


    ich hoffe Euch beiden geht es soweit gut ?


    Wisst Ihr schon den Termin wegen der Auswertung ? Wir wollen doch fleissig Daumen drücken.


    LG


    doka

  • Liebe Doka,


    am Freitag hat mein Mann einen Termin beim Onkologen. Dort wird hoffentlich der Arztbrief aus der Klinik mal in patientendeutsch übersetzt ;-). Man versteht ja nur die Haelfte. In der Klinik wurde aber schon gesagt, dass keine weiteren Metastasen sind, die vorhandenen nicht gewachsen und der Krebs, dieses Untier ist etwas geschrumpft.


    Allerdings hustet mein Lieber wieder seit etlichen Tagen, sofort ist die Sorge wieder da!


    Wie geht es euch? Ich hoffe, es ist alles in Ordnung


    Liebe Grüße


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Hallo Anette,


    der Befund klingt doch schon mal gut. Mein Mann hat das letzte Mal bei Husten den Erkältungstrunk CETEBE forte bekommen (er darf ja durch Xalkori nur bestimmte Medikamente nehmen ). Nach 2 Tagen wR derHusten komplett weg. Oder probier mal frischen Ingwertee hilft meistens auch.


    Aber ich kenn das, sofort hört man wieder auf jedes Geräusch und ist total angespannt.


    Bei uns ist alles in Ordnung, dem Männel gehts sehr gut und somit mir auch.


    Kopfzerbrechen bereitet mir nur das nächste CT (obwohl ja erst im März) da ja immer von einer Wirkubgsdauer von 9 Monaten die Rede ist und die haben wir dann erreicht. Habe bis jetzt aber auch noch niemanden gefunden wo es länger gewirkt hat.


    Drücke Euch für Freitag die Daumen,


    LG
    doka

  • Hallo ihr Lieben,


    seit Freitag wird mein Mann bestrahlt. Es geht ihm bisher ganz gut. Er ist schnell müde und erschöpft und mag nichts essen. Aber wenn das die einzigen NW sind, sind wir zufrieden :). Die Biester sollen auf Nimmerwiedersehen verschwinden!


    Meine Schwiegermutter hat ihre erste Chemotherapie hinter sich. Sie ist ganz zufrieden, denn sie hat keinerlei Nebenwirkungen. Sie kann also in 2,5 Wochen ihren 85 Geburtstag feiern :D.


    Einen sorgenfreien Tag wünsche ich allen

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Noch 7 x Bestrahlung und was kommt dann :?:


    Essen wird zusehens problematischer, wir haben noch Fortimel zuhause, das geht im Moment.
    Hustet er mehr oder höre ich die Flöhe husten? Ich glaube nicht, er hustet und hustet :(

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Guten Morgen,


    es scheint wohl doch eine Erkältung zu sein, jetzt bin ich nämlich dran mit dem Husten.
    Mein Mann war nicht beim Arzt :(


    Ein gutes Wochenende @all

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Guten Morgen BerliNette,


    schön das Dein Mann die Bestrahlungen so gut wegsteckt.


    Ja die Erkältungen gehen jetzt rum, meinen Mann hat es auch erwischt, aber die Ärztin sagt solange kein Fieber dazu kommt soll er Salbeitee trinken und CETEBE forte nehmen.
    Nächste Woche muss er zum Oralchirurg weil er Zahn (Zahnfleisch) schmerzen hat und der "normale" Zahnarzt sich nicht rantraut wegen der Chemo.
    Wurzelbehandlung geht nicht, da er ja nicht jedes Antibiotika nehmen kann. Schaun wir mal was der Profi am Montag sagt.


    Kopf hoch, wir schaffen das.


    LG
    doka

  • Liebe doka,


    oje Zahnarzt 8| das hat mein Mann ja vor Weihnachten erlebt. Ich finde es gut, dass dein Schatz gleich zu einem Spezialisten geht! Ich drück euch die Daumen, dass er gut behandelt werden kann und wenig Schmerzen hat.


    Jetzt hat es mich auch erwischt, Husten, Halsschmerzen und eine Stimme als hätte ich die Nacht durchgezecht. Wie soll das gehen, dass ich meinen Mann nicht anstecke? Ich desinfiziere wo es nur geht, den ganzen Tag mit Mundschutz - Sorry, das schaff ich nicht. Hat jemand noch eine Idee?


    Ich wünsche ein sorgenfreies Wochenende


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Liebe Doka,


    alles Gute für den ZA-Besuch deines Schatzes! Daumen sind gedrückt!


    Ich hab mir eine fette Erkältung eingefangen und "wurschtel" mich so durch den Tag.


    Liebe Grüße an alle


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Liebe BerliNette,


    ZA-Besuch erledigt, aber wie immer keine gute Nachrichten.


    Der Oralchirurg traut sich auch nicht ran. Eine 2cm grosse Zyste im Oberkiefer und ne Überweisung in die Zahnklinik ist das Ergebnis.
    Die sollen jetzt entscheiden ob der Zahn raus soll oder die Zyste operativ entfernt wird.
    Jetzt geht er erstmal zur Onkologin was die sagt wegen den Medikamenten und was er evtl. für Antibiotika nehmen kann.
    Schaun wir mal wie es weiter geht.


    Ja das mit den Erkältungen kenne ich, bei mir hilft da nur frischer Ingwertee (iiiihhhhhh) und jede Menge Schlaf.
    Ich wünsch Dir gute Besserung.


    Und wie geht es Deinem Männel ?


    LG
    doka

  • Liebe Doka,


    da hat dein Mann ja noch etwas vor sich - OP oder Zahnziehen - beides ist schlimm! Vielleicht genügt es ja vorerst ein passendes Antibiotikum zu finden. Meinem Mann hat es im Dezember geholfen. *toi toi toi - dreimal auf Holz klopf*


    Meinem Mann geht es ganz gut, nur mit dem Essen hat er Probleme. Aber ein paar Löffel Suppe gehen. Er ist oft müde, legt sich dann für ein Stündchen hin. Wir zählen schon die Tage, die er noch bestrahlt werden muss. Nächste Woche ist voll mit Arztterminen. Jeden Tag ein anderer Doc. Das stresst ihn schon jetzt, aber er möchte auch nicht, dass ich ihn begleite.


    Bis bald und hoffentlich auf ein positives Ende der Zahngeschichte deines Schatzes!

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • :( es ist da - das Wort welches alle fürchten ;(


    Mein Mann hat es schwarz auf weiß - "Erneutes Tumorwachstum ist nachgewiesen" - Progress! Das stand im Arztbrief an die Onkologin, die er morgen aufsuchen kann.


    ||

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"

  • Ojeeeeeeeh Anette,


    es stimmt..... Es gibt Wörter die man nicht mehr hören mag, weil sie einfach nur Angst machen.


    Wo habt ihr morgen Gespräch, in der Ambulanz??? Falls ja, hoffe ich das ihr zu Fr.Dr. Kurz kommt, sie ist zwar sehr sachlich, aber sie erklärt ohne ein gleich wieder raus zu schubsen. Fr. Dr. Witt ist nicht so mein Fall, da sie nur ihre Richtung angeht und ein Gespräch in 2 Min. Erledigt ist.


    ich drücke euch die Daumen, das ihr ein annehmbares Beratungsgespräch habt!!

  • Liebe Anette,


    was für ein Schock für euch, nachdem man euch vor einem Monat noch mitgeteilt hatte, dass der Tumor am Schrumpfen sei. Es tut mir so Leid.
    Was ist jetzt eigentlich gewachsen, die Metastasen oder der Primärtumor?


    Ich hoffe, deinem Mann wurde dadurch nicht der Mut zum Weiterkämpfen genommen.


    Ich drücke die Daumen und hoffe für euch, dass es noch wirksame Behandlungsalternativen gibt.


    Alles Gute
    Christel


    mit ihren über alles geliebten Eltern für immer im Herzen

    Papa +15.10.12 (Prostatakrebs)
    Mama + 9.02.14 (Bauchspeicheldrüsenkrebs / Schlaganfall)

  • Guten Morgen ihr Lieben,


    es hat sich mal wieder Bewahrheitet: Es wird nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Die zweite Meinung sagt, dass es anhand des Röntgenbefundes nicht so schlimm wie befürchtet aussieht! Es soll jetzt ein CT gemacht werden und dann wird eine Aussage getroffen. Wir sind ein kleines bisschen ruhiger. Die niedergelassene Onkologin möchte gern umgehend mit der Behandlung mit Xalkori beginnen, wartet aber noch das CT ab. Eine Reha ist beantragt.


    Ich Danke euch für euren Zuspruch!


    Übrigens trägt mein Mann jetzt oben ohne (die Haare sind tatsächlich innerhalb weniger Tage ausgefallen).


    Liebe Grüße


    Anette

    Wenn du es nicht ändern kannst, musst du damit leben
    "Brokeback Mountain"