Diskussion zum Thema Methadon

  • Hallo Cecil,
    danke für den Link, finde ich interessant. Frage ist nur, ob ein solches Thema nicht besser im Forschungsteil gepostet werden sollte, könnte man dann bei Bedarf sicher schneller wieder finden.
    lG Gerda

  • Liebe Gerda,


    jetzt bin ich ratlos: Wir sind im Forschungsteil?.


    Übrigens gibt es "im anderen Forum" schon eine Reihe (wirklich verzweifelte!) user, die mit der Wissenschaftlerin Kontakt aufgenommen haben und in den höchsten Tönen von ihr schwärmen. Und die ohne größere Probleme Pallitativmediziner zu finden scheinen, die an den Studien (direkt oder indirekt) teilnehmen wollen und für die fraglichen user das Methadon nach den spezifischen Angaben zusammenstellen.


    Auf Ergebnisse bin ich sehr gespannt. Ich bleibe am Ball.

  • hups, da habe ich wohl nicht aufgepasst. Habe Artikel aber wirklich mit großem Interesse gelesen, da ein Bekannter einen inoperablen Kleinzeller hat.
    Nochmals danke und LG Gerda

  • Spannender Ansatz !
    Danke für die Infos!


    Gruß Renate

    Adeno ED : 30.03.13 ( nach Thoraxprellung )
    Rauchstopp 14.04.13 , OP 02.05.13 Lobektomie li o.
    IB / pT2 ( 42mm ) pN0 ( 0/24), cM0, L0, V0, G2, R0,
    Chemo habe ich abgelehnt.
    2013 AHB und 2014 Reha in Ahlbeck, NU`s bis 08/2018 unauffällig

  • Hallo Cecil,


    ich bin in einer Studiengruppe mit dem Ziel, ob der Ersatzstoff Polamidon genauso wirkt.
    Polamidon hat den Vorteil, er greift die Nieren absolut nicht an und das ist bei mir wichtig.


    Liebe Grüße
    Boebi

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  • Da ich die Diskussion hier wesentlich mit angeregt habe, möchte ich einige zum jetzigen Zeitpunkt unabdingbar erscheinende Hinweise hinzu fügen:


    1. Das sog. Studiendesign war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des o. a. Artikels noch nicht fertig erstellt; d.h. die Studie befand sich in Vorbereitung.
    Dem aktuellen Stand werde ich versuchen nachzugehen.
    2. Alle (Palliativ-) Patienten, die bereits jetzt Methadon begleitend zu ihren Chemotherapien erhalten, bekommen das Medikament off-label verordnet.
    3. Man sollte sich m. E. bewusst sein, dass es sich auch weiterhin um ein Opioid mit einem Potential für psychische und körperliche Abhängigkeiten handelt: Methadon als neuer zusätzlicher Helfer in der konventionellen Krebstherapie

  • Ich bin unglaublich aufgewühlt von allen Nachrichten die Betroffene schreiben und in Methadon
    wieder eine Hoffnung sehen und haben.
    Kann gar nicht beschreiben wie ich mitfiebere.
    Hoffe es kommt einiges gutes dabei rum!!!!

  • Hallo,


    ich schreibe hier im Namen von kahi, sie ist momentan dazu nicht in der Lage.


    Gibt es hier im Forum eine Frau/Frauen, welche Erfahrung mit der Gabe von Methadon haben? Oder schon Kontakt mit der Chemikerin aufnahmen?


    Wäre dies der Fall, bitte Kahi oder mich anPN'nen. DANKE!!!!

    Ich liebe das Leben.. und wie ... , die Liebe und das Lachen.

  • Ich glaube der User Ricö nimmt Methadon und hat auch Kontakt zu Frau Dr. F. , die sehr sehr nett und hilfsbereit sein soll.


    Ansonsten nur im " anderen Forum " bei den Brustfrauen.

  • Ich danke Euch, werde alles weitergeben und schaun wie sie weiters verfahren möchte.


    DANKE
    LG
    Jutta

    Ich liebe das Leben.. und wie ... , die Liebe und das Lachen.

  • Hallo,


    ich komme aus dem "anderen Forum" ... kenne mich hier noch nicht aus, also wenn ich denn falsch bin... Sorry :-)


    Ich bin eine von den "Methadonmädels" , die seit 1 Woche dieses Medikament einnimmt und bereits mehrfach mit Frau Friesen telefoniert hat.


    Bereits in der kurzen Zeit von 1 Woche sind Verbesserungen meines Gesundheitszustandes zu erkennen. Ich fühle mich insgesamt viel besser und bin voller Tatendrang.
    Zu den Langszeitwirkungen kann ich keine Angaben machen.


    Kontaktdaten zur "Entdeckerin" kann ich mit ihrer Erlaubnis gerne weitergeben :-)


    Gruß
    Fischi55

  • Hallo Fischi,


    ich freu mich, das Du hier bist und über Deine Erfahrungen berichtest. Bin gespannt und hoffe, das es auch für mich mal in Frage kommt, wenn ich es benötige.
    Danke das Du hier bist

  • Hallo Fischi,


    auch von "ganz offizieller" Seite ein herzliches Willkommen im Krebs-Infozentrum. Wir freuen uns, dass du deine Erfahrungen mit uns teilen möchtest. Auf einen fruchtbaren Austausch!

  • Heute hat die Chemikerin angerufen und mir mehr erzählt über diese Methadon Therapie.


    Zusammenfassung:


    Es muss ein Schmerzpatient sein, der von anderen Schmerzmitteln(Morphin, Tilidin o. ä. ) auf Methadon umgestellt werden kann.


    Methadon ist bisher nur zur Schmerzbekämpfung zugelassen und nicht als Krebstherapie.


    Der Iserlohner Arzt hat Erfahrung mit 4000 Patienten, besonders wirksam ist die MethadonTherapie bei Patienten mit Aszites oder Pleuraergüssen


    Es gibt Erfahrungen mit beinahe allen Krebsarten, und alle reagieren auf Methdon sehr günstig.


    Methadon wirkt auch alleine, also auch ohne gleichzeitige Chemotherapie- also auch bei Patienten die "austherapiert" sind.


    Tumore und Metastasen verschwinden unter Methadontherapie, Weichteilmetastasen und auch Knochenmetastasen.


    Nächstes Jahr wird es die erste Studie geben mit Patienten mit Kolorektalem Carcinom..


    Unklar ist allerdings bisher, ob der Krebs dann ganz weg ist- weil nicht
    mehr nachzuweisen, oder ob er zurück käme wenn man das Methadon
    absetzen würde. das muss noch erforscht werden.


    Diese Methadon Geschichte setzt also nicht nur auf gute Ergebnisse im
    Reagenzglas(sag ich), sondern es gibt schon viele viele Menschen denen
    geholfen wurde.


    Auch sagte die Chemikerin, ALLE Krebszellen hätten diese (gierigen)
    Opiatrezeptoren und es müsste nicht extra darauf getestet werden..


    Wer per Mail mit der Chemikerin Kontakt aufnehmen möchte, schreibt am Besten in die Betreff-Zeile seine Telefonnummer.


    Sie ruft an und erklärt alles haarklein.


    Ich bin ganz geplättet über diese so hoffnungsvollen Informationen aus erster Hand.

    Ich will Sommer
    -------------------------------------------------------------
    2 Männer(1988 + 1997), eine Mama(2013),
    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-

    Einmal editiert, zuletzt von Anhe () aus folgendem Grund: Geändert von Ärztin in Chemikerin

  • Vielen dank für die Zusammenfassung Monika.
    Ich bin ganz kribbelig bei dem Thema.
    Montag gehe ich hier zum Krankenhaus und versuche das Thema mal anzusprechen,hoffe das ich auf
    offene Ohren stosse.


    schönes Wochende für Euch
    Drea

  • danke Monika für Deinen ausführlichen Bericht und das Du die Zusammenfassung Deines Telefonates gleich gepostet hast


    und " Schmerzen " haben wir " Krebsler " doch alle irgendwie und irgendwo, da wird sich bestimmt was finden um ein Methadonpatient zu werden.

  • ......
    Montag gehe ich hier zum Krankenhaus und versuche das Thema mal anzusprechen,hoffe das ich auf
    offene Ohren stosse. .....


    Bitte beachtet, dass zunächst mal eine Phase I - Studie angeschoben wird, in der Methadon gegen ein Placebo antreten und sich beweisen muss.
    Vorher können sie sich nicht wirklich dazu äußern.
    Desweiteren berichten Patienten unter Chemo + M. von nicht unerheblichen NW.

  • ich lese das Thema Methadon hier jetzt erst, und nein susanne ich nehme es noch nicht, aber ich hoffe nächste Woche geht's los...


    und wie Celil schon schreibt gibt es wohl 2 Patienten die darunter leiden, eine fühlt sich als sei sie Betrunken, quasi angetrunken, aber das den ganzen Tag :( der anderen geht's richtig schlecht, so dass sie sich direkt auf die nächste Chemo freut... ich glaube das es an der Dosierung liegen wird, Methadon ist ja auch kein Spielzeug, und hat auch seine NW.... Leider...


    LG

  • Es muss ein Schmerzpatient sein, der von anderen Schmerzmitteln(Morphin, Tilidin o. ä. ) auf Methadon umgestellt werden kann.



    Liebe Monika,
    ich danke Dir für die Zusammenfassung.
    Ich hatte es von Anfang an auch so verstanden, daß es für Schmerzpatienten ist. Aber es ist gut daß, das noch mal wieder erwähnt wird.
    Ich glaube Hexchen hatte das auch schon mal deutlich gemacht.


    Für mich kommt es noch nicht in Frage.
    Aber es ist gut zu wissen, daß da was in der Pipeline ist, wenn die Knochenmetastasen mal mehr werden und vor allem wieder schmerzhaft werden sollten.
    Liebe Grüße
    Waltraud <3

    09/07 Plattenepithelcarzinom rechtes Stimmband pT2 cN0 G1
    (Laserresektion)Stimmband Carzinom geheilt


    10/07 Adenocarzinom rechter Lungenunterlappen pT2 pN2 pR0
    pM0 G2 IIIA
    12/12 Knochenmetastasen
    Behandlung mit Tarceva und X-Geva +Calcium + Vit.D
    seitdem Stillstand der Metastasen
    seit September 2017 Therapiepause

  • Lieber Ricö,


    ich drücke Dir die Daumen das für Dich Methadon in Frage kommt und das wenig bis keine Nebenwirkungen sind.


    Ich persönlich sehe es als Chance, wenn nichts mehr geht, das es vielleicht doch noch ein kleiner Rettungsanker sein kann, und sei es nur mehr Luft zum Atmen zu haben.


    Es würde mich sehr freuen, wenn Du nächste Woche berichtest, ob Du auch Methadon bekommst und wie es Dir damit geht.


    Alles Liebe für Dich

  • Der Iserlohner Arzt hat Erfahrung mit 4000 Patienten, besonders wirksam ist die MethadonTherapie bei Patienten mit Aszites oder Pleuraergüssen


    Um einer eventuellen Legendenbildung vorzubeugen: Der Mann ist Palliativmediziner und betreut das Hospiz der "Märkischen Kliniken". Da Levomethadon seit längerem zum gängigen Arsenal palliativmedizinisch verwendeter Medikamente gehört, ist diese Zahl nicht sonderlich beeindruckend; insbesondere handelt es sih auch nicht ausschließlich um Krebspatienten.


    Es gibt Erfahrungen mit beinahe allen Krebsarten, und alle reagieren auf Methdon sehr günstig.


    Methadon wirkt auch alleine, also auch ohne gleichzeitige Chemotherapie- also auch bei Patienten die "austherapiert" sind.


    Tumore und Metastasen verschwinden unter Methadontherapie, Weichteilmetastasen und auch Knochenmetastasen.


    Diese Aussagen halte ich in dieser Allgemeinheit für fahrlässig angesichts der fehlenden Studienlage.

  • Hallo,


    ich habe auch heute wieder mit Frau Fries.... telefoniert.


    Die Angaben, die Monika Rasch hier gemacht hat, stammen ja von Fr. Frie....


    Es wurde ja nicht behauptet, dass Methadon als Krebsmittel eingesetzt wurde, sondern als Schmerzmittel. Dass Methadon Tumorzellen tötet oder töten kann, war ja mehr ein Zufallsbefund.


    Es wird erst in Zukunft eine Studie geben, aber heisst das denn zwangsläufig, dass das Mittel nicht helfen kann ?
    Die Angabe, dass bereits 4000 Patienten erfolgreich behandelt wurden, kenne ich auch so von Frau Frie.... Mir stellt sich die Frage, was gegen die Einnahme und die Hoffnung auf Methadon spricht, wenn man sich damit doch wohl fühlt und zudem noch berechtigte Hoffnung hat, dass die Krebszellen zurückgehen ?


    Für mich, als Schmerzpatient/Krebspatient haben diese 10 Tage Methadon schon Vorteile gebracht.
    Ich habe keine Restschmerzen mehr, bin sehr viel klarer in meinen Gedanken und fühle mich körperlich sehr viel fitter.
    Bei mir ist es eher so, dass ich wohl von meinen bisherigen "Drogen" abhängig war/bin und ich deswegen manchmal sehnsüchtig an meine "Drogen" denke, die ich seit mehr als 3 Jahren genommen habe. Mit Methadon ist das abhängig werden geringer... es ersetzt ja auch die bisherigen Drogen.


    Für mich persönlich wäre es schon ein großer Erfolg, wenn ich eine zeitliche Lebensverlängerung mit Lebensqualität erreiche !!


    Dass sich 2 Personen, die Methadon und Chemo bekommen nicht wohl fühlen, habe ich auch gehört. Es stellt sich dann die Frage, ob es vom Methadon kommt, oder von einer jetzt neu begonnen Chemotherapie. Auch darauf habe ich Frau Frie... direkt angesprochen, die sich zudem umgehend mit zumindest 1 Dame in Verbindung gesetzt hat um schnellstens Abhilfe zu schaffen.
    Ich werde in der nächsten Woche auch wieder Chemo bekommen... erstmals mit Methadon.
    Ich lasse einfach alles auf mich zukommen :-)


    Zu dem ebenfalls angesprochenen "besoffen" fühlen.... bei mir war es nicht so. Ich wurde von Herrn Hil.... der eben Palliativmediziner, Schmerztherapeut und Allgemeinarzt ist, auch direkt darauf hingewiesen, dass die Dosis lieber erhöht werden kann, wenn die Schmerzen z.B. nach einigen Tagen immer noch vorhanden sind, als wenn man mit hoher Dosis dann Unwohlsein hat.
    Er hat mich z.B. auch angerufen um sich nach meinem Befinden zu erkundigen.


    Die sachliche Beschreibung von Monika Rasch finde ich persönlich sehr treffend.
    Mir fehlt vielleicht der Abstand dazu, da ich selbst Betroffene bin.


    LG
    Carlitta

  • Zunächst einmal: Hier dürfen Namen durchaus ausgeschrieben werden. Es ist nicht notwendig, sie zu verstümmeln.


    Dass Levomethadon als Schmerzmittel seine Berechtigung hat, ist unstrittig. Aber: Wir können und wollen es uns nicht erlauben, wissenschaftlich noch nicht im mindesten untermauerte Behauptungen in die Welt zu setzen und dadurch eventuell unberechtigte Hoffnungen zu wecken. Bitte habt Verständnis dafür.


    Die sachliche Beschreibung von Monika Rasch finde ich persönlich sehr treffend.


    Es geht mir nicht um Monikas Beschreibung, sondern um die Aussagen der Chemikerin.


    (Und es ist natürlich nicht gesagt, dass es nur zwei Patienten sind, die Probleme haben - es sind lediglich zwei, die ihr kennt. Angesichts der potentiellen Nebenwirkungen dürfte es durchaus mehr geben.)

  • Danke dafür und für die ausführliche Info hier.


    Für mich, als Schmerzpatient/Krebspatient haben diese 10 Tage Methadon schon Vorteile gebracht.
    Ich habe keine Restschmerzen mehr, bin sehr viel klarer in meinen Gedanken und fühle mich körperlich sehr viel fitter.




  • Diese Aussagen halte ich in dieser Allgemeinheit für fahrlässig angesichts der fehlenden Studienlage.


    Hallo Witch,


    ich stimme Dir zu, es gibt keine Studien, die signifikante Ergebnisse aufzeigen, und ehe kuenftige, aussagefaehige Studien ausgewertet sind, das kann bekanntlich dauern. Insofern sollte man mit derartigen Aussagen sehr vorsichtig sein. Man schuerrt womoeglich Hoffnungen, die sich vielleicht nicht erfuellen koennten.


    Es waere selbstverstaendlich toll, sollte sich irgenwann herausstellen, dass Methadon die Therapie pushen koennte. Ich habe z.B. in der Klifo an der Testung von Ondansetron/Granisetron (Antikotz) mitarbeiten koennen und ich erinnere die ganzen Probleme rundum nur zu gut. Insofern ist es von ersten s.g. "Heilversuchen" bis zu einer Zulassung in einer bestimmten Indikation ein relativ weiter Weg, trotz womoeglich zugesagten beschleunigten Zulassungsverfahren beim BfArM.


    Mein Mann nimmt z.B. Polamidon, da chronischer Schmerzpatient wg. diverser Prolaps-OPs und schweren neuropathischen Schmerzen. Zusammen mit dem implantierten SCS (Spinal Cord Stimulation System) ist er mit Hilfe von Polamidon ein völlig neuer Mensch. Insofern bewerte ich momentan diese ganze Methadon-Diskussion in erster Linie als ein grosses Benefit für Schmerzpatienten (also auch Krebspatienten), die unter Methadon eine neue und verbesserte Lebensqualität erfahren koenn(t)en.


    Ob Methadon einen s.g. Zusatznutzen im Hinblick auf die chemotherapeutische Behandlung hat, das wird sich zeigen, oder aber auch nicht. Euphorie ist hier voreilig.


    Gruesse
    Sissel

    Sapere aude
    Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
    (Immanuel Kant)

  • Hallo,


    danke für die Information zu den Namen, es erleichtert enorm :-)


    Es ist schon klar, dass Hoffnungen geschürt werden, die man dann automatisch hat, wenn es eben ein Mittel geben könnte, was in irgendeiner Form hilft.


    Deshalb habe ich meine Erwartungen beschrieben.... wenn diese übertroffen werden, dann wäre das in der Tat sensationell :-)


    In dem Artikel vom 16.06.2014 beschreibt Frau Friesen allerdings auch, so ganz am Ende, dass Methadon im Patienten an seine Grenzen stoßen wird. Es wird von der Dosis, der Verfassung der Patienten abhängen, mutmaßt sie. Das heisst für mich auch, dass es es in einigen... vielleicht auch vielen Fällen wirklich geholfen hat.... warum genau ?? Genau das ist wohl noch nicht so sicher :-)


    Deshalb kann man es nur als neue Hoffnung bezeichnen.


    Ich weiß jetzt gerade nicht mehr wo und wann genau hier dieses L-Methadon erwähnt wurde.
    Ganz wichtig... das ist nicht die Sorte Methadon, die hier als Schmerztherapie verordnet wird.
    Hier geht es um DL-Methadon... auch Methadon-Racemat.
    Das gängigere L-Methadon benötigt zudem eine ganz andere Dosierung.....
    DL-Methadon wird doppelt so hoch dosiert wie das L-Methadon.


    Allen eine gute Zeit... mit oder ohne Methadon :-)


    Lg


  • Hallo an alle,


    in Kurzform der Grund warum ich auf L-Polamidon eingestellt wurde.
    Ich habe eine PnP, (?)ausgelöst durch die Total-Neck-Dissection oder generell durch Krebs(?) und verschiedene Rheumaarten, die von den Füssen immer weiter aufsteigend eine Lähmung verursachen, die mich an den Rollstuhl fesseln und nicht zu stoppen ist. Die Nervenstörungen sind auf der Schmerzskala mit 100 festgestellt worden.


    Ich habe eine Entgiftung gemacht um von diversen Schmerzmittel (Tramal/Neupro-Pflaster) herunterzukommen. Danach wurden erfolglos die unterschiedlichsten Schmerzmittel ausprobiert.


    Zum Schluss wurde ich auf Polamidon eingestellt mit der Enddosis 20 – 20 – 25 Tropfen (8.00-17.00-22.00Uhr). Ein sehr leichter Restschmerz ist noch vorhanden, der auch gewollt ist. Die Anfangsdosis waren 4x am Tag 45 Tropfen. Es hat sich aber sehr schnell herausgestellt, dass das viel zuviel war.


    Das Polamidon hat sich bei dieser Dosis im Körper aufgestaut und zum Nierenversagen geführt. Die schnelle Reaktion meiner Frau hat mich nochmal von der Schippe springen lassen. Schon auf der Intensivstation wurde die Dosis runtergefahren bis auf den jetzigen Stand. Ob ich einmal im Jahr eine Entgiftung machen muss wird sich noch zeigen.


    Ich nehme jetzt seit ca. 6 Monaten das Polamidon.


    In der richtigen Dosierung greift Polamidon die Nieren nicht an und nimmt hervorragend den Schmerz, es sollte aber dringend (siehe oben) unter ärztlicher Aufsicht die Menge festgelegt werden. In der Tropfenform ist Polamidon auch sehr gut zu Dosieren und hilft mit einer Zwischengabe auch sehr gut gegen den Durchbruchschmerz.


    Regelmäßige Blutkontrollen (bei mir alle 14 Tage) sind unbedingt einzuhalten.

    LG
    Boebi


    J.F.: Von verschiedenen Ärzten (Neurologen/Rheumatologen) wurde ein Zusammenhang der PnP und Krebserkrankung vermutet. Also endlich doch mal!

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  • Liebe Monika,


    ich musste leider deinen Beitrag löschen, da er gegen die Nutzungsbedingungen der verlinkten Seite verstößt, die ausdrücklich die Weiterverbreitung aller Inhalte untersagen.

  • Ups- das hatte ich nicht gesehen.
    danke, ich wollte Euch nicht ärgern.

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  • Zusatz zu L-Polamidon in der Schmerztherapie


    Einen guten Abend,


    Ursa2 hatt mich darauf aufmerksam gemacht, das Polamidon doppelt so stark ist wie Methadon.
    Damit hat sie recht. Der Unterschied besteht darin, dass Methadon aus zwei Komponenten besteht.
    Es kommen im D-L-Methadon zwei verschiedene Enantiomere des gleichen Moleküls vor. Es ist das D- (wie dexter = rechtsdrehende) und das L- (wie linksdrehende) Molekül. Das D-Enantiomer ist ein nicht wirksamer Bestandteil. L-Polamidon enthält nur das wirksame L-Enantiomer. Das ist alles recht Wissenschaftlich und es bedeutet nichts anders:
    Um die Wirkung von 10 mg L-Polamidon zu erreichen braucht man 10 mg L-Methadon und 10 mg D-Methadon, also insgesamt 20 mg Methadon.
    L-Polamidon ist also bei der gleichen Gabe doppelt so stark.


    Angefügt die Links zur Krebsbehandlung mit Methadon und ein Bericht zu Frau Claudia Friesen:


    http://www.aerztezeitung.de/me…nsterben-krebszellen.html


    http://www.bio-pro.de/magazin/…/artikel/09937/index.html


    Einen schönen Abend
    Boebi



    Links:
    Ärzte Zeitung, Sonntag, 23. November 2014


    Methadon vor letztem Karriereschritt als Krebsmittel
    © BIOPRO Baden-Württemberg GmbH 16.06.2014

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  • Unglaublich was ich hier lesen darf.
    Der Bericht der Ärztezeitung lässt richtig hoffen. Auch auf neue Krebsbehandlungen der Zukunft.
    Frau Dr. Fries sollte für den Nobelpreis vorgeschlagen werden finde ich.
    Eine echte Entdeckerin und Forscherin.


    Frage:
    Was versteht man unter "Durchbruchschmerz" ?

  • Hallo Babs,


    ein Durchbruchschmerz ist ein Schmerz der trotz Schmerzmittel auftritt, also durchbricht.


    Vorsicht mit den Meldungen, es sind schon so viele Hoffnungen wie Seifenblasen zerplatzt.


    Liebe Grüße


    Boebi

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    Einmal editiert, zuletzt von boebi ()

  • Ja, Boebi,


    habe gerade mal nachgelesen, was Du, vor allem in diesem Jahr, schon hinter Dir hast
    und wie unglaublich tapfer Du damit umgehst.
    Ich hab so einen Heiden Respekt vor so vielen Betroffenen. Unglaublich, wie stark man kämpfen kann
    und welche Möglichkeiten und Mittel es gibt.
    Leider natürlich auch Nebenwirkungen...


    Alles Liebe Dir!

  • Hallo ihr Lieben,
    erstmal danke Jutta fürs einstellen ;)
    Leider hat sich bei mir durchs Tyverb mein Hand Fuss Syndrom so stark verschlechtert, dass es mir fast nicht möglich ist, auf der Tastatur zu schreiben.
    Mit Hilfe meines Mannes habe ich Fau Dr. Friesen geschrieben und die Mail gerade eben auf die Reise geschickt. Nun heißt es warten.
    Sobald ich Nachricht bekomme, werde ich mich melden, fest versprochen.
    Mein Allgemeinzustand hat sich leider drastisch verschlechtert und es sieht gar nicht so dolle aus. Am Donnerstag habe ich ein Staiging, was natürlich, wenn das mit dem Methadon klappen sollte, super wäre, hätte ich doch gleich einen aktuellen Ausgangswert.
    Bitte drückt mir die Daumen, dass ich ganz ganz schnell wieder bei euch schreiben muss, weil versprochen ist versprochen ;)
    alles Liebe
    kahi

    alles Liebe
    kahi

    --------------------------------------------------------
    Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen
    Franz Kafka

  • Liebe Kahi,
    ich drücke Dir die Daumen.
    Wenn Du schon Schmerzpatientin bist, dann kannst Du ja auch direkt mal bei dem Arzt in Iserlohn anrufen
    und deine Telefonnummer da hinterlassen, damit er zurückrufen kann.


    Machs gut !
    Lieben Gruß aus Gelsenkirchen


    Monika

    Ich will Sommer
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    Dezember 2017:Mein Papa beinahe gestorben, auf dem Wege der Besserung-

  • Liebe Kahi,


    ich wünsche Dir aus tiefstem Herzen, daß Methadon für Dich eine Option ist, um aus dieser Schmerzspirale herauszukommen.


    Alles Liebe,
    Anhe

  • Liebe Kahi,


    auch ich möchte dir alles, alles Gute wünschen !!


    Hoffentlich gibt es auch für dich das richtige Schmerzmedikament, es könnte ja Methadon sein !!


    Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie zermürbend diese heftigen Schmerzen sind.


    Ich wünsche dir, dass du so schmerzfrei wie möglich wirst !!


    Fühl dich mal ganz lieb und vorsichtig gedrückt.


    LG
    Carlitta

  • Hallo,der Arzt in Iserlohn ist sehr nett und sehr ansprechbar.ich habe ihn gerade angerufen,er hatte sofort ein offenes Ohr.Er sagte auch,wenn mein Mannnicht in der lage ist zu kommen,reicht es auch,wenn ich mit Berichten komme.Er würde ihn in jedem Fall schmerzfrei bekommen.Die verstärkende Wirkung der Chemo wäre toll,ich wage gar nicht zu hoffen.Es ist unser letzter Strohhalm.
    Zur Erklärung:MeinMann hat Bauscpeicheldrüsenkrebsinoperabel,die Chemo Folferinox wurde abgebrochen,da nicht gewirkt.Jetzt wird noch eine andere versucht,grift die auch nicht,war es das.Er hat mittlerweile 8 Metastasen in derLeber.Liebe Grüße Sabine

  • Liebe Biene,
    ich hoffe mit Euch !
    Super dass Du dich direkt mit dem Palliativmediziner aus iserlohn in Verbindung gesetzt hast.
    Ich bin ganz aufgeregt.


    Vielleicht geschieht ja doch ein Wunder- und wenn es nur eine beschwerdefreie Zeit wird !


    Du wirst uns hier auf dem Laufenden halten , ganz bestimmt.

    Ich will Sommer
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    beide Schwestern (2011 + 2015) an den Krebs verloren.
    Tante Mia, + am 10.10.- Scheixx Krebs
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  • Hallo Biene,


    ja, Dr. Hilscher ist sehr nett, er setzt sich sehr für seine Patienten ein.
    Wenn er es schafft, dass dein Mann schmerzfrei wird, dann ist das schon sehr viel wert.


    Dein Mann hat gleich viel mehr Lebensqualität.


    Kann es sein, dass wir miteinander telefoniert haben ?


    LG
    Carlitta

  • Hallo Biene,


    Für mich war Polamidon die letzte Hoffnung und die hat bisher funktioniert.


    Ich wünsche euch viel Glück.


    Liebe Grüße
    Boebi

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