Beiträge von Cecil

    Aufgrund widersprüchlicher Ergebnisse der neuesten Bildgebung der Lunge (suspekter Lymphknoten, zwei metastasenverdächtige Läsionen, wiederum eine weiterhin regrediente Metastase) startet meine Tante jetzt mit Ibrance zusätzlich zu Anastrozol.

    Alle anderen Organe sind frei, soweit erkennbar.


    Ich lese eh schon oft im Ibrance - Strang mit und sie dann sicher auch.

    Drei Wochen Einnahme, eine Woche Pause und Blutbildkontrolle.

    Hallo, zur Einordnung gemäß WHO ICD 10 siehe hier:

    https://www.dimdi.de/static/de…lgm2018/block-c81-c96.htm


    Leider gibt es dafür keine separate Leitlinie:

    https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines siehe unter Hämatologische Neoplasien


    Man könnte aber nach Mehrfachnennungen von Kliniken bei den anderen Erkrankungen schauen, die alle unter C83 fallen, so zB Nodales Marginalzonen - L., Mantelzell -L. und Diffuses großzelliges B - Zell -Lymphom. Oder aber unter Akute Lymphatische Leukämie, denn das ist eine Differentialdiagnose zum B -lymphoblastischen Lymphom.

    Hallo,

    wenn man wüsste, was genau sie hat, siehe hier Versuch einer Systematik der Lymphome

    würde ich die entsprechende Leitlinie aus Onkopedia verlinken.

    An deren Ende stehen jeweils die Verfasser und damit die Spezialisten. In der Regel sind diese in Unikliniken zu finden.

    In eine solchen hämatologische Spezialambulanz würde ich auch versuchen zu kommen.

    Es kann aber sein, dass der Fall als regelmäßig vorkommend oder weniger problematisch als ähnliche Fälle eingestuft wird; dann verbleibt die Behandlung häufig bei einem niedergelassenen Hämato - Onkologen oder wird nach einer Erstbehandlung von diesem weiterbehandelt.


    Alles Gute für deine Bekannte!

    Hallo, Kerstin,

    über meine SZT und die Zeit danach habe ich eine thematische Website erstellt und hier nur eine Kurzfassung eingestellt (unter Leukämien).

    Außerdem gibt es ein Forum für Patienten, die vor einer SZT stehen, sich mittendrin befinden oder in der Zeit danach.

    Ich habe alles gut überstanden. Gern teile ich dir Details mit.

    Liebe Kerstin,


    es tut mir sehr leid und ich hoffe sehr, deine Erkrankung wird durch die Behandlungen einen positiven Verlauf nehmen.

    .....


    Sollte alle bösartigen Zellen durch Chemo abgetötet worden sein, bekomme ich eine Hochdosis Chemo und nach Regeneration die Stammzellentherapie.


    Sind noch Krebszellen im Knochenmark nachweißbar, beginnt es wieder mit Tag 1 bis 28.

    .....

    Sind damit deine eigenen Stammzellen gemeint oder wirst du auf eine Fremd - Stammzelltransplantation vorbereitet?


    Noch einmal alles Gute für deinen weiteren Weg!

    Der Arzt meiner Angehörigen (und vermutlich auch deiner) geht da wohl streng nach Leitlinie vor:

    https://www.awmf.org/uploads/t…Mammakarzinom_2018-09.pdf


    Dazu sollte man sich mE auf den Abschnitt 5.4.1. Systemische Therapie des metatstasierten Mammakarzinoms konzentrieren. Dann gelangt man nach den Schaubildern Nr. 5.17. und 5.18. zu 5.19. und insbesondere 5.20, Seite 210. Nach Progress unter einem nicht - steroidalen Aromatasehemmer kann (können) die dort aufgeführten Kombinationen eingesetzt werden.

    Ich habe es sehr gut vertragen, besser als andere Immunsuppressiva zuvor.

    Allerdings hatte ich auch nur 2x1 mg früh und abends.

    Du solltest deinen Arzt fragen, inwieweit du dich wie ein Immunsupprimierter verhalten solltest.

    Ich hatte Everolimus, aber in einem anderen Zusammenhang und wahrscheinlich niedrigerer Dosierung.

    Als Mittel gegen Abstoßungen bei Transplantationen, für das es ursprünglich entwickelt wurde, wird es in Europa unter dem Handelsnamen Certican vertrieben.

    Hallo, Jule,


    vielen Dank für deine Antwort.

    Nachdem ich mich auch bei meiner Tante rückversichert habe, ob ich noch alles richtig erinnere, möchte ich auf einzelne Punkte eingehen.


    Die Chemos vor OP (2008) mussten gemacht werden, um den Tumor zu verkleinern und überhaupt operabel zu bekommen. Er hätte bereits wie eine kleine Sonne ausgesehen; so hätte man ihn nicht operieren können und musste ihn demzufolge zunächst verkleinern.


    Den KI67 haben wir bisher nirgends gefunden. Meine Tante nahm an, dass er sicher in den Kopien stehen würde, weshalb sie nicht extra gefragt hat; dem war aber nicht so.


    Nach Ibrance habe ich ganz am Anfang, als ich noch mehrfach als Begleitung mitgegangen bin, gefragt. Das hat der Onkologe auf dem Schirm, wurde jedoch vom Tumorboard bisher nicht empfohlen. Vermutlich will man sich das noch als Therapieoption aufheben. Natürlich muss man dann auch noch sehen, wie es eventuell auf die ET wirkt.


    Der Artikel zu den Thrombozyten war sehr interessant; sie lässt sich hoffentlich einen Ausdruck davon zum Mitnehmen und Besprechen machen. Erhöhte Thrombozyten können ja, so hatte ich es andernorts schon einmal gelesen, ein Zeichen für Metastasierung sein. Allerdings weisen ihre Thrombos oder ein Teil davon eine für ET typische Genmutation auf. Am Ende des Artikels wird neben ASS, das sie bereits nach Verordnung nimmt, auch noch Clopidogrel erwähnt. Das nehmen einige ETler, weiß ich vom Mitlesen, aber vermutlich muss man diskutieren, ob es in dem speziellen Fall angebrachter ist als Anagrelid und muss es sich "erkämpfen". (Neben Hydroxyurea stünde auch noch peg-Interferon alpha in den Leitlinien.)

    Meine Tante hatte vor zwei Wochen zur Beurteilung des Wirkens der Therapie zwei CT mit Kontrastmittel (Thorax und Abdomen), die gekoppelt gemacht wurden. Heute wurden die Ergebnisse bei ihrem Onkologen besprochen.


    Den Befund der Radiologin bekam sie ebenso wie (nun auch mal) die Ergebnisse des Tumorboards von Ende September in Kopie mit, so dass ich daraus zitieren kann.


    Ihr rechter Lungenflügel war ja operiert und die Metastasen im linken Flügel belassen worden. Diese sind allesamt regredient, also um die 3-4 mm geschrumpft und jetzt noch 8, 7 und 4 mm groß. Die Therapie mit Aromatasehemmer schlägt also an. Daher beurteilt der Onkologe eine Konsolidierung rechts, die in ihrem Randbereich kontrastmittelaufnehmend ist, eher optimistisch; die Radiologin hat ein paar Vermutungen darüber, was es sein könnte, in den Raum gestellt und mit Fragezeichen versehen. Im Übrigen liegen keine neu aufgetretenen pulmonalen Infiltrate, keine suspekten Lymphknoten, aber rechts jede Menge narbige Residuen vor. Weiterhin keine Knochenmetastasen im Bereich des Stammskeletts, soweit einsehbar.


    Im Schreiben des Tumorboards heißt es u.a.

    mäßig differenziertes Adenokarzinom

    cTX NX M1 (LYM, PUL)

    Östrogenrezeptoren IRS 9, 60% positiver Zellkerne, vorherrschende Färbeintensität stark

    Progesteronrezeptoren IRS 4, 40% positiver Zellkerne, vorherrschende Färbeintensität mäßig

    Immunhistochemischer HER-2-Neu-Nachweis: IHC-Score 1+ (unvollständige Membranfärbung)

    Biomarker (HER2 negativ)


    Es geht also zunächst weiter mit Letrozol sowie ASS, was nicht auf die Höhe der Thrombos, aber auf die Symptomatik der ET wirkt.


    Hier noch einmal ein Link zur OP-Vorgeschichte, weil der obige defekt zu sein scheint:

    Metastasenchirurgie Lunge

    Ja, eben.

    Daher würde ich mich in vergleichbarer Lage zum einen mit EK-Patientinnen austauschen wollen (OP-Techniken, soweit vergleichbar, Nachsorge, Gefühle etc.) und zum anderen über die (neo-)adjuvanten Therapien eben auch mit Sarkompatienten (auch hierfür gibt es ein Forum/Foren).

    Vielleicht schreibst du das dann das nächste Mal gleich so wie im zweiten Teil deines Postings. Der eine oder andere Gastleser liest u. U. solitär nur in diesem Strang.



    Wobei der dritte Satz so nicht ganz richtig ist, weil bei einigen Krebs(unter)arten Chemo gar nicht wirkt und die Ärzte von vornherein auf Therapien mit Antikörpern, Kinase - Inhibitoren u.a. Signalwegshemmer, Kombinationstherapien u.a. setzen. Und gute Ärzte Komorbiditäten des Patienten stets im Blick haben.

    Hallo und willkommen im Kiz.

    Vor dem Hintergrund, dass die Internetsuche auf Anhieb einige Fallberichte von Leukämien (18. SSW, 25. SSW usw.) während Schwangerschaften ergibt, die mit Chemo therapiert wurden und bei denen die Kinder letztlich gesund geboren wurden, kann ich die Aussagen zum sofortigen Schwangerschaftsabbruch nicht ganz nachvollziehen. Siehe auch hier: https://www.thieme-connect.com…ct/10.1055/s-0033-1361360

    Aber natürlich bin auch ich nur ein Laie, und ich gehe davon aus, dass ihr in den Händen von kompetenten Hämato-Onkologen seid, die letztlich darüber befinden werden.

    Euch wünsche ich alles Gute; vielleicht erhältst du ja auf leukaemie-online auch noch Antworten.

    Hallo, Martina,
    die Neutrophilen, eigentlich neutrophile Granulozyten, sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Immunsystems, aber, wie du richtig schreibst, nicht der einzige.


    Für einen Überblick über die Komplexität:
    https://de.wikipedia.org/wiki/…llul%C3%A4re_Bestandteile
    https://de.wikipedia.org/wiki/…orphologie_der_Leukozyten


    Wie du sehen kannst, gibt es neben den zellulären Bestandteilen des Immunsystems auch noch sog. humorale Bestandteile. Vielleicht hast du schon mal gehört, dass zur Bestimmung von Allergien aus dem Blut der IgE -Wert bestimmt wird. Analog lassen einige CLL-Patienten regelmäßig ihren IgG-, IgA- und andere Ig-Werte bestimmen, um ggf. Immunglobuline substituieren zu lassen.


    Ich würde zunächst auf rein mechanische Infektabwehr setzen, z.B.
    kein Handschlag
    dünne Handschuhe und diese ausziehen, sobald man das Bedürfnis verspürt, sich ins Gesicht zu fassen
    öfter Hände waschen, ggf. ein kleines Desinfektionsmittel für die Hände für unterwegs (ist u. U. schonender als Seife)
    selbst in die Ellenbogenbeuge niesen und Leuten aus dem Weg gehen, die das ihrerseits nicht tun
    Füße und Schleimhäute (z.B. im Hals) von außen möglichst warm einpacken.

    Inzwischen hat das Tumorboard getagt und der Arzt meine Tante darüber informiert.


    Etwas irritierend fanden wir beide, dass dem Tumorboard das Ergebnis der Skelettszintigrafie nicht vorlag. Es müsste der überweisenden Frauenärztin und in jedem Fall der Lungenfachklinik vorliegen. Möglicherweise ist es nicht angefordert worden.
    Ich habe meiner Tante vorgeschlagen, ihre Frauenärztin um eine Kopie zu bitten, damit sie das Ergebnis "keine Knochenmetastasen" auch schriftlich vorliegen hat.


    Die Histologie hat ergeben, dass beide Hormonrezeptoren positiv sind. Einer läge bei 40, der andere bei 60%. Auch da habe ich ihr vorgeschlagen, ihre FÄ zu fragen, wie die Entwicklung von über 90% auf 40 bzw. 60% zu bewerten ist.
    Her2 neu ist negativ.


    Erwartungsgemäß bekommt sie daher AHT (Anastrozol) und sonst nichts weiter, auch nicht gegen die ET. Bei ihrer Gynäkologin wird sie auch nachfragen, welche AHT sie nach der ED hatte, denn das weiß sie nicht mehr.


    Irritierend fanden wir auch, dass die Thrombozytenzahl nicht überprüft wurde. Das letzte Blutbild wurde in der Klinik gemacht, eine Kontrolle in vier Wochen sei ausreichend.


    In einem Vierteljahr erfolgt eine erste Verlaufskontrolle mittels (nicht näher bezeichneter) bildgebender Verfahren. Sie hatte ja ziemlich kurz hintereinander ein oder mehr Thorax-CT, Thoraxröntgen, Oberbauch - Sono, eine Mammographie sowie Skelettszintigrafie.

    Hallo,
    den Fall meiner Angehörigen hatte ich hier Metastasenchirurgie Lunge bereits kurz skizziert.
    Sie hat nun auch ihren alten Entlassungsbrief für mich herausgekramt, so dass ich die damaligen Gegebenheiten (2008) darstellen kann.


    Diagnose:
    Invasives Mammakarzinom rechts
    Tumorformel: ypT1c, pN1a, M0, G2, LO, VO, RO
    Östrogenrezeptor: ü90 % / IRS 12
    Progesteronrezeptor: ü90 % / IRS 8
    Her-2-neu Status: 1+


    Die neue Zusammensetzung ist den Ärzten bekannt, liegt ihr aber noch nicht vor. Inzwischen liegt auch eine Lymphangiosis carcinomatosa vor.


    Epikrise:
    Axilläre Sentinel-node-Biopsie mit nachfolgender axillärer Lymphonodektomie Level 1 und Level 2
    Portimplantation in die linke V. subclavia
    Neoadjuvante Chemotherapie mit 4 Zyklen FEC ... und 4 Zyklen Taxol ...


    Anschließend wurde noch mit Boost bestrahlt und fünf Jahre ein Aromatasehemmer eingenommen. Die jährliche Nachsorge bestand aus Mammographien.


    Jetzt beim Abtippen macht mich ein Satz stutzig "Die Bestrahlung der Lymphabflusswege ist optimal mit der Patientin im Gespräch mit der Strahlentherapeutin zu erwägen". Ich fürchte aber, dass ihr das nach zehn Jahren im Detail nicht mehr viel sagt.

    Wenn ich mich nicht verzählt habe, wurden am rechten Lungenflügel allein 10 Metastasen, 1 befallener intrapulmonaler und mehrere nicht befallene Lymphknoten entfernt.
    Die Narbe verläuft direkt unter der Brust, in der Brustfalte. Daneben waren noch zwei Einstichlöcher zu sehen, die vermutlich der Kameraführung u.ä. dienten.


    Ebenfalls wurde eine intrapulmonale Lymphangiosis carcinomatosa entdeckt, weshalb es jetzt erst einmal mit der Einberufung eines Tumorboards (und für mich demnächst unter Brustkrebs/Angehörige) weitergeht.

    Für ein Follikuläres Lymphom dürfte 16.3.1. gelten, also Grad 30 - 40.
    https://www.gesetze-im-interne…rsmedv/BJNR241200008.html


    Ein FL Stadium III ohne Symptomatik (also asymptomatisch), gilt nach den Leitlinien als nicht behandlungsbedürftig und landet in W&W. Was eigentlich gut ist, auch wenn das die Betroffenen mitunter zunächst ganz anders sehen.
    https://www.onkopedia.com/de/o…/html/index.html#ID0ECBAE


    Symptomatisch meint in aller Regel die bekannte B-Symptomatik, also Fieber, Gewichtsverlust, Nachtschweiß. Zum Glück hat Mike das noch nicht. Offensichtlich haben beide Ärztegruppen Müdikeit, Abgeschlagenheit und Rückenschmerzen nicht als (B-) Symptomatik eingeordnet. Auch das kenne ich so von CLL - Patienten, wollte aber hierzu noch die Zweitmeinung abwarten.
    https://www.onkopedia.com/de/o…ew/html/index.html#ID0E2D


    Für Fatigue gibt es keinen gesonderten GdB oder ich kann ihn nicht finden. CLL - Patienten wird zu mäßiger und regelmäßiger Bewegung geraten.

    Morgen hat meine Tante ihr großes Abschlussgespräch.
    Für die erste OP; die zweite kann wohl frühestens in 6 - 8 Wochen folgen, wie es einmal ihr gegenüber hieß.
    Eine Reha möchte sie gern machen, aber ambulant, in der Hoffnung, das ist möglich.
    Es fiel auch schon die Bemerkung, dass man sich mit ihrer Frauenärztin wegen einer AHT in Verbindung setzen wolle. Daraus haben wir laienhaft geschlossen, dass der Verdacht auf einen Zusammenhang der Metastasierung mit ihrem hormonpositiven BK sich bestätigt hat.
    Die Behandlung könnte unserer Meinung nach vielleicht ihr Hämato-Onkologe durchführen und dabei auch gleich einen Plan für das weitere Verfahren hinsichtlich ihrer ET entwerfen.

    Hallo, Mike,
    das ist sehr gut, dass du jetzt auch eine zweite Meinung bekommst.
    Bitte pack dort alles auf den Tisch; am besten machst du dir in Vorbereitung auf das Gespräch eine Art Stichpunktzettel zu allen Punkten und Fragen.

    Hallo und willkommen, Mike,
    auch wenn wir alle lieber nicht hier wären.
    Mit dem Auskennen ist das bei mir so eine Sache; ich weiß aber, wo ich im Zweifelsfall nachschlagen kann:
    https://www.onkopedia.com/de/o…/html/index.html#ID0EQDAE


    Ich weiß, an den Gedanken, in watch&wait zu sein, muss man sich erst gewöhnen. Aus jahrelanger Forumserfahrung mit indolenten (wenig aggressiven) Lymphomen (CLL u.a.) weiß ich aber, dass diese Situation letztlich besser ist als überstürzte Therapien.

    Hallo,
    heute möchte ich damit anfangen, über meine - gestern frisch operierte - Tante zu berichten.


    Kurz zur Vorgeschichte:
    In dem ein oder anderen Post habe ich sie schon mal erwähnt. Sie ist eine von zwei Tanten mütterlicherseits, die an BK erkrankt waren. Sie machte 2008 den Anfang.
    Ich habe fälschlicherweise bisher immer behauptet, sie hätte eine neoadjuvante und eine adjuvante Chemo gehabt, wurde aber neulich durch einen Entlassungsbrief eines Besseren belehrt. Nach der üblichen Biopsie hatte sie zwei verschiedene Chemo-Kombis neoadjuvant nacheinander. Danach wurde operiert, neben dem Wächter wurden auf der betroffenen Seite noch mehr Lymphknoten aus der Achsel entnommen, so dass sie jetzt permanent Lymphdrainage braucht. Danach wurde noch bestrahlt und sie (postmenopausal) bekam 5 Jahre AHT und ging regelmäßig zur Nachsorge (Mammographie).


    Vor einem Jahr wies sie schon einmal eine Hautärztin, bei der sie wegen eines Hautausschlags war, auf ihre hohen Entzündungswerte hin und fragte, ob sie in letzter Zeit geröntgt worden wäre. Auch hatte sie gelegentlich mit hartnäckigen tatsächlichen oder vermeintlichen Erkältungen zu tun. Geröntgt wurde zunächst nicht.


    Aufgrund auffällig hoher Thrombozytenwerte überwies ihr Hausarzt sie an einen Hämatologen und eine essentielle Thrombozythämie (mit Mutation) wurde festgestellt. Das zunächst verordnete Mittel vertrug sie überhaupt nicht; es schien aber auch mit einer neuerlichen Erkältung zusammen zu fallen, so dass ihr Hausarzt sie nun doch zum Lungenröntgen überwies. Das Röntgenbild war auffällig, so dass ein CT veranlasst wurde, auf dem auf beiden Flügeln multiple Rundherde, der größte ca. 1,6 cm groß, zu sehen waren. Der Verdacht auf Lungenmetastasen iZm ihrem BK stand im Raum. Das Syrea gegen ihre ET durfte sie zunächst absetzen; die Thrombos waren auch gut zurückgegangen.


    Ich habe sie in die Richtung gestupst, dass sie sich ins Fachkrankenhaus Coswig überweisen lässt, und sowohl der Hämato-Onkologe als auch der einweisende Hausarzt stimmten damit überein. Dort erfolgte zunächst eine Bronchoskopie, die aber mehr oder weniger erfolglos war, weil ja die Rundherde, laienhaft gesprochen, sich "außen" an der Lunge befinden und man "von innen" nicht gut ran kam, um vernünftig zu biopsieren. Daher sollte operiert, eine Probe sowohl für einen Schnellschnitt als auch für eine nochmalige histologische Untersuchung entnommen und bei entsprechender Aussage des Schnellschnitts weiter operiert werden.


    Zunächst musste meine Verwandte ambulant noch eine vorgezogene Mammographie und eine Knochenszintigrafie hinter sich bringen; Oberbauch - US, Herz - US und andere Untersuchungen wurden im KH gemacht. Außer an der Lunge wurde nichts entdeckt, was meiner Ansicht nach Glück im Unglück war.


    Gestern nun wurde sie mehrere Stunden lang operiert. Ohne es genau zu wissen, nehme ich an, dass es sich um das folgende Verfahren handelte:
    https://www.aerztezeitung.de/m…er-schonend-entfernt.html
    denn dafür ist das KH nun einmal sehr bekannt.


    Es wurde zunächst nur ein Flügel operiert, der Zugang erfolgte über einen Schnitt an der Seite, etwa in Brusthöhe oder knapp darunter. Laut den Ärzten sei die OP erfolgreich verlaufen und beim Schnellschnitt etwas gefunden worden, was "nicht okay" war, aber sie solle sich bitte darüber nicht zu sehr aufregen, der ausführliche Befund steht ja auch noch aus.


    Meiner Tante geht es den Umständen entsprechend gut. Nach der OP soll sie am besten eine Reha machen und dann wäre der zweite Flügel dran.
    Ich werde weiter berichten.

    Als medizinischer Laie würde ich sagen, deine NW könnten in gleichem Maße vom Cyclophosphamid, Hydroxydaunorubicin und/oder Vincristin kommen.
    Insbesondere das Cyclophosphamid, das ich in Kombination mit Fludarabin auch hatte, wirkt auf die Leukozyten, was ja auch der Zweck ist. Dadurch ist man als Patient mit fortschreitender Therapie zunehmend infektanfälliger.


    Aber daruf wollte ich gar nicht hinaus. Während beim Follikulären Lymphom unter Erhaltung steht, dass eine zweijährige Erhaltungstherapie mit Rituximab Vorteile bringt (bei einer erhöhten Infektionsrate) https://www.onkopedia.com/de/o…/html/index.html#ID0EMJAE , steht das beim DLBCL gerade nicht.
    Danach würde ich fragen.

    Hallo, Marita,
    Rituximab hatte auch ich nur während der Induktionstherapie, nicht zur Erhaltung.
    Ich hatte einmal einen kleinen Pleurarerguss, der möglicherweise durch das R. kam und von allein wieder wegging.


    DLBCL war nicht meine Erkrankung; daher kann ich nur davon ausgehen, was geschrieben steht.
    Onkopedia Leitlinien, Stand 2014:
    https://www.onkopedia.com/de/o…/html/index.html#ID0EFPAC
    Oder die Patientieninformation des Kompetenznetzes Maligne Lymphome e.V., Stand 2016:
    http://www.lymphome.de/Netzwer…BCL_Broschuere_020216.pdf


    Demnach sind wohl keine Erhaltungstherapien mit Rituximab vorgesehen, und du könntest auf dieser Basis mit deiner Ärztin sprechen.


    Alles Gute!

    Hallo, Mondsichel,


    hier einmal die Leitlinien betreffend mögliche Therapiestrukturen:
    https://www.onkopedia.com/de/o…/html/index.html#ID0EDOAC
    Da die Leitlinie für Patienten Stand 2012 ist, habe ich auf die für Fachärzte verlinkt.


    Wenn ich das richtig sehe, wird dein Vater erst noch bestrahlt werden. Das Staging, möglicherweise mit einem PET-CT, erfolgt erst nach Abschluss der Behandlung.


    Patienten Ü60 werden anders behandelt als die jüngeren, siehe entsprechender Abschnitt.


    Auch für den Fall eines Nicht-Ansprechens bzw. eines Frührezidivs stehen Therapieoptionen zur Verfügung, siehe Abb. 4 Allerdings solltet ihr euch das alles von den entsprechenden Fachleuten erklären lassen; die Leitlinien können insofern nur eine Grundlage für eure Fragen sein.

    Am 8. April ging die Mail noch anstandslos durch; heute kam sie zurück.
    Der account würde nicht existieren.

    Hallo,
    ich habe nur den ersten Zyklus im Krankenhaus bekommen, weil ich dort per Zufall erstdiagnostiziert wurde.


    Das war aber sehr gut und wird auch bei dir sehr gut sein, weil bei dem R (Rituximab, ein Antikörper) sehr genau wegen der Verträglichkeit geschaut werden kann und muss. So hatte ich an diesem Tag ein 24 Stunden - Monitoring; das wirst du sicher auch haben. Ich habe es allerdings ganz gut vertragen; nur im weiteren Verlauf gab es dann mal eine Nebenwirkung.


    Von deinem Schema hatte ich außer dem R noch das C, nämlich Cyclophosphamid. Dazu hatte ich noch Fludarabin. Ich hatte also beim 2. - 4. Zyklus immer dienstags nur das Rituximab und dann Mittwoch bis Freitag das FC. Dazu gab es Kochsalzlösung vorher und nachher, Mittel gegen Übelkeit (halten zuverlässig fast 24h an) und andere Begleitmedikamente. Die Behandlungen dauerten meist so von 9 bis etwa 15 Uhr.


    Sicher wird die Behandlung anspruchsvoll, und ich wünsche dir, dass du mit dem maximalen Erfolg belohnt wirst. Wichtig wird, wie schon geschrieben, mit zunehmender Dauer das Bereithalten von potentielle Hilfe und Unterstützung für dich sein.

    Hallo, Marita,


    zunächst ist es gut, dass du nun eine gesicherte Diagnose hast.
    Obwohl das mit der verschleppten Diagnostik ärgerlich ist, hat es zumindest einen positiven Nebeneffekt: Die Grippephase ist fürs Erste vorbei; vielleicht nehmen auch andere Ansteckungsmöglichkeiten in den Frühlings- bis Frühherbstmonaten und damit während deiner Behandlung etwas ab.


    Du wirst R-CHOP in Zyklusabständen von zwei oder drei Wochen erhalten, also dosisdicht. Ich selbst hatte R-FC aller vier Wochen, eine knappe Woche lang mit drei Wochen Pause dazwischen. Meine Blutwerte wurden etwa in der Mitte zwischen zwei Zyklen kontrolliert.


    Es ist gut, sich in der Zeit der Therapie vor Infektionen bewusst zu schützen. In erster Linie sehe ich hier das Meiden von Menschenmassen, die Einhaltung von möglichst ca. einem Meter Sicherheitsabstand zu anderen Menschen (Tröpfcheninfektion) sowie die regelmäßige Händedesinfektion (für unterwegs eventuell dünne Handschuhe u/o Desinfektionsmittel/-tücher). Mit Mundschutz (später als erstes weggelassen) und dünnen Baumwollhandschuhen bin ich die erste Zeit nach meiner SZT herumgelaufen; man zieht schon alle Blicke auf sich und das ist nicht gerade angenehm. Natürlich kannst du auch bei der Essenszubereitung etwas vorsichtiger sein, in der Hoffnung, dass dir trotzdem noch vieles schmeckt. Also so ähnlich, als wäre man auf Reisen in einem tropischen Land.


    Ich fände es wichtig, dass du dir für die Zeit der Therapie professionelle Hilfe holst, falls du dich einmal nur schwer selbst versorgen kannst. Bitte frag deine Onkoligin nach dem für dich zuständigen Sozialdienst und dort nach den Möglichkeiten, die du hast.


    Alles Gute und viel Kraft für die anstehenden Behandlungen!

    Obwohl es sich zuletzt abzeichnete, hat die Nachricht mich doch sehr traurig gemacht.


    Mein Mitgefühl gilt ihren engsten Angehörigen, ihrer Familie und Freunden.

    ... wusste aber nicht, dass der whistleblower seitdem arbeitslos ist. Das ist mal wieder typisch für unsere Gesellschaft.
    Hut ab vor der Zivilcourage - ich hoffe, sie wird bald belohnt, indem er einen tollen Job findet.
    Über die Apothekerin sag ich mal lieber nichts. ...


    DER Apotheker, soweit mir bekannt. Ein Mann mit Hund, den er wohl auch mal herumlaufen ließ ... Was seine pharmazeutische Angestellte oder angestellte Apothekerin wegen der Reinraumverhältnisse auf den Plan rief, so dass sie dann zusammen mit dem kaufmännischen Leiter, der seinerseits rein von den Zahlen (Einkauf/Verkauf) her aufmerksam wurde, den Fall zur Anzeige brachte.