Beiträge von nemrac63

    Hallo Bella,


    ich war lange nicht mehr hier, durch Zufall habe ich deinen Beitrag entdeckt.


    Mein Vater war Mitte November zur Nachresektion und da wurde kein Tumor mehr gefunden, die Blase war sauber. Da T1, G3 sehr aggressiv ist, ist gemäß Leitlinien eine BCG-Therapie vorgesehen.


    Ich hatte mich zwischenzeitlich in einem speziellen Blasenkrebs-Forum angemeldet und dort viele Erfahrungsberichte gelesen und auch mit vielen Erkrankten geschrieben. (in ungefähr gleichem Alter und Diagnose). Es wurde aufgrund von heftigsten Nebenwirkungen von einer BCG-Therapie abgeraten und besser engmaschige Kontrollen und ggf. erneute TUR-B empfohlen. Daraufhin rief ich Prof. Rübben an und schilderte ihm meinen Vater seinen Fall und er bestätigte mir die Vorgehensweise und hätte genauso gehandelt. So vereinbarten wir es dann auch mit seinem behandelnden Urologen.


    Seit heute ist mein Vater zur 3. Spiegelung/ TUR-B mittel Hexvix in der Klinik. Er hat wieder alles gut überstanden und nun hoffen wir auf einen guten Befund.


    LG Carmen

    Liebe Bella,

    darf ich dich fragen wie alt dein Vater war? Und hatte er große Einschränkungen bzw. Schmerzen/ Probleme bis zur Bildung des Rezidivs? Und warum musste er die Chemo unterbrechen? Ich hoffe, meine Fragen sind nicht zu persönlich. Ich habe leider niemanden, den ich solche Sachen fragen könnte, das Forum hilft mir ungemein alles zu verstehen und teilweise zu verarbeiten bzw. mich zu beruhigen.


    Kann mir jemand sagen, wie ihr das handhabt wenn Untersuchungen etc. anstehen und ihr aber im Arbeitsverhältnis steht. Mein Vater ist schwerhörig und fährt auch momentan nicht mehr selbst mit dem Auto, deshalb will ich ihn zu Arztterminen etc. begleiten. Mein Urlaub ist in diesem Jahr nahezu aufgebraucht und die ganzen Stunden nacharbeiten ist auch fast nicht zu schaffen. Wir versuchen schon immer die Termine auf nachmittag zu verlegen, aber das ist eben nicht immer machbar. Kann man sich für solche Fälle selbst krank schreiben lassen? Oder liegt das im Ermessen des Hausarztes?


    Liebe Grüße Carmen

    Vielen Dank liebe Bella,


    Mein Vater ist ja nicht direkt im Krankenhaus in Behandlung. Er ist schon viele Jahre Patient in einer urologischen Praxis, die ihn auch jetzt onkologisch behandeln wird. Der Arzt ist fachlich wirklich gut und auch sehr freundlich, aber ich hatte irgendwie keine richtige Gelegenheit fragen zu stellen weil er immer auf dem Sprung stand. Also quasi das Wartezimmer voll hatte und keine Zeit.


    Das schlimmste für mich war vorgestern als mein Vater sagte: Bloss gut dass es nichts schlimmes ist. Durch seine Schwerhörigkeit hat er es wirklich nicht mitbekommen dass der Tumor bösartig ist. Es war für mich die Hölle ihm sagen zu müssen dass er sich irrt. 😢.

    Ich versuche ihm ständig klar zu machen dass er eigentlich noch Glück im Unglück hat, weil der Tumor recht früh erkannt wurde und das jetzt nicht sein Todesurteil ist. Aber dazu sagt er dann meist nichts, ist nur in sich gekehrt.

    Es tut mir so sehr leid ihm nicht seine Angst nehmen zu können.

    Liebe Bella, ich danke dir sehr für die ausführliche Erklärung. Das hilft mir wirklich sehr!

    Am 22.10. ist der Termin zur Nachresektion und danach werden die Intervalle der Chemospülungen bei seinem Urologen festgelegt. Wir hoffen alle sehr dass diese Behandlung ohne allzugrosse Nebenwirkungen bleibt. Er ist sehr in sich gekehrt, ich kann nur erahnen wie er sich fühlt.

    LG Carmen

    Hallo, ich möchte mich kurz vorstellen.

    Mein Name ist Carmen und wir haben gestern erfahren dass mein Vater an Blasenkrebs erkrankt ist. Er ist zwar schon in einem hohen Alter, ist aber körperlich und geistig noch sehr fit. Als Tochter leidet man immer mit, egal wie alt der Papa ist. Ich habe ein sehr enges Verhältnis zu meinen Eltern und hoffe sie auf diesem Weg unterstützen zu können.

    Hallo,


    mein Name ist Carmen und wir haben gestern den Befund des Blasentumors meines Vaters erhalten. Er wurde im Rahmen von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen entdeckt.


    Kann mir eventuell jemand bei der "Übersetzung helfen? Auf dem Befund steht:


    Anteile eines gering differenzierten papillären Urothelkarzinoms (G3) mit herdförmiger Infiltration des suburothelialen Bindegewebes, klinisch BD, pT1, G3



    Es wurde eine Transurethrale Resektion der Harnblase vorgenommen und als Nachbehandlung wurde eine TUR-B Nachresektion empfohlen. Als Therapie soll dann eine Chemo in Form von Blasenspülungen gegeben werden.


    Mein Vater ist schon 83 Jahre alt, aber außer dass er schwerhörig ist, ist er körperlich und geistig sehr fit. Er war quasi nie richtig krank und jetzt ist er am Boden zerstört. Ich glaube er fürchtet sich mehr vor dem Gedanken pflegebedürftig zu werden als zu sterben.



    Er hatte zwei Freunde, denen wegen Blasenkrebs die Blase entnommen wurde und an den Folgen der Erkrankung nach kurzer Zeit verstarben. Die Blase zu entnehmen war für ihn die schlimmste Vorstellung. Gottseidank nahm ihm der Urologe gestern die Angst, er meinte in seinem Alter käme eine Blasenentfernung nicht in Frage.


    Hat jemand Erfahrung mit dieser Art Therapie? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit dass der Tumor wieder wächst?



    Herzlichen Dank schon mal für die Antworten.