Fatigue

  • Erschöpfungssyndrom
    hier: krebsbedingt
    Das Fatigue-Syndrom (hier ausschließlich: Krebs-bezogen) wird im Allgemeinen mit Erschöpfungssyndrom übersetzt. Die vorherrschenden Symptome sind eine gewisse Antriebslosigkeit, ein erhöhtes Schlafbedürfnis, rasche Erschöpfung sowie Müdigkeit (trotz überdurchschnittlich viel Schlaf).
    Die Ursachen sind zum einen in der Erkrankung selbst zu suchen, aber auch in den Folgen ihrer Behandlung; großenteils in Beidem gleichzeitig. Ursachen können unter anderem sein: Anämien (sowohl Tumor- als auch Therapie-bedingt), (vorübergehende) Schädigungen einzelner Organe, zum Beispiel der Leber, rasche und starke Gewichtsabnahme (siehe Kachexie), im Zusammenhang mit der Erkrankung stehende psychologische Ursachen.

    Behandelt wird die Fatigue symptomatisch, da die ursächliche Behandlung bereits mit der Krebstherapie selbst erfolgt. Mögliche Maßnahmen sind unter anderem die Transfusion von Erythrozyten-Konzentraten, das Angebot zur psycho-onkologischen Beratung sowie die Ermutigung zu leichter körperlicher Betätigung im Rahmen der individuellen Möglichkeiten. Gegebenenfalls muss überlegt werden, wie die Therapie-Treue (siehe auch: compliance) des betreffenden Patienten gewährleistet werden kann.

    1.728 mal gelesen