compliance

  • Therapie-Treue, aktive Mitarbeit des Patienten
    Mit Abschluss der Diagnostik und vor Beginn einer Therapie muss der behandelnde Arzt/das Ärzteteam das Verständnis des Patienten für seine Erkrankung, für die Notwendigkeit und die Art der Therapie sowie seine Bereitschaft zur (passiven und/oder aktiven) Mitwirkung an der Therapie beurteilen. Hierfür ist mindestens ein klärendes Gespräch mit dem Patienten vonnöten, in welchem der das Gespräch führende Arzt dem Patienten die Erfordernisse und die Erfolgsaussichten der in Frage kommenden Therapien verständlich erläutert und offene Punkte abklärt.

    Diese Gegebenheiten auf Seiten des Patienten nennt man seine compliance. Die Einschätzung derselben durch den Arzt bzw. das Behandlungsteam kann Einfluss auf die Festlegung der Therapie haben. Je mehr praktische Ansprüche sich aus der in Frage kommenden Therapie an den Patienten ergeben, um so höher sind die Anforderungen an die Patienten-Compliance. Das kann bis zur Ablehnung einer bestimmten Therapie bei einem konkreten Patienten führen. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist die Aufnahme auf Wartelisten für Organtransplantationen.

    Bei älteren und/oder Patienten mit erheblichen Begleiterkrankungen oder bei erheblichen Verschlechterungen des Zustands des Patienten unter der Therapie muss gegebenenfalls die Therapie-getreue Medikamenten-Einnahme, die Einhaltung von Terminen etc. durch die Einbeziehung von Angehörigen oder Pflegekräften sichergestellt werden.

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