GdS

  • Grad der Schädigungsfolgen, früher als "Minderung der Erwerbsfähigkeit" (MdE) bekannt
    sozialrechtlicher Begriff

    Der GdS (und auch der GdB) wird nicht als Prozentsatz angegeben. Es heißt also nicht "ein GdS von 80%", sondern "ein GdS von 80".

    Bei einem zuerkannten GdS gilt man als Schwerbeschädigter (nicht zu verwechseln mit der Schwerbehinderung beim GdB). Zum Beispiel als Folge eines Arbeitsunfalls oder einer Gewalttat. Menschen mit einem GdS von 100 gelten als erwerbsunfähig.

    Der GdS ist nicht identisch mit dem GbB. Es gelten hier vorrangig das Entschädigungsrecht und die Gesetze der Unfallversicherung, nicht Teil 2 des SGB IX wie beim GdB

    Ein anerkannter GdS führt ohne weitere Überprüfung zur Festsetzung eines auch in mind. dieser Höhe festzusetzenden GdB. Wenn bei der Feststellung des GbB nicht noch weitere gesundheitliche Einschränkungen zu berücksichtigen sind. Die Festsetzung selber wird nach den gleichen Grundsätzen ermittelt, nur das beim GdS die Schädigungsfolgen und beim GdB alle Gesundheitsstörungen einfliessen.

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