GvHD

  • Graft versus Host Disease - Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion nach Transplantation fremder Stammzellen (allogener Stammzelltransplantation) oder einer Infusion von Spenderleukozyten, bei der sich im Transplantat enthaltene Zellen des Spenders gegen den Empfänger richten.
    Mit dem Stammzelltransplantat oder den zur Infusion aufbereiteten Spenderleukozyten werden Immunzellen des Spenders mit übertragen. Diese attackieren dann Zellen des Empfängerorganismus; es kommt zu unerwünschten Immunreaktionen. Durch die gleichzeitige Verabreichung von das Immunsystem unterdrückenden Medikamenten (Immunsuppressiva) versucht man zwar, diese Reaktion im Griff zu behalten, aber das gelingt nicht immer. Außerdem ist eine geringfügige Reaktion durchaus erwünscht, um eventuell verbliebene einzelne Krebszellen zu vernichten.

    Die GvHD kann verschiedene Organe betreffen; am häufigsten treten Probleme mit Haut, Leber und Darm auf. Je nach Ausprägung wird sie in vier Schweregrade eingeteilt. Zudem wird unterschieden zwischen akuter und chronischer Verlaufsform.

    Mehr dazu:
    Leukämie-Phoenix: Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion
    Universität Regensburg: Diagnosekriterien nach NIH-Konsens (NIH = National Institutes of Health, das nationale US-Gesundheitsinstitut)

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