Knochenszintigraphie

  • Diagnostikverfahren, um Knochentumore oder Metastasen in den Knochen festzustellen.
    Knochen bestehen zu einem großen Teil aus Hydroxylapatit, einer Verbindung aus Kalzium und Phosphat. Der gesunde Knochen wird ständig auf- und abgebaut. Kranke Knochenanteile, zum Beispiel Entzündungen, Tumoren oder Metastasen, haben oft eine veränderte Zellteilungsrate. Bei ihnen ist der Stoffwechsel meist beschleunigt, sie speichern mehr Kalzium und Phosphat - in manchen Fällen allerdings auch weniger. Die veränderten Bedingungen macht man sich bei der Szintigraphie zunutze, indem man dem Körper eine Phosphatverbindung zuführt, die in den Knochenstoffwechsel einbezogen wird. Diese Phosphatverbindung wird mit einem radioaktiven Stoff (Technecium, genaugenommen Tc-99-m) markiert. Das so entstandene Radiopharmakon kann mithilfe der Szintigraphie nachgewiesen werden. Da es sich in den kranken Knochenanteilen verstärkt anreichert, können diese auf den Bildern als dunkle Flecken erkannt werden. Die Anreicherung ist außerdem von der Dicke und der Durchblutung des Knochens abhängig, die bei Tumoren ebenfalls verändert sein können.


    Wie läuft die Knochenszintigraphie ab?


    Wenn bei einem Patienten eine Knochenszintigraphie vorgesehen ist, führt der untersuchende Arzt ein Aufklärungsgespräch mit ihm, in dem mögliche Risiken der Untersuchung besprochen werden und der Patient Gelegenheit hat, Fragen zu stellen.

    Anschließend bekommt der Patient das Radiopharmakon in eine Armvene gespritzt. Danach sollte er viel trinken und häufig die Blase entleeren, damit er den Anteil der
    radioaktiven Substanz, der nicht im Knochen angereichert wird, rasch wieder ausscheidet.

    Etwa zwei bis drei Stunden nach der Verabreichung des Medikaments werden Aufnahmen mit der Gammakamera gemacht. Die Bilderstellung selbst dauert - je nach Fragestellung - fünfzehn bis vierzig Minuten. In einigen Fällen werden mehrere Aufnahmen gemacht, davon eine bis zwei bereits direkt nach der Injektion des Radiopharmakons. Dieses Verfahren nennt man Mehrphasen-Skelettszintigraphie. Es kann helfen, die Ausprägung eines Tumorgeschehens festzustellen oder zwischen bösartigen Tumoren und gutartigen Entzündungsreaktionen im Knochen zu unterscheiden.

    Quelle: krebsinformationsdienst.de/unt…hie-onkologie.php#inhalt3

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