GdB

  • Begriff aus dem Schwerbehindertenrecht (zweiter Teil des SGB IX)
    Nicht zu verwechseln mit dem GdS aus dem Entschädigungsrecht

    GdS und GdB werden nach gleichen Grundsätzen bemessen. Beide Begriffe unterscheiden sich lediglich dadurch, dass der GdS nur auf die Schädigungsfolgen (also kausal) und der GdB auf alle Gesundheitsstörungen unabhängig von ihrer Ursache (also final) bezogen ist.

    Mit einem GdB von 100 ist man nicht zwangsläufig erwerbsgemindert, auch ergibt sich kein Rentenanspruch (im Gegensatz zum GdS)

    Mit Festsetzung eines GdB´s wird von Behinderung / Schwerbehinderung gesprochen. Ab einem Grad von 50 besteht der Anspruch auf Ausstellung eines sogenannten Behindertenausweises.

    Bei Feststellung eines GdS durch einen Sozialversicherungsträger oder Gericht wird ohne weitere Feststellungsverfahren durch das Versorgungsamt in mind. gleicher Höhe ein GdB festgesetzt. Dieser kann sich ggf. durch weitere gesundheitliche Einschränkungen noch erhöhen, so dass ggf. ein sogenannter Verschlimmerungsantrag gestellt werden kann.

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