Ösophagusvarizen

  • Blutung aus Krampfadern der Speiseröhre
    Krampfadern (erweiterte Venen) treten vor allem bei fortgeschrittener Leberzirrhose in der Speiseröhre auf. Varizen entstehen, wenn das Blut innerhalb der Leber nicht richtig fließen kann, weil beispielsweise das Gewebe vernarbt ist.

    Die Leber bekommt Blut aus der Pfortader, die vor allem Nährstoffe aus dem Magen-Darm-Bereich führt und aus der Leberarterie. Nach dem Stoffaustausch fließt das Blut über die Lebervenen in die untere Hohlvene und von dort weiter zum rechten Herzen. Bei einer Leberzirrhose kann das Blut nicht ausreichend über die Pfortader fließen und staut sich vor der Leber. Das Blut sucht sich deshalb einen anderen Weg zur unteren Hohlvene.

    Einer der Umgehungskreisläufe verläuft von der Pfortader über Magenvenen in die unteren Speiseröhrenvenen und erreicht auf diesem Weg die untere Hohlvene. Wegen ihres dünnwandigen Aufbaus sind die Ösophagusvenen aber nicht in der Lage, unbeschadet die große Menge an Blut an der Leber vorbei zu transportieren. Sie erweitern sich und
    „leiern aus“ – es entstehen sogenannte Krampfadern. Speiseröhre-Venen können mit der Zeit so stark ausdünnen, dass sie platzen.

    Die Ösophagusvarizen-Blutung ist lebensbedrohlich und in kürzester Zeit kann ein Patient daran versterben.

    1.513 mal gelesen